14:15
Der Arzt und Unternehmer Henry Howard Holmes lässt Ende des 19. Jahrhunderts in Chicago ein schlossartiges Warenhaus bauen. Wenig später verschwinden eine Frau und ihre Tochter spurlos. Während der großen Weltausstellung 1893 verschwinden zwei weitere Frauen. Sie waren ebenfalls Gäste von Holmes, dessen gutes Ansehen inzwischen bröckelt: Er scheint nicht mehr als ein geschickter Betrüger zu sein. Die Polizei fragt sich: Ist er auch ein Mörder? Die Ermittlungen gegen H. H. Holmes ziehen sich über Jahre hin und stellen die noch junge Polizei von Chicago vor enorme Herausforderungen. In Mordfällen haben sie keine Erfahrung, und die Forensik steckt noch in den Kinderschuhen. Trotzdem gelingt es ihnen schließlich, einen extrem cleveren Hochstapler auch als Mörder zu überführen - einen der ersten Serienkiller der USA. Es scheint, als habe er das rätselhafte Haus in Chicago nur gebaut, um seine Opfer ungestört töten und auf raffinierte Weise verschwinden lassen zu können. Die Reihe "Murderous History" begibt sich auf die geschichtlichen Spuren der Kriminalistik und beleuchtet spektakuläre Mordfälle im Spiegel der Gesellschaft jener Zeit.
15:00
London 1942: Ein Jahr nach "The Blitz", den Angriffen der deutschen Luftwaffe auf Großbritannien, entdecken Arbeiter in der Ruine einer Kapelle die Leiche einer Frau. Der Gerichtsmediziner ist sich sicher: Die Frau starb nicht in den Trümmern der abgebrannten Kirche - sie wurde ermordet. Für die Londoner Polizei beginnt eine mühsame Ermittlung. Denn Tausende Menschen kamen während der Bombennächte in London ums Leben. Die Stadt war während der Angriffe der deutschen Luftwaffe durchgehend verdunkelt, es herrschte Ausnahmezustand: Wie sollen die Ermittler mehr als ein Jahr nach der Tat den Mörder von Rachel Dobkin finden? Der Fall zeigt, wie dunkle Zeiten auch die finstersten Triebe in Menschen wecken. Als die Bevölkerung der Metropole London jede Nacht um ihr Leben bangte, fanden Kriminelle ideale Bedingungen vor für Plünderungen, Raubzüge - und Morde. Die Reihe "Murderous History" begibt sich auf die geschichtlichen Spuren der Kriminalistik und beleuchtet spektakuläre Mordfälle im Spiegel der Gesellschaft jener Zeit.
15:45
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts verfolgt die Polizei in Edinburgh den rätselhaften Fall einer verschwundenen Leiche. Ein Mord im Auftrag der Wissenschaft? Bei der Toten könnte es sich um eine Vermisste namens Maggie Docherty handeln. Die Ermittler folgen verschiedenen Hinweisen und stoßen bald auf eine angesehene medizinische Universität. Finden sie dort die Leiche? Tatsächlich gilt Edinburgh damals als Zentrum der aufstrebenden Wissenschaft. Mit der Aufklärung wächst der Wissenshunger der Forschung, vor allem im Bereich der Medizin. Das Royal College of Surgeons ist zu jener Zeit eine international renommierte Adresse, und ab 1826 betreibt der berühmte schottische Arzt Robert Knox dort eine private Anatomieschule. Für seine Studien des menschlichen Körpers und Unterrichtszwecke benötigt er Leichen - und zwar mehrere Hundert pro Jahr. Die Reihe "Murderous History" begibt sich auf die geschichtlichen Spuren der Kriminalistik und beleuchtet spektakuläre Mordfälle im Spiegel der Gesellschaft jener Zeit.
