20:00
Als eine der ältesten noch bestehenden Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen wird das Magazin bereits seit Dezember 1952 ausgestrahlt. Berichtet wird über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland.
20:15
Was wird wichtig, wenn man nur noch wenige Tage zu leben hat, wenn einem die eigene Endlichkeit bewusst wird? In einer sehr persönlichen Reportage sucht Eckart von Hirschhausen im Bochumer Hospiz St. Hildegard nach Antworten. Er spricht mit Menschen, die hier ihre letzten Tage verbringen, er trauert mit Angehörigen, wenn sie Abschied nehmen müssen. Zwei Tage lebt der Arzt und Wissenschaftsjournalist unter den elf Bewohnern der ehemaligen Industriellenvilla. Beim Frühstücksdienst trifft er Zita, die mit Humor ihrem na-hen Ende entgegenblickt. Er begleitet Rosita und ihre Familie beim schmerzvollen Einzug ins Hospiz und wacht mit Edeltraut am Bett ihres Mannes. Er lernt eine Welt kennen, in der der Tod allgegenwärtig ist - und die doch voller Leben steckt. 'Leben bis zum Schluss', so beschreiben es ihm viele im Haus. Statt Intensivmedizin gibt es auf den Gängen Musikkonzerte, in den Zimmern Hundebesuche, im großen Garten Feste. Und eine Trauergruppe trifft sich bei Waffeln und Kuchen zum lockeren Austausch. Bei seinen Gesprächen mit Pflegenden, Ärzten und Ehrenamtlichen stellt Hirschhausen fest: 'Ausgerechnet die Menschen, die durch ihre Arbeit jeden Tag mit dem Tod in Kontakt sind, haben am wenigsten Angst vor ihm. Das hat mich menschlich auf eine tiefe Art beeindruckt und versöhnt.' Die Palliativärztin Dr. Bettina Claßen erzählt ihm von ihrer Beobachtung, dass die meisten mit einem Lächeln auf dem Gesicht sterben: 'Das ist kein reiner Muskelreflex. Ich glaube, dass Tod am Ende eine ganz gute Sache ist.'
21:00
Als eine der ältesten noch bestehenden Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen wird das Magazin bereits seit Dezember 1952 ausgestrahlt. Berichtet wird über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland.
21:02
Paul Buchholz bringt den Bewohnern im Rostocker Hospiz in ihren letzten Tagen Freude und Hoffnung. Seine Begleitung und die friedvolle Umgebung ermöglichen es den Schwerkranken, trotz ihrer Umstände, Momente der Leichtigkeit zu erleben. Das Hospiz, ein Ort des Trostes, gibt jedem die Möglichkeit, in Würde Abschied zu nehmen und die verbleibende Zeit mit kostbaren Erinnerungen zu füllen.
21:32
Wie werden wir Abschied nehmen vom Leben? Wollen wir allein bleiben oder lassen wir andere daran teilhaben? Können wir Ungeklärtes noch klären und Ungesagtes doch noch aussprechen? Wenn alles gut geht, können wir zufrieden auf das gelebte Leben zurückblicken und das Loslassen fällt nicht so schwer. Das Hospiz Ludwigpark in Berlin Buch ist für Sterbende die letzte Station ihres Lebens. Während die 82-jährige Marlen Ernst ihre noch verbleibenden Wochen zufrieden verbringt, kämpft Rudi Overbeck (77) um jeden Tag seines Lebens. Petra Schwabe wacht am Bett ihrer Mutter, um ihr beim Abschied ganz nah zu sein. Der Film begleitet drei Menschen in der vielleicht intimsten Phase ihres Lebens. Die größte Herausforderung ist die Angst. Oft beobachtet Psychoonkologin Gabriela von Oettingen, dass Betroffene und Angehörige nicht ehrlich mit dem nahenden Tod umgehen. Zu groß ist die Angst vor dem bevorstehenden Verlust. Dadurch rauben sie sich die Möglichkeit, die verbleibende Zeit sinnvoll miteinander zu verbringen. Die Hospizmitarbeiterinnen unterstützen Sterbende und Angehörige bei der Bewältigung der herausfordernden Lebenslage. Aber die tagtäglichen Begegnungen mit dem Tod, gehen auch an ihnen nicht spurlos vorbei. Jeder zieht daraus Schlüsse für sein persönliches Leben.
22:02
Kann KI zum neuen Wohlstandsmotor im Südwesten werden oder ist der Wettlauf gegen amerikanische und chinesische Techfirmen verloren? Eine Schlüsselrolle spielt der neu gegründete Innovationspark für künstliche Intelligenz, IPAI, in Heilbronn. Schlägt dort künftig das europäische Herz der KI? Wo liegen ihre Chancen und Risiken? Im Mittelpunkt der Doku stehen drei Menschen aus dem Südwesten mit einer Mission. Andreas Dengel vom Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz, DFKI, in Kaiserslautern erforscht, wie Algorithmen die Gesundheitsversorgung durch Früherkennung von Krankheiten revolutionieren könnten. Rudolf Lioutikov vom KIT kämpft gegen die finanzstarke Konkurrenz der Techgiganten um den ersten funktionalen Haushaltsroboter. 'Die haben Milliarden Dollar, ich sechs Doktoranden', sagt er. Der Energieverbrauch von KI ist vergleichbar mit dem Strombedarf von Schweden. Der Weltmarktführer 'ebm-papst' aus Mulfingen entwickelt energieeffiziente Kühlsysteme für Rechenzentren.
22:47
In Luton, einer kleinen Stadt nördlich von London, ist das Gesundheitssystem am Limit. Es fehlt an Rettungswagen, Personal und Klinikbetten. Die Notaufnahme des Krankenhauses ist völlig überlastet. Vor allem alte Patientinnen und Patienten und ihre Angehörigen sprechen von schlimmen Erlebnissen, von langen Wartezeiten und mangelhafter Versorgung. Für Entlastung soll das "Frailty Team" sorgen, das "Gebrechlichkeitsteam". Die Medizinerin Dr. Adriana und ihr Team aus Pflegerinnen versorgen alte Menschen zu Hause, die normalerweise im Krankenhaus liegen würden, zum Beispiel nach einem Sturz. Für die Patienten und ihre Angehörigen ist das ein Segen. Denn die Versorgung in der eigenen Wohnung ist für die meisten die beste Lösung - und für das Gesundheitssystem eine echte Ersparnis. Die Rettungssanitäterin Rachel arbeitet in der Leitstelle der Luton, wo die Einsätze koordiniert werden. Ihre Aufgabe: Sie soll dafür sorgen, dass Krankenwagen nur für wirklich dringende Fälle auf den Weg geschickt werden. Denn weil auch die Hausärzte überlastet sind, wählen viele Menschen aus Verzweiflung den Notruf. Wenn die Lage nicht lebensbedrohlich ist, hilft Rachel am Telefon mit Ratschlägen oder stellt die Verbindung zum mobilen Ärzteteam her. Doch die Einsätze des "Frailty Teams" sind auch mit großen Herausforderungen verbunden. Dr. Adriana und ihre Kolleginnen müssen immer abwägen, ob ein Patient nicht doch in die Klinik gehört - auch, wenn da oft kein Platz ist. Zudem sind sie bei den Hausbesuchen oft mit prekären Lebensumständen konfrontiert, Luton gehört zu den ärmsten Städten Englands. Hier steht es um die Gesundheit der Menschen daher noch schlechter als im Rest des Landes.
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