04:00
Das Slow-TV-Format «Schweiz von oben» zeigt auf einzigartige Weise die Schönheit der Schweiz aus einer neuen Perspektive. Diese Episode zeigt eindrückliche Blicke aufs Berner Oberland. Die Zuschauenden fliegen unter anderem über Niesen und Brienzergrat nach Lauterbrunnen BE und Mürren BE. «Schweiz von oben» - eine einzigartige Reise durch die Schweiz.
04:25
Das High sei phänomenal, erzählen Kokain-Konsumenten: eine Explosion von Glückshormonen. Selbstzweifel verschwinden. Man traue sich alles zu, fühle sich wie Superman. Der Stoff ist leicht verfügbar, es wird immer mehr gekokst. «Sucht Schweiz» fordert eine Kurskorrektur in der Drogenpolitik. Die bisherige Strategie sei gescheitert, man müsse über eine Legalisierung nachdenken. Die Bundeskriminalpolizei mahnt indes an, es brauche dringend ein entschiedenes Vorgehen gegen die Droge. Sonst drohten bei uns Zustände wie in Belgien oder Holland, wo Kartelle inzwischen so stark sind, dass sich Regierungsmitglieder, die gegen sie vorgehen wollen, verstecken müssen, um nicht entführt zu werden. Ursprung der Kokain-Flut ist Südamerika, insbesondere Kolumbien. Die aktuelle Regierung hat einen Friedensprozess mit den Drogenhändlern eingeleitet. Die Polizei und das Militär wurden zurückgebunden, um diesen nicht zu gefährden. Dies führte dazu, dass die Produktion in die Höhe schnellte. Erstausstrahlung: 26.03.2026
05:15
Traditionell einmal im Frühjahr heisst es im «Samschtig-Jass»: Heute sind die Kids Trumpf. In diesem Jahr wagen sich die vier Schulkinder Livio aus dem Kanton St. Gallen, Enya aus dem Bernbiet, Ben aus dem Kanton Aargau und Elin aus dem Bündnerland an den berühmtesten Jasstisch der Schweiz und stellen sich im Romantikhotel Bären im emmentalischen Dürrenroth BE der Herausforderung. Wer wird Kinder-Jass-Champion und holt sich den begehrten Pokal? «Fätzige» Musik liefert der bekannte Kinderchor Schwiizergoofe, der vom Ländlertrio Rusch-Büeblä Unterstützung erhält, und im «Samschtig-Jass» den Ohrwurm «De Füüfer und s'Weggli» präsentiert.
05:55
Das mehrfach ausgezeichnete Format beschäftigt sich weltweit mit Themen aus Wissenschaft und Technik. Die Bandbreite der Beiträge reicht von evolutionsgeschichtlicher Forschung bis hin zu Alltagsphänomenen.
06:25
07:30
09:15
Bei einem Besuch auf dem Reiterhof beklagt sich Cosmo bei Hanna, dass seine Pflegemütter Miriam und Rieke sich sehr viel streiten. Weil er befürchtet, dass er zurück ins Heim muss, bietet ihm Hanna zur Ablenkung eine Zigarette an. Dabei verursachen die beiden unbewusst einen Schwelbrand im Pferdestall. Cosmo will die Pferde retten, doch seine vorgeschädigte Lunge wird durch den Rauch stark angegriffen, so dass er mit einer Reizgasvergiftung in die Sachsenklinik eingeliefert werden muss. Hanna macht sich schwere Vorwürfe, vor allem als Cosmo ins künstliche Koma versetzt werden muss. Während Hanna geschockt ist, zwingt die Situation Miriam und Rieke zu schwerwiegenden Entscheidungen. Hagen Bilzer kommt für eine geplante Hüft-OP in die Sachsenklinik. Als Rentner ist er nach dem Tod seiner Frau zu viel allein und hat sich zum mürrischen Eigenbrötler entwickelt. Arzu lässt sich von Hagens Gegrummel nicht abschrecken. Physiotherapeut Darren hat jedoch grosse Probleme, Hagen nach der Operation zu mobilisieren. Geschickt spielt Hagen dabei Arzu und Darren gegeneinander aus, was die beiden zunächst amüsiert, dann aber auf Ideen bringt.
