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TV Programm für ZDFinfo am 22.04.2026

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Deutschlands Soldaten - Vom Kaiserreich bis nach Afghanistan 12:50

Deutschlands Soldaten - Vom Kaiserreich bis nach Afghanistan

Militär

In der Kaiserzeit angehimmelt, heute kritisch hinterfragt. Die Deutschen hatten stets ein besonderes Verhältnis zu ihren Soldaten. Was hat sich verändert, was ist geblieben? Wegen der verlorenen Weltkriege und der Verbrechen der Wehrmacht herrscht in Deutschland oft Skepsis, wenn es um die Armee geht. Teile der Gesellschaft tun sich schwer mit Begriffen wie Pflicht, Gehorsam, Tradition. Doch diese Werte sind noch heute wichtig für die Armee. "ZDF-History: Deutschlands Soldaten - Vom Kaiserreich bis nach Afghanistan" erzählt anhand von drei Soldaten-Familien-Biografien, wie sich das Verhältnis zwischen Soldaten, Gesellschaft und Politik in den vergangenen 150 Jahren gewandelt hat. Auch wenn die Kaiserzeit heute als die Blütezeit des Militarismus anmutet, träumten damals nur wenige von einer Karriere als Berufssoldat. Der Erste Weltkrieg, das "Fronterlebnis", vor allem auch die Niederlage, verwandelten das Verhältnis der Deutschen zu ihrer Armee - sie wurde in Teilen der Gesellschaft nostalgisch verklärt, der "Frontsoldat" idealisiert. Viele Offiziere setzten nach 1918 weiterhin auf ein Leben als Soldat - Karrierestreben, aber auch Pflicht und Liebe zum Vaterland waren häufige Motive. Nach Hitlers Machtergreifung erhielt die Armee Auftrieb - doch der Gedanke des Dienens pervertierte zur Idee der unbedingten Opferbereitschaft. Die Armee wurde zum Instrument der nationalsozialistischen Ideologie und des aggressiven Nationalismus. Nur wer in seiner moralischen Haltung gefestigt war, hatte den Mut, Befehle zu verweigern. Der Zweite Weltkrieg brachte eine Zäsur. Danach konnte es nur eine völlig andere deutsche Armee geben. Die Bundeswehr blieb trotz atomarer Bedrohung im Kalten Krieg eine Friedensarmee. 1990 verschmolzen die Armeen beider deutscher Staaten - allerdings komplett geprägt von den Werten und Traditionen der Bundeswehr. Mit dem Wegfall des Ost-West-Konfliktes schien eine Armee beinahe überflüssig. Doch genau in dieser Phase - geprägt durch ethnische Spannungen auf dem Balkan und die weltweite Terrorbedrohung - begann für die Bundeswehr das Zeitalter der militärischen Einsätze, die die Bürger zu Hause größtenteils mit "freundlichem Desinteresse" begleiten. Auch die deutsche Politik tut sich schwer mit kämpfenden Soldaten, wie der Einsatz in Afghanistan zeigte.

Danach

Spuren des Krieges 13:35

Spuren des Krieges: Die Westfront 1914-1918

Geschichte

Noch immer bergen Archäologen Überreste aus dem Ersten Weltkrieg. Waffen, aber auch Champagnerflaschen, erzählen vom Alltag an der Front - manchmal im Widerspruch zu historischen Dokumenten. Die Dokumentation ist eine Entdeckungsreise, eine wissenschaftliche Untersuchung mit Laboranalysen, Experteninterviews und 3-D-Rekonstruktionen zu unerwarteten Schätzen, die immer noch unter der Erde liegen. Ein Jahrhundert lang erzählten die Überlebenden ihre Geschichten. Heute werfen nur noch wissenschaftliche Ausgrabungen an den Kriegsschauplätzen und Untersuchungen der ausgedehnten Tunnelsysteme ein neues Licht auf den bis dahin umfassendsten Krieg der Geschichte.

