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TV Programm für ZDFinfo am 04.11.2026

Countdown zum Zweiten Weltkrieg 04:10

Countdown zum Zweiten Weltkrieg: Höllenfahrt - April bis August 1939

Geschichte

Am 1. Mai 1939 finden in Hamburg, Wien und Berlin Maifeiern statt. Am Brandenburger Tor marschiert eine Abordnung der "Deutschen Arbeitsfront" auf und wird dort in Farbe gedreht. Auf Gedeih und Verderb sei man aufeinander angewiesen, erklärt Hitler in seiner Rede zum Tag der Arbeit - und erhält dafür frenetischen Beifall. Am 14. Mai besichtigt der Diktator den "Westwall" an der Grenze zu Frankreich - eine deutliche Demonstration. Am 22. Mai unterzeichnen die Außenminister Italiens und Nazideutschlands ein Militärabkommen, den sogenannten Stahlpakt. Ende Mai intensiviert das Propagandaministerium die Polemik gegen Polen und Großbritannien. Die "Legion Condor" kehrt aus dem spanischen Bürgerkrieg zurück und wird am 6. Juni mit einer Parade in Berlin geehrt. In Danzig veranstalten die Nazis eine "Gau-Kulturwoche" und heizen die Stimmung in der Stadt weiter an. Die Kriegsvorbereitungen laufen auf Hochtouren. Sechs Millionen Deutsche sind für den Ernstfall einsatzbereit. Adolf Hitler kehrt aus der Sommerfrische auf dem Obersalzberg nach Berlin zurück und führt in der Reichskanzlei Gespräche mit Militärs und Diplomaten. Schließlich entscheidet der Diktator, dass der Krieg am 1. September beginnen soll. Ein von der SS inszenierter Zwischenfall am Sender Gleiwitz soll einen Vorwand zum Losschlagen liefern. In Danzig ist das Schulschiff "Schleswig-Holstein" eingetroffen, das mit der Beschießung des polnischen Munitionsdepots auf der Westerplatte das Zeichen zum Angriff geben wird.

Fall Barbarossa - Zeugnisse aus dem Vernichtungskrieg 04:55

Fall Barbarossa - Zeugnisse aus dem Vernichtungskrieg

Geschichte

"Fall Barbarossa" - unter diesem Tarnnamen plante Hitler den "Vernichtungskrieg" gegen die Sowjetunion, der im Juni 1941 begann. Wie erlebten ihn die Menschen auf beiden Seiten der Front? In Briefen und Tagebüchern erzählen Deutsche und Sowjetbürger, was sie in den ersten sieben Monaten dieses grausamen Krieges sahen und fühlten - ein Leutnant aus Bremen, eine Bibliothekarin aus Kiew, ein tiefgläubiger Sanitäter aus Gerblingerode. In den persönlichen Schilderungen geht es um Grenzerfahrungen, auch weil dieser Krieg sich von anderen grundsätzlich unterschied. In einer Ansprache vor Generälen im Frühjahr 1941 hatte Hitler erklärt, es handele sich um den "Kampf zweier Weltanschauungen gegeneinander", die Wehrmacht müsse "vom Standpunkt des soldatischen Kameradentums abrücken, der Kommunist ist vorher kein Kamerad und nachher kein Kamerad. Es handelt sich um einen Vernichtungskrieg." Die Phasen dieses Krieges wurden auf beiden Seiten sehr unterschiedlich erlebt. Aus den Briefen der Deutschen spricht in den ersten Wochen Siegeszuversicht, das Erlebnis sei "gewaltig", mit "Siebenmeilenstiefeln" gehe es "dem Frieden entgegen" - ein Grundvertrauen in die eigene Kraft, das mit der sowjetischen Gegenoffensive Ende 1941 erschüttert wurde. Auf der sowjetischen Seite wechselt die Verzweiflung über permanente Niederlagen, Hunger und Tod allmählich wieder in Zuversicht in die eigene Kraft, in die Hoffnung, dass die Opfer nicht vergeblich waren. "Das schreckliche Jahr 1941 ist vorbei", schreibt die Kiewerin Irina Horoschunowa im Januar 1942 in ihr Tagebuch: "Wird uns das neue Jahr das Ende vom schrecklichen Massaker bringen?" Die Zitate aus Briefen und Tagebüchern werden illustriert durch deutsches und sowjetisches Filmmaterial, das zum Teil von Soldaten privat aufgenommen wurde und so die inoffizielle Seite des Krieges zeigt. Historiker und eine Psychologin deuten die Aussagen der Augenzeugen und ordnen sie in ihren historischen Kontext ein.

Stalingrad - Die Schlacht, die niemals endet 05:40

Stalingrad - Die Schlacht, die niemals endet

Geschichte

Am 2. Februar 1943 kapituliert die 6. Armee in Stalingrad. Es ist einer der großen Wendepunkte des Zweiten Weltkrieges. Der lange Schatten von Stalingrad reicht bis in die Gegenwart. Die Erinnerung an die verlustreiche Schlacht prägte eine ganze Generation auf deutscher und russischer Seite. Wie wurde nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges aus dem Sterben an der Wolga ein Mythos? "ZDF-History" geht auf Spurensuche. Stalingrad - für viele Deutsche steht es für den Anfang vom Ende des deutschen Vernichtungskrieges im Osten. Nur 6000 deutsche Soldaten überlebten Kessel und Gefangenschaft. Für sie blieb die Schlacht an der Wolga unvergessen - ein Leben lang. Die grausamen Kämpfe hinterließen tiefe Wunden. Bei manchem Überlebenden sollten sie nie mehr heilen. Für Russland, das in Stalingrad mehr als eine halbe Million Tote zu beklagen hatte, spielt der Sieg noch heute eine zentrale Rolle im nationalen Selbstverständnis. Welche Folgen hat eine der bedeutendsten Schlachten des Krieges noch in der Gegenwart? Was sagen uns die Erinnerungen der Stalingradkämpfer, die Hunderte von Briefen und Tagebüchern hinterlassen haben? Welche Botschaft geht von schriftlichen Quellen aus und von den Fotografien, die ihnen beiliegen? Renommierte Historikerinnen und Historiker erklären die Schlacht. Originalquellen lassen das Geschehen nacherleben. So zeigt die Dokumentation ein multiperspektivisches Gesamtbild eines welthistorischen Ereignisses - von der Vorgeschichte über den Verlauf der Schlacht und den Nachwirkungen bis in die Gegenwart.

