08:50
Die «Tagesschau» des Schweizer Fernsehens liefert seit 1953 allabendlich den Nachrichtenüberblick. Im Laufe der Jahre wurde die Sendung immer wieder angepasst - an die technologischen Entwicklungen, vor allem aber an die Bedürfnisse des Publikums. Gleich geblieben ist der Anspruch, jeden Abend die wichtigsten Themen im In- und Ausland kurz und verständlich aufzubereiten. Die «Tagesschau vor 20 Jahren» bietet einen Nachrichtenrückblick in die jüngere Geschichte: Welche Themen bewegten heute vor exakt 20 Jahren? Welche innenpolitischen Debatten und internationalen Konflikte prägten damals die Berichterstattung - und welche davon tun es bis heute? Der Blick ins Archiv bietet die Möglichkeit zum Anknüpfen, Einordnen und Erinnern.
09:10
Als junge Frau hätte Fabienne nie gedacht, dass sie einmal stundenlang in der Küche steht. Kochen war für sie eher Pflicht und wurde erst zur Freude, nachdem sie ihre Familie gegründet und die Bäuerinnen-Schule besucht hatte. Das dort Gelernte, zum Beispiel wie man einen Mürbeteig anrührt, kommt ihr nun auch beim Menü für die Landfrauen zugute. Dass sie auf Handarbeit und möglichst wenig Haushaltsgeräte setzt, ist für sie Ehrensache. Stundenlanges Stöbern nach Rezepten und Tüfteln in der Küche - Fabienne macht das nicht nur zum Vergnügen. Durch den Glut-1-Defekt, einer seltenen, angeborenen Stoffwechselstörung ihrer Tochter, wurde sie unfreiwillig zur Ernährungsexpertin. Florina, 13, litt lange an epileptischen Anfällen und hat eine kognitive Beeinträchtigung. Ihr Gehirn braucht eine Ernährung mit möglichst viel Fett und kaum Kohlenhydraten. Gerichte zu finden, die ihrer Tochter trotz der strengen ketogenen Diät schmecken, sei ihr täglicher Ansporn, meint Fabienne. Zum Ausgleich zu Hof und Familie, dazu gehören auch ihr Mann Urban, 44, und die beiden Söhne Laurin, 15, und Henry, 11, treibt Fabienne gerne Sport. Die ausgebildete Fitnesstrainerin ist aktiv im Turnverein und gibt auf ihrem Hof TRX-Training, ein spezielles Ganzkörperprogramm. Die Joggingrunden mit Hund Roli und die Ausritte mit ihrem 20-jährigen Pferd halten sie zusätzlich fit. Die Landfrauen überrascht Fabienne mit ungewohnten Spezialitäten vom Hof und aus der Region: Angefangen mit Kernotto-Salat im Rohschinkenmantel. Zum Hauptgang gibt es zweierlei vom eigenen Schwein mit frittierten Kartoffelbällchen und Gemüse. Eine Tarte mit Baumnüssen und Dörrbirnen aus der Nachbarschaft serviert sie zum Dessert. Alles in gewohnt schnellem Tempo. Hauptsache kreativ und fein.
10:00
Das Landfrauenessen ist bei Familie Ramser ein Familienprojekt. Melanie Ramser wird mit ihrer fast 14-jährigen Tochter Moana kochen. Wie immer, wird der Ehemann servieren. Philipp Ramser sieht seiner Aufgabe gelassen entgegen. Doch zwei Tage vor dem wichtigen Termin kommen plötzlich Bedenken auf: Der Weg, den er mit den Tellern von der Küche zum Speicher (erbaut 1782), in dem die Landfrauen essen werden, zurücklegen muss, ist beachtlich und führt quer über den Hof. Die beiden Söhne Diego (12) und Elio (10) dürfen beim Teller tragen helfen. Aber gerade das könnte auch problematisch werden. «Melanie kocht immer genug, wenn ein Teller runterfallen sollte, wäre sicher noch Nachschub da.», meint Philipp. Doch er will mit den Jungs einen Probelauf machen, mit leeren Tellern. Zur Vorspeise wird Melanie ein «Iklemmts», ein Sandwich, gefüllt mit selbstgemachtem Hüttenkäse und Möstbröckli von den eigenen Rindern zubereiten. Der Salat dazu kommt in einem kleinen Gläsli auf den Schieferteller und sollte nicht runterfallen. Der Service des Hauptgangs ist in der Probe einfach, die Teller sind noch leer und zudem nicht heiss. Wenn es ernst wird, werden Hackfleischtätschli, eine Spiralkartoffel und Gemüse