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Mumbach, Mumbach, Tätärä. Zwei Jahre mussten Fans der Mombacher Bohnebeitel mit Pandemie-Alternativen vor Ort auskommen, eine große Fernsehsitzung gab es nicht. 2023 hatten die Bohnebeitel dann endlich wieder in die MTV-Halle eingeladen. Höhepunkte aus dem Jahr 2023: Es gibt es ein Wiedersehen mit alten Hasen wie dem Sitzungspräsidenten Heinz Meller, Gustav, dem siebten Mainzelmännchen, Pfarrer Fulder und den Maledos. Neue Gesichter waren auch dabei. So begeisterte Rick Antony mit seinem Fastnachts-Debut als Mainzer Müllmann.
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Als Autor, Regisseur und Hauptdarsteller versuchte sich Jerry Lewis 1972 mit "The Day The Clown Cried" an einem sehr persönlichen Filmprojekt: Der Geschichte eines Clowns, der wegen Kritik an Hitler in einem Konzentrationslager inhaftiert wird und dort versucht, die Kinder aufzuheitern. Kurz vor Drehschluss verließ Lewis das Set, der Film verschwand und wurde in den folgenden Jahrzehnten zu einem der großen Rätsel Hollywoods. Der Dokumentarfilm zeigt erstmals die restaurierten Originalbänder in ihren Produktionskontext und erzählt, wie der "King of Comedy" Jerry Lewis die Rolle des deutschen Clowns im KZ spielen wollte - Jahre bevor andere Regisseur:innen es wagten, die Schrecken des Holocaust auf der großen Leinwand zu zeigen. Wegbegleiter:innen und Hollywoodgrößen wie Mel Brooks, Sarah Silverman, Martin Scorsese und Lewis selbst beleuchten in Interviews die enormen Herausforderungen, an denen dieses ambitionierte Projekt und sein Regisseur schließlich gescheitert sind.
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Im Alter von neun Jahren gelingt dem kleinen Srulik als einzigem Mitglied seiner Familie die Flucht aus dem Warschauer Ghetto in die nahegelegenen Wälder. Dort muss er sich bis zum Ende des Krieges mehr oder weniger allein durchschlagen. Die wenigen Freunde, die Srulik findet, bleiben ihm nicht lange erhalten. Er lebt so einige Monate bis zum Einbruch des Winters von Waldfrüchten, erjagten Kleintieren und kleinen Beutezügen durch die Gärten umliegender Bauernhöfe. Die Einsamkeit, der anhaltende quälende Hunger und der kalte Winter treiben ihn immer wieder in die Dörfer, wo ihm ständig Verrat droht. Doch Srulik hat Glück und wird einige Zeit von einer Bäuerin versteckt, vor allem mit einer neuen Identität versorgt: Aus dem flüchtigen Juden Srulik macht sie das versprengte polnische Waisenkind Jurek, das christliche Gebete kennt und ein Kruzifix um den Hals trägt. Doch Jurek bleibt ein Gejagter bis zum Ende des Krieges.
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Die Crystal Meth-abhängige Jenny ist schwanger von ihrem Freund Bolle. Wenn Jenny sich nicht ändert, wird die Entwicklung ihres Babys stark darunter leiden und es wird ihr, wie bei Lukas, das Sorgerecht entzogen. Jenny findet in ihrer Hebamme Marla eine Alliierte, die ihr dabei hilft, sehr schwere Entscheidungen zu treffen und sich ihren Ängsten zu stellen, um sich und ihrer ungeborenen Tochter die Chance auf ein normales Leben zu ermöglichen.
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Mit zehn Quadratkilometern ist der Chemiepark Ludwigshafen so groß wie die Insel Capri und gilt als das größte zusammenhängende Chemieareal der Welt. 39.000 Menschen arbeiten im Stammwerk des Chemieriesen BASF und sorgen dafür, dass rund 200 Produktionsanlagen an 365 Tagen im Jahr laufen. Eine Stadt in der Stadt, die niemals schläft und nachts wie eine Szene aus dem Science-Fiction-Klassiker "Bladerunner" wirkt. 2.850 Kilometer silberne Rohre in mehreren Metern Höhe durchziehen alle Winkel des Areals. Was nicht durch die Rohre transportiert wird, wird auf 100 Kilometern Straßen und 230 Kilometern Eisenbahnschienen befördert, die die rund 2000 Gebäude miteinander verbinden. Einmalige Einblicke in ein Industrieareal der Superlative, in eine für Außenstehende unbekannte Welt, hinter deren Eingangstoren die Regel gilt: Fotografieren verboten. Die Doku begleitet Menschen, die bei der Werksfeuerwehr, in der Forschung, im Design oder auch im BASF-eigenen Weinhandel arbeiten.