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TV Programm für ZDFinfo am 25.10.2026

Jetzt

Die härtesten Orte der Welt 12:55

Die härtesten Orte der Welt: Piraten auf dem Amazonas

Dokumentation

Der Amazonas ist Handelsroute und Lebensader für Brasilien. Doch seit Jahren mehren sich Überfälle von Flusspiraten. Ihre bevorzugte Beute: leichtverkäufliches Benzin. Nach einem Überfall auf ein Frachtschiff nimmt eine kleine Spezialeinheit die Ermittlungen auf. Die Männer stehen im Ruf, unbestechlich und besonders hartnäckig zu sein. Mit ihrem schwimmenden Revier begeben sie sich auf die Suche nach dem gestohlenen Treibstoff. Sebastian Perez Pezzani geht an Bord und erlebt hautnah, wie die Polizisten von Ort zu Ort fahren, um den Piraten auf die Spur zu kommen. Der Journalist begleitet sie bei Befragungen in Dörfern entlang des Flusses, aber auch beim Versuch, den Kopf der Bande in seinem Versteck festzunehmen. Gemeinsam mit ihnen entdeckt er tief im undurchdringlichen Regenwald das Diebesgut. Da ein festgenommener Pirat geständig ist, kann schließlich sogar der Hintermann ausfindig gemacht und die ganze Bande verhaftet werden. Der Journalist Sebastian Perez Pezzani begibt sich an die härtesten Orte der Welt und dokumentiert das Leid der Menschen, deren Alltag durch Armut, Elend und Kriminalität beherrscht wird.

Danach

Die härtesten Orte der Welt 13:40

Die härtesten Orte der Welt: Bandenkrieg in Venezuela

Dokumentation

Im Jahr 2016 befindet sich Venezuela im Ausnahmezustand. Sebastian Perez Pezzani und Didier Barral dokumentieren die schwere Energie- und Wirtschaftskrise, unter der die Bevölkerung leidet. Venezuela ist das Land mit dem größten Ölvorkommen weltweit. Anfang der 2000er zählt es zu den reichsten Ländern der Welt. Doch weil es seine Wirtschaft nicht diversifiziert und der Ölpreis immer weiter sinkt, befindet es sich schon bald auf dem Weg in den Abgrund. Heute beherrscht Armut das Land. Nicht nur Lebensmittel sind knapp, sondern auch Medikamente. Die Bevölkerung hat außerdem mit Bandenkriminalität und staatlicher Korruption zu kämpfen. Perez Pezzani und Barral wissen, dass sie sich mit ihren Recherchen auf gefährliches Terrain begeben. Doch sie ahnen nicht, dass ihre Aufnahmen sie sogar ins Gefängnis bringen werden. Der Journalist Sebastian Perez Pezzani begibt sich an die härtesten Orte der Welt und dokumentiert das Leid der Menschen, deren Alltag von Armut, Elend und Kriminalität beherrscht wird.

Die härtesten Orte der Welt 14:25

Die härtesten Orte der Welt: Miamis illegale Raser-Szene

Dokumentation

Miami im US-Bundesstaat Florida ist ein Paradies für PS-Junkies. In manchen Kreisen gehören Tunen, Posen und das Fahren schneller Autos und Motorräder zum Lifestyle der Stadt. In der nächtlichen Metropole holen sich vor allem junge Latinos bei illegalen Straßenrennen ihren Adrenalinkick. Für ältere Semester gibt es offizielle Rennen mit Sicherheitsregeln. Ihr Hobby lassen sich die Schrauber und Tuner oft mehrere Zehntausend Dollar kosten. Junge Afroamerikaner hingegen spielen beim Freeriding Katz und Maus mit der Polizei. In Pulks erobern sie die Straßen der Stadt und zeigen akrobatische Kunststücke. Positiver Nebeneffekt des riskanten Hobbys: Die Bandenkriminalität geht in South Florida spürbar zurück. Sebastian Perez Pezzani geht wie gewohnt hautnah auf Spurensuche. Er nimmt als Co-Pilot an legalen und illegalen Rennen teil, spricht mit Legenden der Straße und packt selbst mit an, um einen Freerider vor der sicheren Festnahme durch die Polizei zu retten. Das heiße Pflaster Miami bringt auch den risikofreudigen Reporter an seine Grenzen. Der Journalist Sebastian Perez Pezzani begibt sich an die härtesten Orte der Welt und dokumentiert das Leid der Menschen, deren Alltag durch Armut, Elend und Kriminalität beherrscht wird.

