17:15
Bolivien, 1980. Ein Ex-Nazi und ein Drogenbaron stürzen die Regierung und gründen den ersten Narcostaat der Geschichte. "Das Nazi-Kartell" enthüllt bislang unbekannte Verstrickungen. Im Mittelpunkt der dreiteiligen Doku-Serie stehen drei Männer: der berüchtigte NS-Kriegsverbrecher Klaus Barbie, der Geschäftsmann und Drogenhändler Roberto Suarez und der DEA-Undercoveragent Michael Levine, der den Dealern das Handwerk legen will. Der Kokainhandel ist heute eines der größten und gewaltigsten kriminellen Geschäfte der Welt. Südamerika und vor allem Bolivien und Kolumbien spielen dabei von Anfang an eine Schlüsselrolle. Die Verstrickungen zwischen Drogen, Kriminalität und Politik sind so machtvoll wie undurchsichtig. Die Geschichte beginnt 1979, als der US-amerikanische DEA-Agent Mike Levine nach Buenos Aires versetzt wird, um den Drogenhandel in Südamerika zu stoppen. Sein Undercover-Plan gegen Roberto Suarez, den "König des Kokains", scheint zunächst aufzugehen. Doch dann überschlagen sich die Ereignisse: Anstatt im Gefängnis zu landen, gelingt es dem Suarez-Clan immer erfolgreicher, die Strippen im Land zu ziehen. Im Juli 1980 kommt es in Bolivien zum "Kokainputsch" und infolge dessen zur grausamen Diktatur unter Präsident García Meza. Welche Rolle spielt der NS-Kriegsverbrecher Klaus Barbie dabei, der unter dem Decknamen Klaus Altmann eng mit Roberto Suarez zusammenarbeitet? Und kann es Mike Levine in dieser Situation trotzdem noch gelingen, seine Mission zum Ziel zu führen? Die dreiteilige Serie "Das Nazi-Kartell" erzählt die unglaubliche Geschichte eines berüchtigten Ex-Nazis und eines Drogenbarons, die im Jahre 1980 mithilfe eines Putsches den ersten Narcostaat der Geschichte erschaffen. Sie ebnen den Weg für die großen Kokain-Kartelle von Großdealern wie Pablo Escobar, deren Konflikte seither jedes Jahr Zehntausende von Menschen das Leben kosten.
18:00
Bolivien, 1980. Ein Ex-Nazi und ein Drogenbaron stürzen die Regierung und gründen den ersten Narcostaat der Geschichte. "Das Nazi-Kartell" enthüllt bislang unbekannte Verstrickungen. Im Mittelpunkt der dreiteiligen Doku-Serie stehen drei Männer: der berüchtigte NS-Kriegsverbrecher Klaus Barbie, der Geschäftsmann und Drogenhändler Roberto Suarez und der DEA-Undercoveragent Michael Levine, der den Dealern das Handwerk legen will. Der Kokainhandel ist heute eines der größten und gewaltigsten kriminellen Geschäfte der Welt. Südamerika und vor allem Bolivien und Kolumbien spielen dabei von Anfang an eine Schlüsselrolle. Die Verstrickungen zwischen Drogen, Kriminalität und Politik sind so machtvoll wie undurchsichtig. Nach dem Putsch vom Sommer 1980 ist Roberto Suarez auf dem Höhepunkt seines Erfolges: Sein Drogenhandel floriert weit über die bolivianischen Grenzen hinaus, die Militärdiktatur unter Präsident García Meza lässt ihm freie Hand. Entscheidender Strippenzieher ist sein enger Vertrauter Klaus Barbie, der als "Schlächter von Lyon" bekannt gewordene Ex-Nazi. Unter dem Decknamen Klaus Altmann hat er in Bolivien einen einflussreichen Machtapparat aufgebaut. Die von ihm kontrollierten "Novios de la Muerte" - die "Verlobten des Todes" - verbreiten als grausame Gruppe von Neonazi-Söldnern Angst und Schrecken im Land. Doch der internationale Druck, vor allem durch die USA, nimmt zu. Bolivien wird mehr und mehr isoliert. Wie lange kann sich das Regime noch halten, das den Drogenhandel von Suarez genauso schützt wie die falsche Identität Klaus Barbies? Und kann die Drogenbekämpfungsbehörde unter Mike Levine beweisen, dass die CIA schon viel früher involviert war als offiziell bekannt? Die dreiteilige Serie "Das Nazi-Kartell" erzählt die unglaubliche Geschichte eines berüchtigten Ex-Nazis und eines Drogenbarons, die im Jahre 1980 mithilfe eines Putsches den ersten Narcostaat der Geschichte erschaffen. Sie ebnen den Weg für die großen Kokain-Kartelle von Großdealern wie Pablo Escobar, deren Konflikte seither jedes Jahr Zehntausende von Menschen das Leben kosten.
