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TV Programm für ZDFinfo am 10.03.2026

Attentat am Obersalzberg - Geheimplan "Foxley" 04:05

Attentat am Obersalzberg - Geheimplan "Foxley"

Geschichte

Eine Geheimakte im Londoner Nationalarchiv enthüllt: 1944 plante eine Eliteeinheit des britischen Geheimdienstes ein Attentat auf Adolf Hitler. Der Codename: Operation Foxley. Lange ist die Akte topsecret. Nun offenbart sie alle Anschlagsszenarien auf den deutschen Diktator. Finaler Plan: Ein britischer Agent soll Hitler beim Berghof am Obersalzberg erschießen. Doch die Akte wird plötzlich geschlossen, Operation Foxley nie durchgeführt. 1998 wird in London eine lange unter Verschluss gehaltene Akte veröffentlicht: das Foxley-Dossier. Verfasser ist die Special Operations Executive, kurz SOE, eine im Zweiten Weltkrieg gegründete Einheit des britischen Geheimdienstes. Agenten mit Codenamen machen Pläne für einen Anschlag auf Adolf Hitler. Attentat mit Bombe? Vergiftetes Trinkwasser im Führerzug? Ein Plan scheint Erfolg versprechend: Ein britischer Agent soll gut getarnt nach Deutschland eingeschleust werden und Hitler bei einem Spaziergang am Obersalzberg erschießen. Detailliert zeigt der spannende Film die geheimen Vorbereitungen der britischen Agenten - festgehalten in der Topsecret-Akte Foxley. Dort sind auch Hitlers Gewohnheiten, Pläne seines Berghofs mit Umgebung sowie Zeichnungen der SS-Uniformen und Informationen über geeignete Waffen dokumentiert. Anfang 1945 soll es so weit sein. Der geeignete britische Agent ist gefunden. Er spricht perfekt Deutsch und ist ein ausgezeichneter Scharfschütze. Doch dann wird die Akte plötzlich geschlossen, die Operation, die den Lauf der Geschichte hätte ändern können, gestoppt. Wenige Monate später ist der Krieg vorbei, Hitler ist tot, und die Deutschen sind besiegt. Britische Historiker ergänzen die Informationen der Akte und versuchen, die Frage zu beantworten, warum Operation Foxley so kurz vor der Durchführung abgesagt wird.

Attentat auf Hitler 04:45

Attentat auf Hitler: Stauffenberg und der deutsche Widerstand

Geschichte

Am 20. Juli 1944 hängt Deutschlands Zukunft an seiner Tat: Oberst Stauffenbergs Attentat auf Hitler könnte den Krieg beenden und Millionen Menschenleben retten. Der entscheidende Versuch. Stauffenberg ist nicht allein. Die 90-minütige Dokumentation erzählt den dramatischen Verlauf des Schicksalstages vor 80 Jahren. Und porträtiert todesmutige Menschen in einem weitverzweigten, wenig bekannten Netzwerk des Widerstands gegen die totalitäre Diktatur. Das Attentat des Verschwörerkreises um Claus Schenk Graf von Stauffenberg am 20. Juli 1944, das sich zum 80. Mal jährt, markiert eine historische Zäsur. Der zum Greifen nahe Sturz des Regimes hätte vermutlich Millionen Verfolgte und Kriegsopfer vor dem Tod bewahrt. Die letzte Chance, dass Deutsche sich aus eigener Kraft der Diktatur entledigen. Die Dokumentation schildert minutiös und nach neuesten Erkenntnissen, wie weitsichtig die Verschwörer vorgehen und warum ihr Vorhaben am Ende dennoch scheitert. Sie zeigt zugleich, wie viele Anläufe dem Attentat vom 20. Juli vorausgegangen sind. Und beschreibt, wie breit, vielfältig und todesmutig sich der Widerstand gegen die Diktatur damals formiert: vom Alleintäter Georg Elser über den "Kreisauer Kreis", das Netzwerk um Wilhelm Leuschner bis zur "Roten Kapelle". Doch sie sind einsam in der Masse der Mitläufer. Selbst nach dem Krieg wird vielen keine Anerkennung zuteil. Mit Aussagen aus der aktuellen Forschung wie auch aus dem Familienumfeld holt der Film die couragiert Handelnden aus dem Schatten des Vergessens. Und geht zugleich auf Fragen ein, die heute aktueller sind denn je: Was treibt Menschen in den Widerstand? Wie hoch ist der Preis? Wie weitreichend die Wirkung? Am Ende münden all diese Erfahrungen in eine Erkenntnis: Es ist wichtig, der Herrschaft des Unrechts von Beginn an entgegenzutreten.

Hitlers U-Boot-Fabrik - Bunker Valentin 06:15

Hitlers U-Boot-Fabrik - Bunker Valentin

Dokumentation

Ein Gigant aus Beton: 1943 beginnt der Bau der U-Boot-Werft "Valentin" in Bremen-Farge. Es ist eines der größten Rüstungsprojekte der Kriegsmarine im Zweiten Weltkrieg. Im Bunker Valentin soll das neuartige U-Boot vom Typ XXI produziert werden und die erhoffte Wende im Seekrieg bringen. Mehr als 10.000 KZ-Häftlinge und Kriegsgefangene müssen für den Bau der bombensicheren Fabrik Zwangsarbeit leisten. Das U-Boot soll in der Bunkerwerft im Fließbandverfahren hergestellt werden. Die einzelnen U-Boot-Teile, sogenannte Sektionen, sollen aus Bremen, Hamburg und Danzig angeliefert und im Bunker montiert werden. "Der Bunker Valentin war ja kein Reparatur-Bunker", erklärt Historiker Prof. Sönke Neitzel, "sondern eine U-Boot-Werft zur Herstellung von U-Booten. Und das gab es nur da. Es ist die einzige überbunkerte U-Boot-Werft der Weltgeschichte." Tausende Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter müssen auf der Großbaustelle unter unmenschlichen Bedingungen schuften. Bei Hitze und Frost und ohne Schutzkleidung müssen sie körperlich schwere und gefährliche Arbeit verrichten. "Sie haben uns immer angeschrien: 'schnell, schnell, du verfluchter Hund'", erinnert sich Zeitzeuge Marian Hawling. Mehr als 1600 Menschen überleben die Tortur nicht und sterben an körperlicher Erschöpfung, Unterernährung oder durch die Willkür der Aufseher. Das gewaltige Relikt aus der NS-Zeit ist heute eine Gedenkstätte. Damit das Leid der Zwangsarbeiter im U-Boot-Bunker nicht in Vergessenheit gerät, klären Historikerinnen und Historiker vor Ort über die Geschichte des Bunkers auf. Sie organisieren Workshops, Führungen und Kulturveranstaltungen. "Ich finde es wichtig, dass wir uns mit diesem Ort auseinandersetzen, das sind wir den Opfern und ihren Angehörigen schuldig", sagt Historiker Dr. Marcus Meyer, und er betont, wie wichtig es sei, Erinnerungskultur und Freiheitsrechte zu bewahren. In der Dokumentation "Hitlers U-Boot-Fabrik - Bunker Valentin" beleuchten Historiker und Zeitzeugen die Geschichte des Bunkerbaus und die damit verbundenen Schicksale.