USA extrem 15:10

USA extrem: Daytona Beach - Biker, Models und Exzesse

Gesellschaft und Soziales

In Floridas Küstenstadt treffen Rennsport, Bikertradition und spektakuläre Shows aufeinander: Sie ist regelmäßig Schauplatz von Großevents und teils skurrilen Wettkämpfen. Allein die Bike Week zieht jedes Frühjahr rund eine halbe Million Besucher an. Motorradfahrer und ihre Maschinen bestimmen dann das Stadtbild. Es wird ausgiebig gefeiert, und Motorradhändler machen gute Geschäfte. Doch nicht nur Bike-Fans kommen auf ihre Kosten. Am Strand von Daytona Beach findet der größte nationale Wettbewerb für College-Cheerleading in den USA statt. Für viele der studentischen Athletinnen und Athleten bedeutet dieses Event mehr als nur eine weitere Meisterschaft: Es ist der Höhepunkt ihres Jahres, oft verbunden mit langer Vorbereitung und persönlichen Comebacks, zum Beispiel nach einer Verletzung. Denn die Choreografien sind ebenso waghalsig wie gefährlich. Die Sieger rennen traditionsgemäß direkt in den Atlantik - glücklich und völlig erschöpft. Weiter südlich von Daytona Beach erwartet das Publikum ein ganz anderes Spektakel: das legendäre "Coleslaw Wrestling", auf Deutsch "Krautsalat-Ringen" - seit Jahren absoluter Kult. Die Teilnehmerinnen steigen auf eine Fläche voller Krautsalat und Öl und liefern der johlenden Menge eine Mischung aus Wettkampf, Show und Spaß. Der Gewinnerin winkt eine Geldprämie. Noch weiter draußen, im Vorort Spruce Creek, dreht sich alles ums Fliegen. In den Garagen des rund 5000 Einwohner zählenden Ortes stehen meist keine dicken Autos, sondern Privatflugzeuge. Und an der Tankstelle stauen sich Flieger wie andernorts Autos im Berufsverkehr. Statt Ampeln regeln Funkgeräte den Vortritt, alles organisiert von der Flieger-Community selbst. Extravaganz und Exzess: In Daytona Beach liegen sie nah beieinander.

USA extrem 15:55

USA extrem: Höllencamps für Teenager

Gesellschaft und Soziales

Es ist ein Milliardengeschäft: Private Umerziehungseinrichtungen in den USA sollen vermeintlich schwierige Teenager auf die richtige Spur bringen - oft mit menschenunwürdigen Methoden. Leid statt Therapie: Die von Drogensucht, Lernschwächen oder gesundheitlichen Problemen geplagten Jugendlichen werden isoliert, bestraft und erniedrigt. Sie sind den fragwürdigen Erziehern praktisch ausgeliefert. Denn die Einrichtungen werden kaum kontrolliert. So wie in einem ehemaligen Internat im Staat New York nahe der kanadischen Grenze. Jahrelang wurden dort verhaltensauffällige Teenager unterrichtet. Heute ist es verlassen. Ein paar junge Leute, die dort umerzogen werden sollten, lassen sich von einem Kamerateam dorthin begleiten. Sie wollen zeigen, welches Leid sie dort erlebt haben. In den alten Verwaltungsräumen sind noch Tausende Akten und Aufzeichnungen zu finden: Stundenlange Videoaufnahmen von Überwachungskameras zeigen Kinder in Isolation oder in den Händen ihrer gewalttätigen Erzieher. In den USA gibt es geschätzt 8000 Einrichtungen wie diese. Zehntausende Kinder und Jugendliche zwischen zehn und 18 Jahren sollen darin umerzogen werden. Ein lukratives Geschäft. Überforderte Eltern zahlen den privaten Camps der "Troubled Teen Industry" bis zu Zehntausende Dollar. Im Gegenzug versprechen die Einrichtungen ein Programm, das angeblich viele Probleme pubertierender Teenager lösen soll: Schwierigkeiten in der Schule, Ängste, Depressionen, Sucht und sogar sexuelle Orientierung. Werbevideos zeigen Aktivitäten in der Natur. Die Realität sieht anders aus. Inzwischen treten Opfer vermehrt an die Öffentlichkeit und haben prominente Fürsprecherinnen wie Paris Hilton, die selbst für einige Monate in einer solchen Einrichtung war. Trotz zahlreicher Vorwürfe wegen Körperverletzung, Demütigung bis hin zu sexuellem Missbrauch werden die "Troubled Teen Camps" von keiner Aufsichtsbehörde reguliert.