Alltag in der Hölle - Deutsche Männer im Krieg 06:25

Alltag in der Hölle - Deutsche Männer im Krieg

Geschichte

Sie waren Väter, Brüder, Söhne - und zogen als Soldaten der Wehrmacht in den Zweiten Weltkrieg. "ZDF-History" erzählt, wie normale Männer den Alltag zwischen Leben und Tod erlebten. Die Kriegserfahrung prägte das Leben von Millionen deutscher Männer. Manche erzählten davon, viele schwiegen. Diese "Erlebnisgeneration" ist nicht mehr unter uns - doch bieten Tagebücher und Briefe Einsichten in ihren Kriegsalltag, in ihr Denken und Fühlen. Die offenen Bekenntnisse und Schilderungen dreier Männer, unmittelbar aufgeschrieben in Briefen und Tagebüchern, bieten unverstellte Einblicke in ihre Kriegserlebnisse der Jahre 1939 bis 1945. Siegfried Bethke, schon vor dem Krieg Berufssoldat und Jagdflieger in der Luftwaffe, will sich bewähren, bemerkt aber bald, dass die Angst sein ständiger Begleiter wird - zum Helden ist er nicht geboren, und er schämt sich dafür. Felix Elger ist als Besatzungssoldat fasziniert von Frankreich, um dann an der Ostfront alle Schrecken des Winterkrieges kennenzulernen - fast jeden Tag schreibt er an seine Frau und lässt sie in seine Seele blicken. 1942 fällt er - kurz nachdem seine Tochter geboren wurde, die er nie kennenlernen konnte. Als 18-Jähriger muss der Abiturient Walter Matte an der Ostfront kämpfen. 1944 gerät er in sowjetische Gefangenschaft und kann heimlich ein winziges Tagebuch weiterführen, bis er im Herbst 1945 schwer krank entlassen wird und zu seiner Mutter ins Rheinland zurückkehrt. Was diese Männer in ihren schriftlichen Bekenntnissen zum Ausdruck bringen, ist nicht geprägt vom Wissen der Nachkriegszeit, sondern unmittelbar und unverarbeitet. 18 Millionen Männer dienten in der Wehrmacht, fast jeder Dritte kam ums Leben. Jeder erlebte "seinen eigenen" Krieg - das typische oder repräsentative Kriegserlebnis kann es deshalb kaum geben. Doch es gibt Denkmuster, die viele Männer dieser Generation teilten. Renommierte Historiker wie Felix Römer und Sönke Neitzel erforschen die Mentalität der Kriegsgeneration und analysieren, wie deutsche Männer den "Alltag in der Hölle" bewältigten.

Leschs Kosmos 07:10

Leschs Kosmos: Ideen für die Zukunft - Die Natur als Vorbild

Wissenschaft

Technik und Natur. Ein Gegensatz? Die Umwelt muss geschützt werden - auch mit Technik. Wie lässt sich das vereinen? Der Blick in die Natur entdeckt unendlich viele Ideen für die Zukunft. So strapaziert die Natur inzwischen auch ist, sie teilt noch immer ihre Genialität mit uns. Harald Lesch stellt die neuen Referendare der Schule Natur vor, sie heißen: Spinnen, Seeigel, Buckelwale und das Buch des Lebens, die DNA. Nicht eine einzige Erfindung des Menschen kann bis heute mithalten mit dem, was 300 Millionen Jahre Evolution hervorgebracht haben. Beispielsweise die Spinnen. Ihre Netze bestehen aus einem einzigartigen Material: Spinnenseide. Sie ist für die Materialforschung von ganz besonderem Interesse: das mechanisch belastbarste Material, das man kennt. Viermal belastbarer als Stahl - dabei aber extrem dehnbar. Ein abstürzendes Passagierflugzeug könnte mit einem Spinnenseidenseil aufgefangen werden, das gerade mal daumendick wäre. Forschende weltweit scheiterten bisher daran, Spinnenseide "nachzubauen". Jetzt könnte es gelingen. Biofouling - so nennt man die Besiedlung von Schiffsrümpfen durch Algen, Seepocken und Muscheln. Sei es ein Schiff, eine Ölplattform oder das Fundament einer Windturbine. Die kleinen Meeresbewohner verursachen wirtschaftliche und damit auch Umweltschäden: Schiffe verbrauchen jährlich mehr Treibstoff - im Wert von bis zu 20 Millionen Euro. Um das zu verhindern, werden spezielle Lacke auf den Rumpf aufgetragen. Eine giftige, biozidhaltige Beschichtung, die sich allerdings über die Zeit langsam auflöst und ihr Gift ins Wasser entlässt. Darunter sogar Kupfer, das für Fische und Krebse etwa 100-mal giftiger ist als für uns Menschen. Eine schleichende Katastrophe, die nun ein Niederländer mit einem genialen Trick abwenden will, inspiriert vom Seeigel. Auf Flugreisen komplett verzichten? Ein hehres Ziel, aber schlicht Utopie. Auch wenn jeder Flugzeugpassagier einen rund fünfmal höheren Ausstoß an Kohlendioxid verursacht, als er es bei einer Reise mit Bus oder Bahn tun würde. Das Problem von Flugreisen heißt: Effizienz. Denn die Grundkonstruktion eines Flugzeugflügels hat sich seit Otto Lilienthal nur wenig verändert. Letztlich ist er eine exakte Kopie der Natur - den Flügeln der Vögel abgeschaut. Ausgerechnet ein Meeresbiologe ist jetzt dabei, das Fliegen möglicherweise zu revolutionieren - mithilfe einer Buckelwalflosse. Das Wissen der Welt für immer zu speichern, ist schwieriger, als man denkt. Schrift auf Stein überdauert mehrere Tausend Jahre, Papier hält nur mehrere Hundert. Um die Daten der ganzen Welt zu speichern, braucht es digitale Medien. Aber gerade sie haben eine extrem kurze Lebensdauer. CD, Festplatten und USB-Sticks funktionieren oft schon nach wenigen Jahren nicht mehr. Das wollen zwei Chemiker nun ändern, indem sie sich der ältesten Datensicherungstechnik der Welt bedienen: Wissen übersetzt in einen sehr alten Code - den Code des Lebens. Harald Lesch durchforstet den Dschungel an Ideen, die alle ihr Vorbild in der Natur haben. Denkt man sie konkret zu Ende, bietet sich eine Chance für die Zukunft, in der Technik und Natur einander bereichern und nicht zerstören.

