21:00
Der Penis ist identitätsprägend. Das zeigt sich vor allem dann, wenn er nicht so funktioniert oder aussieht, wie er soll. Wie dürfen und sollen Mann und Penis heute sein? Und braucht es überhaupt einen Penis, um ein Mann zu sein? Diesen Fragen geht die Doku auf einfühlsame Weise nach. Drei sehr unterschiedliche Männer berichten offen über ihr Verhältnis zum Penis und ihre Probleme mit ihm. Die Zuschauer:innen erleben sie in intimen Situationen und in ihrem privaten Beziehungsalltag. Der Film hinterfragt die Überhöhung des Penis und zeigt ihn als das, was er ist: ein Wunderwerk der Natur.
21:45
Hinter den Kulissen geht es wieder heiß her. Denn diese Nachrichtensendung berichtet nicht nur über das Aktuellste aus aller Welt, sondern auch über regionale Themen des WDR-Gebiets.
22:15
"Mandy und Didit - Zwei Leben nach dem Paragliding-Absturz" erzählt die Geschichte von Mandy (37) aus Velbert und Didit (50), einem indonesischen Familienvater. Ihr Leben verändert sich an einem einzigen Tag grundlegend. Mandy ist neugierig auf die Welt, offen für neue Erfahrungen. Gemeinsam mit ihrem Partner Robin (42) reist sie durch Indonesien. Sie entscheidet sich auf Lombok für einen Paraglidingflug - ein Geburtstagsgeschenk für Robin. Doch beim Start kommt es zu einem folgenschweren Zwischenfall: Eine Windböe erfasst den Gleitschirm und reißt ihn zu früh in die Höhe. Didit, Helfer des örtlichen Flugteams, versucht, den Schirm am Boden zu halten - obwohl er selbst nicht gesichert ist. Der Schirm hebt mit ihm ab. Sekunden später stürzen sie aus rund 40 Metern in die Tiefe. Mandy und Didit überleben - schwer verletzt. Für Mandy und Robin steht fest: Didits Eingreifen hat möglicherweise Schlimmeres verhindert. Der Film begleitet Mandy und Robin durch die Monate nach dem Unfall: nach der Rückkehr nach Deutschland, ein Leben zwischen Schmerzen, Krankenhausaufenthalten und der Frage, wie viel Normalität noch möglich ist. Mandy kämpft um jeden Schritt, um Selbstständigkeit, um eine neue Perspektive. Ihr früheres Leben ist unerreichbar geworden. Gleichzeitig lässt sie der Gedanke an Didit nicht los. Denn während Mandy medizinisch umfassend versorgt wird, endet Didits Behandlung nach zwei Operationen. Ohne klare medizinische Erklärungen, ohne Aussicht auf weitere Hilfe. Er liegt auf Lombok auf einer Matratze, gepflegt von seiner Frau Sulhiyati, die zugleich die Familie versorgen muss. Für weitere Behandlungen fehlt das Geld. Über WhatsApp bleiben Mandy und Robin mit Didit in Kontakt. Aus kurzen Nachrichten werden Gespräche, Videos, Anteilnahme. Das Paar organisiert Spenden, schickt Geld für Medikamente und Physiotherapie. Doch je mehr sie helfen, desto größer wird der innere Druck. "Ich heile - und er bleibt liegen", sagt Mandy. Die Ungleichheit zwischen ihren Lebenswelten lässt sie nicht los. Als Mandy und Robin schließlich nach Vietnam auswandern, um Abstand zu gewinnen und Mandy körperlich zu entlasten, reißt der Kontakt zu Didit trotzdem nicht ab. Schließlich fasst Mandy einen Entschluss: Sie will Didit persönlich besuchen - trotz Schmerzen, trotz Angst. Eine Begegnung, die für alle Beteiligten emotional an ihre Grenzen geht. Der Film erzählt von zwei Leben auf zwei Kontinenten, die nach einem Absturz weitergehen müssen: auf sehr unterschiedliche Weise. Und doch miteinander verbunden sind.