USA extrem 16:40

USA extrem: Cheerleader - Zwischen Traum und Albtraum

Gesellschaft und Soziales

Aus den Showgirls am Spielfeldrand sind längst hoch professionelle Leistungssportlerinnen geworden. Das Training ist extrem hart. Doch am Ende winkt ein Pokal oder gar ein Uni-Stipendium. Dafür sind die jungen Cheerleader und ihre Familien bereit, ihre gesamte Freizeit, aber auch viel Geld zu investieren. Denn die Kosten für die Wettkämpfe und das Training müssen selbst bezahlt werden. Zudem herrscht dort oftmals ein rauer Umgang. Immer mehr ehemalige Cheerleader berichten von Diätterror, Erniedrigung und finanzieller Ausbeutung, andere von Sexismus, Belästigung und sogar von Missbrauch. Seit Beginn der #MeToo-Bewegung 2018 trauen sich jedoch auch mehr Cheerleaderinnen, mit ihren traumatischen Erfahrungen an die Öffentlichkeit zu gehen und gegen große Sportinstitutionen und Vereine wie die NFL oder die Miami Dolphins vorzugehen. Trotz negativer Schlagzeilen boomt die Branche. Für viele Jugendliche aus der Unter- und Mittelschicht ist das der einzige Weg, um an einem renommierten College in den USA studieren zu können. Denn die erfolgreichsten Cheerleaderinnen und Cheerleader bekommen die Chance auf ein Stipendium. Jedes Jahr finden in Daytona Beach in Florida die Cheerleading-Meisterschaften statt - mit Tausenden Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Cheerleading existiert in den USA seit mehr als 100 Jahren. Für rund zwei Drittel der Amerikaner gehört diese Tradition fest zu ihrem Besuch im Stadion dazu. Anfangs waren es Studenten, die ihre Teams anfeuerten. Frauen und die berühmten Pompons kamen erst Ende der 1940er-Jahre dazu - inklusive knapper Outfits. Doch auch dort tut sich etwas: In einigen Vereinen treten heute gemischte Cheerleader-Teams in Crop-Tops und Jogginghosen auf.

USA extrem 17:25

USA extrem: Crazy Shows - Jahrmärkte der Superlative

Gesellschaft und Soziales

Autorennen, Süßigkeiten und krasse Shows. Die Volksfeste im XXL-Format sind bunt, wild und laut: Party für die Besucher, lukratives Geschäft für die Schausteller. Nervenkitzel inklusive. Für Brian Miser ist jeder Auftritt lebensgefährlich. Der 62-jährige Artist ist eine menschliche Kanonenkugel: Er lässt sich aus einer selbst gebauten Kanone schießen. Bei seinen Shows muss jeder Handgriff sitzen. Denn sonst steht sein Leben auf dem Spiel. Der Lebensunterhalt ist hart verdient, doch für die meisten lohnt es sich: Die Stuntshow der Familie Miser bringt rund 4500 US-Dollar Gage pro Auftritt. Zu den Attraktion auf dem Jahrmarkt gehören auch Autorennen. Beim sogenannten Demolition Derby crashen die Fahrzeuge mit Absicht aufeinander. Es geht darum, die Autos oder Trucks der Konkurrenten so stark zu zerstören, dass sie nicht mehr fahren können. Das erklärte Ziel: bis zum Schluss als Letzter und Einziger mit einem fahrtüchtigen Fahrzeug unterwegs zu sein. Andere verdienen ihr Geld mit typischen Jahrmarktleckereien. Die Funnel Cakes, riesige frittierte Teigkringel, sind die Spezialität von Taylor's Doughboy. Seit drei Generationen verkauft die Familie die süßen Kalorienbomben. Schausteller in den USA sind eine eingeschworene Gemeinschaft. Aber sie sind auch Geschäftsleute, die gut organisierte Familienunternehmen führen und so die Jahrmarktindustrie der Vereinigten Staaten am Laufen halten. Dafür nehmen sie die Strapazen des anstrengenden Lebens unterwegs auf sich. Denn zu den County Fairs oder Volksfesten müssen sie oft weite Strecken zurücklegen, wohnen in Campern und verbringen wenig Zeit zu Hause. Was wäre ein Jahrmarkt in den USA ohne eine Holzfällershow? Sie gehört für viele unbedingt zum Lebensgefühl dazu. Lee LeCaptain präsentiert seine Show im ganzen Land. Damit ist er reich geworden. Kernige Amerikaner in Holzfällerhemden hacken und sägen um die Wette. Mitmachen kann jeder und jede.

