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TV Programm für ZDFinfo am 06.03.2026

Bedrohter Amazonas - Warum die grüne Lunge stirbt 04:35

Bedrohter Amazonas - Warum die grüne Lunge stirbt

Dokumentation

Jedes Jahr steht der Amazonas am Ende der Trockenheit in Flammen. Auch wenn 2025 weniger dramatisch zu werden scheint: Im Jahr 2024 gab es so viele Brände wie seit 20 Jahren nicht. Grund hierfür vor allem: das Geld. Der Amazonas ist Spielball politischer Interessen und globaler Profitgier. Brandstiftung, illegale Abholzung und organisierte Umweltverbrechen wurden über Jahrzehnte geduldet. Das Geschäft mit Soja, Gold und Rindfleisch erwirtschaftet Milliarden - auch für Bürgermeister, Kongressabgeordnete und Banken. "Bedrohter Amazonas" ist ein Film über Feuer und Dürre, Verbrechen und Verantwortung. Albert Knechtel und Kameramann Sylvestre Campe reisen in die Brandgebiete nach Porto Velho und an den Rio Madeira, ins ausgetrocknete Herz des Regenwaldes. Sie sprechen mit jungen indigenen Aktivisten, die für ihre Rechte kämpfen, und treffen mutige Wissenschaftler unter Polizeischutz. Dieser Film zeigt, warum selbst Schutzgebiete brennen und wie der größte Einzelverkäufer durch Emissionszertifikate mithilfe hoher Staatsbeamter Brasilien um Hunderte Millionen geprellt hat. Warum sogar Präsident Lula an den Interessen der Agrarlobby scheitert, welche Rolle Europa dabei spielt und was Donald Trumps Abschaltung der wichtigsten Satelliten zur Beobachtung der Erderwärmung für den Amazonas bedeutet. Der Amazonas stirbt - fast verzweifelt klingt da der Appell von Brasiliens Umweltministerin Marina Silva: "Unser Planet ist endlich, aber unsere Gier ist unendlich. In den 500 Jahren unserer Kolonialisierung ist das Haben wichtiger geworden als das Sein."

Terra X Harald Lesch 05:25

Terra X Harald Lesch: ... und unser täglich Wasser

Infomagazin

Fast eine ganze Wanne voll Trinkwasser verbraucht jeder von uns am Tag. Um diesen Luxus zu bewahren, ist ein enormer Aufwand nötig. Das hat Folgen: Unser täglich Wasser ist in Gefahr. Von den 120 Litern Trinkwasser nutzen wir nur fünf Liter zum Trinken, wie Wasser für Kaffee, Tee und zum Kochen. Wie hoch ist der Preis, den wir für die augenscheinliche Verschwendung zahlen? Forschende warnen, dass unsere Quellen langsam versiegen. Der Bodensee gehört zu den größten oberirdischen Trinkwasserspeichern Europas. Vier Millionen Haushalte werden allein in Deutschland von ihm mit Leitungswasser versorgt. Aufwendig wird das Wasser des Sees Schritt für Schritt gereinigt, bis es schließlich den strengen Vorgaben der deutschen Trinkwasserverordnung entspricht und aus unserem Hahn sprudelt. Ein Problem bei der Trinkwasseraufbereitung sind die PFAS. Diese sogenannten Ewigkeitschemikalien sind in vielen Produkten - von Zahnseide über Kleidung bis zum Löschschaum der Feuerwehr - enthalten. Und sie sind extrem gefährlich für unsere Gesundheit. Sie gelangen über verschiedenste Wege in die Umwelt und unsere Gewässer. Die PFAS müssen aus dem Trinkwasser gefiltert werden und gehören dann zum Sondermüll. Und dann, wohin damit? Sauberes Trinkwasser ist für uns eine Selbstverständlichkeit wie Strom oder Wärme. Noch. Denn Experten mahnen seit Jahren: Deutschlands Wasserreserven gehen langsam aber sicher zur Neige. Der Klimawandel hinterlässt bereits tiefe Spuren in unserer Trinkwasserversorgung: Oberflächengewässer wie Flüsse und Seen führen zeitweise extremes Niedrigwasser, aber auch die Grundwasserspiegel sinken. In den letzten 20 Jahren lag der durchschnittliche Verlust beim Grundwasser bei 760.000.000 Litern pro Jahr. Deutschland erlebt seit 2018 ein Dürrejahr nach dem anderen. Und das ist erst der Anfang. Denn mit jedem Grad Celsius, die sich unsere Erde in Zukunft erwärmt, spitzt sich das Grundwasserproblem weiter zu. Die Erwärmung des Bodens macht auch unseren kleinen Helfern zu schaffen: Schnecken, Muscheln, Krebstiere, die den Weg des Regenwassers in die Tiefe des Bodens zum Grundwasser offen halten. Höhere Temperaturen können diese Tiere nicht überleben. Welche weiteren Konsequenzen hat das für unser Grundwasser? Harald Lesch trifft Wasserversorger sowie globale Wasserexperten und -expertinnen und erklärt, mit welchen Ideen die Forschung an der Lösung des drohenden Trinkwasser-Dilemmas arbeitet.

Terra X Harald Lesch 05:55

Terra X Harald Lesch: Wütendes Wetter - Warum tun wir nichts?

Infomagazin

Das Wetter spielt verrückt. Ist das das neue Normal? Dürren, Überschwemmungen, Bergrutsche. Was muss noch passieren, bis wir endlich das tun, was nötig ist? Wir rutschen von einem Klimaextrem ins nächste. Am deutlichsten zeigt sich das in den Wetterkatastrophen. Was wir derzeit erleben, ist Klimawandel in Echtzeit. Und doch scheint das Thema keine Rolle mehr in unseren Köpfen zu spielen. Wie kommt das? Wir leben im Hotspot der Klimaerwärmung. Kein anderer Kontinent erwärmt sich schneller als Europa. Mit zwei Grad sind die Temperaturen in den vergangenen 100 Jahren in den Alpen doppelt so stark gestiegen wie im Rest der Welt. Der Mittelmeerraum erwärmt sich rasant, viel schneller als der weltweite Durchschnitt. Was macht Europa zum traurigen Spitzenreiter? Dass der Klimawandel fatale Folgen für uns hat, ist schon lange bekannt. Bereits im 19. Jahrhundert wurde der Treibhauseffekt entdeckt. Doch trotz zahlreicher Forschungsergebnisse der letzten Jahrzehnte passiert zu wenig. Die Erkenntnis verhärtet sich, dass wir die Erwärmung nicht stoppen, geschweige denn umdrehen werden. "Sollen sich doch andere kümmern, ich habe genug eigene Sorgen." In den heutigen Zeiten mit all ihren Unsicherheiten ist diese Haltung nur allzu verständlich. Wir scheinen uns mit dem Klimawandel abzufinden, die Wahrnehmung einer akuten Krise verschwindet, obwohl sich die Katastrophen in Serie ereignen. Extreme werden zur neuen Normalität. Ein Teufelskreis. Denn wenn wir die Notwendigkeit des Handelns nicht mehr erkennen, ist unser Schicksal schon besiegelt. Prof. Harald Lesch macht sich auf die Reise, herauszufinden, warum es uns als Menschheit so schwerfällt, den Klimawandel zu bekämpfen. Zusammen mit der Psychologin Lea Dohm geht er dieser Frage nach. Die Gründe dafür, dass wir nicht genug tun, zeigen sich im Blick in die menschliche Natur und in unseren eigenen Kopf. Was muss passieren, damit wir endlich ins Handeln kommen? Wie können wir das Klima noch retten?

