11:20
Baut der Iran an der Atombombe? Diese Sorge treibt die Welt um. Und einiges spricht dafür, dass die Mullahs tatsächlich mehr wollen als nur die friedliche Nutzung der Nukleartechnik. Die zweiteilige ZDFinfo-Dokumentation "Iran und die Bombe" zeichnet mithilfe von Archiven, beteiligten Wissenschaftlern, Diplomaten und Politikern die historische Genese des iranischen Atomprogramms nach. Es ist eine Geschichte voller Lügen und Geheimnisse. Der zweite Teil, "Auf dem Weg zur Atommacht", zeigt eine Entwicklung, die stark abhängig von den Politikwechseln in den USA ist. Während nach Jahren des Stillstands Barack Obama eine Lösung sucht und sein Atomabkommen mit dem Iran feiert, macht Donald Trump dieses mit einer einzigen Unterschrift wieder zunichte. Die zweiteilige Dokumentation erläutert, wie europäische Atomhändler und kriminelle Wissenschaftler Irans Atomaufstieg unterstützen. Und sie sucht Antworten auf die Frage, warum ein Land, das mit eigenen Gas- und Ölvorkommen keine Atomenergie benötigt, dennoch ein Atomprogramm aufrechterhält. In Interviews, unter anderen mit dem ehemaligen Außenminister Joschka Fischer, geht es vor allem darum, warum internationale Bemühungen um eine Lösung des Konflikts seit Dekaden scheitern. Baut der Iran an der Atombombe? Diese Sorge treibt die Welt seit Jahrzehnten um. Der Zweiteiler "Iran und die Bombe" zeichnet die Genese des iranischen Atomprogramms nach, das sich trotz massiver Sanktionen immer weiterentwickeln konnte. Eine Geschichte voller Lügen und Geheimnisse.
12:05
Traumstrände, türkisblaue Lagunen, Luxusresorts: Rund 1,7 Millionen Touristen kommen jährlich auf den Archipel. Steigender Meeresspiegel, Müll und Extremismus bedrohen das Urlaubsparadies. Um dem wachsenden Tourismus und dem Landverlust durch Überschwemmung entgegenzuwirken, wird im großen Stil Land gewonnen. Multinationale Unternehmen erschaffen künstliche Inseln, vor allem als Baugrund für neue Hotels. Nicht ohne Folgen für die sensiblen Ökosysteme. Große Teile der Korallenriffe sterben ab und mit ihnen ein Teil der Tierwelt. Doch nicht nur die Umwelt der Malediven leidet. Auch politisch sieht sich die Bevölkerung des Inselstaates immer wieder mit Spannungen konfrontiert. Der Islam ist Staatsreligion, und Extremisten propagieren die Scharia. Viele von ihnen lehnen die Demokratie ab. Nur wenige Hundert Meter Luftlinie trennen freizügig bekleidete Touristinnen in Hotelanlagen von den Frauen und Mädchen des Archipels, die zunehmend nur noch komplett bedeckt auf die Straßen gehen. Ein politischer Umbruch scheint schwierig. Andersdenkende wie der ehemalige Staatspräsident Mohamed Nasheed müssen um ihr Leben fürchten.
12:50
Autoritär regiert, extrem abgeschottet: Über den gasreichen Wüstenstaat Turkmenistan ist nur wenig bekannt. Doch das Wenige, das nach außen dringt, ist ebenso bizarr wie beklemmend. So gibt es in der Hauptstadt Aschgabat nur weiße Autos - weil Langzeitdiktator Gurbanguly Berdimuhamedow es so will. Obwohl Ex-Präsident, ist er De-facto-Machthaber und zudem als Sänger, DJ, Reiter, Fahrradprofi, Rennfahrer oder Autor omnipräsent. So absurd der Personenkult um den narzisstischen Gurbanguly Berdimuhamedow erscheint, so gefährlich ist das Leben für jeden, der sich seinem politischen Kurs widersetzt. Oppositionelle werden in dem Einparteienstaat gnadenlos unterdrückt und arbeiten heute größtenteils aus dem Exil. So wie die Menschenrechtsaktivistin Dursoltan Taganova, die aus Istanbul gegen den Berdimuhamedow-Clan und seine Günstlinge vorgeht. Oder Murad Kurbanow, der von seinem französischen Exil aus auf die vielfältigen Missstände in seiner repressiven Heimat aufmerksam macht. Denn jenseits der Prunkbauten und goldüberzogenen Denkmäler, die es sogar schon ins Guinness-Buch der Rekorde geschafft haben, leidet die Bevölkerung Turkmenistans unter bitterer Armut, Hunger, Massenarbeitslosigkeit und Unterdrückung. Währenddessen schwelgt eine sehr kleine Minderheit in geradezu märchenhaftem Reichtum. Zwei Journalisten haben das zentralasiatische Land als eines der wenigen westlichen Filmteams ausgiebig bereist und gewähren - teils mit versteckter Kamera - seltene Einblicke in die absurde Welt Turkmenistans.
