17:00
18:00
18:15
Bordeaux - Metropole im Südwesten Frankreichs, Hauptstadt des Weins und der Nouvelle-Aquitaine. Die Hafenstadt mit 260.000 Einwohnern ist vielseitig und lebhaft und nicht zuletzt bekannt für guten Wein und Austern, aber auch für Kunst und Kultur. Doch was lässt sich in der Stadt an der Garonne mit einem begrenzten Budget von 300 Euro alles erleben? In der Folge "2 für 300 - Tamina in Bordeaux" wollen Tamina Kallert und Uwe Irnsinger genau das herausfinden und die Stadt auch abseits des Weins entdecken - von der historischen Altstadt, die zum Weltkulturerbe zählt, bis hin zu den abseitigeren Vierteln, die im Wandel begriffen sind. Bei einem Bummel durch die verwinkelte historische Altstadt wartet hinter jeder Ecke eine neue Überraschung. Hier liegen sportliche Herausforderungen auf dem Weg zur perfekten Aussicht und winzige regionale Leckereien mit Geschichte nah beieinander. Eine Bootsfahrt über die Garonne führt die beiden ins hippe Hafenviertel zum ehemaligen U-Boot-Bunker und nun einer der größten Lichtinstallationen immersiver Kunst. Natürlich geht es auch kulinarisch zur Sache mit typisch französischen Genüssen. Von der authentischen lokalen Markthalle bis hin zum Edelfisch-Restaurant tauchen Tamina und Uwe ein in das Schlemmerparadies - und das mit kleinem Budget. Dank eines Tipps von der Hotelrezeption landen die zwei Reisenden auch in einem ganz besonderen Viertel auf der rechten Garonne-Seite: dem Ökosystem Darwin. Hier gibt es alles vor allem unter nachhaltigen Auflagen zu entdecken, sogar eine winzige Weinproduktion zum winzigen Preis. Bordeaux hat Tamina und Uwe gleichermaßen überrascht wie begeistert. Größer und vielseitiger als gedacht, sind die beiden beeindruckt von den Gegensätzen rechts und links der Garonne. "Die wunderschöne Altstadt und dann diese neuen Viertel im Wandel - und alles so kreativ und nachhaltig gestaltet. Die Bordelais sind super freundlich - die ganze Stadt empfängt einen mit offenen Armen."
18:45
Meist regionale Themen, welche die Menschen zwischen Rhein und Weser interessieren, berühren und unterhalten, finden ihren Weg in die Sendung. Bei Bedarf berichten die Reporter aber auch über die Landesgrenzen hinweg.
19:30
Hier stehen ausschließlich Themen und Menschen aus der Region im Fokus. Mittlerweile gibt es verschiedene Sendestudios. Unter anderem wird aus Köln, Dortmund, Bonn und dem Münsterland berichtet.
20:00
Als eine der ältesten noch bestehenden Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen wird das Magazin bereits seit Dezember 1952 ausgestrahlt. Berichtet wird über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland.
20:15
"Ich gebe zu: Ich habe geklaut!", sagt Borussia Mönchengladbachs Torwart-Legende Wolfgang Kleff, "Vom Gemüsefeld gegenüber. Das haben wir damals alle gemacht - einfach um zu überleben." Dass er in den 1970er Jahren einmal ein gefeierter Fußball-Nationalspieler werden würde und sogar in einem Film von Komiker Otto Waalkes mitspielen würde, ahnte er als Kind in seiner zerbombten Heimatstadt Schwerte nicht: "Aber wir haben alle zusammengehalten. Das ist das, was uns ausgemacht hat - und uns auch heute immer noch ausmacht hier in NRW." Wolfgang Kleff ist einer von 18 Millionen Nordrhein-Westfalen - und feiert genau wie NRW in diesem Jahr (2026) seinen 80. Geburtstag. Am 23. August 1946 wurde das Land Nordrhein-Westfalen von der britischen Militärregierung gegründet. Was macht NRW heute aus? Wie ticken die Menschen zwischen Aachen und Bielefeld? Warum ist es hier so schön? Die Doku "Acht Leben, ein Fest" von Tanja Reinhard und Rebecca Kirkland erzählt 80 Jahre NRW-Geschichte - nicht aus dem Geschichtsbuch, sondern aus dem Leben von acht außergewöhnlichen Menschen, die alle in den Gründerjahren von Nordrhein-Westfalen geboren wurden. Ob Schlagerstar Peter Orloff, Politikerin und Ex-Bankenchefin Ingrid Matthäus-Maier, Bergarbeiter Rolf Zimmermann, Landwirtin Maria Stegemann, den "Grannies for Future"-Gründern Luise und Otto Jäger, dem italienischen Gastarbeiter-Ehepaar Amato oder dem "Trümmerjungen" Wolfgang Mödder aus Köln - jede/r von ihnen hat viel erlebt, hat seine eigene Sicht auf die Geschichte NRWs und hat sie an entscheidenden Stellen mitgeprägt. Ausgehend von einem idyllischen Gartenfest (in Hünxe), bei dem diese Menschen zum ersten Mal aufeinandertreffen, taucht der Film ein in ihre Lebensgeschichten - und damit in die großen Kapitel der NRW-Geschichte: in Maloche und Fleiß, Solidarität und Zusammenhalt, Widerstand und Wandel, Fußball und Karneval, Vielfalt und Toleranz. "Die Menschen sind das Besondere in NRW", sagt Ingrid Matthäus-Maier, "und hier im Rheinland ist das Glas immer halb voll, nie halb leer." Eine Doku zum Miterleben, Mitfühlen und Mitfiebern - über ein Land, in dem Krisen und Erfolge immer dicht beieinander liegen. Und in dem gilt: Was nicht passt, wird halt passend gemacht. "Es gibt in NRW noch viel zu tun. Zum Altsein haben wir deshalb noch keine Zeit", so Luise Jäger.
