12:45
Uran wurde im 19. Jahrhundert als sogenannte Pechblende, einem Abfallprodukt des Silberbergbaus, entdeckt. 1896 fand der Physiker Antoine-Henri Becquerel heraus, dass Uran radioaktiv ist. Die "Erfolgsgeschichte" von Uran begann mit dem Färben von Glas und der Behandlung von Tumoren. Dass das Wundermaterial einmal Grundstoff für die gefährlichste Waffe der Welt werden würde, vermutete damals noch niemand. Am 6. und 9. August 1945 warfen US-Kampfflugzeuge Atombomben auf die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki. 155.000 Menschen starben sofort, weitere 110.000 innerhalb weniger Wochen durch die radioaktive Verstrahlung. Bis heute sterben Menschen an Spätfolgen. Während der Ölkrise versprachen Atomkraftwerke eine saubere Lösung aller Energieprobleme. Diese Euphorie hielt bis zum Reaktorunglück von Tschernobyl 1986. Aber erst die Katastrophe in Fukushima führte in Deutschland zu einem Umdenken, während Frankreich weiter auf Atomenergie setzt.
13:30
Der Film begleitet den YouTube-Star Derek Muller auf seiner Suche nach Antworten zu einem der gefährlichsten Stoffe der Welt. Seine Reise bringt ihn nach Hiroshima, zu einem Krebsforschungszentrum in Sydney, aber auch nach Tschernobyl und Fukushima. Die radioaktiven Eigenschaften von Uran können in der Medizin im Kampf gegen Krebs eingesetzt werden. Dort ist das kurzlebige Thorium ein unersetzliches Mittel, um Tumoren erkennbar zu machen. Die wissenschaftlichen Videos des promovierten Physikers Dr. Derek Muller erreichen auf seiner Plattform "Veritasium" bis zu zehn Millionen Zuschauer. Am 6. und 9. August 1945 warfen US-Kampfflugzeuge Atombomben auf die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki. 155.000 Menschen starben sofort, weitere 110.000 innerhalb weniger Wochen durch die radioaktive Verstrahlung. Bis heute sterben Menschen an Spätfolgen. Während der Ölkrise versprachen Atomkraftwerke eine saubere Lösung aller Energieprobleme. Diese Euphorie hielt bis zum Reaktorunglück von Tschernobyl 1986. Aber erst die Katastrophe in Fukushima führte in Deutschland zu einem Umdenken, während Frankreich weiter auf Atomenergie setzt.
14:15
1970 beginnt die Sowjetunion mit dem Bau des Atomkraftwerkes Tschernobyl. Ein Prestigeprojekt, denn es soll das größte Atomkraftwerk der Welt werden - dank des Superreaktors RBMK. Der sowjetische Reaktor RBMK ist eine schwer zu kontrollierende Anlage. Ingenieure und KGB-Agenten warnen die Regierung in Moskau vor tödlichen Risiken. 1983 kommt es zu einem ernsten Störfall in Tschernobyl, doch er wird totgeschwiegen. Seit 1971 arbeitet der junge Atomingenieur Nikolai Steinberg auf der gigantischen Baustelle des Atomkraftwerkes Tschernobyl. Im Studium in Moskau hat er erstmals von dem geheimen Reaktor RBMK erfahren, der die Wirtschaft der Sowjetunion mit Energie versorgen soll. Im Nirgendwo baut die Sowjetunion ein Paradies für Atomingenieure und deren Familien. Es entstehen das Atomkraftwerk Tschernobyl mit vier Reaktorblöcken und die ukrainische Stadt Prypjat. Es ist eine Stadt vom Reißbrett für die "Atomschtschiki", jene Atom-Technikerinnen und Techniker, die im und um das Atomkraftwerk arbeiten und leben. Die junge Stadtplanerin Maria Protsenko wird Chefarchitektin der Stadt. Die Atomstadt Prypjat ist für die neu ankommenden Sowjetbürger ein Paradies: Es gibt Schulen, Schwimmbäder, Kindergärten, Kultur- und Einkaufszentren. Aus der Stadt verkehrt täglich ein superschnelles Tragflächenboot über die Flüsse Prypjat und Dnjepr in die Metropole Kiew. Die Reihe "Tschernobyl - Die Katastrophe" ist eine Spurensuche nach der Wahrheit. Wie konnte es zur Explosion des Atomkraftwerkes im April 1986 kommen? Und was verschweigt Moskau bis heute über den Unfall? Zeitzeuginnen und Zeitzeugen geben Einblicke in den Aufstieg und Niedergang von Tschernobyl - ein Ort, an dem der Glaube an die Atomkraft zur folgenschweren Katastrophe wurde.