13:35
Es ist Staatsdoktrin des Iran, die Islamische Revolution zu verbreiten. Das Regime beeinflusst seine Nachbarn im Nahen Osten religiös, militärisch und wirtschaftlich. Golineh Atai reist durch den Irak, Syrien, Libanon und den Jemen und zeigt, wie das iranische Regime unter anderem durch Waffenlieferungen, politische Parteien und schiitische Milizen die Nachbarn beeinflusst und kontrolliert.
14:20
Die Terroranschläge von 9/11 veränderten die Welt. Die Dokumentation zeichnet nach, wie der "Krieg gegen den Terror" noch heute nachwirkt - und wie Menschen mit den Folgen fertigwerden. Gab es nach dem Fall der Mauer 1989 eine Hoffnung darauf, dass sich Demokratie und Freiheit universell durchsetzen, so haben der 11. September 2001 und sein langer Schatten diese Hoffnung zerstört. Krisen, Überwachung und Hass im Netz prägen das 21. Jahrhundert. Die erste Folge der Reihe zeigt, wie sich nach 9/11 Feindbilder verbreiten und verfestigen - von der "Hamburger Zelle" über rassistische Gewalt in den USA bis hin zum viralen Erfolg von Verschwörungstheorien, die weltweit zunehmen. Nach dem Schock der Anschläge wächst in den USA der Ruf nach Vergeltung. Der "War on Terror" beginnt. Sicherheitsgesetze werden verschärft, Überwachung und Kontrolle ausgeweitet. Zugleich trifft der Verdacht viele Menschen, die mit den Tätern nichts zu tun haben. Der aus Bangladesch stammende Einwanderer Rais Bhuiyan wird in Dallas aus nächster Nähe angeschossen - von einem Rechtsradikalen, der seine Tat als Rache für 9/11 versteht. Doch nach seiner Genesung beschließt das Opfer, sich für den Täter einzusetzen, gegen den die Todesstrafe verhängt wurde. Während die USA nach den Anschlägen nach Antworten suchen und um die richtige Reaktion ringen, formiert sich parallel im Internet Misstrauen gegenüber offiziellen Erklärungen. Der junge Filmemacher Dylan Avery beginnt, mit seinem besten Freund Korey Rowe "Loose Change" zu produzieren - einen Film, der sich rasant verbreitet und 9/11-Verschwörungserzählungen weltweit populär macht. Wie blicken sie heute auf die Auswirkungen des Films? In allen drei Folgen beleuchtet die Reihe, wie 9/11 unsere Welt seit 25 Jahren prägt. Die Geschichten der Protagonistinnen und Protagonisten in den USA und Deutschland werden teils unter Einsatz künstlicher Intelligenz im Stil von Graphic Novels rekonstruiert. Dazu ordnen Expertinnen und Experten die historischen Entwicklungen analytisch ein.
