04:15
Nach der WM ist vor der WM. Einen Tag nach dem Finale der Eishockey-Weltmeisterschaft im eigenen Land und kurz vor der grössten Fussball-WM aller Zeiten zeigt SRF zum Auftakt der Sommerserie «Best of 1 gegen 100 - Promispecials» die Spezialausgabe vom 20. April 2024 mit dem ehemaligen Schweizer Nati-Goalie Pascal Zuberbühler und SRF-Eishockey-Experte Marc Reichert, die beide für einen guten Zweck spielen. Neben Gastgeberin Angélique Beldner stellen prominente Persönlichkeiten wie etwa Moderatorin Mira Weingart, Kunstarchitekt Heinz Julen, Model Manuela Frey oder Tennisspieler Dominic Stricker knifflige Fragen per Handyvideo. Für musikalische Unterhaltung sorgt Linda Fäh.
04:55
Die Schweiz ist in einer neuen Realität angekommen: Zum ersten Mal ist sie von Staaten umgeben, in denen Parteien die Umfragen anführen, die die Politikwissenschaft als «radical right» einordnet: Von Italien über Österreich bis nach Frankreich und Deutschland verschiebt sich das politische Koordinatensystem nach rechts. Treibende Kraft der neuen Rechten sind nicht zuletzt rechtsextreme Jugendgruppen: Sie organisieren sich über Plattformen wie Instagram, Tiktok oder Telegram und verknüpfen ihre rechtsextreme Ideologie mit Themen wie Ernährung, Sport und Natur. Haben wir es heute mit einer Art «Lifestyle-Faschismus» zu tun? Auch auf der linken Seite nehmen gewalttätige Ausschreitungen von Jugendgruppen zu. Woher kommen diese Entwicklungen? Und wie sinnvoll ist es, die Frage zu stellen: «Ist das schon Faschismus?» Hängt von ihrer Beantwortung überhaupt etwas ab? Barbara Bleisch spricht mit der Philosophin und Bestsellerautorin Eva von Redecker und dem Historiker und Rechtsextremismusforscher Damir Skenderovic.
05:55
Das mehrfach ausgezeichnete Format beschäftigt sich weltweit mit Themen aus Wissenschaft und Technik. Die Bandbreite der Beiträge reicht von evolutionsgeschichtlicher Forschung bis hin zu Alltagsphänomenen.
06:25
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Die Papageien und Tukane sind zwar nur aus Holz. Dafür wachsen dank des milden Weggiser Klimas südländische Pflanzen wie Banane, Jasmin oder Oleander. Der Garten mit exotischem Flair hat den Oetikers geholfen, nach Jahren im Ausland in der Schweiz Wurzeln zu schlagen.
10:00
Therese Karlen ist 39, Ehefrau und Mutter zweier Kinder. Seit einiger Zeit leidet sie an Schlafstörungen und allgemeiner Freudlosigkeit. Ihren Gemütszustand versucht sie vor der Familie zu verbergen, was ihr - zumindest gegenüber ihrem Ehemann Alois - halbwegs gelingt. Denn Alois hat viele Hobbys und verbringt selten einen Abend zu Hause. Trotzdem ist er davon überzeugt, ein guter Vater zu sein. Tochter Melanie steckt mitten in der Pubertät. Sie macht ihrer Mutter das Leben schwer, wo und wann sie nur kann. Der kleine Valentin hingegen lebt in seinem eigenen Kosmos. Hauptsache sein «Mami» ist immer da und kümmert sich um alles. Als sich Therese an einem gewöhnlichen Samstag zu einem spontanen Ausflug verführen lässt, gerät das Familienleben ziemlich aus den Fugen. Unterwegs zum Zahnarzt fährt sie nämlich eine ältere Dame an, die zwar unverletzt bleibt, aber mit dem Auto mitgenommen werden will. Liselott Wildi ist ehemalige Primarlehrerin, alleinstehend und unternehmungslustig. Therese ist fasziniert von dieser exzentrischen Frau und lässt sich von ihr überreden, die Gelegenheit zu nutzen, um an einen wunderschönen See zu fahren. Während sich Therese innerlich wie äusserlich immer mehr von der Familie entfernt, wird Alois zu Hause als Vater gefordert: Melanie hat ihren ersten Liebeskummer, und Valentin reagiert auf die Abwesenheit seiner Mutter mit Kranksein. Ausserdem plagt den sonst so treuen Ehemann ein schlechtes Gewissen. Er hat sich auf ein Abenteuer mit der Nachbarin eingelassen, und seine Tochter hat das auch noch mitbekommen. Am Sonntagabend kommt Therese heim. Alois hat die Kinder andernorts untergebracht, um in Ruhe mit seiner Frau zu reden. Bei der grossen Aussprache kommt es zu einem heftigen Streit. Die Probleme des Ehepaares sind zwar damit noch nicht gelöst, aber durch das schöne Wochenende, das Therese erlebt hat, kennt sie ihre eigenen Bedürfnisse besser. Das schafft die Voraussetzung für eine neue Begegnung mit Alois und den Kindern.