Hightech Revolution - Sternstunden der Technik 07:40

Hightech Revolution - Sternstunden der Technik: Raketen

Technik

Bis die ersten Raketen den Orbit erreichten, brauchte es große Ingenieurskunst und viele Fehlversuche. Welche entscheidenden Entdeckungen ebneten den Weg ins All? Zunächst sollten Raketen keine Menschen oder Satelliten transportieren, sondern Sprengköpfe. Doch die zivile Nutzung der Raketentechnik wurde immer wichtiger. Sie ermöglichte die Verwirklichung eines Menschheitstraums: der Mondlandung. Und die Menschheit träumt weiter.

Hightech Revolution - Sternstunden der Technik 08:25

Hightech Revolution - Sternstunden der Technik: Smartphone

Technik

Keine Erfindung hat unseren Alltag in den letzten Jahren so verändert wie das Smartphone. Es ist die bislang beste Antwort auf eine alte Frage: Wie kommunizieren wir über Entfernungen hinweg? Dieses Problem beschäftigt die Menschen seit Jahrtausenden. Sie haben immer ausgefeiltere Gerätschaften entwickelt, um Nachrichten schnell und sicher zu übermitteln. Und es geht weiter: Schon heute lässt sich ein Blick auf die Zukunft der Kommunikation werfen.

Hightech Revolution - Sternstunden der Technik 09:05

Hightech Revolution - Sternstunden der Technik: Automobil

Technik

Im vergangenen Jahrhundert wird das Auto zum Inbegriff von Freiheit. Die Massenmotorisierung prägt unseren Lebensraum. Heute liegt die Herausforderung vor uns, das Auto neu zu erfinden. Als Carl Benz 1886 das erste Automobil patentieren lässt, ist es zunächst ein Ladenhüter. Bis seine Frau eine geniale Idee hat und dem Auto zum Siegeszug verhilft. Zunächst nur ein Spielzeug für Reiche, wird es zuerst in den USA zum Alltagsgefährt breiter Schichten.

heute Xpress 09:48

heute Xpress

Nachrichten

Egal, ob Politik, Wirtschschaft, Kultur oder Gesellschaft - das Nachrichtenmagazin informiert kurz und knackig über aktuell relevante Themen.

Hightech Revolution - Sternstunden der Technik 09:50

Hightech Revolution - Sternstunden der Technik: Teleskop

Technik

Teleskope liefern faszinierende Bilder von fernen Welten. Der Blick ins All hat unsere Vorstellung vom Universum und von unserem Platz darin grundlegend verändert. Am Anfang stand ein einfaches Fernrohr mit zwei Linsen. Gelehrte wie Galileo Galilei erforschten damit den Nachthimmel so genau wie nie zuvor und brachten ein Weltbild zu Fall. Moderne Teleskope blicken immer tiefer ins All - und damit in die Vergangenheit.

Hightech Revolution - Sternstunden der Technik 10:35

Hightech Revolution - Sternstunden der Technik: Roboter

Technik

Roboter sind aus unserer Welt nicht mehr wegzudenken. Sie bauen Autos, saugen Staub und entschärfen Bomben. Und die Forschung an künstlicher Intelligenz macht weiter rasante Fortschritte. Bereits vor mehr als tausend Jahren konstruierten Ingenieure in Bagdad das erste Gerät zum Aufzeichnen und Abspielen von Musik. Seither gab es viele technologische Durchbrüche, die den Weg zu den heutigen Robotern ebneten.

Hightech Revolution - Sternstunden der Technik 11:20

Hightech Revolution - Sternstunden der Technik: Flugzeug

Technik

Der Traum vom Fliegen ist alt. Und es gab viele Versuche, ihn zu verwirklichen - oft mit unglücklichem Ausgang. Bis zwei Brüder aus Ohio das Geheimnis des stabilen Fluges entdecken. Wilbur und Orville Wright führen die Erkenntnisse vieler Flugpioniere zusammen und konstruieren ein Flugzeug, das 1903 den ersten stabilen Motorflug ermöglicht. Seither erobern die Menschen den Himmel. Heute ist die ganze Welt nur eine Tagesreise entfernt.

Über den Wolken - Mythos Fliegen 12:05

Über den Wolken - Mythos Fliegen

Geschichte

Rein in den Flieger und einfach nur weg. Was heute für Millionen ganz normal ist, war lange purer Luxus. Per Flugzeug in den Urlaub - das war nur den Reichen vorbehalten. Lange musste wer abheben wollte, dafür ordentlich blechen. Ein Flugticket kostete früher oft mehr, als ein Arbeiter im Monat verdiente. Heute gibt es den Traum über den Wolken oft zum Schnäppchenpreis, fliegen Millionen für ein paar Euro durch die halbe Welt. "Terra X History" erzählt die Geschichte des Fliegens: Von tollkühnen Männern in ihren fliegenden Kisten über die große Zeit der Luxusliner mit Flügeln bis hin zur heutigen Massenabfertigung an den Airports. Exklusive Filmaufnahmen wecken Erinnerungen an vergangene Zeiten, in denen statt Wasser aus dem Pappbecher für fünf Euro nach dem Start frisches Bier vom Fass serviert wurde und die Stewardess gerne Extrawünsche für das frisch gebratene Steak entgegennahm. Mit diesen Bildern ist er wieder da: der uralte Traum vom Fliegen.

Das war dann mal weg 12:45

Das war dann mal weg: Telefonbuch, Fax & Co.

Technik

Einst für unsere Kommunikation unverzichtbar, heute weg: von prall gefüllten Telefonbüchern über die Rohrpost bis zu Telefonkarten, die uns noch das Tor zur Welt öffneten. Das Faxgerät übertrug mit seinem unverwechselbaren Surren und Piepen zuverlässig Informationen rund um den Globus. Ein technisches Wunderwerk, das Briefe innerhalb von Sekunden verschickte. Heute ist das Faxgerät kaum noch im Einsatz. Ein wahres Kult-Gadget der Vergangenheit war der Pager. Dieses kleine Gerät trug man am Gürtel und war bekannt für sein lautes Piepen. Wenn der Pager sich meldete, enthielt er entweder eine kurze Nachricht oder zeigte eine Telefonnummer, die der Träger zurückrufen sollte. Eine Form der mobilen Kommunikation in den Zeiten vor dem Smartphone. Ein weiteres Hilfsmittel aus vergangener Zeit ist das Telefonbuch. Diese dicken Wälzer, gefüllt mit unzähligen Seiten voller Namen, Nummern und Adressen, waren einst in jedem Haushalt zu finden. In Telefonzellen war es keine Seltenheit, dass die gesuchte Seite herausgerissen wurde. Für Sammler und Nostalgiker sind sie immer noch ein Highlight: Telefonkarten. Diese scheckkartengroßen Stücke waren mit verschiedenen Motiven bedruckt und speicherten das Telefonguthaben auf einem Chip. Doch mit dem Verschwinden der Telefonzellen sind auch die Telefonkarten aus dem Alltag verschwunden. Auch die Rohrpost, einst ein Symbol effizienter Kommunikation, ist weitgehend aus der Öffentlichkeit verschwunden. Aber es gibt immer noch spezielle Bereiche, in denen die Rohrpost gebraucht wird. Etwa in Kliniken, an Mautstellen oder sogar im Kanzleramt. Die Zeitreise wird begleitet von Michael Kessler, Florian Martens, Rhea Harder-Vennewald und Jessica Ginkel. "Das war dann mal weg" - die Reihe spürt Dingen nach, die früher einmal unseren Alltag bereichert haben, genial und unverzichtbar erschienen. Heute sind sie (fast) verschwunden. Was ist daraus geworden?