Das unterirdische Reich 07:00

Das unterirdische Reich: Von Wunderwaffen und Sklavenarbeitern

Es war eines der größten Bauvorhaben der Menschheitsgeschichte: bombensichere Produktionsstätten für das "Dritte Reich". Berge werden unterhöhlt. In kilometerlangen Stollen sollen ganze Rüstungsindustrien installiert werden. "Wunderwaffen" sollen Tod und Verderben über die Feinde bringen, unterirdische Fabriken Nachschub für die Wehrmacht liefern. 1944 werden ganze Fabrikanlagen in unterirdische Stollen verlegt, um sie dem Bombenhagel der Alliierten zu entziehen. Hunderttausende Sklavenarbeiter müssen das Werk für die Nationalsozialisten vollbringen - wie viele ihr Leben dabei lassen, ist ungewiss. Bis zum letzten Tag des Krieges wird fieberhaft in den Tunneln gearbeitet.

Das unterirdische Reich 07:45

Das unterirdische Reich: Von Festungen und Führerbunkern

1944 werden ganze Fabrikanlagen in unterirdische Stollen verlegt, um sie dem Bombenhagel der Alliierten zu entziehen. Sklavenarbeiter mussten die kilometerlangen Tunnel in die Berge graben. Die Dokumentation zeigt eine Rekonstruktion der Geschichte des "unterirdischen Reiches".

Die geheimen Bunker der DDR und der Schweiz 08:30

Die geheimen Bunker der DDR und der Schweiz

Geschichte

Es war ein brisantes Geheimnis: Honecker und Co. haben sich für den Ernstfall umfangreiche unterirdische Bunker bauen lassen. Der Film zeigt Anlagen, die erhalten geblieben sind. In der Schweiz wurden vor 1945 als Antwort auf die Bedrohung durch Nazideutschland mehr als 26.000 militärische Anlagen errichtet, sogenannte falsche Chalets.

Bunker, Sirenen, Vorräte 09:15

Bunker, Sirenen, Vorräte: Wie schützt uns der Staat im Krisenfall?

Dokumentation

Die Angst vor Krieg und Krisen ist zurück. Seit dem Angriff Russlands auf die Ukraine sind Lebensmittelknappheit oder Stromausfall durch Cyberattacken zu realen Bedrohungsszenarien geworden. Hamsterkäufe, kein Mehl, kein Sonnenblumen- oder Rapsöl mehr in deutschen Supermarktregalen. Anbieter von Privatbunkern können sich vor Anfragen kaum retten. Ist Deutschland für einen, wie auch immer gearteten, Ernstfall gewappnet? Lucas Eiler und Sebastian Galle begeben sich auf die Spur des staatlichen Zivilschutzes. Wie ist Deutschland aufgestellt? Welche Krisenszenarien gibt es? Haben Bund und Länder genügend Vorkehrungen für den Fall getroffen, dass tatsächlich der Strom ausfällt, die Läden leer gekauft sind oder ein Cyberangriff die Infrastruktur lahmlegt? Die Recherche zeigt, dass es um den staatlichen Zivil- und Katastrophenschutz nicht gut bestellt ist. Die zuständige Behörde wurde heruntergespart, Bunkeranlagen zweckentfremdet und Sirenen eingemottet. Wolfram Geier vom Bundesamt für Bevo?lkerungsschutz und Katastrophenhilfe räumt ein: "Für einen klassischen Kriegsfall können wir momentan logischerweise gar nicht ganz aktuell gerüstet sein. Denn wenn jahrzehntelang Abbau betrieben worden ist von Strukturen, dann kann das nicht innerhalb von Tagen oder Wochen wieder hergestellt sein." Bundesinnenministerin Nancy Faeser dagegen beschwichtigt gegenüber "ZDFzoom": "Im Moment haben wir keine Krisenszenarien, wo wir sagen, das ist jetzt zwingend notwendig, davor zu warnen." In der Prepper-Szene traut man dem Staat ohnehin nicht zu, dass er seine Bürger und Bürgerinnen schützt. Man bereitet sich selbst mit Vorratshaltung und selbst gebauten Schutzbunkern auf den Ernstfall vor. In Gesprächen mit Experten und Verantwortlichen wird deutlich, dass das Wunschdenken der Vergangenheit, es möge nie wieder Krieg geben, heute nicht mehr passt. Deutschland muss dringend nachbessern, um im Ernstfall eine Krise oder gar Katastrophe mit möglichst geringem Schaden für Leben und Gesundheit der Menschen überstehen zu können. Mehr unter www.diespur.zdf.de

heute Xpress 09:43

heute Xpress

Nachrichten

Egal, ob Politik, Wirtschschaft, Kultur oder Gesellschaft - das Nachrichtenmagazin informiert kurz und knackig über aktuell relevante Themen.

Geheimes Russland - Die Unterwelten von Samara 09:45

Geheimes Russland - Die Unterwelten von Samara

Dokumentation

Im Zweiten Weltkrieg sollte die Industriestadt Samara Fluchtort für die Sowjet-Regierung werden. Es entstanden Bunkeranlagen, die bis heute nicht vollständig erforscht sind. Auch die Armeeführung, das diplomatische Korps und sogar das Bolschoi-Ballett sollten in der Ersatzhauptstadt unterkommen. Davon ist selbst in der Sowjetunion lange nichts bekannt gewesen. Samara wurde beim Angriff der deutschen Wehrmacht hastig als Ersatzhauptstadt für Moskau ausgebaut. Damals hieß die Stadt an der Wolga noch Kuibyschew. In aller Eile gruben Spezialisten des Moskauer Metrobaus weitläufige Bunkeranlagen in den Untergrund. So entstanden zahllose unterirdische Gebäude, deren genaue Lage und Struktur bis heute nicht komplett bekannt sind. Rund um die Stadt wurden Versorgungs- und Propagandaeinrichtungen errichtet. Moskauer Spezialisten bauten auch den damals reichweitenstärksten Radiosender der Welt. Ein eigens dafür ausgehöhlter Berg wurde von Gulag-Sträflingen zur Lebensmittelversorgung der Stadt und ihrer prominenten Bewohner in einen gigantischen Kühlschrank verwandelt. Er ist bis heute militärisches Sperrgebiet. Der Film begleitet den Hobbyforscher Petr Yacubson, der auf der Rückseite des "Kühlschrankes" ein Stollensystem erkundet. Er schafft es auch, mitten in der Stadt in die Kommandozentrale unter dem Militärhospital vorzudringen. Das Krankenhaus ist noch in Betrieb. Von dort wird der darunterliegende, verfallene Bunker noch immer mit Elektrizität versorgt. In der Anlage gab es einen eigenen Trakt mit Parkettboden und schick gefliestem Badezimmer für Stalins Tochter. Auch Dimitri, ein ehemaliger Elitesoldat, hat sich der Erkundung des Untergrundes von Samara verschrieben. Er ist auf Tauchgänge spezialisiert. Sie sind oft notwendig, denn große Teile der Bunkeranlagen stehen durch die unmittelbare Nähe zur Wolga unter Wasser. Dimitri ist risikofreudig: Trotz einer Beinprothese scheut er keine noch so gefährliche Expedition. Aus einem der Bunker wäre er beinahe nicht mehr lebend herausgekommen. Abschrecken lässt sich der ehemalige Soldat aber nicht - es gibt noch viel zu entdecken.

