16:35
Interpol: ein komplexer Apparat zur Bekämpfung schwerster Verbrechen. Die größte Polizeiorganisation der Welt wird von einem Deutschen geleitet und steht vor immensen Herausforderungen. Die Behörde mit Sitz in Lyon ermittelt nicht selbst vor Ort, sondern vernetzt die Informationen, schreibt Fahndungen aus und sichert den schnellen Austausch von Daten zwischen den Staaten. Zunehmend im Fokus: mafiöse Strukturen der Cyberkriminalität. 194 Länder beteiligen sich an dieser einzigartigen Organisation und wollen so sicherstellen, dass Verbrecher sich an keinem Ort sicher fühlen können. So auch bei einem der spektakulärsten Erfolge: Ein brutaler, vielfacher Sexualstraftäter in Thailand hatte auf Fotos sein Gesicht elektronisch unkenntlich gemacht. Spezialisten des Bundeskriminalamtes in Wiesbaden gelang die Decodierung, der Kanadier wurde nur zehn Tage später gefasst. Auch die als "RAF-Rentner" bekannten drei deutschen Terroristen stehen bei Interpol auf den Fahndungslisten, bis heute ist es ein Rätsel, wo sie sich aufhalten. Doch Jürgen Stock, der Generalsekretär von Interpol, ist sich sicher: "Früher oder später werden wir sie kriegen." Die größte Gefahr unserer Zeit lauert im Netz. Die kalabrische Mafia 'Ndrangheta, geschätzter Jahresumsatz 54 Milliarden Euro, unterwandert inzwischen weltweit Konzerne. Extremistische Gruppen vernetzen sich und radikalisieren sich unerkannt. Das Darknet stellt für Interpol und seine Partner wie das BKA eine immense Herausforderung dar. Umstritten ist die Finanzierung der Behörde: Sie wurde nicht unerheblich von Großspenden, zum Beispiel Konzernen, unterstützt. Für Schlagzeilen sorgte 2013 die Zahlung von 20 Millionen Euro von der FIFA an Interpol. Um die Unabhängigkeit seines Apparates sicherzustellen, änderte Stock zwischenzeitlich diese Praxis, die Mitgliedsländer müssen gemäß ihrer Wirtschaftsstärke Beiträge entrichten. Interpol hat aber noch ein anderes, ein politisches Problem: Autoritäre Staaten wie China, Russland oder die Türkei nutzen das Netzwerk Interpol gelegentlich, um Regimekritiker zu verfolgen.
17:20
2019: Ein Paar aus Massachusetts wird Opfer von Drohungen und bizarren Lieferungen. Dahinter steckt ein unglaublicher Stalking-Skandal, in den der Online-Marktplatz eBay verwickelt ist. Spinnen, Kakerlaken und eine blutige Schweinemaske per Post: Das Ehepaar Ina und David Steiner wird monatelang terrorisiert und online verfolgt. Die Belästigungen eskalieren. Der erste Teil der dreiteiligen Dokumentation zeigt, welche Einschüchterungsmethoden das Blogger-Paar erlebt: anonyme Twitter-Nachrichten und Drohungen, Pakete mit lebenden Tieren und einem Schweinefötus, zahlreiche Pizza-Bestellungen. Ina und David Steiner berichten seit 1990 in ihrem Onlinemagazin "EcommerceBytes" über Händlerplattformen wie Amazon, eBay und Etsy. Sie geben Verkäufern Tipps und kennen die Branche. Alles beginnt mit einem kritischen Blog-Artikel über den eBay-Konzern. Unerwünschte Pizza-Lieferungen in der Nacht, Einladungen zum Hausflohmarkt, den es gar nicht gibt: Was wie ein Dumme-Jungen-Streich beginnt, entwickelt sich zu einem der spektakulärsten Cybermobbing-Fälle, in dessen Zentrum zwei Blogger und eBay stehen.