Das war dann mal weg 13:30

Das war dann mal weg: Badekappe, Backenbart & Co.

Technik

Die Zeitreise bei "Das war dann mal weg" geht weiter. Diesmal ist die Nasszelle Thema. Von der Trockenhaube über den Allibert-Schrank bis zur Bademütze. Wer kennt das noch? Als sie unseren Alltag eroberten, waren sie schon bald nicht mehr aus ihm wegzudenken. Und doch waren sie plötzlich wieder verschwunden. Was machte sie so besonders? Was haben wir an ihnen geliebt? Und was hat sie ersetzt? Kommen Sie mit auf eine Zeitreise. Zurück in die Welt der verschwundenen Dinge des Alltags: Nichts ist so alt wie die Zukunft von gestern. Was heute als Hightech gilt, ist der Trödel von morgen. Und doch waren all diese Dinge einmal neu, ja geradezu futuristisch. Schienen aus der Welt von übermorgen zu kommen, machten unser Leben einfacher oder aufregender. "Das war dann mal weg" widmet sich auf unterhaltsame und informative Weise ausgestorbenen Dingen aus unterschiedlichen Lebensbereichen. Wie funktionierte ein Fernschreiber? Und was hat ein Bleistift mit einer Musikkassette zu tun? Die Dokumentationsreihe nimmt die Zuschauer mit auf eine wahre Zeitreise. Die Älteren haben vielleicht nie gemerkt, dass Telegramme und Telefonzellen irgendwann verschwunden waren. Und die Jüngeren vielleicht nie gewusst, dass es sie überhaupt mal gab. Prominente steuern ihre persönlichen Anekdoten zu den Kultgegenständen der Vergangenheit bei, Kinder versuchen zu ergründen, wie sie damals funktioniert haben, Animationen sorgen für so manchen Aha-Effekt.

Das war dann mal weg 14:15

Das war dann mal weg: Poesiealbum, Rechenschieber & Co

Technik

Kreidetafel, Overheadprojektor (im Osten Polylux genannt) oder Rechenschieber - diese Dinge sind längst Geschichte. "Das war dann mal weg" wirft einen Blick in die Schule. So mancher ehemalige Schüler erinnert sich vielleicht noch an den Geruch von Arbeitsblättern, die per Matrizendrucker vervielfältigt wurden - eklig! Außerdem schaut der Film in die DDR, wo es zum Alltag von Schulkindern gehörte, das blaue Halstuch der Jungpioniere binden zu können, eine Funktion im Gruppenrat zu übernehmen oder im Fach ESP (Einführung in die Sozialistische Produktion) in Fabriken Waschmaschinen oder ähnliche Güter zusammenzuschrauben. "Rosen, Tulpen, Nelken" - das gute, alte Poesiealbum ist ebenfalls verschwunden. Generationen von Schülern hüteten ihre Büchlein mit weisen, lustigen oder peinlichen Sprüchen und aufwendigen Verzierungen wie einen Schatz. Heute ist eher Social Media das Medium, das verbindet, statt Lackbildchen und Sinnsprüche. Eine Sache ist zum Glück ein für alle Mal weg und verboten: der Rohrstock. "Das war dann mal weg" macht einen kleinen Ausflug in eine dunkle Zeit, als Lehrer mit körperlicher Züchtigung Gehorsam einzufordern versuchten. Anneke Kim Sarnau, Florian Martens, Cherno Jobatey und Rhea Harder-Vennewald erinnern sich an ihre eigene Schulzeit und kommentieren mal nachdenklich, mal charmant und witzig. "Das war dann mal weg" - die Reihe spürt Dingen nach, die früher einmal unseren Alltag bereichert haben, genial und unverzichtbar erschienen. Heute sind sie (fast) verschwunden. Was ist daraus geworden?

Die 80er - Das explosive Jahrzehnt 15:00

Die 80er - Das explosive Jahrzehnt: 1980-83: Kalter Krieg und heißer Rock

Zeitgeschichte

Die 80er-Jahre haben ein Hauptthema: die Angst vor einem dritten Weltkrieg, das Wettrüsten zwischen Ost und West, sowjetische SS-20 versus Pershing II und Cruise Missiles. Der NATO-Doppelbeschluss vom 12. Dezember 1979 gibt das Startsignal für den Rüstungswettlauf der 80er. Der Kalte Krieg sollte das Jahrzehnt bis fast zum Ende bestimmen. Zu Beginn der 80er-Jahre teilen viele Menschen die Angst vor einem apokalyptischen Inferno. Der Schriftsteller Günter Grass bringt in seiner Rede bei der Berliner Begegnung zur Friedensförderung im Dezember 1981 seine Angst vor einem apokalyptischen Inferno zum Ausdruck, die viele Menschen zu Beginn der 80er-Jahre teilen. Und es ist natürlich vor allem die Jugend, die diese Angst öffentlich artikuliert. Aber eine neue Generation ist am Werk, die auch eine völlig neue Protestkultur hervorbringt. Während die 68er noch als geschlossene Truppe aufmarschierten, mit charismatischen Anführern wie Rudi Dutschke, ist die Jugend der 80er - also die Babyboomer - bereits in viele Subkulturen gesplittet: Punker, Hausbesetzer, Ökos, Autonome, Gangs.