Geheimes Russland - Moskaus Unterwelten 10:30

Geheimes Russland - Moskaus Unterwelten

Dokumentation

Was liegt wirklich unter der russischen Hauptstadt verborgen? Bunker und Fluchtwege aus dem Kreml - aber eine geheime Metro, die in zwölf Minuten das Zentralkomitee evakuieren könnte? Die sie zu Bunkern am Stadtrand oder zum Flughafen in Sicherheit bringen könnte, während oben der Atomkrieg wütete? Die Dokumentation kehrt zurück an die Orte und die sagenumwobenen Stätten, an denen die Geheimnisse Russlands gehütet wurden. Zeitzeugen berichten, wie Freund und Feind hinters Licht geführt wurden. Alle geheimen Orte entstanden durch militärische "Notwendigkeiten". Ihr damaliger Zweck wird historisch eingebettet, um die Rolle Russlands in der Weltgeschichte aus heutiger Sicht auch für das junge Publikum verständlich zu machen.

Geheimes Russland 11:15

Geheimes Russland: Die Unterwelten von Kaliningrad

Dokumentation

Kaliningrad - russische Exklave, mitten im EU-Gebiet. Im Untergrund: verborgene Festungen und Bunker aus deutscher Zeit, als Kaliningrad noch Königsberg hieß und Hauptstadt Ostpreußens war. Zusammen mit Diggern, Hobbyarchäologen und einem Architekten erkundet die Dokumentation die geheimnisvollen Untergrundbauten Kaliningrads. Forscher Sergey hofft auf den großen Schatz: das Bernsteinzimmer. Digger Jevgenij findet einen Torpedobunker am alten Hafen. Königsberg galt als Perle unter den deutschen Städten, geschützt von gigantischen Festungsringen. Bis 1945 war Königsberg Hauptstadt der Provinz Ostpreußen. Am Ende des Zweiten Weltkrieges liefern sich die Rote Armee und die deutsche Wehrmacht erbitterte Kämpfe. Aus der östlichsten Großstadt wird die westlichste Stadt der Sowjetunion. Königsberg wird zu Kaliningrad. Stalin verleiht der völlig zerstörten Stadt nicht nur einen neuen Namen, er lässt sie auch einfach verfallen. Die deutschen Bewohner werden vertrieben, flüchten und werden durch russische Siedler und Soldaten ersetzt. Die Sowjetunion und später Russland nutzen das gesamte Gebiet als militärischen Stützpunkt. Man zerstört historische deutsche Bauten, wie das Königsberger Schloss, um das Andenken zu vernichten. Was unter den Trümmern begraben liegt, interessiert lange Zeit niemanden. Bis diese geheimen Welten zu einem Paradies für Untergrundforscher werden. Einer von ihnen, Jevgenij, untersucht am liebsten das alte Schießpulvergewölbe am Stadtpark oder den Torpedobunker unter der Festung im ehemaligen Pillau. Die sicherte seit dem 17. Jahrhundert den Zugang zum Frischen Haff und dem Königsberger Hafen und ist offenbar in Vergessenheit geraten. Für Jevgenij eine wahre Fundgrube: Ob die Ladevorrichtung für Torpedos, Kartuschen alter Artilleriegranaten, die am Strand der Nehrung herumliegen, oder die geheimnisvolle Enigma-Dechiffriermaschine der Kriegsmarine - bei jedem Besuch findet der Untergrundforscher weitere Zeugnisse der Kaliningrader beziehungsweise Königsberger Geschichte. Sergey und die "Konigberg"-Digger hoffen dagegen auf den ganz großen Schatz: das verschollene Bernsteinzimmer. 1716 hatte der Preußische König Friedrich Wilhelm I. die kostbaren geschnitzten Wandtäfelungen aus Bernstein dem russischen Zaren geschenkt. 1942 brachten deutsche Soldaten den legendären Prunkraum nach Königsberg. Dort wurde er zuletzt gesichtet. Mit selbst gebauten Georadargeräten, die ein Ultraschallbild des Bodens erstellen, durchforsten die Schatzsucher die riesigen Backsteingewölbe der alten Brauerei Ponarth. Irgendwo dort soll das Bernsteinzimmer vor den Angriffen der Roten Armee versteckt worden sein. So steht es jedenfalls in einer Notiz eines Wehrmachtskommandanten von Königsberg. Mit aufwendigen Computeranimationen und zahlreichen Grafiken taucht der Film tief ein in die geheimnisvollen Unterwelten der russischen Exklave Kaliningrad.

Geheimes Russland - Die Unterwelten von Wladiwostok 12:00

Geheimes Russland - Die Unterwelten von Wladiwostok

Dokumentation

Wladiwostok, russische Stadt am Pazifik, war Bollwerk der Zaren und Stellung der Sowjetunion. Ausgebaut mit Festungen und Bunkern zur Verteidigung gegen China, Japan, Korea und die USA. Die militärischen Bauwerke kamen nie zum Einsatz. Heute droht der Verfall. Doch die Geheimnisse im Untergrund sind noch immer interessant: Junge Leute aus der Stadt und engagierte Hobbyforscher erkunden auf eigene Faust die Geschichte ihrer Verteidigungsanlagen. "Beherrsche den Osten!" - so lautet die Übersetzung des Namens Wladiwostok. Der Name ist Programm: Mitte des 19. Jahrhunderts entsteht die Stadt aus einer Soldatensiedlung, die auf der strategisch günstigen Halbinsel liegt. Ursprünglich gehörte die Region zu China, die Bucht war von Fischern bewohnt. Nach der Gebietsabtretung an Russland wird in Wladiwostok ein Hafen gebaut und die entstehende Stadt nach und nach mit Festungen geschützt. Keiner anderen russischen Großstadt kam der Feind so nahe wie in Wladiwostok: Nur 100 Kilometer sind es bis nach China, 120 nach Nordkorea. 300 Kilometer übers Meer liegt Japan. Über die Hügel rund um die Stadt und die vorgelagerte Insel Russki mäandern Forts, Bunker und ein Netz von unterirdischen Verbindungsgängen. Von Anfang an wurden gigantische Mengen Geld und Beton in die kanonenstarrende Stadt gesteckt. Zwar erreichte kein Krieg je Wladiwostok, doch bewirkte jede große Schlacht eine bauliche Veränderung der Bastion am Pazifik. Ihre Betonschichten sind wie Jahresringe der Militärgeschichte. Heute sind die Festungen nur noch Ruinen. Sie dienen als spektakuläre Kulisse für Militärfans, die sonntags in den verlassenen Bunkern als "Amerikaner" gegen "Russen" zum Softballmatch antreten - hochgerüstet mit automatischen Softair-Waffen, Nachtsichtgeräten und Übungshandgranaten. Kriegsspiel hat Tradition in der Hafenstadt im Osten. Die Welt des Militärs gehörte immer schon dazu. Als Hauptquartier der Pazifikflotte war Wladiwostok zudem lange eine sogenannte geschlossene Stadt, abgeschottet vom Rest des Landes. Wladiwostok war stets für den Krieg gerüstet und kannte selbst nur den Frieden. Nach dem Zerfall der Sowjetunion hat sich die Stadt neu erfunden und zu einem wichtigen Wirtschaftszentrum entwickelt.