15:00
Am 26. April 1986 gegen 1.23 Uhr explodiert in Tschernobyl ein Reaktor. Was als Sicherheitstest beginnt, endet im Inferno. Es ist die größte Atomkatastrophe der Welt - bis heute. Überlebende wie der Atomingenieur Boris Stolyarchuk schildern die Ereignisse der Unglücksnacht. Der damals 26-Jährige erlebt die Explosionen auf Block 4 und ist sich sicher, dass er die Nacht nicht überleben wird. Am nächsten Morgen ist die Welt eine andere. Der junge Arzt Alexander Bugar wird am 26. April 1986 frühmorgens ins Krankenhaus von Prypjat gerufen, um die akuten Strahlen- und Brandverletzungen der ersten Opfer aus dem Atomkraftwerk zu behandeln. Der junge Atomingenieur Oleksiy Breus trifft an diesem Tag zum letzten Mal seinen Freund, den Reaktorfahrer Leonid Toptunow. Der junge Mann, der den Sicherheitstest in Block 4 mit durchführt, wird den Unfall nicht überleben. Der Atomingenieur Nikolai Steinberg - der Mann, der Tschernobyl mit aufgebaut hat - hört am Morgen des 26. April gut 1000 Kilometer von Tschernobyl entfernt Gerüchte über einen nuklearen Unfall. Doch zu diesem Zeitpunkt ist das Geheimhaltungssystem der Sowjetunion bereits in Aktion getreten. Die Agenten des sowjetischen Geheimdienstes KGB schotten die Stadt komplett ab. Die Wahrheit über das, was im nordukrainischen Atomkraftwerk wirklich passiert ist, soll vertuscht werden. Die Reihe "Tschernobyl - Die Katastrophe" ist eine Spurensuche nach der Wahrheit. Wie konnte es zur Explosion des Atomkraftwerkes im April 1986 kommen? Und was verschweigt Moskau bis heute über den Unfall? Zeitzeuginnen und Zeitzeugen geben Einblicke in den Aufstieg und Niedergang von Tschernobyl - ein Ort, an dem der Glaube an die Atomkraft zur folgenschweren Katastrophe wurde.
15:50
Der Sowjetführer Michail Gorbatschow erhält geheime Mitteilung über eine Explosion im Atomkraftwerk Tschernobyl. Wie wird der Hoffnungsträger auf die Katastrophe reagieren? Selbst nach Entdeckung einer radioaktiven Wolke über Schweden schweigt Moskau. Spezialisten vor Ort wagen nicht, die Evakuierung Prypjats zu beschließen. Erst 36 Stunden nach der Katastrophe wird die verstrahlte Stadt evakuiert. Die Wucht der Explosion hat den sowjetischen RBMK-Superreaktor komplett zerstört. Die Reaktor-Bodenplatte, 2000 Tonnen schwer, hat es aus der Verankerung gerissen: Jetzt liegen mehr als 200 Tonnen Uran-Brennstoff und über 1800 Tonnen weißglühenden Grafits frei. Radioaktive Partikel steigen durch Hitze hoch in den Himmel und verstrahlen große Teile Europas. Der erste offene Atomreaktor der Welt ist eine Gefahr für die Menschheit - und eine Gefahr für das ganze politische System. Als die Sowjetunion den 1. Mai mit riesigen Paraden feiert, ahnen ihre Bürger nicht, was im ukrainischen Tschernobyl geschehen ist. Vor Ort kämpft das Kraftwerkspersonal gegen die Folgen der Katastrophe. Trotz Zerstörung und Todesgefahr verlässt keiner seinen Posten. Helikopterpilot Sergej Wolodin ist am Morgen des 26. April 1986 der Erste, der den explodierten Reaktor überfliegt. Er misst tödliche Strahlungsdosen. Doch das muss geheim bleiben. Der Atomingenieur Oleksij Breus versucht am Unglücksort, den havarierten Reaktor zu kühlen. Boris Stolyarchuk wird nach Moskau in eine Spezialklinik für Strahlenopfer gebracht, wo die ersten Männer der Katastrophennacht sterben - darunter der Reaktorfahrer Leonid Toptunow. Er steuerte den Reaktor in der Unglücksnacht. Die Reihe "Tschernobyl - Die Katastrophe" ist eine Spurensuche nach der Wahrheit. Wie konnte es zur Explosion des Atomkraftwerkes im April 1986 kommen? Und was verschweigt Moskau bis heute über den Unfall? Zeitzeuginnen und Zeitzeugen geben Einblicke in den Aufstieg und Niedergang von Tschernobyl - ein Ort, an dem der Glaube an die Atomkraft zur folgenschweren Katastrophe wurde.