11:25
Mikroplastik in Gartenerde aus dem Detailhandel Wer unbelastetes Gemüse will, baut es am besten selbst an. Doch Vorsicht, die Belastungen beginnen bereits im Boden: Ein Speziallabor hat in Gartenerde aus dem Angebot des Detailhandels grosse Mengen an Mikroplastik gefunden. «Kassensturz» zeigt: Dieses Mikroplastik kann ins Wurzelsystem und von dort ins vermeintlich gesunde Gemüse gelangen. Energy-Drink zurückgerufen: Doppelt so viel Koffein wie erlaubt In vielen Energy-Drinks hat es zu viel Koffein. Das zeigt eine Stichprobe von «Kassensturz» und «SRF Investigativ» in sieben Schweizer Kantonen. Ein Produkt weist gar die doppelte Menge des erlaubten Koffeins aus. Dieser Energy-Drink wurde vom betroffenen Kanton inzwischen vom Markt genommen. «Besser als ein Autopfandhaus»? Kunden fühlen sich in die Irre geführt Wer kurzfristig Geld benötigt, kann einen Kredit aufnehmen oder einen wertvollen Gegenstand wie etwa seine Uhr oder sein Auto verpfänden. Für dieses Geschäft gelten in der Schweiz klare gesetzliche Vorgaben. Seit einem Jahr wirbt eine Firma in der Schweiz damit, besser zu sein als ein Autopfandhaus. Allerdings: Bei «Kassensturz» melden sich Kunden mit negativen Erfahrungen.
12:00
In die neue Woche «Mini Chuchi, dini Chuchi» startet Rahel aus Obfelden ZH. Die 37-jährige Doula näht gerne Kleider und Ausstattung für Kinder und setzt beim Kochen auf Menupläne. Das Motto «Öppis mit Burrata» setzt sie mit fünf Geschmäckern um. Was sich dahinter wohl versteckt?
12:20
Am zweiten Tag von «Mini Chuchi, dini Chuchi» steht Cyril aus Stetten AG in der Küche. Der 29-Jährige engagiert sich gerne in der Freiwilligen Feuerwehr und liebt Spätzli. Auf seinem Teller kommt «Öppis mit Burrata» in frittierter Form daher. Ob das gelingt?
12:45
12:50
Rund um die Jahreszeiten werden die Zuschauer in der Sendung mit den relevantesten Informationen über Wetterwarnungen und Trends versorgt.
13:05
Die Papageien und Tukane sind zwar nur aus Holz. Dafür wachsen dank des milden Weggiser Klimas südländische Pflanzen wie Banane, Jasmin oder Oleander. Der Garten mit exotischem Flair hat den Oetikers geholfen, nach Jahren im Ausland in der Schweiz Wurzeln zu schlagen.