18:45
Burger King verspricht leckere Burger vom offenen Feuer, angeblich auch vegan. Sebastian Lege deckt die Tricks von Burger King auf. Die Geschichte von einem Konzern voller Skandale. Berichte über Hygienemängel und miese Arbeitsbedingungen verhageln das Image des Burgergiganten. Gleichzeitig wirbt die Kette damit, keine Konservierungsstoffe einzusetzen. Kann das sein? Produktentwickler Sebastian Lege deckt auf und baut die "Chili Cheese Sauce" nach. Burger King ist eine der größten Fast-Food-Ketten der Welt. In knapp 18.000 Restaurants in 88 Ländern stehen Burger, Pommes und Shakes des selbst ernannten Buletten-Königs auf der Speisekarte. Über offener Flamme gegrillt, versprechen Whopper und Co. Burger-Feeling made in USA. Dabei war das Konzept des Giganten von Anfang an nichts Neues. Denn als Burger King seine erste Filiale eröffnete, war ein anderer längst da: McDonald's. Den entscheidenden Unterschied zur Konkurrenz soll eine Grillmaschine bringen: der "Insta-Broiler". Produktentwickler Sebastian Lege sieht sich die berühmte Grillmaschine von Burger King genauer an. Wie viel hat der "Insta-Broiler" noch mit klassischem Grillen zu tun? Burger King behauptet, in sämtlichen Produkten auf Konservierungsmittel zu verzichten. Ein Langzeitexperiment soll Klarheit schaffen. Auch die "Chili Cheese Sauce" will angeblich ohne Konservierungsstoffe auskommen. Produktentwickler Sebastian Lege zeigt, wie tief der Burger-Riese dafür in die Trickkiste der Lebensmittelindustrie greift. "Bigger. Better. Burger King.", so lautete einst der Slogan der Fast-Food-Kette. Bietet Burger King wirklich die größeren Portionen? Das finden die Reporter Lilly Temme und Florian Reza in Deutschland und in den USA heraus. Immer wieder gerät Burger King mit Skandalen um Hygienemängel und schlechte Arbeitsbedingungen in die Schlagzeilen. Was ist dran? Ein leitender Mitarbeiter gewährt einen Blick hinter die Kulissen und erklärt, was wirklich schiefläuft. Die Zukunft von Burger King ist vegan - zumindest scheint der Konzern hier besser aufgestellt zu sein als die Konkurrenz. Aber wie gut ist das vegane Angebot des Fleischspezialisten wirklich? Die "Food Stories" mit Sebastian Lege erzählen "Die Wahrheit über Burger King" und zeigen Aufstieg und Fall von einer der größten Fast-Food-Ketten der Welt.
