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Aktionen, Reaktionen, Emotionen - der «Sportflash» bringt das Sportgeschehen aus aller Welt in wenigen Minuten auf den Punkt. Immer mit den wichtigsten News und den besten Bildern des Tages.
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Nick Dunne (Ben Affleck) verbringt den Morgen des 5. Juli in der Bar seiner Schwester Margo (Carrie Coon) vor einem Glas Schnaps. Er ist seit fünf Jahren mit seiner Frau Amy (Rosamund Pike) verheiratet. Die knisternde Liebe der ersten Tage hat sich längst verflüchtigt und in passive Aggression verwandelt. Amy veranstaltet zu jedem ihrer Hochzeitstage eine Schatzsuche, und Nick muss dabei einer Reihe von Hinweisen zu seinem Geschenk folgen. Er hasst diese Spielchen. Als er wieder nach Hause kommt, fehlt von Amy jede Spur. In ihrem Wohnzimmer findet Nick Glasscherben - womöglich Spuren eines Kampfes? Er alarmiert die Polizei, die das Haus unter die Lupe nimmt. Die Ermittlerin Rhonda Boney (Kim Dickens) findet Blutspuren und nimmt DNA-Proben von Nick. Im Interview kann Nick viele Fragen zu Amys Leben nicht beantworten; er weiss nicht einmal, was sie tagsüber normalerweise macht oder welche Blutgruppe sie hat. Nick taumelt auf dem Polizeirevier von einem Fettnäpfchen ins nächste und zieht bald schon den Verdacht der Ermittlerin auf sich. Als Amys Eltern auftauchen und aus ihrem Verschwinden ein öffentliches Medienspektakel machen, wird die Lage für Nick immer vertrackter. David Fincher gilt nicht ohne Grund als einer der besten Regisseure der Gegenwart. Seine klare Bildsprache, sein visueller Erzählstil und sein berühmt-berüchtigter Perfektionismus haben ihm den Ruf als «Wunderkind» des Films eingebracht. Ob Fincher die Gräueltaten eines religiösen Serienmörders in «Seven» erzählt, die Männlichkeit in der Konsumgesellschaft in «Fight Club» verhandelt oder den Aufstieg von Mark Zuckerberg in «The Social Network» kritisch beleuchtet: Er kann jeder Geschichte seinen eigenen Stempel aufdrücken und das Publikum mit Twists überraschen. Dies gilt für «Gone Girl» genauso. Finchers kühle Bildsprache unterstreicht das ebenso unterkühlte Schauspiel Ben Afflecks und lässt das Publikum ständig im Ungewissen, ob Nick Dunne tatsächlich der Mörder seiner Frau sein könnte. Der Film basiert auf dem Bestseller von Gillian Flynn, die für Fincher auch das Drehbuch ausarbeitete. Ohne zu viel über die Handlung zu verraten, lässt sich sagen, dass sich diese Zusammenarbeit lohnt und die Zuschauerinnen und Zuschauer sich auf eine erzählerische Achterbahnfahrt begeben dürfen.
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Das Magazin bietet den Komplettservice zur höchsten Schweizer Fussballliga mit den Matchberichten zur aktuellen Runde. Dazu: ausgewählte Highlights aus der Women's Super League, der Challenge League und von Schweizer Akteuren in ausländischen Ligen.
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Palästina 1948. Am Rande eines staubigen Dorfes. Ein Dorfbewohner streitet sich mit einem bewaffneten Soldaten. Als der Streit eskaliert, kommen weitere Soldaten hinzu und gehen grob mit ihm um. Ein Junge kommt hinzu und wirft einen Stein. Die Soldaten zerren den Jungen auf die Ladefläche eines Lieferwagens. Schnitt auf einen Fussballplatz in Berlin-Wedding in den 2010er-Jahren. Soheil (Doguhan Kabadayi) schaut zu, wie andere Jungen spielen. Er ist neu in der Gegend. Woher kommt er, wird er gefragt? Aus Göttingen. Nein, woher kommt er wirklich? Aus dem Iran. Ach komm, spiel mit uns - wir sind hier alle Brüder: Kurden, Türken, Palästinenser… Dass das in «Ein Nasser Hund» gezeigte Wedding vor allem von Menschen «mit Migrationshintergrund» bewohnt wird, ist von Bedeutung, denn so kommt es, dass Soheil und seine neuen Freunde sich von der Mehrheitsgesellschaft abkapseln, um mit potenziellen weissen Rassisten nicht in Berührung zu kommen. Man lebt in einem Ghetto. Wedding ist ein Stadtteil mit vielen Kulturen, vereint in ihrer relativen Armut. Soheil wird im Supermarkt von ein paar anderen Muslimen angesprochen, die den Davidstern um seinen Hals sehen - ein Geschenk seiner Grossmutter. Als er zugibt, dass er tatsächlich Jude ist, drohen sie ihm, ihn umzubringen, sollten sie ihn noch einmal in Wedding sehen. Von da an verbirgt er seine religiöse Identität vor dem Rest der Clique. Da ihn seine neuen Kollegen für einen Muslim halten, ist er bald fester Bestandteil der Gruppe und macht mit, was Jugendgangs so zusammen machen: Mädchen im Schwimmbad anstarren, Graffiti sprühen, gegen rivalisierende Banden kämpfen und anschliessend von der Polizei schikaniert werden. Soheil beweist sich zweimal - einmal, indem er einen aus einer Kreuzberger Bande absticht, und weiteres Mal, indem er die Rückseite eines Polizeiautos besprüht. Dann finden die anderen aber heraus, dass er tatsächlich Jude ist, und alle - oder fast alle - künden ihm die Freundschaft.