13:15
Bernhard Grzimek gilt in Deutschland als Ikone des Naturschutzes und Tierfilms. Schon früh setzte er sich gegen Robbenschlachten und Legebatterien ein und begeisterte Millionen mit seiner ARD-Fernsehsendung "Ein Platz für Tiere". Mit einem Zootier auf dem Arm bat er um Spenden für bedrohte Arten - und sammelte so Millionen für den Naturschutz. Mit seinem Film "Serengeti darf nicht sterben" holte er den ersten Oscar für Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg. Doch Grzimeks Vermächtnis hat auch Schattenseiten. Als 1959 die Grenzen des Serengeti-Nationalparks neu gezogen wurden, verloren Tausende der dort lebenden Massai ihre Heimat. Bis heute machen viele Massai Grzimek und sein Engagement für Naturschutz mit dafür verantwortlich. Grzimeks Vision: Die Menschen vor Ort sollten die Natur unberührt lassen - Touristen hingegen waren willkommen. Heute stehen erneut über 100.000 Massai vor der Umsiedelung. Biologen sehen die wachsende Bevölkerung am Rand des Serengeti Nationalparks als Gefahr für die Tierwelt. Zugleich belasten Millionen von Touristen jedes Jahr das empfindliche Ökosystem. Der Serengeti Nationalpark zeigt, dass Naturschutz kein einfaches Erfolgsmodell ist, sondern oft ein Konflikt zwischen den Interessen verschiedener Gruppen. Es geht um mehr als einen Nationalpark: Es geht um die Frage, wie Naturschutz und Menschenrechte zusammengehen können. Wie lässt sich eine gerechte Lösung finden, wenn auf der einen Seite die Bevölkerung im globalen Süden wächst und Naturflächen beansprucht, während auf der anderen Seite die Industrieländer überproportional viele Ressourcen verbrauchen? Die Weltgemeinschaft hat sich im Naturschutzabkommen von Montreal das Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2030 mindestens 30 Prozent der globalen Land- und Meeresflächen unter Schutz zu stellen. Angesichts von Klimawandel, Artensterben und postkolonialer Aufarbeitung stellt sich mehr denn je die Frage: Wie weit darf Naturschutz gehen?
14:00
Die regelmäßige Berichterstattung über aktuelle politische, wirtschaftliche, soziale, kulturelle sowie sportliche Ereignisse aus Deutschland und der Welt wird seriös aufbereitet und präsentiert.
14:15
15:00
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15:30
Wann immer es etwas Interessantes aus dem Norden der Republik zu berichten gibt, sind die Reporter der Sendung vor Ort. Sie stellen das jeweilige Thema umfassend vor und lassen Betroffene zu Wort kommen.
16:00
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16:30
Neu auf ARTE: "42 - Die Antwort auf fast alles" ist die neue Wissensserie von ARTE, die durch große und kleine Fragen der Menschheit navigiert, originell, assoziativ, um die Ecke gedacht und getragen von einer prägnanten Stimme: Nora Tschirner macht sich Gedanken, sammelt Informationen, ordnet Material und gibt uns den Durchblick.
17:00
Die regelmäßige Berichterstattung über aktuelle politische, wirtschaftliche, soziale, kulturelle sowie sportliche Ereignisse aus Deutschland und der Welt wird seriös aufbereitet und präsentiert.
17:30
"Demokratie unter Druck" ist eine Chronik der Ereignisse im Bundestag während einer der turbulentesten Phasen der Nachkriegsdemokratie aus der Perspektive derjenigen, die sie für die Bürger einordnen: die Hauptstadtkorrespondentinnen und -korrespondenten der Nachrichtenagenturen, Sender und Zeitungsverlage. Der Film begleitet ihre Arbeit beginnend mit der Vertrauensfrage von Bundeskanzler Olaf Scholz am 16. Dezember 2024, über Turbo-Wahlkampf, Fünf-Punkte-Plan, Grundgesetzänderung für eine Reform der Schuldenbremse, Koalitionsverhandlungen, die Wahl des neuen Bundeskanzlers und die ersten Monate der schwarz-roten Regierungskoalition. Die Rückschau macht deutlich, dass sich das vergangene Jahr zum Kristallisationspunkt für die parlamentarische Demokratie entwickelte - und sie macht politische und gesellschaftliche Veränderungen sichtbar. Wie regieren im Zeitalter der Polykrise, wie über Regierungspolitik berichten im Zeitalter von entfesselten Algorithmen und verlorenem Vertrauen? Ein Film über eine immer stärker unter Druck geratene Demokratie und die Verantwortung der Medien.