16:30
Bei "XY history" geht es um historische Kriminalfälle, um Verbrecher und ihre Verfolger. Presenter Sven Voss fragt nach, wie sich die Ermittlungsarbeit von damals bis heute entwickelt hat. Der erste Mordkommissar Deutschlands, Ernst Gennat, ermittelt im Berlin der 20er-Jahre in spektakulären Fällen und revolutioniert die Kriminalistik - mit heute noch bewährten Methoden. Dezember 1927: Kurz vor Weihnachten macht sich die gut situierte 21-jährige Fleischerstocher Dora Perske auf den Weg zu Verwandten. Als der Zug pünktlich eine Stunde später Friedrichshagen erreicht, findet man sie schwer verletzt in einer Blutlache liegend. Ein Krankenwagen bringt sie in die Charité, doch sie stirbt wenig später. Ernst Gennat (gespielt von Stephan Grossmann), der erste Mordkommissar Deutschlands, nimmt die Ermittlungen auf - immer an seiner Seite: Sekretärin Trudchen Steiner (gespielt von Marina Lötschert). Den Täter wird der geniale Ermittler später durch seine besondere Form der Vernehmung überführen. Gennat gilt bis heute als Koryphäe in der deutschen Kriminalgeschichte. Bis in die 20er-Jahre gab es in der Polizeiarbeit kein Morddezernat, keine Verhörprotokolle und keine Obduktionsberichte. Als Kommissar straffte und strukturierte der sogenannte Buddha vom Alex, der nicht nur in seinem Metier ein echtes Schwergewicht war, die Ermittlungsmethoden und erreichte eine überdurchschnittlich hohe Aufklärungsquote. 2024 ergänzt das ZDF die Markenwelt von "Aktenzeichen XY" um das Format "XY history". Wie bei allen "XY"-TV-Marken werden auch diese Fälle mithilfe hochwertiger Spielszenen erzählt, bei "XY history" ergänzt durch historisches, eigens nachkoloriertes Archivmaterial. Auch in diesem Geschichtsformat ist Sven Voss vor Ort und spricht mit Ermittlern und Experten über die Möglichkeiten damaliger und heutiger Ermittlungsarbeit.
17:15
Zwei Frauen verschwinden spurlos. Doch dann werden ihre zerstückelten Leichen auf Fehmarn entdeckt. Und aus einer Vermisstensuche wird einer der spektakulärsten Mordfälle der Nachkriegszeit. Es sind nicht die einzigen verschwundenen Frauen, mit denen er Kontakt hatte: Für viele seiner wohlhabenden Kundinnen ist der charmante Astrologe Arwed Imiela nicht nur Lebens-, sondern auch Finanzberater. Doch der passionierte Jäger treibt ein falsches Spiel. Fehmarn, 1970: Ein grausiger Fund erschüttert die idyllische Urlaubsinsel - zwei zerstückelte Frauenleichen. Verscharrt in einer Grube auf dem gepachteten Grundstück des Hobbyjägers Arwed Imiela. Der Astrologe, Lebens- und Finanzberater gibt sich gebildet, höflich und wohlhabend - ein Mann, dem Frauen offenbar vertrauen. So auch eine ältere Dame aus Hamburg und deren 19-jährige Tochter. Imiela erschleicht sich ihre Vollmachten, veranlasst hohe Geldtransfers und gerät schließlich wegen Betrugs in Verdacht. Von beiden Frauen fehlt jede Spur. Bis der grausige Grubenfund auf Fehmarn klar macht: Imiela ist mehr als ein Betrüger. Zwei weitere Frauen, ebenfalls Mutter und Tochter, verschwanden schon Monate zuvor. Auch sie hatten Kontakt zu Imiela, ihre Leichen werden nie gefunden. Wurden auch sie Opfer des "Blaubarts von Fehmarn"? Im Zentrum der Geschichte steht aber auch die junge Ulrike Roland. Sie ist die Nichte einer der ermordeten Frauen und zur Tatzeit Imielas Verlobte. Über sie hatte er zwei seiner späteren Opfer kennengelernt. Seine neue Lebensgefährtin ist jung, verliebt und beeindruckt von seiner Art. Nach Imielas Verhaftung gerät auch Ulrike Roland ins Blickfeld der Ermittler: Ist sie Gehilfin oder selbst Opfer seiner perfiden Machenschaften? "XY history" erzählt den Fall mithilfe hochwertiger Spielszenen und historischer Originaldokumente. Moderator Sven Voss begibt sich vor Ort auf Spurensuche und trifft Zeugen, Experten und damalige Ermittler. Psychologin Julia Shaw erklärt, wie manipulativ Täter wie Imiela vorgehen und welche Folgen das für ihre Opfer haben kann.