unter einer Cloche auf dem Teller liegen. Die Cloche muss vor dem Servieren weggehoben werden, eine Herausforderung. Der Dessertteller hat einen Rand, das ist schon mal gut. Die Glacé Kugel kommt in einem selbstgemachten Brätzelikörbli daher und kann höchstens schmelzen. Die frischen Erdbeeren dazu sollten eigentlich bleiben, wo sie sind. Schlussendlich bringt die Probe eine Erkenntnis: Philipp wird zwei Teller auf einmal tragen, die Jungs je eins, dafür zweimal über den Hof gehen. Bevor die Landfrauen nach Oberbalm kommen, hat Melanie noch eine vollgepackte Woche vor sich. Zusammen mit Philipp bieten sie seit einigen Jahren «Schule auf dem Bauernhof» an und empfangen jede Woche mehrere Schulklassen, vor allem aus der nahen Stadt Bern, denen sie den Umgang mit den Tieren und die Landwirtschaft näherbringen. Dank diesem Standbein, der Betreuung von Kindern während der Schulferien und dem Angebot, auf der Horbermatt Feste zu feiern, können sie vom eigentlich kleinen Landwirtschaftsbetrieb leben. Dass sie nun die Landfrauen bekochen darf, ist etwas Neues und Einmaliges für Melanie und sie hofft, dass die Gäste einen gemütlichen Abend im Speicher verbringen, dass auch der Service klappt und ihr Essen gut ankommt.
10:45
Seit 1995 bietet die «Kulturzeit» von Montag bis Freitag aktuelle, kritische und vertiefende Kulturberichterstattung. Das 3sat-Partnerformat von ZDF, ORF, SRF und ARD blickt über Sender- und Ländergrenzen. In Kunst und Kultur sucht das Magazin Antworten auf die Fragen von heute. Präsentiert von Moderatorinnen und Moderatoren aus drei Ländern und von vier Sendern.
11:25
Die Welt verstehen und erleben, was junge Menschen bewegt: «Life@SRF» taucht ein in aktuelle gesellschaftliche Themen aus dem digitalen Universum von SRF.
12:00
«3 auf zwei» gibt es jetzt auch in den Mittags- und Nachmittagsstunden: SRF zwei schaltet an den meisten Werktagen live ins Radio SRF 3-Studio und bringt das Radio zum Anschauen in die gute Stube.
16:00
Die Wahrheit über Noras Vater kann Annabelles Lüge aufdecken. Luisa und Simon beschliessen, behutsam mit ihrer Entdeckung umzugehen. Sie wollen Nora und die van Weydens erst mit der Wahrheit konfrontieren, wenn sie sich ganz sicher sein können. Als Luisa vorsichtig versucht, mit Annabelle über Noras wahren Vater zu sprechen, wird sie von Annabelle gedemütigt. Wird Luisa nun die «Bombe» platzen lassen? Elsa will nicht glauben, dass Hagen im Wald ein Unfall zugestossen ist, und steigert sich immer mehr in die Überzeugung hinein, dass Annabelle Hagen etwas angetan hat. Aber ihre Freunde warnen sie, sich nicht wie Hagen in einen blinden Hass gegen Annabelle zu verrennen. Doch dann macht Elsa eine überraschende Entdeckung.
16:55
Eines Morgens steht plötzlich Ethan in der Notfallaufnahme. Er geht zwar noch am Stock, aber will auf jeden Fall wieder arbeiten. Doch Dean muss ihn zuerst evaluieren. Crockett wird von Avery, der Tochter von Pamela Blake, zu einem Date aufgefordert. Er zögert und merkt, dass in der Transplantationschirurgie harte Sitten herrschen. Ein schwer verletzter Vater wird mit seinem Sohn nach einem Unfall eingeliefert. Stevie und Dylan müssen dem Jungen erklären, dass sein Vater möglicherweise querschnittgelähmt sein wird. Sharon Goodwin will nach dem Todesfall den Einsatz des Vas-COM-Überwachungsgerät im Med verbieten. Der Schwiegervater von Dr. Cooper, der im Vorstand des Spitals ist, überstimmt sie jedoch. Dr. Charles macht sich Sorgen um Vanessa.
17:45
Wer hat als Kind nicht davon geträumt, einen Bauernhof mit vielen Tieren zu haben? Ein Traum, der kaum zu erfüllen ist, wenn die Familie kein landwirtschaftliches Anwesen besitzt. Michelle Moschella hat dies jedoch durch Hartnäckigkeit und Wagemut erreicht.