Terra X Harald Lesch 06:25

Terra X Harald Lesch: Freundliches Klima - so kriegen wir's hin

Infomagazin

Klimakrise. Das Wort, das niemand mehr hören will. Und doch müssen wir etwas tun angesichts der sich häufenden Wetterkatastrophen. Doch wie? Was muss passieren, damit wir endlich ins Handeln kommen und die fatalen Folgen noch abwenden? Harald Lesch macht den Check. Welche Maßnahmen lohnen sich wirklich? "Die Technik wird uns retten!" Gerne verlassen wir uns auf die menschliche Innovationskraft. Es braucht ja nur pfiffige Erfinder, die eine Maschine entwickeln, mit der sich die Atmosphäre wieder kühlen lässt. Oder wenn wir es vielleicht doch nicht rückgängig machen können, könnten wir die Erwärmung wenigstens stoppen? Hierzu gibt es schon Technologien. Ist die Hoffnung auf Rettung durch Technik berechtigt oder nur ein frommer Wunsch? Wir können uns auch direkt mit der Natur verbünden. Moore, Wälder, Ozeane sind sehr effektive Kohlendioxidsenker. Indem wir uns um diese Naturräume kümmern und sie wiederherstellen, ließe sich die Katastrophe bestimmt noch abwenden. Die Hoffnung ist berechtigt, aber wie lässt sie sich umsetzen? Der Elefant im Raum bleibt die Energiefrage. Solange wir fossile Energieträger weiter verbrennen, bringen auch die besten Ideen keine Linderung. Ohne einen Umstieg auf eine andere Energiegewinnung wird das Klima nicht zu retten sein. Viele andere Länder haben das längst begriffen. Selbst in China gibt es einen Schwenk hin zu erneuerbaren Energieträgern. Wo steht Deutschland? Ein Umdenken hat auch hier schon seit langem stattgefunden. Aber wie wirkt sich das aus? In einer Zeit, in der sich Deutschland wirtschaftlich erholen muss, ist der Hunger nach preiswerter Energie riesengroß. Können die Erneuerbaren da mithalten? Am Ende sind die Einzigen, die uns retten können, wir selbst. Wir müssen als Gesellschaft umdenken. Es braucht neue Wege, um Menschen zu motivieren, neue Werte und Einstellungen und eine gemeinsame Form des Anpackens. Denn diese außergewöhnliche Zeit verlangt nach außergewöhnlichen Lösungen - und nach Mut, gemeinsam zu handeln. Harald Lesch öffnet die Tür zu einer Zukunft, in der wir uns der Klimakrise entgegenstemmen.

Alpen in Gefahr 06:50

Alpen in Gefahr: Klimakrise in den Bergen

Dokumentation

Der Klimawandel setzt den Alpen mächtig zu: Gletscher schmelzen, Pflanzen und Tiere verschwinden, Bergstürze und Lawinen bedrohen die Menschen. Was wird aus dem Naturparadies? Die Veränderungen wirken auch über die Gebirgsgrenzen hinaus: Die Alpen gelten als größter Süßwasserspeicher Europas. Schmelzen die Gletscher und fällt weniger Schnee, schwinden die Wasserreserven auch für die umliegenden Länder. Aus den Bergen werden viele Flüsse bis in entfernte Regionen kontinuierlich mit Wasser versorgt. Bleibt dieser Nachschub aus, schrumpfen sie in Hitzeperioden umso schneller. Die ausgetrockneten Flussbetten im Sommer 2018 und 2022 haben einen Vorgeschmack geliefert. Solche Bilder wird man häufiger sehen, wenn die Gletscher erst einmal verschwunden sind. Gletscherschwund und Schneemangel wirken sich auch auf den Wirtschaftsraum Alpen aus: Skitourismus ist zunehmend nur mit Kunstschnee und hohem technischem Aufwand möglich. In 30 Jahren wird das nur noch oberhalb von 1500 Metern rentabel sein. Viele Regionen müssen neue Konzepte entwickeln, um weiterhin vom Tourismus leben zu können. Die steigenden Temperaturen bedeuten für die Menschen aber auch eine direkte Gefahr: Der Permafrost schmilzt - das Eis im Inneren der Berge, das Gestein und Fels wie Kitt zusammenhält. Taut er, kommt es zu Felsstürzen. Um rechtzeitig warnen zu können, wird deshalb das Matterhorn von Geowissenschaftler Jan Beutel mit aufwendiger Technik überwacht. Davon profitieren Dörfer wie Randa im Schweizer Mattertal, wo sich im Jahr 1991 einer der größten Bergstürze der Alpen ereignete. Zusätzlich hat die Gemeinde in weitere Schutzmaßnahmen investiert: Betonschutzwälle, Fangnetze und Lawinenverbauungen. Anpassungsstrategien, die für ein Leben in den Bergen immer wichtiger werden. Sie sind auch nötig, um die engen Bergtäler vor Wetterextremen zu schützen: Geröll- und Wassermassen etwa haben im Sommer 2022 das Gegendtal in Österreich verwüstet. Der Klimawandel trifft aber nicht nur den Menschen, sondern verändert auch die Alpenflora und -fauna: Die Vegetationsperiode beginnt früher, die Waldgrenze wandert höher, und die kälteliebenden Tier- und Pflanzenarten wandern mit. Doch oben wird es eng. Forschende wie der Biologe Walter Arnold stellen fest, dass die "Generalisten" aus tiefergelegenen Berghängen die "Kältespezialisten", wie etwa die Murmeltiere, verdrängen. Auch das Pflanzenwachstum auf den Almwiesen verändert sich. Der Ökologe Michael Bahn von der Uni Innsbruck weist in seinen Untersuchungen zudem nach, dass durch die Kombination von Wetterextremen wie Dürre und Starkregen immer mehr Treibhausgase aus dem Boden entweichen und das Klima weiter aufheizen. Der Klimahotspot Alpen zeigt: Naturgefahren nehmen zu und bedrohen diesen Lebensraum. Wir müssen viel investieren, um uns zu schützen. Und es braucht neue Konzepte, um das Naturparadies zu erhalten.