Die 80er - Das explosive Jahrzehnt 15:50

Die 80er - Das explosive Jahrzehnt: 1984-86: Superstars und Supergau

Zeitgeschichte

Das Jahr 1984 gehört George Orwell. Mit seinem letzten großen Roman "1984" wird er jetzt zum Stichwortgeber einer zunehmend fortschrittsskeptischen Gesellschaft. Der gleichnamige Kinofilm bekommt von der Filmbewertungsstelle Wiesbaden das Prädikat "besonders wertvoll", und der dazugehörige Soundtrack der britischen Band Eurythmics stürmt die deutschen Charts. 1985, das Tennisturnier von Wimbledon: 11,19 Millionen Deutsche verfolgen das Finale an den Fernsehgeräten. Nie zuvor hat ein Sportler die Massen so elektrisiert. 87 Prozent der Bundesbürger finden Boris Becker sympathisch. Die Standesbeamten schlagen Alarm: Soll doch jeder fünfte männliche Neugeborene Boris heißen. Becker und seine ebenso erfolgreiche Sportsfreundin Steffi Graf bedeuten aber auch eine Zäsur in der deutschen TV-Kultur. Im Windschatten ihrer Erfolge etabliert sich das Privatfernsehen in Deutschland. Im Jahr vor Beckers Wimbledon-Sieg widmen ARD und ZDF dem Tennis zusammen nur 13 Stunden ihrer Sendezeit. 1989 beträgt der Programmanteil der angesagten Sportart bereits sagenhafte 1018 Stunden. Der Löwenanteil entfällt auf die neue private Konkurrenz. Sie treibt ab 1986 die Einsätze im Poker um die Sportübertragungsrechte in die Höhe.

Die 80er - Das explosive Jahrzehnt 16:30

Die 80er - Das explosive Jahrzehnt: 1987-89: Endzeitangst und Mauerfall

Zeitgeschichte

Michail Gorbatschow ist nach dem Wegsterben von drei greisen KP-Generalsekretären innerhalb von nur drei Jahren die neue Nummer eins im Kreml. Der Mittfünfziger mit dem markanten Muttermal auf der kahlen Stirn wird schon bald nach seinem Amtsantritt für die von Weltuntergangsängsten geplagten Deutschen zum Hoffnungsträger. Lange Zeit hatte die SED-Führung ideologisch nur den Westen zu fürchten. Doch das ändert sich, als Gorbatschow mit Glasnost und Perestroika versucht, die sowjetische Gesellschaft von der Breschnew-Ära zu befreien. Die Klarheit, mit der in Moskau jetzt über die Mängel der realsozialistischen Gesellschaft gesprochen wird, irritiert die SED. Und auf die von Gorbatschow vorangetriebene Aufarbeitung der stalinistischen Vergangenheit reagieren Honecker und Co. geradezu panisch.

Retro Battles - Die Trends der 90er 17:15

Retro Battles - Die Trends der 90er: Kelly Family, Pokémon & Co

Zeitgeschichte

Die 90er - ein Jahrzehnt voller Kultduelle. Popikonen, Sammeltrends und sportliche Highlights treten im "Retro Battle" gegeneinander an. Wer setzt sich durch und bleibt unvergessen? Backstreet Boys oder Kelly Family? Pokémon oder Diddl? Formel 1 oder Wrestling? Romantik oder Actionkino? Die 90er liefern ikonische Battles um Musik, Sammeltrends, Sport und Kinohits. Doch welche Phänomene prägen unsere Popkultur bis heute? Im Musik-Battle treffen zwei Welten aufeinander: die Backstreet Boys, perfekt gecastet für Teenie-Fans, gegen die bodenständige Kelly Family mit handgemachtem Folk-Pop. Während die Boyband mit Charterfolgen und Choreografien weltweit dominiert, schafft sich die Kelly Family mit Straßenmusiker-Charme eine treue Fanbase. Doch wer hat langfristig den größeren Einfluss? Während sich Millionen Fans zwischen Pop-Hits und Folk-Hymnen entscheiden, entbrennt auf den Schulhöfen ein völlig anderes Duell. Dort dreht sich alles ums Sammeln - doch nicht von CDs, sondern von Papier und Karten. Zunächst sind Diddl-Blätter das Must-have für Kinderzimmer und Schulranzen, doch Ende der 90er bekommen sie ernsthafte Konkurrenz. Pokémon-Karten, Game-Boy-Spiele und eine Anime-Serie machen Pikachu & Co. zu einem weltweiten Phänomen. Doch welche Sammelleidenschaft hinterlässt den größeren Kultstatus? Auch in der Sportwelt sorgen Gegensätze für Begeisterung - diesmal mit ordentlich Action. Während Michael Schumacher die Formel 1 in Deutschland zum Massenereignis macht, zieht Wrestling mit inszenierten Kämpfen und ikonischen Helden die Zuschauer in den Bann. Millionen Fans fiebern mit, Merchandise boomt. Doch welche Sportart prägt die 90er stärker? Spektakuläre Duelle gibt es nicht nur auf der Rennstrecke oder im Ring, sondern auch auf der Kinoleinwand. Blockbuster liefern sich einen Kampf der Genres: Bombastische Actionfilme wie "Jurassic Park" und "Matrix" setzen neue Maßstäbe, während "Titanic" und "Pretty Woman" mit großen Emotionen das Publikum verzaubern. Heute dominiert Action das Kino, während romantische Komödien zunehmend ins Streaming abwandern. Doch welches Genre hinterlässt den nachhaltigeren Eindruck? Ob Musik, Sammelwahn, Sport oder Kino - die 90er liefern ikonische Duelle, die Fans spalten und Trends prägen. Doch welche Phänomene hinterlassen bleibenden Eindruck? "Retro Battles - Die Trends der 90er" blickt zurück auf die größten Popkultur-Highlights und entscheidet: Wer gewinnt das Rennen um den Kultstatus?

Retro Battles - Die Trends der 90er 18:00

Retro Battles - Die Trends der 90er: Tamagotchi, Grunge & Co.