10:00
Lilly Phan und Kris Haas sind nach Feierabend auf dem Weg zu einem Restaurant, als Kris brutal zusammengeschlagen wird. Aufgrund eines anderen Notfalls in Leipzig werden er und Schläger Marlon Fessner in die Sachsenklinik eingeliefert. Während Marlon sich einen Arm gebrochen hat, muss Kris ins künstliche Koma versetzt werden. Ausgerechnet Ilay Demir, der noch geschockt vom Zustand seines Freundes Kris ist, muss Marlon Fessner behandeln. Arzu und Philipp sind mit ihren Verpflichtungen für Familie und Arbeit in der Sachsenklinik stets gestresst. Umso mehr macht es Arzu Spass, spontan mit den Kindern Fussball zu spielen. Nur verstaucht sie sich dabei den Knöchel und lässt sich vom Physiotherapeuten Darren Macneil behandeln. Dabei erfährt sie, dass Darren ehrenamtlich eine Kinderfussballmannschaft trainiert, und meldet Oskar gleich an. Während Arzu die Begegnung kollegial-freundschaftlich sieht, scheint Darren mehr als nur freundschaftliches Interesse an Arzu zu entwickeln. Zur Freude von Verwaltungschefin Sarah Marquardt ist Dr. Kaminski der neue Interimsklinikleiter der Sachsenklinik. Sarah glaubt, mit ihm endlich jemanden gefunden zu haben, der mit ihr an einem Strang zieht. Bald jedoch stellt sie fest, dass sie sich geirrt hat: Kaminski lässt sich von niemandem vor den Karren spannen.
10:45
Die Schweizer Spielzeugbranche vermochte 2025 ihren Gesamtumsatz - ohne Video- und Computerspiele - zu steigern. Wie laufen die Verkäufe unmittelbar vor Ostern 2026? Was für Spielzeuge liegen im Trend? Und was ist überhaupt ein «gutes» Spielzeug? Darüber diskutieren ein Spielwarenhändler, ein Spielzeughersteller und ein Arzt, der zur kindlichen Entwicklung forscht, im kommenden «Eco Talk» mit Moderator Andi Lüscher.
11:25
Es sei für sie die höchste Form von Liebe gewesen, ihre beiden Töchter gehen zu lassen, erzählt Erika Kunz Gyger. Die Zwillinge kamen mit einem unbekannten Gendefekt zur Welt. Ihre schwere Behinderung verlangte umfängliche Pflege. Die Betreuung der Zwillinge sowie der beiden älteren Kinder, der Haushalt, die Arbeit im Büro - Erika Kunz Gyger funktioniert, hat keine Zeit zum Nachdenken. Als die Zwillinge im Teenageralter versterben, wirft dies die energievolle, kämpferische Frau aus der Bahn. Sie ist überfordert mit der Trauer und den neuen Freiheiten. Ein Klinikaufenthalt hilft ihr Schritt für Schritt zu sich selbst zurückzufinden. Sie erinnert sich an den Kern ihres Wesens: widerspenstig, freiheitsliebend und anders als die anderen. Sie nimmt ihr Leben wieder in die Hand und trotzt damit den gängigen gesellschaftlichen Normen. Der Film begleitet Erika Kunz Gyger über mehrere Jahre und lässt auch Familienmitglieder, Freundinnen und Betreuer zu Wort kommen. Entstanden ist das Porträt einer starken Frau, die über die Grenze des Menschenmöglichen hinaus gehen muss und sich das Lachen dennoch nicht nehmen lassen will. Erika Kunz Gyger wirft alle gesellschaftlichen Erwartungen über Bord und erfindet sich nochmals neu. Erstausstrahlung: 19.11.2023
12:20
Das Motto «Öppis Zöpflets» war für die erste Gastgeberin eine Herausforderung. Michèle, 36 Jahre, aus Alten ZH hat sich den Kopf zerbrochen. Die ganzheitliche Gesundheitscoachin präsentiert ihren Gästen einen Poulet-Lauch-Rüebli-Rahmauflauf mit gezöpfeltem Zopfdeckel und Reis.
12:45
12:50
Rund um die Jahreszeiten werden die Zuschauer in der Sendung mit den relevantesten Informationen über Wetterwarnungen und Trends versorgt.
13:00
Anne Forsters erste Liebe ist die Musik, ihre zweite grosse Gärten gestalten. In ihrem «Debussy-Garten» hinter ihrem Reiheneinfamilienhäuschen in Riehen BS kommen beide Leidenschaften zusammen. In ihrem Garten erklärt Anne Forster, in welcher Form man hier der Musik begegnet und wie man auch kleinere Gärten effektvoll gestalten kann. Einen Pflanzenschwerpunkt bilden die Waldreben (Clematis): 66 Sorten wachsen hier. Das kommt nicht von ungefähr, denn ihr Lebenspartner Stefan Tschirky arbeitet in den Merian-Gärten und ist dort für die Clematis-Sammlung zuständig. Viel Raum zum Ausbauen gibt es in Anne Forsters Garten nicht - auf dem Vordach hat sie noch ein Plätzchen gefunden, das sie nun gärtnerisch gestalten möchte.
