12:50
In der kargen Wüste Nordägyptens machen Archäologen eine erstaunliche Entdeckung: Überreste einer 4000 Jahre alten Pyramide und eine Grabkammer im Fundament geben Rätsel auf. Die Forscher sind sicher: Sie sind auf einen antiken Tatort gestoßen. Das Team um den Ägyptologen Dr. Mark Lehner erkundet die düstere Welt der antiken Grabräuber. Die im Grab gefundenen Holzfragmente zeigen einen Sargdeckel mit weiblichem Gesicht. Anders als bei vielen derartigen Funden ist die Kammer noch immer mit einem zehn Tonnen schweren Granitstein versiegelt. Die Archäologen legen das Grab frei und entdecken eine reich verzierte Holzkiste. Der Inhalt: nur Knochenfragmente. Waren doch schon Grabräuber am Werk?
13:40
Dahschur erstreckt sich vom Westufer des Nils bis in die Wüste. Spektakulärste Monumente: die Knickpyramide und die Rote Pyramide. Errichtet etwa 2600 vor Christus durch Pharao Snofru. Er gilt bis heute als innovativster Bauherr des Alten Reichs Ägypten. Beim Bau der Knickpyramide gab es statische Probleme. Deshalb beauftragt König Snofru etwa in seinem 30. Regierungsjahr die Errichtung der Roten Pyramide. Sie gilt als die erste perfekte Pyramide. Beim Bau der Knickpyramide unterlaufen statische Fehler: Die zunächst starke Steigung des 100 Meter hohen Monuments flacht auf halber Höhe ab. Dadurch entsteht eine Kante, die der Knickpyramide ihren Namen gibt. Auch der Bau der Grabkammer misslingt. Das Kraggewölbe gleicht heute einer Höhle. Bei der Konstruktion der Roten Pyramide profitieren die Baumeister von den Fehlern bei der Errichtung der Knickpyramide: Die Steinlagen werden dort von Anfang an horizontal ausgeführt, sodass der Druck im Inneren der Pyramide nicht verstärkt wird. Der Kern der Roten Pyramide besteht aus rötlichen Kalksteinblöcken - daher ihr heutiger Name. Obwohl sie von Anfang an als perfekt gilt, wirft auch die Rote Pyramide Fragen auf: Ist sie tatsächlich das Grabmal König Snofrus? Warum gibt es keinen Sarkophag? Hat der altägyptische Herrscher seine letzte Ruhestätte doch in der misslungenen Knickpyramide gefunden?
14:20
Sie ist nur noch eine stark zerstörte Ruine: die Pyramide des Pharaos Radjedef, erbaut etwa 2580 vor Christus. Nur noch ihr Sockel, ein tiefer Schacht und die ehemalige Baurampe sind erhalten. Aber vor allem die Fundamente faszinieren internationale Archäologen. Aus der Vogelperspektive kann man direkt in das Innere der Pyramide schauen. So ist es möglich, die unterschiedlichen Bauphasen zu studieren und Erkenntnisse über den Bau von Grabkammern zu gewinnen. Mithilfe modernster Technologien versuchen Forscher, die Geheimnisse der Radjedef-Pyramide zu entschlüsseln.
15:05
Sie sind die bekanntesten Grabmäler der Welt: die Pyramiden in Ägypten. Einst erbaut für mächtige Pharaonen, wurden sie über die Jahrtausende geplündert und von späteren Herrschern zerstört. Auf der Hochebene von Gizeh reihen sich die Cheops-, die Chephren- und die Menkaure-Pyramide in einer perfekten Linie aneinander. Sie sind das einzige erhaltene Weltwunder der Antike. Internationale Archäologen versuchen, ihre letzten Geheimnisse zu entschlüsseln.