18:00
Zwei maskierte Männer überfallen bewaffnet eine Bankfiliale in München. Sie fordern zwei Millionen D-Mark und einen Fluchtwagen. Ihr Druckmittel: sechs Menschenleben. Es ist der erste Banküberfall mit Geiselnahme in der Geschichte der Bundesrepublik. Vor den Augen zahlreicher Schaulustiger droht der Überfall zum Debakel für Polizei und Staatsanwaltschaft zu werden. Eine folgenschwere Entscheidung führt zur Eskalation. München, 4. ?August 1971: In der Deutschen Bank auf der Prinzregentenstraße bereiten sich die Mitarbeiter auf den Feierabend vor. Eine Kollegin bringt noch Sekt zu ihrem Ausstand. Kassierer Ludwig Kelnhofer will früher gehen, wegen eines Arzttermins seines Sohns. Nur wenige Minuten später stehen zwei maskierte Männer mit Maschinenpistolen in der Schalterhalle. Dimitri Todorov und Hans Georg Rammelmayr nehmen Geiseln: fünf Frauen und einen Mann, Ludwig Kelnhofer. Ihre Forderung: zwei Millionen Mark und ein schnelles Fluchtfahrzeug. Ihre Strategie: eine Flucht mit menschlichem Schutzschild, inspiriert von Banküberfällen im Ausland. Nur ein Jahr vor den Olympischen Spielen ist die Polizei in München darauf nicht vorbereitet. Improvisierte Einsatzzentralen, Jäger als Scharfschützen, Kommunikationspannen und Kompetenzgerangel prägen die Stunden bis zur Eskalation. Auf der Straße sammeln sich Schaulustige. Einige trinken den Champagner von Feinkost Käfer gegenüber der Bank. Pressereporter wollen vom Ereignis so hautnah wie möglich berichten. In der Bankfiliale schwankt die Stimmung zwischen Angst und Hoffnung: Forderungen werden diktiert, Sekt verteilt, um die Geiseln zu beruhigen. Eine von ihnen sucht immer wieder das Gespräch mit den Tätern. Polizei und Staatsanwaltschaft liefern sich unterdessen einen offenen Machtkampf. Als kurz vor Mitternacht das Fluchtfahrzeug bereitsteht, eskaliert die Lage. "XY history" erzählt diesen außergewöhnlichen Fall mit hochwertigen Spielszenen und historischem Archivmaterial. Moderator Sven Voss ist vor Ort und trifft dabei unter anderen die ehemalige Geisel Ludwig Kelnhofer und dessen Frau Sophie sowie Michael Käfer.
18:45
Sie sind aufwendig designt, schmecken wie Süßigkeiten und sind bei jungen Menschen extrem beliebt: Vapes. Fast jeder Siebte zwischen 18 und 25 Jahren konsumiert sie regelmäßig. Viele Raucher nutzen Vapes, um von der klassischen Zigarette loszukommen. Aber auch deren Suchtfaktor ist extrem hoch. Die Doku checkt alle Fragen rund um die Vape - woher sie kommt, wer sie nutzt und warum. Und wer damit ordentlich Kohle macht. Karsten (57) hat gut 40 Jahre geraucht, grob geschätzt kommt er auf rund 250.000 Zigaretten. "Aufhören konnte ich nicht, die Angst vor dem Nikotin-Entzug hatte mich fest im Griff." Doch immer stärker störten den Berliner die Nebenwirkungen des Rauchens: Kratzen im Hals, stinkende