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TV Programm für ZDFinfo am 04.04.2026

Jetzt

USA extrem 16:30

USA extrem: Daytona Beach - Biker, Models und Exzesse

Gesellschaft und Soziales

In Floridas Küstenstadt treffen Rennsport, Bikertradition und spektakuläre Shows aufeinander: Sie ist regelmäßig Schauplatz von Großevents und teils skurrilen Wettkämpfen. Allein die Bike Week zieht jedes Frühjahr rund eine halbe Million Besucher an. Motorradfahrer und ihre Maschinen bestimmen dann das Stadtbild. Es wird ausgiebig gefeiert, und Motorradhändler machen gute Geschäfte. Doch nicht nur Bike-Fans kommen auf ihre Kosten. Am Strand von Daytona Beach findet der größte nationale Wettbewerb für College-Cheerleading in den USA statt. Für viele der studentischen Athletinnen und Athleten bedeutet dieses Event mehr als nur eine weitere Meisterschaft: Es ist der Höhepunkt ihres Jahres, oft verbunden mit langer Vorbereitung und persönlichen Comebacks, zum Beispiel nach einer Verletzung. Denn die Choreografien sind ebenso waghalsig wie gefährlich. Die Sieger rennen traditionsgemäß direkt in den Atlantik - glücklich und völlig erschöpft. Weiter südlich von Daytona Beach erwartet das Publikum ein ganz anderes Spektakel: das legendäre "Coleslaw Wrestling", auf Deutsch "Krautsalat-Ringen" - seit Jahren absoluter Kult. Die Teilnehmerinnen steigen auf eine Fläche voller Krautsalat und Öl und liefern der johlenden Menge eine Mischung aus Wettkampf, Show und Spaß. Der Gewinnerin winkt eine Geldprämie. Noch weiter draußen, im Vorort Spruce Creek, dreht sich alles ums Fliegen. In den Garagen des rund 5000 Einwohner zählenden Ortes stehen meist keine dicken Autos, sondern Privatflugzeuge. Und an der Tankstelle stauen sich Flieger wie andernorts Autos im Berufsverkehr. Statt Ampeln regeln Funkgeräte den Vortritt, alles organisiert von der Flieger-Community selbst. Extravaganz und Exzess: In Daytona Beach liegen sie nah beieinander.

Danach

Die Elon-Musk-Story 17:15

Die Elon-Musk-Story: Superreich und supermächtig?

Dokumentation

Elon Musk ist der reichste Mensch der Welt - und polarisiert wie kaum jemand sonst. Viele fürchten ihn als manischen Narzissten mit Hass auf alles, was woke, queer oder allzu demokratisch ist. Von seinen Anhängern wird Elon Musk vergöttert als König der Nerds, als Erfinder, der die Welt verändert. Musk verschiebt die Grenzen des technisch Machbaren, aber auch des Sagbaren. Während sein Unternehmen SpaceX die erste wiederverwendbare Rakete baut, hetzt Musk auf seinem Social-Media-Kanal X gegen Migranten, trommelt für die AfD und andere Parteien am rechten Rand in Europa. Dabei attackiert er gerne auch demokratisch gewählte Regierungen. Wie radikal denkt dieser Exzentriker wirklich? Was hat ihn geprägt? Und wie gefährlich ist er für die demokratische westliche Welt? Eine Spurensuche führt die Autoren Carolin Heise und Tristan Söhngen in sein Geburtsland Südafrika, ins Silicon Valley und nach Boca Chica in Texas. Interviews mit seinem Vater Errol Musk zeigen, in welch hartem Umfeld Musk junior aufwuchs. Schon früh muss er sich gegen jugendliche Schläger behaupten. Und, laut eigener Aussage, auch gegen seinen Vater, der ihn und seinen Bruder Kimbal mit verbaler und körperlicher Gewalt erzog. Vater Errol bestreitet das im Gespräch und erzählt seine eigene Version der Geschichte. Im Silicon Valley entwickelt sich Musk zum waghalsigen Unternehmer, der immer alles auf eine Karte setzt. Risiko-Kapitalgeber Carsten Maschmeyer oder der Ex-VW-Chef Herbert Diess erklären, wie Musk seine Firmen mit nahezu manischer Intensität zum Erfolg treibt - und so das Fundament legt für seinen heutigen Einfluss auf die Welt. Musk kann nicht nur die Massen beeinflussen und hat finanziell nahezu unerschöpfliche Ressourcen. Sondern er beherrscht mit dem Satelliten-Netzwerk Starlink auch modernste Tech-Infrastruktur und verfügt seit der US-Wahl auch über politische Macht. Als enger Trump-Vertrauter soll Musk US-Regierungsausgaben überwachen und kürzen. Der ehemalige Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg oder der Sicherheitsexperte Frank Sauer ordnen Musks Machtfülle ein, die mittlerweile historisches Ausmaß erreicht hat. Mit analytischem Blick schaut die Dokumentation zudem auf Musks digitales Abbild: sein X-Account. Dort postet Musk unablässig, an manchen Tagen bis zu 15-mal in der Stunde. Er interagiert mit rechtsextremen Accounts, teilt Verschwörungstheorien - und mischt sich in die deutsche Bundespolitik ein, indem er Staatsoberhaupt und Kanzler beleidigt, die AfD lobt. Sein Biograf erzählt, wie Musk nahezu süchtig ist nach der hyperpolarisierenden digitalen Welt seines eigenen sozialen Netzwerks. Für viele Beobachter wie die Publizistin Marina Weisband agiert Musk auf der Plattform diktatorisch - und radikalisiert sich in immer schnellerem Ausmaß. Für sie ist er gemeinsam mit Donald Trump die gefährlichste Person unserer Zeit.