15:50
Sie ist die älteste der ägyptischen Pyramiden: die Stufenpyramide des Pharaos Djoser, erbaut um 2650 vor Christus. Aus der Ferne sieht sie aus wie eine Treppe, die in den Himmel ragt. Wie kann ein solches gigantisches Monument ohne moderne Maschinen errichtet werden? Woher stammen die Steine für den Bau? Mithilfe neuester Technologien wie Fotogrammetrie versuchen Wissenschaftler, die Rätsel um die berühmte Djoser-Pyramide zu lösen. Während König Djosers Herrschaft findet eine architektonische Revolution statt: Der altägyptische Pharao der 3. Dynastie lässt die ersten Monumentalbauten der Menschheit bauen. Seine spektakuläre Stufenpyramide, ursprünglich 62,5 Meter hoch, steht in Sakkara, einer weitläufigen Totenstadt etwa 20 Kilometer südlich von Kairo. Der Pyramidenkomplex ist umgeben von einer gewaltigen Ringmauer. Im Untergrund: kilometerlange Tunnel. Wird es den Archäologen nun mithilfe modernster Messmethoden und Auswerteverfahren gelingen, den Pyramiden ihre letzten Geheimnisse zu entlocken?
16:35
Sie ist weniger bekannt als die großen Pyramiden Ägyptens, aber dafür umso geheimnisvoller: die Meidum-Pyramide. Lange hielten Wissenschaftler das imposante Monument für einen Sonnentempel. Ausgrabungen in der Nekropole Meidum beweisen jedoch, dass es sich um eine echte Pyramide handelt. Und zwar um eine ganz besondere: Es sind zwei Pyramiden in einer. An ihr können Archäologen die Entwicklung von den Stufenpyramiden zu echten Pyramiden nachvollziehen. Die Dokumentation ist eine Zeitreise ins alte Ägypten und auf Baustellen schier unvorstellbarer Großprojekte - sowohl aus damaliger als auch aus heutiger Sicht. Gebaut für die Ewigkeit von mächtigen Pharaonen im ägyptischen Alten Reich, überstanden die bekanntesten Grabmäler der Welt Jahrtausende. Fremde Herrscher versuchten, sie zu zerstören, Grabräuber plünderten sie aus. Heute werden die Pyramiden von Archäologen und Wissenschaftlern studiert und vermessen. Werden neueste Technologien die letzten Geheimnisse lüften?
17:20
Von den sieben Weltwundern der Antike gibt es nur noch sie: die Pyramiden von Gizeh. Die älteste und größte ist die Cheopspyramide. Ein Koloss aus Stein, seit 4500 Jahren Besuchermagnet. Jedes Jahr kommen Millionen Menschen nach Ägypten, um das geheimnisumwobene Grabmal von Pharao Cheops zu bewundern. Mit einer Seitenlänge von 230 Metern und einer Höhe von 146 Metern (heute 138 Metern) war die Pyramide lange Zeit das höchste Bauwerk der Welt. Untersucht wird die Cheopspyramide bereits seit mehreren Jahrhunderten. Trotzdem bleiben Rätsel, weiß man noch immer nicht, wie die Ägypter das riesige Monument ohne moderne Maschinen bauen konnten. Gelingt es Forschern nun, mithilfe neuester Technologien das Geheimnis des Bauwerks zu entschlüsseln?
18:05
2014 zerstören IS-Terroristen in Mossul große Teile des archäologischen Erbes aus assyrischer Zeit. Unter den Trümmern entdecken Forschende Überreste eines monumentalen Königspalastes. Die Artefakte stammen aus der Zeit König Sanheribs und zeugen von der weit entwickelten Kultur der Assyrer. Ausgeklügelte Bewässerungssysteme versorgten prachtvolle Gartenanlagen. Handelt es sich um die legendären Hängenden Gärten von Babylon? Davon zumindest ist die britische Assyriologin Stephanie Dalley überzeugt. Die frühere Oxford-Forscherin glaubt, dass dieses verschollene antike Weltwunder in Wirklichkeit nicht von König Nebukadnezar in Babylon errichtet wurde, sondern von König Sanherib im etwa 480 Kilometer entfernten Ninive, dem heutigen Mossul. Die Entdeckung des Königspalastes ist eine archäologische Sensation, die wertvolle Erkenntnisse über eines der mächtigsten Reiche der Menschheitsgeschichte zutage fördert. Die Dokumentation von ZDFinfo gibt spannende Einblicke in diese Welt und zeigt zugleich, wie gefährlich die Arbeit der Archäologinnen und Archäologen in Mossul ist.
