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TV Programm für ZDFinfo am 22.09.2026

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Die Erben der Dinos 20:15

Die Erben der Dinos: Herrscher der Lüfte

Dokumentation

Vor 66 Millionen Jahren beendete ein Asteroideneinschlag das Zeitalter der Dinosaurier. Vögel überlebten dank ihrer Anpassungsfähigkeit und entwickelten schnell eine große Artenvielfalt. Heute haben ihre 11.000 Arten fast alle Lebensräume erobert, auch die Lüfte. Dafür entwickelten sie Flügel und ein angepasstes Gehirn zur Navigation in drei Dimensionen. Ihre Intelligenz erweist sich als ein weiterer Erfolgsschlüssel. Auf der ganzen Welt gibt es Fundorte von Fossilien prähistorischer Vögel. Sie helfen der Wissenschaft, zu verstehen, was einen Tyrannosaurus Rex mit einem modernen Huhn verbindet - aber auch, was sie trennt. Die Forschung an modernen flugunfähigen Vögeln, wie beispielsweise Pinguinen, hilft, die evolutionären Schritte zu verstehen, die für den Flug erforderlich sind. Dafür gibt es zwei klassische Theorien: der Start vom Boden oder von Bäumen aus. Eindeutig geklärt ist die Entstehung des Vogelflugs bis heute nicht. Trotz offener Fragen bleibt eines klar: Die Geschichte der Vögel ist eine evolutionäre Erfolgsgeschichte. Sie meistern große Herausforderungen durch Umweltveränderungen und entwickeln sich stetig weiter. Nicht alle Vogelarten setzen sich durch - viele, wie etwa der flugunfähige, mannshohe Gastornis, der im Zeitraum vor 62 bis 43 Millionen Jahren lebte, verschwinden wieder. Doch die Vielfalt und Anpassungsfähigkeit der Vögel bleibt ein eindrucksvoller Beweis für die Resilienz des Lebens auf der Erde. Die Geschichte moderner Vögel beginnt bei den Dinosauriern. Mit aufwendigen Animationen lassen Expertinnen und Experten die Evolution der Vögel lebendig werden - von den ersten gefiederten Dinosauriern bis zu den vielfältigen Arten, die heute unseren Himmel bevölkern. Die zweiteilige Dokumentation präsentiert aktuelle Forschungsergebnisse und lüftet die Geheimnisse hinter der Entwicklung der Vögel.

Danach

Im Schatten der Dinos - Die ersten Säugetiere 21:00

Im Schatten der Dinos - Die ersten Säugetiere: Spurensuche in der Urzeit

Dokumentation

In der Karoo-Wüste in Südafrika geben Fossilien Einblick in eine vergessene Welt. Der Ausgangspunkt einer Spurensuche nach den Urahnen der Säugetiere und den frühen Schritten ihrer Evolution. Therapsiden, die Vorfahren aller Säugetiere, treten in großer Vielfalt auf und besetzen nahezu jeden Lebensraum. Mit der Zeit verändert sich ihr Aussehen, ihr Verhalten wird komplexer. Fürsorge und Jagdverhalten deuten auf Merkmale der heutigen Säugetiere hin. Paläontologinnen und Paläontologen wie Bruce Rubidge, Julien Benoit und Mike Day verfolgen diese Entwicklung anhand Tausender Fossilien nach. Sie zeichnen ein einzigartiges Bild der frühen Erdgeschichte. Das Forschungsteam birgt Funde aus der Perm-Zeit, rund 260 Millionen Jahre alt. Mit modernster Bildgebung machen die Wissenschaftler uralte Geschichte sichtbar. Hochauflösende Scans und 3D-Rekonstruktionen legen innere Strukturen frei und zeigen, wie sich Schädel, Innenohr, Gebiss und Gehirn Schritt für Schritt verändern. Sie geben Hinweise darauf, wie bereits in der Urzeit Sinnesleistung, Bewegung und Verhalten zusammenhängen. Die Forschungen führen zu einem besseren Verständnis der evolutionären Mechanismen hinter der Diversifizierung der Säugetiere. Die Karoo-Wüste ist ein unvergleichliches natürliches Labor für die Erforschung unserer Ursprünge. Stille Zeugin einer Hunderte Millionen Jahre alten geologischen und biologischen Geschichte. Lange vor den Dinosauriern herrschen unsere Vorfahren über die Erde. Sie überleben Massenaussterben und Klimakatastrophen - und legen den Grundstein für die Entstehung von Säugetieren und Menschen.

