Jetzt 20:15 22:30
Zeit auswählen
Datum auswählen
Mo Di Mi Do Fr Sa So 04 05 06 07 08 09 10 11 12 13 14 15 16 17

TV Programm für ZDFinfo am 04.05.2026

Jetzt

Partyschlager 20:15

Partyschlager: Auf Tour mit Ikke Hüftgold

Dokumentation

Das ganze Jahr ist Partyschlagerzeit. Wenn auf Mallorca die Saison endet, geht es in Deutschland auf Oktoberfesten oder Skihütten weiter. Einige absolvieren über 200 Auftritte im Jahr. Es ist ein straff organisiertes Geschäft, in dem es um Millionen geht. Der Film begleitet die beiden größten Produzentenfirmen in Deutschland und ihre Künstlerinnen und Künstler. Ein Roadtrip durch eine Welt, die viel mehr ist als nur eine Gute-Laune-Industrie. In dem kleinen Badeort S'Arenal - nur 15 Minuten vom Flughafen Mallorca entfernt - liegt das Epizentrum des Partyschlagers. Großraumdiskotheken wie "Bierkönig", "Megapark", "Oberbayern", "Rutschbahn" oder "Bamboleo" locken Jahr für Jahr Millionen Gäste an. Hier geben sich die Partyschlagerstars ein Stelldichein und sorgen für gute Laune. Bis tief in die Nacht wird gesungen, getanzt und getrunken. Einer der Stars, Isi Glück aus Elmshorn in Schleswig-Holstein, hat ihren Wohnsitz nach Mallorca verlegt. Aus gutem Grund. Mindestens einmal pro Woche tritt sie im Klub "Megapark" auf - vor Tausenden von Partywütigen. "Die Musik hat mich schon früh begeistert. Ich habe schon als Kind gern Schlager gehört. Ich war auch gern am Ballermann und habe die Musik hier gefeiert. Irgendwann habe ich mal Mallorca-Misswahlen moderiert und einen Blick hinter die Kulissen bekommen und mir gedacht: So wie Jürgen Drews auf der Bühne steht, das würde ich auch gern einmal machen." Sie hat es geschafft. Heute ist sie einer der Stars am Ballermann. Und nicht nur dort. Immer wieder jettet sie nach Deutschland und tritt bei Oktoberfesten, Partyschlagerfestivals, Schlagermoves und Apres-Ski-Veranstaltungen auf. Insider schätzen, dass es jedes Jahr 2500 Partyschlager-Veranstaltungen in Deutschland gibt - mit durchschnittlich 2000 Besuchern. Auch Matthias Distel ist auf diesen Veranstaltungen unterwegs. Der Geschäftsführer von Summerfield Records schlüpft dann in die Rolle von Ikke Hüftgold, dem Partyschlager-Proleten vom Dienst. Seine Markenzeichen sind eine schwarze Perücke, ein Trainingsanzug und der erhobene Mittelfinger beim Betreten der Bühne. Auf 160 Festen pro Jahr gibt Ikke Hüftgold seine Gesangsweisen zum Besten: "Ich überleg', mit dem Saufen aufzuhören, oho. Aber ich schwanke noch", "Dicke Titten, Kartoffelsalat" oder "Heute sind wir wieder bumsbar". Pro 45-Minuten-Show bekommt er zwischen 20.000 und 30.000 Euro. Im Jahr macht er damit 1,5 Millionen Euro. Gut bezahlt, aber ein Knochenjob, denn manchmal sind es drei Auftritte an einem Tag - inklusive Fahrten von 1000 Kilometern. Auch Urgestein Peter Wackel kann immer noch nicht die Finger vom Mikrofon lassen. Seit 1999 ist er mit seinen Songs in den nationalen Charts vertreten. "Partyschlager ist mein Leben", sagt er und bringt dann Hunderte von Apres-Ski-Fans vor der "KuhBar" in Arosa in Stimmung. Auch große Major-Plattenfirmen wie Universal haben das Genre Partyschlager für sich entdeckt. "Weil sie festgestellt haben, da kann man mit einfachen Mitteln viel Erfolg generieren, während eine Helene Fischer einen irren finanziellen Aufwand braucht, um ein Album zu produzieren", sagt Schlagerproduzent Michael Rötgens.