19:30
Knoppers, Toffifee und nimm2 gehören alle zu einem deutschen Milliardenkonzern: Storck. Sebastian Lege zeigt, wie aus einer kleinen Bonbonmanufaktur ein Süßigkeitengigant wurde. Storck macht viel Umsatz mit etablierten und bekannten Marken. Aber auch günstige Eigenmarken werden von dem Unternehmen produziert. Sebastian Lege zeigt, was in den Produkten steckt. Storck zählt zu den dominierenden Unternehmen der deutschen Süßwarenindustrie. Aus einer kleinen Bonbonmanufaktur, gegründet 1903 im nordrhein-westfälischen Werther, entsteht innerhalb von Jahrzehnten ein internationaler Konzern mit Milliardenumsatz und 22 Standorten weltweit. Der frühe Erfolg basiert auf einer einfachen, aber damals innovativen Idee: einzeln verpackte Karamellbonbons. Der Ein-Pfennig-Riese legte den Grundstein für den Aufstieg des Unternehmens. Aus diesen wurden später die Riesen, die auch heute noch als reine Karamellversion oder mit Schokolade erfolgreich sind. Das Sortiment erweitert sich stetig, neben Knoppers, Toffifee, Merci und nimm2 stammen auch die bekannten Marken Werther's Original, Mamba und Dickmann's aus der Produktfamilie von Storck. Emotionale Werbung und verheißungsvolle Werbeversprechen bilden einen großen Teil des Erfolgs von Storck: Knoppers ist das "kleine Frühstück für zwischendurch", bei dem die meisten wohl den Werbeslogan "Morgens um halb zehn in Deutschland" im Kopf haben. Die Werbung verspricht ein gesundes Frühstück für die perfekte Pause. Doch wie viel gesunde Haselnüsse und Milch stecken wirklich in der Haselnussschnitte? nimm2 und die bekannten Lachgummis suggerieren gesundes Naschen durch zugesetzte Vitamine und Fruchtsaft. In den 1960er-Jahren war dies eine Neuheit und Besonderheit. Doch steckt dahinter mehr als ein reiner Marketingtrick? Toffifee steht für gemeinsamen Genuss der ganzen Familie. Mit Toffifee hat Storck ein Produkt im Sortiment, das nur schwer nachzumachen ist und deswegen wenig direkte Konkurrenz erfährt. Ein zentraler Erfolgsfaktor von Storck ist die enge Zusammenarbeit mit dem Discounter Aldi. Über die Tochterfirma WIHA produziert Storck seit Jahren zahlreiche Eigenmarken und No-Name-Produkte. Diese langfristige Partnerschaft sichert hohe Produktionsmengen, niedrige Kosten und wirtschaftliche Stabilität. Mit der Marke Moser-Roth bedient Storck zudem das Discounter-Premiumsegment bei Schokoladen. Ein Chocolatier nimmt die Discounter-Schokolade unter die Lupe und macht den Direktvergleich mit teurer Markenschokolade.
20:15
Wurst und Schinken seit 1834 - und heute Marktführer für pflanzlichen Fleischersatz: Produktentwickler Sebastian Lege deckt die Tricks von Rügenwalder Mühle auf. Rügenwalder Mühle ist ein norddeutsches Familienunternehmen - und dennoch in jedem Supermarktregal zu finden. Unterscheiden sich die Produkte überhaupt von der Massenware einer skandalreichen Branche - und wie gut ist das vegetarische und vegane Sortiment wirklich? Rügenwalder Teewurst hat die Marke mit der Mühle groß gemacht. Welches Geheimnis steckt hinter diesem Erfolgsprodukt - geniales Handwerk oder geschicktes Marketing? Die "besseresser" Lilly Temme und Florian Reza lüften die Tricks der Herstellung, und ein Metzgermeister zeigt, wie der beliebte Schinken Spicker handwerklich hergestellt wird. Kann Rügenwalder Mühle trotz seines Aufstiegs zum industriellen Großhersteller noch die Qualität abliefern, die der gute Ruf des Familienunternehmens verspricht? Als eines der ersten Unternehmen der Fleischindustrie hat Rügenwalder Mühle 2014 den Schritt in den Markt pflanzlicher Ersatzprodukte gewagt - mit umwerfendem Erfolg. Heute macht das Unternehmen mehr Umsatz mit seiner vegetarischen und veganen Sparte als mit Fleisch. Der einstige Teewurst-Spezialist ist zum Branchenprimus im umkämpften Markt der pflanzlichen Ersatzprodukte geworden. Klassische Wurstspezialitäten scheinen nach und nach aus dem Sortiment zu verschwinden. Produktentwickler Sebastian Lege will wissen, was in der veganen Wurst drinsteckt - und vor allem, warum sie so teuer ist. Können die aufwendig produzierten Ersatzprodukte geschmacklich mit Fleisch mithalten? Ein Blindtest mit Urlaubern auf der Insel Rügen gibt aufschlussreiche Eindrücke über die Qualität der Ersatzwürste. Abschließend klären Verbraucherschützer, Mediziner und Agrarwissenschaftler die Frage: Wie nachhaltig ist die "neue Pflanzlichkeit" von Rügenwalder Mühle wirklich? Was bringt die Ersatzwurst für Gesundheit, Tierschutz und Klima?
