05:55
Das Bündner Ländlerkapellentreffen ist eine Erfolgsgeschichte und fester Bestandteil der Volksmusik des Kantons Graubünden. Diesen Januar feiert der Traditionsanlass sein 60-Jahr-Jubiläum. Aus diesem Grund haben sich im Forum Ried in Landquart beliebte Ländlerkapellen aus Graubünden und anderen Regionen der Schweiz getroffen und an zwei Abenden aufgespielt. Neben viel Musik aus dem Bündnerland gibt es auch Formationen im Berner- und Innerschwyzerstil und natürlich auch Jodelgesang. Im ausverkauften Forum im Ried Landquart wird zugehört, getanzt und gefeiert bis in die frühen Morgenstunden. Die Sendung «Potzmusig» zeigt die schönsten Momente vom 60-jährigen Jubiläum des Bündner Ländlerkapellentreffens 2026.
06:30
07:30
08:50
Vor wechselnden, comicähnlichen Studiohintergründen präsentieren junge Moderatoren Themen aus unterschiedlichsten Bereichen, die ihre Generation bewegen. Auf Talk wird dabei bewusst verzichtet.
09:30
In der Schweiz leben mehr als 150'000 Menschen mit Demenz, und die Zahl steigt kontinuierlich. Wenn Sprache und Orientierung schwinden, bietet Musik oft einen der letzten Zugänge zur Erinnerung und zum Erleben. Der «Weisch no»-Chor nutzt dieses Potenzial, indem er Menschen durch gemeinsames Singen motiviert, Stress reduziert und das Selbstwertgefühl stärkt. Er ist ein beeindruckendes Beispiel dafür, wie man Demenz und Alzheimer ein Stück weit den Schrecken nehmen kann. Neuer Wirkstoff, neue Hoffnung? Ein neu entwickelter Antikörper-Wirkstoff lässt die Hoffnung auf eine bessere Behandlung von Alzheimer-Patienten wachsen. Ein erstes Medikament mit diesem Wirkstoff ist in den USA und der EU auf den Markt gekommen. Es soll den Krankheitsverlauf verlangsamen. Nach einem zunächst positiven Start zeigen sich jedoch erste Zweifel. Ein Experte ordnet ein. Was lässt sich alles im Urin erkennen? Ob hell oder dunkel, klar oder trüb: Urin gibt Aufschluss über unsere Gesundheit und kann auf verschiedene Krankheiten hinweisen. Doch die Laboranalyse hat noch viel mehr zu bieten - vom Schwangerschaftstest bis hin zum Nachweis von Drogen. Ein Besuch bei den Spezialistinnen und Spezialisten gibt Einblick in die vielfältigen Möglichkeiten der Analyse.
10:00
Persönliche Hoffnungen und Zukunftswünsche prägen das Leben der Menschen seit jeher. Das von der Universität St. Gallen publizierte «Hoffnungsbarometer» zeigt jährlich, welche Erwartungen und Sehnsüchte die Menschen in der Schweiz beschäftigen. Auch heute bleibt der Bedarf an Hoffnung ungebrochen. In seiner Predigt nimmt Pastor Daniel Weber dieses Thema auf und beleuchtet die christliche Perspektive darauf. Ausgangspunkt ist ein Vers aus dem Römerbrief (15,13), in dem Paulus Gott als Quelle der Hoffnung beschreibt und den Gläubigen Freude, Frieden und eine wachsende Zuversicht zuspricht. Musikalisch gestaltet das Worship-Team von «GvC Music» den Gottesdienst mit modernen Lobpreisliedern. Zudem entsteht während der Feier ein Live Gemälde des bildenden Künstlers Marcel Spiess. Die Freikirche GvC («Gemeinde von Christen») ist Teil der 1960 entstandenen GvC Bewegung. Heute umfasst sie drei Standorte im Kanton Zürich mit insgesamt rund 1200 Gottesdienstbesuchenden. Die Bewegung ist Mitglied des Dachverbands Freikirchen.ch sowie der Schweizerischen Evangelischen Allianz SEA. SRF lädt alle Zuschauerinnen und Zuschauer ein, diesen freikirchlichen Gottesdienst zu Hause mitzuerleben.