13:35
Auf der Capanna Basodino im Tessin ist Sport angesagt: nicht für den Hüttenwart Ueli Nyffenegger, sondern für rund hundert Bergläuferinnen und -läufer, die beim Basodino Skyrace 1000 Höhenmeter den Berg hinauf rennen. Der Ansturm von Läufern und Fans ist gross, und in der Hektik des Gefechtes zeigt sich, dass auch ein ehemaliger Topmanager und Perfektionist wie Ueli nicht immer alles im Griff haben kann. Geschlossene Gesellschaft auf der Spitzmeilenhütte: Eine Hochzeitsgesellschaft hat die ganze Hütte reserviert. Anna-Barbara Kayser und Paul Buchmann wollen dem Hochzeitspaar ein ganz besonderes Fest bieten mit einem mehrgängigen Wunschmenü. Dies ist eine grosse Herausforderung und gleichzeitig auch eine Art Hauptprobe für das Hüttenwartpaar. Denn schon bald werden sie die Hütte verlassen und im Kanton Nidwalden das Hotel-Restaurant Pilgerhaus der Kapellstiftung Maria-Rickenbach übernehmen. Dort gehört das Bewirten von grösseren Gesellschaften zum Tagesgeschäft. Auf der Glattalp im Muotathal ist Älplerchilbi, ein Höhepunkt im Hüttenjahr von Franziska Gwerder. Die 32-Jährige karrt mit ihrem neuen Quad, einem vierrädrigen, geländegängigen Motorrad, haufenweise Esswaren und Getränke zur Hütte. Auch eine Ländlerkapelle hat sie organisiert. Doch das Wetter zeigt sich nicht von der festlichen Seite. Statt auf der Terrasse zu festen, zwängen sich alle Gäste in den Speisesaal - und die Hütte platzt aus allen Nähten.
14:25
Auf der Capanna Basodino geht es wie auf allen anderen Hütten dem Saisonende entgegen. Zeit für Ueli Nyffenegger, Bilanz zu ziehen. Hat er es tatsächlich geschafft, dank unternehmerischem Denken die Übernachtungszahlen auf seiner Hütte zu steigern? Und hat sich seine Idee bewährt, mit ausschliesslich Freiwilligen die benachbarte Capanna Alzasca zu bewarten? Ueli selbst ist komplett überzeugt davon. Doch seine SAC-Sektion, die Besitzerin der beiden Hütten, sieht es anders - ein arger Dämpfer für den Ex-Manager. Abschiedsstimmung auf der Spitzmeilenhütte. Anna-Barbara Kayser und Paul Buchmann geben nach vier Jahren die Hütte auf und suchen als Pächter eines Pilgerhauses im Kanton Nidwalden, dem Wohnort der beiden, eine neue Herausforderung. Doch bevor sie endgültig die Hütte an ihre Nachfolgerin übergeben, wollen sie nochmals auf den Spitzmeilen steigen, den 2500 Meter hohen Hausberg der Hütte. Ob ihnen der Abschied von den Flumserbergen leicht fällt? Auf der Glattalp im Muotathal ist Alpabzug - ein klares Zeichen, dass auch die Hüttensaison langsam vorbei ist. Als Bauerstochter ist es für die Hüttenwartin Franziska Gwerder selbstverständlich, ihrem Vater und den anderen Bauern und Älpler beim Eintreiben der Rinder zu helfen. Doch das nasse Wetter macht den steilen Abstieg ins Tal für Tier und Mensch sehr gefährlich.
15:15
Eine alleinerziehende Mutter gibt kurzerhand ihr Baby für einen Tag im Bürgerbüro ab. Sie verliert nämlich ihren Job, wenn sie ihr Kind weiterhin zu Arbeit mitnimmt. In der Stadt gibt es schliesslich zu wenig Krippenplätze und immerhin ist heute "Tag des Kindes". Jetzt soll die Stadtverwaltung einmal beweisen, dass ihre Parolen nicht nur leeres Geschwätz sind. Adrian tut sich mit dem Windelwechseln schwer, doch Chick sieht keinen Grund, ihm zu helfen, und meint, nur weil sie eine Frau sei, sei das noch lange nicht zwingend ihre Aufgabe. Verena interessiert sich für das Baby, weil sie sich ein schönes Prestige-Foto in der Presse erhofft: sie mit Baby auf dem Arm am "Tag des Kindes". Sie befürchtet nämlich, gegen Stadtpräsident Wehrli ins Hintertreffen zu geraten, denn der hat aus feierlichem Anlass - und zu Publicity-Zwecken - eine ganze Horde Kindergarten-Kinder organisiert.