18:15
Livia Peng, Bea Caduff, Sofia Schmed und Ursina Kerlin-Capeder haben eine gemeinsame Leidenschaft: Fussball. Livia Peng ist mit 23 Jahren die Nummer 1 im Tor von Werder Bremen in der 1. Bundesliga. Sie erreichten das DFB-Pokalfinale, und das Magazin «Kicker» wählte Livia Peng in die Mannschaft des Jahres. Ursina Kerlin-Capeder war die erste rätoromanische Fussballspielerin in der Schweizer Nationalmannschaft und spielte als Halbprofi in Amerika. Der Fussball half ihr, sich zu öffnen und ihre Ängste zu bekämpfen. Sofia Schmed steht am Anfang ihrer Karriere. Ihr Traum: in die Super League und die Nationalmannschaft zu kommen. Ihre Einstellung: «Wenn man es wirklich will, schafft man alles!» Bea Caduff ist Trainerin des Teams Surselva Frauen. Für sie bedeutet Fussball Gemeinschaft und Freude. Gerade ist das Team in die 3. Liga aufgestiegen.
18:45
21:15
Aktionen, Reaktionen, Emotionen - der «Sportflash» bringt das Sportgeschehen aus aller Welt in wenigen Minuten auf den Punkt. Immer mit den wichtigsten News und den besten Bildern des Tages.
21:25
Am Hauptbahnhof Edinburgh beginnt eine Zugreise in ein Land voller Farben und Gegensätze. Vorbei am weltberühmten Edinburgh Castle geht es nach Norden, über die imposante, knallrote Forth Bridge, 50 Meter hoch über dem blau schimmernden Meeresarm Firth of Forth. Der erste Teil dieser Reise mit dem Zug durch Schottland beginnt in der bunten, brodelnden Hauptstadt Edinburgh. Durch die sanften Hügelketten der schottischen Midlands geht es bis an die wilde, malerische Ostküste rund um Aberdeen. Entlang der Strecke warten Begegnungen mit den ganz eigenen, kantigen Bewohnerinnen und Bewohnern dieser Gegend. Mit Menschen wie dem einzigen schottischen Schwertschlucker Steven Archibald, der beim weltgrößten Straßenkünstler-Festival Fringe in Edinburgh versucht, das Geld für einen Urlaub mit seinem Sohn zu verdienen. Früher war Steven Fabrikarbeiter, heute riskiert er Tag für Tag sein Leben, wenn er sich eine 30 Zentimeter lange Stahlklinge tief in den Rachen schiebt. Nur einen Steinwurf entfernt von der berühmten Royal Mile Edinburghs oben auf dem Burghügel hat Howard Nicholsby seinen Laden. Howard ist dort bekannt wie ein bunter Hund. Er haucht dem schottischen Nationalsymbol, Kilts, neues Leben ein. Er schneidert nicht die typisch karierten Billigröcke, mit denen Touristen sich verkleiden, sondern außergewöhnliche Modelle. In seiner Kollektion finden sich Kilts aus Materialien wie Baumwolle, Hanf, Plastik und Jeans. Ungewöhnlich, modern und sehr erfolgreich. Rockstars wie Lenny Kravitz, Robbie Williams und Schaupieler Vin Diesel tragen seine Stücke. "Ich selber habe seit 17 Jahren keine Hose mehr angezogen", sagt er. Howard fährt mit dem Zug Richtung Norden zu seinem Vater Geoffrey. In dessen Kiltwerkstatt hat er das Handwerk damals erlernt. Doch nicht nur die Faszination für Schottenröcke haben sie gemeinsam, es gibt ein noch viel größeres Projekt: Vor 30 Jahren hat die Familie eine Schlossruine gekauft. "Das Schloss wieder aufzubauen, ist so ein bisschen auch mein Traum geworden." Es dürfte, vorsichtig geschätzt, noch ein paar Jahre dauern. Wer im Zug aus dem Fenster schaut, sieht nicht nur malerische Buchten und dramatisch anmutende Landschaften, sondern immer wieder auch Golfplätze. Über 550 gibt es davon im Land, Schottland ist die Geburtsstätte des Golfs. Hier trainiert die 20-jährige Ellie Docherty, um den sehr männlich dominierten Nationalsport aufzumischen. Sie will Profisportlerin werden. Die Leidenschaft dafür hat sie von ihrem Großvater geerbt. Er war selbst Profi und ist seit über 70 Jahren auf den schottischen Greens zu Hause. Heute ist er Ellies größter Fan. Weiter im Osten, am äußersten Ende des Firth of Forth, liegt das beschauliche Örtchen St. Monans, ein kleines Fischerdorf mit einem hinreißend schönen Leuchtturm. Hier residiert die dienstälteste Küstenwache Schottlands. Und es dürfte die einzige sein, die kein eigenes Rettungsboot hat. Doch Küstenwächterin Anne, agil, Mitte 70 und so ruhig und gleichmütig, wie nur jemand sein kann, der mit allen Küstenwassern gewaschen ist, schiebt das Problem schmunzelnd beiseite. "Wenn jemand in Seenot gerät, rufen wir die Küstenwache in Aberdeen an. Und die schicken dann ein Rettungsschiff." Mit einer Tasse Tee setzt sie sich vor den Leuchtturm und genießt die Aussicht über die felsige, raue Küste. Auf dem Bahnhof in Perth wartet Calum Richardson auf seinen Zug nach Hause an die Ostküste. Calums kleiner, aber legendärer Fish-and-Chips-Laden The Bay in Stonehaven gilt als bester in ganz Großbritannien. Das will was heißen, denn Fish and Chips ist britisches Nationalgericht. Entsprechend ist die Menschenschlange vor seinem winzigen Laden manchmal über 100 Meter lang. Seinen Fisch bekommt Calum von der Familiendynastie Couper aus Aberdeen. Dort wird mittlerweile in dritter Generation Fisch filetiert, von Hand wohlgemerkt.