Aufgedeckt - Rätsel der Geschichte 12:45

Aufgedeckt - Rätsel der Geschichte: Das Geheimnis der Kegelköpfe

Archäologie

Auf einem römischen Friedhof in Ungarn finden Archäologen 1961 mehrere Skelette mit seltsam deformierten, länglichen Schädeln. Alle stammen aus der Zeit des Zusammenbruchs des Römischen Reiches. Die ersten dieser hier begrabenen Menschen mit kegelförmigen Schädeln kommen ursprünglich aus dem Osten - dem Land der Barbaren. Vermutlich gehören sie zum Stamm der Hunnen, jenen angeblich wilden Horden, die das römische Imperium gewaltsam zu Fall brachten. Doch was genau hat es mit den Kegelköpfen auf sich? Eine derartige Deformierung des Schädels muss im Säuglingsalter beginnen - bevor die Schädelknochen miteinander verbunden sind. Auf dem römischen Friedhof sind aber nicht nur Fremde mit Kegelköpfen begraben. Auch Einheimische befinden sich darunter. Das deutet darauf hin, dass römische Familien die Schädeldeformation der Hunnen an den eigenen Kindern durchführten und damit ihren neuen Herrschern die Treue bekundeten. Durch diese bewusste Verformung sahen allmählich immer mehr römische Nachfahren aus wie die Hunnen. Experten glauben, dass sich die Einheimischen so auf die Seite der angeblichen Barbaren stellten, als das Römische Reich zusammenbrach. Was hat es mit der sagenhaften versunkenen Stadt Kanopus auf sich - ist sie nur eine Legende, oder gab es sie einst wirklich? Was trug sich wirklich beim Kampf um Burnswark Hill zu, den die Römer mit vermeintlichen Geheimwaffen für sich entschieden? Und was ist der Grund für die unnatürlich deformierten Totenköpfe, die Archäologen auf einem alten römischen Friedhof in Ungarn entdecken? In der siebten Staffel der Reihe "Aufgedeckt - Rätsel der Geschichte" gehen Forscherteams diesen und anderen Rätseln der Weltgeschichte auf den Grund.

Aufgedeckt - Rätsel der Geschichte 13:30

Aufgedeckt - Rätsel der Geschichte: Der goldene Krieger

Archäologie

Im Mai 2015 entdeckt ein Forscherteam im südgriechischen Pylos nahe dem Palast des Nestor ein großes Steingrab. Darin: Hunderte kostbare Grabbeigaben und ein männliches Skelett. Auf der Brust des Toten liegen ein Schwert und ein Dolch. Viele Grabbeigaben stammen aus der früheren Kultur der Minoer, 230 Kilometer entfernt auf Kreta. Ist der Krieger ein Bindeglied zwischen dem Untergang der minoischen und dem Beginn der griechischen Herrschaft? Die Ursache für den plötzlichen Untergang der minoischen Kultur auf Kreta und die ebenso plötzliche Geburt der griechischen Kultur auf dem Festland sind seit Jahrzehnten ein Streitthema unter Historikern. Doch mit der Entdeckung des Mannes im Steingrab von Pylos zeichnet sich eine auf archäologischen Funden basierende Erklärung ab. Der Tote scheint ein bedeutender Krieger gewesen zu sein, denn unter den Grabbeigaben sind zahlreiche Waffen und Rüstungen, aber auch Gold- und Silberbecher, Schmuck, kunstvoll gemeißelte Steinsiegel und vier Goldringe. Alle stammen aus der Zeit um 1450 vor Christus, doch andere Objekte im Grab gehören der früheren minoischen Kultur an. Nach der Altersbestimmung des Skeletts des Kriegers steht fest: Er hat genau in der Zeit gelebt, als die Kultur der Minoer zu Ende ging und die der Griechen gerade anfing. Könnte er Antworten auf die ungeklärten Fragen der Historiker liefern? Was hat es mit der sagenhaften versunkenen Stadt Kanopus auf sich - ist sie nur eine Legende, oder gab es sie einst wirklich? Was trug sich wirklich beim Kampf um Burnswark Hill zu, den die Römer mit vermeintlichen Geheimwaffen für sich entschieden? Und was ist der Grund für die unnatürlich deformierten Totenköpfe, die Archäologen auf einem alten römischen Friedhof in Ungarn entdecken? In der siebten Staffel der Reihe "Aufgedeckt - Rätsel der Geschichte" gehen Forscherteams diesen und anderen Rätseln der Weltgeschichte auf den Grund.

Aufgedeckt - Rätsel der Geschichte 14:15

Aufgedeckt - Rätsel der Geschichte: Die verlorenen Schätze Ninives

Archäologie

Im irakischen Mossul sprengt der IS im Jahr 2014 den Schrein des Jona, genannt Nabi Yunus. Die Welt ist schockiert, doch in den Ruinen entdecken Archäologen noch nie gesehene Statuen. Zur Deutung ziehen Experten die Bibelgeschichte von Jona und dem Wal heran. Gibt es einen historischen Jona, der hier die Stadt Ninive vor dem Untergang bewahrt hat? Und warum wird dieser Schrein seit 1000 Jahren von Christen, Muslimen und Juden verehrt?