18:45
Wenn es zum Ernstfall kommt, sind die Panzergrenadiere der Bundeswehr mit dem Schützenpanzer Puma an vorderster Front. Der Kampfpanzer Leopard kämpft aus größerer Distanz. Der Panzer: Die Bundeswehr plant weiter mit dem schweren Gefährt. Sie hat mit dem Schützenpanzer Puma und dem Kampfpanzer Leopard zwei hochmoderne Modelle. Die richtige Ausbildung in Technik und Taktik verlangt den Soldaten alles ab. Panzer findet man in bewaffneten Konflikten rund um die Welt an vorderster Front. Bei der Bundeswehr gibt es den Schützenpanzer Puma mit seiner Kampftruppe im Gepäck, die jederzeit außerhalb des Panzers in den Kampf eingreifen kann, und den Kampfpanzer Leopard, der einzeln, zu viert als Zug oder im Verbund mit dem Schützenpanzer kämpfen kann. In der zweiteiligen Serie "Einsatzbereit - Ausbildung bei der Bundeswehr" geht es in der Folge "Panzerfahrer im Gelände" um Panzer, die Soldaten darin und um die Ausbildung. Der Alltag der Panzergrenadiere ist hart. Die Soldatinnen und Soldaten üben fast ausschließlich draußen im Feld - bei jedem Wetter. Das geht teils mehrere Tage und auch die Nacht hindurch. Im Gelände müssen sie sich schnell bewegen und perfekt zusammenarbeiten. Sie tragen schwere Ausrüstung und müssen mit hoher Geschwindigkeit durch Wälder, Schützengräben oder Straßenschluchten. Jeder Schritt muss sitzen, damit im Ernstfall alles klappt. Bevor es aber ins Feld geht, lernen die Soldaten unterschiedliche Situationen erst einmal am Simulator. Der Raum ist gestaltet wie das Innere des Panzers. Die Soldaten reagieren auf Situationen am Bildschirm. Dort erscheinen Feinde, Hindernisse oder schwieriges Gelände. Die Panzergrenadiere reagieren darauf, als wären sie wirklich im Einsatz. Besonders eindrucksvoll ist der Leopard-Kampfpanzer. Hier wird mit großem Kaliber geschossen - kilometerweit. In der Gefechtsübung müssen die Soldaten mit Nebelwerfern und taktischen Manövern richtig reagieren. Um, wenn es hart auf hart kommt, für den anderen alles zu geben, ist den Soldaten die Kameradschaft besonders wichtig. Sie vertrauen einander und halten zusammen - im Training wie im Privatleben. Es wird klar: Der Dienst am Panzer ist anspruchsvoll, aber auch geprägt von großem Teamgeist, Verantwortung und einem starken Gefühl von Zusammenhalt. Heute wie in Zukunft.
19:30
Die deutsche Marine verteidigt vor allem die Ostsee. Dafür gelten bei der Bundeswehr die höchsten Ausbildungsstandards. Die größte Herausforderung hierbei ist das Gefechtstraining. Jeder hat eine genaue Aufgabe an Bord einer Fregatte. Bei einer Gefechtsübung wird für die äußere und innere Sicherheit gesorgt. Im U-Boot dagegen fehlt jeder Luxus. Dort leisten die Soldaten auf engstem Raum, ohne Sonnenlicht und unter Wasser ihren Dienst. Die Marine und die Ostsee - ein Herz und eine Seele. Seit der Wikingerzeit ist die Ostsee ein wild umkämpftes Gebiet um Handelswege, Rohstoffe und nicht zuletzt militärische Macht. Die deutsche Ostsee zu verteidigen - zu Wasser, unter Wasser, in der Luft und an den Küsten -, ist seit jeher Aufgabe der deutschen Marine. In dieser Folge der zweiteiligen Serie "Einsatzbereit - Ausbildung bei der Bundeswehr" geht es um die Marine und deren aufwendige und höchst komplexe Ausbildung. Der Film begleitet junge Frauen und Männer auf der Fregatte "Sachsen-Anhalt" bei ihrem Werdegang von einer einfachen Schiffsbesatzung zu einer Kriegsschiffbesatzung. Das heißt: hartes Gefechtstraining auf deutschen Gewässern - bis hin zum Einsatz für die Vereinten Nationen an der Küste vor dem Libanon. Hanna ist Fregattenkapitänin, aber auch Mutter von zwei kleinen Töchtern. Lange Auslandseinsätze und ständige Bereitschaft muss sie trotzdem meistern. Ihr Beruf ist ihr wichtig. Dasselbe gilt für Koch Jimmy. Mit frischen Brötchen an Bord die Mannschaft bei Laune zu halten, ist nicht sein einziger Job. Bei einem Gefecht ist er zusätzlich Sanitäter. Der Traum, U-Boot-Kommandant zu werden, kann bei der Marine Wirklichkeit werden. Aber nur wenige schaffen die harte Ausbildung. Das fängt für Oberleutnant zur See, Jonas, schon beim Schwimmtraining in Uniform an. Eine Stufe höher gibt es dann das Training am Simulator. Aber keiner der Soldatinnen und Soldaten kann sich zu dem Zeitpunkt vorstellen, wie es wirklich ist, in einem engen U-Boot mit minimaler Ausstattung und ohne eigenes Bett wochenlang in der Dunkelheit der Tiefsee zu operieren. Und das möglichst lautlos. Der Film zeigt den harten Alltag der deutschen Marine an Bord.