21:00
Müller gehört zu den 20 größten Molkereien der Welt. Wie wurde aus einer kleinen Dorfmolkerei ein internationaler Lebensmittelgigant? Und zu welchem Preis? Milch, Käse, Molkenpulver: Dahinter steckt die Unternehmensgruppe Theo Müller. Mehrere Millionen Liter Milch verarbeitet der Konzern täglich und macht damit Milliardenumsätze. Anhand von vier Produkten entschlüsselt der Film das Erfolgsgeheimnis von Müller. 1896 als kleine Dorfmolkerei in Aretsried gestartet, ist die Unternehmensgruppe Theo Müller heute ein Big Player auf dem internationalen Milchmarkt: mit 32.300 Beschäftigten, 17 Produktionsstandorten und einem Umsatz von mehr als 8,8 Milliarden Euro in 2022. Das Familienunternehmen steuert nahezu die gesamte Wertschöpfungskette aus eigener Hand - von der Verpackungsherstellung über die Lebensmittelproduktion bis hin zum Transport. Müller verarbeitet täglich nach eigenen Angaben rund 4.660.000 Kilogramm Rohmilch. Die Milcherzeugnisse, Fisch & Feinkost, Dressings und Soßen exportiert die Unternehmensgruppe heute in über 70 Länder - eine Erfolgsgeschichte "made in Germany". Doch die Unternehmensgruppe steht seit Jahren immer wieder in der Kritik. Der Vorwurf: Steuerflucht, Milchpreisdumping und Verbrauchertäuschung. Viele Produkte des Molkereiriesen sind im Alltag von Verbrauchern allgegenwärtig: als Käse auf der Pizza, Milch für den Kaffee, Snacksoße für den Burger oder Molkenpulver in Säuglingsnahrung. Wie gut die Produkte sind und welche Tricks dahinterstecken, zeigt Produktentwickler Sebastian Lege. Cashcow des Konzerns: die Müllermilch. Sie kam 1983 auf den Markt und war das erste haltbare Milchmischgetränk mit Geschmack. Noch heute steht die Müllermilch als Synonym für die Marke Müller. Ein Jahr später brachte das Unternehmen den Joghurt mit der Ecke heraus. Damals eine echte Innovation, wird der Knickbecher heute von Umweltorganisationen für den zusätzlichen Verpackungsmüll kritisiert. Produktentwickler Sebastian Lege lüftet außerdem das Geheimnis von Froop - einer Fruchtzubereitung, die als cremiger Joghurt mit feinem Fruchtpüree vermarktet wird. Und millionenfach verkauft: der Müller Milchreis. Seit Neuestem auch vegan. Schreibt das Unternehmen seine Geschichte neu?