10:50
In der zehnminütigen Sendung sprechen Pastor Daniel Weber und Künstler Marcel Spiess darüber, welche Hoffnungen Menschen heute bewegen und wie sich diese in Glauben, Alltag und Kreativität widerspiegeln. Weber ordnet das Thema theologisch ein, während Spiess Einblicke in das entstandene Live Gemälde gibt und erzählt, was ihn persönlich trägt.
11:00
Ihre Bücher sind in über 30 Sprachen übersetzt, ihre Stücke werden weltweit gespielt. Für ihr Werk wurde Sibylle Berg - oft als weibliche Antwort auf Michel Houellebecq bezeichnet - vielfach ausgezeichnet: unter anderem mit dem Schweizer Buchpreis, dem Bertolt-Brecht-Preis und dem Grand Prix Literatur. Als Mitglied des EU-Parlaments für «Die Partei» mischt sie neuerdings auch den politischen Betrieb auf - und zögert nicht mit Kritik: zu viel Bürokratie, zu wenig Gestaltungsraum, zu viel Besitzstandswahrung, zu wenig Aufbruch und Mut. «Frau Berg», wie sich die Künstlerin nennt, will den Kapitalismus abschaffen und der Überwachung den Kampf ansagen. Dabei agiert sie nicht nett, nicht mild, nicht versöhnlich - sondern klug, wütend und unterhaltsam. Barbara Bleisch fragt nach, wie ernst es der Künstlerin ist mit ihren Vorstössen, Ratschlägen und Interventionen und ob uns eher die Kunst oder die Politik zu retten vermögen.
12:00
Auch Alexis Hernandez war einst ein Auswanderer. 15 Jahre wirkte er als Salsa-Tanzlehrer in Zürich, wo er seine heutige Frau Christa Akert kennenlernte. Als Familie kehrten sie auf die Insel zurück. Sie betreiben ein Kulturzentrum in Havanna und unterrichten die Tänze der ehemaligen Sklavinnen und Sklaven. Kuba galt einst als Sehnsuchtsort, unterdessen ist die Situation prekär. Wer kann, der geht, auch Touristen kommen nur noch wenige. Wie Christa und Alexis Hernandez mit Rumba gegen die Resignation ankämpfen, zeigt der Film von Ruedi Leuthold und Beat Bieri.
13:05
«No Kings» verlangen immer mehr Menschen mit Blick auf den amerikanischen Präsidenten. Donald Trump dominiert die Welt nach seinem Gutdünken. Sei es der Griff nach Grönland oder seine irrationale Zollpolitik, ein Machtinstrument zur Durchsetzung seiner Ziele. Die Einsätze der ICE-Behörde scheinen aus dem Ruder zu laufen und ein neuer Friedensrat steht unter seiner weitgehenden Kontrolle. Donald Trump scheint die regelbasierte Ordnung nicht zu interessieren, er richte sich nur nach seiner eigenen Moral, sagt er. In einem Jahr Amtszeit hat er alles auf den Kopf gestellt. Trump hat den venezolanischen Diktator Maduro entführt und verhaftet, die iranischen Atomanlagen bombardiert und erreicht, dass alle israelischen Geiseln freikamen. Was heisst das alles für die Schweiz? Sind wir den Launen des Präsidenten ausgeliefert? Oder könnte es auch eine Chance sein, dass Trump Europa herausfordert und seine Schwächen schonungslos offenlegt? Reto Brennwald diskutiert es mit seinen Gästen: - Tiana Angelina Moser, Ständerätin ZH/GLP; - Mark Dittli, Publizist und Geschäftsführer The Market NZZ; und - Markus Somm, Chefredaktor «Nebelspalter», Kolumnist «Sonntags-Zeitung».
13:55
Das Berner Oberland ist eine Region der Superlative und zieht mit seiner Alpenkulisse Menschen aus aller Welt an. Die Bevölkerung steht vor der Herausforderung, die farbenfrohen Kulturlandschaften zu pflegen, die Biodiversität zu erhalten und traditionelle Alpwirtschaft mit Naturschutz zu vereinen.