15:05
Die Terroranschläge von 9/11 veränderten die Welt. Die Dokumentation zeichnet nach, wie der "Krieg gegen den Terror" noch heute nachwirkt - und wie Menschen mit den Folgen fertigwerden. Was passiert, wenn ein Land im Namen seiner Sicherheit den Rechtsstaat einschränkt? Auf der Jagd nach den Hintermännern der Anschläge von 2001 setzen die USA durch Rechtsverstöße und Folter ihre Glaubwürdigkeit aufs Spiel. Mit weitreichenden Folgen. Die zweite Folge der Reihe zeigt, wie die US-amerikanischen Geheimdienste nach 9/11 den hohen Stellenwert bekamen, den sie aktuell haben, und wie die heute in vielen Krisen eingesetzten Drohnen in Folge der Anschläge erstmals eingesetzt wurden. Entwicklungen, die auch in den USA selbst kritisch gesehen werden. Der CIA-Agent John Kiriakou leitet in Pakistan die Jagd nach einem hochrangigen Mitglied von Al-Kaida und koordiniert dessen Verhaftung - einer der ersten großen Erfolge im "War on Terror". Als Kiriakou 2007 öffentlich bestätigt, dass die CIA systematisch folterte, wird er selbst verfolgt: Er ist der einzige CIA-Mitarbeiter, der wegen des Folterprogramms ins Gefängnis musste - obwohl er nach eigener Aussage nie selbst gefoltert hat. Brandon Bryant aus Montana tritt 2006 der Air Force bei und landet im Drohnenprogramm der USA. Aus Tausenden Kilometern Entfernung feuert er Raketen auf Menschen, die er nur als Wärmesignatur auf einem Bildschirm sieht. Nach Hunderten von Einsätzen mit mindestens 13 Toten verlässt er die Streitkräfte mit einer schweren posttraumatischen Belastungsstörung. Murat Kurnaz, 1982 in Bremen geboren, reist kurz nach 9/11 aus religiöser Neugier nach Pakistan. Er gerät in eine Routinekontrolle, wird verhaftet und landet unter falschem Verdacht in Guantánamo. Vier Jahre lang sitzt er dort als Gefangener 053 - ohne Prozess, ohne Beweis, ohne Rechte. Der Bremer Anwalt Bernhard Docke, der Kurnaz' Geschichte erzählt, macht sich damals für seine Freilassung stark, die schlussendlich gelingt. In allen drei Folgen beleuchtet die Reihe, wie 9/11 unsere Welt seit 25 Jahren prägt. Die Geschichten der Protagonistinnen und Protagonisten in den USA und Deutschland werden teils unter Einsatz künstlicher Intelligenz im Stil von Graphic Novels rekonstruiert. Dazu ordnen Expertinnen und Experten die historischen Entwicklungen analytisch ein.
15:50
Die Terroranschläge von 9/11 veränderten die Welt. Die Dokumentation zeichnet nach, wie sie die politische Spaltung in den USA befeuerten - und wie Menschen mit den Folgen fertigwerden. Hat der "War on Terror" letztlich mehr Radikalisierung erzeugt als verhindert? Bilder aus Guantánamo, Bagdad und Kabul untergruben die Glaubwürdigkeit der amerikanischen Einsätze und verstärkten die Spaltung, die Donald Trump für seinen eigenen Aufstieg nutzen konnte. Folge drei der Reihe zeigt, wie sich nach dem anfänglichen Schock von 2001 politische und gesellschaftliche Brüche substanziell vertiefen - vom Aufstieg des Rechtspopulismus über die Erosion des Vertrauens in etablierten Medien bis zum Abzug der NATO-Truppen aus Afghanistan. Kai Pfaffenbach ist 2001 einer der ersten deutschen Fotografen am Ground Zero und dokumentiert danach als Kriegsreporter Militäreinsätze in Afghanistan, Irak und weiteren gefährlichen Orten. 2014 wird seine engste Kollegin und Freundin, die preisgekrönte Fotojournalistin Anja Niedringhaus, in Afghanistan ermordet. Wie der Journalist Claus Kleber berichtet Pfaffenbach über die Macht der Bilder im Kontext von 9/11 und danach. Nicholas Gorki wird nach 9/11 geboren - sein Vater, ein junger Banker aus Iserlohn, starb im World Trade Center, bevor sein Sohn das Licht der Welt erblickte. Nicholas wächst in den USA bei der Mutter auf und beobachtet, wie seine Generation zunehmend politisiert wird. Irfan Peci radikalisiert sich nach 9/11 im Internet, leitet als Jugendlicher von der Oberpfalz aus die deutschsprachige Onlinepropaganda von Al-Kaida. Nach seiner späteren Verhaftung bricht der Sohn bosnischer Einwanderer mit der Ideologie, wird V-Mann des Verfassungsschutzes. Nach seiner Enttarnung taucht er unter. Heute tritt er als vehementer Islamkritiker auf. In allen drei Folgen beleuchtet die Reihe, wie 9/11 unsere Welt seit 25 Jahren prägt. Die Geschichten der Protagonistinnen und Protagonisten in den USA und Deutschland werden teils unter Einsatz künstlicher Intelligenz im Stil von Graphic Novels rekonstruiert. Dazu ordnen Expertinnen und Experten die historischen Entwicklungen analytisch ein.
