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TV Programm für WDR Duisburg am 01.11.2026

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Wunderschön! 20:15

Wunderschön!: Magisches Island - Roadtrip durch den Südwesten

Landschaftsbild

Island - im wahrsten Sinne des Wortes ein Hotspot, denn die Insel im Nordatlantik ist wie keine andere von aktiven Vulkanen und heißen Quellen durchzogen. Gletscher, Eis und schroffe Felsen bieten einen Kontrast, der an dramatischer Naturschönheit kaum zu überbieten ist. Island ist ein Magnet für Naturliebhaber und Reiseabenteurer, was die Jahr für Jahr steigenden Besucherzahlen eindrucksvoll belegen. Wunderschön Reporter Ramon Babazadeh entdeckt die faszinierende Landschaft bei einem Roadtrip durch den Südwesten der Insel. Dabei sucht er nach besonderen Orten abseits der bekannten Routen und folgt Tipps, wie man den Besuchermassen aus dem Weg gehen kann. Er lernt die Kultur und Lebensart der Einheimischen genauso kennen wie die Motivation der Wahlisländer, die hier in der rauen Landschaft der Insel ihr Glück gefunden haben. Ramons Reise beginnt ganz im Süden der Insel in Vik, einem kleinen Ort, der für Touristen Ausgangspunkt vieler Exkursionen ist. Ramon lässt sich in die bizarr anmutende Katla-Eishöhle führen, er entdeckt schwarze Sandstrände und spektakuläre Wasserfälle. In Reykjavik geht es auf Walbeobachtungstour, Ramon besichtigt außerdem eine traditionelle Schaffarm und bei einem Ausritt auf Islandpferden erfährt er einiges über Elfen und Trolle, an die viele Isländer glauben. In Island treffen weite Landschaften auf magische Naturschauspiele und machen das Land zu etwas Besonderem. Die isolierte Insellage mitten im Nordatlantik ließ schon früh eine ganz eigene Kultur wachsen, die von der Naturverbundenheit und Gemeinschaft der Insulaner lebt. Mit knapp 4 Einwohnern pro Quadratkilometer bietet die nordische Insel viel einsame Weite und jede Menge Orte, die darauf warten, entdeckt zu werden.

Danach

Sportschau Bundesliga am Sonntag 21:45

Sportschau Bundesliga am Sonntag: 8. Spieltag

Sport

dazwischen ca. 21.35 - 21.44 Tagesthemen (ARD, vt/st/AD) mit Wetter Moderation: Jessy Wellmer ca. 22:50:00: Zusammenfassungen von den Spielen: FV Illertissen - 1. FC Magdeburg / SpVgg Greuther Fürth - 1. FC Kaiserslautern / SC Paderborn 07 - Bayer 04 Leverkusen / 1. FSV Mainz 05 - VfB Stuttgart / 1. FC Union Berlin - DSC Arminia Bielefeld / SV Darmstadt 98 - FC Schalke 04 / Fortuna Düsseldorf - SC Freiburg

Zeiglers wunderbare Welt des Fußballs 22:10

Zeiglers wunderbare Welt des Fußballs

Comedyshow

Arnd Zeigler zeigt in dieser Sendung Videos aus der Welt des Fußballs. Wichtig dabei ist der Austausch mit dem Publikum: Diese rufen live in der Sendung an, um mit dem Moderator über die Neuigkeiten aus der Welt ihres Lieblingssports zu diskutieren.