14:20
Alles deutet darauf hin, dass die Tragödie hätte verhindert werden können. Die anfängliche Fassungslosigkeit wich schnell der Wut. Dieser Film begleitet Familien, die sich in grosser Ungewissheit über das Überleben ihrer Kinder befanden. Einige müssen nun ihr ganzes Leben neu organisieren, um die Behandlung ihres Kindes in einem weit von ihrem Wohnort entfernten Spital so gut wie möglich zu begleiten. Während der Rechtsstreit gerade erst begonnen hat, sind die psychologischen Auswirkungen bereits immens. Erstausstrahlung: 29.01.2026 (RTS)
15:20
Ans Helikopter fliegen gewöhnt sich Kater Findus nicht, laut miauend protestiert er während dem ganzen Flug auf die Etzlihütte. Die liegt auf über 2000 Meter über Meer. Rita und Res Streiff zelebrieren das Zusammenleben und Arbeiten mit regelmässigem Anstossen auf der Terrasse vor der SAC-Hütte. Fast wäre ihre Beziehung zerbrochen. Rita hatte vor ein paar Jahren eine grosse Krise. Hoch über dem Fieschergletscher in den Schweizer Bergen thront auf über 3000 Meter über Meer die Finsteraarhornhütte. Die erreichen nur geübte Alpinistinnen und Alpinisten. Vreni und Hans Winterberger führen hier seit 16 Jahren das Zepter. Die Hütte ist einfach zu handhaben - wenn nur das Problem mit dem Wasser nicht wäre. Die Leitungen sind gefroren. Wann die Gäste wohl wieder Wasser zur Verfügung haben? Lea Leuenberger fühlt sich wie in einer Datingshow. Sie musste für die Wintersaison auf der Skihütte Feldis in den Bündner Bergen ein komplett neues Team zusammenstellen. Die Köchin sieht sie das erste Mal beim Einzug in die Hütte, die Mitarbeitenden haben sich auch noch nie getroffen. Am ersten Morgen gestehen sie sich gegenseitig ihre Schwächen.
16:10
Andri Franziscus (RTR) und Katharina Balzer (RSO) empfangen die frühere Bündner Regierungsrätin Barbara Janom Steiner, die von 2008 bis 2018 in der Kantonsregierung wirkte. Sie spricht über ihren Weg in Politik und Verwaltung, ihre Rolle im Bankrat der Schweizerischen Nationalbank, dem sie seit 2019 vorsteht - und darüber, ob sie sich je als Bundesrätin gesehen hätte. Mit ihrer gewohnt direkten Art erklärt sie auch, weshalb nach dem Regierungsamt gilt: «Auf ehemalige Regierungsräte wartet niemand.» Ein kurzes, pointiertes Gespräch - nahbar, klar und überraschend persönlich.
17:10
«Minisguard» besucht das Gefängnis Cazis Tignez und zeigt, wie streng geregelt der Alltag hinter Gittern ist. Der Sicherheitsverantwortliche Martin Muoth und der Leiter der Abteilung Wohnen, Isidor Derungs, öffnen uns die Türen. Auch Paul, ein Gefangener, erzählt wie es ist, im Gefängnis zu sein.
17:25
Seit 1960 war eine grosse Sammlung mit alten Fotografien aus Graubünden im Keller des Museums für Kommunikation in Bern vergessen. Nun kehrt dieser Schatz nach Hause in die Fotostiftung Graubünden in Chur zurück: 50'000 historische Fotografien von der ehemaligen Druckerei Engadin Press in Samedan. Es handelt sich dabei vor allem um Fotografien aus dem Engadin um 1900. Sie geben neue Blicke in die Vergangenheit: Blicke hinter die Kulissen des aufkommenden, glamourösen Tourismus.
18:00
Vorabendausgabe
18:05
Rund um die Jahreszeiten werden die Zuschauer in der Sendung mit den relevantesten Informationen über Wetterwarnungen und Trends versorgt.
