15:05
Kriminelle Clans in Deutschland: Überfälle auf Geldtransporter, Luxusgeschäfte und der Raub einer 100-Kilogramm-Goldmünze. Hinzu kommen blutige Revierkämpfe auf offener Straße. "ZDFzeit" untersucht in der aufwendig gefilmten Dokumentation, wie es Teilen arabischer Großfamilien gelingt, den Staat hilflos wirken zu lassen, und damit potenziell das Vertrauen in ein funktionierendes Rechtssystem unterminiert. Mehrere Wochen begleiten Reporter exklusiv eine Einheit des Berliner LKA, bei der die Ermittlungen gegen kriminelle Clans zusammenlaufen. Sie verfolgen einen neuen Ansatz im Kampf gegen diese Form der Organisierten Kriminalität. Nicht einzelne Taten stehen im Mittelpunkt der Ermittlungen, sondern Beziehungsgeflechte, die sie versuchen zu durchdringen. Die Behörden beobachten, dass verstärkt komplizierte Wirtschaftsstraftaten begangen und immer neue Methoden der Geldwäsche entwickelt werden. Bei ihrer Arbeit gehen die Ermittler auch persönlich große Risiken ein. Während der Staat Druck macht, rüsten auch Mitglieder arabischer Großfamilien auf. In der "ZDFzeit"-Dokumentation kommt ein sogenannter Vermittler zu Wort, der lange verschiedene Geschäfte, unter anderem im Clan-Milieu, eingefädelt hat. Kryptohandys und Bankkonten für Geldwäsche werden bei ihm gerade besonders nachgefragt. Insider geben exklusiv Einblicke in die Clan-Strukturen, die sogar bis in den Behördenapparat reichen sollen. Das Bundeskriminalamt geht von 200.000 Menschen in Deutschland aus, die zu sogenannten arabischen Großfamilien gehören. Nur eine Minderheit begeht Straftaten. Wie vielschichtig das Thema ist, zeigt dann auch ein Blick in den Alltag dieser Großfamilien. Bei ihnen wird der Nachname mittlerweile zu einem Stigma: Manche finden weder Job noch Wohnung und dürfen kein Bankkonto eröffnen - und das, obwohl sie noch nie in ihrem Leben mit dem Gesetz in Konflikt geraten sind.
15:50
Pornhub - eine Größe im weltweiten Online-Pornogeschäft, mit jährlich Milliarden Euro Umsatz. Doch jetzt steht die Plattform wegen illegal verbreiteter Privatvideos massiv in der Kritik. Opfer klagen 2020 erstmals öffentlich, dass auf Pornhub anonym und unerlaubt auch Videos von Minderjährigen oder Vergewaltigungsvideos hochgeladen würden. Schnell wird klar: Der Branchenriese kümmert sich weder ausreichend um die Kontrolle noch um die Opfer. Die Dokumentation beleuchtet das "System Pornhub" und den dahinterstehenden, weitverzweigten Pornhub-Mutterkonzern Mindgeek mit Hauptsitz in Montreal. Dazu gehören auch Sexportale wie "Redtube", "Youporn" und "My Dirty Hobby". Insgesamt gibt es 30 Tochterfirmen und mehr als 100 einschlägige Websites. "Das System Pornhub - Schmutzige Geschäfte mit der Lust" zeichnet die Entstehung, Entwicklung und das Geschäftsmodell der Online-Pornografie nach und nimmt eine Branche unter die Lupe, die von "User-generated Content" lebt. Dabei wird deutlich, was dies für die freiwilligen und unfreiwilligen Darsteller auf den Plattformen bedeutet: Frauen berichten, wie sie damit Geld verdienen, Opfer erzählen von ihrem Kampf um Löschung illegal eingestellter Privatvideos und den Folgen daraus - von Depressionen bis hin zu Suizidversuchen. Der New Yorker Anwalt Michael Bowe vertritt mehr als 30 Opfer und erklärt, wie wenig Pornhub zum Schutz seiner Mandantinnen unternommen hat - was auch ein ehemaliger, langjähriger Mindgeek-Mitarbeiter bestätigt.