22:20
Die Strategie der grünen Geldanlage: Unternehmen, die ökologisch wirtschaften, werden belohnt. Doch wer das Klima schädigt, dem wird der Geldhahn zugedreht. So wird das einst nachgeordnete Thema Umwelt immer mehr zur harten Währung. Antonis Schwarz ist 30 Jahre alt. Sein Motto: Cash gegen den Klimawandel. Für viele vermögende Millennials wie ihn ist Klimaschutz die wichtigste Variable in Geldanlage-Fragen. Sie investieren ganz gezielt in Unternehmen und Projekte, die die Umwelt schützen. Vermögende Menschen haben seiner Meinung nach eine besondere Verantwortung. In der Branche gilt inzwischen: Was bringt einem das ganze Geld, wenn es irgendwann wertlos ist, weil man auf einem Planeten lebt, der total im Chaos versinkt? Institutionelle Investoren haben noch mehr Geld zur Verfügung als vermögende Privatleute. Auch bei ihnen setzt langsam ein Umdenken ein - und zwar nicht aus reiner Wohltätigkeit. Denn der Klimawandel und die daraus folgenden Extremwetter sowie Umweltschäden gefährden ihr Geschäft: Die Angst vor milliardenschweren Abschreibungen geht um.
22:50
23:00
Die besten Fussballer und Teams Europas im Fokus - mit dem Komplettservice zur Königsklasse. Im Programm sind alle Spiele und alle Tore des Tages. Reaktionen aus den Fussballstadien und vertiefende Analysen ergänzen die Matchberichte. Ein besonderes Augenmerk gilt den Schweizer Vertretern.
23:25
Aktionen, Reaktionen, Emotionen - der «Sportflash» bringt das Sportgeschehen aus aller Welt in wenigen Minuten auf den Punkt. Immer mit den wichtigsten News und den besten Bildern des Tages.
23:35
In Mexico City sind weniger als 45 Krankenwagen im Einsatz für eine Bevölkerung von 9 Millionen Menschen. Ein loses Netz privater Ambulanzen hat einen Grossteil der Notversorgung in der Stadt übernommen. Die Familie Ochoa ist Teil dieses improvisierten Dienstes und transportiert pro Jahr hunderte von Patienten. Über Polizeifunk informiert, liefern die Ochoas sich mit den anderen Ambulanzen ein Rennen zu den Unfallorten, nie wissend, ob am Ziel ein Auftrag wartet und ein Patient bezahlen kann. Die Familie lebt selbst am Rand des Abgrunds, und die Schicksale, denen sie jede Nacht begegnet, sind nur wenig dramatischer als ihre eigene prekäre Existenz. SRF zwei zeigt von diesem mitreissenden mexikanisch-amerikanischen Dokumentarfilm die 58-minütige Fassung, die über ein deutsches Voice-over verfügt. Anlässlich des Zurich Film Festival (ZFF) von 2019 wurde «Midnight Family» (Originaltitel) als bester internationaler Dokumentarfilm prämiert. 2024 wurde "Midnight Family" in fiktionalisierter Form als mexikanische Serie verfilmt, die u.a. auf Apple TV zu sehen ist, jedoch nicht die bestechende Qualität dieses Vorgängers hat.