Kleidung und Finger, Einschränkungen durch Rauchverbote beim Ausgehen. Vor sechs Monaten stieg er von Zigaretten auf Vapes um - und ist sehr zufrieden mit seiner Entscheidung. "Mein Essen schmeckt besser, ich kann überall hingehen ohne Angst vor Nikotin-Entzug. Für mich ist Vapen die perfekte Möglichkeit, von den normalen Kippen loszukommen." Krebsforscherin Prof. Ute Mons beurteilt diese Haltung kritisch: "E-Zigaretten können beim Rauchstopp helfen. Aber die Nikotin-Abhängigkeit bleibt bestehen. Man ersetzt nur die herkömmliche und sehr schädliche Konsumgewohnheit durch eine etwas weniger schädliche Gewohnheit." Die 21-jährige Lea spürt nach zwei Jahren Vapen die Folgen ihrer Sucht: einen hartnäckigen Reizhusten mit schleimigem Auswurf - der nach Erdbeere schmeckt, genau wie ihre bevorzugte Vape. "Ich war nach kurzer Zeit bei rund 800 Puffs am Tag. Heute weiß ich, dass das ungefähr zwei Schachteln Zigaretten gleichkommt. Kein Wunder, dass mich das Vapen krank gemacht hat." Über die gesundheitlichen Risiken wird in den sozialen Medien viel zu wenig gesprochen, findet Lea. Stattdessen positionieren sich viele Stars und Influencer in ihren Posts mit Vapes in der Hand. "Rapper wie Massiv oder Streamer wie MontanaBlack propagieren damit, dass Vapen cool sei. Und wenn du auch cool wirken willst, dann machst du das nach." Auch, wenn cool sein im Falle der Vapes krank machen kann. Auch Kimberly und Michelle (beide 17, Schülerinnen) dampfen regelmäßig. Ihre liebste Geschmacksrichtung: "Blueberry Cheesecake - das schmeckt lecker, und man kann es gut verheimlichen. Beim Vapen mit Freunden kann man wunderbar entspannen." Der Einstieg ins Nikotindampfen vor drei Jahren fiel den damals 14-Jährigen leicht. Kein Kratzen im Hals, kaum Alterskontrollen im Kiosk. Inzwischen kauft Michelle am liebsten die Vapes mit 18.000 Zügen, eine in Deutschland illegale Größe. Das Problem: Welche Inhaltsstoffe diese süßen Nikotinbomben enthalten, ist unklar, denn sie werden hier in Deutschland nicht kontrolliert. Nach genau diesen Vapes sucht auch Zollfahnderin Heike Sennewald, wenn sie mit Kollegen Razzien in Lagerhallen und Kiosken durchführt. In Deutschland dürfen nämlich nur Vapes mit einer maximalen Füllung von 600 bis 700 Zügen verkauft werden. "Durch den Handel mit illegalen Vapes entsteht uns allen ein Steuerschaden von mehreren Millionen Euro jährlich." 90 Prozent der Vapes kommen auf direktem Weg aus China nach Deutschland. Tatsache ist jedoch, dass in China selbst die süß aromatisierten Vapes nach kurzer Zeit verboten wurden, weil der Suchtfaktor für junge Menschen extrem hoch ist. Während in China E-Zigaretten aller Art also ausschließlich nach Tabak schmecken dürfen, verschickt das Land seine flavorisierte Ware in die ganze Welt - und schwerpunktmäßig nach Deutschland.