Der Preis des Krieges 14:20

Der Preis des Krieges: Erster Weltkrieg

Dokumentation

Mit dem Ersten Weltkrieg beginnt das Zeitalter der industriell geführten Massenkriege. Rund 20 Millionen Menschen sterben. Generationen verlieren Zukunft, Gesundheit und Wohlstand. Das Attentat auf Erzherzog Franz Ferdinand in Sarajevo mündet 1914 in den Ersten Weltkrieg. Bis 1918 tobt ein unvorstellbares Grauen auf den Schlachtfeldern. Menschen leiden noch Jahrzehnte später. Die sechsteilige Reihe "Der Preis des Krieges" hinterfragt die Kosten und Folgen des Krieges für Wirtschaft, Gesellschaft, Umwelt - und ungezählte Menschen. Anfangs gehen die Kriegsparteien von einem schnellen Ende des Krieges aus. Als diese Illusion platzt, rücken die Kosten des Krieges ins Blickfeld. Millionen Soldaten brauchen Ausrüstung fürs Schlachtfeld. Um Waffen und Kriegsgerät in großen Mengen herzustellen, wird die Industrieproduktion in ganz Europa umgestellt. Die Feuerkraft an den Fronten hängt jetzt von der Produktion in der Heimat ab. Ein Krieg, bei dem am Ende die Wirtschaftskraft ausschlaggebend sein wird.

Der vergiftete Frieden 15:05

Der vergiftete Frieden: Versailles und Europa

Geschichte

Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges hofften viele Völker Osteuropas, die durch Russland, Deutschland und Österreich-Ungarn beherrscht waren, auf Freiheit und Eigenständigkeit. Aber die neue Friedensordnung sorgte für Chaos: Polen kämpfte gegen Russland, die Ukraine wurde von Russland und Polen besetzt, und im Baltikum tobten Kämpfe an vielen Fronten. Die Dokumentation zeigt, wie die Ereignisse vor hundert Jahren die politische Agenda bis zum heutigen Tag beherrschen.

Der vergiftete Frieden 15:50

Der vergiftete Frieden: Das Ende der Osmanen

Geschichte

Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges stand neben dem Vertrag von Versailles auch ein anderer Ort für die Neuordnung der Welt: Sèvres, ein Pariser Vorort. Dort besiegelten die Siegermächte Frankreich, Großbritannien und die USA das Schicksal eines großen Imperiums: Das Osmanische Reich sollte für immer zerschlagen werden. Die Folgen sind bis heute unübersehbar: Der Nahe Osten brennt, wird von Krieg und Terror überzogen. Die Dokumentation zeigt die Fehler und ihre Auswirkungen auch hundert Jahre später auf.

Geheimnisse der Weimarer Republik 16:35

Geheimnisse der Weimarer Republik: 1918-1923: Schwierige Geburt

Dokumentation

Die Weimarer Republik war zweifellos ein Aufbruch in die Moderne, hatte aber zu viele Gegner, die die Uhr wieder in die Vergangenheit zurückstellen wollten. Die Mehrheit der Deutschen war noch nicht reif für eine Demokratie. Viele waren verbohrt in ihren Weltanschauungen. Die autoritäre Kaiserzeit und der Erste Weltkrieg hatten die Männer zu kriegerischen, gewaltsamen Lösungen erzogen. Sie waren nicht fähig zum in der Demokratie üblichen Ausgleich und Kompromiss. Ein Freund-Feind-Denken beherrschte die Köpfe und mündete in Saal- und Straßenschlachten. Ein Gefühl des ständigen Bürgerkriegs und einer ständigen Bedrohung durch den Gegner bedrückte die Menschen. Eine gespaltene Republik. Die Sehnsucht nach einer obrigkeitlichen Autorität war größer als das Bedürfnis, das politische Schicksal selbst in die Hand zu nehmen. Weimar war ein Scheitern in Raten. Die Mehrheit der Deutschen empfand den Versailler Vertrag als ungerecht und eine Schmach. Um es psychologisch zu sagen: Diese narzisstische Kränkung war zu groß. Eine höhere Akzeptanz wäre vielleicht durch ein wirtschaftliches Wohlergehen breiterer Bevölkerungsschichten zu erreichen gewesen, wie in Westdeutschland nach dem Zweiten Weltkrieg. Die Weimarer Republik hat nie ihre Identität gefunden. Es gab höchstens "Vernunftrepublikaner". Irgendwann hat sie dann auch ihre Koordinaten verloren.

