18:45
Wer Wroclaw verstehen will, steigt in die Straßenbahnlinie 1. Seit 140 Jahren rollt sie durch die Stadt - eine der ältesten noch betriebenen Tramlinien Europas. Nach dem Krieg war sie die erste, die wieder fuhr: durch Trümmer, Hoffnung und einen Neuanfang. Heute führt sie an renovierten Fassaden und grünen Oder-Ufern zu den Wohnblöcken der Moderne.
19:15
Die regelmäßige Berichterstattung über aktuelle politische, wirtschaftliche, soziale, kulturelle sowie sportliche Ereignisse aus Deutschland und der Welt wird seriös aufbereitet und präsentiert.
20:00
Als eine der ältesten noch bestehenden Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen wird das Magazin bereits seit Dezember 1952 ausgestrahlt. Berichtet wird über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland.
20:15
Majestätisch erhebt sie sich über der Elbe: Die 'gläserne Welle' scheint aus dem Wasser zu steigen und ist aus ganz Hamburg zu bewundern. Aber nicht nur in der Freien und Hansestadt wird die Elbphilharmonie bewundert, das Konzerthaus hat mittlerweile Weltruf erlangt. Die Architektur erinnert an die maritime Geschichte der Hansestadt - ein Konzerthaus erbaut auf einem ehemaligen Kakaospeicher. Heute gilt sie als neues Wahrzeichen Hamburgs und architektonisches Meisterwerk.
21:13
Als eine der ältesten noch bestehenden Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen wird das Magazin bereits seit Dezember 1952 ausgestrahlt. Berichtet wird über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland.
21:15
Morgenritual Punkt acht Uhr: Michel-Küster Tobias Jahn säubert das Kirchenschiff mit dem Industriesauger. Die Fülle der Touristen hinterlässt deutliche Spuren. Rund 1,5 Millionen Besucher wollen Hamburgs Wahrzeichen jedes Jahr besichtigen. Was sie nicht sehen, zeigt 'die nordstory'. Das sind zum Beispiel die Fundamente mit den Kupferresten tief unter dem berühmten Turm, der verstaubte Kirchenboden mit dem geheimnisvollen Orgelfernwerk und die falschen Fenster oder der Erfrischungsraum für die Ehrenamtlichen gleich neben den schweren Grabplatten in der Krypta.
22:15
Lange Zeit wurden in Deutschland mit Büromieten Milliarden verdient. Dann kamen Corona und das Homeoffice. Immer weniger Büros wurden gebraucht, der Leerstand nahm dramatisch zu. In den sieben größten Städten des Landes hat er sich sogar verdreifacht. Und eine Besserung ist am Markt nicht in Sicht. Jetzt fordern Architekten und Ökonomen, die leeren Büroflächen anders zu nutzen. Denn in Deutschland fehlen aktuell 1,4 Millionen Wohnungen - eines der drängendsten sozialen Probleme mit dem Potenzial, das Vertrauen in die Demokratie zu untergraben. Da wäre jedes leer stehende Bürohaus, das zu Wohnraum umgewandelt wird, hilfreich. Noch dazu würde die Umwelt profitieren: Denn moderne Gebäude müssen zwar höhere Ökostandards erfüllen. Dem stehen jedoch enorme Klimaschäden gegenüber, die der Abriss der Altbauten sowie der Neubau verursachen. Erste erfolgreiche Beispiele für die Umnutzung leer stehender Büros gibt es schon, wie diese ARD-Dokumentation an Beispielen aus Konstanz und Bremen zeigt. Auch die Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen Verena Hubertz (SPD) unterstützt die Idee mit einem neuen Förderprogramm und 300 Millionen Euro. Und trotzdem zögern in der Immobilien- und Bauwirtschaft noch immer viele. Weil sie von einer Wiederbelebung des Büromarktes und von Renditen in zweistelliger Prozenthöhe träumen? Weil steuerliche Abschreibungen, die sich für die nicht vermieteten Flächen nach Schätzungen auf dreistellige Millionenbeträge addieren, den Leerstand noch erträglicher machen als den Umbau? Um herauszufinden, warum die üblichen Marktmechanismen zwischen Überangebot an Büros und ungedeckter Nachfrage an Wohnraum nicht funktionieren, machen sich Grimme-Preisträger Hauke Wendler und sein Kamerateam auf eine Reise quer durch die Republik. Warum droht eine Idee, von der Mensch und Umwelt profitieren würden, zu scheitern? Und was können wir ändern, damit nicht etwa internationale Investoren bestimmen, wohin es mit dem deutschen Immobilienmarkt geht?
23:00
mit Sport und Wetter
23:20
Auch acht Tage nach Ausbruch des Waldbrands schwelt es noch überall im Kiefernwald. Paul Regnier im bedrohten Küstenort Lacanau will nicht einfach zusehen. Als Vertreter des Bürgermeisters organisiert er mit Freiwilligen die Unterstützung der Feuerwehr. Mit ihren Pickup-Trucks und Geländewagen versorgen sie die Rettungskräfte. Und sie löschen auch selbst. Denn alle hier haben Angst, dass Lacanau das gleiche Schicksal, wie den Nachbarort Le Porge ereilt, wo fast 200 Häuser zerstört wurden. An anderen Stellen in der Region hat sich die Lage wieder etwas beruhigt. In Sicherheit gebrachte Tiere werden ihren Besitzern zurückgebracht. Doch die Gefahr ist noch nicht gebannt. Immer wieder flammen Glutnester auf und der Forst entzündet sich erneut. In der Region Corbière, 400 Kilometer südöstlich, wüteten im August 2025 katastrophale Brände. Ein Jahr danach zieht Winzer Baptiste Cabal Bilanz. Ein Teil seines Weinguts ging in den Flammen verloren, dass einige Reben wieder ausgetrieben sind, macht ihm Hoffnung. In der Nähe betreibt Landwirt Xavier Morvillez eine Viehzucht und eine Käserei. Seit den Bränden konnte er sein Geschäft erweitern: Die Stadt und auch viele Privatleute buchen seine Ziegen und Schafe, damit sie an schwer zugänglichen Orten das trockene Gras fressen und so zum Brandschutz beitragen. Er erzählt, dass die Zahl der Anfragen stark gestiegen sei. Doch reichen Ziegen und Feuerschneisen zur Prävention? Und ist eine wirksame Brandbekämpfung ohne Freiwillige und engagierte Bürgerinnen und Bürger in den feuergefährdeten Regionen Südeuropas überhaupt noch zu leisten?
23:50