19:30
Mindestens vier Millionen Deutsche kiffen regelmäßig. Cannabis ist damit Deutschlands beliebteste illegale Droge. Welche Gefahren gehen von THC, dem Wirkstoff von Cannabis, aus? Warum Kriminelle vor allem auf dem flachen Land Cannabis anbauen und damit handeln, zeigt sich an Deutschlands Küste: Nordwestdeutschland gilt mittlerweile als der Hotspot des Drogenhandels in Deutschland. Das importierte Gras kommt vor allem über die großen Häfen Hamburg und Bremerhaven oder über die grüne Grenze aus den Niederlanden. Auf dem Land - fernab der Polizei - blühen auch illegale Plantagen. Die Dokumentation begleitet den Rauschgiftfahnder Jan Happersberger unter anderem bei einem Einsatz gegen Dealer im Raum Cuxhaven. Einer von ihnen ist der Drogenschmuggler "OD", der regelmäßig Cannabis über die Grenze aus den Niederlanden transportiert. Er bringt jeden Monat circa zwei Kilogramm der illegalen Droge nach Deutschland. Der Film zeigt eine illegale Plantage auf dem Land. Der Besitzer gibt bereitwillig Auskunft über Anbaumethoden und Profitmöglichkeiten. Außerdem erklärt der Drogendealer Mike, wie er im Internet sein Gras verkauft. Die Doku gibt aber auch Einblick in das legale Geschäft mit Cannabisprodukten: André Heinz betreibt einen Laden, in dem er CBD-Gras verkauft. Das hat nur wenig THC-Gehalt. THC ist der Inhaltstoff, der für die berauschende Wirkung verantwortlich ist. Die Rechtslage ist trotzdem unklar, und er muss eine Razzia fürchten. Dirk Heitepriem wiederum ist der Vizepräsident von Aurora Europe, einem Produzenten von medizinischem Cannabis in Deutschland. Er beklagt sich über die strengen Auflagen, die er erfüllen muss. Rentabel sei das Geschäft für seine Firma nicht. Der Film zeichnet ein Bild des Cannabishandels und Cannabiskonsums in Nordwestdeutschland und erklärt, warum die Droge bei Konsumenten in Deutschland so populär ist. Auch wird der Frage nachgegangen, ob und wie sich die Probleme verändern, wenn die geplante Legalisierung umgesetzt wird. Die Reihe "Drogen-Land - Provinz im Rausch" beleuchtet Drogenszenen in den ländlichen Gebieten Deutschlands. Die erschreckende Erkenntnis: Nicht nur in den Hotspots der großen Städte, sondern auch in der deutschen Provinz nehmen die Probleme im Zusammenhang mit dem Konsum illegaler Drogen rasant zu.
20:15
Abhängig auf Rezept: Besonders unter Jugendlichen wächst das Interesse an starken Schmerz- und Beruhigungsmitteln wie Tilidin und Xanax - auch auf dem Land. Mit tödlichen Nebenwirkungen. Schätzungsweise 2,9 Millionen Menschen in Deutschland haben einen problematischen Medikamentenkonsum. Brian ist abhängig von Tilidin, Xanax und Valium. Er steht kurz vor dem Entzug. In der Musik des Rap-Stars T-Low ("Sehnsucht") sind Drogen ein fester Bestandteil. Provinz im Rausch: Die Pfalz im Südwesten von Deutschland ist geprägt von malerischen Wäldern, Weinbergen und Schlössern. Doch auch dort ist auffallend, dass Medikamente wie Tilidin, Codein oder Xanax unter jungen Menschen immer mehr zur Szenedroge werden. Der Soundtrack dazu kommt von Rappern wie Capital Bra ("Gib mir Tilidin, ja, ich könnte was gebrauchen") oder T-Low mit seinen "Benzo Diaries". Der Film trifft Brian (24) aus Pirmasens, für den ein Leben ohne starke Medikamente nicht mehr möglich ist. Nach Jahren in der Abhängigkeit will er endlich den Entzug schaffen. Mit 15 stößt Brian bei Instagram auf "Lean" - ein süßes lilafarbenes Getränk, gemischt aus Limonade, codeinhaltigem Hustensaft und einem Beruhigungsmittel. Fertig ist das Szenegetränk des Deutschraps, mit dem auch T-Low (23) immer wieder in seinen Musikvideos und bei Instagram posiert, wo ihm rund 230.000 Menschen folgen. "Ich bin mir auf jeden Fall bewusst, dass es hundertprozentig Kids da draußen gibt, die bestimmt wegen mir heutzutage Suchtprobleme haben", gibt T-Low im Interview offen zu. Seine eigene Sucht ist ein fester Bestandteil seiner Songs. 2,3 Millionen Menschen hören ihm auf dem größten Musikstreaminganbieter Deutschlands regelmäßig zu. Seit 1996 haben sich die Ausgaben der gesetzlichen Krankenkassen für Opioide, also für starke Schmerzmittel, in Deutschland mehr als verdreifacht. In manchen Praxen ist "der Hausarzt eher Dealer als Arzt", kritisiert Suchtexperte und Psychiater Dominikus Bönsch - und das nicht nur in den Großstädten. Der Zugang zu Medikamenten auf dem Land ist gut, und wer kein Rezept hat, sucht Kontakte vor Ort oder geht zum Dealer im Netz. "Immer mehr Leute [suchen] Oxycodon, Lean oder Xanax", berichtet Telegram-Dealer "X". Dass der illegale Markt für Medikamente boomt, merkt auch Christine Straß beim Zoll am Frankfurter Flughafen. 2023 hat sie fast eine halbe Million Opioid-Tabletten aus dem Verkehr gezogen. Tendenz: extrem stark steigend. Die ZDFinfo-Doku "Drogen-Land - Provinz im Rausch - Pillen in der Westpfalz" nimmt den Medikamentenmissbrauch in der Pfalz und in Deutschland unter die Lupe.