13:35
Sairah wurde mit drei Jahren von einem Schweizer Ehepaar adoptiert. Nach über 40 Jahren sucht sie in Indien nach ihren leiblichen Eltern. Weder die Behörden noch die Adoptionsagenturen konnten ihr bei der Suche nach ihrer leiblichen Mutter weiterhelfen. Aufgeben ist für Sairah aber keine Option. Sie hofft, bei einem indischen Guru Antworten auf ihre Vergangenheit zu finden. Ando fühlt sich in Armenien wohl und zeigt seiner Freundin voller Stolz die Hauptstadt Jerewan und ihre Umgebung. Er kommt mit Einheimischen in Kontakt, die in ärmlichen Verhältnissen leben, und bewundert ihre Gastfreundschaft. Beim Besuch des Denkmals zum Völkermord an den Armenierinnen und Armeniern wird er von alten Erinnerungen eingeholt. Die 45-jährige Susan reist in ihr Heimatland USA, wo sie die ersten eineinhalb Jahre ihres Lebens verbrachte. Als sich Susans Eltern trennten, zog die Mutter mit ihr in die Schweiz zurück. Zu ihrem Vater hat sie eine Mankobeziehung. Sie sieht die Reise als letzte Möglichkeit, Antworten zu finden und seine Seite der Geschichte zu hören. Weil sie sich ihrem Vater Schritt für Schritt annähern will, möchte sie zuerst alte Weggefährten und Freunde treffen.
14:20
Ando besucht seine armenische Verwandtschaft und ist überwältigt, wie herzlich er aufgenommen wird. Vor allem der Besuch bei seiner Grossmutter geht ihm nahe. Nach 23 Jahren steht Ando vor dem Haus, das er als Siebenjähriger verlassen musste. Wird er es wiedererkennen? Und wie viele Erinnerungen stecken in dem Haus? Susan's Reise in den USA verläuft wie gewünscht. Sie trifft einen spirituellen Freund, der schon geahnt hat, dass er sie bald in die Arme schliessen kann. Sie überrascht einen ehemaligen Arbeitskollegen und Hippie-Freund in seinem Zuhause und sie tankt Kraft am Meer für das Wiedersehen mit ihrem Vater. Susan wird von Zweifeln geplagt - wird ihr Vater am vereinbarten Treffpunkt erscheinen? Sairah besucht nach einigen Rückschlägen einen Guru in der Hoffnung, dass sie Antworten über ihre Familie bekommt, bevor sie wieder in ihre Heimat Schweiz zurückreist.
15:10
Das Multiple Myelom ist eine seltene Krebserkrankung des Knochenmarks, die zu Blutarmut und weiteren schweren Beschwerden führen kann. Früher war diese Krankheit fast immer tödlich. GESUNDHEITHEUTE begleitet eine Frau, bei der die herkömmliche Therapie keine Wirkung mehr zeigte. Nun wird sie am Kantonsspital Winterthur mit einer neuen Therapie behandelt - mit sogenannten bi-spezifischen Antikörpern. Das Ergebnis ist erstaunlich: In ihrem Blut ist der Krebs heute praktisch nicht mehr nachweisbar. Pflegefachpersonen im Fokus In der Regel berichtet GESUNDHEITHEUTE über Patientinnen, Patienten oder Pflegebedürftige. Diesmal richtet die Sendung den Blick auf die Pflegefachpersonen: Sie zeigt, wie sie mit ihrer belastenden Arbeit zurechtkommen und wo sie sich bei Bedarf Unterstützung holen.
15:55
Ein neuer Tag in Frühling: Ein Zebra zieht vorübergehend in Katjas (Simone Thomalla) Garten ein, und Pfarrer Sonnleitner (Johannes Herrschmann) bekommt ein unmoralisches Angebot. Katja kümmert sich nicht nur um das ausgesetzte Zebra, sondern auch um Teenager Greta (Theresia Vajkoczy), die ihre ersten folgenschweren Erfahrungen mit Alkohol macht. Heidrun Niedermayer (Catalina Navarro Kirner) steht in aller Herrgottsfrühe beim Pfarrer vor der Tür, um ihm Kirschstreusel und einen Strauss Tulpen vorbeizubringen. Als sie ihm kurz darauf in der Dorfhelferinnenstation auch noch einen Brief überreicht, ist für Lilly klar: Heidrun Niedermayer hat sich in den Pfarrer verliebt.