21:45
"Captain Iglo" gilt als Werbeikone. Dank ihm ist Iglo zur beliebtesten Marke im Tiefkühlfach geworden. Sebastian Lege zeigt, mit welchen Tricks Iglo unser Vertrauen gewonnen hat. Kaum eine Marke steht so sehr für Tiefkühlgerichte wie Iglo. So gut wie jeder kennt die Fischstäbchen, den Spinat mit dem Blubb und das Schlemmerfilet. Sebastian Lege, Florian Reza und Lilly Temme lüften das Geheimnis von Iglos Erfolg. Die Geschichte von Iglo beginnt mit der Erfindung der Tiefkühlkost. 1912 reist der Entdecker und Geschäftsmann Clarence Birdseye in die nordamerikanische Arktis. Dort beobachtet er die Inuit, wie sie Fisch an der eiskalten Luft einfrieren. Das inspiriert ihn: Er erfindet den ersten Schockfroster. Damit friert er die ersten Lebensmittel so ein, dass sie nach dem Auftauen wieder fast genauso schmecken wie vorher. Die Tiefkühlindustrie ist geboren. Eines der ersten Tiefkühlprodukte: Fischstäbchen. Der Konzern Unilever steigt ein und übernimmt die Idee für Europa. Seit 1961 gibt es die berühmten Iglo-Fischstäbchen zu kaufen. Bis heute ist Iglo die beliebteste Marke für Tiefkühlfisch in Deutschland. Sind die Produkte wirklich so besonders? Produktentwickler Sebastian Lege zeigt, ob es Unterschiede zur Konkurrenz gibt und wie sie sich im Geschmackstest schlagen. Mit überraschendem Ergebnis. Eine frühe Erfolgsstrategie von Iglo: Es richtet seine Produkte an Kindern und Müttern aus. Das Unternehmen schafft es, eigentlich unbeliebte Lebensmittel wie Fisch selbst an die Kleinsten zu verkaufen. 1961 gelingt Iglo der nächste Coup: der Rahmspinat "mit dem Blubb". Vorher bitterer Spinat wird zum gesunden und leckeren Gemüse. Sebastian Lege zeigt, was eigentlich im Rahmspinat mit dem Klecks steckt. Denn Sahne allein sorgt nicht dafür, das beliebteste Tiefkühlgemüse Deutschlands zu werden. In den 1990er-Jahren stößt das Unternehmen auf neue Probleme. Die Kabeljau-Fischerei im Atlantik hat die Fischbestände an den Rand des Aussterbens gebracht. Ein neuer Fisch muss in die Panade. Der Alaska-Seelachs bildet seitdem die Basis für viele Iglo-Produkte. Mit dem neuen Fisch kommt auch ein neues Versprechen: Nachhaltig soll die Fischerei sein. Dafür gründet Unilever gemeinsam mit dem MSC eine neue Organisation: den Marine Stewardship Council (MSC). Das MSC-Siegel soll dafür sorgen, dass die Meere geschont werden. Die "besseresser" Lilly Temme und Florian Reza nehmen das Siegel unter die Lupe und finden heraus, was es wirklich bringt. In den frühen 2000ern geht es für Iglo turbulent weiter. Unilever trennt sich von der Marke, es folgen mehrere Verkäufe an andere Unternehmen. Mit den neuen Inhabern kommen auch neue Produkte: Unter dem Label "Green Cuisine" will Iglo mit vegetarischen und veganen Fertiggerichten neue Zielgruppen anlocken. Sebastian Lege vergleicht die neuen Produkte mit der bestehenden Konkurrenz. Dabei fällt auf: Vegetarische Iglo-Fertiggerichte sind oft nicht ganz ausgereift. Ein Grund dafür ist die komplizierte Entwicklung von neuen Fleisch- und Fischersatzprodukten. In Berlin zeigt Experte Adam Erdös, wie Fleischersatz entwickelt wird und warum das so schwierig ist.