18:45
Wann immer es etwas Interessantes aus dem Norden der Republik zu berichten gibt, sind die Reporter der Sendung vor Ort. Sie stellen das jeweilige Thema umfassend vor und lassen Betroffene zu Wort kommen.
19:15
Die regelmäßige Berichterstattung über aktuelle politische, wirtschaftliche, soziale, kulturelle sowie sportliche Ereignisse aus Deutschland und der Welt wird seriös aufbereitet und präsentiert.
20:00
Als eine der ältesten noch bestehenden Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen wird das Magazin bereits seit Dezember 1952 ausgestrahlt. Berichtet wird über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland.
20:15
ARD-Korrespondentin Annette Dittert lebt seit Jahren als Wahlbritin in London, sie liebt Großbritannien. Und die Briten, die auch die schwierigsten Situationen oft mit einem Augenzwinkern meistern. Doch schon seit einiger Zeit hat sich das schleichend geändert. Das Land ist kaputt, das ist ihr Gefühl auf ihren Drehreisen. Mehr als sieben Millionen Briten warten auf einen Arzttermin, die Gefängnisse sind überfüllt, letzten Statistiken zufolge lebt jedes dritte Kind in Armut. Und dabei ist noch nicht einmal berücksichtigt, dass der Großraum London überdurchschnittlich reich ist. Doch subjektiv jammern die Briten viel weniger, es wird kaum protestiert. Stattdessen herrschen Hoffnungslosigkeit und Apathie. Woran liegt das? Sicher an den zermürbenden Jahren nach dem Brexit. Aber die wahren Ursachen liegen viel tiefer, meint Annette Dittert. Der Brexit ist ein Faktor, die Politik der konservativen Regierungen ein anderer. Aber auch diese Erklärungen greifen noch zu kurz. Für Annette Dittert und Kira Gantner, freie Filmautorin, hat das Klassensystem in Großbritannien einen wesentlichen Anteil an dem Zustand des Landes. Noch immer dürfen Lords und Ladys undemokratisch die Politik mitbestimmen, ist der König viel mehr als nur eine repräsentative Figur, das britische Königshaus hat weit mehr politische Macht als die anderen noch existierenden europäischen Monarchien. Und das übersetzt sich in diese seltsame Apathie, die man auch unter dem Begriff 'Keep Calm and Carry On' kennt. Warum soll man sich als Bürger*in auflehnen, wenn sich doch seit Jahrhunderten am 'Oben und Unten', an der Aufteilung in Arm und Reich wenig geändert hat? Daraus stellt sich fast zwangsläufig die Frage: Wäre Großbritannien ohne König und Adel besser dran?
21:00
Als eine der ältesten noch bestehenden Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen wird das Magazin bereits seit Dezember 1952 ausgestrahlt. Berichtet wird über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland.
21:02
Tissington ist ein Dorf, in dem die Zeit stehengeblieben zu sein scheint. Ganz wörtlich gesehen, ist das so: Die Dorfuhr am Schloss ist so altersschwach, dass sie nur selten richtig geht. 'Tissington Time' nennen die Bewohner das, und in Tissington bringt das niemanden aus der Ruhe, denn die Uhren gehen sowieso anders in diesem Dorf mit seinen 144 Einwohnern im englischen Peak District. Hier regiert noch der Schlossherr, Sir Richard, der kaum Geld hat, auch wenn ihm das ganze Dorf gehört. Aber auch das ist für ihn mehr Last als Privileg. Adel verpflichtet, und so würde kaum einer der Dorfbewohner wirklich mit ihm tauschen wollen, auch die Bauern nicht, die sich auf den alljährlichen Höhepunkt des Dorflebens vorbereiten, auf das in ganz England berühmte 'Welldressing', ein altes keltisches Ritual, bei dem die Dorfbrunnen mit großen Bildern aus Blütenblättern geschmückt werden. Ein Dorf, in dem die moderne Welt noch nicht angekommen ist, das damit aber ganz zufrieden ist.
21:32
Als Kunstsammler aus Leidenschaft hat sich Herzog Franz von Bayern sein Leben lang für die Kultur in Bayern eingesetzt. Die Filmemacherin Julia Benkert durfte den Wittelsbacher eine Woche lang, kurz vor seinem 90. Geburtstag, begleiten. Sie zeigt einen heiteren, ungewöhnlich nahbaren Herzog, dessen Neugier auf das Leben und die Kunst ungebrochen ist. Denn wie schon seine Vorfahren Ludwig I. und II. besitzt auch er ein untrügliches Gespür für die Avantgarde und einen Sinn für die Kunst.