16:40
Welche Wegmarken waren prägend für Donald Trump auf seinem Weg zur Macht? Vom Immobilienmogul und Reality-TV-Star wird er zum US-Präsidenten und damit zum mächtigsten Mann der Welt. Der Drill im Militärinternat weckt seinen Kampfgeist. Mit dem Trump Tower baut er sich ein Statussymbol. Trotz Millionenpleiten gilt er als Wirtschaftsgenie. "The Apprentice" macht ihn zum TV-Star. Und aus dem Attentat auf ihn schlägt er politisches Kapital. Donald Trumps Vater Fred Trump ist erfolgreicher Bauunternehmer in Brooklyn, der aus der Wohnungsnot nach dem Zweiten Weltkrieg Kapital schlägt. Keines seiner Kinder kann es ihm recht machen. Da sein mittlerer Sohn Donald ständig über die Stränge schlägt, schickt er ihn auf die New York Military Academy, damit er dort durch militärischen Drill Kampfgeist und Disziplin erlernt. Gleich nach dem Studium der Wirtschaftswissenschaften steigt Donald Trump in das Immobilienimperium seines Vaters ein. Er schafft den Sprung nach Manhattan und lässt mit Unterstützung des berüchtigten Mafia-Anwalts Roy Cohn den Trump Tower errichten, mit dem er sich in New York einen Namen macht. Nach einer Welle von Insolvenzen in den 1990ern gelingt ihm 2004 ein beachtliches Comeback: Er wird das Gesicht der Realityshow "The Apprentice", in der sich Kandidaten für eine Stelle in einem seiner Unternehmen bewerben, bis sie mit Trumps berühmtem Satz "You're fired!" rausfliegen. Als einer der führenden Köpfe der sogenannten Birther-Bewegung behauptet Trump, US-Präsident Barack Obama sei nicht in den Vereinigten Staaten geboren und damit zu Unrecht Präsident geworden. Dieser nimmt ihn in seiner Rede beim White House Correspondents' Dinner 2011 ins Visier und liefert zur Belustigung seines Publikums einige Pointen auf Kosten Trumps. Ob er sich nach dieser Schmach aus Trotz als Präsidentschaftskandidat aufstellen lässt, ist Spekulation. Bei dem Attentat während einer Wahlkampfveranstaltung am 14. Juli 2024, bei dem er von einem Schützen am Ohr verletzt wird, reagiert er geistesgegenwärtig. Das symbolträchtige Foto, auf dem er vor der amerikanischen Flagge mit hochgereckter Faust "Fight, fight, fight" ruft, geht um die Welt. Der Vorfall dürfte ihm einige Wählerstimmen mehr eingebracht haben.
17:20
Mit der Amtseinführung des 47. US-Präsidenten zieht nicht nur Donald Trump ins Weiße Haus. Ein Clan aus Familienmitgliedern und Superreichen bildet das neue Machtzentrum der USA. Für die Trumps ist Politik ein Familiengeschäft: Söhne, Töchter, Schwiegerkinder - sie alle spielen eine Rolle in der zweiten Amtszeit des Präsidenten. Sogar Trumps Enkeltochter Kai wird als junge Influencerin eingespannt, um die Gen Z anzusprechen. Ein Blick auf Trumps Kabinett macht deutlich, dass für den neuen US-Präsidenten bedingungslose Loyalität und Reichtum wichtiger sind als politische Erfahrung und Expertise. So wird der Impfskeptiker und Verschwörungstheoretiker Robert F. Kennedy Jr. Trumps Gesundheitsminister, und die neue Bildungsministerin ist die Wrestling-Ikone Linda McMahon. Auch ein elitäres Netzwerk wohlhabender Unterstützer sichert sich einflussreiche Posten. Präsident Trumps Anwesen Mar-a-Lago in Florida wird zur politischen Schaltzentrale. Dort geben sich finanzkräftige Verbündete wie Bill White oder der exzentrische Milliardär Elon Musk die Klinke in die Hand. Für ihre Loyalität und finanzielle Unterstützung werden sie vom Präsidenten belohnt: Während Bill White ohne jegliche diplomatische Erfahrung US-Botschafter in Belgien werden soll, räumt Elon Musk als Leiter des "Department of Government Efficiency" (DOGE) den Regierungsapparat auf und sorgt vorgeblich für "Effizienz". Die Dokumentation gewährt Einblicke in die Verflechtungen von Politik, Geld und Vetternwirtschaft. Sie zeigt, wie die Trump-Dynastie Amerika regiert.