16:35
Die Welt fordert von der Sowjetunion Aufklärung nach dem Unfall von Tschernobyl. Moskau macht das Kraftwerkspersonal zu Sündenböcken und verschweigt Fehler in der Sowjettechnik. Dem radioaktiven Fallout können die Menschen in der Nordukraine nicht entgehen. Im Juni 1986 gesteht die Regierung in Moskau die Niederlage gegen die Strahlung ein und lässt eine Sperrzone errichten. 130.000 Menschen verlieren ihre Heimat und werden umgesiedelt. Im Sommer 1986 wagt Nikolai Steinberg ein gefährliches Experiment an einem der Reaktoren von Tschernobyl - er will endlich nachweisen, dass der RBMK aufgrund seiner Konstruktion zur Ursache für den Unfall geworden ist. Moskau aber hält weiter an der Theorie fest, das Kraftwerkspersonal trage allein die Schuld an der Katastrophe. Während die Sowjet-Regierung der Welt die Wahrheit weiter vorenthält, wird den vermeintlich Schuldigen von Tschernobyl der Prozess gemacht. Erst vier Jahre nach dem Reaktorunfall kann Nikolai Steinberg die ganze Wahrheit über den einstigen sowjetischen Vorzeigereaktor RBMK öffentlich machen - doch seine Erkenntnisse gehen in den Wirren der zusammenbrechenden Sowjetunion unter. Die Reihe "Tschernobyl - Die Katastrophe" ist eine Spurensuche nach der Wahrheit. Wie konnte es zur Explosion des Atomkraftwerkes im April 1986 kommen? Und was verschweigt Moskau bis heute über den Unfall? Zeitzeuginnen und Zeitzeugen geben Einblicke in den Aufstieg und Niedergang von Tschernobyl - ein Ort, an dem der Glaube an die Atomkraft zur folgenschweren Katastrophe wurde.
17:20
11. März 2011: Japan wird vom stärksten jemals dort gemessenen Erdbeben heimgesucht. Ein gewaltiger Tsunami folgt und durchbricht die Schutzmauern des Atomkraftwerks Fukushima. Die dadurch ausgelöste Atomkatastrophe drohte weitaus schlimmer zu werden als Tschernobyl. Die Existenz Japans als Nation war bedroht. Der Dokumentarfilm "Fukushima" zeigt minutiös, fesselnd und schonungslos die Chronik dieser beispiellosen Katastrophe. Der Film taucht mit beklemmenden Zeugenaussagen und atemberaubendem Archivmaterial in das Herz der Katastrophe ein und dokumentiert die Ereignisse Minute für Minute. Mit beispiellosem Zugang zu den sogenannten "Fukushima 50" - den Ingenieuren, Technikern, Soldaten und Feuerwehrleuten, die Strahlenschutzanzüge anzogen und die dunklen Reaktoren betraten, um die schmelzenden Kernbrennstoffe zu stabilisieren - enthüllt der Film die Insider-Geschichte dieser mutigen Männer, die Japan vor der kompletten nuklearen Verseuchung bewahrten. Er begleitet auch die Erfahrungen von Überlebenden, die versuchten, der Verwüstung und dem radioaktiven Niederschlag zu entkommen, sowie hochrangige Regierungsbeamte, die gegen die Zeit kämpften, um die Krise einzudämmen. Fukushima ist eine Geschichte des Überlebens, von Einfallsreichtum und vom Kampf, sich vom Abgrund zurückzuziehen. Der Film ist zugleich eine warnende Erzählung und das eindrucksvolle Zeugnis der menschlichen Widerstandsfähigkeit.
