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TV Programm für SRF2 am 03.10.2026

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Kehrseite - Abseits des Erfolgs 16:45

Kehrseite - Abseits des Erfolgs: Pat Burgener - Mit ADHS durch Höhen und Tiefen

Dokumentation

Es ist noch nicht so lange her, da erachtete Pat Burgener seine ADHS-Diagnose als Krankheit. Auch, weil man ihm das in seiner Jugend immer wieder eintrichterte. Dumm sei er. Nicht in der Lage, ruhig zu sitzen und zu lernen. Dieses Gefühl, nirgends reinzupassen, war «mega schwierig». Doch mittlerweile spricht er nicht mehr von einer Krankheit. Pat Burgener bezeichnet ADHS als «Superpower». Im neuen SRF-Format «Kehrseite - Abseits des Erfolgs» spricht Pat Burgener über sein bisheriges Leben, das wegen seiner ADHS-Diagnose von Höhen und Tiefen geprägt ist und erzählt, wie er einen Umgang mit dem ganzen Gefühlschaos gefunden hat. Das Gespräch mit Pat Burgener führt Calvin Stettler.

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Wild at Heart - Die Geschichte von Sailor und Lula 23:55

Wild at Heart - Die Geschichte von Sailor und Lula

Thriller

Der Kleinkriminelle Sailor (Nicolas Cage) wehrt sich gegen einen auf ihn angesetzten Killer mit exzessiver Gewalt und wandert deshalb für zwei Jahre ins Gefängnis. Die Auftraggeberin des Mörders war die Mutter von Sailors Freundin Lula (Laura Dern), Marietta (Diane Ladd), eine besitzergreifende Frau. Sie befürchtet zudem, dass Sailor zu viel von ihren dunklen Geschäften weiss. Als dieser zwei Jahre später aus der Haft entlassen wird, wartet Lula auf ihn. Die beiden fliehen vor Mariettas Rache Richtung New Orleans. Doch Marietta schickt ihnen nicht nur ihren gutmütigen Freund Johnnie Farragut (Harry Dean Stanton), sondern auch weitere Killer hinterher. Das Liebespaar ist aber den Verfolgern immer einen Schritt voraus. In einem texanischen Kaff lernen sie den widerlichen Bobby Peru (Willem Dafoe) und dessen Freundin Perdita (Isabella Rossellini) kennen. Auch Bobby ist ein auf Sailor angesetzter Auftragsmörder. Zum Schein freundet er sich mit dem Paar an und überredet Sailor, ihn bei einem Banküberfall zu unterstützen. Er plant, ihn dabei zu erschiessen. Als David Lynch 1990 für «Wild at Heart» die Goldene Palme für den Besten Film des Festivals von Cannes überreicht wurde, kommentierte die Presse den Entscheid der Jury höchst kritisch. Viele lehnten die grellen Gewalt- und Sexszenen entschieden ab. Doch gab es auch überschwängliche Begeisterung. So schrieb Andreas Kilb in «Die Zeit»: «Lynchs Kino ist der vollkommene amerikanische Alptraum: perfekt, pervers, postmodern. (...) Der Film fährt durch die Hölle, von Schock zu Schock, er ist zugleich schön und obszön. 'Wild at Heart' ist der erste grosse Film der 90er-Jahre: eine Offenbarung, ein Menetekel.» Einig hingegen waren sich alle über die formale Perfektion des Roadmovies: Visuell ist «Wild at Heart» ein Meisterwerk, und David Lynch hat auch mit einer aussergewöhnlichen Tonspur und einem überwältigenden Soundtrack neue Standards gesetzt. Die Höllenfahrt durch den amerikanischen Alptraum basiert auf dem gleichnamigen Roman von Barry Gifford. Lynchs Drehbuch lädt den Stoff aber wie gewohnt mit apokalyptischen Visionen und surrealen Szenen auf, mit denen er erstaunliche Bezüge zu «The Wizard of Oz» schafft. Den Möchtegern-Elvis Sailor verkörpert Nicholas Cage in einer Schlangenlederjacke. Die Frauenrollen wurden mit Isabella Rossellini und Laura Dern besetzt, die beide schon in «Blue Velvet» (1986) mitwirkten. Lulas teuflische Mutter Marietta wird von Laura Derns richtiger Mutter Diane Ladd verkörpert, die für ihre Rolle für einen Oscar nominiert wurde. Als widerlicher Auftragskiller und Verbalvergewaltiger Bobby Peru ist Willem Dafoe zu sehen.