Danach

Partyschlager 21:00

Partyschlager: Schöner, jünger, geiler

Dokumentation

Der Partyschlager ist ein Business, das über eine halbe Milliarde Euro Umsatz macht. Geht der Boom weiter? Produzent Matthias Distel ist skeptisch: "Der Markt wird sich bereinigen." Mia Julia tritt seit 2013 als Partyschlagersängerin auf und ist eines der Zugpferde der Branche. Sie blickt optimistisch in die Zukunft. "Jetzt kannst du alles mischen. Hip-Hop, Techno, Retro-Ballermann mit frecheren Texten. Man kann sich richtig austoben." Der dritte Teil der Dokumentation beschäftigt sich mit den Herausforderungen der Partyschlagerbranche. Das Label Summerfield Records hat vor einigen Jahren eine mittlere siebenstellige Summe investiert, um in Heiligenroth eine neue Zentrale mit eigenen Tonstudios zu bauen. Dort produzieren sie am laufenden Band neue Songs, um die Fangemeinde mit frischem Sound-Nachschub zu versorgen. Auch beim Konkurrenten Xtreme Sound in Köln sind die Aufnahmestudios fast durchgängig belegt. Für Aufnahmen mit etablierten Künstlern wie Mickie Krause oder Lorenz Büffel, aber auch mit Newcomern wie Carina, Micha Schue oder Nancy Franck. Michael Rötgens, Geschäftsführer bei Xtreme Sound, treibt eine Frage um: "Die Hauptacts wie Mia Julia, Mickie Krause oder Isi Glück rufen Gagen in Höhe von 20.000 Euro pro 30 Minuten auf. Wer kann das noch bezahlen? Eigentlich nur noch Großveranstaltungen, ja, aber keine Diskotheken oder Klubs mehr." Sein Geschäftskollege Hartmut Wessling ergänzt: "Es drängen mehr Produzenten auf den Markt. Die Masse der Songs ist mehr geworden, aber der Profit wächst nicht mit. Die Songs haben heute eine deutlich kürzere Langlebigkeit. Früher hatte man ein bis zwei Hits pro Saison, und die liefen das ganze Jahr durch. Da hatte kein anderer Titel mehr eine Chance. Heute sind es fünf bis sechs Titel, die sich hintereinander ablösen, und deshalb kann man nicht mehr so viel Geld aus den einzelnen Titeln holen. Es sei denn, dank Spotify, TikTok und Co. geraten solche Songs in virale Mechanismen, sodass man noch eine weitere Auswertung hat." Am Ende des Dreiteilers erfahren die Autoren, welche neuen Songs die Produzenten und Künstler ausgewählt haben. Und sie werfen einen Blick voraus: Wie lange dauert der Boom noch an? Denn in einem Punkt sind sich alle einig: Ewig können die Macher die gleiche Partyschlagerwelle nicht mehr reiten. Es braucht neue Ideen, um auch in Zukunft die Massen zu begeistern.

XXL-Leben: Der Fluch des großen Penis 21:45

XXL-Leben: Der Fluch des großen Penis

Dokumentation

Wenn es um Penisse geht, heißt es oft: je größer, desto besser. Aber ist das wirklich so? Die Zuschauer lernen in diesem Film Männer kennen, denen ihr XXL-Gemächt das Leben zur Hölle macht. 13,5 Zentimeter misst ein durchschnittlicher erigierter Penis. Männer, die erheblich über diesem Maß liegen, werden oft fetischisiert oder verspottet. Erfahrungen, die Fußballtrainer Scott, Künstler Joe und Cambridge-Absolvent Matt täglich machen. Das Geschlechtsorgan des 35-jährigen Scott misst stolze 24 Zentimeter. Er leidet unter den ständigen Sprüchen und Witzen seiner Mannschaftskollegen. Auch bei der Partnersuche ist sein Riesenpenis für ihn eher Fluch als Segen. Ähnlich geht es dem 22-jährigen Joe, der aufgrund seiner Penisgröße sogar schon Job-Absagen erhalten hat. Zu obszön sei der Anblick der Beule in seiner Hose. Doch Joe beschließt, das Beste aus seiner Situation zu machen, und geht in die Offensive. Das beste Stück von Cambridge-Absolvent Matt misst im erigierten Zustand fast 27 Zentimeter. Zu viel, findet Matt, und zieht eine Penis-Verkleinerung in Erwägung. Doch sind die zu erwartenden Vorteile wirklich das hohe Operationsrisiko wert? Die Zuschauer lernen auch Bonnie kennen, die sich selbst als "Size Queen" bezeichnet. Sie hat eine ausgeprägte Vorliebe für XXL-Penisse und setzt diese gerne in Amateur-Pornos in Szene. Wird ihr neuer Co-Star Andy, ein ehemaliger Klempner, Bonnies große Erwartungen erfüllen? Auch YouTuber Cam hat leidvolle Erfahrungen mit der Fetischisierung schwarzer Männer und ihrer Geschlechtsorgane gemacht. Bei der Recherche für ein Aufklärungsvideo über das "Big Black Cock"-Phänomen wagt er sich auf eine Stripshow, bei der ausschließlich schwarze Männer auf der Bühne stehen.