16:30
2021 wird Ghislaine Maxwell angeklagt, Jeffrey Epsteins Sexhandelsring organisiert zu haben. Wie wurde die Tochter aus gutem Haus und Jetsetterin zur Komplizin eines Sexualverbrechers? Der Epstein-Skandal schlug hohe Wellen. Nach Epsteins angeblichem Selbstmord in Untersuchungshaft gerät Ghislaine Maxwell in den Fokus der Ermittler und der Öffentlichkeit. Mehrere Missbrauchsopfer behaupten, Maxwell habe sie gefügig gemacht. Die jungen Frauen fühlten sich gefangen in einem System der Einschüchterung, Gewalt und Abhängigkeit, das Ghislaine Maxwell organisiert haben soll. Dabei missbrauchte der Milliardär Jeffrey Epstein die oft minderjährigen Mädchen nicht nur selbst, sondern bot sie auch prominenten und mächtigen Freunden an. Einer von ihnen ist Prinz Andrew, den eine langjährige Beziehung mit Ghislaine Maxwell verbindet. Virginia Giuffre behauptet, als Minderjährige von Prinz Andrew mehrfach missbraucht worden zu sein. Und es sei Ghislaine Maxwell gewesen, die bei Epsteins Sexhandelsring im Hintergrund die Fäden zog. Der Prozess gegen Ghislaine Maxwell wirft ein grelles Licht auf das geheime Leben der Reichen und Mächtigen.
17:15
Alle fünf Minuten stirbt in den USA ein Mensch an einer Überdosis. Als Auslöser der Opioid-Epidemie gilt die Einführung des Schmerzmittels OxyContin der Firma Purdue Pharma in den 1990er-Jahren. Die Inhaberfamilie Sackler vermarktet das Medikament jahrelang aggressiv und verharmlost das Suchtpotenzial, indem sie behauptet, das Abhängigkeitsrisiko läge unter einem Prozent. Hunderttausende geraten in die Sucht: für die Sacklers ein Milliardengeschäft. Der Sackler-Clan und das Pharmaunternehmen Purdue sind untrennbar mit der Opioid-Krise in den USA verbunden. Das Schmerzmittel mit dem Handelsnamen OxyContin, das 1995 auf den Markt kommt, entwickelt sich zum Bestseller. Pharmareferenten beeinflussen Ärzte in ihrem Verschreibungsverhalten und raten auch bei moderaten Schmerzen zu unnötig hohen Dosierungen über längere Zeiträume. Die Dokumentation arbeitet den Pharmaskandal auf und zeichnet den Aufstieg und Fall von Purdue Pharma nach. Zu Wort kommen Betroffene wie der ehemalige Arzt Louis Ortenzio, der seinen Patienten großzügig OxyContin verschrieb und irgendwann selbst abhängig wurde. Als er alles verliert, schafft er den Absprung: Heute ist er seit 20 Jahren clean und betreibt ein Rehazentrum für Suchtkranke. Zwei ehemalige Purdue-Pharmareferenten berichten über die Arbeitsmethoden des Konzerns, zwei Anwälte ordnen die Vorkommnisse juristisch ein. Auszüge aus internen E-Mails und Dokumenten sowie Mitschnitte von Anhörungen verdeutlichen die Skrupellosigkeit, mit der die Sackler-Familie vorgeht, um ein Milliardenvermögen zu erwirtschaften.