Mythos - Die größten Rätsel der Geschichte 15:00

Mythos - Die größten Rätsel der Geschichte: Die Bundeslade

Doku-Reihe

Sie soll die Zehn Gebote enthalten haben und symbolisiert den Bund Gottes mit dem Volk der Israeliten: die Bundeslade. Doch wo ist diese legendäre Truhe heute? Der Überlieferung nach bringe die Bundeslade Mauern zu Fall und Menschen zu Tode. Sie gilt als göttliches Symbol und spielt eine wichtige Rolle in der Geschichte Israels. Ihre Reise ist in der Bibel genau dokumentiert. Doch dann verliert sich ihre Spur. Nur wenig deutet darauf hin, dass die Bundeslade heute noch existiert. Und doch gehen Forscherinnen und Forscher jedem Hinweis auf ihren Verbleib akribisch nach. Der Archäologe Yiftah Shalev etwa untersucht die Ruinen des biblischen Jerusalems, die sich noch heute unter der Metropole befinden. Auch der Historiker Danny Herman besucht verschiedene Orte im heutigen Israel, an denen die Bundeslade laut den Überlieferungen gestanden haben soll. Er trifft dabei Expertinnen und Experten, die mit ihren Funden die Geschichten der Bibel völlig neu interpretieren könnten. Doch wie viel Wahrheit steckt überhaupt in den jahrtausendealten Aufzeichnungen? Die ältesten Manuskripte der Bibel, die sogenannten Qumran-Handschriften, stammen aus einer Höhle nahe dem Toten Meer, aus einer Zeit zwischen dem 3. Jahrhundert vor Christus und dem 1. Jahrhundert nach Christus. Viele der gut 1000 Schriftrollen sind mittlerweile so stark zerfallen, dass ihre Fragmente nur noch mit modernsten technischen Mitteln gelesen werden können. Geben die antiken Aufzeichnungen einen Hinweis auf den Aufenthaltsort der legendären Bundeslade? Und hat sie überhaupt jemals existiert? Trotz vieler Fragen ist nur eines klar: Die Suche nach der Bundeslade ist noch lange nicht abgeschlossen. Seit Jahrtausenden ziehen uns die großen Mythen der Menschheit in ihren Bann. Unerklärliche Phänomene, sagenumwobene Orte und übermenschliche Helden geben Rätsel auf und befeuern die Fantasie. Doch was, wenn die Legenden mehr sind als reine Fiktion?

Mythos - Die größten Rätsel der Geschichte 15:45

Mythos - Die größten Rätsel der Geschichte: Der Heilige Gral

Doku-Reihe

Der Heilige Gral - seit 2000 Jahren meistgesuchtes Kultobjekt der Menschheit. Der Kelch, aus dem Jesus Christus getrunken haben soll, verspricht Macht, Erlösung und ewiges Leben. In Spanien ist man überzeugt, den Heiligen Gral gefunden zu haben. Die Kathedrale von Valencia bewahrt einen "Santo Cáliz", einen heiligen Kelch, auf. Gläubige und einige Wissenschaftler halten den dunkel leuchtenden Becher für den echten Gral. Kunsthistorikerin Ana Mafé García und Historiker und Autor Michael Hesemann suchen nach letzten Beweisen für die Echtheit des Kelchs von Valencia. Sie folgen der jahrtausendealten Spur des Grals von Jerusalem über Rom bis nach Spanien. Ihre Schatzkarte ist ein Mittelalter-Epos: "Parzival". Es beschreibt den Gral als "leuchtenden Stein aus dem Himmel". Kann damit der Santo Cáliz in Valencia gemeint sein? In Experimenten stellen sie Maß und Material auf die Probe. Doch es gibt auch andere Spuren: Der heilige Kelch könnte nach England gelangt sein. Die Legenden um König Artus an mythischen Stätten wie Tintagel und Glastonbury befeuern noch heute den Gralsmythos.

Mythos - Die größten Rätsel der Geschichte 16:30

Mythos - Die größten Rätsel der Geschichte: Das Geheimnis der Riesensteine

Doku-Reihe

Megalith-Bauwerke faszinieren die Menschen seit Jahrtausenden und stellen eines der rätselhaftesten Relikte der Vorzeit dar. Doch was verbirgt sich hinter den steinzeitlichen Anlagen? Von Grabanlagen über Sonnenkalender bis hin zu religiösen Stätten - die Bedeutung der Steinmonumente variiert je nach Zeit und Ort. Dabei verraten sie der Wissenschaft viel über die verschollenen Kulturen, die sie einst erschufen. Ein Team von Archäologen unter der Führung von Nick Card hat eine fast 5000 Jahre alte Siedlung auf den schottischen Orkney-Inseln ausgegraben. Besonders beeindruckend an dem Dorf "Skara Brae" sind moderne Einrichtungsgegenstände wie Betten, Regale und Kommoden. Könnten unsere Vorfahren zivilisierter gewesen sein als bisher angenommen? Die wohl bekannteste Megalithanlage der Welt, Stonehenge, könnte diese These untermauern. Es stellt sich jedoch immer noch die Frage, wie die tonnenschweren Deckenplatten auf die bis zu acht Meter hohen Steinblöcke gehoben wurden. Susan Greaney hat sich intensiv mit dem Bau beschäftigt und ist sich sicher: Die gesamte Anlage ist ein eindrucksvolles Beispiel für handwerkliches Geschick und technisches Verständnis. Die Präzision der Megalithen ist beeindruckend, auch für den Astroarchäologen Hugh Newman. In der Nähe von Stonehenge vermisst er einen Steinkreis und vermutet, dass die Anlage dort auf Basis eines steinzeitlichen Standardmaßes errichtet wurde. In Pömmelte in Sachsen-Anhalt könnte die Entdeckung einiger Skelette Hinweise auf eine ganz andere Funktion der steinzeitlichen Bauwerke liefern. Jörg Orschiedt und Franziska Knoll untersuchen Überreste von Frauen und Kindern, die womöglich ermordet wurden. Könnten die Verletzungen der Toten auf einen Opferkult hinweisen? Jedenfalls scheinen Tempelanlagen auf Malta und Gozo die Vermutung zu bestätigen, dass in der Jungsteinzeit bereits ein religiöses Verständnis vorhanden war. Bis heute wurden dort zahlreiche Figuren einer Art Muttergöttin gefunden, die dort verehrt worden sein könnten. Seit Jahrtausenden ziehen uns die großen Mythen der Menschheit in ihren Bann. Unerklärliche Phänomene, sagenumwobene Orte und übermenschliche Helden geben Rätsel auf und befeuern die Fantasie. Doch was, wenn die Legenden mehr sind als reine Fiktion?

Mythen und Monster 17:15

Mythen und Monster: Zyklop

Dokumentation

Der gigantische einäugige Zyklop gehört zu den berühmtesten Geschöpfen der griechischen Mythologie. Forscher wollen herausfinden, ob die Legende auf wahren Begebenheiten beruht. Die Griechen glaubten, Zyklopen würden Waffen für die Götter schmieden und allein mit Muskelkraft ganze Bauwerke auf einem Berg erschaffen. Wie ist diese Vorstellung entstanden? Haben Knochen prähistorischer Tiere die Griechen veranlasst, an Riesenmenschen zu glauben? Experten zeigen, dass die Legende von den Zyklopen auf Erfahrungen aus der Realität gründen könnte. Schädel einer ausgestorbenen Elefantenart weisen Merkmale auf, die zur Deutung geführt haben könnten, es handele sich um ein einäugiges Wesen. Auch heute noch gibt es Menschen mit Riesenwuchs, und in der Eisenzeit haben Schmiede dieselbe körperlich schwere Arbeit verrichtet, die von Zyklopen überliefert ist. Auch die engen Verwandten des Homo sapiens - die Neandertaler - könnten in den Mythos eingeflossen sein. Sie lebten in Höhlen und sind für ihren Kannibalismus bekannt. Nicht zuletzt diente der Zyklop den alten Griechen als ästhetischer Gegensatz zur vollendeten Schönheit, nach der sie in Kunst und Architektur strebten.