Geheimnisse der Weimarer Republik 17:15

Geheimnisse der Weimarer Republik: 1924-1929: Schöner Schein

Dokumentation

1924 bis 1929 kann die Weimarer Republik noch einmal Luft holen. Die Einführung der Rentenmark vertreibt das Gespenst der Inflation. Die Reparationen werden im Dawes-Plan gemindert. Die Wirtschaft floriert. Die Politik ist bei allen Anfeindungen der Republikgegner relativ stabil. Reichspräsident Ebert hält im Berliner Lustgarten eine Rede vor Ehrenformationen der Reichswehr. Er wirbt für Toleranz. 1925 kehrt Deutschland auf die internationale Bühne zurück. Außenminister Stresemann verhandelt in Locarno. In den Verträgen von Locarno schreiben Deutschland und die Alliierten die durch den Versailler Vertrag neu gezogenen Grenzen fest. 1926 wird Deutschland in den Völkerbund aufgenommen. Stresemann und der französische Außenminister Briand erhalten im gleichen Jahr den Friedensnobelpreis.

Geheimnisse der Weimarer Republik 18:00

Geheimnisse der Weimarer Republik: 1929-1933: Der Weg in den Abgrund

Dokumentation

Die Phase der relativen Stabilität endet 1929 jäh mit dem Crash an der New Yorker Börse, der sich zur Weltwirtschaftskrise ausweitet. Amerikanische Kredite werden zurückgerufen. Es kommt zum Bankencrash. Schlangen aufgeregter Menschen sammeln sich vor den Banken und fordern die Auszahlung ihrer Ersparnisse. Die Wirtschaft bricht zusammen, die Arbeitslosigkeit steigt. In den Straßen wimmelt es von Menschen, die Arbeit suchen. Man könnte sagen, dass die Extremisten die Republik so lange sturmreif schossen, bis auch die Mehrheit der Deutschen für ein autoritäres Durchgreifen war und mehrheitlich die NSDAP und andere extremistische Parteien wählte. Die Weimarer Republik war zweifellos ein Aufbruch in die Moderne, hatte aber zu viele Gegner, die die Uhr wieder in die Vergangenheit zurückstellen wollten. Die Mehrheit der Deutschen war noch nicht reif für eine Demokratie. Viele waren verbohrt in ihren Weltanschauungen. Die autoritäre Kaiserzeit und der Erste Weltkrieg hatten die Männer zu kriegerischen, gewaltsamen Lösungen erzogen. Sie waren nicht fähig zum in der Demokratie üblichen Ausgleich und Kompromiss.

Antike Weltwunder 18:45

Antike Weltwunder: Das Mausoleum von Halikarnassos

Archäologie

Wie sah das antike Mausoleum wirklich aus? Was blieb nach dem Beben? Und warum fasziniert es bis heute? Eine ZDFinfo-Doku auf den Spuren des antiken Weltwunders. Das Mausoleum von Halikarnassos zählt zu den sieben Weltwundern. Es ist eines der berühmtesten Bauwerke der Antike. Mit einer Höhe von fast 50 Metern erhebt sich das Grabmal über die Stadt. Sein Bauherr Mausolos wird zum Namensgeber vieler ähnlicher Grabstätten. Das legendäre Grabmal ist vermutlich das Meisterwerk des griechischen Architekten Pytheos, der bereits den berühmten Tempel der Athena in Priene erbaut hat. Von verschiedenen Kulturen beeinflusst, wünscht sich Herrscher Mausolos für sein Monument eine Kombination aus persischen, griechischen und ägyptischen Baustilen. Als Mausolos 353 vor Christus unerwartet stirbt, ist sein Grabmal unvollendet. Erst zwei Jahre nach seinem Tod werden die Arbeiten unter seiner Schwester und Gemahlin Artemisia II. abgeschlossen. Im Mittelalter zerstört ein schweres Erdbeben das Weltwunder. Aus den Überresten errichten Kreuzritter das Johanniterkastell St. Peter, das noch heute in Bodrum zu sehen ist. 1856 reist der britische Archäologe Charles Thomas Newton mit einer Expedition nach Anatolien. Er ist auf der Suche nach einem berühmten Grabmal: dem Mausoleum von Halikarnassos. Der sagenumwobene Ruf des außergewöhnlichen Monuments bleibt: Bis heute wird ein prächtiges Grabmal "Mausoleum" genannt. Und obwohl niemand weiß, wie der Grabbau des Mausolos genau ausgesehen hat, dient es als Vorbild für viele später errichtete Grabstätten, wie dem Mausoleum Hadrians in Rom - der sogenannten Engelsburg. Die sieben Weltwunder der Antike - legendäre Bau- und Kunstwerke, die bis heute die Fantasie der Menschen beflügeln. Sie beeindrucken durch ihre Schönheit, Größe und technische Raffinesse und sind ein Symbol für menschlichen Erfindungsgeist und Genialität.