18:00
2012 wird in den USA das Fentanyl-Spray Subsys für Krebspatienten im Endstadium zugelassen. Über ein Betrugssystem vermarktet der Hersteller Insys Therapeutics das Mittel jedoch im großen Stil. Insys besticht Ärzte und belohnt die Verordnung von Subsys mit hohen Summen. In einem eigens eingerichteten Callcenter geben sich Mitarbeitende von Insys gegenüber Krankenversicherungen als Praxisangestellte aus, um die Versicherer zur Kostenübernahme zu bewegen. Der zweite Teil der Dokumentation legt den Fokus auf den Siegeszug von Fentanyl. Das synthetische Opioid ist 50-mal stärker als Heroin und darf eigentlich nur für tumorbedingte Durchbruchschmerzen angewendet werden. Über die kriminellen Machenschaften des Pharmakonzerns Insys Therapeutics berichten Whistleblower sowie der damalige Vize-Marketingchef. Ein Schicksal, das für viele andere steht: Die 32-jährige Sarah Fuller stirbt an einer viel zu hohen Dosis Subsys, die ihr für chronische Rückenschmerzen verschrieben wurde. Ihre Familie erzählt, wie ihr das gefährliche Opioid bei einem Arztbesuch von einer Pharmavertreterin angepriesen und schließlich ohne jegliche Aufklärung verordnet wird. Anfang der 2000er-Jahre ist Florida das Mekka für Schmerzpatienten und Suchtkranke: Da es keine einheitliche Patientendatenbank gibt und die Abgabe von Schmerzmitteln nicht reguliert wird, schießen sogenannte "Pill Mills" - Pillenfabriken - aus dem Boden: auf den ersten Blick legitime Schmerzkliniken, in denen Ärzte wie am Fließband Opioide verschreiben. Die Brüder Chris und Jeff George betreiben eine solche Klinik und werden schließlich zu langen Haftstrafen verurteilt. Zur Einsicht oder Reue hat dies offensichtlich nicht geführt.
18:45
TikTok, Telegram, X - Rechtsextremisten rekrutieren in den sozialen Medien immer mehr junge Menschen. Der Verfassungsschutz warnt vor einer Bewegung, die zunehmend militanter auftritt. In Hintergrundinterviews sprechen Mitglieder rechtsextremer Organisationen wie "Dritter Weg" und "Heimat" erstmals über ihre Motive. Das Kamerateam begleitet rechte Influencer in Berlin und Wien beim Produzieren von Propagandaclips für die sozialen Medien. Mit völkisch aufgeladenen Hüpfburgfesten wie im August 2025 im sächsischen Riesa werden vor allem Familien angesprochen. Längst haben Veranstaltungen der rechtsextremen Szene Event-Charakter, zu denen ehemalige Skinheads der "Baseballschlägerjahre" mit ihren Kindern erscheinen. An junge Männer richten sich Kampfsportnachmittage, die von Kadern des "Dritten Wegs" organisiert werden. Mit rechtsextremistisch aufgeladener Aktionskunst verbreitet die Identitäre Bewegung ihre rechtsradikalen Botschaften: völkische Graffitis, provokante Platzbesetzungen, Musikclips. Rechtsextremismus wird Pop, und Verfassungsschutzbehörden warnen vor einer Szene auf dem Weg zur kulturellen Hegemonie - besonders bei der Jugend.
