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Mit 14 Jahren wurde Joel Basman als «Zizou» in «Lüthi & Blanc» bekannt. Es folgten extreme Rollen: Nazi, Autist, Skinhead, Häftling, Kafka. Über 20 Jahre lang eine Ausnahmekarriere mit bis zu sieben Produktionen pro Jahr - Hollywood inklusive. Dann: drei Jahre Funkstille, Arbeitslosigkeit, Job im Sicherheitsdienst. Aufgewachsen im Zürcher Kreis 4, nah am Milieu, kennt der 36-Jährige die Abgründe auch aus eigener Erfahrung. Bei «Gredig direkt» erzählt Basman, warum ihn 0815-Rollen nicht interessieren und warum «Joel» seine schwierigste Rolle ist.
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Das ist kein Einzelfall. Die meisten Frauen können von solchen Erfahrungen berichten. Das geht nicht spurlos an ihnen vorbei. Frauen schränken sich in ihrer Freiheit ein. Sie meiden gewisse Orte, achten auf ihre Kleidung, telefonieren auf dem Heimweg und halten ihre Schlüssel als improvisierte Waffe zwischen den Fingern. Doch warum liegt die Verantwortung bei den potenziellen Opfern und nicht bei den Tätern? «Nur wer Gewalt ausübt, kann sie verhindern», sagt Agota Lavoyer, Expertin für sexualisierte Gewalt. Und das betrifft vor allem Männer: 95 Prozent der sexualisierten Gewalttaten im öffentlichen Raum werden von ihnen begangen. Daraus hat die schwedische Stadt Umea eine traurige Lektion gelernt. In den späten 1990er-Jahren versetzte ein Serienvergewaltiger die Stadt in Angst und Schrecken. Über Jahre verübte er brutale Übergriffe auf Frauen und prägte so das Sicherheitsgefühl einer ganzen Generation. Zwei Jahrzehnte später gilt Umea als eine der sichersten Städte Europas. «NZZ Format» fragt, wie der öffentliche Raum sicherer wird, und zeigt, warum Männer ein zentraler Teil der Lösung sein müssen. Wie sind die Gesetze in der Schweiz? Im Film wird der Fall Yanni Gentsch thematisiert - eine Frau, die beim Joggen von einem Unbekannten heimlich gefilmt wurde. In Deutschland blieb der Vorfall straffrei. Doch wie sieht ein solcher Fall in der Schweiz aus? Laut dem Strafrechtsprofessor Marc Thommen von der Universität Zürich bestehen derzeit nur begrenzte rechtliche Möglichkeiten, um gegen sogenannte «Creepshots» - also heimliche sexualisierte Aufnahmen - vorzugehen. Seit der Sexualstrafrechtsrevision 2024 gibt es jedoch einen neuen Straftatbestand: «sexuelle Belästigung durch Bild». Er wurde ursprünglich eingeführt, um das Verschicken belästigender Bilder - etwa sogenannter «Dick Pics» - strafrechtlich zu erfassen. Gemäss Thommen ist noch unklar, ob auch das gezielte Anfertigen von Aufnahmen wie jener im Fall von Yanni Gentsch darunterfallen würde. Das wird von den Gerichten abhängen. Zivilrechtlich gilt in der Schweiz das Recht am eigenen Bild. Dieses greift allerdings meist nur, wenn die betroffene Person auf der Aufnahme erkennbar ist - etwa durch das Gesicht oder andere eindeutige Merkmale. Schwieriger wird es, wenn kein Zugang zur Aufnahme besteht. Ohne das Video kann kaum nachgewiesen werden, was genau gefilmt wurde. Ein Film von Roman Hodel
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«Ziellos» erzählt vom 19-jährigen Pascal (Joel Basman), einem notorischen Querschläger mit Null-Bock-Attitüde. Er lebt bei seiner alleinerziehenden Mutter (Mona Petri) in einem Aussenquartier von Zürich. Nach abgebrochener Schreinerlehre jobbt er als Pizzakurier. Eines Tages liegt der Marschbefehl für die RS im Briefkasten. Zähneknirschend rückt Pascal ein - und widersetzt sich von Beginn weg den Befehlen seines Vorgesetzten Oberwachtmeister Bodenmann (Marc Schmassmann). Doch der Kommandant des Korps, Oberst Zünd (Peter Jecklin), erkennt, dass es Pascal lediglich an einem Lebensziel fehlt, und fördert ihn entsprechend. Pascal lernt, was es heisst, Teamgeist zu entwickeln und Verantwortung zu übernehmen - und erfährt zum ersten Mal in seinem Leben, wie es sich anfühlt, wenn ihm Anerkennung und Kameradschaft zuteil werden. Nach der RS will Pascal seine abgebrochene Schreinerlehre zu Ende bringen und die schöne Studentin Leila (Tanja Lehmann) erobern, die er während der Zeit im Militär kennengelernt hat. Sein Neuanfang will ihm aber einfach nicht gelingen. Alle seine Bewerbungen für eine Lehrstelle werden aufgrund seiner schlechten Zeugnisse abgelehnt - niemand scheint ihm eine zweite Chance geben zu wollen. Das zehrt an seinem eben erst aufgebauten Selbstvertrauen, und als Leila für ein Semester ins Ausland studieren geht, droht er in ein tiefes Loch zu fallen. Schleichend kehren seine alten Verhaltensmuster zurück, die ihn schliesslich zu einer schrecklichen Tat treiben. Regisseur und Drehbuchautor Niklaus Hilber entwickelte die Geschichte von Pascal, nachdem er 2007 in der Zeitung über den «Fall Höngg» gelesen hatte, bei dem ein Rekrut an einer Bushaltestelle grundlos ein Mädchen mit seinem Sturmgewehr erschoss. Hilber geht in «Ziellos» nicht auf diesen spezifischen Fall ein, ihn interessierte mehr die Frage, warum sich in der jüngeren Vergangenheit solche Fälle mehrten, wo Jugendliche ihre Ohnmacht und Frustration in Gewaltausbrüchen entladen. Der Film beschreibt mögliche Aspekte, Umstände und Stressfaktoren, denen Jugendliche in der heutigen Zeit häufig ausgesetzt sind und die in ungünstigen Konstellationen zu solchen Gewaltausbrüchen führen können. Ebenso werden Ansätze aufgezeigt, wie solch negativen Entwicklungen entgegengewirkt werden könnte. Am Schluss zwingt der Film das Publikum jedoch, eigene Erklärungen für das Unfassbare zu finden.