17:45
Das Ehepaar Ina und David Steiner schaltet die Polizei ein. Das FBI übernimmt den Fall. Schockierende Vorwürfe gegen ehemalige eBay-Mitarbeiter werden laut. 2019 wird eine perfide Belästigungskampagne in den USA publik: Mitarbeiter des eBay-Konzerns gehen mit mafiaähnlichen Methoden gegen ein Blogger-Paar vor. Der zweite Teil der dreiteiligen Dokumentation befasst sich auch mit der Geschichte der E-Commerce-Plattform eBay. Die Möglichkeit zum weltweiten Handel macht den Online-Marktplatz zu einer der beliebtesten Webseiten. Wie wurde eBay erfolgreich? Das US-amerikanische Unternehmen wird 1995 unter dem Namen "AuctionWeb" von dem Programmierer Pierre Omidyar gegründet. Damals noch als "Flohmarkt im Internet", auf dem gebrauchte Gegenstände weiterverkauft werden können. Das Unternehmen setzt erst später auf Auktionen und wird milliardenschwer. Unerwünschte Pizza-Lieferungen in der Nacht, Einladungen zum Hausflohmarkt, den es gar nicht gibt: Was wie ein Dumme-Jungen-Streich beginnt, entwickelt sich zu einem der spektakulärsten Cybermobbing-Fälle, in dessen Zentrum zwei Blogger und eBay stehen.
18:15
Der eBay-Skandal eBay gerät 2019 durch einen Großinvestor unter Druck. Das Unternehmen entscheidet sich, gegen Kritiker vorzugehen - Mitarbeitende machen dafür auch vor kriminellen Methoden nicht halt. eBay-Beschäftigte sollen das Blogger-Ehepaar Steiner tyrannisiert und eingeschüchtert haben. Der Skandal erschüttert die E-Commerce-Plattform nachhaltig. Der dritte Teil der dreiteiligen Dokumentation rekonstruiert die Hintergründe des Cyberstalking-Skandals und zeigt die Auswirkungen auf das Leben von Ina und David Steiner. FBI-Ermittler schildern, wie sie den ehemaligen eBay-Mitarbeitern auf die Schliche gekommen sind. Diese wollten das Paar wegen seines kritischen Blogs mobben. Ein sechsköpfiges Team um den damaligen Leiter der Sicherheitsabteilung hatte den perfiden Plan geschmiedet. Unerwünschte Pizza-Lieferungen in der Nacht, Einladungen zum Hausflohmarkt, den es gar nicht gibt: Was wie ein Dumme-Jungen-Streich beginnt, entwickelt sich zu einem der spektakulärsten Cybermobbing-Fälle, in dessen Zentrum zwei Blogger und eBay stehen.
18:45
Filler, Botox, knallharte Sportroutinen und riskante OPs. Frauen gehen sehr weit für ihre Schönheit in Zeiten, in denen der Druck, endlich perfekt auszusehen, nie größer war. Schöner, glatter, dünner - der Druck, perfekt zu sein, bestimmt das Leben vieler Frauen. Nie gab es mehr Schönheitseingriffe als heute. Die Doku begleitet Frauen, die teils große Risiken eingehen und viel Zeit und Geld investieren, um ihren Körper zu optimieren. In einer Welt, in der Social Media zum Alltag gehört und die Grenzen zwischen realen und künstlich veränderten Menschen und Bildern verschwimmen, stehen vor allem junge Frauen unter dem Druck, unerreichbaren Idealen von Schönheit zu entsprechen. Die Dokumentation "Make me beautiful - Perfekt um jeden Preis" zeigt, wie gesellschaftliche Erwartungen, Medien, Unternehmen und Social Media das Selbstbild einer ganzen Generation prägen - und wie weit die Frauen bereit sind, im Namen der Schönheit zu gehen. Den Wunsch, schön zu sein, teilen alle Protagonistinnen des Films. Paula, eine junge Sportinfluencerin in den Startlöchern ihrer Social-Media-Karriere, versucht, dem perfekten Fitness-Ideal zu entsprechen, und geht dabei streng mit sich ins Gericht, wenn mal eine Trainingseinheit ausfallen muss. Reality-TV-Star Melody nimmt gefährliche Operationen in Kauf, um ihr Aussehen immer weiter zu optimieren. Für sie ist der Weg zum "perfekten Körper" ein nie endender Prozess. Alexandra und ihre Freundinnen zeigen, wie selbstverständlich Botox und andere kosmetische Eingriffe für sie zum Alltag gehören. Die 15-jährige Influencerin Isi erfährt beim Arztbesuch von den dramatischen Konsequenzen der zahlreichen Produkte, die sie in ihren Pflegeroutinen verwendet. Die Protagonistinnen sprechen offen über ihren Alltag, ihre Routinen und Grenzerfahrungen. Sie zeigen, was sie im Namen der eigenen Optimierung tun. Sie erzählen, warum. Und sie sagen selbst, was sie daran begeistert und wo sie ins Grübeln kommen. Kein Erklärstück, keine Einordnung von oben, sondern echte Geschichten aus einer Welt, in der Schönheit für viele zum Teil der Identität geworden ist. Der Film stellt die Frage, welchen Preis wir bereit sind zu zahlen, um den Schönheitsidealen der modernen Gesellschaft so nah wie möglich zu kommen.