Zeitgeschichte

Die 90er - ein Jahrzehnt voller Gegensätze. Digitale Revolution trifft auf analoge Kultobjekte, Popstars konkurrieren mit Subkulturen. Welche Trends prägen eine ganze Generation? Grunge oder Eurodance? Tamagotchi oder Furby? Skateboard oder Inliner? Nintendo oder SEGA? Die 90er liefern unvergessliche Battles um Musikstile, Spielzeughypes, Trendsportarten und Gaming-Giganten. Doch welche Trends prägen unsere Popkultur bis heute? Während Grunge mit verzerrten Gitarren, melancholischen Texten und einem Gefühl der Rebellion eine ganze Generation aufrüttelt, bringt Eurodance mit schnellen Beats und eingängigen Melodien die Tanzflächen zum Beben. Zwei Welten, die unterschiedlicher nicht sein könnten: auf der einen Seite die düstere, kritische Musik der Außenseiter, auf der anderen die fröhliche, massentaugliche Partykultur. Beide Stile hinterlassen Spuren, doch welcher hat bis heute den größeren Einfluss? Auch in den Kinderzimmern sorgt ein Wettstreit für Aufsehen. Das Tamagotchi lehrt seine Besitzer Verantwortung - wer es nicht rechtzeitig füttert oder pflegt, muss zusehen, wie das virtuelle Haustier "stirbt". Der Furby hingegen spricht, reagiert und scheint fast ein Eigenleben zu entwickeln. Während das Tamagotchi für die Digitalisierung von Spielzeug steht, begeistert der Furby mit seinen interaktiven Fähigkeiten. Doch welches elektronische Haustier erlangt den größeren Kultstatus? Nicht nur Musik und Spielzeug sorgen für Trends, auch auf den Straßen liefern sich zwei Gruppen ein Duell: Inlineskaten ist leicht zu erlernen, rasant und modern, während das Skateboarden eine Subkultur voller Freiheit und Rebellion verkörpert. Während die einen Geschwindigkeit und Kontrolle schätzen, entwickeln die anderen neue Tricks und prägen mit ihrem Stil ganze Stadtbilder. Auch die Gaming-Welt ist gespalten: Nintendo begeistert mit ikonischen Figuren wie Mario und familienfreundlichen Spielen, während SEGA mit Sonic und seinem Mega Drive eine neue, schnellere Spielerfahrung bietet. Zwei Konzepte, die Millionen Fans auf der ganzen Welt begeistern und die Weichen für die Zukunft der Videospiele stellen. Ob Musik, Sammelwahn, Sport oder Kino - die 90er liefern ikonische Duelle, die Fans spalten und Trends prägen. Doch welche Phänomene hinterlassen bleibenden Eindruck? "Retro Battles - Die Trends der 90er" blickt zurück auf die größten Popkultur-Highlights und entscheidet: Wer gewinnt das Rennen um den Kultstatus?

Die Normannen auf Sizilien - Das Goldene Königreich 18:45

Die Normannen auf Sizilien - Das Goldene Königreich

Geschichte

Vom hohen Norden in den warmen Süden: Als wilde Krieger verschrien, schufen die Normannen mitten im düsteren Mittelalter eines der reichsten und fortschrittlichsten Königreiche jener Zeit. Was verschlug die Nordländer nach Sizilien? Wie errichteten die Söldner ein Königreich in so kurzer Zeit? Ihr Erfolgsrezept: Sie trieben Handel, nutzten die Wissenschaften, schufen prachtvolle Kunstwerke - und kooperierten mit der sizilianischen Bevölkerung. Die Normannen waren Meister der Mobilität, der Innovation und der Integration. Mit diesen Eigenschaften, die nicht zum Bild der "wilden" Normannen passten, machten sie Sizilien für kurze Zeit zum kulturellen, wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Zentrum Europas. Statt der üblichen Vorgehensweise der Unterwerfung kooperierten sie. Ein goldenes Zeitalter auf Sizilien brach an: Normannen und Italiener, Griechen und Araber, Lombarden und Juden - sie alle trugen zu einer Kultur bei, die kosmopolitisch war. Die "pragmatische Toleranz" der Normannen fand nur dort eine Grenze, wo ihre Vorherrschaft infrage gestellt wurde. Die Normannenherrschaft währte jedoch nur kurz: Roger I. eroberte die Insel. Sein Sohn Roger II. kam bereits am Mittelmeer zur Welt. Ihm gelang es, Sizilien zu einem Königreich zu machen. Dessen Tochter Konstanze von Sizilien war die letzte Generation auf der Mittelmeerinsel. Während mächtige Feinde sie bedrohten, erzog Konstanze ihren Sohn nach normannischen Werten. Als Friedrich II., Kaiser des Römisch-Deutschen Reichs, ging er in die Geschichte ein. Bis heute sind die Normannen auf Sizilien in vielerlei Hinsicht präsent. "Die Normannen auf Sizilien - Das Goldene Königreich" erkundet den Weg der Normannen von Söldnern zu Königen, zeigt ihre Prachtbauten und beleuchtet die von den Muslimen übernommenen Kulturleistungen - von Bewässerungsanlagen bis zur "Tabula Rogeriana", der fortschrittlichsten Landkarte des Mittelalters.

Vikings - Legendäre Könige 20:15

Vikings - Legendäre Könige: Die Vereinigung Dänemarks

Geschichte

Um 965 stellt der dänische König Harald Gormsson, besser bekannt als Harald Blauzahn, die Weichen neu. Mit seiner Hinwendung zum Christentum verändert er das Machtgefüge Skandinaviens. Ganz freiwillig schwört König Harald den nordischen Göttern jedoch nicht ab: Im Süden seines Reichs baut der ostfränkische König Otto I. seine Macht beständig aus und wartet nur auf einen passenden Vorwand, um die heidnischen Nordmänner anzugreifen. Nach Haralds Hinwendung zum Christentum erlebt das Wikinger-Königreich eine Zeit der Blüte. Harald gelingt es, die rivalisierenden Kleinkönige, Fürsten und Häuptlinge unter einem Dach zu vereinen und die königliche Zentralgewalt entscheidend zu stärken. Er weitet seinen Machtbereich sukzessive aus und regiert schließlich von Jütland bis nach Schonen sowie über große Teile Norwegens. Durch die Hochzeit mit der Tochter des elbslawischen Abodritenfürsten Mistiwoi sichert er seine Macht zudem nach Südosten hin ab. Auf dem berühmten Runenstein von Jelling, der "Taufurkunde Dänemarks", hält Harald seine epochalen Errungenschaften fest. Er rühmt sich, "ganz Dänemark und Norwegen gewonnen zu haben", und schmückt sich als erster nordischer Herrscher mit dem Abbild Jesu Christi. Das neue Selbstbewusstsein des Wikingerkönigs zeigt sich auch in seiner regen Bautätigkeit in der zweiten Hälfte des 10. Jahrhunderts: Harald baut die königliche Anlage von Jelling massiv aus und errichtet zwei monumentale Grabhügel. Zudem lässt er Kirchen bauen und Silbermünzen prägen, die er im ganzen Land verteilt. Für Archäologen und Mediävisten sind Harald Blausteins physische Hinterlassenschaften ein echter Glücksfall. Sie erlauben es den Forschenden, den dynamischen Übergang von einer heidnischen zu einer christlichen Gesellschaft im Detail zu rekonstruieren und unseren Blick auf die frühmittelalterlichen Wikingergesellschaften neu zu justieren. Expansion, Machtkämpfe, Eroberungen: Die Dokumentationsreihe "Vikings - Legendäre Könige" zeigt den Aufstieg der Wikinger und ihren Einfluss auf Europas Geschichte.