Mark Zuckerberg - Tech-Genie auf Trump-Kurs 18:00

Mark Zuckerberg - Tech-Genie auf Trump-Kurs

Dokumentation

Vom Nerd zum Tech-Oligarchen: Facebook-Gründer Mark Zuckerberg gehört zu den mächtigsten Menschen der Welt. Einst schüchterner Geek, hat er inzwischen einen klaren Imagewandel vollzogen. Er spendet großzügig an den Fonds für die Amtseinführung von Donald Trump, fordert in einem Podcast mehr männliche Energie in Unternehmen und schafft nach einem Besuch in Mar-a-Lago die Faktenchecks von Meta ab. Ist ihm alles recht, um sein Imperium zu retten? Bei Trumps Amtseinführung 2025 sitzt Zuckerberg zusammen mit Amazon-Chef Jeff Bezos und Tesla-Boss Elon Musk in der ersten Reihe. Dabei gibt sich Zuckerberg in seiner bisherigen Laufbahn eher liberal - nimmt an der Gay Pride in San Francisco teil, holt sich mit Sheryl Sandberg eine Frau als Geschäftsführerin an seine Seite und sympathisiert offenkundig mit Barack Obama. Haben ihn die vielen Skandale und Anhörungen rund um Meta mürbe gemacht? In den vergangenen Jahren muss sich Zuckerberg wiederholt wegen des missbräuchlichen Umgangs mit Nutzerdaten und der negativen Auswirkungen sozialer Netzwerke auf Kinder und Jugendliche rechtfertigen. Mit gewissen Zugeständnissen an die aktuelle Regierung scheint er nun den Weg des geringeren Widerstandes einzuschlagen. Die Dokumentation zeichnet den Aufstieg Zuckerbergs vom Harvard-Studenten zum Tech-Guru nach und beleuchtet, wie die einzelnen Stationen seine weitere Entwicklung beeinflusst haben.

ZDFzeit 18:45

ZDFzeit: Trump und seine Milliardäre

Dokumentation

Den Weg zurück ins Weiße Haus schaffte Donald Trump auch mithilfe einiger Milliardäre aus dem Silicon Valley. Was versprechen sich Musk, Zuckerberg & Co. vom Präsidenten? Was dieser von ihnen? KI, Bitcoin, ein neues Internet - Tech-Giganten sind in Goldgräberstimmung, seit die regulierungsfreudige Regierung Joe Bidens abgewählt ist. KI könnte den größten Boom der Technikgeschichte auslösen, hoffen sie. Andere sehen große Gefahren für die Demokratie. "Noch nie in der Weltgeschichte hatten Konzerne eine solche Macht", erklärt die renommierte Harvard-Professorin Shoshana Zuboff mit Blick auf die jüngsten Entwicklungen in Washington. "Trump und Musk können machen, was sie wollen." Und das scheinen sie durchaus auch zu tun. Kahlschlag bei den Behörden und massive Investitionsschübe für die künstliche Intelligenz. Dazu Deregulierung und offener Druck auf Staaten, die eine ungebremste Tech-Branche kritisch sehen. Zudem scheinen die Grenzen zwischen Regierungswirken und Wirtschaftsinteressen eingerissen, wenn selbst der Präsident mit seiner eigenen Kryptowährung Geld verdient und die Tech-Bosse sich gleich nach der Wahl in Mar-a-Lago die Klinke in die Hand gaben, um das Land in ihrem Sinne umzugestalten. ZDF-Autor Gert Anhalt verfolgt den Aufstieg der Superhirne und Superreichen von den Garagen des Silicon Valley bis in die Wandelgänge von Washington. Was bewog die einst für eher liberal gehaltenen Unternehmer, sich so sehr für Donald Trump einzusetzen? Welche Wechselbeziehungen gab es zwischen den diversen Regierungen und den Konzernen? Und hatte Joe Biden recht, als er in seiner Abschiedsrede vor einer Oligarchie in Amerika warnte?

