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TV Programm für ZDFinfo am 13.09.2026

Jetzt

Becoming Melania Trump 22:10

Becoming Melania Trump: Vom Laufsteg ins Weiße Haus

Menschen

Sie ist die meistbeobachtete Frau der Welt, und doch weiß niemand wirklich, wer sie ist: First Lady Melania Trump. Was steckt hinter ihrer Fassade im Schatten des mächtigen Ehemannes? Aus einfachen Verhältnissen im ehemaligen Jugoslawien stammend, ist Melania Trumps Aufstieg bis ins Weiße Haus beispiellos. Wie viel Einfluss hat sie auf ihren omnipräsenten Ehemann, und welche Rolle spielt sie in seinem Schatten? New York, 1996. Das 25-jährige slowenisch-stämmige Model Melanija Knavs will die berühmtesten Laufstege der Welt erobern. Federico Pignatelli soll ihr dabei helfen: Er ist zu dieser Zeit Besitzer eines der größten Fotostudios in New York. Und nicht nur das: Er ist auch ein enger Bekannter des erfolgreichen Geschäftsmannes Donald Trump. Im zweiten Teil der Doku-Serie erzählt Autorin Minju Song, wie aus dem ambitionierten Model aus Osteuropa schließlich Amerikas First Lady Melania Trump wird. Insider und Wegbereiter erklären, warum sie sich in diese Rolle nur schwer einfindet und das Schweigen zu ihrem Markenzeichen wird. Ein Schweigen allerdings, das keineswegs unbeteiligt ist, sondern hinter dem sie ihre eigenen Fäden zieht: an der Seite ihres Ehemannes, als Mutter des Sohnes Barron, als Fürsprecherin für Themen, die ihr wichtig sind, und als Geschäftsfrau mit eigenem Memecoin und einem millionenschweren Kino-Dokumentarfilm Anfang 2026. Eine zweiteilige Spurensuche nach einer Frau, die nur selten hinter ihre Fassade aus Disziplin und Distanz blicken lässt.

Danach

Protest gegen Trump - Kampf um die Demokratie 22:45

Protest gegen Trump - Kampf um die Demokratie

Auslandsreportage

Unter Donald Trump gerät die Demokratie in den USA zunehmend unter Druck. Aktivisten und Journalisten berichten, was es bedeutet, gegen einen der mächtigsten Männer der Welt aufzustehen. Es sind Menschen, die trotz Drohungen, Diffamierung und politischem Druck nicht schweigen wollen. Sie leisten Widerstand, dokumentieren Missstände und setzen sich für demokratische Werte ein, auch wenn sie dafür häufig einen hohen persönlichen Preis zahlen. Inzwischen sind Graswurzelbewegungen wie die Protestbewegung "Movement 50501" entstanden. Menschen demonstrieren landesweit friedlich für Demokratie und Meinungsfreiheit. Eine von ihnen ist die New Yorkerin Hannah Stauss. Sie will den politischen Entwicklungen nicht tatenlos zusehen. Sie hilft bei der Organisation von Demos und baut Netzwerke auf, um verzweifelten Bürgern eine Anlaufstelle bieten zu können, wenn Trump die Nationalgarde nach New York schickt. An der Columbia University wehren sich Lehrkräfte gegen die Einschränkungen, die ihnen aus Washington auferlegt werden. Die Dozentin Anya Schiffrin lässt es sich trotzdem nicht nehmen, in ihren Vorlesungen über Pressefreiheit aufzuklären. Mehrere Studierende, die bei Protesten 2024 Frieden im Gazastreifen gefordert oder einfach nur kritische Artikel in einer Studentenzeitung verfasst haben, werden unter Trump willkürlich und rechtswidrig verhaftet. Die Einwanderungsbehörde ICE interessiert es dabei offenbar nicht, ob sich jemand legal im Land aufhält oder nicht. Mit der Ermordung von Charlie Kirk im September 2025 verschärft sich die Rhetorik des Präsidenten und seiner Führungsriege noch weiter. So kostet ein Fernsehinterview, mit dessen Verlauf Präsident Trump nicht einverstanden ist, den Reporter Terry Moran letztendlich seinen Job. Der Politikjournalist sieht den geordneten Verlauf der Midterm-Wahlen 2026 gefährdet. Auch Wirtschaftswissenschaftler Joseph Stiglitz hat Zweifel, dass die Wahlen nach den Ereignissen der letzten Monate frei und fair ablaufen werden.

Verbotene Bücher 23:30

Verbotene Bücher: Kulturkampf in den USA

Gesellschaft und Politik

An Amerikas Buchregalen tobt ein Kulturkrieg. Auf der einen Seite lautstarke Befürworter ausufernder Buchverbote, auf der anderen Bibliothekarinnen, die das Recht auf Lesefreiheit verteidigen. Schulbibliotheken waren jahrzehntelang ein sicherer Ort des Lesens und Lernens, des ersten Kontaktes mit der großen unbekannten Welt. Doch konservativen US-Aktivisten sind sie ein Dorn im Auge. Alles, was ihrem Weltbild nicht entspricht, soll entfernt werden. Im Oktober 2021 veröffentlicht Matt Krause, republikanischer Abgeordneter im Repräsentantenhaus von Texas, eine Liste mit 850 Büchern, die von den Schulen auf "obszöne" und "rassistische" Inhalte überprüft werden sollten. Die meisten der beanstandeten Titel behandeln Themen wie Diskriminierung oder LGBTQ+-Identität. Er fordert, dass Schülerinnen und Schüler vor "Pornografie" und allem, was bei ihnen "Unbehagen" oder "Schuldgefühle" hervorrufen könnte, geschützt werden müssten, indem man solche Bücher aus den Schulbibliotheken entferne. Selbst ernannte Elternrechtsgruppen wie die ultrakonservativen "Moms for Liberty" haben seitdem landesweit die Propagandatrommel gerührt. Immer mehr Bücher werden beanstandet, immer gezielter werden diese Attacken koordiniert. Inzwischen sind bereits Tausende Bücher aus Schulbibliotheken verbannt worden. Bibliothekarinnen und Bibliothekare, die nur ihren Job machen - Kindern Zugang zu einer breiten, altersgerechten Auswahl an Literatur zu verschaffen -, sehen sich Diffamierung und Drohungen ausgesetzt, online und im täglichen Leben. Trotzdem haben viele von ihnen nicht klein beigegeben und leisten Widerstand, organisieren sich und kämpfen. Dafür haben sie teilweise mit dem Verlust ihres Arbeitsplatzes bezahlt. Dieser Dokumentarfilm erzählt die Geschichte dieser heldenhaften Kämpferinnen und Kämpfer. Gewöhnliche Bürgerinnen und Bürger, die unerwartet zu Verteidigern der Demokratie geworden sind - und die alles riskieren, um die Grundrechte ihrer jungen Schützlinge zu bewahren.