17:30
Kiri und Lou, zwei junge Dinosaurier, leben in einem wunderschönen Wald. Die beiden ungleichen Freunde spielen, lachen, schliessen neue Freundschaften oder singen zusammen lustige Lieder. Und ganz nebenbei erkunden sie neugierig ihre verwirrenden Gefühle.
17:40
Wer und was bewegt den Kanton Graubünden und die rätoromanische Schweiz? Den Überblick bietet die tägliche Informationssendung «Telesguard» mit Beiträgen, Nachrichtenblöcken und Livereportagen von aktuellen Schauplätzen in den Regionen. Lokal und regional zuhause.
18:00
18:05
Rund um die Jahreszeiten werden die Zuschauer in der Sendung mit den relevantesten Informationen über Wetterwarnungen und Trends versorgt.
18:10
Am zweiten Tag wagt sich Mathias, 50, aus Uster ZH an «Öppis Zöpflets»: Gezöpfelte Nudeln mit heissem Fleischkäse, Brokkoli und gemischtem Salat. Was macht der Hobby-Akkordeonspieler dabei selbst und wie schlägt sich sein Regelverstoss beim Punktestand nieder?
18:25
Der Garten von Edith Basler und Martin Vogelsang liegt oberhalb des Waadtländer Dörfchens Rossinière auf einer Alp auf 1300 Metern über Meer. Nicht nur die Höhenlage ist eine Herausforderung fürs Gärtnern, sondern auch die Lage am steilen Berghang. Bevor Gartenbeet und Wege angelegt werden können, müssen die Hänge befestigt werden. Zudem zeigen uns Edith Basler und Martin Vogelsang, wie sie empfindliche Pflanzen vor Kälte schützen und was sie gegen hungrige Mäuse machen.
19:00
19:25
19:30
Die Sendung informiert die Zuschauer über wichtige Ereignisse im schweizer In- und Ausland. Zentrale Bereiche, die dabei behandelt werden, sind unter anderem Wirtschaft, Politik, Kultur, Sport und Gesellschaft.
19:55
Rund um die Jahreszeiten werden die Zuschauer in der Sendung mit den relevantesten Informationen über Wetterwarnungen und Trends versorgt.
20:05
Als 14-Jährige war Luna Kessler von zu Hause abgehauen und blieb vier Jahre lang verschwunden. Nur wenige Wochen nach ihrer überraschenden Rückkehr erhält ihr Vater Martin Kessler erneut eine Schreckensnachricht: Luna ist tot. Die 18-Jährige wurde erschossen, ihre Leiche sollte offenbar mit einem Pkw beseitigt werden. Nicht nur die Tatsache, dass der Wagen auf Kessler zugelassen ist, wirft ein schlechtes Licht auf den alleinerziehenden Vater der Toten - auch der Tatort kann unweit von Kesslers Haus ausgemacht werden. Doch warum sollte er seine Tochter, die er über Jahre hinweg vermisst hatte, umbringen? Unter Verdacht gerät auch Martins Bekannte Monika Vogt, die sich wie Kessler in einem Verein für Strassenkinder engagierte und deren Geldbörse Luna bei sich hatte. Was verheimlicht sie? Und wer und wo ist die unbekannte Zeugin, die aus dem Nachbarhaus der Kesslers den Mord vielleicht beobachtet hat? Im letzten Moment entwischte sie den Ermittlern. Bald finden Caspar Bergmann und Annabell Lorenz heraus, dass Luna und ihr Freund Jack Raschner gemeinsam einen Coup planten. Klar, dass die beiden mit ihren Plänen und ihren kriminellen Geldbeschaffungsmethoden die Menschen in ihrem Umfeld gegen sich aufbrachten. Doch Caspar durchschaut die wirklichen Pläne des ehemaligen Strassenkindes und ahnt, wozu sie in Wirklichkeit fähig war. Eine Gemeinschaftsproduktion von ZDF, ORF und SRF.