20:15
Die Fremdenlegion: 9000 Elitesoldaten aus aller Welt, ausgebildet mit Drill und Gehorsam, einsatzbereit für den Kampf. Der Weg in die Legion ist hart, bleiben dürfen nur die Besten. Täglich kommen Männer aus der ganzen Welt zur Legionskaserne im französischen Aubagne. Sie suchen eine zweite Chance im Leben. Doch was sie erwartet, ahnen sie nicht: scharfer Befehlston, harte Tests, wenig Schlaf, wenig zu essen, eine extreme Zeit. Die Dokumentation "Fremdenlegion - Rekruten im Härtetest" begleitet mit exklusiven Zugängen diejenigen, die unbedingt Legionär werden wollen. Die Légion étrangère, die französische Fremdenlegion, gilt für viele als Mythos, als legendär und berüchtigt. Seit 1831 gab es keinen bewaffneten Konflikt, an dem Frankreich beteiligt war, an dem die Fremdenlegion nicht an vorderster Front mitkämpfte. Jedes Jahr bewerben sich an die 10.000 junge Männer, wollen Legionär werden. Angenommen werden am Ende nur rund 1600 von ihnen. Der Film begleitet vier junge Männer durch die Selektion, wie das Aufnahmeverfahren offiziell heißt: den Chilenen David del Solar de la Sotta, den Kroaten Alan Gracin, den Franzosen Adrien Macquart und den Madegassen Navola Rakotoson. Ihre körperliche Fitness wird wieder und wieder getestet, ebenso ihre mentale und intellektuelle Eignung. Besonders wichtig ist auch: Kommen sie in der Gruppe mit den anderen klar? Halten sie den Druck aus, die Befehle, das ständige Antreiben, den Mangel an Schlaf und Essen? Können sie sich unterordnen? Sind sie wirklich bereit, alles zu geben? ZDFinfo dokumentiert die Fremdenlegion über eine mehrteilige Doku-Reihe. Dabei werden Kandidaten und Legionäre begleitet, vom ersten Kontakt mit der Legion über das strenge Auswahlverfahren bis hin zu den Spezialeinheiten wie den Dschungelkriegern in Französisch-Guyana. Die Filme bieten Einblicke in eine Welt, die sich nur sehr selten nach außen öffnet.