Vikings - Legendäre Könige 21:00

Vikings - Legendäre Könige: Der Verrat

Geschichte

Nach seiner Taufe führt König Harald Blauzahn Dänemark zu neuer Blüte. Doch der Frieden trügt. Denn entmachtete Stammesfürsten warten auf eine Gelegenheit, ihn zu stürzen. Haralds größter Gegner ist sein Sohn Sven Gabelbart: ehrgeizig, populär und auf Seiten der heidnischen Fürsten. Nach dem Tod Kaiser Ottos? II. wittert Sven seine Chance - und greift in Dänemark nach der Macht. Es kommt zum Verrat am eigenen Vater. Es ist das Jahr 987 oder 988 nach Christus. In Dänemark wächst der Widerstand gegen den legendären König Harald Blauzahn. Vor allem die mächtigen Stammesfürsten grollen - wegen hoher Abgaben, kostspieliger Bauprojekte und der fortschreitenden Christianisierung des Landes. Offiziell gilt Dänemark zwar als christlich, doch hinter verschlossenen Türen verehren viele noch immer die alten Götter Thor und Odin. Archäologische Funde belegen, wie pragmatisch viele von Haralds Untertanen mit dem neuen Glauben umgingen. So haben Forschende in Trendgården eine Gussform entdeckt, die es dem Schmied ermöglichte, sowohl Kreuze als auch den Thorhammer in ein und derselben Form herzustellen - der Kunde ist König. Für Harald ist die Christianisierung Dänemarks nicht nur ein religiöses Projekt, sondern auch ein machtpolitisches Programm. Als christlicher Herrscher präsentiert er sich als von Gott eingesetzter König und schwächt so die religiöse und politische Stellung der bisherigen Stammesfürsten. Mit großen Bauprojekten im ganzen Land demonstriert er seine Macht - darunter Ringburgen wie Fyrkat, die zu den eindrucksvollsten Anlagen Skandinaviens zählen und heute Teil des UNESCO-Welterbes sind. Er prägt die Landschaft Dänemarks sichtbar um und macht gleichzeitig die lokalen Häuptlinge im Vergleich zu seiner Herrschaft klein. Nach dem Tod Ottos des Großen im Jahr 973 versucht Harald, den Einfluss des römisch-deutschen Reiches abzuschütteln, und gerät in militärische Auseinandersetzungen mit dessen Nachfolger Otto II. Dessen Gegenmaßnahmen und die folgenden Konflikte schwächen Harald und sein Reich spürbar. Der Blutzoll für sein Volk ist hoch, und die Grundlage von Haralds Herrschaft erodiert. In dieser Situation lösen sich Verbündete wie der norwegische Herrscher Haakon Sigurdsson aus der dänischen Oberhoheit. In Dänemark selbst kommt es zu Umbrüchen, Umbauten und Zerstörungen an königlichen Anlagen, und Haralds Sohn Sven wendet sich gegen seinen Vater und setzt sich schließlich an seine Stelle. Expansion, Machtkämpfe, Eroberungen: Die Dokumentationsreihe "Vikings - Legendäre Könige" zeigt den Aufstieg der Wikinger und ihren Einfluss auf Europas Geschichte.

Vikings - Legendäre Könige 21:45

Vikings - Legendäre Könige: Der Griff nach England

Geschichte

Nachdem Sven Gabelbart seinen Vater Harald Blauzahn entmachtet hat, stabilisiert er seine Herrschaft in Dänemark. Doch sein eigentliches Ziel liegt jenseits der Nordsee: der englische Thron. Schon in den 990er-Jahren greift Sven gezielt in englische Machtkämpfe ein. Als der englische König "Äthelred der Unberatene" ein Massaker an Dänen anordnet, sinnt Sven Gabelbart auf Rache: Er reagiert mit einer Invasion und erobert England. Die dänische Eroberung Englands ist ungewöhnlich gut dokumentiert. Eine der wichtigsten Quellen ist das "Encomium Emmae Reginae", ein lateinisches Auftragswerk aus dem 11. Jahrhundert. Das Manuskript, heute in der British Library, schildert den Aufstieg des Wikingerherrschers detailliert und bildet eine zentrale Grundlage der Forschung. Objektiv ist diese Quelle jedoch nicht. Denn die Auftraggeberin, Emma von der Normandie, ist gleich mit zwei involvierten Monarchen verheiratet gewesen: Zunächst heiratet sie den englischen König Äthelred der Unberatene. Nach dessen Tod ehelicht sie Knut den Großen, einen Sohn des dänischen Herrschers Sven Gabelbart und späterer König von England. Emma von der Normandie zeigt, wie aus den dänischen Plünderern erst Eroberer und schließlich Könige von England werden, die das politische Gleichgewicht in Nordeuropa maßgeblich beeinflussen. Als auch Emmas zweiter Ehemann Knut stirbt, nutzt Emma ihren Einfluss, um die Zukunft Englands in ihrem Sinne zu beeinflussen. Expansion, Machtkämpfe, Eroberungen: Die Dokumentationsreihe "Vikings - Legendäre Könige" zeigt den Aufstieg der Wikinger und ihren Einfluss auf Europas Geschichte.