22:15
Sie ziehen uns magisch an, faszinieren uns. Flirrend, leuchtend, bizarr: Polarlichter. Es scheint, als würden wir mit ihnen dem Universum begegnen oder Kräften aus dem All, auf die wir keinen Einfluss haben. Um sie zu sehen, müssen wir zurzeit gar nicht weit reisen. Immer häufiger illuminieren Polarlichter den Nachthimmel direkt über uns - über Deutschland. Warum? Was passiert da gerade im All? Muss uns das beunruhigen? Verantwortlich für Polarlichter ist unser Heimatstern, die Sonne. Sie ist im Moment besonders aktiv, schießt immer wieder heftige Sonnenstürme ins All, Plasmawolken aus geladenen Teilchen, die auch die Erde treffen können. Die große Gefahr, vor der die Wissenschaft warnt: Satelliten können unter dem extremen Beschuss dieser Teilchen kollabieren, Navigationssysteme verrückt spielen, Stromnetze und Internetdienste ausfallen. Das ist in der Vergangenheit auch schon passiert. Wie groß ist die Gefahr für unsere Infrastruktur? Was können wir für die Sicherheit tun? Wie können wir uns schützen? "ARD Wissen"-Presenterin Lena Ganschow geht diesen Fragen nach. Sie fährt mit Seenotrettern raus auf die Ostsee, weil die besonders auf Funk und funktionierende Navigationssysteme angewiesen sind. In Leipzig trifft sie einen Piloten, der Polarlichter mit gemischten Gefühlen beobachtet - wegen möglicher Strahlengefahren. Sie besucht Forschende in Neustrelitz, die mit großem Aufwand die Sonne und ihre Aktivitäten ins Visier nehmen. In Dresden trifft sie einen Wissenschaftler, der mit immensem Aufwand ein künstliches Erdmagnetfeld erzeugen will, um herauszufinden, wie stabil unser Schutzschild - das Erdmagnetfeld - gegen Sonnenstürme eigentlich ist. Sie inspiziert mit Technikern Hochspannungsleitungen, um zu überprüfen, wie sicher unser Stromnetz ist. Und: Lena Ganschow versucht natürlich, Polarlichter über Deutschland zu sehen.
23:00
23:15
23:20
mit Sport und Wetter
23:40
00:25
Tissington ist ein Dorf, in dem die Zeit stehengeblieben zu sein scheint. Ganz wörtlich gesehen, ist das so: Die Dorfuhr am Schloss ist so altersschwach, dass sie nur selten richtig geht. 'Tissington Time' nennen die Bewohner das, und in Tissington bringt das niemanden aus der Ruhe, denn die Uhren gehen sowieso anders in diesem Dorf mit seinen 144 Einwohnern im englischen Peak District. Hier regiert noch der Schlossherr, Sir Richard, der kaum Geld hat, auch wenn ihm das ganze Dorf gehört. Aber auch das ist für ihn mehr Last als Privileg. Adel verpflichtet, und so würde kaum einer der Dorfbewohner wirklich mit ihm tauschen wollen, auch die Bauern nicht, die sich auf den alljährlichen Höhepunkt des Dorflebens vorbereiten, auf das in ganz England berühmte 'Welldressing', ein altes keltisches Ritual, bei dem die Dorfbrunnen mit großen Bildern aus Blütenblättern geschmückt werden. Ein Dorf, in dem die moderne Welt noch nicht angekommen ist, das damit aber ganz zufrieden ist.
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Als eine der ältesten noch bestehenden Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen wird das Magazin bereits seit Dezember 1952 ausgestrahlt. Berichtet wird über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland.
02:27
03:00
Meist regionale Themen, welche die Menschen zwischen Rhein und Weser interessieren, berühren und unterhalten, finden ihren Weg in die Sendung. Bei Bedarf berichten die Reporter aber auch über die Landesgrenzen hinweg.
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Die regelmäßige Berichterstattung über aktuelle politische, wirtschaftliche, soziale, kulturelle sowie sportliche Ereignisse aus Deutschland und der Welt wird seriös aufbereitet und präsentiert.
04:00
04:30
Das mehrfach ausgezeichnete Format berichtet seit 1980 über aktuelle Geschehnisse in der Hansestadt Bremen. Dabei werden sowohl politische und sportliche, als auch kulturelle Themen berücksichtigt.