forum am freitag 07:35

forum am freitag

Kirche und Religion

Das "forum" bietet Muslimen in Deutschland die Möglichkeit, ihre Erfahrungen in das gesellschaftliche Gespräch einzubringen. Muslime erklären ihre Religion, erzählen von ihrem Alltag.

frontal 07:50

frontal

Infomagazin

Kritisch, investigativ und unerschrocken - das ZDF-Politmagazin bietet Reportagen, Analysen und Hintergründe zu den aktuellen Themen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. "frontal" ist unabhängig und keinem verpflichtet. Denn für das Magazin zählen Meinungsvielfalt, klare Standpunkte und der kritische Blick im Interesse der Zuschauer. Die Reporter decken Missstände auf und liefern Fakten, die andere lieber verbergen wollen.

auslandsjournal 08:35

auslandsjournal

Auslandsreportage

Das "auslandsjournal" - Reportagen, Hintergründe, außergewöhnliche Menschen und bunte Geschichten. Die ZDF-Korrespondenten erklären die Welt. Pointierte Analyse, persönliche Erzählweise, anspruchsvolle Geschichten und die Vielfalt der Beitragsformen prägen das "auslandsjournal". In der Rubrik "außendienst" testen Reporter, was das Leben in fremden Ländern mit sich bringen kann.

Geheimnisse der Weimarer Republik 09:05

Geheimnisse der Weimarer Republik: 1918-1923: Schwierige Geburt

Dokumentation

Die Weimarer Republik war zweifellos ein Aufbruch in die Moderne, hatte aber zu viele Gegner, die die Uhr wieder in die Vergangenheit zurückstellen wollten. Die Mehrheit der Deutschen war noch nicht reif für eine Demokratie. Viele waren verbohrt in ihren Weltanschauungen. Die autoritäre Kaiserzeit und der Erste Weltkrieg hatten die Männer zu kriegerischen, gewaltsamen Lösungen erzogen. Sie waren nicht fähig zum in der Demokratie üblichen Ausgleich und Kompromiss. Ein Freund-Feind-Denken beherrschte die Köpfe und mündete in Saal- und Straßenschlachten. Ein Gefühl des ständigen Bürgerkriegs und einer ständigen Bedrohung durch den Gegner bedrückte die Menschen. Eine gespaltene Republik. Die Sehnsucht nach einer obrigkeitlichen Autorität war größer als das Bedürfnis, das politische Schicksal selbst in die Hand zu nehmen. Weimar war ein Scheitern in Raten. Die Mehrheit der Deutschen empfand den Versailler Vertrag als ungerecht und eine Schmach. Um es psychologisch zu sagen: Diese narzisstische Kränkung war zu groß. Eine höhere Akzeptanz wäre vielleicht durch ein wirtschaftliches Wohlergehen breiterer Bevölkerungsschichten zu erreichen gewesen, wie in Westdeutschland nach dem Zweiten Weltkrieg. Die Weimarer Republik hat nie ihre Identität gefunden. Es gab höchstens "Vernunftrepublikaner". Irgendwann hat sie dann auch ihre Koordinaten verloren.

heute Xpress 09:48

heute Xpress

Nachrichten

Egal, ob Politik, Wirtschschaft, Kultur oder Gesellschaft - das Nachrichtenmagazin informiert kurz und knackig über aktuell relevante Themen.

Geheimnisse der Weimarer Republik 09:50

Geheimnisse der Weimarer Republik: 1924-1929: Schöner Schein

Dokumentation

1924 bis 1929 kann die Weimarer Republik noch einmal Luft holen. Die Einführung der Rentenmark vertreibt das Gespenst der Inflation. Die Reparationen werden im Dawes-Plan gemindert. Die Wirtschaft floriert. Die Politik ist bei allen Anfeindungen der Republikgegner relativ stabil. Reichspräsident Ebert hält im Berliner Lustgarten eine Rede vor Ehrenformationen der Reichswehr. Er wirbt für Toleranz. 1925 kehrt Deutschland auf die internationale Bühne zurück. Außenminister Stresemann verhandelt in Locarno. In den Verträgen von Locarno schreiben Deutschland und die Alliierten die durch den Versailler Vertrag neu gezogenen Grenzen fest. 1926 wird Deutschland in den Völkerbund aufgenommen. Stresemann und der französische Außenminister Briand erhalten im gleichen Jahr den Friedensnobelpreis.

Geheimnisse der Weimarer Republik 10:35

Geheimnisse der Weimarer Republik: 1929-1933: Der Weg in den Abgrund

Dokumentation

Die Phase der relativen Stabilität endet 1929 jäh mit dem Crash an der New Yorker Börse, der sich zur Weltwirtschaftskrise ausweitet. Amerikanische Kredite werden zurückgerufen. Es kommt zum Bankencrash. Schlangen aufgeregter Menschen sammeln sich vor den Banken und fordern die Auszahlung ihrer Ersparnisse. Die Wirtschaft bricht zusammen, die Arbeitslosigkeit steigt. In den Straßen wimmelt es von Menschen, die Arbeit suchen. Man könnte sagen, dass die Extremisten die Republik so lange sturmreif schossen, bis auch die Mehrheit der Deutschen für ein autoritäres Durchgreifen war und mehrheitlich die NSDAP und andere extremistische Parteien wählte. Die Weimarer Republik war zweifellos ein Aufbruch in die Moderne, hatte aber zu viele Gegner, die die Uhr wieder in die Vergangenheit zurückstellen wollten. Die Mehrheit der Deutschen war noch nicht reif für eine Demokratie. Viele waren verbohrt in ihren Weltanschauungen. Die autoritäre Kaiserzeit und der Erste Weltkrieg hatten die Männer zu kriegerischen, gewaltsamen Lösungen erzogen. Sie waren nicht fähig zum in der Demokratie üblichen Ausgleich und Kompromiss.