15:50
England 1982. Von einem Herzinfarkt genesen kehrt die 63-jährige Penelope Keeling (Vanessa Redgrave) vom Spital in ihr Landhaus in den Cotswalds zurück. Die als Tochter des Kunstmalers Lawrence Sterne (Maximilian Schell) geborene Penelope kann auf ein bewegtes Leben zurückblicken. Den vom liebevollen Künstlervater geprägten, unbeschwerten Kinder- und Jugendjahren folgte eine im Krieg geschlossene, unglückliche Ehe, der drei Kinder entsprangen: Nancy, Noel und Olivia. Die erstgeborene Nancy (Victoria Hamilton) hat sich zu einer verbitterten und nörgelnden Ehefrau entwickelt, aus Noel (Charles Edwards) ist ein erfolgsorientierter, egoistischer Karrierist geworden. Einzig Olivia (Victoria Smurfit) eine selbstbewusste und eigenständige Frau, hat die Herzenswärme ihrer Mutter geerbt. Zur Erholung reist Penelope daher nach Ibiza, wo Olivia seit drei Monaten mit dem charmanten Witwer Cosmo (Sebastian Koch) zusammenlebt. Dort wird sie zur mütterlichen Freundin von Cosmos Teenagertochter Antonia (Stefanie Stumph). Zurück in England fährt Penelope nach Cornwall. Während sie sich in ihrem Vaterhaus ihren Erinnerungen hingibt, entfalten Noel und Nancy eine fieberhafte Tätigkeit, um an das Erbe des Grossvaters zu kommen. Das Werk von Lawrence Sterne erlebt nämlich gerade eine Hausse auf dem Kunstmarkt. Sternes berühmtestes Gemälde, «Die Muschelsucher», zeigt einen Strand in Cornwall und war im Jahr 1940 sein Hochzeitsgeschenk an Penelope (Maisie Dimbleby), als diese den Marineoffizier Ambrose (Toby Fisher) heiratete. Es wurde keine glückliche Ehe, doch das Bild ist Penelope heilig. Denn Cornwall ist auch der Ort, wo sie ihre einzige, wirklich grosse Liebe erlebt hat. «The Shell Seekers», weltweit über fünf Millionen Mal verkauft, ist Rosamunde Pilchers berühmtester Roman. Er wurde 1989 von der BBC bereits einmal mit Angela Lansbury in der Hauptrolle verfilmt. Für die englisch-deutsche Neuverfilmung wurden kein Aufwand und keine Kosten gescheut. Ein kluges Drehbuch, sorgfältig ausgewählte Schauplätze und hochkarätige Darsteller zeichnen die unter britischer Regie entstandene Produktion aus.
17:30
Lenas Hof liegt mitten im Wald - eine kleine, in sich geschlossene Welt mit Obstbäumen, einem Teich und einem Gemüsegarten. Doch das Herzstück sind die vielen Tiere, die dort leben - jedes mit eigenen Interessen, Stärken und Launen.
17:40
Wer und was bewegt den Kanton Graubünden und die rätoromanische Schweiz? Den Überblick bietet die tägliche Informationssendung «Telesguard» mit Beiträgen, Nachrichtenblöcken und Livereportagen von aktuellen Schauplätzen in den Regionen. Lokal und regional zuhause.
18:00
18:05
Rund um die Jahreszeiten werden die Zuschauer in der Sendung mit den relevantesten Informationen über Wetterwarnungen und Trends versorgt.
18:10
Zur Wochenmitte kocht Amina aus Regensdorf ZH für ihre Gäste. Die 28-Jährige widmet sich bewusst ihrer Gesundheit, treibt Kraft- und Ausdauersport und will das Motto «Öppis mit Burrata» in einem leichten Menu servieren. Sie kombiniert Burrata mit Süsskartoffeln und Bärlauch.
18:25
Daneben haben Pia Huber und ihre Familie einen modernen Ziergarten gestaltet mit Pergola, Rostelementen und anderen von der Gärtnerin kreierten Kunstwerken und Dekorationen. Vom Sitzplatz aus geht der Blick über bunte Staudenrabatten auf die mit Schnee und Eis bedeckten Berner Oberländer Bergspitzen.
19:00
19:25
19:30
Die Sendung informiert die Zuschauer über wichtige Ereignisse im schweizer In- und Ausland. Zentrale Bereiche, die dabei behandelt werden, sind unter anderem Wirtschaft, Politik, Kultur, Sport und Gesellschaft.
19:55
Rund um die Jahreszeiten werden die Zuschauer in der Sendung mit den relevantesten Informationen über Wetterwarnungen und Trends versorgt.