18:10
Als Donald Trump am 20. Januar 2025 im Weißen Haus vereidigt wird, ahnt die Welt noch nicht, dass der 47. Präsident der USA die Weltordnung in atemberaubender Geschwindigkeit verändern wird. Trump und seine Gefolgsleute agieren im Fahrwasser des "Project 2025": Das Strategiepapier der nationalkonservativen "Heritage Foundation" hat die Umgestaltung der US-Gesellschaft in eine weiße, rassistische, christlich geprägte Welt zum Ziel. An Parlamenten und Gerichten vorbei regiert Trump mit Dekreten. Parallel setzt die Behörde DOGE zum Kahlschlag gegen alles an, was nun in den USA als "unnütz" gilt. Es ist der Stresstest für eine der ältesten Demokratien der Welt. Das System von "Checks and Balances" wird auf allen Ebenen ausgehebelt, zum Nutzen von Trump und seinen Getreuen. Die Dokumentation von Gaston Sasa Koren und Dietrich Duppel zeigt in eindringlichen Reportagen die Auswirkungen der "Agenda Trump" auf die Menschen in den USA: Der karitative "Health Wagon" in den Appalachen hat mehr Zulauf denn je. In den Everglades wird rund um das Abschiebegefängnis "Alligator Alcatraz" keine Rücksicht auf die Umwelt genommen. Die queere Irak-Veteranin Joy Marver verliert - wie Hunderttausende Staatsbedienstete - ihren Job. Der afroamerikanische Aktivist Elijah Miles erzieht Jugendliche in Baltimore zur Ordnung, der exzentrische Multimillionär Frederick McLendon engagiert sich in Florida für Obdachlose. Internationale Journalisten und Experten ordnen die Politik Trumps ein: Nach einem Jahr hat Trump mit disruptiver Konsequenz die USA und die Welt radikal verändert.
19:40
Oliver Welke fasst die Folgen der Landtagswahl für den Kanzler, dessen Politik und die Menschen in Sachsen-Anhalt zusammen. Außerdem nimmt er den Haushaltsentwurf 2027 unter die Lupe. Diesmal in Welkes Team: Lou Strenger, Friedrich Küppersbusch und Olaf Schubert. Diese Sendung wird im Web und in der App mit Gebärdensprache und Audiodeskription angeboten.
20:15
Las Vegas - die Glitzerstadt in der Wüste Nevadas ist Sinnbild für den American Dream von Aufstieg und Erfolg. Ein staubiges Wüstennest wurde zur Welthauptstadt ikonischer Casinos. Von einer Oase mit natürlichen Quellen zu einer Eisenbahnstation, zum Gangsterparadies, zur "Atomic City" und schließlich zu einer Hotelmetropole. Ein Magnet für Zocker und Glücksritter, Abenteurer und Romantiker. Las Vegas entwickelte sich seit Gründung im Jahr 1905 zu einem globalen Entertainment-Zentrum, das Millionen anzieht und Milliarden bewegt. Wer die Stadt heute besucht, ist überwältigt von der schieren Größe, Masse und Opulenz. Doch wofür steht Las Vegas - für grenzenlose Freiheit und Aufstiegschancen oder für die Kehrseite des amerikanischen Traums? Selbst eingefleischte Fans können diese Frage nicht eindeutig beantworten. In Las Vegas zeigt sich wie unter einem Brennglas der American Way of Life mit all seinen Extremen und Widersprüchen. "Las Vegas und der amerikanische Traum" blickt hinter das Narrativ der glitzernden Zockermetropole in die weniger bekannten Kapitel der Stadt. Zu Wort kommen die Menschen, die die Stadt zu ihrer Heimat gemacht haben: Historiker, Journalisten, Sozialarbeiter, Obdachlose, Croupiers, Glücksspieler, Immobilienprofis, Artisten und Extremsportler. "If you make it here, you'll make it anywhere." Vielleicht gilt der berühmte Satz in seiner Abwandlung in Las Vegas noch mehr als in New York oder irgendwo sonst in den Vereinigten Staaten von Amerika.