Kanadas größte Katastrophe 11:20

Kanadas größte Katastrophe: Die Explosion von Halifax

Geschichte

Am 6. Dezember 1917 ereignete sich im Hafen der kanadischen Stadt Halifax eine gewaltige Explosion. Sie kostete Tausende von Menschen das Leben und zerstörte einen ganzen Stadtteil. Die Katastrophe hat sich in das nationale Bewusstsein Kanadas gebrannt. Es war die bis dahin größte von Menschen verursachte Explosion. Und bis heute eines der tödlichsten Unglücke in der Geschichte des nordamerikanischen Kontinents. Bis zur Erfindung der Atombombe war die Katastrophe von Halifax die größte von Menschen verursachte Explosion. Als am Morgen des 6. Dezember 1917 im Hafen zwei Schiffe kollidierten, geriet die mit Munition und Sprengstoff beladene "Mont Blanc" in Brand. Nicht ahnend, in welcher Gefahr sie sich befanden, beobachteten die Einwohner des Hafenstadtteils Richmond das Feuer von ihren Fenstern aus. Als das Schiff um kurz nach 9.00 Uhr explodierte, waren sie den herumfliegenden Glasscherben und Trümmerteilen schutzlos ausgeliefert. Viele Menschen starben sofort, andere wurden unter den brennenden Trümmern begraben. Fast 2000 Menschen starben, etwa 9000 wurden teils schwer verletzt. Die Dokumentation lässt Überlebende und ihre Nachfahren von den Ereignissen berichten. Sie schildert die Rettungsarbeiten und zeigt, wie der Einsatz der Stadtverwaltung zum Vorbild für die Entwicklung von Notfallplänen wurde, die bis zu dieser Katastrophe nicht existierten. Des Weiteren beschäftigt sich der Film mit der bis heute nicht abgeschlossenen Auf- und Verarbeitung einer Katastrophe, die noch immer im Gedächtnis der Kanadier fortlebt.

Ermittler! 12:05

Ermittler!: Falsches Ehrgefühl

Recht und Kriminalität

Salzgitter, 26. Januar 2019: Milad A. bricht nach Schüssen in einem Hinterhof zusammen, stirbt im Krankenhaus. Kameras und eine Augenzeugin liefern den Beamten Hinweise auf den Täter. Oberstaatsanwalt Hans Christian Wolters und die Ermittler verknüpfen das Überwachungsvideo, Zeugenhinweise und Drohungen aus dem Umfeld der Freundin. Schmauchspuren werden zum Wendepunkt. Der Verdächtige Ala A. schweigt - doch die Indizienkette überführt den Täter. Ein zweiter Fall führt nach Gelnhausen (2022): eine verbrannte Leiche, 60 Stiche, kaum Spuren. LKA-Experte Dr. Harald Schneider findet Blut an Sandalen und im Auto - der Verdächtige wird überführt. Und in Velbert (2007) wird ein Cold Case gelöst: Dank neuer DNA-Methoden fällt der Verdacht auf Sven K., einen mutmaßlichen Auftragsmörder. Die Doku-Serie "Ermittler!" begleitet Kommissare, Staatsanwälte und Rechtsmediziner bei der Lösung ihrer spektakulärsten Fälle. Erstmals öffnen sie dafür ihre Ermittlungsakten und zeigen Tatortfotos sowie Polizeivideos. Und sie berichten, wie sie den Tätern auf die Spur gekommen sind.

Last Night Out - Die letzte Nacht 12:50

Last Night Out - Die letzte Nacht: Tödliche Eifersucht

Recht und Kriminalität

Im Mai 2007 zerstört ein Tornado die Kleinstadt Greensburg in Kansas. Währenddessen zerreißt im Nachbarort Dodge City ein Schuss die Stille der Nacht. Am nächsten Tag erscheint die alleinerziehende Mutter Erin Jones nicht zu einem Treffen mit ihrer besten Freundin. Diese beschließt, nach dem Rechten zu sehen - und macht eine schreckliche Entdeckung: Erin wurde in der Nacht in ihrem Schlafzimmer erschossen. Schnell rückt ein Mann in den Fokus der Ermittlungen: Der Polizist Christopher Tahah ist Erin Jones' Ex-Freund. Am Abend vorher hatte er Erin in einer Bar beim Tanzen mit einem anderen Mann beobachtet. Zu diesem Zeitpunkt ahnt niemand, wozu Tahah fähig ist. Auch seine Kollegen glauben anfangs an seine Unschuld. Doch dann entzieht sich der 33-Jährige einem Lügendetektortest, klaut ein Auto und flüchtet vor der Polizei. Nach seiner Verhaftung wird klar, was sich wirklich in Erin Jones' letzter Nacht ereignet hat. Die Reihe "Last Night Out - Die letzte Nacht" erzählt die tragischen Folgen von scheinbar gewöhnlichen Nächten, die sich zu verheerenden Verbrechen auswachsen. Es sind reale Fälle, in denen Menschenleben in Momenten verloren gingen, die eigentlich sorglos hätten sein sollen - Abende mit Freunden, Familienfeiern und geliebten Menschen.

Last Night Out - Die letzte Nacht 13:35

Last Night Out - Die letzte Nacht: Doppelmord in der Wüste

Recht und Kriminalität

Kylen Schulte und Crystal Turner leben in einem Zelt in der Wüste von Moab in Utah. Eines Tages schlägt ein unheimlicher Mann neben ihnen sein Lager auf. Kurz darauf verschwinden die Frauen. Kylens Vater bittet eine Bekannte, nach den beiden zu sehen. Diese entdeckt schließlich die Leichen des Ehepaares. Schnell kommen Gerüchte auf: Gibt es eine Verbindung zum Fall Gabby Petito? Die 22-Jährige war zur gleichen Zeit mit ihrem Verlobten in Moab unterwegs. Im August 2021 treffen sich Kylen Schulte und Crystal Turner mit Freunden in einer Bar in Moab. Sie erwähnen einen Fremden, der sich auffällig verhält und trotz der endlosen Weite der Wüste von Utah direkt neben ihnen sein Zelt aufbaut. Am nächsten Morgen ist das frisch verheiratete Paar verschwunden. Kylens Vater bittet online um Hilfe bei der Suche - was tatsächlich zum Fund der Leichen führt. Die beiden Frauen wurden durch mehrere Schüsse getötet. Vom Täter fehlt jede Spur. Zeitgleich macht der Fall der verschwundenen Gabby Petito Schlagzeilen. Als herauskommt, dass auch sie sich mit ihrem Verlobten in Moab aufhielt, geht die Polizei Spekulationen um einen Zusammenhang nach. Doch noch ahnt niemand, was Kylen Schulte und Crystal Turner in ihrer letzten Nacht wirklich zugestoßen ist. Die Reihe "Last Night Out - Die letzte Nacht" erzählt die tragischen Folgen von scheinbar gewöhnlichen Nächten, die sich zu verheerenden Verbrechen auswachsen. Es sind reale Fälle, in denen Menschenleben in Momenten verloren gingen, die eigentlich sorglos hätten sein sollen - Abende mit Freunden, Familienfeiern und geliebten Menschen.