#looksmaxxing - Junge Männer im Schönheitswahn 22:30

#looksmaxxing - Junge Männer im Schönheitswahn

Dokumentation

Ein Social-Media-Trend, bei dem männliche Teenager und junge Erwachsene alles dafür tun, ihr Aussehen zu perfektionieren. Die Methoden dafür sind oftmals drastisch - und gefährlich. Bei manchen geht das Looksmaxxing zudem mit Selbst- und Frauenhass einher. Filmemacher Ben Zand hat ein Jahr lang in der bizarren Szene recherchiert. Er trifft Looksmaxxer, die überzeugt sind, nur besonders attraktive Männer hätten Erfolg im Leben und bei Frauen. Darunter der 20-jährige Finn, der viele Stunden am Tag in Looksmaxxing-Foren verbringt. Um männlicher zu wirken und sein Gesicht zu modellieren, spritzt er sich verschreibungspflichtige Medikamente. Oder Influencer Austin Wayne, der auf seinen Plattformen Tipps zur Selbstoptimierung gibt und seinen Anhängern auch persönliche Coachings anbietet, selbstverständlich gegen Bezahlung. Während Austin Wayne vor allem Maßnahmen wie Sport und die richtige Hautpflege propagiert, greifen andere Looksmaxxer zu extremeren Maßnahmen. Das reicht von der Bearbeitung der Gesichtsknochen mit einem Hammer bis hin zur kosmetischen Operation. So wie "LT", der unerkannt bleiben will. Ben Zand trifft ihn im polnischen Warschau. Um acht Zentimeter an Körpergröße zu gewinnen, hat er sich die Beine operativ verlängern lassen - ein langwieriger, teurer und extrem schmerzhafter Eingriff. In London spricht Zand mit "Adonis". In Videochats lässt der 18-Jährige seinen Körper von fremden Frauen bewerten. Er ist davon überzeugt, dass die weibliche Partnerwahl nur auf zwei Faktoren basiert: Geld oder guten Genen. Oftmals ist diese Überzeugung allerdings gepaart mit einem antiquierten, traditionellen Frauenbild bis hin zur Verachtung von Frauen.