21:45
First Lady Melania Trump arbeitet seit mehr als 30 Jahren an ihrem Image. Das ehemalige Model weiß von klein auf, wo ihr Weg hingehen soll: nach ganz oben. Wer steckt hinter der Fassade dieser Melania Trump, die nur selten aus dem Schatten ihres mächtigen Mannes hinaustritt? Eine Geschichte, die weit weg vom Glamour des Weißen Hauses beginnt, erzählt von Insidern und engen Wegbegleitern. Autorin Minju Song folgt in zwei Teilen den Spuren der heutigen First Lady, beginnend als Melanija Knavs in einem kleinen Dorf in Osteuropa: Sevnica im ehemaligen Jugoslawien. Aus einfachen Verhältnissen stammend, träumt sie schon früh von Fashion und Laufsteg und verfolgt ihre Ziele mit eiserner Disziplin. Der Zusammenbruch Jugoslawiens Anfang der 1990er-Jahre öffnet ihr die Türen gen Westen und in die Modewelt, von der sie schon immer geträumt hat. Sie kommt in Mailand unter Vertrag, reist quer durch Europa zu Castings und Shootings. Mit 25 Jahren hat sie viel erreicht, aber sie ist noch nicht am Ziel: Sie will nun die New Yorker Laufstege erobern. Dass ihr Leben dabei einen ganz anderen Lauf nehmen wird, ahnt sie zu dem Zeitpunkt noch nicht. Eine zweiteilige Spurensuche nach einer Frau, die nur selten hinter ihre Fassade aus Disziplin und Distanz blicken lässt.
22:10
Sie ist die meistbeobachtete Frau der Welt, und doch weiß niemand wirklich, wer sie ist: First Lady Melania Trump. Was steckt hinter ihrer Fassade im Schatten des mächtigen Ehemannes? Aus einfachen Verhältnissen im ehemaligen Jugoslawien stammend, ist Melania Trumps Aufstieg bis ins Weiße Haus beispiellos. Wie viel Einfluss hat sie auf ihren omnipräsenten Ehemann, und welche Rolle spielt sie in seinem Schatten? New York, 1996. Das 25-jährige slowenisch-stämmige Model Melanija Knavs will die berühmtesten Laufstege der Welt erobern. Federico Pignatelli soll ihr dabei helfen: Er ist zu dieser Zeit Besitzer eines der größten Fotostudios in New York. Und nicht nur das: Er ist auch ein enger Bekannter des erfolgreichen Geschäftsmannes Donald Trump. Im zweiten Teil der Doku-Serie erzählt Autorin Minju Song, wie aus dem ambitionierten Model aus Osteuropa schließlich Amerikas First Lady Melania Trump wird. Insider und Wegbereiter erklären, warum sie sich in diese Rolle nur schwer einfindet und das Schweigen zu ihrem Markenzeichen wird. Ein Schweigen allerdings, das keineswegs unbeteiligt ist, sondern hinter dem sie ihre eigenen Fäden zieht: an der Seite ihres Ehemannes, als Mutter des Sohnes Barron, als Fürsprecherin für Themen, die ihr wichtig sind, und als Geschäftsfrau mit eigenem Memecoin und einem millionenschweren Kino-Dokumentarfilm Anfang 2026. Eine zweiteilige Spurensuche nach einer Frau, die nur selten hinter ihre Fassade aus Disziplin und Distanz blicken lässt.