Last Night Out - Die letzte Nacht 14:15

Last Night Out - Die letzte Nacht: Toxische Liebe

Recht und Kriminalität

Auf einer Australien-Reise lernt die Kosmetikerin Nadine Lott den Ex-Boxer Daniel Murtagh kennen. Kurz darauf wird sie schwanger. Doch am Familienleben hat Murtagh wenig Interesse. Nach einer belastenden On-Off-Beziehung zieht Nadine 2016 den Schlussstrich. Sie will in Zukunft allein für ihre kleine Tochter sorgen. Doch Murtagh kann die Trennung nur schwer verwinden - über die Jahre wird er immer besitzergreifender und aggressiver. Dezember 2019 im irischen Arklow. In einem Pub feiert die 30-jährige Nadine Lott den Geburtstag ihrer Tante. Ihr Ex-Freund Daniel Murtagh passt derweil auf die gemeinsame Tochter auf. Auch drei Jahre nach der Trennung hofft er noch immer auf eine Versöhnung. Dabei vermutet er, dass Nadine längst mit einem anderen Mann zusammen ist. Nach ihrer Heimkehr stellt er sie zur Rede. Und verliert komplett die Kontrolle. Immer wieder schlägt er auf seine Ex-Freundin ein, bis ihr Gesicht vollkommen entstellt ist. Dann lässt er sie zum Sterben zurück. Was mit einer ausgelassenen Familienfeier beginnt, wird zu Nadine Lotts letztem Abend. Die Reihe "Last Night Out - Die letzte Nacht" erzählt die tragischen Folgen von scheinbar gewöhnlichen Nächten, die sich zu verheerenden Verbrechen auswachsen. Es sind reale Fälle, in denen Menschenleben in Momenten verloren gingen, die eigentlich sorglos hätten sein sollen - Abende mit Freunden, Familienfeiern und geliebten Menschen.

Last Night Out - Die letzte Nacht 15:00

Last Night Out - Die letzte Nacht: Der Horror-Nachbar

Recht und Kriminalität

Januar 2018. Shane Gilmer plant einen netten Abend mit seiner Freundin Laura. Der Restaurantbesuch ist eine ersehnte Pause - denn die beiden stecken in einem heftigen Nachbarschaftsstreit. Das Paar hat sich mehrfach über seinen Nachbarn Anthony Lawrence beschwert. Grund sind laute Musik und Cannabisgeruch. Nun droht dem 55-Jährigen die Räumung. Wozu er in seiner Wut bereit ist, wird selbst die erfahrenen Ermittler überraschen. Southburn, East Yorkshire, im Winter 2018. Nachdem sich der 30-jährige Shane Gilmer und seine schwangere Partnerin Laura mehrfach über ihren Nachbar beschwert haben, sieht dieser rot. Als das Paar abends ausgeht, schleicht er sich ins Haus, versteckt sich und attackiert Gilmer nach dessen Rückkehr mit einer Armbrust. Der erliegt wenig später seinen schweren Verletzungen. Auch Laura wird von einem Pfeil getroffen - doch wie durch ein Wunder überleben sie und das ungeborene Baby den Angriff. Der Nachbar Anthony Lawrence flüchtet vom Tatort - und wird später tot aufgefunden. Als die Polizei sein Haus durchsucht, stoßen sie auf ein wahres Waffenarsenal. Die Reihe "Last Night Out - Die letzte Nacht" erzählt die tragischen Folgen von scheinbar gewöhnlichen Nächten, die sich zu verheerenden Verbrechen auswachsen. Es sind reale Fälle, in denen Menschenleben in Momenten verloren gingen, die eigentlich sorglos hätten sein sollen - Abende mit Freunden, Familienfeiern und geliebten Menschen.

Last Night Out - Die letzte Nacht 15:50

Last Night Out - Die letzte Nacht: Der Teenie-Mörder

Recht und Kriminalität

Juli 2013. Die 19-jährige College-Studentin Jessie Blodgett wird tot in ihrem Bett gefunden. Sie wurde vergewaltigt und erdrosselt. Der Verdacht fällt auf ihren Ex-Freund Daniel Bartelt. Freunde und Familie sind fassungslos. Daniel gilt als begabter Musiker und vorbildlicher Student. Doch hinter der Fassade tun sich dunkle Abgründe auf. Und Jessie ist nicht die erste Frau, die der Teenager angegriffen hat. Im Sommer 2013 ist die College-Studentin Jessie Blodgett auf Heimatbesuch bei ihrer Familie in Wisconsin. Sie nutzt jede freie Minute, um Musik zu schreiben und sich auf ihre Hauptrolle im Theaterstück "Fiddler on the Roof" vorzubereiten. Außerdem verbringt sie viel Zeit mit ihrem guten Bekannten Daniel Bartelt. Die beiden waren in der Highschool für einige Monate liiert - jetzt verbindet sie eine platonische Freundschaft. Das glaubt zumindest Jessies Familie. Welche perfiden Absichten Bartelt tatsächlich verfolgt, ahnt zu diesem Zeitpunkt niemand. Die Reihe "Last Night Out - Die letzte Nacht" erzählt die tragischen Folgen von scheinbar gewöhnlichen Nächten, die sich zu verheerenden Verbrechen auswachsen. Es sind reale Fälle, in denen Menschenleben in Momenten verloren gingen, die eigentlich sorglos hätten sein sollen - Abende mit Freunden, Familienfeiern und geliebten Menschen.