Putins Helfer 19:30

Putins Helfer: Trump, Musk und der Kreml

Gesellschaft und Politik

Pflegen US-Präsident Donald Trump und seine engen Berater tatsächlich sinistere Kontakte zum autokratischen Russland? Verfolgen beide Regierungen gemeinsam dunkle Ziele? ZDF-Korrespondent Johannes Hano stieß bei seinen neuesten Recherchen auf bislang unbekannte und brisante Zusammenhänge zwischen den einstigen Gegnern USA und Russland. Kaum im Amt, erschüttert US-Präsident Donald Trump das politische System im In- und Ausland. Die Verbündeten sind alarmiert, auch weil seine Ansichten häufig klingen wie russische Propaganda. Seit Langem schon werden Donald Trump unheilvolle Verbindungen mit Russland unterstellt. Im Verdacht stehen nun auch enge Berater des US-Präsidenten. So berichtete das "Wall Street Journal" über regelmäßige geheime Kontakte zwischen Elon Musk und Wladimir Putin. Was ist dran an Vermutungen, dass die neue US-Administration sich mit russischen Autokraten verbündet, um die liberale Welt zu zerstören? Oder steht Donald Trump persönlich unter Druck des Ex-Geheimdienstlers Wladimir Putin? ZDF-Korrespondent Johannes Hano hat bereits in mehreren ZDF-Dokumentationen über die Beziehungen Donald Trumps und seines Umfelds zur russischen Mafia und den russischen Geheimdiensten berichtet. Bei der Recherche nach den Hintermännern stieß er schon damals auf sogenannte Neoreaktionäre aus dem Silicon Valley. Nationalpopulisten, die das weiße christliche Abendland vor dem vermeintlichen Untergang bewahren wollen. Und auch Rassisten, die an die Überlegenheit der weißen Rasse glauben. Allen gemeinsam ist eine tiefe Verachtung für den modernen liberaldemokratischen Staat und eine Nähe zu autokratischen Staaten und Herrschern. Jetzt in der zweiten Amtszeit von Donald Trump besetzen diese Menschen Positionen im Weißen Haus, im Nationalen Sicherheitsrat - als Berater des Präsidenten oder im Pressestab. Aus Wahrheiten werden Lügen, und die Wirklichkeit wird dreist umgedeutet oder ignoriert. Die Dokumentation "Putins Helfer" leuchtet Hintergründe aus und deckt neue, bislang unbekannte Zusammenhänge auf.

China - Die neue Weltmacht 20:15

China - Die neue Weltmacht: Xi Jinping - Aufstieg eines Führers

Dokumentation

Privilegiert und doch von Unterdrückung geformt während Maos Kulturrevolution: So wächst Chinas Staatspräsident Xi Jinping auf. Eine Kindheit und Jugend mit Folgen für die Welt. Für die Rolle als Führer einer Weltmacht wird Xi früh geprägt. Doch wie sehr er Maos Ideen verinnerlicht hat, wird erst allmählich deutlich, wenn diktatorische Züge erkennbar werden, die so niemand erwartet hatte. Denn Xis Vater war Opfer der Kulturrevolution. Xi Jinping wächst zunächst als sogenannter Prinzling auf - als Kind eines hochrangigen Funktionärs der Kommunistischen Partei Chinas, mit einem Vater, der später bei Mao in Ungnade fiel. Als Jugendlicher erfährt Xi Jinping dann die Härten der Kulturrevolution und verbringt viele Jahre in einem der ärmsten Gebiete Chinas, wo er mit vielen anderen jungen Chinesen zu Schwerstarbeit gezwungen wird. Eine prägende Zeit, die seinen späteren Weg als Politiker beeinflusst. Korrespondent Martin Smith analysiert Xi Jinpings Biografie von der Kindheit über den politischen Aufstieg bis hin zur Macht. Er thematisiert Xis Nationalismus, sein Streben nach globaler Dominanz und die Rivalität zwischen China und den USA. Die zweiteilige Dokumentation berichtet vom Aufstieg Xi Jinpings zum Staatspräsidenten Chinas und von seiner Vision. Und sie beleuchtet die Bedeutung seiner Politik für die USA und die Welt.