22:30
Subway hat das Fast-Food-Prinzip revolutioniert: mit individuell belegten Sandwiches und angeblich immer frischen Zutaten. Produktentwickler Sebastian Lege deckt die Tricks von Subway auf. Einst die größte Fast-Food-Kette der Welt, prägen Subway seit 2015 Konflikte, Pleiten und Skandale. Die Sandwiches sind längst nicht so gesund, wie die Werbung verspricht. Die Reporter Lilly Temme und Florian Reza testen das Angebot in Deutschland und in den USA. Subway war lange Zeit der unterschätzte Riese der Fast-Food-Ketten. Aus einem kleinen Sandwichgeschäft in Bridgeport, Connecticut, hat Gründer Fred DeLuca das zeitweise größte Food-Franchise der Welt geschaffen. Mit dem Claim "Eat fresh" eroberte Subway die Innenstädte auf dem gesamten Globus. Gesundes Fast Food war in den frühen Neunzigern die perfekte Nische, um schnell erfolgreich zu werden. Chicken Teriyaki ist das mit Abstand beliebteste Subway-Sandwich in Deutschland. Ist das magere Fast Food wirklich so gesund und frisch, wie es aussieht? Produktentwickler Sebastian Lege baut das Chicken-Teriyaki-Sandwich von Subway nach - und muss dafür tief in die Trickkiste der Lebensmittelindustrie greifen. Die Reporter Lilly Temme und Florian Reza nehmen das Angebot von Subway in Deutschland und in den USA unter die Lupe. Sie finden heraus: Qualität und Preis unterscheiden sich von Filiale zu Filiale. Obwohl ein genauer Leitfaden dafür sorgen soll, dass immer die gleiche Menge Zutaten auf den Sandwiches landet. Subways Franchisesystem ist auf aggressive Expansion ausgelegt. Mit weitreichenden Folgen: Heute schließen Tausende Filialen pro Jahr. Wie kommt das? Und wie geht es den Betreibern? Ein ehemaliger Franchisenehmer berichtet. Subway steckt in der Krise. Lange Wartezeiten, fehlende Zutaten und falsche Bestellungen stehen an der Tagesordnung. In Deutschland gibt es rund 700 Subway-Restaurants mit circa 7000 Angestellten. Sie sind häufig allein oder zu zweit hinter der Theke. Wie wirkt sich das auf die Arbeit aus? Eine Insiderin packt aus.
23:15
Haribo ist ein deutsches Familienunternehmen mit weltweitem Erfolg. Die Süßigkeiten werden in über 100 Ländern verkauft. Zu welchem Preis? Die Wahrheit über Haribo mit Sebastian Lege. "Haribo macht Kinder froh und Erwachsene ebenso." Den Werbejingle kennt fast jeder. Nicht so bekannt sind die Entscheider hinter der Marke. Wie tickt das Familienunternehmen, und wie gut sind Gummibären, Lakritzschnecken und Co. wirklich? Haribo, benannt nach seinem Gründer Hans Riegel aus Bonn, ist ein Familienunternehmen in dritter Generation. Der Goldbär hat Haribo zum Weltmarktführer gemacht. Heute erwirtschaftet der Konzern schätzungsweise drei Milliarden Euro Umsatz im Jahr. Über 1000 Produkte führt Haribo in seinem Sortiment. Der Goldbär ist das Aushängeschild des Unternehmens. Scheint ihr Schatz in Gefahr zu sein, geht Haribo sofort in die Offensive. Hinter dem süßen Goldbären-Image verbirgt sich ein Süßwarenkonzern, der seine Markenrechte unerbittlich verteidigt. "Vor allem Qualität" - diesen Leitsatz verfolgt Haribo seit Jahrzehnten. Aber: Wie gut sind die Rohstoffe, die Haribo verwendet, wirklich? Produktentwickler Sebastian Lege klärt auf. Das goldene Image von Haribo schien jahrelang unantastbar. Die Fassade bröckelt: Diskussionen um Inhaltsstoffe wie Carnauba-Wachs, das unter harten Arbeitsbedingungen in Brasilien gewonnen wird, kratzen am Image des Konzerns. Auch in Deutschland ist das Leben für die Mitarbeiter von Haribo nicht immer süß. Im November 2020 verkündet Haribo die Schließung des Werks in Wilkau-Haßlau. Haribo nennt mangelnde Rentabilität als Grund. Das Werk erfülle nicht die Anforderungen, um zu gewährleisten, dass Haribo auch in Zukunft Nummer eins bleibe. 150 Mitarbeiter sind von der Schließung betroffen und protestieren. Bis in den Bundestag schafft es das Thema und wirft kein gutes Licht auf den Konzern. Wie weit geht das Unternehmen für den Profit? Nach Jahrzehnten des Goldbären-Siegeszuges wirft "besseresser: Die Wahrheit über Haribo" einen Blick hinter die Fassade - in eine Welt aus Konkurrenzkämpfen und Rohstoffskandalen. Welche Geheimnisse verbirgt das Süßwarenreich?