Last Night Out - Die letzte Nacht 16:35

Last Night Out - Die letzte Nacht: Der Serienkiller von Tampa

Recht und Kriminalität

Tampa, 2017. Die 32-jährige Monica Hoffa wird auf offener Straße erschossen. Ein Motiv ist unklar, und die Polizei tappt im Dunkeln. Bald wird klar: Monica ist nicht das einzige Opfer. Bereits einige Tage zuvor wurde im selben Viertel ein weiterer Mord verübt. Treibt hier ein Serienkiller sein Unwesen? Auch nach zwei weiteren Taten ist die Polizei völlig ratlos. Bis der Mörder einen seltsamen Fehler begeht. Im Oktober und November 2017 sterben Benjamin Mitchell, Monica Hoffa, Anthony Naiboa und Ronald Felton im Viertel Seminole Heights durch die Hand eines Serienmörders. Da es sich um Zufallsopfer zu handeln scheint, hat die Polizei keine heiße Spur. Die Anwohner sind verunsichert, und viele Menschen trauen sich nicht mehr auf die Straße. Den entscheidenden Tipp liefert die Schichtleiterin eines Fast-Food-Restaurants. Er führt die Ermittler auf die Spur des 24-jährigen Howell Donaldson III. Noch ahnen sie nicht, wie viel Kopfzerbrechen ihnen der Fall noch bereiten wird. Die Reihe "Last Night Out - Die letzte Nacht" erzählt die tragischen Folgen von scheinbar gewöhnlichen Nächten, die sich zu verheerenden Verbrechen auswachsen. Es sind reale Fälle, in denen Menschenleben in Momenten verloren gingen, die eigentlich sorglos hätten sein sollen - Abende mit Freunden, Familienfeiern und geliebten Menschen.

Last Night Out - Die letzte Nacht 17:15

Last Night Out - Die letzte Nacht: Liebe, Trennung, Femizid

Recht und Kriminalität

Nach der Trennung von ihrem Ex Darren Hall genießt Sarah Henshaw einen netten Abend mit einer Freundin. Nach ihrer Heimkehr steht Darren plötzlich vor ihr - und weigert sich zu gehen. Am nächsten Tag ist Sarah wie vom Erdboden verschluckt - und ihre Familie voller Sorge. Denn die Beziehung der beiden war toxisch und voller Gewalt. Darren behauptet, Sarah wolle sich nur eine Auszeit nehmen. Doch dann tauchen Beweise auf, die ihn schwer belasten. Ilkeston, England. Sarah Henshaw und der Handwerker Darren Hall sind seit mehreren Jahren ein Paar. Gemeinsam ziehen sie ihre Tochter und Sarahs Kind aus einer früheren Beziehung groß. Doch hinter der Fassade brodelt es: Immer wieder schlägt Darren zu - und Sarah ringt lange mit der Entscheidung, sich zu trennen. Zu tief sitzen die Schuldgefühle gegenüber den Kindern. Erst 2023 zieht sie den Schlussstrich und freut sich auf einen Neuanfang als alleinerziehende Mutter. Doch Darren kann die Trennung nicht akzeptieren. Sein Verhalten wird zunehmend unberechenbar, bis es im Sommer 2023 zur Katastrophe kommt. Die Ermittlungen enthüllen ein Muster aus Kontrolle, Gewalt und zerstörerischer Besessenheit. Die Reihe "Last Night Out - Die letzte Nacht" erzählt die tragischen Folgen von scheinbar gewöhnlichen Nächten, die sich zu verheerenden Verbrechen auswachsen. Es sind reale Fälle, in denen Menschenleben in Momenten verloren gingen, die eigentlich sorglos hätten sein sollen - Abende mit Freunden, Familienfeiern und geliebten Menschen.

Last Night Out - Die letzte Nacht 18:00

Last Night Out - Die letzte Nacht: Der letzte Geburtstag

Recht und Kriminalität

Erin Castro feiert ihren 19. Geburtstag. Auf dem Weg zur Party in einem Klub bekommt sie Streit mit ihrem Freund. Wozu er unter Wut fähig ist, schockiert selbst erfahrene Ermittler. Die Beziehung zwischen Erin und Joshua Garcia bereitet ihrer Familie seit Langem Sorgen. Denn der 20-Jährige ist manipulativ und gewalttätig. Schon zwei Jahre zuvor verletzt er Erin so schwer, dass sie mit gebrochener Nase und gebrochenem Bein im Krankenhaus landet. An Erins 19. Geburtstag eskaliert die Situation. Aus einer unbeschwerten Feier mit ihren besten Freundinnen wird eine Nacht der Gewalt. In den Morgenstunden finden Polizisten ihre Leiche am Straßenrand. Sie wurde mit dem Messer verletzt und mehrfach überfahren. Im Laufe der Ermittlungen wird klar: Garcia hat Erin über Jahre kontrolliert und ihr jedes Selbstbewusstsein genommen. Nach ihrem Tod ringt ihre Familie um Antworten und gründet eine Stiftung, die anderen Frauen helfen soll, aus ähnlichen toxischen Beziehungen zu entkommen. Die Reihe "Last Night Out - Die letzte Nacht" erzählt die tragischen Folgen von scheinbar gewöhnlichen Nächten, die sich zu verheerenden Verbrechen auswachsen. Es sind reale Fälle, in denen Menschenleben in Momenten verloren gingen, die eigentlich sorglos hätten sein sollen - Abende mit Freunden, Familienfeiern und geliebten Menschen.

DDR mobil 18:45

DDR mobil: Hoch hinaus mit Interflug

Zeitgeschichte

Not macht erfinderisch, sagt das Sprichwort. Das traf auf die DDR besonders zu. Die wollte unbedingt mit dem Westen mithalten, vor allem, wenn es um Mobilität ging. In der DDR herrschte ständig Mangel: Mangel an Rohstoffen, an Fachleuten und an Freiheit. Dennoch leistete sich dieses Land etwas Großes: eine weltumspannende Luftfahrtgesellschaft und sogar eine Flugzeugbau-Industrie. Letzteres nur bis zum Absturz eines Prototypen. 34 Jahre war "Interflug" die staatliche Fluggesellschaft der DDR. Die Airline stand für Fernweh, unerfüllte Träume und Privilegien. Sie brachte dem abgeschotteten Land einen Hauch von weiter Welt. Berlin-Schönefeld wird Heimatflughafen der DDR-Flugzeugflotte. Eine neue Landebahn und ein neuer Hangar entstehen. Noch vor dem Mauerbau fliegt die sowjetische Maschine, die Il-18, für die Interflug. Das Düsenflug-Zeitalter wird mit der Tu-134 im Jahr 1968 eingeläutet, später folgt die Il-62 mit ihren weltweit einmaligen vier Triebwerken am Heck. Wer bei der Interflug arbeitet, muss hundertprozentig zuverlässig sein. Die Piloten und Stewardessen repräsentieren die Deutsche Demokratische Republik. Man will sicher sein, dass niemand bei Flügen in das nichtsozialistische Ausland in den Westen flieht. Zwei Jahre nach der Wende wird die Interflug 1992 von der Treuhand liquidiert.

