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Kann Künstliche Intelligenz (KI) Führungsfiguren schaffen, die mehr Menschen ansprechen als amtierende Politiker:innen in Deutschland? Der ARD Dokumentarfilm 'Der Autokraten-Code' wagt ein nie dagewesenes Experiment: Sechs Expert:innen aus verschiedenen Bereichen bauen mithilfe von künstlicher Intelligenz eine autokratische Führungspersönlichkeit für Deutschland. Wie sie aussieht, wie sie spricht, auftritt und welche Politik sie verfolgt, entscheidet die KI. Der KI-Politiker wird auf verschiedene Arten getestet. Er muss sich beispielsweise einem politischen Live-Interview mit ARD-Moderatorin Caren Miosga stellen. Wird der digitale Avatar als glaubhafter Politiker wahrgenommen? Der Film blickt in den Maschinenraum der künstlichen Intelligenz und lässt erahnen, was passieren kann, wenn politische Akteur: innen ohne Skrupel die neue Technik nutzen. Flankiert wird das politische Experiment mit Einschätzungen der internationalen KI-Expert:innen Wendy Hall und Geoffrey Hinton. Hinton erhält 2024 den Physik-Nobelpreis. Zusammen mit John Hopfield wird er für grundlegende Entdeckungen und Erfindungen in Bezug auf maschinelles Lernen ausgezeichnet. Lange Zeit war er der führende KI-Entwickler im Silicon Valley, nun warnt Hinton vor einer unkontrollierbaren autonomen KI. Was kann KI in der Politik bewirken? Wie reagieren potenzielle Wähler:innen? Stehen wir auch in westlichen Demokratien mit Hilfe von KI vor einem möglichen Umbruch zur Autokratie? Und hat KI einen Code für den Autokraten? Das Autorinnen-Duo Alexandra Hardorf und Christiane Schwarz macht die politischen Leerstellen im Umgang mit künstlicher Intelligenz sichtbar.
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Während des Kalten Krieges existierte in nahezu jeder Familie im Ostblock ein lang ersehntes, heiß geliebtes, innig gepflegtes und glänzend poliertes Auto. Dieser Film zeigt die spektakuläre Geschichte sozialistischer PKW anhand ausgewählter Erzählungen, die stets auch mit einer Brise Humor von den Ereignissen und Nöten der Zeit berichten. Zu dieser gehört auch das Automobil als Mittel zum Zweck gegen den imperialistischen Klassenfeind: Das Propagandainstrument Auto diente den meisten kommunistischen Ländern als Symbol ihres technologischen Fortschritts und mindestens der Gleichwertigkeit, aber eigentlich Überlegenheit ihres eigenen Systems. So fuhren denn auch nicht wenige Familien im Westen einen Lada, Wartburg, Moskwitsch, Trabant, Skoda oder Zaz. Allerdings geht es in der Dokumentation nichts so sehr um bestimmte Marken, einzelne Modelle oder Automobilwerke, als vielmehr darum, was es bedeutete im Osten ein Auto zu besitzen: die sozialistischen Propagandaträume und die harte Lebensrealität dieses Traums; die Freiheit, die diese langsamen und klobigen Fahrzeuge ihren Besitzern vermittelten; die Autos als Instrument in der Schlacht des Kalten Krieges; Legenden und eigenhändiges Aufmotzen als Versuch, sich zumindest ein wenig von der Menge abzuheben. Zärtliche Erinnerungen, aufrechte Liebe und wunderliche Anekdoten gepaart mit einzigartigem Archivmaterial machen diesen Film zu einer spektakulären Fahrt in die Geschichte und Gegenwart sozialistischer Auto-Kultur.