Mythen und Monster 18:00

Mythen und Monster: Minotaurus

Dokumentation

Halb Mann, halb Stier - der Minotaurus ist ein furchterregendes Wesen aus der Mythologie. Doch Funde auf der Insel Kreta werfen die Frage auf: Ist die Geschichte am Ende wahr? Die Legende des Minotaurus ist eine der berühmtesten der griechischen Mythologie. Ihr zufolge lebte das Monster in einem riesigen Labyrinth auf Kreta und ernährte sich von Menschenopfern. Gibt es historische Anhaltspunkte, die die Entstehung dieser Legende erklären? Überreste von geopferten Menschen auf Kreta und der Schädel einer riesigen, ausgestorbenen Stierart deuten darauf hin, dass mehr an dieser Geschichte dran ist als bisher gedacht. Gibt es einen Zusammenhang zwischen dem Minotaurus und dem Untergang einer der ältesten europäischen Zivilisationen - den Minoern? Die Dokumentation führt zahlreiche Aspekte der Legende auf ihren historischen Ursprung zurück und erklärt die Bedeutung dieses Furcht einflößenden Monsters.

Antike Weltwunder 18:45

Antike Weltwunder: Das Mausoleum von Halikarnassos

Archäologie

Wie sah das antike Mausoleum wirklich aus? Was blieb nach dem Beben? Und warum fasziniert es bis heute? Eine ZDFinfo-Doku auf den Spuren des antiken Weltwunders. Das Mausoleum von Halikarnassos zählt zu den sieben Weltwundern. Es ist eines der berühmtesten Bauwerke der Antike. Mit einer Höhe von fast 50 Metern erhebt sich das Grabmal über die Stadt. Sein Bauherr Mausolos wird zum Namensgeber vieler ähnlicher Grabstätten. Das legendäre Grabmal ist vermutlich das Meisterwerk des griechischen Architekten Pytheos, der bereits den berühmten Tempel der Athena in Priene erbaut hat. Von verschiedenen Kulturen beeinflusst, wünscht sich Herrscher Mausolos für sein Monument eine Kombination aus persischen, griechischen und ägyptischen Baustilen. Als Mausolos 353 vor Christus unerwartet stirbt, ist sein Grabmal unvollendet. Erst zwei Jahre nach seinem Tod werden die Arbeiten unter seiner Schwester und Gemahlin Artemisia II. abgeschlossen. Im Mittelalter zerstört ein schweres Erdbeben das Weltwunder. Aus den Überresten errichten Kreuzritter das Johanniterkastell St. Peter, das noch heute in Bodrum zu sehen ist. 1856 reist der britische Archäologe Charles Thomas Newton mit einer Expedition nach Anatolien. Er ist auf der Suche nach einem berühmten Grabmal: dem Mausoleum von Halikarnassos. Der sagenumwobene Ruf des außergewöhnlichen Monuments bleibt: Bis heute wird ein prächtiges Grabmal "Mausoleum" genannt. Und obwohl niemand weiß, wie der Grabbau des Mausolos genau ausgesehen hat, dient es als Vorbild für viele später errichtete Grabstätten, wie dem Mausoleum Hadrians in Rom - der sogenannten Engelsburg. Die sieben Weltwunder der Antike - legendäre Bau- und Kunstwerke, die bis heute die Fantasie der Menschen beflügeln. Sie beeindrucken durch ihre Schönheit, Größe und technische Raffinesse und sind ein Symbol für menschlichen Erfindungsgeist und Genialität.

Antike Weltwunder 19:30

Antike Weltwunder: Der Artemis-Tempel in Ephesos

Archäologie

Wo befand sich der größte Tempel der Antike? Warum verschwand er? Welche Hinweise finden Forschende auf seine Ruinen? Die ZDFinfo-Doku geht auf Spurensuche. Der einst größte Tempel der griechischen Welt zählt zu den sieben Weltwundern der Antike und ist der Göttin Artemis geweiht. Er gilt als verschollen. Doch Mitte des 19. Jahrhunderts nimmt ein Forscher in Ephesos die Fährte auf. Wird er das Heiligtum finden? 1858 kommt der britische Architekt John Turtle Wood in die heutige Türkei. Eigentlich, um Bahnhöfe zu bauen. Doch schon bald ergreift ihn eine Leidenschaft: die Suche nach dem verschollenen Tempel der Artemis. Ihn zu finden, wäre ein Meilenstein der Archäologie. Mithilfe antiker Quellen bestimmt John Turtle Wood den ungefähren Standort des Tempels. Diese Quellen beschreiben die Lage in der Nähe eines Hafens. Doch in Ephesos kommen ihm Zweifel. Denn weit und breit sieht er nur Felder und Sümpfe. Keine Spur vom berühmten Hafen, in dessen Nähe sich das Artemis-Heiligtum befinden soll. Was Turtle Wood nicht weiß: Die Landschaft rund um Ephesos hat sich im Laufe der Jahrhunderte stark verändert. Das Hafengebiet ist verlandet, und die Ruinenstätte liegt inzwischen viel weiter im Landesinneren. Aber er lässt sich nicht entmutigen. Sechs Jahre lang graben er und seine Helfer unermüdlich weiter, bis sie an Silvester 1869 in sechs Metern Tiefe auf Marmorplatten stoßen. Aus den Funden rekonstruieren Turtle Wood und nachfolgende Archäologen die bewegte Geschichte des Artemis-Tempels und seiner Vorgängerbauten. Die sieben Weltwunder der Antike - legendäre Bau- und Kunstwerke, die bis heute die Fantasie der Menschen beflügeln. Sie beeindrucken durch ihre Schönheit, Größe und technische Raffinesse und sind ein Symbol für menschlichen Erfindungsgeist und Genialität.

Die Inka - Aufstieg und Untergang 20:15

Die Inka - Aufstieg und Untergang: Das Volk der Anden

Archäologie

Die Ursprünge des Inka-Reichs liegen um das Jahr 1200, als der erste Herrscher, Manco Cápac, die Hauptstadt Cusco gründet. Archäologische Untersuchungen versuchen, ihre Anfänge zu datieren. Die Inka entwickeln ein organisiertes Staatswesen. Sie erzielen technische und architektonische Meisterleistungen beim Bau ihrer Städte, wie dem legendären Machu Picchu. Ihre religiösen Vorstellungen folgen einem Sonnenkult, und sie bringen auch Menschenopfer dar. Erbauer von Machu Picchu ist der neunte Inka-Herrscher Pachacútec. Die Stadt liegt mehr als 2400 Meter über dem Meeresspiegel und besteht aus gut 200 Gebäuden. Sie sind auf Terrassen gelegen und über Treppen miteinander verbunden. Eines der Hauptbauwerke in der Stadt ist der Sonnentempel. Er dient als astronomisches Observatorium, um die Sonnenwenden zu beobachten und landwirtschaftliche Zyklen zu steuern. Neuere archäologische Erkenntnisse legen nahe, dass die Expansion des Inka-Reiches und der Bau von Machu Picchu früher begann als bisher angenommen. Moderne Technologien helfen, die Geschichte der Inka zu rekonstruieren. 3-D-Rekonstruktionen - von Machu Picchu über den Titicacasee und Cusco bis hin zu den chilenischen Vulkanen - erwecken das Reich der Sonne zu neuem Leben. Die Inka, eine der geheimnisvollsten Zivilisationen der Menschheitsgeschichte. "Die Söhne der Sonne" haben das größte Reich Südamerikas aufgebaut. Wie ist es zu seinem plötzlichen und brutalen Untergang gekommen?