DDR mobil 19:30

DDR mobil: Trabi, Wartburg und Ostrennwagen

Zeitgeschichte

"Vorwärts immer, rückwärts nimmer!" - dieser markante Ausspruch von Erich Honecker war richtungsweisend, auch für die Fahrzeugflotte in der DDR. Die Doku zeigt deren gesamte Bandbreite. Kuriositäten, Originale und aus der Not geborene Erfindungen. Es waren längst nicht nur Trabis und Wartburgs, die auf den Kopfsteinpflasterstraßen zwischen Ahlbeck und Zittau herum holperten. Die Palette der Fortbewegungsmittel reichte von A wie AWO bis Z wie Zastava. Noch breiter gefächert ist das Spektrum der Geschichten und Legenden, die sich um diese Fahrzeuge und die Mühen ihrer stolzen Besitzer ranken.

DDR mobil 20:15

DDR mobil: Trecker, Laster und Multicar

Zeitgeschichte

Not macht erfinderisch, sagt das Sprichwort. In der DDR traf das auch auf die Sparte der Nutzfahrzeuge zu. In Zeiten des Mangels musste man erfinderisch sein, denn der Bedarf war enorm. Laster und Traktoren brauchte das Land. Nach dem Zweiten Weltkrieg bauten die Russen viele Produktionsbetriebe ab. Vor allem die Regionen Sachsen und Thüringen hatten eine große Tradition im Fahrzeugbau. Die wenigen verbliebenen Firmen versuchten einen Neustart. Drei Jahre nach Kriegsende gründete sich die Vereinigung Volkseigener Betriebe IFA (Industrieverband Fahrzeugbau), in der alle Fahrzeughersteller der sowjetischen Besatzungszone vom Sattelschlepper bis zum Lkw-Produzenten vereint wurden. Die Wirtschaft im Osten schrie nach Transportmitteln und Traktoren. Doch die Flucht kompletter Firmen in den Westen, fehlendes Fachpersonal, Materialknappheit, Behördenwillkür und eine kaum vorhandene Zulieferindustrie ließen nur bescheidene Anfänge in den leer gefegten und oft zerstörten Produktionshallen zu.

Die schwersten Unglücke der DDR 21:00

Die schwersten Unglücke der DDR: Nur die Stasi kennt die Wahrheit

Dokumentation

Großbrände, ein Zugunglück, ein Brückeneinsturz. ZDFinfo widmet sich einem wenig beachteten Thema der DDR-Geschichte: Wie kam es zu solchen Unfällen, und wie ging man damit um? Anhand von Augenzeugenberichten, Archivmaterial und privaten Filmaufnahmen ermöglicht die Doku einen neuen Blick auf die oft geheimen oder vertuschten Fakten. Historiker und Technik-Experten schildern die damaligen Ermittlungen nach schweren Unglücken. In der DDR wurde über große Katastrophen in den Medien kaum berichtet. Die wahren Hintergründe wurden geheim gehalten, und immer war die Staatssicherheit mit am Unglücksort. Sie ermittelte mit eigenem Personal, vertuschte und strengte auch Prozesse gegen politisch unliebsame Personen an, wie gegen den Brückenkonstrukteur Gisbert Rother. Ausgerechnet zum Mauerbau-Jubiläum am 13. August 1973 stürzte ein Teilstück seiner im Bau befindlichen Brücke in Zeulenroda ab. Vier Bauleute kamen ums Leben. Das MfS hatte den Chefkonstrukteur bereits wegen seiner "politisch negativen Grundeinstellung" im Visier. Obwohl Gisbert Rother am Einsturz unschuldig war, strengte die Stasi einen Schauprozess gegen ihn an. Doch der hatte unerwartete Folgen. Oft war auch die marode DDR-Wirtschaft Grund für ein Unglück. So im Februar 1979, als explosive Dämpfe einer verschlissenen Anlage im Ölwerk Riesa zur Explosion führten. Elf Tote und 51 teilweise schwer Verletzte waren die Folge. Neben der Feuerwehr versuchte ein schlecht ausgerüsteter NVA-Trupp, Überlebende mit bloßen Händen aus den Trümmern zu retten. Das MfS ermittelte minutiös die Ursache der Explosion und offenbarte das Versagen der staatlich gelenkten Wirtschaft. Weil das aber nicht sein durfte, wurden schließlich Unschuldige verurteilt. Angst vor Repressionen und starker Nebel führten am 29. Februar 1984 zu einer schlimmen Bahnkatastrophe. Im Bahnhof Hohenthurm fuhr der Transitzug D354 nach Saarbrücken auf einen stehenden "Schichterzug". Transitzüge durften wegen möglicher "Republikflucht" in der DDR nicht langsam fahren oder halten. So übersah der Zugführer im dichten Nebel ein rotes Signal. Die Bilder der entstellten Opfer verfolgt die Rettungskräfte bis heute. Das MfS versuchte, den Unfallort abzuschirmen, konnte aber Berichte in den Westmedien nicht verhindern. Ein Großbrand führte im Juni 1986 zum gefährlichsten Feuerwehreinsatz in der DDR. In der Leipziger Wollkämmerei ging hoch brennbarer Kunststoff in Flammen auf. Zwei Arbeiterinnen konnten nur tot geborgen werden. Auch für die Rettungskräfte entwickelte sich der Einsatz zu einem nie da gewesenen Desaster: 26 Feuerwehrmänner kollabierten, 45 kamen in die Notaufnahme. Giftige Gase und die große Hitze versetzten auch die nachrückenden Einsatzkräfte in Angst und Schrecken. Schnell ermittelte das MfS den Brandstifter. Doch warum so viele Feuerwehrleute ausfielen, blieb geheim und gibt noch heute Betroffenen Rätsel auf.