Im Schatten der Dinos - Die ersten Säugetiere 21:40

Im Schatten der Dinos - Die ersten Säugetiere: Überlebenskünstler

Dokumentation

Klimawandel, Massenaussterben und neue Konkurrenz stellen die Vorläufer der Säugetiere vor existentielle Herausforderungen. Nicht alle überleben diesen evolutionären Kampf. Nach weiteren Umbrüchen bleibt am Ende nur eine Linie der Therapsiden übrig - widerstandsfähig, vor allem aber außergewöhnlich anpassungsfähig. Diese Tiere entwickeln neue äußere Merkmale, etwa Fell, und neue Verhaltensweisen wie Fürsorge für den Nachwuchs. Damit legen sie die biologischen Grundlagen der ersten Säugetiere - und jener Linie, aus der später auch der Mensch hervorgeht. Die Forschung unterscheidet sechs große Therapsiden-Familien: Biarmosuchier, Dinocephalen, Dicynodonten, Gorgonopsier, Therocephalen und Cynodonten. Im Verlauf ihrer Entwicklung entstehen entscheidende Neuerungen, darunter ein zunehmend aufrechter Gang und ein differenziertes Gebiss. Neue Fossilfunde zeigen, wie unterschiedlich diese Gruppen auf Klimawandel und Massenaussterben am Übergang von Perm zur Trias vor rund 252 Millionen Jahren reagieren. Moderne Rekonstruktionen zeigen, welche Überlebensstrategien sie unter dem evolutiven Druck entwickeln. Sie erklären, warum sich am Ende die Cynodonten durchsetzen und welche Veränderungen sich in Schädelbau, Gebiss, Atmung, Stoffwechsel und Verhalten vollziehen. Aus der Vielfalt der Urzeit geht jene Linie hervor, die den Ursprung der Säugetiere bildet. Diese Reise in die Vergangenheit hinterfragt unser Verhältnis zur Evolution und unseren Platz im Stammbaum des Lebens. Denn auch wenn diese Kreaturen lange ausgestorben sind: Sie haben tiefe Spuren in uns hinterlassen. So wird die Karoo-Wüste zur Bühne für ein packendes Evolutionsdrama. Die Therapsiden erinnern uns daran, dass die Menschheit das Ergebnis eines sehr alten Erbes ist. Ihre Geschichte ist auch unsere eigene. Lange vor den Dinosauriern herrschen unsere Vorfahren über die Erde. Sie überleben Massenaussterben und Klimakatastrophen - und legen den Grundstein für die Entstehung von Säugetieren und Menschen.

Rückkehr der Mammuts? 22:30

Rückkehr der Mammuts?: Die Wiederbelebung ausgestorbener Arten

Dokumentation

Mit Gentechnik Artenschutz revolutionieren: Weltweit arbeiten Forscher daran, die Urzeit-Giganten wieder zum Leben zu erwecken und das Auswildern ausgestorbener Tierarten zu ermöglichen. Auch bedrohte Arten sollen davon profitieren: Mit der Genschere werden die Baupläne ausgestorbener Arten aus Museumsexemplaren rekonstruiert und die wichtigsten Merkmale in das Erbgut noch lebender Verwandter integriert. Chance oder Gefahr? In den USA arbeiten Forscherinnen und Forscher bereits daran, asiatischen Elefanten Genbausteine der Mammuts für eine stärkere Kälteresistenz einzupflanzen. Damit sollen die in Südostasien bedrohten Dickhäuter auch in den Steppen Sibiriens überleben können. Auch in Australien ist es gelungen, Teile des Erbguts von Beutelwölfen aus konservierten Embryos zu gewinnen. Die Gene dieser Art werden im Labor erzeugt und der verwandten Beutelmaus eingepflanzt, um sich dem Beutelwolf genetisch immer mehr anzunähern. Die Vision: Das 1936 ausgerottete Raubtier soll auf Tasmanien für gesündere Wildbestände sorgen, indem es kranke und schwache Tiere ausmerzt. Eine Revolution im Naturschutz? Die Hoffnung: Moderne Biotechnologie soll auch bei der Rettung noch lebender, aber bedrohter Arten helfen. Wissenschaftler aus Berlin befruchten Eizellen der letzten beiden lebenden Weibchen des Nördlichen Breitmaulnashorns mit Samen verstorbener Männchen, die jahrzehntelang tiefgekühlt konserviert wurden. Die Embryonen werden dann von Leihmüttern einer verwandten Art in Kenia ausgetragen. Während die einen die sogenannten De-Extinction-Projekte als Chance sehen, stoßen sie bei den anderen auf Kritik: Biologen und Ethiker sind skeptisch, ob diese wiederbelebten Arten dem Ökosystem wirklich nützen. Sie befürchten, dass die Folgen einer solchen Wiederansiedlung unabsehbar sind und die dafür eingesetzten Ressourcen dem klassischen Naturschutz entzogen werden. Sowohl Forscherinnen und Forscher als auch die kritischen Stimmen aus der Wissenschaft kommen in dieser Dokumentation zu Wort und fragen: Wie kann und soll der Artenschutz der Zukunft aussehen?

Faszination Urzeit - Verlorene Welten 23:15

Faszination Urzeit - Verlorene Welten

Dokumentation

Fünf Mal erlebt die Erde eine Katastrophe apokalyptischen Ausmaßes. Und jedes Mal geht eine ganze Welt verloren. Wie sah unser Planet früher aus? Welche tierischen Bewohner gab es? Anhand fossiler Funde rekonstruieren internationale Wissenschaftler die untergegangenen Urzeit-Welten. Nach der letzten erdgeschichtlichen Katastrophe verschwanden zum Beispiel die Dinosaurier. Jedes Mal blieb von der biologischen Vielfalt nur ein Bruchteil übrig. Die meisten Tier- und Pflanzenarten, die es jemals auf der Erde gab, sind längst ausgestorben. Forscher sprechen von drei Viertel aller Arten. Andere haben überlebt und sich zu neuen Spezies entwickelt. Schon fünf Mal hat die Erde Katastrophen riesigen Ausmaßes erlebt, die fast zur kompletten Auslöschung einer Welt geführt hätten. Vor allem Vulkanausbrüche und drastische Veränderungen des Klimas zerstörten Lebensräume und Nahrungsketten. Das bekannteste Massenaussterben betraf vor 65 Millionen Jahren die Dinosaurier. Und doch haben Flora und Fauna immer wieder Wege gefunden, frei gewordene Nischen zu besetzen, sich zu entwickeln und die Erde neu zu bevölkern. Alle Arten, die heute auf unserem Planeten leben, sind Ergebnis der Evolution nach fünf Massenaussterben - auch der Mensch. Einige Wissenschaftler befürchten, dass der Mensch bereits ein weiteres Massenaussterben in Gang gesetzt hat.