21:00
Elitekämpfer im Dschungel: Im 3. Regiment der Fremdenlegion werden Legionäre und Spezialeinheiten befreundeter Armeen unter besonders harten Bedingungen geschult. Die Dschungelkampfschule gehört zu den härtesten militärischen Trainingsprogrammen. Die Soldaten campieren im Regenwald, Essen ist rationiert, es gibt keine Sanitäranlagen. Bedingungsloser Gehorsam ist Pflicht, und selbst kleinste Fehler werden hart bestraft. Seit 1973 ist das 3. Infanterie-Regiment der französischen Fremdenlegion (3e Régiment étranger d'infanterie) in Französisch-Guyana stationiert. Eine Region, die zu 90 Prozent aus Wald besteht und zu den regenreichsten Gebieten der Welt gehört. Unwirtliche Bedingungen sowohl für die Legionäre als auch für deren Ausrüstung, die die ZDFinfo-Dokumentation mit exklusiven Zugängen begleitet. "Harpie-Mission" wird der Kampf gegen illegale Goldsucher genannt. Legionäre durchkämpfen noch vor Sonnenaufgang und im strömenden Regen den Dschungel, um Goldsuchern auf die Spur zu kommen. Diese stammen meist aus Brasilien, sind in mafiaähnlichen Strukturen organisiert und teilweise schwer bewaffnet. Eine zweite Mission in Französisch-Guyana nennt sich "Titan": Legionäre schützen den internationalen Weltraumbahnhof in Kourou. Seit 2008 übernehmen sie diese Aufgabe. Die Dokumentation "Fremdenlegion - Trainingshölle Regenwald" begleitet einen Bodentrupp während seiner Patrouille. Mit speziellen Kettenfahrzeugen rücken die Legionäre am frühen Morgen aus der Kaserne aus. Sie formieren sich auf dem Gelände des Weltraumbahnhofes und beobachten mit Feldstechern das Areal. Die Hand immer am Abzug der Waffe, jederzeit schussbereit. Weltbekannt und legendär ist die französische Fremdenlegion durch ihr Dschungel-Trainingscenter, dem CEFE (Centre d'entraînement en forêt équatoriale). Dort werden Legionäre, aber auch Soldatinnen und Soldaten befreundeter Armeen im Dschungelkampf trainiert. Dabei geht es hart zur Sache. In der Regel besteht ein Kurs aus rund 50 Teilnehmenden, ein Großteil schafft es nicht, bis zum Ende durchzustehen. Täglich kommt es zu Verletzungen, viele Teilnehmer scheiden aufgrund totaler Erschöpfung oder Dehydrierung aus. ZDFinfo begleitet einen Legionär und eine Offiziersanwärterin des französischen Militärs bei ihren täglich härter werdenden Anforderungen, die sie immer wieder an ihre physischen und mentalen Grenzen führen. Werden sie bis zum Ende des Kurses durchhalten? ZDFinfo dokumentiert die Fremdenlegion über eine mehrteilige Doku-Reihe. Dabei werden Kandidaten und Legionäre begleitet, vom ersten Kontakt mit der Legion über das strenge Auswahlverfahren bis hin zu den Spezialeinheiten wie den Dschungelkriegern in Französisch-Guyana. Die Filme bieten Einblicke in eine Welt, die sich nur sehr selten nach außen öffnet.
21:45
Legionäre im Einsatz für Europa. Während des NATO-Manövers "Spring Storm" proben insgesamt 12.000 Soldaten in Estland den Ernstfall. Unter ihnen rund 200 Legionäre der Fremdenlegion. Die französische Fremdenlegion übernimmt in Estland an der Ostflanke die Rolle des Angreifers, die Rolle Russlands. Wie klappt die Zusammenarbeit mit den internationalen Soldaten, und wie gut ist die NATO für einen möglichen Ernstfall gerüstet? Seit dem russischen Überfall auf die Ukraine ist das Baltikum an der Ostflanke die vorderste Linie einer neuen, gefährlichen Bedrohung. Besonders exponiert ist Estland, wie auch der estnische Verteidigungsminister Hanno Pevkur bestätigt: "Wir kennen unsere Nachbarn. Wir machen uns keine Illusionen, wir sind sehr wachsam - bei dieser Nachbarschaft musst du verdammt vorsichtig sein." Als Antwort setzen das Baltikum und die NATO auf Sichtbarkeit und Abschreckung. Jedes Jahr findet in Estland die Großübung "Spring Storm" statt, an der insgesamt 12.000 Soldaten teilnehmen - unter ihnen auch Fremdenlegionäre aus Frankreich. Für die Doku-Serie "Fremdenlegion" nimmt die Legion das ZDFinfo-Team exklusiv mit und gewährt intensive Einblicke. Während des Manövers übernimmt die Eliteeinheit die Rolle des Angreifers und fordert die estnische Verteidigung maximal heraus. Die Legionäre folgen dabei der Strategie "Attrition Warfare" - ein erbarmungsloser Abnutzungskrieg, der den Feind durch ununterbrochene Schläge zermürben soll. Der Kommandeur vor Ort, Capitaine Grégoire Chatillon, beschreibt es so: "Selbst wenn die Einheit zerschlagen