21:00
Die deutsch-tschechische Grenzregion ist geprägt von malerischer Natur und gleichzeitig überschwemmt von Crystal Meth, einer der gefährlichsten Drogen der Welt. 6,5 Tonnen Crystal werden jährlich in Tschechien hergestellt, auch für den deutschen Markt. Bettina aus Franken ist seit 30 Jahren süchtig. Sie kommt von der Droge nicht mehr weg. Christian aus Sachsen hat alles verloren - seine Wohnung, Arbeit und Freiheit. Das sächsische Vogtland und Oberfranken sind geprägt von malerischen Landschaften, Wäldern und Schlössern. Doch die beiden Regionen haben auch eine andere Gemeinsamkeit: wachsende Probleme mit der Droge Crystal Meth. In Nürnberg und Chemnitz ist Meth inzwischen die mit Abstand am meisten nachgewiesene Droge im Abwasser. Crystal macht extrem schnell abhängig, das macht diese Droge so gefährlich. Den meisten Abhängigen sieht man ihren Konsum nicht an. Drogen wie Crystal Meth werden gerade auf dem Land auffällig oft im Verborgenen und im Privaten konsumiert. Es kann jeden in der Region treffen - die Akademikerin, die alleinerziehende Mutter, den Lkw-Fahrer. Auch wenn es auf dem Land den Anschein macht, als sei alles ruhig und langsam, steigen auch dort die Lebenskosten, Zweitjobs müssen angenommen werden, der Druck wächst. Die meisten Userinnen und User konsumieren die Droge nicht nur in ihrer Freizeit, sondern auch bei der Arbeit. Man denke, alle wollen nur feiern, sagt Bettina, aber das sei nicht der Fall. Auch Christian, den die Autoren im sächsischen Auerbach treffen, hat ständig bei der Arbeit konsumiert: Man muss ja Leistung zeigen, der Chef will etwas sehen. Doch das ging nicht lange gut, Christian hat alles verloren. Zehn Jahre Gefängnis hat er hinter sich, genauso wie Benjamin aus Meerane, der schon früh mit der Droge in Kontakt kam. Im Knast, sagen beide, komme man sogar noch leichter an Drogen als draußen. Ein Teufelskreis. Alexander Schmidtgall, seit 25 Jahren in Oberfranken als Strafverteidiger tätig, hat fast nur noch mit Crystal-Meth-Fällen zu tun. Im Unterschied zu den Städten sei das Drogenproblem in der Grenzregion weitaus schlimmer und problematischer als anderswo. Er hat seine eigene Meinung über die Jahre entwickelt, wie die Polizei und die Politik damit umgehen. Wie die Konsumentinnen und Konsumenten behandelt werden, denen man die Freiheit und die Existenz raubt, statt ihnen zu helfen. Die Reihe "Drogen-Land - Provinz im Rausch" beleuchtet Drogenszenen in den ländlichen Gebieten Deutschlands. Die erschreckende Erkenntnis: Nicht nur in den Hotspots der großen Städte, sondern auch in der deutschen Provinz nehmen die Probleme im Zusammenhang mit dem Konsum illegaler Drogen rasant zu. Die Folge "Crystal Meth an der tschechischen Grenze" nimmt den Drogenkonsum in den ostdeutschen Provinzen unter die Lupe.