19:30
Ihr Ziel: der perfekte männliche Körper. Ihr Preis: Schmerzen, Kosten, die eigene Gesundheit. Männer tun viel für ihren starken Wunsch nach Schönheit. Sie unterwerfen ihr Leben einem Trainingsplan. Lassen sich für 100.000 Euro die Beine brechen. Verdicken ihren Penis. Spritzen sich illegale Substanzen oder werden Looksmaxxer auf Social Media. Groß, stark, perfekt - der harte Weg zu maximaler Männlichkeit. "Ich will einfach der Typ mit den dicksten Muskeln sein", beschreibt Maik den Antrieb für seinen Lebenstraum: als Bodybuilder bei Mr. Olympia zu starten. Diesem Traum ordnet er alles unter: aufstehen um 5:30 Uhr, sieben festgelegte Mahlzeiten pro Tag, über 30 Supplements, zweieinhalb Stunden Krafttraining. Für den 16-jährigen Soufian ist gutes Aussehen der Schlüssel zu Erfolg und Beliebtheit: Als Looksmaxxer tauscht er sich auf Social Media mit anderen jungen Männern aus. Lässt sich von der Community oder einer App bewerten, wobei die Skala von "Subhuman" bis "Chad" geht. Jede Körperpartie, vom Winkel der Augen bis zum Abstand zwischen Ohr und Kieferknochen, hat dabei einen Idealwert, den es zu erreichen gilt. Nachhelfen können Looksmaxxer mit Aminosäuren, Wachstumshormonen, dem Malträtieren ihres Wangenknochens mit einem Hammer und natürlich zahlreichen als Softmaxxing und lange weiblich geltenden Schönheitsmaßnahmen wie Skincare, Botox und Co. Alex leidet unter seiner Körpergröße und verlängert für viel Geld und mit monatelangen Einschränkungen seiner Beweglichkeit schon zum zweiten Mal seine Beine. Auch vor dem Penis macht die Selbstoptimierung nicht Halt: Er soll länger und dicker werden. Die Nachfrage nach ästhetischer Intimchirurgie steigt stetig. Was ist das Idealbild eines attraktiven Mannes, woher kommt es, und warum sind junge Männer auf einmal bereit, für dieses Ideal bis zur Schmerzgrenze und darüber hinauszugehen? Von der Balance zwischen attraktivem Äußeren als Lifestyle und extremen Eingriffen in den eigenen Körper auf der Suche nach Perfektion erzählt der Film "Make me beautiful".