21:15
Einmal im Leben durch Wuppertal schweben! Die Wuppertaler Schwebebahn feiert ihren 125. Geburtstag - ein "einzigartiges" Verkehrsmittel in einer besonderen Stadt. Wir begeben uns mit ihr auf eine Zeitreise und schweben ihre 13 Kilometer lange Strecke durchs Tal der Wupper. Dabei entdecken wir Menschen mit ungewöhnlichen Ideen und faszinierenden Geschichten: Zum Beispiel die der Familie von Baum, deren weitverzweigte Familiengeschichte eng mit der einst blühenden Wuppertaler Textilindustrie verbunden ist. Daniel von Baum nimmt uns mit in das prächtige Haus seiner Vorfahren in einem beeindruckenden Gründerzeitviertel Wuppertals, dem Briller Viertel. Mit dem bedeutenden englischen Bildhauer Tony Cragg wandern wir durch den Wuppertaler Skulpturenpark Waldfrieden. Hier können wir Kunst und Natur im Dialog erleben und lassen uns von Tony Cragg erzählen, warum es ihn ausgerechnet nach Wuppertal zog. Mit dem Verein "Aufbruch am Arrenberg" und Marius Freitag erleben wir, wie aus Eigeninitiative und frischen Ideen ein lebendiges Miteinander in einem ehemals "abgehängten" Viertel wird. 12 Meter hoch schwebt die Bahn über der Wupper und mitten im Fluss entdecken wir den Wupperpaten Elmar Weber. Er angelt Bachforellen in einem Fluss, der wegen der Einleitungen der Textilindustrie einst als dreckigster Fluss Deutschlands galt. Heute ist die Wupper wieder klar. Ernst Andreas Ziegler wollte die Welt - zumindest in Wuppertal - besser machen und schaffte mit der Junior-Uni einen Raum für Kinder und Jugendliche zum Ausprobieren, zum kreativen Denken - ohne Druck, ohne Noten. Und auch Markus und Thomas Riedel, zwei bekannte Unternehmerbrüder, haben eine Vision in Wuppertal verwirklicht: In einem Weltkriegsbunker direkt am Hauptbahnhof bauten sie das Open Ground, einen international gefeierten Club mit einzigartigem Sound. Mit der Schwebebahn entdecken wir, dass ganz Wuppertal eine Freiluftgalerie für seine Bewohner ist. Ein Urbaner Kunstraum, initiiert und entwickelt von Valentina Monjlov. Überall in der Stadt können wir zwischen Wandgemälden namhafter Künstlerinnen und Künstler umherwandern. "It's Pina" heißt ein Gemälde von Guido Palmadessa, eine Hommage an die berühmte Wuppertaler Choreografin Pina Bausch. Zwischen Vergangenheit und Aufbruch, Industriegeschichte und Kreativität entfaltet sich auf unserer Reise durch Wuppertal das lebendige Porträt einer wunderbaren Stadt - im Rhythmus ihrer Schwebebahn.
21:45
Hinter den Kulissen geht es wieder heiß her. Denn diese Nachrichtensendung berichtet nicht nur über das Aktuellste aus aller Welt, sondern auch über regionale Themen des WDR-Gebiets.