Las Vegas und der amerikanische Traum 18:10

Las Vegas und der amerikanische Traum

Dokumentation

Las Vegas - die Glitzerstadt in der Wüste Nevadas ist Sinnbild für den American Dream von Aufstieg und Erfolg. Ein staubiges Wüstennest wurde zur Welthauptstadt ikonischer Casinos. Von einer Oase mit natürlichen Quellen zu einer Eisenbahnstation, zum Gangsterparadies, zur "Atomic City" und schließlich zu einer Hotelmetropole. Ein Magnet für Zocker und Glücksritter, Abenteurer und Romantiker. Las Vegas entwickelte sich seit Gründung im Jahr 1905 zu einem globalen Entertainment-Zentrum, das Millionen anzieht und Milliarden bewegt. Wer die Stadt heute besucht, ist überwältigt von der schieren Größe, Masse und Opulenz. Doch wofür steht Las Vegas - für grenzenlose Freiheit und Aufstiegschancen oder für die Kehrseite des amerikanischen Traums? Selbst eingefleischte Fans können diese Frage nicht eindeutig beantworten. In Las Vegas zeigt sich wie unter einem Brennglas der American Way of Life mit all seinen Extremen und Widersprüchen. "Las Vegas und der amerikanische Traum" blickt hinter das Narrativ der glitzernden Zockermetropole in die weniger bekannten Kapitel der Stadt. Zu Wort kommen die Menschen, die die Stadt zu ihrer Heimat gemacht haben: Historiker, Journalisten, Sozialarbeiter, Obdachlose, Croupiers, Glücksspieler, Immobilienprofis, Artisten und Extremsportler. "If you make it here, you'll make it anywhere." Vielleicht gilt der berühmte Satz in seiner Abwandlung in Las Vegas noch mehr als in New York oder irgendwo sonst in den Vereinigten Staaten von Amerika.

heute-show 19:40

heute-show

Satireshow

Oliver Welke berichtet über Politik für junge Menschen und Jugendproteste, die Reform der Notaufnahme, steigende Unfallzahlen mit E-Scootern und ein neues KI-Rechenzentrum im Rheinland. Diese Woche in Welkes Team: Valerie Niehaus, Lutz van der Horst, Holger Stockhaus und Claus von Wagner. Diese Sendung wird im Web und in der App mit Gebärdensprache und Audiodeskription angeboten.

