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Die regelmäßige Berichterstattung über aktuelle politische, wirtschaftliche, soziale, kulturelle sowie sportliche Ereignisse aus Deutschland und der Welt wird seriös aufbereitet und präsentiert.
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Als eine der ältesten noch bestehenden Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen wird das Magazin bereits seit Dezember 1952 ausgestrahlt. Berichtet wird über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland.
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In deutschen Fußgängerzonen, auf Wochenmärkten und Flohmärkten kommt man nicht daran vorbei: In unglaublichen Mengen wird Kleidung mit dem Label "Made in Italy" verkauft, aber zu Billigpreisen, die kaum zu erklären sind. Was steckt dahinter? Danilo Ceccarelli, "Senior Coordinator" der Europäischen Staatsanwaltschaft EPPO, sagt dazu: "In den letzten 20 Jahren hat sich ein verborgenes System chinesischer Organisationen in der europäischen Textilindustrie ausgebreitet. Niemand hat es gemerkt, auch wir nicht. Bis jetzt. Wir müssen nun massiv gegen ein riesiges EU-weites Netzwerk aus halblegalen, illegalen, teilweise mafiösen und staatli-chen chinesischen Strukturen bei uns vorgehen." Die "ARD Story" geht auf die Spur dieser Geschichte; die Suche führt zunächst in die alte toskanische Textilstadt Prato. Hier werden traditionell edle Stoffe für italienische Mode hergestellt; das Label ""Made in Italy" ist hier seit Generationen in erster Linie ein Qualitätsversprechen. Aber hier entstand auch das chinesische Fast-Fashion-System, das sich in ganz Europa ausgebreitet hat. In endlosen Fabrikhallen wird hier unter weitgehend unkontrollierten Arbeitsbedingungen Massenware für den europäischen Markt produziert. Mitten in der EU, mit dem attraktiven Label "Made in Italy". Dieses "System Prato" floriert und wächst. Längst haben die Summen, um die es geht, vor Ort zu einer spezifischen Form von Gewalt und Kriminalität geführt. Im sogenannten "Kleiderbügelkrieg", über den die italienischen Medien immer wieder berichten, kommt es regelmäßig zu Bedrohung, Einschüchterung und Schutzgelderpressung; auch einige Mordfälle der vergangenen Monate werden dem Milieu der Fast Fashion zugerechnet. Ermittler und investigative Journalisten gehen davon aus, dass die chinesische Mafia dabei eine entscheidende Rolle spielt. Unterstützung bei der Bekämpfung des "System Prato" kommt jetzt von ganz anderer Seite; neuerdings gibt es Ermittlungen der Europäischen Staatsanwaltschaft (EPPO) wegen Schmuggels und Zollbetrugs. Staatsanwalt Ceccarelli und sein Team gehen davon aus, dass der EU seit Jahren Milliarden Euro an Importzöllen und Steuern entgehen. Denn die Stoffe für die Billigmode aus Prato kommen aus China und werden in die EU geschmuggelt, in der Regel über Häfen, die dank der Seidenstraßen-Initiative der chinesischen Regierung bereits teilweise oder mehrheitlich China gehören. Dabei werden Schwachstellen in den Zollbehörden und verschiedene eher laxe EU-Handelsregeln gezielt ausgenutzt. Im Hafen von Piräus, der mehrheitlich dem chinesischen Staatskonzern COSCO gehört, hat die EPPO im Rahmen der "Operation Calypso" vor einigen Monaten über 2.400 Container aus China beschlagnahmt, korrupte Zöllner und Zwischenhändler verhaftet und der organisierten Kriminalität einen Schaden von über 700 Millionen Euro zugefügt. "Das war erst der Anfang", sagt Staatsanwalt Ceccareli. Aber die Dimensionen sind gewaltig. Mittlerweile wird das "System Prato" auch als Blaupause für große Produktionsstätten außerhalb von Paris und Madrid genutzt. Und wie sehr sich die illegalen chinesischen Organisationen in Italien etabliert haben, zeigt ein Phänomen, das selbst erfahrenen Mafiajägern die Sprache verschlägt: Mit Hilfe des Fast Fashion Handels wird europaweit Geld gewaschen, auch das der italienischen Mafia. Der zuständige Staatsanwalt in Prato, Luca Tescaroli, spitzt das so zu: "Jeder, der in Europa ein Modestück von diesen Produzenten kauft, muss wissen, dass er damit die Mafia unterstützt." Die "ARD Story" zeigt das sogenannte "System Prato" und seine europaweite Dimension auf und macht es sichtbar. Autor Dominik v. Eisenhart-Rothe begleitet EU-Staatsanwalt Ceccarelli und sein Team bei ihren Ermittlungen und Aktionen. In Prato trifft er italienische Investigativjournalisten, die seit Jahren zur Kriminalität rund um die chinesische Fast Fashion recherchieren, Gewerkschafter, die gegen die Ausbeutung in diesen Unternehmen kämpfen, und Aktivisten, die die Umweltschäden durch chemiehaltige Müllberge dokumentieren. Es geht um nicht weniger als - auf der einen Seite - Korruption und Wirtschaftskriminalität in gigantischem Ausmaß und - auf der anderen Seite - um chinesische organisierte Kriminalität, die über Leichen geht.
