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TV Programm für SRF1 am 11.09.2026

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Arena 22:25

Arena: Streit und taktische Spiele um EU-Verträge

Diskussion

Drei Tage hat der Ständerat in der Herbstsession für die Beratung des EU-Vertragspakets reserviert. Nachdem die federführende vorberatende Kommission den Bilateralen III klar zugestimmt hat, beugt sich nun die kleine Kammer im Plenum über die Verträge. Am Vertragstext selbst lässt sich nicht mehr rütteln - wohl aber an den inländischen Begleitmassnahmen. Umstritten ist etwa, ob die Grundlage für eine Zuwanderungsabgabe eingeführt werden soll. Und auch beim Lohnschutz gibt es Differenzen: Gewerkschaften, Arbeitgeber und Parteien sind sich nicht einig, ob der Kündigungsschutz für Arbeitnehmervertreter gestärkt werden soll. Wie gross ist der Spielraum des Parlaments? Wo sind Anpassungen am bundesrätlichen Vorschlag notwendig? Parlament entscheidet über Referendumsfrage Besonders umstritten ist zudem nach wie vor, ob das Paket dem fakultativen oder dem obligatorischen Referendum unterstellt werden soll - ob also in einer Volksabstimmung das Volksmehr genügt oder ob auch eine Mehrheit der Stände für ein Ja zwingend ist. Der Bundesrat spricht sich für das fakultative Referendum aus. Das entspreche der bisherigen Praxis bei den Bilateralen I und II. Soll für das EU-Vertragspaket das einfache oder das doppelte Mehr gelten? Und wie positionieren sich FDP und Die Mitte in dieser Frage? Zu diesen Fragen begrüsst Sandro Brotz am 11. September 2026 in der «Arena»: - Barbara Steinemann, Nationalrätin SVP/ZH; - Eva Herzog, Ständerätin SP/BS; - Hans-Peter Portmann, Nationalrat FDP/ZH; und - Marianne Binder, Vizepräsidentin Die Mitte/AG. Weitere Gäste: - Gabriela Medici, Co-Sekretariatsleiterin Schweizerischer Gewerkschaftsbund

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Nachrichten

No Country for Old Men 23:55

No Country for Old Men

Thriller

Im einsamen Wüstengebiet von Texas, nah an der mexikanischen Grenze, entdeckt Cowboy und Gelegenheitswilderer Llewelyn Moss (Josh Brolin) ein Schlachtfeld. Vorangegangen ist wohl ein fürchterlich schiefgelaufener Drogendeal, der in einer grossen Schiesserei endete, die offensichtlich keiner der Beteiligten überlebte. Moss denkt nicht im Traum daran, das Entdeckte der Polizei zu melden. Ihm erscheint das Ganze vielmehr als ein Zeichen des Himmels, findet er neben einem der Toten doch eine Tasche mit mehr als zwei Millionen Dollar. Die Summe reicht zehnfach, um ihn und seine Frau Carla Jean (Kelly Macdonald) vom tristen Dasein in einem schäbigen Trailerpark zu erlösen. Er packt die Tasche, muss aber später zwecks Spurenverwischens noch einmal zum Tatort zurückkehren. Das hätte er besser unterlassen, denn dort erwartet ihn bereits Anton Chirgurh (Javier Bardem), ein Killer, wie ihn das Land noch nicht gesehen hat. Er hat die Aufgabe, Moss das Geld wieder abzujagen. Für die Erledigung seines Jobs geht Chirgurh ohne grosses Federlesen über Leichen. Und weil Moss ein listiger Flüchtender ist, zieht sich bald eine lange Blutspur durch den Süden von Texas. Ebenfalls an Moss angehängt hat sich der bald pensionierte Sheriff Ed Tom Bell (Tommy Lee Jones). Mit Fortschreiten der Jagd wird klar: Bell versucht Moss zu finden, nicht um ihn zu verhaften und dem Gesetzt zuzuführen, sondern um ihn vor dem irren Killer zu retten, der wie eine Gottesplage durch das Land zieht. In ihrem dicht erzählten Thriller «No Country for Old Men» entführen die beiden Kultfilmer Ethan und Joel Coen («Fargo») die Zuschauerinnen und Zuschauer in eine kuriose, gewalttätige Albtraumwelt. Das deutsche Onlinemagazin «Artechock» schrieb bei der Premiere in Cannes, dieser Coen-Film sei das «wohl düsterste Werk der Brüder seit ihrem Debüt mit <Blood Simple> vor immerhin 22 Jahren - und es ist ihr bester Film seit <Fargo>». Die Mehrheit des Saalpublikums habe zunächst nicht bemerkt, dass das «nicht zum Lachen gemacht war», dieses «präzis und ohne Manierismen und Effekthascherei inszenierte, lakonische, stoische Panorama der Sinnlosigkeit, in dem man sich auf nichts verlassen kann, ausser dass nicht viele Charaktere das Filmende erleben werden». Die Vorlage für die Handlung lieferte der gleichnamige Roman von Cormac McCarthy, der als einer der wichtigsten zeitgenössischen US-Schriftsteller gilt und dessen Bücher, wie zuletzt «The Road», immer wieder auch verfilmt werden. Neben Javier Bardem, der sich mit Anton Chirgurh in die Galerie der bizarrsten Hollywoodkiller eingeschrieben hat und dafür einen Oscar als Bester Nebendarsteller erhielt, überzeugen auch Tommy Lee Jones, Josh Brolin, Woody Harrelson und Kelly MacDonald mit denkwürdigen Schauspielerdarbietungen. Für «No Country for Old Men» durften die Coen-Brüder dann 2008 jeweils gleich drei Oscarstatuen entgegennehmen: für die Beste Regie, das Beste Drehbuch sowie für den Besten Film des Jahres.