21:40
Bolivien, 1980. Ein Ex-Nazi und ein Drogenbaron stürzen die Regierung und gründen den ersten Narcostaat der Geschichte. "Das Nazi-Kartell" enthüllt bislang unbekannte Verstrickungen. Im Mittelpunkt der dreiteiligen Doku-Serie stehen drei Männer: der berüchtigte NS-Kriegsverbrecher Klaus Barbie, der Geschäftsmann und Drogenhändler Roberto Suarez und der DEA-Undercoveragent Michael Levine, der den Dealern das Handwerk legen will. Der Kokainhandel ist heute eines der größten und gewaltigsten kriminellen Geschäfte der Welt. Südamerika, vor allem Bolivien und Kolumbien, spielen dabei von Anfang an eine Schlüsselrolle. Die Verstrickungen zwischen Drogen, Kriminalität und Politik sind so machtvoll wie undurchsichtig. Die Geschichte beginnt 1979, als der US-amerikanische DEA-Agent Mike Levine nach Buenos Aires versetzt wird, um den Drogenhandel in Südamerika zu stoppen. Durch eine Informantin erfährt er von Roberto Suarez, dem angeblich größten Drogenbaron der Welt. Wer ist dieser "König des Kokains", den bislang niemand in der Drogenbekämpfungsbehörde auf dem Schirm hatte? Und was plant er gemeinsam mit dem einflussreichen Klaus Altmann, der seine wahre Identität als ehemaliger NS-Kriegsverbrecher lange Zeit verheimlichen kann? Gelingt es Levine, Suarez und seinen Clan in eine Falle zu locken? Die dreiteilige Serie "Das Nazi-Kartell" erzählt die unglaubliche Geschichte eines berüchtigten Nazis und eines Drogenbarons, die im Jahre 1980 mithilfe eines Putsches den ersten Narcostaat der Geschichte erschaffen. Sie ebnen den Weg für die großen Kokain-Kartelle von Großdealern wie Pablo Escobar, deren Konflikte seither jedes Jahr Zehntausende von Menschen das Leben kosten.
22:25
Bolivien, 1980. Ein Ex-Nazi und ein Drogenbaron stürzen die Regierung und gründen den ersten Narcostaat der Geschichte. "Das Nazi-Kartell" enthüllt bislang unbekannte Verstrickungen. Im Mittelpunkt der dreiteiligen Doku-Serie stehen drei Männer: der berüchtigte NS-Kriegsverbrecher Klaus Barbie, der Geschäftsmann und Drogenhändler Roberto Suarez und der DEA-Undercoveragent Michael Levine, der den Dealern das Handwerk legen will. Der Kokainhandel ist heute eines der größten und gewaltigsten kriminellen Geschäfte der Welt. Südamerika und vor allem Bolivien und Kolumbien spielen dabei von Anfang an eine Schlüsselrolle. Die Verstrickungen zwischen Drogen, Kriminalität und Politik sind so machtvoll wie undurchsichtig. Die Geschichte beginnt 1979, als der US-amerikanische DEA-Agent Mike Levine nach Buenos Aires versetzt wird, um den Drogenhandel in Südamerika zu stoppen. Sein Undercover-Plan gegen Roberto Suarez, den "König des Kokains", scheint zunächst aufzugehen. Doch dann überschlagen sich die Ereignisse: Anstatt im Gefängnis zu landen, gelingt es dem Suarez-Clan immer erfolgreicher, die Strippen im Land zu ziehen. Im Juli 1980 kommt es in Bolivien zum "Kokainputsch" und infolge dessen zur grausamen Diktatur unter Präsident García Meza. Welche Rolle spielt der NS-Kriegsverbrecher Klaus Barbie dabei, der unter dem Decknamen Klaus Altmann eng mit Roberto Suarez zusammenarbeitet? Und kann es Mike Levine in dieser Situation trotzdem noch gelingen, seine Mission zum Ziel zu führen? Die dreiteilige Serie "Das Nazi-Kartell" erzählt die unglaubliche Geschichte eines berüchtigten Ex-Nazis und eines Drogenbarons, die im Jahre 1980 mithilfe eines Putsches den ersten Narcostaat der Geschichte erschaffen. Sie ebnen den Weg für die großen Kokain-Kartelle von Großdealern wie Pablo Escobar, deren Konflikte seither jedes Jahr Zehntausende von Menschen das Leben kosten.