18:15
Bea, Botschafterin in einem südamerikanischen Land, steht vor einem diplomatischen Triumph: Ein historisches Abkommen soll unterzeichnet werden. Doch als sie erfährt, dass ausgerechnet ihr Ex, der Bundesrat, persönlich anreist, ist sie entsetzt. Bea will ihn fernhalten - koste es, was es wolle. Und sie hat Mittel, die nicht im Protokoll stehen. Mitten in diesem Trubel taucht der neue Vizebotschafter Adrien auf. Jung, ehrgeizig, bestens vernetzt - und für Bea ein potenzieller Spion. Für Adi macht die Botschaft keine gute Falle: Vizekonsul Konsti fällt durch schlampiges Tenu und Mimosas zum Frühstück auf. Der Schalterbeamte Arturo textet jeden gnadenlos zu. Lupe, Beas Sekretärin ist als ehemalige Guerillera bei Problemen sofort bereit, eine Revolution anzuzetteln. Nur Lise, die Botschafterin von Liechtenstein, überzeugt Adi durch ein aufgeräumtes Büro und eine erstklassige Kaffeemaschine. Echter Widerstand erwächst Adi in der Person von Marisol. Die ehrgeizige und fähige Kultur-Attachée hat sich Hoffnung auf den Vizeposten gemacht. Jetzt hat sie Bea nicht nur übergangen, sondern der steife Neuling will Marisol nun auch noch das Büro streitig machen. Um den Bundesratsbesuch und Adis Spitzeltätigkeit zu torpedieren, hackt sich Bea mithilfe von Lupe in den Account ihres fiesen Ex. Doch die Cyberabwehr kommt Bea auf die Schliche. Jetzt droht die Katastrophe.
18:45
Zahlreiche Legenden ranken sich um die Linde und machen sie zum Inhalt vieler Lieder. Die Menschen holten die Linden aus den Wäldern in die Städte, wo sie als Einzelbäume hervorragend wachsen konnten. Durch ihren schönen Wuchs und den wunderbaren Duft verbreiten sie ein Gefühl von Geborgenheit. Dank ihrer beruhigenden Ausstrahlung gilt die Linde als weise Ratgeberin und steht als ein Symbol für Gerechtigkeit, Frieden und Gemeinschaft. Nicht zufällig stehen heute in so manchen Gemeinden Tanz-, Gerichts-, Gedenk- oder Liebeslinden.
19:10
Einmal pro Woche holen in der Gemeinde Founex im Kanton Waadt Jugendliche mit einem Pferdefuhrwerk Sperrmüll bei den Bewohnenden ab. Das Projekt der Genossenschaft «Démarche» hilft den jungen Menschen bei der beruflichen Wiedereingliederung. Ein Bericht von Valérie Perriraz.
19:25
19:30
Hauptausgabe
19:55
Abendausgabe
20:05
Ein Dorf an der französischen Grenze erstarrt in altem Hass. Als der Unternehmer Emil Feidt ermordet aufgefunden wird, führt die Spur das Saarbrücker Ermittlungsteam nach Hohenweiler, den Heimatort von Hauptkommissarin Esther Baumann (Brigitte Urhausen), den sie vor Jahrzehnten hinter sich gelassen hat. Schnell wird klar: Der Mord an Emil Feidt könnte mit dem ungeklärten Tod seiner Tochter Becky zusammenhängen, die vor fünf Jahren im Fluss ertrank. War es damals wirklich ein Unfall - oder hat Claire Louis (Carolin Wege), Beckys einstige beste Freundin, sie getötet? Während sich die Gewaltspirale im Dorf unaufhaltsam dreht und die Ermittler immer tiefer in ein Netz aus Schuld, Rache und unterdrückten Wahrheiten geraten, stellt sich eine letzte Frage: Ist das Böse wirklich in einem Einzelnen zu finden - oder hat es längst Besitz von ganz Hohenweiler ergriffen?
21:40
Kaum macht man mal ein paar Wochen Urlaub, steht die Welt Kopf: Trump holt sich den Fifa-Friedenspreis, Maduro und das WEF. Höchste Zeit für Stefan Büsser, die Wochen-News wieder genüsslich Revue passieren zu lassen. Diesen Sonntag heisst es nicht nur «Make Bunker Great Again», sondern es wird der Frage nachgegangen, welche Schweizer wohl bald noch in den Epstein-Files auftauchen. Für leisen Humor sorgt das preisgekrönte Duo «Ohne Rolf». Im Talk empfängt Stefan Büsser Nationalrätin und SP-Urgestein Jacqueline Badran.
