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TV Programm für Tagesschau24 am 21.05.2026

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Gefährliche Apps - Im Netz der Datenhändler 22:50

Gefährliche Apps - Im Netz der Datenhändler

Recht und Kriminalität

Was viele Smartphone-Nutzer wissen: Die Apps auf ihren Handys sammeln detaillierte Standortdaten. Was den meisten jedoch nicht bewusst ist: Die Informationen landen oft in einem undurchsichtigen, weltweiten Netzwerk aus Datenhändlern und Werbefirmen. Es geht um vermeintlich anonyme Daten, die aber Wohnorte und Arbeitsplätze offenbaren - bis hin zu Bordellbesuchen oder Aufenthalten in psychiatrischen Kliniken. Die Dokumentation zeigt, wie leicht ahnungslose Nutzer ins Visier von Stalkern, Kriminellen oder Geheimdiensten geraten können, und macht deutlich, wie harmlos erscheinende Apps zum Sicherheitsrisiko werden - für Regierungen und auch für Soldaten im Krieg. Grundlage ist eine der bislang größten Recherchen dieser Art: Ein Team aus Bayerischem Rundfunk, netzpolitik.org, Le Monde und weiteren Partnermedien hat rund zehn Milliarden Standortdaten ausgewertet. Eine Spurensuche, die um die halbe Welt führt: zu einer ägyptischen Exiljournalistin in Berlin, die bedroht wird. Nach Brüssel, wo hochrangige Mitarbeitende der EU-Kommission betroffen sind. Nach Washington, wo Politiker ein Sicherheitsrisiko für US-Agenten in Europa sehen. Oder an die ukrainische Front, wo Soldaten in den Datensätzen ihre eigenen Stellungen wiedererkennen. Schließlich führt die Recherche zu einem Händler in Florida, der die Standortdaten deutscher und französischer Smartphone-Nutzer verkauft hat. So entsteht ein Beitrag, der deutlich macht, welch immense Risiken dieses Milliardengeschäft mit sich bringt - auch für Menschen in der Europäischen Union mit ihren vermeintlich strengen Datenschutzregeln.

Illegalen Welpenhändlern auf der Spur 23:35

Illegalen Welpenhändlern auf der Spur

Dokumentation

In den Niederlanden kann man schon seit 20 Jahren anonym eine seiner beiden Nieren spenden. Auch in einigen anderen europäischen Ländern, wie in Großbritannien oder Frankreich, ist das inzwischen möglich. Damit setzt man eine Kettenreaktion an Lebend-Transplantationen in Gang: So bekommt der 49-jährige schwer kranke Roy Rodgers in Rotterdam die Niere eines fremden lebenden Spenders. Seine gesunde Mutter hat sich dazu verpflichtet, ihrerseits am selben Tag anonym eine Niere zu spenden, um so einem anderen Kranken zu helfen. Dieses Überkreuz-Transplantationsprogramm ermöglicht Lebendspenden auch dann, wenn zwischen Ehepaaren und nahen Verwandten eine Spende aufgrund von Gewebeunverträglichkeit nicht in Frage kommt. So war es auch bei Roy Rodgers und seiner Mutter. Am selben Tag werden drei weitere Paare in zwei verschiedenen Kliniken im Ringtausch transplantiert. Ausgelöst werden diese Überkreuz-Spenden häufig durch freiwillige anonyme Nierenspenden. So hat der 72-jährige ehemalige Hausarzt Alex van der Male seine Niere aus reiner Nächstenliebe gespendet. Dass er auf diese Art einem anderen Menschen ein neues Leben schenken konnte, macht ihn glücklich. Deutschland hat mit die strengsten Transplantationsgesetze in ganz Europa. Hier sterben mehr Menschen auf der Warteliste als anderswo. Bisher waren Nieren-Lebendspenden nur zwischen Verwandten und Ehepaaren erlaubt. Jetzt soll das Transplantationsgesetz nach niederländischem Vorbild geändert werden und Überkreuz-Lebendspenden unter Fremden sowie anonyme Lebendspenden aus Nächstenliebe legal werden.