20:15
Die einen wollen friedlich feiern, andere die Sau rauslassen. Damit das Nachtleben nicht aus den Fugen gerät, wachen Türsteher vor den Klubs. Ein stressiger Job für die Experten. Dem müssen sich Rafael, Sandra und ihr Team bei der Großraumdiskothek E-Dry in Geldern stellen. An diesem Abend werden 3000 Gäste erwartet, die in der Regel viel Alkohol konsumieren. Vom Team hängt ab, ob es in dieser Nacht ruhig bleibt oder Stress gibt. "Ohne uns geht es in fast keinem Lokal mehr", sagt ein Türsteher. "Bedienungen können sich nicht wehren und viele Gäste auch nicht, wenn es eskaliert. Ein erfahrener Türsteher erkennt Problemklientel schon von Weitem. Wir sind gleichzeitig Sozialarbeiter, Psychologen, Pfarrer und Hellseher. Ohne Menschenkenntnis ist man in dem Job völlig falsch." Das bestätigt auch die Soziologin Dr. Christine Preiser vom Universitätsklinikum Tübingen, die ihre Doktorarbeit über die Arbeit von Türstehern schrieb. "Man braucht eine gewisse Geduld, man braucht eine gewisse Abenteuerlust, man braucht auch ein dickes Fell, weil man ja auch jede Nacht mit Hunderten von Menschen zu tun hat, die alle so ein bisschen drüber sind. Dafür ist nicht jeder gemacht. Die Türsteher müssen Freude haben, mit Konflikten auch umzugehen. Und natürlich muss man auch mit seinen eigenen Gefühlen gut umgehen können. Wenn ich mich zu schnell anzünden lasse davon, was andere machen, dann bin ich nicht für jeden Klub geeignet, an dem ich arbeite." In dieser Folge bereiten sich Rafael, Rainer und Sandra samt ihrem Team auf eine lange Halloween-Party im E-Dry vor. Bis zu 3000 Gäste werden erwartet, und bei solchen Veranstaltungen fließt in der Regel viel Alkohol. Das Bootshaus in Köln wird regelmäßig in die Top Ten der besten Klubs der Welt gewählt - ein Ruf, den Andrea Giarrizzo an der Tür Nacht für Nacht rechtfertigen muss. Genauso wie Anke Henkel, die in Kaiserslautern vor dem Klub Markthalle arbeitet. Das Publikum ist sehr international - auch durch viele amerikanische Gäste, denn die US-Airbase Ramstein liegt nur wenige Kilometer entfernt. Insgesamt leben in der Region um Kaiserslautern rund 50.000 Amerikaner einschließlich ihrer Familien. Mirko Ferenczy hat es im Frankfurter Bahnhofsviertel immer wieder mit speziellen Krawallbrüdern zu tun. "Die Sitten sind rauer geworden, die Hemmschwelle, zuzuschlagen, ist deutlich gesunken." Die zweiteilige Dokumentation taucht ein in die Welt der deutschsprachigen Türsteher- und Klubszene. Ein seltener Einblick in eine Arbeitswelt von Menschen, die sich nicht gerne in die Karten und hinter die Kulissen schauen lassen. Wer sind die Spezialisten, die "die Tür machen"? Wie wählen sie die Gäste aus? Mit welchen psychologischen Tricks vermeiden sie Konflikte vor dem Etablissement?
21:00
In der Großraumdiskothek E-Dry in Geldern steigt mit jeder Stunde nicht nur die Stimmung, sondern bei den Gästen auch der Alkoholpegel. Immer häufiger müssen die Türsteher Gäste rausfischen. In München wird gepflegter gefeiert. Im Nobelklub P1 lagern Champagnerflaschen im Wert von fast 100.000 Euro. Ein Vorrat, der jede Woche aufgefüllt werden muss. Und bei einem Musikfestival im Heide Park Soltau muss das Security-Team 30.000 Menschen im Blick haben. Der Alltag und die Herausforderungen für die Türsteher sind so unterschiedlich wie die Klubs und Locations, bei denen sie arbeiten. In Kaiserslautern arbeitet Deutschlands bekannteste Türsteherin: Anke Henkel. Die 1,82 Meter große ehemalige Kampfsportlerin wacht über die Tür des Klubs Markthalle. Ihr Spitzname ist die "Schwarze Göttin", und sie sagt von sich: "Ich liebe die Arbeit in der Nacht. Hier kann ich so sein, wie ich will." In Geldern, kurz vor der Grenze