Die Inka - Aufstieg und Untergang 21:00

Die Inka - Aufstieg und Untergang: Das Reich wächst

Archäologie

Ausgehend von ihrer Hauptstadt Cusco treiben die Inka in weniger als einem Jahrhundert die Expansion ihres Reiches massiv voran. Durch militärische Eroberung, aber auch friedliche Integration. Dafür erbauen sie ein beeindruckendes Straßennetz, das die großen Verwaltungszentren verbindet. Sie nutzen standardisierte Maßeinheiten, die auf dem menschlichen Körper basieren, und entwickeln eine Knotenschrift, um Nachrichten und Zahlen zu übermitteln. Einer der bedeutendsten Eroberer der Inka ist Túpac Yupanqui. Er unterwirft die erbittertsten Rivalen entlang der Pazifikküste. In seiner größten Ausdehnung erstreckt sich sein Reich über gut 4000 Kilometer. Damit ist es das größte Reich in der Geschichte Südamerikas. Nach Túpac Yupanquis Tod herrschen die Inka zu Beginn des 16. Jahrhunderts über fast zehn Millionen Menschen. Die Vielfalt aus mehr als 50 Kulturen und Sprachen wird von der zentralisierten Verwaltung versorgt und kontrolliert. Die Inka, eine der geheimnisvollsten Zivilisationen der Menschheitsgeschichte. "Die Söhne der Sonne" haben das größte Reich Südamerikas aufgebaut. Wie ist es zu seinem plötzlichen und brutalen Untergang gekommen?

Die Inka - Aufstieg und Untergang 21:40

Die Inka - Aufstieg und Untergang: Das goldene Zeitalter

Archäologie

Zur Blütezeit der Inka im frühen 16. Jahrhundert sind die Tempel und Paläste von Cusco mit wertvollen Gütern und Gold gefüllt. Ihr Reichtum inspiriert sogar die Legende eines "El Dorado". Die Inka nutzen die Ressourcen ihres Reiches umfassend. Natürliche Vorkommen wie Gold und Silber, aber auch die Fähigkeiten der von ihnen eroberten Völker. Die Herausforderungen ihres Territoriums für die Landwirtschaft meistern sie mit innovativen Techniken. Sie entwickeln einen Sonnenkalender und errichten Observatorien zur astronomischen Beobachtung. Rituelle Steine, Intihuatana genannt, dienen als eine Art Sonnenuhr und markieren die Sonnenwenden. Der bekannteste dieser Steine findet sich in Machu Picchu. Eine kleine Elite herrscht über eine riesige diverse Bevölkerung. Der elfte und letzte große Inka-Herrscher, Huayna Cápac, leitet militärische Kampagnen und gründet bedeutende Städte. Er ist für seine gewalttätige und rücksichtslose Herrschaft bekannt. So siedelt er Hunderttausende Menschen um. Entsprechend stammen viele der in Machu Picchu und Cusco begrabenen Arbeiter aus weit entfernten Regionen des Inka-Imperiums. Trotz seiner Größe und Macht ist das Inka-Reich fragil. Zwangsarbeit und Umsiedlungen führen zu Widerständen, insbesondere im Norden des Reiches, wo Huayna Cápac Aufstände bekämpfen muss. Während einer dieser Feldzüge erkrankt er und stirbt. Der Niedergang des mächtigen Reiches beginnt. Die Inka, eine der geheimnisvollsten Zivilisationen der Menschheitsgeschichte. "Die Söhne der Sonne" haben das größte Reich Südamerikas aufgebaut. Wie ist es zu seinem plötzlichen und brutalen Untergang gekommen?

Die Inka - Aufstieg und Untergang 22:20

Die Inka - Aufstieg und Untergang: Der letzte Herrscher

Archäologie

Der letzte Herrscher des Inka-Reichs, Atahualpa, befehligt ein riesiges Heer. Dennoch gelingt es den spanischen Eroberern, die Inka zu besiegen - mit gerade einmal 200 Mann. Der Niedergang der Inka beginnt aber schon früher: Interne Konflikte und eine Nachfolgekrise schwächen das Reich. Es kommt zu einem Bürgerkrieg zwischen den Söhnen des letzten Herrschers. Die geschwächten Inka können den goldhungrigen Konquistadoren nicht viel entgegensetzen. Die Spanier unter ihrem Anführer Francisco Pizarro sind besser ausgerüstet und taktisch versierter. Unterstützt von einheimischen Völkern, die gegen die Inka rebellieren, erobern die Konquistadoren schnell Cusco. Einer der Söhne von Huayna Cápac, dem letzten großen Inka-Herrscher, führt den Widerstand sogar an. Kurzzeitig ist er damit erfolgreich. Dennoch löschen die Spanier innerhalb weniger Jahrzehnte das Reich "der Söhne der Sonne" aus. Nur wenige Stätten der Inka entkommen der Zerstörung, darunter Machu Picchu. Der Glaube und die Kultur der Inka bleiben jedoch weiter bestehen. Sie vermischen sich mit den Vorstellungen der Eroberer und prägen die modernen Staaten im Westen Südamerikas bis heute. Die Inka leben weiter, in ihren monumentalen Bauwerken, in kulturellen Praktiken und im spirituellen Bewusstsein der Andenbevölkerung. Die Inka, eine der geheimnisvollsten Zivilisationen der Menschheitsgeschichte. "Die Söhne der Sonne" haben das größte Reich Südamerikas aufgebaut. Wie ist es zu seinem plötzlichen und brutalen Untergang gekommen?

