21:00
Die Unterwasserarchäologin Alessandra Benini folgte einem Tipp der alteingesessenen Fischer Ischias und fand sechs Meter unter Wasser, direkt an der Festung Castello Aragonese einen antiken römischen Hafen. Wenn Wind und Wetter es erlauben, taucht sie dort nach Amphoren und Ankern. Das Castello Aragonese ist das Wahrzeichen der Insel und ziemlich exklusiv. Es ist in Privatbesitz zweier Cousins. Als Besucher darf man zwar einen Teil der Festung besichtigen, doch der buchstäbliche Höhepunkt des Castello bleibt den Familien und dem Gemüsebauern Raffaele Mazzella vorbehalten: Täglich erklimmt er die uralten Gemäuer, um in schwindelerregender Höhe sein Gemüse zu ernten. Vor der Küste Ischias ist ein Traditionssegler auf der Suche nach Pottwalen und Tümmlern. Das wichtigste Mitglied der Crew an Bord ist Sterna. Der Hund erschnüffelt die Meeressäuger, noch bevor die Forscher sie sehen. In Sichtweite von Ischia liegt Procida. Das Eiland ist nur vier Quadratkilometer gross, dafür die am dichtesten besiedelte Insel Europas. Traditionell leben die Procidani von der Seefahrt.
21:55
In den Weiten des Südpazifiks, in einer blauen Unendlichkeit, liegt die Republik Fidschi. Steile Berge und weiße Strände bestimmen die Landschaft auf den gut 300 Fidschi-Inseln. Die schmalen Strandstreifen und die Küstenregionen der Inseln sind am dichtesten besiedelt. Aber je weiter man ins Landesinnere kommt, umso schwieriger werden die Lebensumstände. Es herrschen tropische Hitze und Dauerregen, die Hänge der Vulkane sind von dichtem Urwald bewachsen. Nur wenige Wege führen hier hinauf, das Leben in den kleinen Dörfern ist noch sehr geprägt von den indigenen Traditionen der Bevölkerung. So auch auf der Insel Mbenga, die südlich der Hauptinsel Viti Levu liegt. Wenn ein Junge 16 Jahre alt geworden ist, muss er zum ersten Mal den Ritus des Feuergehens überstehen. Stundenlang werden Steine ins Feuer gelegt, bis sie anfangen zu glühen. Barfuß müssen dann alle Männer des Dorfs über diese Steine gehen. Der Schutz eines Gottes, so sagt es die Tradition, bewahrt sie vor dem Verbrennen. Es leben nicht nur Polynesier und Melanesier auf den Fidschi-Inseln. Als die Europäer auf dem Archipel siedelten, brachten sie auch Arbeiter mit, die sie auf ihren Zuckerrohrplantagen brauchten - meist aus der britischen Kolonie Indien. Die Nachfahren dieser Inder sind geblieben und heute stellen sie fast 40 Prozent der Gesamtbevölkerung des Inselstaats. Den Mix aus polynesischer, europäischer und indischer Kultur erlebt man am eindrucksvollsten in der Hauptstadt Suva. Hier stehen die britischen Kolonialgebäude neben modernen Hochhäusern und die wieder neben hinduistischen Tempeln.
22:45
Aktionen, Reaktionen, Emotionen - der «Sportflash» bringt das Sportgeschehen aus aller Welt in wenigen Minuten auf den Punkt. Immer mit den wichtigsten News und den besten Bildern des Tages.
22:50
23:00
Die besten Fussballer und Teams Europas im Fokus - mit dem Komplettservice zur Königsklasse. Im Programm sind alle Spiele und alle Tore des Tages. Reaktionen aus den Fussballstadien und vertiefende Analysen ergänzen die Matchberichte. Ein besonderes Augenmerk gilt den Schweizer Vertretern.
23:25
15 Nerzmäntel, 508 Kleider und 888 Handtaschen liess Imelda Marcos 1986 im Malacañang-Palast zurück, als sie mit ihrem Mann, dem Diktator Ferdinand Marcos, ins Exil entfloh - sowie die damals auf bis zu 7500 geschätzten Paar Schuhe, die auch in der Schweiz Schlagzeilen machten. Eine Geschichte, die über Luxusartikel weit hinaus- und bis in die aktuelle Zeit hineinreicht, zeigt «Königsmacherin», das erstaunliche Portrait um die selbsternannte «Mutter der Nation» der Philippinen. Die amerikanische Dokumentarfilmerin Lauren Greenfield lässt die Diktatorenwitwe ausgiebig zu Wort kommen und ihre Sicht auf die Präsidentschaft und Diktatur von 1965 bis 1986, die Entmachtung des Diktatorenpaars und den Fortgang der politischen Entwicklung auf den Philippinen ausbreiten. «Königsmacherin» entlarvt freilich die fadenscheinigen Rechtfertigungen und Lügen, und zwar auch damit, dass der Film Imelda Marcos' Bestrebungen zum Machterhalt aufzeigt, die auf irritierend fruchtbaren Boden gefallen sind: Sohn «Bongbong» Marcos ist seit 2022 amtierender Präsident der Philippinen.