22:25
Spätausgabe
22:35
Spätausgabe
22:40
Reto Nydegger hat einen beeindruckenden beruflichen Weg zurückgelegt. KV-Lehre, Skilehrerausbildung, eigene Windsurfschule und schliesslich eine Trainerlaufbahn, die ihn vom Berner Oberland zu Swiss-Ski, nach Norwegen und 2019 als Speed-Cheftrainer wieder zurück in die Schweiz gebracht hat. Loyalität, Fairness und Zusammenhalt prägen heute Swiss-Ski massgeblich, nicht zuletzt dank Nydeggers Einfluss. Wo früher oft Neid und Missgunst die Stimmung trübte, etablierte Reto Nydegger einen Teamgeist, wie ihn einst die Norweger um Jansrud, Svindal und Kilde auszeichnete: Das Team ist der Star. Der Dokfilm gewährt exklusive Einblicke in die Saison- und Rennvorbereitung des Schweizer Speed-Teams rund um Odermatt, Rogentin, von Allmen und Co. Wo im erfolgsorientierten Umfeld schnelle Auffassungsgabe, Taktik und Analyse genauso gefragt sind wie psychologische Fähigkeiten, Stressresistenz und eine hohe Sozialkompetenz, liefern Trainerpersönlichkeiten wie Reto Nydegger das Fundament für einen erfolgreichen Teamspirit. Erstausstrahlung: 08.02.2026
23:45
Seit dem 3. Februar 2023 ist vieles in Philipp Kutters Leben kompliziert geworden, selbst die Frage, wie es ihm geht. «Wenn ich mein Leben mit jenem vor meinem Unfall vergleiche, dann geht es mir nicht so gut», erzählt der 49-Jährige. Beim ersten Besuch des Kamerateams, sieben Wochen nach dem Unfall, hoffte er noch, wieder aufstehen zu können. Dieser Traum ging auch nach Hunderten von Therapie-Stunden nicht in Erfüllung. Beruflich lief es besser. Aus der Klinik heraus wurde Philipp Kutter wieder in den Nationalrat gewählt. Ein Jahr lang begleitete Filmemacher Daniel Stadelmann Philipp Kutter und seine Familie und zeigt auf einfühlsame Weise, was Ehefrau Anja Kutter am Ende des Filmes feststellt: «Es war das schwierigste Jahr unseres Lebens, wir wissen eigentlich gar nicht, wie wir das geschafft haben.»
00:40
Vietnam im Jahr 1971. Der Traum vom US-amerikanischen Sieg über den Vietcong ist ausgeträumt, die Dschungelkämpfe neigen sich dem Ende zu. Die Vietnamesen marschieren nach Saigon. Dort hat John Converse (Michael Moriarty) als US-Kriegskorrespondent gearbeitet. Jetzt will er mehr als nur schlechte Erinnerungen nach Hause bringen. Er organisiert drei Kilo Heroin. John Converse gewinnt für den schmutzigen Handel Ray Hicks (Nick Nolte), einen Kumpel der Marine. Hicks schmuggelt das Heroin nach Oakland, um es Johns Frau Marge (Tuesday Weld) abzuliefern. Der korrupte Drogenfahnder Antheil (Anthony Zerbe) wittert den grossen Coup und schickt seine Schergen Danskin (Richard Masur) und Smitty (Ray Sharkey) los, um das Rauschgift zu stehlen. Hicks kann die beiden überwältigen und flüchtet mit Marge. Doch fortan ist keinem mehr zu trauen. Jeder ist hinter dem weissen Gold her. Auch Danskin und Smitty lassen sich nicht abschütteln. Es gelingt ihnen, John Converse als Geisel zu nehmen. In der Wüste von New Mexico kommt es zur Auseinandersetzung. 1977 - ein Jahr vor Ciminos «The Deer Hunter» und zwei Jahre vor Coppolas «Apocalypse Now» - hat Karel Reisz mit «Dreckige Hunde» («Dog Soldiers/Who'll Stop the Rain») einen Antikriegsfilm mit doppeltem Boden gedreht. Er richtet sich gegen den Vietnamkrieg, zeigt aber auch, wie der Drogenhandel kriegsähnliche Ausmasse annimmt. «Vietnam, das ist die Hölle!» lautet die Botschaft, und «Vietnam ist überall!». Dem Film liegt ein Roman von Robert Stone zugrunde. Der 2002 verstorbene Tscheche Karel Reisz («The French Lieutenant's Woman») hat daraus ein spannendes, aktionsreiches Psychodrama gemacht. Es handelt vom Krieg, nicht zuletzt aber auch von Kriegsgewinnlern, die sogar am schmutzigsten aller Kriege verdienen. Nick Nolte, Tuesday Weld und Michael Moriarty sind das exzellente Hauptdarstellertrio.