Die schwersten Unglücke der DDR 21:45

Die schwersten Unglücke der DDR: Planerfüllung um jeden Preis

Dokumentation

Schwere Unglücke passen nicht zur SED-Propaganda für einen erfolgreichen Sozialismus. Ursachen bleiben oft geheim. Denn die Regierung ist an einigen tödlichen Havarien nicht ganz unschuldig. Die Staatsmacht braucht Westdevisen. Das bedeutet: Planerfüllung um jeden Preis. Viele DDR-Betriebe sind marode, und neue Anlagen gehen in Betrieb, bevor sie fertig sind. Produktionsdruck zulasten der Sicherheit kostet immer wieder Menschenleben. 1978 explodiert im Erzgebirge die gerade erst neu gebaute Gasstation Sayda. Sie soll das gesamte Land mit Erdgas aus der Sowjetunion versorgen und Devisen einbringen - ein Mammutprojekt. Doch bereits ein halbes Jahr nach der Eröffnung gelangt Gas in die Messwarte und entzündet sich. Das Gebäude explodiert und stürzt ein - zwei Menschen sterben. Die Stasi stellt hinterher verheerende Sicherheitsmängel fest. Unfertige Anlagen und die fehlende Ausbildung des Personals führen zu einer der größten Katastrophen in der DDR-Geschichte. Auch in den Buna-Werken bei Leipzig geht Produktion vor Sicherheit. Dort wird Karbid hergestellt - wertvoller Grundstoff für "Plaste und Elaste" und Basis für viele Gebrauchsgegenstände, von Spielzeug bis zum Trabant. Die DDR exportiert Karbid in den Westen und verdient gut daran. Doch die Arbeitsbedingungen an den glühend heißen Öfen sind hart, die Umwelt wird schwer belastet. 1990 sind die alten Anlagen aus den 1930er-Jahren völlig marode. Einer der Karbidöfen explodiert, fünf Menschen verlieren ihr Leben. Katastrophen bringen Helfer und Rettungskräfte immer wieder an ihre Grenzen. Als im Sommer 1989 in Berlin-Schönefeld ein Passagierflugzeug der Interflug verunglückt und ausbrennt, fehlt schnell Löschwasser. Doch die DDR lehnt Hilfe vom Klassenfeind aus Westberlin ab. War es menschliches Versagen oder ein technischer Fehler? Details des Unglücks kommen erst nach dem Ende der DDR ans Licht. Der Film erzählt von tragischen Unglücksfällen der DDR, über die vor 1990 kaum berichtet wurde. Mithilfe von Zeitzeugeninterviews an den Originalschauplätzen, seltenem Archivmaterial und Akten aus dem Stasi-Unterlagen-Archiv deckt die Dokumentation Hintergründe auf und zeigt die besonderen Hürden im Alltag der DDR.

Die schwersten Unglücke der DDR 22:30

Die schwersten Unglücke der DDR: Im Wettkampf mit dem Klassenfeind

Dokumentation

Die beiden deutschen Staaten stehen in ständiger Konkurrenz. Mit dem Strahlflugzeug "152" will die DDR ihre technologische Macht demonstrieren. Doch der zweite Testflug endet tragisch. Mitte der 1950er-Jahre forciert die DDR-Führung unter Walter Ulbricht den DDR-eigenen Flugzeugbau. In Dresden wird ein neues Flugzeugwerk aus dem Boden gestampft. Das Prestigeprojekt - die Entwicklung des ersten deutschen Passagierstrahlflugzeuges, der "152". Am 30. April 1958 ist es so weit: Walter Ulbricht stellt den Prototyp öffentlichkeitswirksam vor. Die Erwartungen sind riesig, soll die "152" doch dem Westen und der ganzen Welt beweisen, dass die DDR in der Lage ist, Flugzeuge auf höchstem technischem Niveau zu bauen. Doch knapp ein Jahr später erleidet das Vorhaben einen herben Rückschlag: Am 4. März 1959 stürzt der Prototyp beim zweiten Probeflug ab. Alle vier Insassen kommen dabei ums Leben. Danach wird das ehrgeizige Projekt noch nicht aufgegeben, doch 1961 ist Schluss mit dem DDR-Flugzeugbau. Der Grund: Die Sowjetunion entscheidet - anders als nach vorherigen mündlichen Zusagen -, keine Flugzeuge aus Dresden zu kaufen. In der DDR wird über Katastrophen und schwere Unfälle kaum berichtet. Die wahren Hintergründe bleiben oft geheim. So sorgt die Stasi für Informationssperren. Und auch später kontrollieren die Geheimdienstbeamten, was über Ursache und Auswirkungen der Unfälle an die Öffentlichkeit dringen darf.

Mysteriöse Kriminalfälle der DDR 23:15

Mysteriöse Kriminalfälle der DDR: Toxische Begierde

Recht und Kriminalität

DDR 1984: Im Umfeld einer katholischen Oberschule kommt es zu einem brutalen Mord. Die Crime-Doku fragt: War ein Geistlicher der Täter? Die Ermittlungen bringen Erstaunliches zutage. Tötungsdelikte im persönlichen Nahfeld gibt es auch in der DDR. Und nicht immer sind Männer die Täter in Beziehungsstraftaten. Dass auch Frauen kaltblütig und mit Brutalität morden können, zeigt diese Folge. Doch verfolgt die Polizei dabei die richtige Spur? Im Frühjahr 1975 verschwindet Ralf S. aus Wolmirstedt spurlos. Weil sein Wohnort nahe an der deutsch-deutschen Grenze liegt, vermutet die Polizei, dass er aus der DDR geflüchtet ist. Der Fall wird als Republikflucht zu den Akten gelegt. Erst neun Monate nach seinem Verschwinden finden drei Lehrlinge im Wald die zerstückelte Leiche von Ralf S. - dass seine Frau dahinterstecken könnte, ist für die Fahnder lange unvorstellbar. Mit der Dokumentation "Mysteriöse Kriminalfälle der DDR - Toxische Begierde" widmet sich ZDFinfo vier dramatischen DDR-Kriminalfällen aus den 1970er- und 1980er-Jahren. Alle diese Fälle haben eines gemeinsam: Es handelt sich um Beziehungs- oder Sexualstraftaten. Der Film zeigt in nachgestellten Szenen, Archivbildern und Originaldokumenten besonders spektakuläre DDR-Kriminalfälle. Berichte von Experten, Zeitzeugen und der Opfer werfen neues Licht auf die Ermittlungen. Kapitalverbrechen in der DDR wurden fast immer vertuscht - die Staatsführung wollte ihren Bürgern vorgaukeln, dass der Sozialismus keine Straftaten kennt. Doch auch im SED-Staat wurde gemordet, geraubt und betrogen.