18:45
Kaum ist das Flugzeug erfunden, wird es zur Kriegswaffe. Tollkühne Piloten liefern sich in ihren Doppeldeckern tödliche Duelle über den Schützengräben des Ersten Weltkrieges. "Fliegerasse" wie Manfred von Richthofen sind Ikonen der Propaganda. Ihre spektakulären Luftkämpfe lenken ab vom massenhaften Sterben an der Front. Auch wenn der Einfluss der Fliegerei auf den Kriegsausgang noch gering ist, verändert sie die Art der Kriegsführung. Noch bevor Motorflugzeuge in den Himmel steigen, wird schon 1795 der erste Ballon in Frankreich für militärische Luftbeobachtungen eingesetzt. Aus der Höhe lassen sich gegnerische Stellungen gut auskundschaften. Mit den ersten noch instabilen Flugzeugen beginnt eine riskante Ära: Im Ersten Weltkrieg gibt es die ersten Luftkämpfe - zuerst noch mit Pistolen, bald aber schon mit fest eingebauten Maschinengewehren, die der Pilot im Cockpit bedient. Sogenannte Fliegerasse wie Manfred von Richthofen - der "Rote Baron" - prägen die Propaganda. Seinen Spitznamen verdankt er der markanten Farbe seines Dreideckers. Er kämpft gegen hochdekorierte Piloten wie Georges Guynemer auf Seiten der Franzosen. Auch Marie Marvingt, französische Spitzensportlerin und Pilotin, fliegt Einsätze für ihr Land. Und Eugene Bullard ist der erste afroamerikanische Jagdflieger in der Luft. Diese Piloten schreiben mit ihren Einsätzen Geschichte und öffnen ein neues Kapitel der Kriegsführung - zwischen Technikbegeisterung und Heldentod. Während des Ersten Weltkrieges zeigt sich: Der Himmel ist kein sicherer Ort mehr - und wird es nie wieder sein. Die Bombardierung Guernicas 1937 ist ein dunkles Vorzeichen für den Luftkrieg der Zukunft. Von den Doppeldeckern und Ballons des Ersten Weltkrieges bis zu Drohnen und Hightech-Jets der Gegenwart - die militärische Luftfahrt hat Kriege verändert. Neue Technologien steigern Reichweite, Präzision und Zerstörungskraft - mit gravierenden Folgen für Soldaten und Zivilisten.
19:30
Im Zweiten Weltkrieg erreicht der Luftkrieg eine neue Dimension: Hitlers Bomber machen den Blitzkrieg in Polen erst möglich. Bomben und Raketen bringen Tod und Zerstörung mitten in die Städte. Der Einsatz von Flugzeugträgern verlagert den Luftkampf auf die Meere. Immer tödlichere Waffen - von Sturzkampfbombern und Jagdflugzeugen bis hin zu ballistischen Raketen - werden entwickelt, angetrieben von Technikbegeisterung, Ideologie und Machtgier. Die Luftwaffe wird im Zweiten Weltkrieg zum entscheidenden Faktor militärischer Schlagkraft. Hitler investiert enorme Ressourcen in die deutsche Kriegsmaschinerie. Der Bau moderner Flugzeuge und Raketen läuft auf Hochtouren - unter Einsatz von Zwangsarbeitern und mit menschenverachtenden Experimenten. Der französische Ingenieur Marcel Bloch, später bekannt unter dem Namen Dassault, baut für Frankreich moderne Flugzeuge, bis die deutschen Besatzer ihn ins KZ Buchenwald deportieren. Johannes Steinhoff, Pilot der Luftwaffe, kämpft auf deutscher Seite einen aussichtslosen Kampf. Am Ende überlebt er einen Absturz nur schwer verletzt. Steinhoff hat Glück im Unglück, Millionen andere Soldaten und Zivilisten nicht. Sogenannte Wunderwaffen wie der Düsenjäger Me 262 oder die Rakete V2 sollen die Wende für die Nazis bringen: Doch sie kommen zu spät, ihr Einsatz ändert nichts am Ausgang des Krieges. Deutschland kapituliert, während sich der Weltkrieg im Pazifik weiter zuspitzt. Von den Doppeldeckern und Ballons des Ersten Weltkrieges bis zu Drohnen und Hightech-Jets der Gegenwart - die militärische Luftfahrt hat Kriege verändert. Neue Technologien steigern Reichweite, Präzision und Zerstörungskraft - mit gravierenden Folgen für Soldaten und Zivilisten.
