21:45
Legionäre im Einsatz für Europa. Während des NATO-Manövers "Spring Storm" proben insgesamt 12.000 Soldaten in Estland den Ernstfall. Unter ihnen rund 200 Legionäre der Fremdenlegion. Die französische Fremdenlegion übernimmt in Estland an der Ostflanke die Rolle des Angreifers, die Rolle Russlands. Wie klappt die Zusammenarbeit mit den internationalen Soldaten, und wie gut ist die NATO für einen möglichen Ernstfall gerüstet? Seit dem russischen Überfall auf die Ukraine ist das Baltikum an der Ostflanke die vorderste Linie einer neuen, gefährlichen Bedrohung. Besonders exponiert ist Estland, wie auch der estnische Verteidigungsminister Hanno Pevkur bestätigt: "Wir kennen unsere Nachbarn. Wir machen uns keine Illusionen, wir sind sehr wachsam - bei dieser Nachbarschaft musst du verdammt vorsichtig sein." Als Antwort setzen das Baltikum und die NATO auf Sichtbarkeit und Abschreckung. Jedes Jahr findet in Estland die Großübung "Spring Storm" statt, an der insgesamt 12.000 Soldaten teilnehmen - unter ihnen auch Fremdenlegionäre aus Frankreich. Für die Doku-Serie "Fremdenlegion" nimmt die Legion das ZDFinfo-Team exklusiv mit und gewährt intensive Einblicke. Während des Manövers übernimmt die Eliteeinheit die Rolle des Angreifers und fordert die estnische Verteidigung maximal heraus. Die Legionäre folgen dabei der Strategie "Attrition Warfare" - ein erbarmungsloser Abnutzungskrieg, der den Feind durch ununterbrochene Schläge zermürben soll. Der Kommandeur vor Ort, Capitaine Grégoire Chatillon, beschreibt es so: "Selbst wenn die Einheit zerschlagen wurde, selbst wenn wir schwere Verluste erleiden: Legionäre stoßen immer weiter vor." Die Legionäre kämpfen unter Realbedingungen und nutzen dabei extreme Tarnung. Sie setzen unter anderem spezielle Multi-Spektral-Tarnnetze ein, um die eigene Wärmestrahlung vor der feindlichen Aufklärung zu verbergen. Das Manöver "Spring Storm" ist ein Hightech-Szenario: Der Einsatz modernster Drohnen ist unerlässlich. Auch der Test von sogenannten Jammern - hocheffektiven elektromagnetischen Impulswaffen, die anfliegende Drohnen im Flug neutralisieren - kann im Ernstfall entscheidend sein. Neben den Kräften vor Ort ordnen renommierte Experten das Manöver ein: Der Militärexperte Ralph Thiele analysiert die strategische Rolle der französischen Militärpräsenz im Baltikum. Die Sicherheitsexperten Nico Lange und Dr. Aylin Matlé sprechen über die NATO und die aktuelle geopolitische Lage. ZDFinfo dokumentiert die französische Fremdenlegion über eine mehrteilige Doku-Serie mit exklusiven Einblicken. Dabei werden Legionäre vom ersten Kontakt mit der Legion über das strenge Auswahlverfahren bis hin zu den Spezialeinheiten Dschungelkrieger, Scharfschützen, Gebirgsjäger und Fallschirmspringer begleitet. Für diese Dokumentation wurde im Frühsommer 2026 in Estland und Lettland gefilmt.
22:30
Elitekämpfer in der Luft: Frankreichs Fremdenlegion betreibt auf Korsika ihr einziges Fallschirmjäger-Regiment. Es gilt als besonders harte Prüfung mit einzigartigen Herausforderungen. Die Fallschirmjäger sind die einzige Einheit, für die sich Legionäre extra bewerben müssen. Nur die besten Anwärter haben nach der Grundausbildung eine Chance. Wer zugelassen wird, steht vor knochenharten Wochen in der Luft, aber auch im Wasser. Der dritte Teil der ZDFinfo-Doku-Serie "Fremdenlegion" begleitet eine Gruppe junger Legionäre bei ihrer Ankunft in Calvi. Sie haben ihre viermonatige Legionärs-Grundausbildung abgeschlossen und sich als Fallschirmjäger beworben. Obwohl auf Korsika nur die Besten genommen werden, fangen die Soldaten als Fallschirmjäger wieder bei null an. Wieder müssen sie sich beweisen. Sport wird über den ganzen Tag verteilt betrieben, die Übungen werden immer schwieriger, damit die - ohnehin schon sehr trainierten - Legionäre noch mehr Kondition aufbauen. Erste Station für die jungen Legionäre ist eine Grundausbildung im Fallschirmspringen. Das Filmteam um Autorin Dunja Keuper begleitet die Gruppe beim Bodentraining und bei ihren ersten Sprüngen. Nach sechs Sprüngen, die sich in ihrer Schwierigkeit steigern, ist es geschafft: Die Legionäre bekommen das Fallschirmspringer-Grundabzeichen. Aber wie viele von ihnen werden die harten Prüfungen bestehen? Das 2. Regiment der Französischen Fremdenlegion auf Korsika besteht aus rund 1300 Elitesoldaten. Jeder Legionär ist dabei nicht nur