Die Akte Trump 20:15

Die Akte Trump: Amerikas Krieg im Inneren - ICE

Dokumentation

Chicago, Los Angeles, Minneapolis: Razzien gegen Einwanderer lösen in den USA Proteste aus. ICE-Beamte schießen scharf. Reporter A.C. Thompson dokumentiert die umstrittenen Einsätze. Er spricht mit Betroffenen, die Opfer oder Zeugen der Gewalttaten durch Staatsbedienstete wurden. Welche Folgen hat das für sie? Experten analysieren anhand von Videomaterial die Einsatzabläufe. Auch der umstrittene Einsatzleiter Gregory Bovino kommt zu Wort. Gregory Bovino ist bis März 2026 als oberster Befehlshaber der Grenzschutzkräfte die prägende Figur der verschärften Einwanderungspolitik der Trump-Regierung. Seine Einheiten gehen in Städten wie Los Angeles, Chicago und Minneapolis mit unverhältnismäßiger Härte gegen Demonstrierende vor. Auch Personen, die die Einsätze lediglich dokumentieren, geraten ins Visier. So berichtet der Kommunalpolitiker Juan Muñoz, wie er bei einer Kundgebung in der Nähe eines ICE-Zentrums zu Boden geworfen und verhaftet wird. Auch Aktivist Cole Sheridan wird festgenommen und wegen eines angeblichen Angriffs auf Bovino sogar angeklagt. Die Vorwürfe werden später fallengelassen, nachdem Videoaufnahmen das Gegenteil der behördlichen Darstellungen belegen. Die Reporter untersuchen die Taktiken der Behörden, den Einsatz von Gewaltmitteln sowie die strafrechtliche Verfolgung von Demonstrierenden. Tatsächlich werden zahlreiche Verfahren gegen Festgenommene später eingestellt oder haben vor Gericht keinen Bestand. Dennoch hinterlassen die Razzien und das unverhältnismäßig harte Vorgehen der Heimatschutzbehörde und ihren Beamten Spuren bei den Betroffenen. Zwar haben die gewaltsamen Zusammenstöße nachgelassen, doch die Angst in der Bevölkerung bleibt.

Trumps Amerika - Macht, Wandel, Widerstand 21:00

Trumps Amerika - Macht, Wandel, Widerstand

Dokumentation

Als Donald Trump am 20. Januar 2025 im Weißen Haus vereidigt wird, ahnt die Welt noch nicht, dass der 47. Präsident der USA die Weltordnung in atemberaubender Geschwindigkeit verändern wird. Trump und seine Gefolgsleute agieren im Fahrwasser des "Project 2025": Das Strategiepapier der nationalkonservativen "Heritage Foundation" hat die Umgestaltung der US-Gesellschaft in eine weiße, rassistische, christlich geprägte Welt zum Ziel. An Parlamenten und Gerichten vorbei regiert Trump mit Dekreten. Parallel setzt die Behörde DOGE zum Kahlschlag gegen alles an, was nun in den USA als "unnütz" gilt. Es ist der Stresstest für eine der ältesten Demokratien der Welt. Das System von "Checks and Balances" wird auf allen Ebenen ausgehebelt, zum Nutzen von Trump und seinen Getreuen. Die Dokumentation von Gaston Sasa Koren und Dietrich Duppel zeigt in eindringlichen Reportagen die Auswirkungen der "Agenda Trump" auf die Menschen in den USA: Der karitative "Health Wagon" in den Appalachen hat mehr Zulauf denn je. In den Everglades wird rund um das Abschiebegefängnis "Alligator Alcatraz" keine Rücksicht auf die Umwelt genommen. Die queere Irak-Veteranin Joy Marver verliert - wie Hunderttausende Staatsbedienstete - ihren Job. Der afroamerikanische Aktivist Elijah Miles erzieht Jugendliche in Baltimore zur Ordnung, der exzentrische Multimillionär Frederick McLendon engagiert sich in Florida für Obdachlose. Internationale Journalisten und Experten ordnen die Politik Trumps ein: Nach einem Jahr hat Trump mit disruptiver Konsequenz die USA und die Welt radikal verändert.