China - Die neue Weltmacht 21:05

China - Die neue Weltmacht: Xi Jinping - Kampf um die Vorherrschaft

Dokumentation

Hongkong, Taiwan, das Südchinesische Meer und das Verhältnis zu den USA: Chinas Staatspräsident Xi Jinping taktiert beim Kampf um die Weltmacht an vielen Stellen. Der "chinesische Traum": zu alter Größe zurück - das möchte Xi. Die Sonderstellung Hongkongs stellt er ebenso infrage, wie er die Wiedervereinigung Taiwans mit dem Mutterland vorantreibt. Militärische Gewalt und Konfrontation mit den USA sind nicht ausgeschlossen. Als Staatspräsident schlägt Xi Jinping einen autoritären Kurs ein, bekämpft Korruption, baut Chinas Überwachungssystem aus und lehnt westliche Werte wie Pressefreiheit und Demokratie ab. Xi Jinping möchte den "chinesischen Traum" verwirklichen. Dafür setzt er auf Nationalismus und die "Umerziehung" religiöser Minderheiten in brutalen Internierungslagern. Vor allem träumt Xi davon, den Wettstreit mit Amerika um die globale Dominanz zu gewinnen. Korrespondent Martin Smith analysiert Xi Jinpings Biografie von der Kindheit über den politischen Aufstieg bis hin zur Macht. Er thematisiert Xis Nationalismus, sein Streben nach globaler Dominanz und die Rivalität zwischen China und den USA. Die zweiteilige Dokumentation berichtet vom Aufstieg Xi Jinpings zum Staatspräsidenten Chinas und von seiner Vision. Und sie beleuchtet die Bedeutung seiner Politik für die USA und die Welt.

China - Die neue Weltmacht 22:00

China - Die neue Weltmacht: Kampf ums Südchinesische Meer

Dokumentation

Das Südchinesische Meer - eine stark umkämpfte, wirtschaftlich und geopolitisch bedeutende Region. Vor allem China stellt vehement Besitzansprüche. Die Lage droht zu eskalieren. Um seinen Einfluss auszubauen, lässt Chinas Präsident Xi Jinping Inseln besetzen oder Militärmanöver vor fremden Küsten durchführen. Besonders auf den Philippinen und in Taiwan sind die Aggressionen zu spüren - mit gravierenden Auswirkungen für die Bevölkerung. Aufgrund der Bedeutung für den globalen Seehandel und die Fischerei sowie des Vorkommens von wertvollem Erdöl und Erdgas weckt das Südchinesische Meer Begehrlichkeiten bei vielen angrenzenden Staaten. Doch die Volksrepublik China beansprucht fast die gesamte Region für sich und verleiht diesen Forderungen mit militärischen Manövern immer wieder Nachdruck. Während einfache Fischer durch die Besetzung philippinischer Inseln samt fischreicher Fanggründe ihre Lebensgrundlage bedroht sehen, erfreuen sich chinesische Touristen an Ausflügen zu den neuen Urlaubszielen. Auf hoher See kommt es zudem immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen Küstenwacheschiffen beider Länder. Auch in Taiwan ist man besorgt. China betrachtet die Insel als abtrünniges Staatsgebiet und will die Wiedervereinigung notfalls gewaltsam erzwingen. Um politischen Druck aufzubauen, lässt die Volksrepublik China Taiwan mit groß angelegten Militärmanövern umzingeln. In der Doku kommen Betroffene und Begünstigte dieser Konflikte ebenso zu Wort wie hochrangige Funktionäre aus Politik und Militär. Vertreter aller Parteien erzählen, wie der Streit um die Vorherrschaft in der Region ihren Alltag prägt, und schildern ihre persönliche Sicht auf das Pulverfass Südchinesisches Meer.