zu den Niederlanden, lockt die Großraumdiskothek E-Dry jedes Wochenende Tausende von Partygästen an. Auf vier Tanzfloors wird bis in die frühen Morgenstunden gefeiert. Viel Arbeit für Rafael, Rainer und Sandra vom Services Sicherheitsdienst. Mit einem Team aus 14 Kolleginnen und Kollegen versuchen sie, die Feierwütigen im Auge zu behalten: "Wenn der Alkoholpegel steigt, ist das wie ein Flohzirkus. Man muss die Flöhe beieinanderhalten und so ein bisschen für Ruhe sorgen." Ein ganz anderes Klientel bekommt Tom, Spitzname "Hammer", Nacht für Nacht in München zu sehen. Der 38-Jährige arbeitet als Türsteher vor dem P1, der berühmten Promi-Diskothek ganz in der Nähe vom Englischen Garten. Für ihn ein Traumjob. "Für mich ist es eine erfolgreiche Nacht, wenn die Gäste die perfekte Party haben und beim Rausgehen vom Abend schwärmen." Auch Mirko Ferenczy liebt seinen Job - obwohl sein Revier gegensätzlicher kaum sein könnte. Denn der 44-Jährige "bewacht" die Türen verschiedener Klubs im Frankfurter Bahnhofsviertel und Sachsenhausen. "Es ist schlimm, wie wenig Respekt die Youngster haben und einfach losprügeln", so Ferenczy. "Es ist nicht leicht, die Leute zu filtern. Dazu gehört Erfahrung und Menschenkenntnis. Wer schon völlig betrunken ist, will nicht hören und nach Hause gehen. Zuschlagen geht auch nicht, sonst bekommen wir eine Anzeige." Erst, wenn ein Türsteher selbst tätlich angegriffen werde, gebe es "ne Schelle mit der flachen Hand". So weit kommt es im Alltag von Philipp und Vanessa selten. Die beiden leiten den Südwestfälischen Sicherheitsdienst. Sie werden für viele Veranstaltungen gebucht. Dieses Mal wartet eine besondere Herausforderung auf sie: Im Heidepark Soltau findet an einem Wochenende ein großes Musikfestival auf dem Gelände des Freizeitparks statt. 30.000 Zuschauer werden erwartet. Eine Herkulesaufgabe für das Sicherheitsteam, das durch Ereignisse wie auf der Loveparade in Duisburg besonders sensibilisiert ist.
21:45
Wenn es um Penisse geht, heißt es oft: je größer, desto besser. Aber ist das wirklich so? Die Zuschauer lernen in diesem Film Männer kennen, denen ihr XXL-Gemächt das Leben zur Hölle macht. 13,5 Zentimeter misst ein durchschnittlicher erigierter Penis. Männer, die erheblich über diesem Maß liegen, werden oft fetischisiert oder verspottet. Erfahrungen, die Fußballtrainer Scott, Künstler Joe und Cambridge-Absolvent Matt täglich machen. Das Geschlechtsorgan des 35-jährigen Scott misst stolze 24 Zentimeter. Er leidet unter den ständigen Sprüchen und Witzen seiner Mannschaftskollegen. Auch bei der Partnersuche ist sein Riesenpenis für ihn eher Fluch als Segen. Ähnlich geht es dem 22-jährigen Joe, der aufgrund seiner Penisgröße sogar schon Job-Absagen erhalten hat. Zu obszön sei der Anblick der Beule in seiner Hose. Doch Joe beschließt, das Beste aus seiner Situation zu machen, und geht in die Offensive. Das beste Stück von Cambridge-Absolvent Matt misst im erigierten Zustand fast 27 Zentimeter. Zu viel, findet Matt, und zieht eine Penis-Verkleinerung in Erwägung. Doch sind die zu erwartenden Vorteile wirklich das hohe Operationsrisiko wert? Die Zuschauer lernen auch Bonnie kennen, die sich selbst als "Size Queen" bezeichnet. Sie hat eine ausgeprägte Vorliebe für XXL-Penisse und setzt diese gerne in Amateur-Pornos in Szene. Wird ihr neuer Co-Star Andy, ein ehemaliger Klempner, Bonnies große Erwartungen erfüllen? Auch YouTuber Cam hat leidvolle Erfahrungen mit der Fetischisierung schwarzer Männer und ihrer Geschlechtsorgane gemacht. Bei der Recherche für ein Aufklärungsvideo über das "Big Black Cock"-Phänomen wagt er sich auf eine Stripshow, bei der ausschließlich schwarze Männer auf der Bühne stehen.