21:10
Maloney wird von Herrn Schulze, einem Deutschen, der unbedingt Schweizer werden will, um Hilfe gebeten. Sein einziger Nachbar, den er leiden kann, wurde verhaftet, nachdem bei ihm im Garten eine Leiche gefunden wurde. Aus Angst, ein neuer Nachbar könnte noch unerträglicher sein als die bisherigen, bittet Schulze Maloney, die Unschuld des Verhafteten zu beweisen. Auf der Suche nach der Wahrheit taucht Maloney in die sonderbare Welt des «Blumenwegs» ein, einer hübschen Reihenhaussiedlung, in der hinter jedem Gartenzaun ein Konflikt brodelt. Jeder verdächtigt jeden, und alle scheinen irgendeinen Groll zu hegen, sei es wegen Baubewilligungen, Gartengestaltung, Elektrosmog oder grundsätzlichen Antipathien. Für Maloney ist klar: In dieser Siedlung kommen alle für die Tat infrage.
21:50
Anhand von Hintergrundberichten und Interviews informiert die seit 1990 bestehende Sendung über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland. Gespräche werden teils auf Schweizerdeutsch aufgezeichnet.
22:15
Rund um die Jahreszeiten werden die Zuschauer in der Sendung mit den relevantesten Informationen über Wetterwarnungen und Trends versorgt.
22:25
23:35
23:50
Star (Sasha Lane) verlässt ihre jüngeren Geschwister und ihr kaputtes Familienumfeld und schliesst sich einer Truppe jugendlicher «Verkaufshippies» an. Für wenig Geld verhökern sie von Tür zu Tür Zeitschriftenabos und leben «on the road». Schon bald verliebt sich Star in Jake (Shia LaBeouf), den Meisterverkäufer der Truppe. Er ist zugleich Rekrutierer und der halboffizielle Liebhaber von Krystal (Riley Keough), welche die Gruppe mit harter Hand leitet. Aber Star ist kein verträumter Teenager, sie ist sehr rebellisch, verweigert sich sogar Jakes Anleitung beim Verkaufen, weigert sich, irgendwelche Geschichten für den Abo-Absatz zu erzählen - und erwirkt sich gerade dadurch seinen Respekt. Und die Feindschaft von Krystal. Star ist eine ungewöhnliche Frauenfigur, weder zahm noch duldsam, aber auch nicht offensiv aggressiv, provozierend direkt und herausfordernd. Und die jugendliche Verkaufstruppe im Tourbus, ihren Motelaufenthalten, ihrer Musik und ihren Ritualen erinnert mehr an einen Stamm, einen Wanderzirkus, eine Hippiekommune «on the road». Doch die Freiheit, welche sich diese jungen Menschen leisten, hat einen Preis. Ihr Job ist Knochenarbeit. Sie pushen sich mit Slogans, Rap und gruppendynamischen Spielchen wie ein McDonald's- oder Apple-Verkaufsteam von Leistung zu Leistung. Im Prinzip hat der wilde Haufen die kapitalistischen Grundregeln für sich adaptiert und zu einem Stammesritus gemacht. Gleichzeitig wird aber fast alles dermassen offen deklariert und ausgesprochen, dass niemand behaupten kann, er oder sie sei nicht aus freien Stücken dabei. Ausser, wenn es um Liebe oder Beziehungen unter den Gruppenmitgliedern geht. Die sind nicht erlaubt. Natürlich aber lässt sich gerade diese Dynamik nicht unterdrücken. Andrea Arnolds ersten Filme spielten in ihrer britischen Heimat. «Red Road» (2006) war ein Überwachungskamera-Thriller, «Fish Tank» (2009) die Geschichte einer 15-Jährigen aus dem britischen Prekariat, und mit «Wuthering Heights» (2011) hat sie ihre eigenwillige Interpretation des Brontë-Romans realisiert. «American Honey» war Arnolds erster in den USA gedrehter und dort spielender Film. Ein Experiment einmal mehr, mit grossen Ambitionen, die Arnold weitgehend einlöst. Auffällig ist schon das heute kaum mehr gebräuchliche Fernsehformat 4:3 statt 16:9. Dass Star trotz ihrer Provokation und ihren zum Teil fahrlässig naiven Verkaufsversuchen nie missbraucht wird, obwohl sie sich wiederholt in zweifelhafte Männergesellschaft begibt, damit spielt der Film auch. Und das ist ein verblüffendes, fast beschämendes Spiel. Man merkt als Zuschauer, wie sehr einen das Genrekino konditioniert hat. Und man merkt, wie eigenständig, frei und überraschend gerade ihre unerschrockene, nicht ängstliche Haltung die Figur von Star macht. «American Honey» ist ein Film mit einer deutlichen Handschrift, mit Figuren, die man so noch kaum je erlebt hat auf der Leinwand und mit einem Blick, der sich eindeutig vom gewohnten Männerblick des Kinos abhebt.