Make me beautiful 23:15

Make me beautiful: Perfekt um jeden Preis

Dokumentation

Filler, Botox, knallharte Sportroutinen und riskante OPs. Frauen gehen sehr weit für ihre Schönheit in Zeiten, in denen der Druck, endlich perfekt auszusehen, nie größer war. Schöner, glatter, dünner - der Druck, perfekt zu sein, bestimmt das Leben vieler Frauen. Nie gab es mehr Schönheitseingriffe als heute. Die Doku begleitet Frauen, die teils große Risiken eingehen und viel Zeit und Geld investieren, um ihren Körper zu optimieren. In einer Welt, in der Social Media zum Alltag gehört und die Grenzen zwischen realen und künstlich veränderten Menschen und Bildern verschwimmen, stehen vor allem junge Frauen unter dem Druck, unerreichbaren Idealen von Schönheit zu entsprechen. Die Dokumentation "Make me beautiful - Perfekt um jeden Preis" zeigt, wie gesellschaftliche Erwartungen, Medien, Unternehmen und Social Media das Selbstbild einer ganzen Generation prägen - und wie weit die Frauen bereit sind, im Namen der Schönheit zu gehen. Den Wunsch, schön zu sein, teilen alle Protagonistinnen des Films. Paula, eine junge Sportinfluencerin in den Startlöchern ihrer Social-Media-Karriere, versucht, dem perfekten Fitness-Ideal zu entsprechen, und geht dabei streng mit sich ins Gericht, wenn mal eine Trainingseinheit ausfallen muss. Reality-TV-Star Melody nimmt gefährliche Operationen in Kauf, um ihr Aussehen immer weiter zu optimieren. Für sie ist der Weg zum "perfekten Körper" ein nie endender Prozess. Alexandra und ihre Freundinnen zeigen, wie selbstverständlich Botox und andere kosmetische Eingriffe für sie zum Alltag gehören. Die 15-jährige Influencerin Isi erfährt beim Arztbesuch von den dramatischen Konsequenzen der zahlreichen Produkte, die sie in ihren Pflegeroutinen verwendet. Die Protagonistinnen sprechen offen über ihren Alltag, ihre Routinen und Grenzerfahrungen. Sie zeigen, was sie im Namen der eigenen Optimierung tun. Sie erzählen, warum. Und sie sagen selbst, was sie daran begeistert und wo sie ins Grübeln kommen. Kein Erklärstück, keine Einordnung von oben, sondern echte Geschichten aus einer Welt, in der Schönheit für viele zum Teil der Identität geworden ist. Der Film stellt die Frage, welchen Preis wir bereit sind zu zahlen, um den Schönheitsidealen der modernen Gesellschaft so nah wie möglich zu kommen.

Make me beautiful 23:55

Make me beautiful: Maximal männlich

Dokumentation

Ihr Ziel: der perfekte männliche Körper. Ihr Preis: Schmerzen, Kosten, die eigene Gesundheit. Männer tun viel für ihren starken Wunsch nach Schönheit. Sie unterwerfen ihr Leben einem Trainingsplan. Lassen sich für 100.000 Euro die Beine brechen. Verdicken ihren Penis. Spritzen sich illegale Substanzen oder werden Looksmaxxer auf Social Media. Groß, stark, perfekt - der harte Weg zu maximaler Männlichkeit. "Ich will einfach der Typ mit den dicksten Muskeln sein", beschreibt Maik den Antrieb für seinen Lebenstraum: als Bodybuilder bei Mr. Olympia zu starten. Diesem Traum ordnet er alles unter: aufstehen um 5:30 Uhr, sieben festgelegte Mahlzeiten pro Tag, über 30 Supplements, zweieinhalb Stunden Krafttraining. Für den 16-jährigen Soufian ist gutes Aussehen der Schlüssel zu Erfolg und Beliebtheit: Als Looksmaxxer tauscht er sich auf Social Media mit anderen jungen Männern aus. Lässt sich von der Community oder einer App bewerten, wobei die Skala von "Subhuman" bis "Chad" geht. Jede Körperpartie, vom Winkel der Augen bis zum Abstand zwischen Ohr und Kieferknochen, hat dabei einen Idealwert, den es zu erreichen gilt. Nachhelfen können Looksmaxxer mit Aminosäuren, Wachstumshormonen, dem Malträtieren ihres Wangenknochens mit einem Hammer und natürlich zahlreichen als Softmaxxing und lange weiblich geltenden Schönheitsmaßnahmen wie Skincare, Botox und Co. Alex leidet unter seiner Körpergröße und verlängert für viel Geld und mit monatelangen Einschränkungen seiner Beweglichkeit schon zum zweiten Mal seine Beine. Auch vor dem Penis macht die Selbstoptimierung nicht Halt: Er soll länger und dicker werden. Die Nachfrage nach ästhetischer Intimchirurgie steigt stetig. Was ist das Idealbild eines attraktiven Mannes, woher kommt es, und warum sind junge Männer auf einmal bereit, für dieses Ideal bis zur Schmerzgrenze und darüber hinaus zu gehen? Von der Balance zwischen attraktivem Äußeren als Lifestyle und extremen Eingriffen in den eigenen Körper auf der Suche nach Perfektion erzählt der Film "Make me beautiful".