20:15
Mit den Atombombenabwürfen auf Japan beginnt 1945 das Atomzeitalter. Nuklearwaffen werden im Kalten Krieg zur globalen Bedrohung und zum zentralen Instrument der Abschreckung. Das Kräftemessen der Supermächte reicht bis ins All. Die Gefahr eines Atomkrieges rückt immer wieder bedrohlich nah. Stellvertreterkriege in Korea, Vietnam und Afghanistan zeigen: Auch ohne nukleare Eskalation fordern konventionelle Kriege zahllose Opfer. Im Koreakrieg setzen die USA die gleichen Bomber ein, die zuvor die Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki abgeworfen hatten. Bestückt sind sie aber mit konventionellen Bomben, die großflächig das Land verwüsten. Am Himmel über Korea liefern sich erstmals amerikanische und sowjetische Düsenjets erbitterte Kämpfe. Im Kalten Krieg wird die Atombombe zur steten Bedrohung. Die USA schicken nuklear bewaffnete B-52-Bomber rund um die Uhr in die Luft. Die Sowjetunion zieht mit eigenen Atomwaffen und Raketen nach. Im Rüstungswettlauf der Supermächte liefern US-Spionageflugzeuge wie die U-2 Informationen über die Arsenale des Gegners, bis 1960 eine U-2 abgeschossen wird. Aus Vietnam gehen erschütternde Bilder von Napalm-Einsätzen um die Welt. In Afghanistan statten die USA später die Mudschahedin mit schultergestützten Stinger-Raketen aus. Sie holen damit moderne sowjetische Kampfhubschrauber vom Himmel. Auch in Deutschland wird nukleare Einsatzbereitschaft trainiert. Bundeswehrpilot Wulf Beeck fliegt den F-104 Starfighter, berüchtigt für eine Unfallserie und einen Korruptionsskandal. Viele Maschinen stürzen ab. Beeck verliert Kameraden - und fliegt weiter. Mo Barrett, Offizierin der U.S. Air Force, erklärt am Beispiel der Berliner Luftbrücke, wie entscheidend die Wahl des richtigen Transportflugzeuges für den Erfolg einer militärischen Operation sein kann. Von den Doppeldeckern und Ballons des Ersten Weltkrieges bis zu Drohnen und Hightech-Jets der Gegenwart - die militärische Luftfahrt hat Kriege verändert. Neue Technologien steigern Reichweite, Präzision und Zerstörungskraft - mit gravierenden Folgen für Soldaten und Zivilisten.
21:00
In den 1990er-Jahren beginnt das Zeitalter der Hightech-Kriege. Der Tod aus der Luft kommt fast ohne Vorwarnung. Tarnkappenbomber, Lenkraketen und Drohnen prägen jetzt den Luftkrieg. Nach 9/11 bricht der "Krieg gegen den Terror" aus. Der Gegner ist keine Armee, sondern es sind flexible Netzwerke und Ideologien, die sich der konventionellen Kriegsführung entziehen. Technische und zahlenmäßige Überlegenheit sind kein Garant mehr für den Sieg. Moderne Tarnkappenflugzeuge, computergesteuerte Luftabwehr und der Einsatz von KI sollen militärische Ziele präzise erfassen und Angriffe abwehren. Noch treffen Menschen die Entscheidung zum tödlichen Angriff. Im Golfkrieg werden erstmals Raketen erfolgreich abgeschossen. Im Jugoslawienkrieg kommen Tarnkappenflugzeuge zum Einsatz, die vom Radar nicht erfasst werden können. Sogenannte Präzisionswaffen schüren Erwartungen an einen "sauberen Krieg" - doch der ist eine Illusion. Russland und die Ukraine schicken massenhaft Drohnen in den Einsatz - zur Aufklärung und für gezielte Angriffe. Dank moderner Luftabwehrsysteme kann sich die Ukraine gegen russische Raketen und Marschflugkörper verteidigen, die Wohngebiete und Infrastruktur angreifen. Trotzdem sterben auch in diesem Krieg täglich viele Menschen. "Saratsyn" lautet der Kampfname einer jungen Ukrainerin, die für ihr Land kämpft. Sie beginnt ihre Ausbildung zur Drohnenpilotin während des russischen Angriffskrieges und ist seither Teil der ukrainischen Luftwaffe. Ian Fritz dient als amerikanischer Soldat auf einem fliegenden "Gunship". Hoch in der Luft hört er Gespräche potenzieller Terroristen ab, um herauszufinden, ob und wo am Boden eine Gefahr droht. Von den Doppeldeckern und Ballons des Ersten Weltkrieges bis zu Drohnen und Hightech-Jets der Gegenwart - die militärische Luftfahrt hat Kriege verändert. Neue Technologien steigern Reichweite, Präzision und Zerstörungskraft - mit gravierenden Folgen für Soldaten und Zivilisten.
