21:10
In Russland gibt es 35 Straflager für Frauen. Hinter Mauern und Sperrringen aus Stacheldraht, überwacht von Videos und Bewegungsmeldern sitzen Kleinkriminelle zusammen mit Mörderinnen ein. Mehrmals täglich kontrollieren Wachen, ob die Zäune beschädigt wurden oder jemand womöglich einen Ausbruch vorbereitet. WELT-Reporter Christoph Wanner hat einen Blick ins Innere der Lager geworfen und zeigt den Alltag der weiblichen Strafgefangenen in ihren Wohn- und Arbeitsbaracken.
22:05
Die meisten der etwa tausend Insassen im englischen Gefängnis Durham sitzen für Drogendelikte ein. Nicht einmal innerhalb der Gefängnismauern kommt das Wachpersonal gegen den internen Handel mit Spice an - trotz höchster Sicherheitsbestimmungen. Neuankömmlinge schmuggeln die "Zombiedroge" in sogenannten Bodypacks in die Anstalt und verkaufen sie hochpreisig. Schnell ist klar: Eine neue Ladung Spice hat es ins Gefängnis geschafft. Tägliche Überdosisfälle halten die Sanitäter in Atem.
23:05
Der Insasse Dale leidet an einer Persönlichkeitsstörung und gefährdet zunehmend das Sicherheitspersonal der Strafanstalt Durham und sich selbst. Die Gefängnisleitung und der psychologische Notdienst sehen zum Schutze aller keine andere Möglichkeit, als Dale in die Isolationshaft zu verlegen - das heißt keinen Kontakt zu anderen Insassen in einer Zelle ohne Tageslicht. Nach nur wenigen Tagen gerät seine innere Uhr aus dem Gleichgewicht. Größter Stressfaktor bleibt jedoch die Einsamkeit ...
23:55
Täglich kommt es in der Strafanstalt Durham zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen den Häftlingen. Die angespannte Stimmung im Gefängnis ist sogar für die Sicherheitsbeamten spürbar. Oft eskalieren schon kleinste Streitereien beim gemeinsamen Frühstück oder Waschgang. Vermeintlich harmlose Alltagsgegenstände wie beispielsweise Kämme werden von den Gefangenen gehortet und zu gefährlichen Waffen umfunktioniert. Außerdem schmuggeln Neuankömmlinge immer häufiger Rasierklingen in die Anstalt.