23:00
Monika Weiser und ihr Mann Thomas haben zwei Jahre lang um ihre Wohnung gekämpft. 2020 hatten die Krankenschwester und der Altenpfleger, Eltern von vier Kindern, eine Eigenbedarfskündigung für ihre Wohnung erhalten, eine Sozialwohnung, deren Bindung bald auslaufen würde. Das Mehrfamilienhaus liegt in einer begehrten Wohngegend mit stetig steigenden Mieten. Es war gerade verkauft worden, da meldeten die neuen Eigentümer mehrfach Eigenbedarf an: Sie wollten einen Teil der attraktiven Wohnungen selber nutzen. Für die Familie Weiser eine Katastrophe, denn einen Wohnungsmarkt für bezahlbaren Wohnraum gibt es in Köln praktisch nicht. Ihre Wohnungssuche blieb über zwei Jahre praktisch ergebnislos. In Zusammenarbeit mit dem Competence Center Datenjournalismus des WDR zeigen wir: In anderen deutschen Großstädten und Ballungsgebieten mit hohen Mietpreisen sieht es ähnlich aus. Die Politik bekommt die Wohnungsnot nicht in den Griff, das Problem ist inzwischen chronisch und sorgt für sozialen Zündstoff. Denn während neue Wohnungen fehlen, vor allem Sozialwohnungen, schmilzt der Bestand an vorhandenem, bezahlbarem Wohnraum zusehends. Die Folge: Menschen mit niedrigen und mittleren Einkommen werden aus den Städten verdrängt. Dabei spielen Eigenbedarfskündigungen eine beachtliche Rolle. Die Mietervereine melden bundesweit, dass die Zahl der Beratungen im Fall von Eigenbedarfskündigung deutlich steigt. Sie sind die einzige Möglichkeit für private Eigentümer, ihre Mieterinnen und Mieter auf recht einfache Art los zu werden. Ärgerlich für die gekündigten Mieterinnen und Mieter, wenn dann auf einen behaupteten Eigenbedarf in manchen Fällen gar nicht der Einzug des Eigentümers folgt. Eine leere Wohnung ohne Mieter ist dort, wo Wohnraum teuer ist, eine Goldgrube. Denn steht das Haus leer, lässt sich besser sanieren, teurer verkaufen oder teurer vermieten. Auch im Fall der Familie Weiser und ihrer Nachbarn, die wir durch ihre Klagen begleitet haben, tauchen im Verlauf der Räumungsklagen überraschende Erkenntnisse auf. Welche Konsequenzen eine Eigenbedarfskündigung für das Leben der Mieterinnen und Mieter hat, was solche Kündigungen bei angespannten Wohnungsmärkten bedeuten und aus welchem Rechts- und Eigentumsverständnis heraus es sie gibt, das erzählt dieser Film. Und auch, wie schutzlos und ausgeliefert sich Mieterinnen und Mieter fühlen - von der Politik im Stich gelassen. So wie Monika Weiser, die den Wahlkampfversprechen der Parteien nicht mehr glaubt: "Vor allen Wahlen wollen sie die Wohnungsnot bekämpfen. Und was passiert? Der soziale Wohnraum verliert immer mehr seinen Status, es gibt immer weniger. Und wenn die, die so eine Stadt am Laufen halten - ob es Friseure, Postboten, Verkäuferinnen oder Krankenschwestern sind - wenn die hier nicht mehr leben können, weil es keinen Wohnraum für sie gibt, dann sagt das schon viel über eine Gesellschaft aus."
23:45
Der News-Podcast "0630" spricht live auf der Bühne mit seiner Community und geladenen Experten. Denn, es gibt Gesprächsbedarf: 71 Prozent der Erwachsenen, die im Internet unterwegs sind, vermeiden mindestens gelegentlich aktiv Nachrichten. Der mit Abstand wichtigste Grund dafür: Die Befragten sagen, dass die News auf ihre Stimmung drücken. Kriege, Krisen, Katastrophen - gefühlt passiert nichts anderes mehr. Irgendwie verständlich, dass einen da der Weltschmerz packt. Aber ziemlich mies für einen News-Podcast, der darüber berichtet. "0630 - der News-Podcast" hat sich daher gefragt: Was können wir gegen die Nachrichtenmüdigkeit tun? Wie viel Grund gibt es in diesen Zeiten für Hoffnung? Und welche guten Nachrichten verstecken sich zwischen den Zeilen? Bei "0630" verlieren wir nie den Optimismus - und laden deshalb unsere Community dazu ein, auch wieder etwas Hoffnung zurückzugewinnen. Und damit auch die Lust an Nachrichten. Im WDR Funkhaus treffen wir uns zu einem Community-Abend, der später als Live-Podcast, bei YouTube und im WDR Fernsehen laufen wird. Wir haben den Historiker Prof. Dr. Ewald Frie (Universität Tübingen) und die Psychotherapeutin Franca Cerutti ("Psychologie To Go") zu Gast, um mit ihnen zu besprechen: Wie schlimm sind die aktuellen Zeiten? Wie stärken wir unsere Resilienz? Wie können wir das alles gut gemeinsam durchstehen? Wir diskutieren gemeinsam mit unserer Community: Was tun sie gegen den Weltschmerz? Welche Strategien können wir voneinander lernen? Und hören auch von Promis wie Nina Chuba, Felix Jaehn oder Zoe Wees, wie sie mit dem Krisenmodus in den Nachrichten umgehen. Wenn gar nichts mehr hilft, laden wir unsere Community ein, einfach mal den Kopf abzuschalten und sich von uns ablenken zu lassen. Wir liefern an dem Abend die Good News. Damit wir alle mit dem Gefühl nach Hause gehen: Weltuntergang - nein, danke! Durch den Abend führen die 0630-Hosts Carolin Bredendiek, Florian Gregorzyk, Minh Thu Tran, Matthis Dierkes, Lisa Bertram, Robert Meyer und Jan Koch.
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Die Bretagne: alte Mauern, gutes Essen, eine Jahrtausende alte Kultur und sogar eine eigene Sprache. Der Atlantik bestimmt das Leben dort im Nordwesten von Frankreich.
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Hier stehen ausschließlich Themen und Menschen aus der Region im Fokus. Das lokale Nachrichtenmagazin gibt den Zuschauern Aufschluss über alles Wichtige, was in Düsseldorf und Umgebung passiert.
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