21:45
Es herrscht wieder Krieg in Europa. Russlands Angriff auf die Ukraine zeigt, dass die Fähigkeit zu konventioneller Kriegsführung in der Verteidigung eine Rolle spielt. Am Himmel bestimmen zukünftig Drohnen und moderne Kampfjets die Möglichkeiten, eine Attacke wirksam zu unterbinden. Luftüberlegenheit und die Abwehr von Attacken mit Gleitbomben und Raketen bestimmen die Überlegungen etwa der NATO. "Krieg der Zukunft - Schlacht über den Wolken" blickt auf die Herausforderungen für die Luftwaffe. Gerade ändert sich vieles. Drohnen beherrschen künftig den Luftraum. Aufgrund ihrer höheren Reichweite wird es kein sicheres Hinterland mehr geben. Zudem will die deutsche Regierung neue Mittelstreckenwaffen stationieren. Was unterscheidet diese neuen Waffen von denjenigen, die in den 1980er-Jahren in Deutschland stationiert wurden? Schützen sie, oder schaffen sie auch neue Gefahren? Die Hoffnung auf eine flächendeckende Luftabwehr wird immer wieder politisch gefordert, doch für Experten erscheint das als kaum finanzierbar. Was können Luftabwehrraketen für den Himmel über Deutschland leisten? Viele Militärexperten sind überzeugt, dass trotz Hightech-Ausrüstung, trotz besserer Schutzwesten, intelligenter Munition und sich automatisch selbst verteidigender Panzer ein nächster Krieg wieder "blutiger" verlaufen könnte als die Einsätze der letzten Jahrzehnte. Aber nicht allein die Anzahl moderner Waffen, sondern auch das strategische Geschick der militärischen Führung sei entscheidend darüber, wer künftige Kriege gewinnen könnte, sagen Militärexperten. Die Doku-Reihe "Krieg der Zukunft" blickt auf die Waffensysteme und Strategien, die in zukünftigen Auseinandersetzungen eine Rolle spielen können. Oder besser noch: so abschreckend wirken, dass es keine weiteren Kriege in Europa geben wird.
22:25
Europa ist beunruhigt. Wie bedrohlich ist Putins Armee? Die Militärs sind in Alarmbereitschaft. Jetzt wird wieder aufgerüstet - aber wie könnte er aussehen, der Krieg der Zukunft? Drohnen, künstliche Intelligenz, automatisierte Waffensysteme, beim Militär wird an ganz neuen Waffen gearbeitet. Das Schlachtfeld der Zukunft wird vom Computer aus gesteuert. Lassen sich so Kriege gewinnen? Worauf kommt es wirklich an? "Krieg der Zukunft - Kampf am Boden" blickt auf die Herausforderungen möglicher künftiger Landkriege. In den ersten Monaten des Ukrainekrieges wurden Tausende russische Panzer von modernen westlichen Panzerabwehrwaffen abgeschossen. Die russischen Panzer scheinen technisch überholt. Doch neue russische Modelle sind bereits in der Produktion. Darauf muss der Westen reagieren - mit neuen Panzern, mit noch besserem Schutz vor Lenkwaffen. Doch bis sie entwickelt und gebaut sind, kann es noch Jahre dauern. Die Kanonen der Artillerie haben im Ukrainekrieg wieder eine Bedeutung wie zuletzt in den beiden Weltkriegen. Auch in Schützengräben wird wieder gekämpft. Hoffnungen, dass moderne Waffen wie Drohnen weniger Soldaten an der Front erfordern, haben sich zerschlagen. Kompliziertere Waffen brauchen mehr Wartung und folglich mehr Personal. Absurderweise seien im modernen Krieg mehr Soldaten erforderlich als bisher, sagen Militärexperten. Die Bundeswehr bereitet sich intensiv auf mögliche Konflikte vor. Deutsche Soldaten üben am Polarkreis in Norwegen. In Litauen wird erstmals eine Garnison einer deutschen Brigade aufgebaut. Etwa 5000 deutsche Soldaten sollen dort stationiert werden. "Wenn wir sehen, dass wir laut unserer Analysten fünf bis acht Jahre Zeit haben, bis die russischen Streitkräfte sich so rekonstituiert haben, dass ein Angriff gegen das NATO-Territorium möglich wäre, (.) dann müssen wir in fünf Jahren fertig sein. Das ist 2029", sagt Generalinspekteur Carsten Breuer, der oberste Soldat der Bundeswehr. Die Doku-Reihe "Krieg der Zukunft" blickt auf die Waffensysteme und Strategien, die in zukünftigen Auseinandersetzungen eine Rolle spielen können. Oder besser noch: so abschreckend wirken, dass es keine weiteren Kriege in Europa geben wird.