22:30
Mit frauenverachtenden Aussagen erreicht Andrew Tate Millionen Follower. Wie ist der rasante Aufstieg des umstrittenen Internetstars zu erklären? Wer zieht im Hintergrund die Fäden? Zwei Jahre lang recherchiert Reporter Matt Shea in Tates Online-Netzwerk "The War Room". Er spricht mit ehemaligen Mitgliedern und Mitarbeitern von Tate und mit Frauen, die auf die Betrugsmasche hereingefallen sind. Und enttarnt den mutmaßlichen Kopf des Netzwerks. Iggy Semmelweis (bürgerlicher Name: Miles Sonkin) steht offenbar an der Spitze des "War Room", wo zahlende Mitglieder lernen, Frauen zu manipulieren und zum Drehen von Sexvideos zu zwingen. Der BBC liegen 12.000 Seiten Chatprotokolle aus dem War Room vor. Daraus geht hervor, dass Iggy neue Mitglieder gezielt kontaktiert, um ihnen anhand von Büchern und Onlinekursen beizubringen, Frauen gefügig zu machen. Dabei scheint es einen fest vorgeschriebenen Ablauf zu geben, wie zwei betroffene Frauen bestätigen: Zunächst wird den Frauen eine romantische Beziehung vorgegaukelt, anschließend werden sie sozial isoliert, dürfen Freunde und Familie nicht mehr sehen und werden dazu überredet, sich als Zeichen der ultimativen Loyalität den Namen des Mannes tätowieren zu lassen. Sind die Frauen schließlich in die gewünschte Abhängigkeit geraten, werden sie zur Sexarbeit genötigt, wobei die Gewinne aus dem Webcam-Business größtenteils oder ganz an die Männer fließen. Andrew Tate und sein Bruder werden im Dezember 2022 in Rumänien wegen Vergewaltigung, Menschenhandels und Bildung einer kriminellen Organisation angeklagt. Trotz der laufenden Ermittlungen reisen sie im Februar 2025 in die USA aus. Dort ermittelt nun auch die Staatsanwaltschaft in Florida gegen die Brüder. Muss sich Iggy Semmelweis als mutmaßlicher Drahtzieher ebenfalls verantworten?
23:15
Nackte Haut fürs Netz, zu Hause produziert: Auf OnlyFans bieten Frauen Fotos und Videos an - in der Hoffnung auf leicht verdientes Geld. Doch sie müssen auch viel Hass und Häme ertragen. So wie Betty, Barty, Manon und Noochka: Sie liefern ihren Abonnenten aber nicht nur täglich freizügigen erotischen Content. Sie reagieren auch auf Sonderwünsche ihrer Topabonnenten. Die Grenzen, was dabei geht und was nicht, bestimmen sie selbst. Für die 27 Jahre alte Barty kommt die Plattform OnlyFans gelegen, als sie arbeitslos ist und dringend Geld braucht. Die in der Regel männlichen Abonnenten zahlen zwischen rund fünf bis fünfzig US-Dollar pro Monat, um auf die Inhalte zugreifen zu können. Die zumeist weiblichen Creators können den Betrag teilweise selbst festlegen. Allerdings liegen die Einnahmen Schätzungen zufolge bei Durchschnitts-Performern bei nur rund 180 US-Dollar pro Monat. OnlyFans berechnet eine Provision von 20 Prozent aller Einnahmen, die ein Creator über die Plattform erzielt; die restlichen 80 Prozent gehen an den Inhaber des Accounts, die anschließend versteuert werden. Es gilt: Je mehr Abonnenten, desto rentabler der Account. Und die Kunden müssen bei der Stange gehalten werden: mit regelmäßigen Posts. Das Angebot reicht dabei von Fotos in Spitzenunterwäsche bis hin zu Livestreams oder Pay-per-View-Content. Doch nur sehr prominente OnlyFans-Accounts können Einnahmen in Millionenhöhe verbuchen. Nicht allen Online-Sexarbeiterinnen geht es vorrangig um Geld. Bei einigen der Frauen steckt der Wunsch dahinter, die Deutungshoheit über den eigenen Körper zurückzugewinnen oder ein tiefsitzendes Trauma zu verarbeiten. Betty, Barty, Anaïs, Manon und Noochka erzählen offen über ihre Arbeit auf OnlyFans, ihre Beweggründe, das Verhältnis zu ihren Familien und zu den Kunden.