21:00
Michelle Löliger hat ihren grossen Tag und kämpft am Hyrox-Anlass um einen Platz auf dem Podest. Ihren zweiten Job hat sie schon wieder verloren, die Krise nimmt kein Ende. Muss sie zurück in die Schweiz? Leo Leonski ist voller Tatendrang zurück in Mexiko. In Tulum an der Karibikküste, wo seine Karriere begonnen hat, arbeitet er weiter an seinem neuen Song und will als Produzent Erfolge feiern. Tanja Vultier kauft auf dem Blumenmarkt Zutaten für den «Dia de los Muertos» und schmückt ihren Altar. Sie mag die mexikanische Art, der Verstorbenen zu gedenken, und geht Salsa tanzen. Jachen Schleich hat ein grosses Bauprojekt in der Baja California und will den Generalunternehmer dort von seinem Lieblingsprojekt überzeugen: eine autarke Feriensiedlung im boomenden Kitesurf-Paradies La Ventana. Noëmi Siegfried ist nervös. Sie hat ihren ersten grossen Auftritt als Sängerin und Performance-Künstlerin in Mexiko. Jetzt wird auch klar, warum sie ausgerechnet hier ihr Glück versucht. Erstausstrahlung: 12.06.2026
21:50
Anhand von Hintergrundberichten und Interviews informiert die seit 1990 bestehende Sendung über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland. Gespräche werden teils auf Schweizerdeutsch aufgezeichnet.
22:15
Rund um die Jahreszeiten werden die Zuschauer in der Sendung mit den relevantesten Informationen über Wetterwarnungen und Trends versorgt.
22:25
Während acht Jahren hat die Schweiz gemeinsam mit den weiteren Efta-Staaten ein Freihandelsabkommen mit den Mercosur-Staaten ausgehandelt. Im September letzten Jahres unterzeichnete der zuständige Bundesrat Guy Parmelin das Verhandlungsergebnis in Rio de Janeiro. Zum Mercosur gehören die südamerikanischen Länder Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay - ein Markt mit über 270 Millionen Menschen. Durch das Abkommen werden rund 96 Prozent der Schweizer Exporte in die Mercosur-Zone zollbefreit. Wie wichtig ist das Abkommen für die Schweizer Wirtschaft? Bauernverband droht mit Referendum Das Freihandelsabkommen ermöglicht umgekehrt auch den Mercosur-Staaten einfachere Exportbedingungen. So können sie grössere Mengen an Fleisch, Getreide oder Wein zu tieferen Zollsätzen in die Schweiz verkaufen. Dagegen regt sich Widerstand aus der Landwirtschaft. Die Bauern befürchten hohe Einbussen und fordern eine höhere Entschädigung. «Der Beschluss des Bundesrates ist derart provokativ, dass wir uns ganz klar Gedanken machen das Referendum betreffend», liess sich Bauernpräsident Markus Ritter zitieren. Muss die Schweizer Landwirtschaft höher entschädigt werden? Oder sind die Forderungen in der Höhe von über 800 Millionen Franken völlig überrissen? Kritik von Umweltorganisationen, Grünen und SP Auch aus linken Kreisen kommt Gegenwind. Sie fordern weitergehende Massnahmen in den Bereichen Umweltschutz und Menschenrechte. So soll die Schweiz etwa die Entwaldungsverordnung der EU übernehmen. Sind die im Abkommen bereits enthaltenen Nachhaltigkeitskapitel griffig? Oder droht eine unheilige Allianz aus Grünen und Bauern, das Freihandelsabkommen zum Absturz zu bringen? Zu diesen Fragen begrüsst Sandro Brotz am 12. Juni 2026 in der «Arena»: - Markus Ritter, Nationalrat Die Mitte/SG und Präsident Schweizer Bauernverband; - Meret Schneider, Nationalrätin Grüne/ZH; - Tiana Moser, Ständerätin GLP/ZH; und - Stefan Brupbacher, Direktor Swissmem.
23:40
23:55
Der schmächtige Billy (David Bradley) lebt bei seiner streitsüchtigen Mutter (Lynne Perrie) und seinem tyrannischen Stiefbruder Jud (Freddie Fletcher), einem Bergarbeiter, mit dem er sich ein enges Bett teilen muss und dessen einzige Interessen Pubs, Wetten und das Quälen von Billy sind. Jeden Morgen um sechs trägt Billy Zeitungen aus, doch sein Chef will ihn loswerden. In der Schule versagt er, ist ein miserabler Fussballspieler und wird sowohl vom geltungssüchtigen Sportlehrer (Brian Glover) als auch von Mitschülern (MacDowell) drangsaliert. Eines Tages findet Billy auf dem Land ein Turmfalkennest und nimmt ein Küken zu sich. Mithilfe eines gestohlenen Buches über Falknerei zieht er den Vogel, den er Kes nennt, in einem Schuppen auf und bringt ihm bei, auf Kommando zu seiner Hand zurückzukehren. Nur der einfühlsame Lehrer Mr. Farthing (Colin Welland) zeigt Interesse, lässt ihn vor der Klasse von seinem Hobby erzählen und besucht ihn zu Hause. Kes wird Billys einzige Quelle der Freude. Als Jud ihn beauftragt, auf ein Pferd zu wetten, behält Billy das Geld lieber für sich. Das Pferd gewinnt - und aus Rache tötet Jud den Falken. Ken Loachs «Kes», vom British Film Institute zu einem der zehn besten britischen Filme des 20. Jahrhunderts gekürt, ist zum Inbegriff eines filmischen Portraits der Arbeiterklasse im Norden Englands geworden. Billy ist der fünfzehnjährige Sohn eines Bergarbeiters, dessen enge Bindung zu einem wilden Turmfalken ihm eine spirituelle Flucht aus seinem ausweglosen Leben ermöglicht. «Kes» brachte das gesellschaftspolitische Engagement, das Loach in seiner Arbeit für die BBC etabliert hatte, auf die Leinwand. Durch die Wahl realer Drehorte und der Laiendarsteller erreichte er damit zudem eine neue Form von Authentizität. Loachs ergreifendes Coming-of-Age-Drama ist bis heute der beliebteste und einflussreichste Film des legendären Regisseurs, der am 17. Juni 2026 seinen 90. Geburtstag feiern kann.