22:45
Unter Donald Trump gerät die Demokratie in den USA zunehmend unter Druck. Aktivisten und Journalisten berichten, was es bedeutet, gegen einen der mächtigsten Männer der Welt aufzustehen. Es sind Menschen, die trotz Drohungen, Diffamierung und politischem Druck nicht schweigen wollen. Sie leisten Widerstand, dokumentieren Missstände und setzen sich für demokratische Werte ein, auch wenn sie dafür häufig einen hohen persönlichen Preis zahlen. Inzwischen sind Graswurzelbewegungen wie die Protestbewegung "Movement 50501" entstanden. Menschen demonstrieren landesweit friedlich für Demokratie und Meinungsfreiheit. Eine von ihnen ist die New Yorkerin Hannah Stauss. Sie will den politischen Entwicklungen nicht tatenlos zusehen. Sie hilft bei der Organisation von Demos und baut Netzwerke auf, um verzweifelten Bürgern eine Anlaufstelle bieten zu können, wenn Trump die Nationalgarde nach New York schickt. An der Columbia University wehren sich Lehrkräfte gegen die Einschränkungen, die ihnen aus Washington auferlegt werden. Die Dozentin Anya Schiffrin lässt es sich trotzdem nicht nehmen, in ihren Vorlesungen über Pressefreiheit aufzuklären. Mehrere Studierende, die bei Protesten 2024 Frieden im Gazastreifen gefordert oder einfach nur kritische Artikel in einer Studentenzeitung verfasst haben, werden unter Trump willkürlich und rechtswidrig verhaftet. Die Einwanderungsbehörde ICE interessiert es dabei offenbar nicht, ob sich jemand legal im Land aufhält oder nicht. Mit der Ermordung von Charlie Kirk im September 2025 verschärft sich die Rhetorik des Präsidenten und seiner Führungsriege noch weiter. So kostet ein Fernsehinterview, mit dessen Verlauf Präsident Trump nicht einverstanden ist, den Reporter Terry Moran letztendlich seinen Job. Der Politikjournalist sieht den geordneten Verlauf der Midterm-Wahlen 2026 gefährdet. Auch Wirtschaftswissenschaftler Joseph Stiglitz hat Zweifel, dass die Wahlen nach den Ereignissen der letzten Monate frei und fair ablaufen werden.
23:30
An Amerikas Buchregalen tobt ein Kulturkrieg. Auf der einen Seite lautstarke Befürworter ausufernder Buchverbote, auf der anderen Bibliothekarinnen, die das Recht auf Lesefreiheit verteidigen. Schulbibliotheken waren jahrzehntelang ein sicherer Ort des Lesens und Lernens, des ersten Kontaktes mit der großen unbekannten Welt. Doch konservativen US-Aktivisten sind sie ein Dorn im Auge. Alles, was ihrem Weltbild nicht entspricht, soll entfernt werden. Im Oktober 2021 veröffentlicht Matt Krause, republikanischer Abgeordneter im Repräsentantenhaus von Texas, eine Liste mit 850 Büchern, die von den Schulen auf "obszöne" und "rassistische" Inhalte überprüft werden sollten. Die meisten der beanstandeten Titel behandeln Themen wie Diskriminierung oder LGBTQ+-Identität. Er fordert, dass Schülerinnen und Schüler vor "Pornografie" und allem, was bei ihnen "Unbehagen" oder "Schuldgefühle" hervorrufen könnte, geschützt werden müssten, indem man solche Bücher aus den Schulbibliotheken entferne. Selbst ernannte Elternrechtsgruppen wie die ultrakonservativen "Moms for Liberty" haben seitdem landesweit die Propagandatrommel gerührt. Immer mehr Bücher werden beanstandet, immer gezielter werden diese Attacken koordiniert. Inzwischen sind bereits Tausende Bücher aus Schulbibliotheken verbannt worden. Bibliothekarinnen und Bibliothekare, die nur ihren Job machen - Kindern Zugang zu einer breiten, altersgerechten Auswahl an Literatur zu verschaffen -, sehen sich Diffamierung und Drohungen ausgesetzt, online und im täglichen Leben. Trotzdem haben viele von ihnen nicht klein beigegeben und leisten Widerstand, organisieren sich und kämpfen. Dafür haben sie teilweise mit dem Verlust ihres Arbeitsplatzes bezahlt. Dieser Dokumentarfilm erzählt die Geschichte dieser heldenhaften Kämpferinnen und Kämpfer. Gewöhnliche Bürgerinnen und Bürger, die unerwartet zu Verteidigern der Demokratie geworden sind - und die alles riskieren, um die Grundrechte ihrer jungen Schützlinge zu bewahren.