23:10
Bolivien, 1980. Ein Ex-Nazi und ein Drogenbaron stürzen die Regierung und gründen den ersten Narcostaat der Geschichte. "Das Nazi-Kartell" enthüllt bislang unbekannte Verstrickungen. Im Mittelpunkt der dreiteiligen Doku-Serie stehen drei Männer: der berüchtigte NS-Kriegsverbrecher Klaus Barbie, der Geschäftsmann und Drogenhändler Roberto Suarez und der DEA-Undercoveragent Michael Levine, der den Dealern das Handwerk legen will. Der Kokainhandel ist heute eines der größten und gewaltigsten kriminellen Geschäfte der Welt. Südamerika und vor allem Bolivien und Kolumbien spielen dabei von Anfang an eine Schlüsselrolle. Die Verstrickungen zwischen Drogen, Kriminalität und Politik sind so machtvoll wie undurchsichtig. Nach dem Putsch vom Sommer 1980 ist Roberto Suarez auf dem Höhepunkt seines Erfolges: Sein Drogenhandel floriert weit über die bolivianischen Grenzen hinaus, die Militärdiktatur unter Präsident García Meza lässt ihm freie Hand. Entscheidender Strippenzieher ist sein enger Vertrauter Klaus Barbie, der als "Schlächter von Lyon" bekannt gewordene Ex-Nazi. Unter dem Decknamen Klaus Altmann hat er in Bolivien einen einflussreichen Machtapparat aufgebaut. Die von ihm kontrollierten "Novios de la Muerte" - die "Verlobten des Todes" - verbreiten als grausame Gruppe von Neonazi-Söldnern Angst und Schrecken im Land. Doch der internationale Druck, vor allem durch die USA, nimmt zu. Bolivien wird mehr und mehr isoliert. Wie lange kann sich das Regime noch halten, das den Drogenhandel von Suarez genauso schützt wie die falsche Identität Klaus Barbies? Und kann die Drogenbekämpfungsbehörde unter Mike Levine beweisen, dass die CIA schon viel früher involviert war als offiziell bekannt? Die dreiteilige Serie "Das Nazi-Kartell" erzählt die unglaubliche Geschichte eines berüchtigten Ex-Nazis und eines Drogenbarons, die im Jahre 1980 mithilfe eines Putsches den ersten Narcostaat der Geschichte erschaffen. Sie ebnen den Weg für die großen Kokain-Kartelle von Großdealern wie Pablo Escobar, deren Konflikte seither jedes Jahr Zehntausende von Menschen das Leben kosten.
23:55
Die sogenannte Mocro-Mafia kontrolliert in Belgien und Holland den explodierenden Kokainhandel. Mord, Entführung, Korruption: Im Kampf um Macht und Milliarden scheint jedes Mittel recht. Seine Mitglieder rekrutiert dieses Drogennetzwerk vor allem aus Niederländern mit marokkanischen Wurzeln. Wer sich ihnen entgegenstellt, wird gnadenlos verfolgt: Journalisten, Rechtsanwälte, sogar ranghohe Politiker stehen auf ihrer Todesliste. 2021 sorgte der Mord an dem niederländischen Investigativjournalisten Peter de Vries europaweit für Entsetzen. Er war den kriminellen Machenschaften der Drogenbosse auf der Spur. Zuletzt spielte er eine wichtige Rolle im "Marengo-Prozess", einem der größten Drogenprozesse in den Niederlanden. Seit einigen Jahren wird Europa mit Kokain regelrecht überschwemmt. In Containern versteckt gelangt es tonnenweise über die riesigen Häfen von Rotterdam und Antwerpen in die Niederlande und nach Belgien. Gleichzeitig wächst dort die Gewalt. Die Regierungen wehren sich mit allen rechtsstaatlichen Mitteln, um der wachsenden Organisierten Kriminalität Paroli zu bieten. Doch Fakt ist: Die Kokainmafia macht sich in ganz Europa breit und ist mächtiger als je zuvor.