Antike Weltwunder 19:30

Antike Weltwunder: Der Artemis-Tempel in Ephesos

Archäologie

Wo befand sich der größte Tempel der Antike? Warum verschwand er? Welche Hinweise finden Forschende auf seine Ruinen? Die ZDFinfo-Doku geht auf Spurensuche. Der einst größte Tempel der griechischen Welt zählt zu den sieben Weltwundern der Antike und ist der Göttin Artemis geweiht. Er gilt als verschollen. Doch Mitte des 19. Jahrhunderts nimmt ein Forscher in Ephesos die Fährte auf. Wird er das Heiligtum finden? 1858 kommt der britische Architekt John Turtle Wood in die heutige Türkei. Eigentlich, um Bahnhöfe zu bauen. Doch schon bald ergreift ihn eine Leidenschaft: die Suche nach dem verschollenen Tempel der Artemis. Ihn zu finden, wäre ein Meilenstein der Archäologie. Mithilfe antiker Quellen bestimmt John Turtle Wood den ungefähren Standort des Tempels. Diese Quellen beschreiben die Lage in der Nähe eines Hafens. Doch in Ephesos kommen ihm Zweifel. Denn weit und breit sieht er nur Felder und Sümpfe. Keine Spur vom berühmten Hafen, in dessen Nähe sich das Artemis-Heiligtum befinden soll. Was Turtle Wood nicht weiß: Die Landschaft rund um Ephesos hat sich im Laufe der Jahrhunderte stark verändert. Das Hafengebiet ist verlandet, und die Ruinenstätte liegt inzwischen viel weiter im Landesinneren. Aber er lässt sich nicht entmutigen. Sechs Jahre lang graben er und seine Helfer unermüdlich weiter, bis sie an Silvester 1869 in sechs Metern Tiefe auf Marmorplatten stoßen. Aus den Funden rekonstruieren Turtle Wood und nachfolgende Archäologen die bewegte Geschichte des Artemis-Tempels und seiner Vorgängerbauten. Die sieben Weltwunder der Antike - legendäre Bau- und Kunstwerke, die bis heute die Fantasie der Menschen beflügeln. Sie beeindrucken durch ihre Schönheit, Größe und technische Raffinesse und sind ein Symbol für menschlichen Erfindungsgeist und Genialität.

Dark Greece - Die Wahrheit über das antike Griechenland 20:15

Dark Greece - Die Wahrheit über das antike Griechenland: Legenden und Blut

Geschichte

Weit in eine mythische Zeit reichen die Wurzeln des alten Griechenlands. Minoer und Mykener steigen im 2. Jahrtausend vor Christus zu den ersten Hochkulturen Europas auf. Für die antiken Griechen ist die Bronzezeit eine Epoche der Mythen und Legenden. Die Wissenschaft kann heute jedoch ein genaues Bild dieser Zeit zeichnen. Religion, Kriegswesen und selbst die Sprache der Griechen haben in dieser Epoche ihren Ursprung. Düstere Mythen und Legenden erzählen sich die klassischen Griechen über die Menschen, die vor ihnen dort geherrscht haben. Die Geschichten von Troja, Atlantis oder dem menschenfressenden Minotauros. Sie scheinen noch im 19. Jahrhundert lediglich Ideen kreativer Köpfe gewesen zu sein. Und doch stellen sich damals europäische Gelehrte die Frage: Könnten sie eine reale Vorlage haben? Ausgrabungen des Briten Sir Arthur Evans auf Kreta und des Deutschen Heinrich Schliemann auf dem griechischen Festland treiben die Erforschung des bronzezeitlichen Griechenlands voran. Seither zeigen zahlreiche Funde und moderne DNA-Analysen: Minoer und Mykener haben die Grundlage für das antike Griechenland gelegt. Seehandel, Religion, Söldnertum, sogar die griechische Sprache ist in den Kulturen verankert. Ebenso lassen sich erstaunliche Parallelen zu den alten Legenden ziehen. Die Untersuchungen offenbaren aber auch eine noch viel dunklere Seite: In der Bronzezeit wurden Menschenopfer praktiziert. Lange nahm man an, die sogenannte "Krise der Bronzezeit" um 1200 vor Christus habe die mykenische Kultur zerstört. Doch vielleicht waren die Mykener nicht nur Opfer, sondern auch Täter? Der Film geht Spuren nach, die zeigen, dass es wohl Mykener waren, die als Teil der "Seevölker" die Küsten des östlichen Mittelmeeres heimsuchten. Griechenland taumelte damals in die dunklen Jahrhunderte. Es dauerte lange, bis die Region zu neuer Stärke fand. Das antike Griechenland: für viele die Wiege des Abendlandes. Lange vor Christi Geburt setzten Menschen dort neue Maßstäbe: als Wissenschaftler, Architekten, Erfinder der Demokratie und Philosophen. Doch verbargen sich hinter der strahlenden Fassade düstere Schatten. Die fünfteilige Reihe zeigt, was die griechische Welt antrieb. Erbittert geführte Wettkämpfe, Gewalt und Unterdrückung. Internationale Wissenschaftler und Forscher decken die Abgründe dieser faszinierenden Kultur auf. Es ist die wahre Geschichte des antiken Griechenlands.