19:30
Fußball im Stadion: Emotion und Spannung pur. Tausende vereint in Jubel, Wut und Enttäuschung. Wer sammelt sich dort friedlich, und wo überschreitet die Leidenschaft Grenzen? Im Fußballstadion treffen sie alle aufeinander: Akademiker und Arbeitslose, frenetische Ultras und Familien mit Kindern. Gleichzeitig ist das Stadion allzu oft Ort von Grenzüberschreitungen, verbotener Pyrotechnik und Gewalt. Die Kosten für Polizeieinsätze bei Hochsicherheitsspielen sind nirgendwo sonst so hoch wie beim Fußball. Die Autoren Mario Kottkamp, Kristian Sommer und Kameramann Joscha Lienen sind langjährige Kenner der Fußballszene und bei Fans und in den Vereinen bestens vernetzt. Sie schauen mit exzellenten Zugängen in den Kosmos der Fußballfans, Ultras und der Szenerie dahinter: Was treibt sie an? Was lieben sie? Was hassen sie? Die Dokumentation ist nah dran an den Emotionen rund um die Spiele und zeigt die Menschen dahinter. Fanforscher, Experten und Verantwortliche ordnen ein, historische Archive zeigen die Entwicklung von Fanszenen, Ultras und Hooligans über die vergangenen Jahrzehnte: Wie hat sich das "Phänomen Ultras" in den letzten Jahren verändert? Was sind Unterschiede zwischen Ultras und Hooligans? Wie sind diese Fangruppen organisiert? Und wie sicher ist das Stadionerlebnis Fußball heute noch? Die Dokumentation "Inside Fankurve" lässt diejenigen zu Wort kommen, über die oft aus der Ferne geurteilt wird - ein Blick in eine Szene, bei der das Herz für den Fußball am lautesten schlägt.
20:15
Die Bundeswehr ist einer der größten Arbeitgeber Deutschlands. Jedes Jahr starten dort Menschen ihre Karriere. Damit betreten sie eine Welt, die sich von der zivilen stark unterscheidet. Das Leben in der Kaserne ist streng reglementiert und die Ausbildung eng getaktet. Wer dort Karriere machen will, braucht Durchhaltevermögen und Ehrgeiz. Und muss bereit sein, im Rahmen eines Auslandseinsatzes auch in Krisengebieten Dienst zu tun. Da die Bundeswehr ein so großer Arbeitgeber ist, verwundert es nicht, dass junge Menschen sich eine Zukunft beim Bund vorstellen können. Doch wie sieht der erste Tag in der Kaserne tatsächlich aus? Die militärische Welt unterscheidet sich stark von der zivilen. Alles ist reglementiert - vom Bettenmachen bis zur Uniform. Nach wie vor ist die Bundeswehr ein beliebter Ausbildungsort, um den Traum vom Fliegen zu verwirklichen. Doch müssen sich die Bewerber auf eine harte Testphase einstellen, um diese Pilotenausbildung auf höchstem Niveau zu erhalten. Wie sieht eine solche Bewerbung aus? Und wie geht es Piloten in der letzten Prüfungsphase vor dem Erhalt des begehrten Scheins? Die Grundausbildung bei der Bundeswehr ist zunächst für alle gleich. Drei Monate lang lernen junge Frauen und Männer in 450 Ausbildungsstunden militärisches Grundwissen. Egal, ob sie die bei den Panzergrenadieren, bei den Gebirgsjägern oder bei der Marine absolvieren. Wer eine Offizierslaufbahn einschlagen möchte, wird im Assessment-Center für Führungskräfte der Bundeswehr in Köln auf Herz und Nieren geprüft. Jährlich sind es 6500 Bewerber, die in drei Tagen alle Tests durchlaufen. Aber lediglich 2500 bestehen. Wer von diesen Pilot werden will, muss härteste flugpsychologische Tests bestehen. Da ist das Nadelöhr mehr als klein. Leon ist 20 Jahre alt und hat bereits eine Ausbildung als Baugeräteführer. Auf der Suche nach einem abwechslungsreichen Job verpflichtet er sich für acht Jahre bei der Bundeswehr. ZDFinfo zeigt seinen allerersten Tag in der Kaserne, die sogenannte Einschleusung. Alin ist 28 Jahre alt und begeistert von ihrer Ausbildung zum Feldwebel bei der Militärpolizei. Die ehrgeizige junge Frau trainiert auch in ihrer Freizeit unablässig im Fitnesscenter, um ihrem Job gerecht zu werden. Sie setzt sich in der harten Männerwelt durch. Denn immer noch ist der Frauenanteil beim Militär eher gering. Ihr größtes Ziel: Berufssoldatin werden. Markus hat bereits zehn Jahre bei der Bundeswehr gedient. Nun möchte er seinen Traum vom Fliegen verwirklichen. Der ehemalige Obermaat der Marine bewirbt sich für die Helikopterausbildung. Doch da gibt es noch ein paar Tausend, die ebenfalls Pilot werden wollen. Wird er sich gegen die harte Konkurrenz durchsetzen können? Lennard dagegen steht kurz vor dem Abschluss seiner Ausbildung als Helikopterpilot bei der Marine. Die letzte Hürde ist der Instrumentenflug. Vor dem Start muss er den Flugplan erstellen. In der Luft kommt es zu einem unerwarteten Kurswechsel, eine Kollision droht. Kann er die Gefahr umfliegen? Bekommt er den begehrten Pilotenschein? Die vierteilige Serie "Beim Bund" begleitet junge Frauen und Männer bei ihren ersten Erfahrungen mit der militärischen Welt, zeigt Erfolge und Niederlagen in der Ausbildung und schaut in den normalen Alltag der jungen Rekruten. Vom Rasieren am Morgen bis zum Wachdienst auf einem selbst gebauten Jägerbett im Schnee am Abend, vom Bettenmachen bis zum Rucksack-Check.