20:10
21:00
Nach dem Tod seiner Frau zieht sich Daniela Aebis einst so aktiver und abenteuerlustiger Vater Ruedi komplett zurück. «Es tat weh, zuzusehen, wie er eingeht wie eine Pflanze», erinnert sie sich. Die Pflegefachfrau und Mutter zweier Kinder - eines davon mit Beeinträchtigung - wendet sich an den Entlastungsdienst Schweiz. Dieser unterstützt junge und ältere Menschen mit Beeinträchtigung oder Krankheit im Alltag. Betreuerin Annelies Engetschwiler hilft Ruedi Däpp im Haushalt und begleitet ihn auf seine Beizentour. «Unter Leuten zu sein, macht mein Leben lebenswert», sagt der 79-Jährige heute wieder fröhlich. Erstausstrahlung: 3.6.2026
21:40
21:50
Anhand von Hintergrundberichten und Interviews informiert die seit 1990 bestehende Sendung über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland. Gespräche werden teils auf Schweizerdeutsch aufgezeichnet.
22:15
Rund um die Jahreszeiten werden die Zuschauer in der Sendung mit den relevantesten Informationen über Wetterwarnungen und Trends versorgt.
22:25
Das 21. Jahrhundert ist noch jung, führte aber schon zu bedeutenden Umwälzungen: Begriffe wie Me?Too, Black Lives Matter, Gender-Diversität oder Klimastreik stehen für prägende Debatten. Die beiden Hosts Nina Brunner und Nino Gadient interessieren sich aber auch für leichtere Dinge, die von Bedeutung sind: wer online datet oder auf Instagram Beauty-Filter nutzt. Es geht um «Bros» und «Boomers», um Hoffnung und Ängste, Ohnmacht und Selbstwirksamkeit. Und um die Frage: Wie schafft sich die Menschheit in der wechselhaften Gegenwart eine verheissungsvolle Zukunft?
23:00
Cocó (Sofía Otero) ist acht Jahre alt und weiss noch nicht genau, wie sie genannt werden möchte. Mit dem langen Haar wird sie da und dort nicht nur als Mädchen gesehen, sondern liest sich selbst als eines. Doch ihr Wunsch, nicht mehr mit dem Geburtsnamen Aitor angesprochen zu werden, stösst im Sommerurlaub bei der Familie im Baskenland auf Widerstand. Inmitten enger Familienstrukturen und traditioneller Vorstellungen wird Cocós Selbstbild von fast allen infrage gestellt - besonders von der Grossmutter (Itziar Lazkano), die an festen Rollenbildern festhält und wenig Verständnis für Abweichungen zeigt. Cocós Mutter Ane (Patricia López Arnaiz) bemüht sich, ihrem Kind Rückhalt zu geben, wird jedoch von eigenen Problemen und Unsicherheiten geprägt. Erst bei der Grosstante (Ane Gabarain), einer Bienenzüchterin, die unbeirrt ihren Weg geht, stösst Cocó auf Verständnis. In dieser Beziehung wächst das Vertrauen, das Cocó braucht, um für ihre eigene Identität und deren Akzeptanz einzustehen. In ruhigen, aufmerksam beobachtenden Bildern begleitet der Film «20'000 especies de abejas», wie der Film im Original lautet, die Achtjährige durch einen Sommer im baskischen Dorf ihrer Grosseltern. Was als Ferienaufenthalt beginnt, wird zu einer emotionalen Übergangszeit - für das Kind ebenso wie für die Familie. Die spanische Regisseurin Estibaliz Urresola Solaguren erzählt in ihrem Spielfilmdebüt mit grosser Feinfühligkeit von einem Kind, das um seine Identität kämpft. Dabei werden die Identitätsfragen nicht isoliert, sondern im Geflecht familiärer Beziehungen verortet. Frauen aus drei Generationen stehen im Zentrum des Films, der zeigt, wie persönliche Begehren, gesellschaftliche Erwartungen und generationsübergreifende Prägungen ineinandergreifen. Getragen wird der Film von Sofía Otero, die für die Darstellung der Cocó an der Berlinale mit dem Silbernen Bären als beste Darstellerin ausgezeichnet wurde - als erstes Kind überhaupt. SRF zeigt «20'000 Arten von Bienen» im Zweikanalton deutsch/spanisch.