02:40
Ihre Bücher sind in über 30 Sprachen übersetzt, ihre Stücke werden weltweit gespielt. Für ihr Werk wurde Sibylle Berg - oft als weibliche Antwort auf Michel Houellebecq bezeichnet - vielfach ausgezeichnet: unter anderem mit dem Schweizer Buchpreis, dem Bertolt-Brecht-Preis und dem Grand Prix Literatur. Als Mitglied des EU-Parlaments für «Die Partei» mischt sie neuerdings auch den politischen Betrieb auf - und zögert nicht mit Kritik: zu viel Bürokratie, zu wenig Gestaltungsraum, zu viel Besitzstandswahrung, zu wenig Aufbruch und Mut. «Frau Berg», wie sich die Künstlerin nennt, will den Kapitalismus abschaffen und der Überwachung den Kampf ansagen. Dabei agiert sie nicht nett, nicht mild, nicht versöhnlich - sondern klug, wütend und unterhaltsam. Barbara Bleisch fragt nach, wie ernst es der Künstlerin ist mit ihren Vorstössen, Ratschlägen und Interventionen und ob uns eher die Kunst oder die Politik zu retten vermögen.
03:40
«Es war eines der spannendsten Jahre meines Lebens», sagt Thomas Neyerlin über seine Auswanderung. Auch seine Partnerin Sibylle Luisi ist glücklich. Nur die Arbeit auf dem Campingplatz geht nie aus. In einem Ferienstudio ist die Dusche undicht, und das Entsorgen von Gerümpel in der alten Scheune will kein Ende nehmen. In Colorado können Mirjam und Marc Dunkel aufatmen: Ihr erster grosser Event, eine Hochzeit, war ein voller Erfolg. Mit einiger Verspätung rollt ihr Tiny Home endlich auf die Ranch. Ein weiterer Meilenstein ist geschafft. Bei Familie Burkhalter in Costa Rica gibt es Grund zu feiern: Der Bau ihres kleinen Paradieses «El Rincon de la Suiza» ist abgeschlossen. Ein Wohnhaus und zwei Gäste-Bungalows. Ihre Kinder haben sich spielend integriert: Der sechsjährige Nathan kickt bereits in der Fussballmannschaft von Cahuita. Erstausstrahlung: 6.2.2026
04:25
Ans Helikopter fliegen gewöhnt sich Kater Findus nicht, laut miauend protestiert er während dem ganzen Flug auf die Etzlihütte. Die liegt auf über 2000 Meter über Meer. Rita und Res Streiff zelebrieren das Zusammenleben und Arbeiten mit regelmässigem Anstossen auf der Terrasse vor der SAC-Hütte. Fast wäre ihre Beziehung zerbrochen. Rita hatte vor ein paar Jahren eine grosse Krise. Hoch über dem Fieschergletscher in den Schweizer Bergen thront auf über 3000 Meter über Meer die Finsteraarhornhütte. Die erreichen nur geübte Alpinistinnen und Alpinisten. Vreni und Hans Winterberger führen hier seit 16 Jahren das Zepter. Die Hütte ist einfach zu handhaben - wenn nur das Problem mit dem Wasser nicht wäre. Die Leitungen sind gefroren. Wann die Gäste wohl wieder Wasser zur Verfügung haben? Lea Leuenberger fühlt sich wie in einer Datingshow. Sie musste für die Wintersaison auf der Skihütte Feldis in den Bündner Bergen ein komplett neues Team zusammenstellen. Die Köchin sieht sie das erste Mal beim Einzug in die Hütte, die Mitarbeitenden haben sich auch noch nie getroffen. Am ersten Morgen gestehen sie sich gegenseitig ihre Schwächen.