Kriegsgefahr Taiwan - US-Allianz gegen China 22:45

Kriegsgefahr Taiwan - US-Allianz gegen China

Dokumentation

Das Verhältnis zwischen China und den USA ist so schlecht wie seit den späten 1970er-Jahren nicht mehr. Experten gehen davon aus, dass ein Krieg um Taiwan nur noch eine Frage der Zeit ist. Australien kommt in diesem schwelenden Konflikt aufgrund seiner geopolitischen Lage eine Schlüsselrolle zu. Das Land gestattet den USA schon länger die Nutzung seiner militärischen Infrastruktur und hat zuletzt Milliarden in die Modernisierung seines Militärs gepumpt. Vor allem der Ausbau des gemeinsam mit den USA betriebenen Spionagezentrums "Pine Gap" gilt als Leuchtturmprojekt der amerikanisch-australischen Zusammenarbeit - und als klares Signal an China, dass Down Under im Falle eines Krieges fest an der Seite der USA stünde. Dazu passt auch die jüngste Ankündigung der USA, sechs atomwaffenfähige B-52-Bomber in Darwin stationieren zu wollen. Die Zeichen stehen auf Eskalation. Doch wie würde ein chinesisch-amerikanischer Krieg um Taiwan vonstattengehen? Welche Folgen hätte ein Krieg für die Region? US-Militäranalysten haben sich dieser Frage angenommen und in einem militärischen Planspiel verschiedene Kriegsszenarien durchgespielt. Sie zeigen, welche Stärken und Schwächen die jeweiligen Opponenten hätten, welche Kriegsstrategien sie nutzen würden und welcher Ausgang zu erwarten wäre. Sie zeigen auch, dass es in einem solchen Konflikt auf allen Seiten nur Verlierer gäbe. Vor allem die taiwanische Zivilbevölkerung würde laut den Militäranalysten horrende Verluste erleiden. Ein Ende der Spannungen ist derzeit nicht absehbar. Im Gegenteil: China-Insider wie Victor Gao vom chinesischen regierungsnahen "Zentrum für China und Globalisierung" lassen keinen Zweifel daran, dass die Atommacht China im Zweifel zum Äußersten bereit wäre.

Putin und Xi 23:25

Putin und Xi: Pakt gegen den Westen

Gesellschaft und Politik

Zwei Autokraten - ein Ziel: eine neue Weltordnung. Putin und Xi wollen ihre Nationen zu neuer, alter Größe führen. Und dafür sind sie bereit, viel zu riskieren. Gemeinsamer Gegner: der Westen. "Grenzenlose Freundschaft" haben sich Putin und Xi gegenseitig versichert. Eine Allianz, die für Europa und die USA dramatische Folgen haben könnte. Zwei Atommächte - und an der Spitze zwei Männer mit uneingeschränkter Macht. Wie ticken Putin und Xi? Rund 40-mal haben sie sich getroffen in den letzten zehn Jahren. Putin und Xi teilen viele Ansichten, und ihre Kooperation wird immer enger. Sie eint das gemeinsame Feindbild: Sie fühlen sich vom Westen gegängelt und unterdrückt - und sie drohen, ihre Interessen notfalls mit Gewalt durchzusetzen. Putin versucht das bereits in der Ukraine - aber auch Xi Jinping plant, China massiv aufzurüsten, und betont, dass er den Einsatz militärischer Mittel in Zukunft nicht ausschließt. Die Biografien beider Männer weisen durchaus Parallelen auf: Sie haben sich von ganz unten hochgearbeitet in der kommunistischen Partei - und sie haben es bis an die Spitze ihrer Nationen gebracht. Beide träumen von Glanz und Größe alter Zeiten - dem russischen Zarenreich und dem chinesischen Kaiserreich. Und beide sind offenbar willens, diese Träume zeitlebens auch umzusetzen. Die Welt scheint auf einen dramatischen Konflikt zuzusteuern: zwischen den USA und Europa auf der einen Seite - und China und Russland auf der anderen Seite. Es ist eine starke Allianz: Wladimir Putin regiert das größte Land der Erde mit schier unerschöpflichen Vorkommen an Rohstoffen, Öl und Gas. Xi Jinping steht an der Spitze der zweitstärksten Wirtschaftsmacht der Welt mit rund 1,4 Milliarden Menschen. Ob der Konflikt eskaliert - das hängt ganz wesentlich davon ab, welche Entscheidungen diese beiden Männer treffen. Putin und Xi - sie könnten die Welt in eine schreckliche Katastrophe führen. In der "ZDFzeit"-Doku äußern sich zahlreiche Expertinnen und Experten, politische Insider und hochrangige Gesprächspartner aus Militär- und Geheimdienstkreisen - darunter der ehemalige Verteidigungsminister der USA, Leon Panetta. Geplant sind Interviews mit ehemaligen Mitarbeitern der CIA, des MI6 und des KGB - außerdem mit Ex-Oligarch und Dissident Michail Chodorkowski, dem ehemaligen deutschen Außenminister Joschka Fischer und Christoph Heusgen, langjähriger außenpolitischer Berater von Angela Merkel.