Söhne der Sonne 23:05

Söhne der Sonne: Die Inka

Dokumentation

Wer war dieses sagenumwobene Volk, das sich die Inka nannte und dessen Herrscher sich als "Söhne der Sonne" sahen? Der Film fragt nach den Hintergründen von Aufstieg und Fall des Imperiums. Wie aus dem Nichts tauchen sie auf, und innerhalb weniger Jahrzehnte entwickelt sich ihr Reich zum größten Imperium der damaligen Welt. Sie herrschen über mehr als 200 Völker mit gut zehn Millionen Menschen, 1532 ändert die Ankunft der spanischen Konquistadoren alles. Auf dem Höhepunkt ihrer Macht erstreckt sich das Reich der Inka über die gesamte Länge der Anden, vom heutigen Chile bis nach Ecuador. Allein aufgrund der schieren Größe und der Präzision der Staatsführung werden ihre Herrscher oft mit Dschingis Khan und Alexander dem Großen verglichen. Die Inka-Könige sehen sich als "Söhne der Sonne" - allmächtige Gottkönige, übermenschlich und unantastbar. Niemand darf ihnen direkt in die Augen sehen. Ihre Kleidung tragen sie jeweils nur einmal, dann gilt sie als heilig und wird kultisch verbrannt. Selbst nach dem Tod residiert ein verstorbener Herrscher im eigenen Palast weiter, als Mumie. Er behält auch als Toter seine Gefolgschaft und dient den Nachfolgern als unverzichtbarer Ratgeber. Von einem sagenhaften Goldland ist damals im fernen Europa die Rede und weckt dort fatale Begehrlichkeiten. Gold, das sind die "Tränen der Sonne", so sehen es die Inka. Gold ist auch das Attribut des Sonnengottes Inti und seines Sohnes, dem König der Inka. Ihnen zu Ehren werden unermessliche Goldschätze zusammengetragen. Das Edelmetall hatte jedoch ausschließlich spirituellen Wert und keinerlei materiellen. Bis heute umgibt die Inka eine Aura des Rätselhaften. Wie konnte ihr kometenhafter Aufstieg in so kurzer Zeit gelingen? Sie nutzten weder Lasttiere noch Eisen, das Rad oder Geld und verfügten über keine Schrift. Schriftliche Zeugnisse ihrer Kultur und Geschichte entstehen erst mit den spanischen Eroberern. Überall im Land entstehen gigantische Bauwerke oft in schwindelnden Höhen, so wie die heute weltberühmte Anlage von Machu Picchu. Ein Straßennetz von mehr als 30.000 Kilometern dient dem reibungslosen Gütertransport und den riesigen Inka-Armeen. Vieles bleibt bis heute ungeklärt. Faszinierend und zugleich fremd ist uns die Kultur. Ihren Göttern opfern die Inka auch Menschen - bevorzugt Kinder. 1999 findet ein amerikanisch-argentinisches Forscherteam am heiligen Berg Llullaillaco in 7000 Metern Höhe Opferplätze und die Mumien dreier Kinder. Forschern gelang es, die Geschichte der Kindermumien zu rekonstruieren. Ihre neu gewonnenen Erkenntnisse gaben erstmalig Einblick in das für die Inka so wichtige Capacocha-Ritual. Wie konnte einer kleinen Gruppe von Konquistadoren das Unglaubliche gelingen und das damals größte Imperium der Welt in die Knie zwingen? Die Dokumentation liefert Antworten, die die aktuelle Forschung herausarbeiten konnte.

Söhne der Sonne 23:50

Söhne der Sonne: Die Maya

Dokumentation

Vor dem Hintergrund aktueller Entdeckungen erzählt der Film "Die Maya" aus der "Terra X"-Reihe "Söhne der Sonne" die Geschichte dieser einzigartigen Hochkultur - vom Aufstieg bis zum Fall. Schon vor über 2000 Jahren bauten die Maya mitten im Dschungel von Mittelamerika gigantische Städte. Pyramiden und Tempel zeugen von ihren architektonischen Leistungen. Auch in Schrift, Mathematik und Astronomie setzten die Maya Maßstäbe. Verborgen unter dem dichten Blätterdach des Regenwaldes von Guatemala liegen noch heute die Überreste der untergegangenen Maya-Stadt El Mirador. Lange konnten Wissenschaftler die Ausmaße der Metropole nur schätzen. Erst moderne Laser-Technologie brachte ans Licht, was sich wirklich hinter den gigantischen Strukturen verbirgt, die man lange Zeit aufgrund ihrer schieren Größe für Berge im Dschungel hielt. Riesige Tempel und Paläste, Verteidigungsanlagen, Tiergehege und sogar ein dichtes Straßennetz. Über 250.000 Menschen lebten in El Mirador, eine weitere Million im Umland. El Mirador ist damit eine der größten Städte der Welt zu dieser Zeit. Die Errichtung solch riesiger Städte und die Versorgung der vielen Menschen mit Nahrungsmitteln gelang den Maya nur durch eine geniale Domestizierungsleistung. Aus dem unscheinbaren Wildgras Teosinte züchteten sie ein besonders ergiebiges und nährstoffreiches Grundnahrungsmittel: den Mais. Noch heute ist er eines der am häufigsten angebauten Getreide der Welt. Der Mais hatte für die Maya sogar eine so große Bedeutung, dass sie sich selbst "Maismenschen" nannten. Durch dessen hohen Ertrag war die Versorgung der Bevölkerung gesichert. Dadurch wurden Spezialisierungen auf anderen Gebieten, wie Wissenschaft und Philosophie, erst möglich. Die Maya blühten auf und wurden zu einer florierenden Hochkultur. An der Spitze der Gesellschaft standen Gottkönige, die als Mittler zwischen Menschen und Göttern fungierten. Sie boten ihren Untertanen göttliche Unterstützung und Sicherheit. Im Gegenzug stellte ihnen das Volk seine Arbeitskraft zur Verfügung. Das Gehör der Götter fanden die Maya durch Rituale, zu denen auch Blut- und Menschenopfer gehörten. Könige mussten mit gutem Beispiel vorangehen. Mit dem Stachel eines Rochen durchbohrten sie sich Zunge oder Penis, um mit ihrem Blut die Götter gewogen zu stimmen. Auch die Menschenopfer - meist Kriegsgefangene - wurden zum Wohle der Götter geopfert, um die Welt am Laufen zu halten. In den Palästen der Könige widmeten sich Mathematiker, Astronomen und Schriftgelehrte den höheren Wissenschaften. Die Maya gehören zu den fünf Hochkulturen, die eine eigene Schrift entwickelten. Einst besaßen die Herrscher riesige Bibliotheken voller Faltbücher, sogenannter Kodizes. Doch die Spanier ließen sie nach ihrer Eroberung als Teufelswerk verbrennen. Als erste Kultur rechneten die Maya sogar mit der Zahl Null, die damals weder die Römer noch die Griechen kannten. In Europa wurde sogar erst ab dem 12. Jahrhundert mit der besonderen Zahl gerechnet. Dank ihrer mathematischen Fähigkeiten konnten Maya-Astronomen einen Kalender berechnen, der heute noch als Meisterwerk ihrer Kultur gilt. Denn obwohl das Teleskop noch nicht erfunden war, konnten die Maya Kometen-Erscheinungen sowie Sonnen- und Mondfinsternisse exakt vorhersagen. Doch offenbar unterschätzten die Maya, wie fragil ihre Lebensbedingungen waren. Dürreperioden, Raubbau an der Natur und Kriege zwischen den Stadtstaaten setzten dieser Hochkultur ein Ende, das Reich der Maya zerfiel urplötzlich.