Vikings - Legendäre Könige 22:25

Vikings - Legendäre Könige: Die Eroberung

Geschichte

Als Sven Gabelbart stirbt, wird sein Sohn Knut zu dessen Nachfolger in England. Doch dann fällt die Krone zurück an "Äthelred der Unberatene". Knut weicht nach Dänemark aus. 1015 segelt König Knut von Dänemark mit einer großen Flotte nach England. Nach harten Kämpfen gegen die angelsächsischen Herrscher erzwingt er einen Frieden mit Edmund II. Die beiden teilen das Königreich England untereinander auf. Nach der Entscheidungsschlacht von Assandun behält Edmund II. die Kontrolle über Wessex im Süden Englands, während Knut die Herrschaft über die nördlichen Landesteile übernimmt. Die Teilung des englischen Königreichs ist jedoch nur von kurzer Dauer. Bereits im November 1016 stirbt Edmund II., nur wenige Monate nach seiner Thronbesteigung im April desselben Jahres. Knut der Große hat endlich sein Ziel erreicht: Er wird alleiniger Herrscher über ganz England. Die Ereignisse rund um die kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Dänen und Engländern sowie die anschließende Machtübernahme durch Knut sind in der Chronik "Encomium Emmae Reginae" aus dem 11. Jahrhundert ausführlich beschrieben. Für die Forschung sind sie von unschätzbarem Wert. Auffallend ist jedoch, dass sie die dänischen Herrscher durchweg positiv darstellen, während der britische König Edmund II. eher schlecht wegkommt. Der Grund ist einfach: Die Auftraggeberin des Manuskripts ist keine Geringere als Königin Emma von der Normandie, die nach ihrer Hochzeit mit König Äthelred den dänischen Herrscher Knut der Große heiratet. Die Auftragsschrift zielt darauf ab, das Image ihrer Familie positiv darzustellen. Historiker bewerten es daher heute als ein "propagandistisches Werk" zugunsten der dänischen Könige in England. Ebenso bemerkenswert ist, was die Chronik nicht erwähnt. Dazu gehört etwa das sogenannte St.-Brice's-Day-Massaker von 1002, das unter Äthelred II. gegen die dänische Bevölkerung verübt wurde. Ebenso werden Niederlagen, Zerstörungen und Gewalt im Zusammenhang mit Knut dem Großen entweder abgeschwächt dargestellt oder ganz ausgeblendet. Expansion, Machtkämpfe, Eroberungen: Die Dokumentationsreihe "Vikings - Legendäre Könige" zeigt den Aufstieg der Wikinger und ihren Einfluss auf Europas Geschichte.

Vikings - Legendäre Könige 23:10

Vikings - Legendäre Könige: Das Nordseereich

Geschichte

Als Knuts älterer Bruder Harald II. stirbt, gerät der dänische Thron in Gefahr. Knut, der inzwischen König von England ist, reist in sein Geburtsland zurück, um die Krone zu sichern. Dort erobert er Norwegen und wird Herrscher über ein mächtiges Nordseereich - das größte christlich geprägte Wikingerreich der Geschichte. Er hat mehr erreicht als jeder Jelling-Herrscher vor ihm. Bedeutenden Anteil daran hat seine Frau, Emma von der Normandie. Um seine Macht zu festigen, beruft Knut im Jahr 1018 eine große Versammlung in Oxford ein. Dort ordnet er die politischen Verhältnisse seines neuen Reiches. Er setzt Abgaben und Steuern fest, reduziert die Wikingerflotte und erlässt eine neue Rechtsordnung. Auch entlässt er einen Teil seiner Krieger - ein deutliches Signal, dass er nicht der Eroberer bleiben, sondern als König regieren will. Eine wichtige Rolle bei dieser politischen Annäherung spielt seine Ehefrau, Emma von der Normandie. Emma, die zuvor mit Äthelred II. verheiratet gewesen ist, verfügt über enge Verbindungen zu Adel und Kirche. Ihre Stellung verleiht Knuts Herrschaft zusätzliche Legitimität und Kontinuität. Wie sehr diese Politik auf Ausgleich und königliche Großzügigkeit zielte, betont das "Encomium Emmae Reginae", eine Chronik, die Emma bei einem Mönch in Flandern in Auftrag gibt. Das Werk zeichnet das Bild eines erfolgreichen und weisen Herrschers, der durch Klugheit, Freigebigkeit und politische Umsicht überzeugt - während sie seine Missetaten verschweigt. Mit der Geburt ihres Sohnes Hartheknut sichert Emma schließlich auch die dynastische Zukunft - zumindest vorläufig. Expansion, Machtkämpfe, Eroberungen: Die Dokumentationsreihe "Vikings - Legendäre Könige" zeigt den Aufstieg der Wikinger und ihren Einfluss auf Europas Geschichte.

Vikings - Legendäre Könige 23:55

Vikings - Legendäre Könige: Der Bruderkampf

Geschichte

Als Knut der Große 1035 stirbt, entbrennt ein Erbstreit. Sowohl seine Frau Emma als auch seine frühere Partnerin Älfgifu wollen ihre Söhne auf den Thron bringen. Die Macht soll geteilt werden: Älfgifus Sohn Harald erhält die Gebiete nördlich der Themse. Emmas Sohn Hartheknut soll südlich des Flusses regieren. Da Hartheknut in Dänemark ist, kann er nicht verhindern, dass sich sein Stiefbruder Harald ganz England einverleibt. Emma muss handeln. Sie streut Gerüchte, dass Haralds Mutter in Wahrheit nicht Älfgifu sei, sondern eine Dienerin. Zusätzlich kontaktiert sie ihre beiden Söhne in der Normandie, Edward und Alfred Ätheling, die aus erster Ehe mit König Äthelred stammen. Auch sie sind waschechte Prinzen und haben als solche einen Anspruch auf den Thron. Doch der Schachzug ist riskant. Edward und Alfred nehmen das Risiko dennoch auf sich. Sie sind Prinzen im Exil und warten nur auf eine Gelegenheit, die Macht zu ergreifen. 1036 setzen sie nach England über. Während Edward den Versuch vorzeitig abbricht, erreicht Alfred die Küste von Dover. Er will sich auf den Weg zu seiner Mutter machen, gerät jedoch in Gefangenschaft, wird geblendet und stirbt. Emma bleibt allein zurück. Hartheknut ist in Dänemark gebunden und kann ihr nicht zu Hilfe kommen. Sie sieht also keinen anderen Ausweg, als ins Exil nach Flandern zu gehen und dort ihre Rache vorzubereiten. Schon bald nehmen ihre Pläne Gestalt an. Hartheknut macht sich mit einer Armada auf den Weg nach England, um für seine Mutter die englische Krone zurückzugewinnen. Doch das Schicksal nimmt ihm die Arbeit ab: Harald I. stirbt, gerade einmal 24-jährig, noch bevor Hartheknuts Schiffe England erreichen. Hartheknut wird König von England, und Emma, die zweifache Queen, wird Königinmutter. Ihr Glück ist jedoch nicht von langer Dauer. Expansion, Machtkämpfe, Eroberungen: Die Dokumentationsreihe "Vikings - Legendäre Könige" zeigt den Aufstieg der Wikinger und ihren Einfluss auf Europas Geschichte.