Fallschirmspringer, sondern wird darüber hinaus noch als Experte in einem bestimmten Einsatzgebiet ausgebildet: Häuserkampf, Gebirgskampf, amphibischer Kampf oder als Scharfschütze. Die Dokumentation begleitet eine Gruppe von Legionären, die zur Kompanie für amphibischen Kampf gehört. Einer ihrer Trainingskurse schließt mit einer besonders berüchtigten Prüfung ab: dem Acht-Kilometer-Schwimmen mit Flossen in maximal vier Stunden. Nur, wer diese Herausforderung meistert, besteht. Der Deutsche Dennis Nowka ist einer der Legionäre, die es ins Regiment auf Korsika geschafft haben. Weitere Experten im Film sind Eckard Michels, Historiker am Birbeck College der University of London, und Nina Leonhard vom Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr in Potsdam. Sean McFate aus den USA war selbst Fallschirmspringer und ist heute Militärstratege an der National Defense University in Washington. Die Französische Fremdenlegion ist eine der weltweit am besten ausgebildeten militärischen Eliteeinheiten. Sie zeichnet sich nicht nur durch eine hohe Spezialisierung, sondern auch durch ihren Korpsgeist und ihr ausgeprägtes Traditionsbewusstsein aus. ZDFinfo dokumentiert die Französische Fremdenlegion über eine mehrteilige Doku-Serie mit exklusiven Einblicken. Dabei werden Legionäre vom ersten Kontakt mit der Legion über das strenge Auswahlverfahren bis hin zu den Spezialeinheiten Dschungelkrieger, Scharfschützen, Gebirgsjäger und Fallschirmspringer begleitet. Für diese Dokumentation wurde im November und Dezember 2024 auf Korsika gedreht.
23:15
Die Fremdenlegion im Extremtraining: Häuserkampf in den Gassen Korsikas, Grenzerfahrungen in den eisigen französischen Alpen. Schonungslose Herausforderungen für Frankreichs Elitekämpfer. In Korsikas Bergdörfern bringt ein Manöver die Fallschirmjäger an die Grenzen, in den Alpen trainieren zukünftige Gebirgspioniere in Eis und Schnee. Hart und kompromisslos: Wer nicht durchhält, ist raus. ZDFinfo geht mit der Reihe "Fremdenlegion" an die Extreme. Für militärische Einheiten ist das Gebirge weit mehr als eine atemberaubende Kulisse - es ist eine unbarmherzige Kampfumgebung. Es gilt das Gesetz der Höhe: Wer die Gipfel beherrscht, beherrscht das Schlachtfeld, denn im Gebirgskampf wird die Natur oft zum mächtigsten Gegner. Dünne Luft, extremes Wetter und ein Gelände, das keinen Fehler verzeiht, fordern von den Legionären das Äußerste. Unter den Legionären in Schnee und Eis sind auch solche, für die Schnee bislang ein völlig fremdes Element ist: Rekruten aus Afrika oder Südamerika müssen innerhalb von nur drei Wochen das Skifahren lernen - und nicht nur das: In der Finalwoche des Grundkurses verschärfen sich die Bedingungen auf 2500 Metern Höhe. Die Männer übernachten in selbst gebauten Iglus, trainieren das Schießen bei extremem Frost und perfektionieren das Abseilen mit Skiern im steilen Fels. Ein gnadenloser Wettlauf gegen die eigenen körperlichen Grenzen. Parallel dazu trainieren die Fallschirmjäger in den Bergen Korsikas für die moderne Kriegsführung. Das Szenario: ein Konflikt gegen einen gleichwertigen Gegner im direkten Aufeinandertreffen. Durch den Einsatz von Drohnen wird das Schlachtfeld gläsern. Der Höhepunkt der mehrtägigen Übung ist spektakulär: Die Legion stürmt Bergdörfer und schließlich die historische Zitadelle von Calvi. Während Touristen im Café sitzen, entfaltet sich in den Gassen der Häuserkampf unter Realbedingungen. Die Grenze zwischen Alltag und militärischem Ernstfall verschwimmt - eine mentale Zerreißprobe für die Legionäre. Neben den Soldaten und Offizieren ordnen renommierte Experten das Geschehen ein: Dr. Ronja Kempin (Stiftung Wissenschaft und Politik) analysiert die französische Militärpolitik, während der Historiker und Sozialwissenschaftler Prof. Dr. Christian Koller (Autor des Standardwerks "Die Fremdenlegion. Kolonialismus, Söldnertum, Gewalt 1831 - 1962") die historischen Hintergründe beleuchtet. Für diese Dokumentation wurde im Oktober auf Korsika und im Februar in Valloire gedreht. ZDFinfo dokumentiert die Fremdenlegion über eine mehrteilige Doku-Reihe. Dabei werden Kandidaten und Legionäre begleitet, vom ersten Kontakt mit der Legion über das strenge Auswahlverfahren bis hin zu den Spezialeinheiten wie den Dschungelkriegern in Französisch-Guyana. Die Filme bieten Einblicke in eine Welt, die sich nur sehr selten nach außen öffnet.