23:10
Sie schweben nahezu lautlos über Städte, Landschaften und Grenzen hinweg: Drohnen. Sie stellen eine ganz neue Gefahr dar. Sie können aufklären, aber auch bewaffnet sein. Im Ukrainekrieg zeigt sich die tödliche Gefahr, die von Drohnen ausgeht. Seitdem sind auch die Militärs im Westen alarmiert. Jetzt wird nachgerüstet. Drohnen jeder Art stehen nun auch auf dem Einkaufszettel der Bundeswehr. Die Zeit drängt. Drohnenschwärme am Himmel über Westeuropa sind keine Dystopie mehr. In der Ukraine wandelte sich die Front vom Stellungskampf zum Drohnenkrieg. Drohnen unbekannter Herkunft überfliegen immer wieder deutsche Flughäfen und militärische Anlagen. Auf den Schlachtfeldern in der Ukraine jagen die Drohnen nicht mehr nur Panzer, sondern auch Menschen - unterstützt von künstlicher Intelligenz. Die deutschen Sicherheitskräfte rüsten auf: Welche technischen Möglichkeiten gibt es mittlerweile? Und können Jägerdrohnen ein Ausweg sein? Die ZDFinfo-Dokumentation "Krieg der Zukunft: Drohnen - Kampf der Maschinen" von Andreas Orth befasst sich mit einer neuen Technologie, die die Kriegsschauplätze der Zukunft bestimmen wird.
23:55
Was einst reine Science-Fiction war, rückt zunehmend in den Fokus globaler Machtpolitik: ein möglicher Krieg im Weltall. Wie gut ist die Bundeswehr auf solch ein Szenario vorbereitet? Anti-Satelliten-Tests, Cyberangriffe und die Militarisierung des Weltraums zeigen: Der nächste Krieg könnte weit über unseren Köpfen stattfinden. Die großen Mächte investieren schon jetzt Milliarden Dollar in die Aufrüstung des Orbits. Im Weltall hat ein neuer Machtkampf der Supermächte begonnen, der die moderne Kriegsführung verändern wird. Denn unser aller Alltag ist bereits jetzt von Satelliten abhängig - für Navigation, Kommunikation, Militär, aber auch für das Bankwesen und den Katastrophenschutz. Die Dokumentation zeigt, wie GPS-Störungen an Satellitenverbindungen im Ostseeraum bereits jetzt nahezu täglich erfolgen und dadurch den Schiffsverkehr behindern. Das All ist längst nicht mehr nur Schauplatz gemeinschaftlicher Forschung der Menschheit. Schon zahlreiche Raumfahrtvorhaben der Vergangenheit verfolgten militärische Ziele. Im Erdorbit kommen sich die Satelliten der Großmächte immer wieder gefährlich nahe. Auch Satelliten der Bundeswehr müssen Ausweichmanöver fliegen. Militärische Aufklärungssatelliten liefern in Echtzeit Bilder von Truppenbewegungen, während im Ukrainekrieg kommerzielle Satellitenbilder für Informationshoheit und Gefechtsführung schon jetzt entscheidende Bedeutung haben. Großmächte testen Anti-Satelliten-Raketen - mit gefährlichem Weltraumschrott als Nebenwirkung. Cyberattacken auf Bodenstationen sind an der Tagesordnung. Start-ups in Europa entwickeln neue Trägerraketen und Kleinsatelliten, um unabhängiger von Elon Musks Unternehmen SpaceX zu werden. Steuern wir auch hoch über den Wolken in einen neuen Rüstungswettlauf? Die ZDFinfo-Dokumentation "Krieg der Zukunft: Kampf im Weltall" von Andreas Orth zeigt neue Waffentechniken, die die Kriegsführung maßgeblich verändern.