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Ein verzweifelter Notruf aus dem Inneren der Geisterbahn - als Harold Willbury wieder rauskommt, macht er seine letzten Atemzüge. Alles sieht nach einem Herzinfarkt aus. Also eigentlich kein Anlass für weitere polizeiliche Ermittlungen. Dass sich ein kerngesunder Schausteller in seinem eigenen Gruselkabinett zu Tode erschreckt, erscheint jedoch nicht wirklich plausibel. Chefermittler Mike Shepherd, Detective Kristin Sims und D. C. Breen vermuten schon bald ein Verbrechen hinter Willburys spektakulärem Dahinscheiden mitten auf Brokenwoods beliebtem Jahrmarkt. Und tatsächlich kommt das Ermittlertrio schon bald einer Reihe von Konflikten in Willburys Clan auf die Spur. Der Dahingeschiedene war wohl alles andere als ein guter Boss und Menschenfreund - und zudem übergriffig! Sims ahnt, dass Gift im Spiel war - und kommt auf eine ungewöhnliche Spur. Die Visionen der Jahrmarktswahrsagerin Madame Magdalena, die auch erstaunlich tief in das Privatleben der Ermittlerin zu blicken vermag, bieten einen neuen Anhaltspunkt - und machen sie verdächtig. Was übersinnlich erscheint, kann auch eine Inszenierung sein. Denn wo beherrscht man die Kunst der Täuschung besser als im Schaustellergewerbe?
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Der "Tatort: Schutzlos" führt in eine Parallelwelt. "Der Schweizer will rund um die Uhr mit Drogen versorgt werden und dafür sind die Nigerianer auf der Straße", erklärt ein Polizist das mörderische System, wonach die entrechteten Asylbewerber von Landsmännern skrupellos ausgebeutet und entsorgt werden: "Wer Glück hat, kommt in Handschellen heim, wer Pech hat im Sarg", schildert ein Flüchtlings-Beamter die Zynik der restriktiven Einwanderungspolitik. Die Kommissare Flückiger und Ritschard verheddern sich im Paragrafendschungel und erwachen erst spät aus diesem realistischen Alptraum... Im achten Luzerner Tatort zeichnet Regisseur Manuel Flurin Hendry auch fürs Drehbuch verantwortlich. Die Musik stammt von der Weilheimer Kultband The Notwist.
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Fischland-Darß-Zingst: Malerische Orte, urwüchsige Natur und ihre Lage zwischen zwei Gewässern machen die Halbinsel zu einem Paradies für Wassersportler und für Besucher, die Ruhe und Weite suchen. Dazu Kultur und ganz viel Fischer- und Seefahrertradition. Für Wunderschön entdeckt Judith Rakers das faszinierende Land zwischen Ostsee und Bodden im Norden Deutschlands. Die 45 km lange Halbinsel an der Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns zwischen Rostock und Stralsund ist knapp 200 Quadratkilometer groß. Hier leben gerade einmal 9.600 Menschen, aber mehr als eine halbe Million Besucher kommen alljährlich hierher. Einst waren das Fischland, der Darß und der Zingst einzelne Inseln, aber Abtragung, Versandung und Schließung der Flutrinnen durch den Menschen machten im Laufe der Jahrhunderte aus den kleinen Inseln eine zusammenhängende Halbinsel. Eine sehr attraktive noch dazu. Hier stapeln sich die Postkartenmotive: die weißen feinsandigen Strände, die schnuckeligen Kapitänshäuser, die bunten geschnitzten Holztüren, der urwüchsige Weststrand, dazu die Ostsee und das Boddengewässer. Auf ihrer Inselreise versucht sich Judith Rakers im Wingsurfen in Wustrow, in Ahrenshoop steigt sie auf eines der typischen Zeesboote mit den braunen Segeln. Bei einem Rundflug über die Halbinsel lernt sie die vielfältige Landschaft von oben kennen. Sie erlebt, wie sich Strand, Natur und Kunst in Prerow vereinigen, und lernt, welche wichtige Rolle Wasserbüffel beim Landschaftsschutz spielen. Fischland-Darß-Zingst - Ein wahres Inselparadies mit feinen Sandstränden, Dünen und vielen spannenden Geschichten.