Dark Greece - Die Wahrheit über das antike Griechenland 21:00

Dark Greece - Die Wahrheit über das antike Griechenland: Krieg und Spiele

Geschichte

Griechenland erwacht aus den "Dunklen Jahrhunderten" - eine Ära des Aufbruchs beginnt. Sie ist gezeichnet von erbarmungslosen Wettkämpfen: in Olympia, an fernen Küsten und auf Schlachtfeldern. Mit der Einführung der Schrift gewinnt das junge Griechenland an Fahrt. Sie wird zum Katalysator für gemeinsame religiöse Vorstellungen, für Handel und Verwaltung. Doch noch herrscht politisches Chaos. Erfolg hat nur, wer die Kräfte seines Stadtstaates bündelt. Ein später weltberühmter Ort steht für den Neuanfang: Olympia. Im 8. Jahrhundert vor Christus kommen dort Krieger der griechischen Welt zusammen, um sich zu messen. Ein Ventil für die Spannungen, die zwischen den Stadtstaaten herrschen, die zu dieser Zeit in der zerklüfteten und kargen Landschaft entstehen. Ihre Ursprünge kann die Wissenschaft detailreich nachvollziehen. Ebenso das politische Chaos zu dieser Zeit: Ein stabiles System, das das volle Potenzial der Stadtstaaten entfesselt, fehlt. Bis in Sparta ein Doppelkönigtum etabliert wird. Während Sparta zur ersten Großmacht Griechenlands aufsteigt und mit militärischer Stärke benachbarte Städte unterwirft, suchen andere Stadtstaaten ihr Glück in der Ferne. Sie besiedeln die Küsten des Schwarzen Meeres und des Mittelmeeres und verbreiten damit das Griechentum in der Welt. Istanbul, Marseille und Neapel sind Gründungen dieser Zeit. Die Griechen führen ihre erfolgreichen Siedlungsgründungen auf das Wirken ihrer Götter zurück. Auch wenn die genauso launisch und fehlerhaft sind wie die Menschen selbst. Planungssicherheit bieten Orakel, allen voran das von Delphi. Dessen Prophezeiungen machen den Ort zur berühmtesten Weissagungsstätte der Antike. Heute können Archäologen und Historiker genau rekonstruieren, welche Tricks damals den Priestern von Delphi zu diesem Erfolg verhelfen. Aus allen griechischen Gesellschaftsschichten reisen Menschen nach Delphi. Auch reiche Oligarchen, die eine Alleinherrschaft in ihrem Stadtstaat anstreben. Doch regt sich in der Bevölkerung Widerstand gegen diese Tyrannen. Es sind die Anfänge eines neuen politischen Systems, das die griechische Welt für immer verändern wird. Das antike Griechenland: für viele die Wiege des Abendlandes. Lange vor Christi Geburt setzen dort Menschen neue Maßstäbe: als Wissenschaftler, Architekten, Erfinder der Demokratie und Philosophen. Doch verbergen sich hinter der strahlenden Fassade düstere Schatten. Die fünfteilige Reihe zeigt, was die griechische Welt antrieb. Erbittert geführte Wettkämpfe, Gewalt und Unterdrückung. Internationale Wissenschaftler und Forscher decken die Abgründe dieser faszinierenden Kultur auf. Es ist die wahre Geschichte des antiken Griechenlands.