Der Duft der großen weiten Welt 22:45

Der Duft der großen weiten Welt: Unser Land in den 60ern

Geschichte

1960 - der Aufbruch in ein neues Jahrzehnt, in dem Nordrhein-Westfalen nur eine Richtung kannte: Volle Kraft voraus! Das Wirtschaftswunder machte es möglich. "Wir sind wieder wer!" das wollten wir auch zeigen. Immer mehr Menschen konnten sich nun ein Auto leisten. Mit dem Straßenbaufinanzierungsgesetz fiel 1960 der Startschuss für den groß angelegten Ausbau der Autobahnen und Bundesstraßen. Jetzt konnte man richtig "Strecke machen". Eines der Fahrzeuge damals: das Motocoupé "Isetta". Das Modell von Jutta Beyer-Vollprecht ist Baujahr 1961. Die 150 D-Mark, die die Bonnerin seinerzeit für das Gefährt bezahlte, haben sich gelohnt, denn bis heute ist sie mit dem Motocoupé unterwegs. Knapp 500.000 Kilometer hat ihre Isetta inzwischen auf dem Blechbuckel, mit Reisen quer durch ganz Europa - vom Nordkap bis nach Griechenland. Auch für die "Tina Scarlett" sollte es über den Rhein in die große, weite Welt gehen. Doch bei der Überfahrt von Köln Richtung Nordsee kollidierte die Hochseefähre vor Emmerich mit einem Tanklaster. Es kam zu einer Explosion. Insgesamt elf Schiffe gerieten in Brand. Der Rhein stand tagelang in Flammen. Der ehemalige Feuerwehrmann Michael Thissen, selbst Jahrgang 1960, hat das Ereignis aufgearbeitet. Mit zwei Feuerwehrleuten, die damals gegen die Flammen gekämpft haben, berichtet er über die Katastrophe. In Düsseldorf ging Anfang der 60er Jahre ein musikalischer Stern auf, den heute jeder kennt. Eigentlich war Heinz Georg Kramm Bäcker, doch nach Feierabend packte er hinter der Backstube regelmäßig sein Akkordeon aus. Als schließlich eine Düsseldorfer Kapelle anfragte, ob er für einen erkrankten Musiker einspringen könnte, war das der Wendepunkt. Bei einem fulminanten Auftritt wurde "Heino" als Solo-Sänger gefeiert. Groß machte ihn ein paar Jahre später ausgerechnet der Mann, der 1961 selbst einen der größten Hits des Jahres lieferte: Ralf Bendix. Im selben Jahr blickte man mit Sorge nach Berlin, wo plötzlich die Mauer die Stadt teilte. Kein Bundesland nahm damals mehr DDR-Flüchtlinge auf als NRW - und die meisten der Menschen kamen in die Aufnahmestelle nach Unna-Massen. Auch Familie Deterling. Harry Deterling war Lokführer in der DDR, und er wollte mit seiner Familie in den Westen. Am Nikolausabend 1961 durchbrach er mit einer Lokomotive die Absperrung der letzten bestehenden Gleisverbindung zwischen der DDR und West-Berlin. An Bord des Zuges: seine Frau, seine vier Söhne und weitere Familienmitglieder. Die Flucht gelang, aber die DDR wollte "ihren" Mann zurück und schickte einen Agenten, der einen der Söhne entführen sollte, um die Familie zur Rückkehr zu zwingen. Aber der Versuch scheiterte. Ingrid Deterling und ihr Sohn Manfred berichten von ihrer spektakulären Flucht und der aufreibenden Zeit danach. Es war auch eine Zeit des gesellschaftlichen Umbruchs: Mit Elisabeth Schwarzhaupt nahm 1961 die erste Frau den Platz an der Spitze eines Bundesministeriums ein - gegen den Willen von Bundeskanzler Konrad Adenauer. Deutschland wurde weltoffener und begrüßte die ersten "Gastarbeiter" aus Spanien, Griechenland und der Türkei. Die Wirtschaft brummte, und von den Zuwanderern aus Italien übernahmen wir die kulinarischen Spezialitäten. Beim Städtebau orientierte man sich an den Vereinigten Staaten. Es entstanden Hochhäuser nach dem Vorbild amerikanischer Wolkenkratzer. Allen voran: das Dreischeibenhaus, das das Gesicht der Landeshauptstadt bis heute prägt. Aber auch musikalisch gaben die USA den Ton an. Der Clou: Viele internationale Hits wurden einfach "eingedeutscht". Und so stürmten "Itsy Bitsy Teenie Weenie Honolulu Strand-Bikini" und der "Babysitter-Boogie" hierzulande nicht nur im englischen Original, sondern auch in der deutschen Version die Charts.