22:00
Anlässlich des 80. Geburtstags des Landes Nordrhein-Westfalen widmet sich diese Ausgabe Menschen, die in besonderer Weise für NRW stehen, das Land geprägt haben und mit ihren Lebensgeschichten exemplarisch für viele nordrhein-westfälische Biografien stehen. Susan Link und Micky Beisenherz begrüßen dazu folgende Gäste: Anne Will Obwohl schon lange in Berlin lebend, ist sie ein durch und durch ein "kölsches Mädsche". Geboren vor 60 Jahren in Köln startete Anne Will ihre Karriere als Zeitungsreporterin der Kölschen Rundschau und moderierte später als erste Frau die legendäre "Sportschau". Aber irgendwann wollte sie in die Politik, ging nach Berlin und prägte über 16 Jahre mit ihrem gleichnamigen Polittalk die Medienlandschaft. Mit ihrem eigenen Podcast ist sie der Politik treu geblieben. Aber immer wieder zieht es sie nach Köln zurück. Das Rheinische liegt ihr immer noch im Blut, den kölschen Dialekt hat man ihr zwar "abtrainiert", aber - kaum im Rheinland - blitzt er wieder durch. Peter Brings Mit dem Debütalbum "Zwei Zoote Minsche" wurde 1991 ein Stück Kölner Musikgeschichte geschrieben. Dabei hatten die Kölschrocker von Brings und ihr Frontmann Peter Brings keine leichten Anfangsjahre, grenzten sich anfangs bewusst vom Kölner Karneval ab. Erst 2000 sorgte der Hit "Superjeilezick" für den Sprung ins jecke Treiben. In diesem Jahr feiern die fünf Musiker nun 35. Jubiläum und beschenken die Kölner mit einem Gratiskonzert im Schatten des Kölner Doms. Zudem gibt's noch eine eigene Briefmarkenedition! - Brings im Glück und mit viel Bock auf weitere Jahre. Abdul Kader Chahin In Siegburg geboren, in Duisburg-Marxloh im Asylheim groß geworden - Abdul Kader Chahin ist durch und durch NRW. Als Kind palästinensischer Geflüchteter war er lange staatenlos, bekam erst mit fast 30 seinen deutschen Pass. Heute ist er NRW Poetry Slam Vizemeister 2021 und tourt mit seinem neuen Programm "Ehrenlos" ab Herbst durch die Republik. Aber Chahin kann mehr als Witze: Seit dem Abitur engagiert er sich in der Sozialarbeit, macht Antisemitismus-Präventionsarbeit und gibt Workshops an Schulen. Herbert Reul Als NRW-Innenminister steht er für Sicherheit - und für den Versuch, dabei nah an den Menschen zu bleiben. Aufgewachsen in Leichlingen als Ältestes von fünf Kindern, geprägt von katholischem Milieu und handwerklichem "Anpacken", beschreibt er sich selbst als eher ruhig und zurückhaltend. Anlässlich des 80. Geburtstags von Nordrhein-Westfalen spricht Herbert Reul im "Kölner Treff" über sein Zuhause hier im Westen, über Vertrauen in den Staat und darüber, was ihn privat trägt: seine langjährige Ehefrau, drei Töchter, vier Enkel und der Wunsch, der jungen Generation einen gut funktionierenden und stabilen Staat zu hinterlassen. Maria und Laura Stegemann Maria Stegemann ist mit 90 Jahren noch zehn Jahre älter als NRW und tief im Münsterland verwurzelt - und auf ihrem Hof nahe Steinfurt hat sie gelernt, was Zusammenhalt heißt: anpacken, teilen, durchhalten. Heute steht sie mit ihrer Enkelin Laura für Landwirtschaft im Wandel, die trotzdem nah bei den Menschen bleibt. Maria liefert Erfahrung, Humor und die handgemachte Seite des Alltags, Laura bringt die Geschichten vom Hof ins Jetzt - vom Hofladen bis zum "Klönschnack" auf der Bank vor der Tür. Dilek Gürsoy Die Tochter einer türkischen Einwandererfamilie war zehn Jahre alt, als ihr Vater an den Folgen eines Herzklappenfehlers starb. Ihre Mutter zog sie und ihre Geschwister anschließend allein groß - und bestärkte Dilek in ihrem frühen Traum: Medizin studieren, Chirurgin werden, Spezialgebiet Herz. Es folgte eine bemerkenswerte Karriere: 2012 implantierte Dilek Gürsoy als erste Frau in Europa ein komplettes Kunstherz und widmet sich auf diesem Gebiet auch der Forschung. Aber es gibt noch eine weitere Herzensangelegenheit: Dilek engagiert sich für den Fußball im Allgemeinen - und Borussia Mönchengladbach im Besonderen!