19:30
Hier stehen ausschließlich Themen und Menschen aus der Region im Fokus. Mittlerweile gibt es verschiedene Sendestudios. Unter anderem wird aus Köln, Dortmund, Bonn und dem Münsterland berichtet.
20:00
Als eine der ältesten noch bestehenden Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen wird das Magazin bereits seit Dezember 1952 ausgestrahlt. Berichtet wird über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland.
20:15
Protein ist plötzlich überall: im Pudding, im Brot, im Riegel, im Pulver. Es soll satt machen, Muskeln wachsen lassen, beim Abnehmen helfen und gesund halten. Ein Nährstoff wird zum Versprechen - und zum Geschäft. Aber wie viel Protein braucht der Mensch wirklich? Während die einen teure Spezialprodukte kaufen, die ihnen kaum nützen, bekommen andere tatsächlich zu wenig davon - oft ohne es zu merken. Wie kommt das? Welches Protein ist das richtige? Und lässt sich der Bedarf auch rein pflanzlich decken? Quarks macht den Test: mit normalen Lebensmitteln statt Proteinpulver. Dabei sind Proteine viel mehr als ein Fitness-Trend. Ohne sie keine arbeitenden Muskeln, keine Hormone, keine Verdauung, kein Sauerstofftransport, keine Immunabwehr. Sie steuern Prozesse in den Zellen und entscheiden mit, wie gut unser Körper funktioniert. Auch beim Altern spielen Proteine eine wichtige Rolle. Forschende wollen das nutzen, damit wir länger gesund bleiben. Gleichzeitig entsteht im Labor eine verblüffende Idee: Ausgerechnet CO2, das Gas, das wir vor allem als Klimaproblem kennen, könnte zum Rohstoff für Protein werden. Quarks zeigt, was Proteine im Körper alles leisten und wie wir optimal damit versorgt sind.
21:00
Muskeln können viel mehr, als nur unseren Körper in Bewegung zu setzen. Sie sind Kraftwerke, schütten Botenstoffe aus und beeinflussen so wesentlich unsere Gesundheit. Die Muskulatur ist damit das größte Organsystem unseres Körpers, sie macht etwa 30 bis 40 Prozent unseres Gewichts aus. Es gibt glatte und die quergestreifte Muskulatur. Die glatte Muskulatur bewegt sich unwillkürlich, das heißt ohne bewusste Steuerung. Zum Beispiel steuert ein Muskel das Öffnen und Schließen des Augenlieds, ohne dass wir darüber nachdenken oder es verhindern könnten. Zur quergestreiften Muskulatur gehören die Herzmuskulatur und die Skelettmuskulatur, die es uns erst möglich macht, unseren Körper bewusst zu bewegen. Muskeln schütten bei Aktivierung Botenstoffe aus, die Myokine, die unsere zentralen Organe wie Gehirn, Leber, Herz und Darm direkt beeinflussen. Bauen wir Muskeln ab, können diese Organe erkranken oder Stoffwechselfunktionen wie beispielsweise Diabetes entstehen. Fitte Muskeln können dagegen das Risiko für Erkrankungen des Gehirns wie Demenz oder Alzheimer verringern und Alterungsprozesse verlangsamen. Wilhelm Bloch von der Sporthochschule Köln sieht in der Muskulatur eine Art körpereigene Apotheke. Er erforscht seit Jahrzehnten die Myokine, die eine aktive Muskulatur aussendet. In seinem aktuellen Projekt hat er herausgefunden, dass Myokine das Wachstum, die Teilung und die Bewegung von Krebszellen beeinflussen. Alice Kindich leidet an metastasiertem Brustkrebs. Sie hat an einer Begleitstudie von Bloch teilgenommen und neun Monate im Kraftraum Gewichte gestemmt. Seitdem hat sich ihre Lebensqualität deutlich verbessert. Laut Ingo Froböse von der Sporthochschule Köln ist es nie zu spät, mit dem Krafttraining zu beginnen. Im Gegenteil: Vor allem im Alter ist das Muskeltraining besonders wichtig, um Sarkopenie, also dem degenerativen altersbedingten Abbau der Skelettmuskulatur, vorzubeugen. Davon ist die 33-jährige Leonie Poppe zwar noch weit entfernt, trotzdem will sie den Wiedereinstieg ins Krafttraining schaffen. Gezeigt wird, welche Fortschritte sie innerhalb von sechs Wochen macht, und was sich bei ihr auf körperlicher und auch psychischer Ebene verändert. Ein Wiedereinstieg in den Sport ist nach längerer Pause nicht einfach. Das weiß auch Profi-Weitspringerin Maryse Luzolo. Vor ein paar Jahren hatte sie einen Trainingsunfall, konnte lange nicht trainieren und musste ihre Muskulatur für den Leistungssport wieder von Null aufbauen.
21:45
Hinter den Kulissen geht es wieder heiß her. Denn diese Nachrichtensendung berichtet nicht nur über das Aktuellste aus aller Welt, sondern auch über regionale Themen des WDR-Gebiets.
