22:10
Es läuft nicht gut in der alten Käserei von Hans Güntisberg (Herbert Leiser). Der Witwer muss um jeden Kunden kämpfen, und jetzt geht auch noch sein langjähriger Mitarbeiter in Pension. Hans' Tochter Maria (Rebecca Indermaur) macht sich Sorgen. Sein Schwiegersohn Franz (Leonardo Nigro), Kommunikationsbeauftragter in der nahen Grosskäserei, bietet ihm eine Stelle an. Aber Hans will nicht. Sein Lebtag war er sein eigener Herr und Meister und als solcher wird er auch «den Löffel abgeben». Da findet er eines Morgens einen Fremden (Alois Moyo) im Geissenstall. Der Mann heisst Rashid Mahmadou und hat eine schwere Erkältung. Mit dem Gewehr in der Hand «verhört» Hans den Kranken und erfährt, dass Rashid illegal in die Schweiz gekommen ist. Er will hier Geld verdienen für die Augenoperation seiner Tochter. Maria überredet ihren Vater, Rashid solange Unterschlupf zu gewähren, bis es ihm wieder besser geht. Rashids Anwesenheit tut Hans gut. Der alte Käser taut auf und entwickelt neue Ideen für seinen Betrieb. Auch Rashid kommt wieder auf die Beine. Kurzfristig springt er sogar bei Hans in der Käserei ein, um sich für die Gastfreundschaft zu revanchieren. Hans' Enkelin Mirjam (Paula Blaser), die immer ein bisschen Angst hatte vor ihrem Grossvater, besucht die beiden nun oft und gerne. Ein frischer Wind weht durch die alte Käserei. Da kündigt der wichtigste Kunde seinen Auftrag. Markus Welter erzählt mit «Die Käserei in Goldingen» die Geschichte eines sturen alten Mannes, der sich durch die Begegnung mit einem Flüchtling wieder öffnet. Der Regisseur arbeitet zurzeit an seinem neuen Projekt «One Way Trip»; es ist der erste Schweizer Film in 3D. Das Drehbuch zu «Die Käserei in Goldingen» stammt von Jan Poldervaart. Produziert wurde der Fernsehfilm von der Zürcher Firma Hessegreutert. Herbert Leiser, bekannt aus «Sonntagsvierer», spielt Hans Güntisberg als grantigen Käser mit gutem Herz. Alois Moyo stammt ursprünglich aus Simbabwe und lebt in Deutschland. Er gibt den offenen und gradlinigen Rashid, der die Dinge mit einfachen Worten auf den Punkt bringt. Rebecca Indermaur spielt Maria, Hans' Tochter, die sich ihre Familie nicht als Managementproblem vorgestellt hat. Ihr Mann Franz, Kommunikationsberater bei einer Grosskäserei, wird von Leonardo Nigro verkörpert. Und Paula Blaser schliesslich ist das Mädchen Mirjam, das mit der Zeit ihren Grossvater ins Herz schliesst.
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Das Wetter ist ein allgegenwärtiges, globales Thema, das alle Menschen betrifft und sie immer wieder neu beschäftigt, besonders in der heutigen Zeit mit zunehmenden Naturkatastrophen und dem vielbesprochenen Klimawandel. Der Film «Wätterschmöcker» setzt sich mit Fragen rund ums Wetter auseinander. Ein Jahr lang porträtiert der Filmemacher Thomas Horat den Alltag der Muotathaler Wetterpropheten. Vor der Kulisse der idyllischen Landschaft lüften die bodenständigen Wetterfrösche einen Teil ihrer Geheimnisse. Hält der eine Art und Weise des Tannzapfen-, Pilz- oder Farnwuchs für besonders aufschlussreich, orientiert sich ein anderer am Fressverhalten von Ameisen und Berggämsen. Und noch ein anderer glaubt, aus den uralten Wetteraufzeichnungen des Klosters Einsiedeln Gesetzmässigkeiten und sich wiederholende Muster ableiten zu können. Landschaftsbilder, die Musik der Hujässler und der unverfälschte Dialekt machen fast vergessene archaische Welten erlebbar.