wurde, selbst wenn wir schwere Verluste erleiden: Legionäre stoßen immer weiter vor." Die Legionäre kämpfen unter Realbedingungen und nutzen dabei extreme Tarnung. Sie setzen unter anderem spezielle Multi-Spektral-Tarnnetze ein, um die eigene Wärmestrahlung vor der feindlichen Aufklärung zu verbergen. Das Manöver "Spring Storm" ist ein Hightech-Szenario: Der Einsatz modernster Drohnen ist unerlässlich. Auch der Test von sogenannten Jammern - hocheffektiven elektromagnetischen Impulswaffen, die anfliegende Drohnen im Flug neutralisieren - kann im Ernstfall entscheidend sein. Neben den Kräften vor Ort ordnen renommierte Experten das Manöver ein: Der Militärexperte Ralph Thiele analysiert die strategische Rolle der französischen Militärpräsenz im Baltikum. Die Sicherheitsexperten Nico Lange und Dr. Aylin Matlé sprechen über die NATO und die aktuelle geopolitische Lage. ZDFinfo dokumentiert die französische Fremdenlegion über eine mehrteilige Doku-Serie mit exklusiven Einblicken. Dabei werden Legionäre vom ersten Kontakt mit der Legion über das strenge Auswahlverfahren bis hin zu den Spezialeinheiten Dschungelkrieger, Scharfschützen, Gebirgsjäger und Fallschirmspringer begleitet. Für diese Dokumentation wurde im Frühsommer 2026 in Estland und Lettland gefilmt.
22:30
Elitekämpfer in der Luft: Frankreichs Fremdenlegion betreibt auf Korsika ihr einziges Fallschirmjäger-Regiment. Es gilt als besonders harte Prüfung mit einzigartigen Herausforderungen. Die Fallschirmjäger sind die einzige Einheit, für die sich Legionäre extra bewerben müssen. Nur die besten Anwärter haben nach der Grundausbildung eine Chance. Wer zugelassen wird, steht vor knochenharten Wochen in der Luft, aber auch im Wasser. Der dritte Teil der ZDFinfo-Doku-Serie "Fremdenlegion" begleitet eine Gruppe junger Legionäre bei ihrer Ankunft in Calvi. Sie haben ihre viermonatige Legionärs-Grundausbildung abgeschlossen und sich als Fallschirmjäger beworben. Obwohl auf Korsika nur die Besten genommen werden, fangen die Soldaten als Fallschirmjäger wieder bei null an. Wieder müssen sie sich beweisen. Sport wird über den ganzen Tag verteilt betrieben, die Übungen werden immer schwieriger, damit die - ohnehin schon sehr trainierten - Legionäre noch mehr Kondition aufbauen. Erste Station für die jungen Legionäre ist eine Grundausbildung im Fallschirmspringen. Das Filmteam um Autorin Dunja Keuper begleitet die Gruppe beim Bodentraining und bei ihren ersten Sprüngen. Nach sechs Sprüngen, die sich in ihrer Schwierigkeit steigern, ist es geschafft: Die Legionäre bekommen das Fallschirmspringer-Grundabzeichen. Aber wie viele von ihnen werden die harten Prüfungen bestehen? Das 2. Regiment der Französischen Fremdenlegion auf Korsika besteht aus rund 1300 Elitesoldaten. Jeder Legionär ist dabei nicht nur Fallschirmspringer, sondern wird darüber hinaus noch als Experte in einem bestimmten Einsatzgebiet ausgebildet: Häuserkampf, Gebirgskampf, amphibischer Kampf oder als Scharfschütze. Die Dokumentation begleitet eine Gruppe von Legionären, die zur Kompanie für amphibischen Kampf gehört. Einer ihrer Trainingskurse schließt mit einer besonders berüchtigten Prüfung ab: dem Acht-Kilometer-Schwimmen mit Flossen in maximal vier Stunden. Nur, wer diese Herausforderung meistert, besteht. Der Deutsche Dennis Nowka ist einer der Legionäre, die es ins Regiment auf Korsika geschafft haben. Weitere Experten im Film sind Eckard Michels, Historiker am Birbeck College der University of London, und Nina Leonhard vom Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr in Potsdam. Sean McFate aus den USA war selbst Fallschirmspringer und ist heute Militärstratege an der National Defense University in Washington. Die Französische Fremdenlegion ist eine der weltweit am besten ausgebildeten militärischen Eliteeinheiten. Sie zeichnet sich nicht nur durch eine hohe Spezialisierung, sondern auch durch ihren Korpsgeist und ihr ausgeprägtes Traditionsbewusstsein aus. ZDFinfo dokumentiert die Französische Fremdenlegion über eine mehrteilige Doku-Serie mit exklusiven Einblicken. Dabei werden Legionäre vom ersten Kontakt mit der Legion über das strenge Auswahlverfahren bis hin zu den Spezialeinheiten Dschungelkrieger, Scharfschützen, Gebirgsjäger und Fallschirmspringer begleitet. Für diese Dokumentation wurde im November und Dezember 2024 auf Korsika gedreht.