Dark Greece - Die Wahrheit über das antike Griechenland 21:45

Dark Greece - Die Wahrheit über das antike Griechenland: Sklaven und Demokraten

Geschichte

Athen im 6. Jahrhundert vor Christus. Der letzte Tyrann wird gestürzt. Es ist die Geburtsstunde der Demokratie. Eine welthistorische Idee - erkauft mit Blut, Tod und dem Leid von Sklaven. Die blutigen Jahre der Perserkriege verhelfen der Demokratie in Athen zum Durchbruch. Doch Frauen, Fremde und Sklaven sind ausgeschlossen. Am Ende wird das goldene Athen selbst zum Tyrannen - und löst einen Bruderkrieg aus, der Griechenland ins Chaos stürzt. Die ersten Schritte in Richtung Demokratie beginnen Ende des 6. Jahrhunderts. Der Adelige Kleisthenes stürzt den letzten Tyrannen und stellt mit revolutionären Ideen das alte Machtgefüge Athens auf den Kopf. Doch diese neuartige "Herrschaft des Volkes" ist einem auserwählten Kreis vorbehalten. Das Wahlrecht ist allein den wehrfähigen Männern vorbehalten. Frauen haben im antiken Athen keine Stimme, ebenso wenig wie Zugezogene - ganz zu schweigen von Sklaven. Dabei ist es deren Arbeit, die für den demokratischen Aufschwung Athens sorgt, wie die Silberminen von Laurion zeigen. Die Demokratie wächst im Schatten von Krieg und Gewalt. Der Film erzählt vom dramatischen Kampf der Griechen gegen die Perser - und wie dieser blutige Konflikt der Demokratie zum endgültigen Durchbruch verhilft. Mit dem Sieg über die Perser steigt Athen zur Großmacht auf und erlebt ein goldenes Zeitalter. Finanziert mit Tributzahlungen der Verbündeten. Die Mutter der Demokratie wird selbst zum Tyrannen. Der Film zeigt, mit welch despotischen Mitteln Athen seine Bündnispartner im Würgegriff hält und damit seinen eigenen Untergang einläutet. Am Ende eskaliert die Situation, und Athen schlittert in einen verheerenden Bruderkrieg, der Griechenland ins Chaos stürzt. Das antike Griechenland: für viele die Wiege des Abendlandes. Lange vor Christi Geburt setzen dort Menschen neue Maßstäbe: als Wissenschaftler, Architekten, Erfinder der Demokratie und Philosophen. Doch verbergen sich hinter der strahlenden Fassade düstere Schatten. Die fünfteilige Reihe zeigt, was die griechische Welt antrieb. Erbittert geführte Wettkämpfe, Gewalt und Unterdrückung. Internationale Wissenschaftler und Forscher decken die Abgründe dieser faszinierenden Kultur auf. Es ist die wahre Geschichte des antiken Griechenlands.