Protest gegen Trump - Kampf um die Demokratie 22:30

Protest gegen Trump - Kampf um die Demokratie

Auslandsreportage

Unter Donald Trump gerät die Demokratie in den USA zunehmend unter Druck. Aktivisten und Journalisten berichten, was es bedeutet, gegen einen der mächtigsten Männer der Welt aufzustehen. Es sind Menschen, die trotz Drohungen, Diffamierung und politischem Druck nicht schweigen wollen. Sie leisten Widerstand, dokumentieren Missstände und setzen sich für demokratische Werte ein, auch wenn sie dafür häufig einen hohen persönlichen Preis zahlen. Inzwischen sind Graswurzelbewegungen wie die Protestbewegung "Movement 50501" entstanden. Menschen demonstrieren landesweit friedlich für Demokratie und Meinungsfreiheit. Eine von ihnen ist die New Yorkerin Hannah Stauss. Sie will den politischen Entwicklungen nicht tatenlos zusehen. Sie hilft bei der Organisation von Demos und baut Netzwerke auf, um verzweifelten Bürgern eine Anlaufstelle bieten zu können, wenn Trump die Nationalgarde nach New York schickt. An der Columbia University wehren sich Lehrkräfte gegen die Einschränkungen, die ihnen aus Washington auferlegt werden. Die Dozentin Anya Schiffrin lässt es sich trotzdem nicht nehmen, in ihren Vorlesungen über Pressefreiheit aufzuklären. Mehrere Studierende, die bei Protesten 2024 Frieden im Gazastreifen gefordert oder einfach nur kritische Artikel in einer Studentenzeitung verfasst haben, werden unter Trump willkürlich und rechtswidrig verhaftet. Die Einwanderungsbehörde ICE interessiert es dabei offenbar nicht, ob sich jemand legal im Land aufhält oder nicht. Mit der Ermordung von Charlie Kirk im September 2025 verschärft sich die Rhetorik des Präsidenten und seiner Führungsriege noch weiter. So kostet ein Fernsehinterview, mit dessen Verlauf Präsident Trump nicht einverstanden ist, den Reporter Terry Moran letztendlich seinen Job. Der Politikjournalist sieht den geordneten Verlauf der Midterm-Wahlen 2026 gefährdet. Auch Wirtschaftswissenschaftler Joseph Stiglitz hat Zweifel, dass die Wahlen nach den Ereignissen der letzten Monate frei und fair ablaufen werden.

Verbotene Bücher 23:15

Verbotene Bücher: Kulturkampf in den USA

Gesellschaft und Politik

An Amerikas Buchregalen tobt ein Kulturkrieg. Auf der einen Seite lautstarke Befürworter ausufernder Buchverbote, auf der anderen Bibliothekarinnen, die das Recht auf Lesefreiheit verteidigen. Schulbibliotheken waren jahrzehntelang ein sicherer Ort des Lesens und Lernens, des ersten Kontaktes mit der großen unbekannten Welt. Doch konservativen US-Aktivisten sind sie ein Dorn im Auge. Alles, was ihrem Weltbild nicht entspricht, soll entfernt werden. Im Oktober 2021 veröffentlicht Matt Krause, republikanischer Abgeordneter im Repräsentantenhaus von Texas, eine Liste mit 850 Büchern, die von den Schulen auf "obszöne" und "rassistische" Inhalte überprüft werden sollten. Die meisten der beanstandeten Titel behandeln Themen wie Diskriminierung oder LGBTQ+-Identität. Er fordert, dass Schülerinnen und Schüler vor "Pornografie" und allem, was bei ihnen "Unbehagen" oder "Schuldgefühle" hervorrufen könnte, geschützt werden müssten, indem man solche Bücher aus den Schulbibliotheken entferne. Selbst ernannte Elternrechtsgruppen wie die ultrakonservativen "Moms for Liberty" haben seitdem landesweit die Propagandatrommel gerührt. Immer mehr Bücher werden beanstandet, immer gezielter werden diese Attacken koordiniert. Inzwischen sind bereits Tausende Bücher aus Schulbibliotheken verbannt worden. Bibliothekarinnen und Bibliothekare, die nur ihren Job machen - Kindern Zugang zu einer breiten, altersgerechten Auswahl an Literatur zu verschaffen -, sehen sich Diffamierung und Drohungen ausgesetzt, online und im täglichen Leben. Trotzdem haben viele von ihnen nicht klein beigegeben und leisten Widerstand, organisieren sich und kämpfen. Dafür haben sie teilweise mit dem Verlust ihres Arbeitsplatzes bezahlt. Dieser Dokumentarfilm erzählt die Geschichte dieser heldenhaften Kämpferinnen und Kämpfer. Gewöhnliche Bürgerinnen und Bürger, die unerwartet zu Verteidigern der Demokratie geworden sind - und die alles riskieren, um die Grundrechte ihrer jungen Schützlinge zu bewahren.