23:00
Warum streiten wir nur noch? Wie können wir es schaffen, wieder Leidenschaft in unsere Beziehung zu bringen? Und funktionieren wir überhaupt noch als Paar? Es gibt kaum einen Lebensbereich, in dem sich Menschen nicht gern beraten und coachen lassen. Es gibt Coaches für die berufliche Orientierung, für Ernährung, für Fitness. Nur im Bereich der Liebe ist es für viele ein Tabu, sich Hilfe zu holen und darüber zu sprechen. In der sechsteiligen Dokuserie "Die Paartherapie" begeben sich vier Paare auf die Couch. Sie wollen offen über ihre Probleme sprechen und in einem Intensivcoaching ihre Beziehung mithilfe von Paartherapeut Eric Hegmann aus der Krise führen. Sabrina (29) und Sebastian (34) sind seit fünf Jahren ein Paar, nun stehen sie unmittelbar vor der Trennung. "Wenn alles gut geht, sind wir ein Traumpaar", sagt Sabrina. Doch vieles läuft nicht gut: Streits eskalieren immer häufiger, tagelang schweigen sich die beiden dann an. Auch für Katharina (37) und Holger (43) ist die Therapie ihre letzte Chance, sagen sie. "Ich möchte Sicherheit haben, und zwar überall. Und die kriege ich aber nicht", sagt die mit dem zweiten Kind hochschwangere Katharina. Holger hat das Gefühl, dass Katharina in erster Linie nur noch Mutter ist. Ihm fehlt seine Partnerin, auch in sexueller Hinsicht. Aber es muss nicht immer eine Trennung kurz bevorstehen. Auch "kleine Verletzungen im Alltag, die sammeln sich, die stauen sich auf", sagt Eric Hegmann. So geht es Miriam (33) und ihrer Partnerin Pauline (32), deren volle To-do-Liste ihre romantische Beziehung verdrängt. Und auch Eva (28) und Benyamin (32) merken, dass die Energiefresser des Alltags an ihrer Beziehung zehren. Paartherapeut Eric Hegmann arbeitet seit fast 20 Jahren mit Paaren zusammen und hilft ihnen, die Gespräche zu führen, die sie führen müssten, aber bisher nicht führen konnten. Auf einfühlsame, humorvolle und mitunter auch bestimmte Art und Weise legt er den Finger in die Wunde und spricht das an, was viele Partnerinnen und Partner bisher nicht benennen konnten.
23:30
Über 14 Entzüge hat sie hinter sich. Jamina ist 20 Jahre alt und momentan clean. Davor hat sie so ziemlich alles genommen, auch Crack und Heroin. Der Crack-Konsum in Deutschland steigt und wird immer sichtbarer. Häufig im Bahnhofsumfeld. Reisende schauen weg oder fühlen sich sogar bedroht. Welche Geschichten verbergen sich hinter den Menschen? Und was bedeutet es, als Frau in der Drogenszene zu sein? "Es ist das Crack, was alle Menschen so kaputt macht. Wenn du nur einen Kopf geraucht hast, willst du mehr und mehr und mehr. Du machst alles dafür, alles." Jamina will weg vom Crack, verarbeitet und teilt ihre Ausstiegs-Erfahrungen aus der Drogenszene auf TikTok. Shirley ist davon überzeugt, dass Crack den Umgang der Konsumierenden untereinander verändert: "Die belügen dich nur noch, die beklauen dich nur noch. Da ist kein Vertrauen mehr." Crack ist aufgekochtes Heroin und wird geraucht. Die psychische Abhängigkeit ist hoch, der körperliche Verfall ebenfalls. Y-Reporterin Alexandra Bidian taucht in die Welt der Düsseldorfer Drogenszene ein. Sie porträtiert zwei Frauen, die seit ihrer Jugend Drogen konsumieren. Jamina, die gerade clean ist und Shirley, die seit einem Jahr wieder auf der Straße lebt. Zum wiederholten Mal in ihrem Leben. Die beiden Frauen sprechen offen über ihre heftigen Erfahrungen. Über die Gründe, die sie in die Szene brachten und über die Abwärtsspirale, die sie immer tiefer hineinsinken ließ.