21:00
Die Bundeswehr ist einer der größten Arbeitgeber Deutschlands. Jedes Jahr starten rund 18.000 Menschen ihre Karriere in Uniform. Für Führungskräfte gibt es eine strenge Aufnahmeprüfung. Die Bundeswehr bietet zahlreiche Ausbildungen und interessante Studiengänge an. Doch das strenge Reglement und die Hierarchie sind nicht für jeden geeignet. Wer alle Prüfungen und harten Jahre übersteht, darf sich über eine anerkannte Ausbildung freuen. Einige junge Menschen auf der Suche nach einer beruflichen Orientierung finden bei der Bundeswehr Perspektiven. Doch stoßen sie bei der Entscheidung, zum Bund zu gehen, manchmal auf Unverständnis in ihrer Umgebung. Fritz aus München weiß noch nicht so recht, was er mit seinem Leben anfangen soll. Er jobbte lange herum. Nun soll es etwas Richtiges sein. Er entscheidet sich, Gebirgsjäger zu werden. Mit dem harten Kasernenleben hat er aber nicht gerechnet. Zwischen der bunten Werbung für den Job und der Wirklichkeit - beispielsweise bei der obligatorischen Grundausbildung - gibt es Unterschiede. Nicht jeder ist für die strenge Hierarchie geeignet. Und einige verwechseln Outdoor-Begeisterung mit Biwak - dem Überleben bei Schnee und Eis in einer selbst gebauten Unterkunft bei Minusgraden. Für die begehrte Pilotenausbildung auf höchstem Niveau bei der Bundeswehr ist das Auswahlverfahren ungeheuer streng. Zwar hat die Bundeswehr ihre Zulassungen für diesen Job gelockert - man braucht kein Abitur mehr, und die Altersbegrenzung ist aufgehoben -, aber dennoch ist das Nadelöhr sehr eng. Da bleiben am Ende eines Aufnahmeverfahrens nur eine Handvoll übrig. Von einer solchen Karriere träumt Markus, 37 Jahre alt und früher Obermaat. Er muss noch die harten Tests im Vorfeld bestehen. Ist die Altersaufhebung für Piloten doch etwas gewagt vom Bund? Leon muss in der Grundausbildung Schießen lernen. Mit scharfer Waffe. Anschließend steht eine Prüfung an. Wenn er die nicht besteht, war's das mit der Karriere beim Bund. Dabei hat er sich für acht Jahre verpflichtet. Und Alin unterrichtet Feldjäger-Neulinge bei einer Verkehrskontrolle. Was ist der Unterschied zwischen Polizei und den Feldjägern? Was fasziniert eine junge Frau in der Feldjägerausbildung? Die vierteilige Serie "Beim Bund" begleitet junge Frauen und Männer bei ihren ersten Erfahrungen mit der militärischen Welt, zeigt Erfolge und Niederlagen in der Ausbildung und schaut in den normalen Alltag der jungen Rekruten. Vom Rasieren am Morgen bis zum Wachdienst auf einem selbst gebauten Jägerbett im Schnee am Abend, vom Bettenmachen bis zum Rucksack-Check.