Dark Greece - Die Wahrheit über das antike Griechenland 22:30

Dark Greece - Die Wahrheit über das antike Griechenland: Bruderkrieg

Geschichte

Ende des 5. Jahrhunderts vor Christus bricht in Griechenland der Peloponnesische Krieg aus. Ein jahrzehntelanger Bruderkrieg zwischen Sparta und Athen, der das Land ins Chaos stürzt. In grausamen Kämpfen geht Griechenlands goldenes Zeitalter zu Ende. Demokratien geraten ins Wanken - Werte werden vernichtet. Die Hybris Athens, die Terrorherrschaft der 30 Tyrannen und der Aufstieg Makedoniens läuten das Ende einer Ära ein - und den Beginn einer neuen. Ein Funke genügt - und der einstige Zusammenhalt nach dem Sieg über das Perserreich zerbricht in einem Flächenbrand der Gewalt. Mit internationalen Wissenschaftlern und Forschern folgt der Film den Spuren dieses Konflikts - von den Ruinen Spartas bis zu einem geheimnisvollen Massengrab in Athen. Was verraten archäologische Funde über die attische Seuche, die Tausende dahinraffte? Und was erzählen sie über die Macht und Hybris Athens, das den fatalen Angriff auf Syrakus wagt - und damit seinen eigenen Untergang besiegelt? Im Hafen von Piräus bei Athen entsteht eine der mächtigsten Waffen der Antike: die Triere. Mit einer Flotte dieser Hightech-Schiffe macht sich das demokratische Athen 415 vor Christus auf, aus reiner Gier Syrakus zu überfallen, die zweitgrößte Stadt der griechischen Welt. Doch statt eines großen Sieges erleidet Athen eine der verheerendsten Niederlagen der Antike. Der Film erzählt vom demütigenden Fall des stolzen Athen und den Krisen, die folgen. So wie die Herrschaft der 30 Tyrannen, die die Demokratie in Athen abschaffen und eine Terrorherrschaft errichten. Der Krieg endet mit Spartas Sieg - doch auch der Sieger ist erschöpft. Theben nutzt die Gunst der Stunde und besiegt die Spartaner in der Schlacht bei Leuktra. Aber die Stadt kann ihre neue Macht nicht lange genießen. Denn im Norden rüstet sich Makedonien - für den nächsten Umbruch der Geschichte. Das antike Griechenland: für viele die Wiege des Abendlandes. Lange vor Christi Geburt setzen dort Menschen neue Maßstäbe: als Wissenschaftler, Architekten, Erfinder der Demokratie und Philosophen. Doch verbergen sich hinter der strahlenden Fassade düstere Schatten. Die fünfteilige Reihe zeigt, was die griechische Welt antrieb. Erbittert geführte Wettkämpfe, Gewalt und Unterdrückung. Internationale Wissenschaftler und Forscher decken die Abgründe dieser faszinierenden Kultur auf. Es ist die wahre Geschichte des antiken Griechenlands.

Dark Greece - Die Wahrheit über das antike Griechenland 23:15

Dark Greece - Die Wahrheit über das antike Griechenland: Alexander der Große

Geschichte

Nach dem Peloponnesischen Krieg ist Griechenland ausgeblutet. Alexander der Große wird es noch einmal in eine glanzvolle Epoche führen: den Hellenismus. Doch nicht ohne hohen Blutzoll. Unter dem Vorwand, alle Griechen zu vereinen, erobert Alexander zunächst Griechenland, um dann gegen Persien zu ziehen. Alexander weiß, nur gute PR wird ihn auf seiner kriegerischen Mission zur Legende machen. Sein Ruf wird sein dunkles Erbe überstrahlen. Unter dem Banner des Panhellenismus - der Idee, alle Griechen zu vereinigen - unterwirft Alexander grausam die griechischen Stadtstaaten. Nur, um mit einem neuen Ziel Ruhm zu erlangen: Rache an den Persern. So beschreibt es zumindest der Historiker, der Alexander auf seinen Kriegszügen begleitet. Reine PR, um Persien zu diffamieren und Alexander besser dastehen zu lassen? Wissenschaftler und Forscher können heute dennoch ein klareres Bild Alexanders zeichnen. Denn auf seinem beispiellosen Eroberungszug zieht er eine Blutspur bis nach Indien hinter sich her. Die Dokumentation enthüllt, was Alexander tatsächlich antreibt: "Pothos". Der unbändige Wille, immer Neues, Größeres zu erreichen, sodass er sich bereits zu Lebzeiten als Gott feiern lässt. Allerdings ohne Nachhaltigkeit. Es gelingt ihm nie, sein Reich zu stabilisieren, und als er mit nur 33 Jahren stirbt, hinterlässt er ein völliges Chaos. Um die ungeklärte Nachfolge entbrennen blutige Kriege, bis die Reiche seiner Erben am Ende selbst erobert werden. Von der neuen Supermacht in Europa: Rom. Das antike Griechenland: für viele die Wiege des Abendlandes. Lange vor Christi Geburt setzen dort Menschen neue Maßstäbe: als Wissenschaftler, Architekten, Erfinder der Demokratie und Philosophen. Doch verbergen sich hinter der strahlenden Fassade düstere Schatten. Die fünfteilige Reihe zeigt, was die griechische Welt antrieb. Erbittert geführte Wettkämpfe, Gewalt und Unterdrückung. Internationale Wissenschaftler und Forscher decken die Abgründe dieser faszinierenden Kultur auf. Es ist die wahre Geschichte des antiken Griechenlands.