Eine Klasse für sich 23:30

Eine Klasse für sich: Unser Land in den 60ern

Geschichte

Bezahlter Urlaub - das war neu! Zu Beginn des Jahres 1963 trat das "Bundesurlaubsgesetz" in Kraft. Auf einmal durften Arbeitnehmer 24 Tage im Jahr verreisen - bei voller Lohnfortzahlung. Die Menschen in NRW packte das Fernweh und sie reisten nach "Bella Italia". Schnell bekam der Küstenort Rimini den Spitznamen "Teutonengrill", denn hier sonnten sich vor allem Deutsche. Wer sich nicht über den Brenner traute, der machte Urlaub in NRW. Beliebtes Ziel: Der Teutoburger Wald mit seinem sagenumwobenen Hermannsdenkmal. Ganz in der Nähe wuchs Wilfried Mellies auf und erlebte mit, wie seine Heimat zur Touristenhochburg wurde. Seine Eltern vermieteten Gästezimmer und der damalige Teenager aus dem kleinen Örtchen Hiddesen zählte mit seinen Freunden Autos, die vor "dem Hermann" einen Parkplatz suchten. Hergestellt wurden viele dieser Autos in Bochum: General Motors eröffnete 1962 auf dem ehemaligen Gelände der Zeche Dannenbaum ein neues Opel-Werk. Hier bauten rund 11.000 Arbeiter einen ganz neuen Autotyp: den Opel Kadett A. Ein Kleinwagen für die ganze Familie, der dem VW-Käfer Konkurrenz machen sollte. Genauso einen Wagen besitzt Georg Simon aus Dorsten noch heute. Der Münsterländer hat das Auto von seinem Opa geerbt und wieder fit gemacht. Noch immer braust er damit über die Landstraßen, manchmal sogar bis nach Italien. Mit dem Auto fuhren die Nordrhein-Westfalen in den 60ern nicht nur in den Urlaub, sondern vor allem zum Einkaufen - zum Beispiel in den neueröffneten Ruhrpark nach Bochum. Die Parkplatzsuche in der Innenstadt war eine Tortur, doch das neue Einkaufszentrum bot sie kostenfrei für 2500 Kleinwagen. Dazu stolze vierzig Geschäfte, da lohnte sich der Wocheneinkauf. Ihr eigenes Geld ausgeben durften in den 60ern schließlich auch die Frauen. Seit 1962 konnten sie ein eigenes Konto eröffnen. Geld gaben sie natürlich auch für Mode aus: Der Bikini erlebte Anfang der 60er ein Revival und auch der Minirock stand bei modebewussten Damen hoch im Kurs. Freizügigkeit bei den Outfits - aber noch immer Engstirnigkeit bei der Rollenverteilung: Der Mann verdiente das Geld, die Frauen blieben zuhause und kümmerten sich um Haushalt und Kinder. Mit über 1,3 Millionen Babys erreichten die Geburtenzahlen 1964 ihren Höhepunkt. Einen feministischen Lichtblick gab es in der Politik: Else Zimmermann aus Bielefeld wurde die erste Landrätin der BRD. Aber in der Landespolitik hatten nach wie vor Männer das Sagen: Bundeskanzler Konrad Adenauer empfing internationale Staatschefs wie den französischen Staatspräsidenten Charles de Gaulle und den jungen US-Präsidenten John F. Kennedy. Beim Besuch Kennedys stand NRW Kopf: Zehntausende hielten Spalier am Wegesrand und feierten den jungen Hoffnungsträger aus Amerika. Deutschland war ein wichtiger Bündnispartner. Es war die Zeit des Kalten Krieges und die Bundesrepublik NATO-Mitglied. Um für den Ernstfall gewappnet zu sein, kaufte Außenminister Franz-Josef Strauß beim US-Rüstungskonzern Lockheed den "Starfighter". Einen Abfangjäger, der bei der Verteidigung der Bundesrepublik gegen die Feinde aus Russland helfen sollte. Die ersten Starfighter wurden im Fliegerhorst Nörvenich im Kreis Düren bei Köln stationiert. Ganz in der Nähe - im kleinen Dorf Oberbolheim - lebte auch damals schon Gertrud Kremer. Täglich musste sie den ohrenbetäubenden Lärm ertragen und kämpfte gemeinsam mit den anderen Einwohnern für die Umsiedlung ihres Dorfes. Als 1962 ein Starfighter bei einem Absturz in eine Fabrik in Oberbolheim raste, stimmte der Bund endlich der Umsiedlung zu.