21:45
Jedes Jahr starten rund 18.000 Menschen ihre Karriere bei der Bundeswehr. Frauen sind dort eine Selbstverständlichkeit. Aber mehr im zivilen Bereich als im militärischen. Es gibt bei der Bundeswehr nicht nur eigene Krankenhäuser, sondern auch eine eigene Feuerwehr. Wenn ein Flugzeug abstürzt, muss die Pistenbereitschaft innerhalb von 60 Sekunden löschen. Dafür trainieren die Feuerwehrleute an der modernsten Ausbildungsstätte Europas. Einer der Höhepunkte in der Grundausbildung ist das Schießen mit dem automatischen Gewehr. Die jungen Rekruten schwanken zwischen Faszination und Respekt. Doch wie sieht es tatsächlich aus, wenn sie zum ersten Mal schießen und treffen sollen? Vielleicht auch irgendwann auf Menschen? Welche Gedanken gehen ihnen durch den Kopf? Vielleicht müssen sie irgendwann in einen Auslandseinsatz. Auch da schwanken viele zwischen Abenteuerlust und Angst vor dem Ungewissen. Abenteuerlust ist gefragt, wenn es bei Schnee und Eis ins Gebirge geht. Es ist kein gemütliches Camping, wenn Gebirgsjäger bei jedem Wetter in jeder Lage draußen überleben sollen. Da steigt der ein oder andere doch aufgrund seiner körperlichen Konstitution aus. Und macht sich Gedanken, ob es das ist, was er will. Justine ist 20 Jahre alt und begeistert von ihrer Ausbildung als Brandschützerin. Nun muss sie zum ersten Mal eine riesige Transportmaschine des Typs "A400M" löschen. Der Crash hat einen Flügel abgerissen. Sie trainiert mit ihren Kollegen auf der modernsten Anlage Europas für den Ernstfall. Leon ist in der Grundausbildung und hat zum ersten Mal eine scharfe Waffe in der Hand. Nach theoretischem Training geht es auf den Schießplatz, wo er die Schießprüfung bestehen muss. Die Aufregung ist groß. Auch der Gedanke an einen Auslandseinsatz mit Waffe beschäftigt ihn. Fritz will Gebirgsjäger werden. Mehr noch: Er träumt vom Dasein als Spezialist bei den Hochgebirgsjägern. Doch zunächst muss er in der Grundausbildung die Nacht im Gebirge bei Schnee und Eis überstehen. Und da gibt es Alarm mitten in der Nacht. Pilot Lennard bekommt seinen Pilotenschein offiziell überreicht - für ihn steht die Zukunft offen. Er darf der Familie seinen Job zeigen - ein emotionales Ereignis. Dann kommt noch eine Überraschung. Die vierteilige Serie "Beim Bund" begleitet junge Frauen und Männer bei ihren ersten Erfahrungen mit der militärischen Welt, zeigt Erfolge und Niederlagen in der Ausbildung und schaut in den normalen Alltag der jungen Rekruten. Vom Rasieren am Morgen bis zum Wachdienst auf einem selbst gebauten Jägerbett im Schnee am Abend, vom Bettenmachen bis zum Rucksack-Check.