21:15
Als eine der ältesten noch bestehenden Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen wird das Magazin bereits seit Dezember 1952 ausgestrahlt. Berichtet wird über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland.
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"Illegale Bordelle in Ostdeutschland - Recherche im Rotlichtmilieu" ist ab dem 1. Juni 2026 auf YouTube und in der ARD Mediathek abrufbar und läuft am 10. Juni 2026 im MDR Fernsehen. Der Film stellt drängende Fragen zu Verantwortung, Kontrolle und Schutz der Frauen in der Prostitution.
21:47
Die Moderatoren des Magazins informieren die Zuschauer über Themen aus Wirtschaft und Sozialpolitik. Die Beiträge sollen es den Konsumenten ermöglichen, sich selbst ein Bild der Lage zu machen und selbst reflektieren zu können.
22:15
mit ARD-DeutschlandTrend und Wetter
22:50
Lange Zeit wurden in Deutschland mit Büromieten Milliarden verdient. Dann kamen Corona und das Homeoffice. Immer weniger Büros wurden gebraucht, der Leerstand nahm dramatisch zu. In den sieben größten Städten des Landes hat er sich sogar verdreifacht. Und eine Besserung ist am Markt nicht in Sicht. Jetzt fordern Architekten und Ökonomen, die leeren Büroflächen anders zu nutzen. Denn in Deutschland fehlen aktuell 1,4 Millionen Wohnungen - eines der drängendsten sozialen Probleme mit dem Potenzial, das Vertrauen in die Demokratie zu untergraben. Da wäre jedes leer stehende Bürohaus, das zu Wohnraum umgewandelt wird, hilfreich. Noch dazu würde die Umwelt profitieren: Denn moderne Gebäude müssen zwar höhere Ökostandards erfüllen. Dem stehen jedoch enorme Klimaschäden gegenüber, die der Abriss der Altbauten sowie der Neubau verursachen. Erste erfolgreiche Beispiele für die Umnutzung leer stehender Büros gibt es schon, wie diese ARD-Dokumentation an Beispielen aus Konstanz und Bremen zeigt. Auch die Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen Verena Hubertz (SPD) unterstützt die Idee mit einem neuen Förderprogramm und 300 Millionen Euro. Und trotzdem zögern in der Immobilien- und Bauwirtschaft noch immer viele. Weil sie von einer Wiederbelebung des Büromarktes und von Renditen in zweistelliger Prozenthöhe träumen? Weil steuerliche Abschreibungen, die sich für die nicht vermieteten Flächen nach Schätzungen auf dreistellige Millionenbeträge addieren, den Leerstand noch erträglicher machen als den Umbau? Um herauszufinden, warum die üblichen Marktmechanismen zwischen Überangebot an Büros und ungedeckter Nachfrage an Wohnraum nicht funktionieren, machen sich Grimme-Preisträger Hauke Wendler und sein Kamerateam auf eine Reise quer durch die Republik. Warum droht eine Idee, von der Mensch und Umwelt profitieren würden, zu scheitern? Und was können wir ändern, damit nicht etwa internationale Investoren bestimmen, wohin es mit dem deutschen Immobilienmarkt geht?
23:35
Über Monate hinweg hat der Arzt und SWR-Reporter Patrick Hünerfeld Rettungsdienste begleitet - die dramatischen Momente, in denen die Sanitäter:innen vor Ort um das Leben der Patient:innen kämpfen. Wie gut arbeitet die Rettungskette im Hintergrund? Deren Qualität wurde in einer aufwendigen Daten-Recherche des SWR Data Lab untersucht. In knapp 300 deutschen Rettungsdienstbereichen wurden Arbeitsabläufe, Ausstattung und Patientenversorgung abgefragt und datenjournalistisch ausgewertet. Das Ergebnis ist ein einzigartiger Datenschatz zur Notfallrettung, der auch die Schwachpunkte im System abbildet und bis auf Landkreis-Ebene Aussagen darüber zulässt, wo die Chancen besser oder schlechter sind, einen Herzstillstand zu überleben. Die Ergebnisse der Daten-Recherche sind auf einer interaktiven Website erlebbar. Die Nutzer:innen erfahren, wie die Notfallrettung vor ihrer Haustür funktioniert - und wie hoch demzufolge die Überlebenschancen bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand sind.