23:15
Die Fremdenlegion im Extremtraining: Häuserkampf in den Gassen Korsikas, Grenzerfahrungen in den eisigen französischen Alpen. Schonungslose Herausforderungen für Frankreichs Elitekämpfer. In Korsikas Bergdörfern bringt ein Manöver die Fallschirmjäger an die Grenzen, in den Alpen trainieren zukünftige Gebirgspioniere in Eis und Schnee. Hart und kompromisslos: Wer nicht durchhält, ist raus. ZDFinfo geht mit der Reihe "Fremdenlegion" an die Extreme. Für militärische Einheiten ist das Gebirge weit mehr als eine atemberaubende Kulisse - es ist eine unbarmherzige Kampfumgebung. Es gilt das Gesetz der Höhe: Wer die Gipfel beherrscht, beherrscht das Schlachtfeld, denn im Gebirgskampf wird die Natur oft zum mächtigsten Gegner. Dünne Luft, extremes Wetter und ein Gelände, das keinen Fehler verzeiht, fordern von den Legionären das Äußerste. Unter den Legionären in Schnee und Eis sind auch solche, für die Schnee bislang ein völlig fremdes Element ist: Rekruten aus Afrika oder Südamerika müssen innerhalb von nur drei Wochen das Skifahren lernen - und nicht nur das: In der Finalwoche des Grundkurses verschärfen sich die Bedingungen auf 2500 Metern Höhe. Die Männer übernachten in selbst gebauten Iglus, trainieren das Schießen bei extremem Frost und perfektionieren das Abseilen mit Skiern im steilen Fels. Ein gnadenloser Wettlauf gegen die eigenen körperlichen Grenzen. Parallel dazu trainieren die Fallschirmjäger in den Bergen Korsikas für die moderne Kriegsführung. Das Szenario: ein Konflikt gegen einen gleichwertigen Gegner im direkten Aufeinandertreffen. Durch den Einsatz von Drohnen wird das Schlachtfeld gläsern. Der Höhepunkt der mehrtägigen Übung ist spektakulär: Die Legion stürmt Bergdörfer und schließlich die historische Zitadelle von Calvi. Während Touristen im Café sitzen, entfaltet sich in den Gassen der Häuserkampf unter Realbedingungen. Die Grenze zwischen Alltag und militärischem Ernstfall verschwimmt - eine mentale Zerreißprobe für die Legionäre. Neben den Soldaten und Offizieren ordnen renommierte Experten das Geschehen ein: Dr. Ronja Kempin (Stiftung Wissenschaft und Politik) analysiert die französische Militärpolitik, während der Historiker und Sozialwissenschaftler Prof. Dr. Christian Koller (Autor des Standardwerks "Die Fremdenlegion. Kolonialismus, Söldnertum, Gewalt 1831 - 1962") die historischen Hintergründe beleuchtet. Für diese Dokumentation wurde im Oktober auf Korsika und im Februar in Valloire gedreht. ZDFinfo dokumentiert die Fremdenlegion über eine mehrteilige Doku-Reihe. Dabei werden Kandidaten und Legionäre begleitet, vom ersten Kontakt mit der Legion über das strenge Auswahlverfahren bis hin zu den Spezialeinheiten wie den Dschungelkriegern in Französisch-Guyana. Die Filme bieten Einblicke in eine Welt, die sich nur sehr selten nach außen öffnet.