22:30
Jedes Jahr starten rund 18.000 Menschen ihre Karriere bei der Bundeswehr. Die Bundeswehr verfügt nicht nur über eigene Krankenhäuser, sondern auch über eine Feuerwehr, bei der ausgebildet wird. Eine der wichtigsten Aufgaben in der heutigen Zeit: der Kampf gegen biologische Waffen. Im Spürpanzer Fuchs werden die Soldaten ausgebildet, wie diese aufgespürt und analysiert werden - eine hochwissenschaftliche Tätigkeit. Der Höhepunkt der zweieinhalbmonatigen Grundausbildung ist am Ende die Rekrutenbesichtigung. Leon muss mit seinen Kameraden alle Szenarien durchspielen, die er zuvor gelernt hat: Hindernisse mit 30 Kilogramm schwerem Gepäck überwinden, einen Feuerüberfall überstehen, ein improvisiertes Camp errichten, mit der Gasmaske aufklären und einen Verwundetentransport. Das ist anstrengend, und so mancher denkt ans Aufgeben. Fritz ist auserwählt, stellvertretend für seine Kameraden sein Gelöbnis auf die Fahne abzulegen. Mit dem Eid verpflichtet er sich, mit seinem Leben für Demokratie und Freiheit einzustehen. Der 23-Jährige ist Zeitsoldat bei den Gebirgsjägern. Ob er diesen Schwur tatsächlich ernst nimmt und seine Ausbildung zu Ende bringt, ist jedoch fraglich. Justine ist in der Ausbildung zur Brandschützerin. Sie muss eine riesige Transportmaschine des Typs "A400M" löschen. Der Crash hat einen Flügel abgerissen. Mit ihren Kollegen rennt sie wagemutig ins Feuer. Der angehende Feuerwehrmann Dennis kämpft dagegen mit einem Baum, den er fällen soll. Im Spürpanzer Fuchs arbeiten René und sein Trupp. Sie spüren unsichtbare, aber umso gefährlichere ABC-Waffen auf. Nur 30 dieser mit Hightech ausgerüsteten Panzer gibt es bei der Bundeswehr. Im ebenfalls hoch ausgerüsteten Labor analysiert Julia die biologischen Waffen. Besonders gefragt ist ihr Team, wenn es um die Aushebung eines Terrorlabors geht. Die vierteilige Serie "Beim Bund" begleitet junge Frauen und Männer bei ihren ersten Erfahrungen mit der militärischen Welt, zeigt Erfolge und Niederlagen in der Ausbildung und schaut in den normalen Alltag der jungen Rekruten. Vom Rasieren am Morgen bis zum Wachdienst auf einem selbst gebauten Jägerbett im Schnee am Abend, vom Bettenmachen bis zum Rucksack-Check.
23:15
Wenn es zum Ernstfall kommt, sind die Panzergrenadiere der Bundeswehr mit dem Schützenpanzer Puma an vorderster Front. Der Kampfpanzer Leopard kämpft aus größerer Distanz. Der Panzer: Die Bundeswehr plant weiter mit dem schweren Gefährt. Sie hat mit dem Schützenpanzer Puma und dem Kampfpanzer Leopard zwei hochmoderne Modelle. Die richtige Ausbildung in Technik und Taktik verlangt den Soldaten alles ab. Panzer findet man in bewaffneten Konflikten rund um die Welt an vorderster Front. Bei der Bundeswehr gibt es den Schützenpanzer Puma mit seiner Kampftruppe im Gepäck, die jederzeit außerhalb des Panzers in den Kampf eingreifen kann, und den Kampfpanzer Leopard, der einzeln, zu viert als Zug oder im Verbund mit dem Schützenpanzer kämpfen kann. In der zweiteiligen Serie "Einsatzbereit - Ausbildung bei der Bundeswehr" geht es in der Folge "Panzerfahrer im Gelände" um Panzer, die Soldaten darin und um die Ausbildung. Der Alltag der Panzergrenadiere ist hart. Die Soldatinnen und Soldaten üben fast ausschließlich draußen im Feld - bei jedem Wetter. Das geht teils mehrere Tage und auch die Nacht hindurch. Im Gelände