22:15
Selbstverständlich will auch die Frau von heute informiert werden über Politik, Medizin und Wirtschaft. Dann aber bitte nicht allzu nüchtern und langatmig, sondern gerne auch mal mit einem Augenzwinkern.
22:45
Im Leben von Jenny (20), Nicola (18), Abdul (16) und Niklas (17) ist vieles gescheitert: Schule abgebrochen, von Mitschülern gemobbt, von Eltern und Lehrern nicht gesehen. Und jetzt kommt die größte Herausforderung für sie: Der Einstieg ins Berufsleben. Bisher hat keiner der Vier einen Ausbildungsplatz gefunden. Ihre vielleicht letzte Chance ist die berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme der Jugendberufshilfe Düsseldorf. Ein Jahr haben sie Zeit, um zu lernen, pünktlich zu sein, Verantwortung zu übernehmen, Rückschläge auszuhalten - und vor allem wieder an sich selbst zu glauben. Jenny träumt von einer Ausbildung als Friedhofsgärtnerin. Schon früh übernimmt sie Verantwortung in ihrer Familie: Als ältestes Kind einer chinesischen Einwandererfamilie kümmert sie sich um Geschwister, um Übersetzungen, um den Alltag zu Hause. Gleichzeitig kämpft sie mit einer Lernschwäche und besucht eine Förderschule. Diese doppelte Belastung begleitet sie bis heute. Nicola wird über Jahre in der Schule gemobbt, zieht sich immer weiter zurück. Neue Gruppen bedeuten für sie vor allem Stress. In der Maßnahme versucht sie, im Maler- und Lackiererbereich herauszufinden, was sie schaffen kann. Abdul lebt zwischen großen Träumen und Realität: Er will Rapper werden, auf die Bühne, ins Musikgeschäft. Eine Ausbildung als Friseur ist sein Plan B. Niklas will mit Hilfe der Maßnahme, eine Ausbildung in der Gastronomie bekommen. Eigentlich ist er fleißig, freundlich und gut im Umgang mit Menschen. Doch seine direkte Art und seine unkontrollierten Emotionen haben ihm schon oft im Weg gestanden. Keine leichten Voraussetzungen. Unter realen Arbeitsbedingungen und mit der Hilfe von Sozialpädagogen sollen alle vier beweisen, dass sie bereit für eine Ausbildung sind. "Menschen hautnah" begleitet Jenny, Nicola, Abdul und Niklas ein Jahr lang. Während der Bildungsmaßnahme, im häuslichen Alltag und auf dem Weg zu Praktika und Berufsberatung.
23:30
Was braucht es, um der Sucht zu entkommen - und wie gelingt der Weg zurück ins Leben? Die WDRforyou-Reportage "Einmal Sucht und zurück - Neustart für Kira & Omid" erzählt die bewegenden Geschichten zweier Menschen, deren Lebenswege unterschiedlicher kaum sein könnten - und die doch ein gemeinsames Schicksal verbindet: Beide waren drogenabhängig, verloren zeitweise die Kontrolle über ihr Leben und fanden den Mut für einen Neuanfang. Kira kam bereits mit zwölf Jahren erstmals mit Drogen in Kontakt. Es folgten Jahre der Abhängigkeit, Depressionen und Suizidgedanken. Heute lebt sie drogenfrei, hat ihr Abitur mit der Note 1,1 nachgeholt und möchte Psychologie studieren, um später selbst Menschen in schwierigen Lebenssituationen zu begleiten. Omid floh aus dem Iran nach Deutschland. Als WDRforyou ihn vor einem Jahr erstmals begleitete, lebte er obdachlos auf den Straßen Kölns und finanzierte seine Sucht durch das Sammeln von Pfandflaschen. Heute ist auch er clean und arbeitet Schritt für Schritt daran, sich ein selbstbestimmtes Leben aufzubauen. Die Reportage begleitet beide an die Orte, die ihren Weg geprägt haben - zu den Tiefpunkten ihrer Sucht ebenso wie zu den Momenten, die Hoffnung und Veränderung möglich machten. Sie zeigt, wie schwierig der Ausstieg aus der Abhängigkeit ist, welche Rückschläge dazugehören und welche Rolle Menschen spielen, die Halt geben und neue Perspektiven eröffnen. "Einmal Sucht und zurück - Neustart für Kira & Omid" ist eine eindringliche Reportage über Sucht, psychische Gesundheit und Resilienz. Vor allem aber ist sie die Geschichte zweier Menschen, die zeigen, dass selbst nach den tiefsten Krisen ein Neuanfang möglich ist.
23:45
Der Deutsche Radiopreis zieht in diesem Jahr in den Hamburger Hafen. Zur großen Verleihung am 10. September werden Hörfunker:innen aus ganz Deutschland und Stars aus Musik und Medien im Theater an der Elbe erwartet. Vor der einzigartigen Kulisse mit Blick auf Landungsbrücken, Michel und Elbphilharmonie feiert die Branche das Medium Radio - und vergibt ihre wichtigste Auszeichnung.