müssen sie sich schnell bewegen und perfekt zusammenarbeiten. Sie tragen schwere Ausrüstung und müssen mit hoher Geschwindigkeit durch Wälder, Schützengräben oder Straßenschluchten. Jeder Schritt muss sitzen, damit im Ernstfall alles klappt. Bevor es aber ins Feld geht, lernen die Soldaten unterschiedliche Situationen erst einmal am Simulator. Der Raum ist gestaltet wie das Innere des Panzers. Die Soldaten reagieren auf Situationen am Bildschirm. Dort erscheinen Feinde, Hindernisse oder schwieriges Gelände. Die Panzergrenadiere reagieren darauf, als wären sie wirklich im Einsatz. Besonders eindrucksvoll ist der Leopard-Kampfpanzer. Hier wird mit großem Kaliber geschossen - kilometerweit. In der Gefechtsübung müssen die Soldaten mit Nebelwerfern und taktischen Manövern richtig reagieren. Um, wenn es hart auf hart kommt, für den anderen alles zu geben, ist den Soldaten die Kameradschaft besonders wichtig. Sie vertrauen einander und halten zusammen - im Training wie im Privatleben. Es wird klar: Der Dienst am Panzer ist anspruchsvoll, aber auch geprägt von großem Teamgeist, Verantwortung und einem starken Gefühl von Zusammenhalt. Heute wie in Zukunft.
23:55
Die deutsche Marine verteidigt vor allem die Ostsee. Dafür gelten bei der Bundeswehr die höchsten Ausbildungsstandards. Die größte Herausforderung hierbei ist das Gefechtstraining. Jeder hat eine genaue Aufgabe an Bord einer Fregatte. Bei einer Gefechtsübung wird für die äußere und innere Sicherheit gesorgt. Im U-Boot dagegen fehlt jeder Luxus. Dort leisten die Soldaten auf engstem Raum, ohne Sonnenlicht und unter Wasser ihren Dienst. Die Marine und die Ostsee - ein Herz und eine Seele. Seit der Wikingerzeit ist die Ostsee ein wild umkämpftes Gebiet um Handelswege, Rohstoffe und nicht zuletzt militärische Macht. Die deutsche Ostsee zu verteidigen - zu Wasser, unter Wasser, in der Luft und an den Küsten -, ist seit jeher Aufgabe der deutschen Marine. In dieser Folge der zweiteiligen Serie "Einsatzbereit - Ausbildung bei der Bundeswehr" geht es um die Marine und deren aufwendige und höchst komplexe Ausbildung. Der Film begleitet junge Frauen und Männer auf der Fregatte "Sachsen-Anhalt" bei ihrem Werdegang von einer einfachen Schiffsbesatzung zu einer Kriegsschiffbesatzung. Das heißt: hartes Gefechtstraining auf deutschen Gewässern - bis hin zum Einsatz für die Vereinten Nationen an der Küste vor dem Libanon. Hanna ist Fregattenkapitänin, aber auch Mutter von zwei kleinen Töchtern. Lange Auslandseinsätze und ständige Bereitschaft muss sie trotzdem meistern. Ihr Beruf ist ihr wichtig. Dasselbe gilt für Koch Jimmy. Mit frischen Brötchen an Bord die Mannschaft bei Laune zu halten, ist nicht sein einziger Job. Bei einem Gefecht ist er zusätzlich Sanitäter. Der Traum, U-Boot-Kommandant zu werden, kann bei der Marine Wirklichkeit werden. Aber nur wenige schaffen die harte Ausbildung. Das fängt für Oberleutnant zur See, Jonas, schon beim Schwimmtraining in Uniform an. Eine Stufe höher gibt es dann das Training am Simulator. Aber keiner der Soldatinnen und Soldaten kann sich zu dem Zeitpunkt vorstellen, wie es wirklich ist, in einem engen U-Boot mit minimaler Ausstattung und ohne eigenes Bett wochenlang in der Dunkelheit der Tiefsee zu operieren. Und das möglichst lautlos. Der Film zeigt den harten Alltag der deutschen Marine an Bord.