21:00
Der letzte Tag im Shaolin-Tempel bricht an. Neun Tage lang haben Melanie Winiger, Nöldi Forrer, Tamy Glauser, Isabel Egli, Dario Cologna und Pat Burgener trainiert, geschwitzt, gezweifelt und sind über sich hinausgewachsen. Nun heisst es Abschied nehmen. Im Gasthaus des Tempels liegt Wehmut in der Luft. Bald packen alle ihre Koffer und treten die Rückreise an. Doch noch steht die grosse Prüfung vor der Tür. Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer präsentiert den beiden Shaolin-Meistern Shifu Yan Lei und Shi Heng Yi die persönliche Stock-Choreografie - das Ergebnis tagelangen Trainings. Es geht nicht um Perfektion oder Tempo, sondern um Haltung und Engagement. Jede Bewegung soll Ausdruck der eigenen Reise sein. In der letzten Challenge wird es physisch und mental anspruchsvoll. Alle sollen ein Steinbrett mit der Hand durchschlagen - das Symbol für Kraft, Überwindung und Klarheit. Der Meister erinnert sie: «Nicht zu viel denken, sondern durchziehen.» Für Melanie wird es zur emotionalen Prüfung. Sie hat ihre Hand gebrochen und will mehr auf ihren Körper achten. Andererseits ist sie ehrgeizig und will an die Grenze gehen. Was wird sie tun? Auch Pat zweifelt. Als Musiker braucht er seine Hände zum Gitarrespielen - doch der kompetitive Sportler in ihm will nicht aufgeben. Wie weit wird er gehen? Das Staffelfinale von «Shaolin Challenge» zeigt, wie neun Tage Achtsamkeit, Meditation und körperliche Disziplin wirken können. Es geht um mehr als Training - es geht um innere Ruhe, Stärke und Selbstvertrauen. Die sechs Teilnehmenden verlassen den Shaolin-Tempel in Südkorea nicht nur mit Muskelkater, sondern mit einem neuen Bewusstsein für sich selbst.
21:50
Anhand von Hintergrundberichten und Interviews informiert die seit 1990 bestehende Sendung über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland. Gespräche werden teils auf Schweizerdeutsch aufgezeichnet.
22:15
Rund um die Jahreszeiten werden die Zuschauer in der Sendung mit den relevantesten Informationen über Wetterwarnungen und Trends versorgt.
22:25
Am 14. Juni kommt die Initiative «Keine 10-Millionen-Schweiz» zur Abstimmung. Sie verlangt, dass die ständige Wohnbevölkerung der Schweiz bis 2050 nicht über 10 Millionen steigt. Überschreitet die ständige Wohnbevölkerung vor 2050 9,5 Millionen Menschen, müssten Bundesrat und Parlament im Asylbereich und insbesondere beim Familiennachzug im Rahmen der Personenfreizügigkeit Massnahmen ergreifen. Ausserdem müsste die Schweiz bei internationalen Abkommen, die zum Bevölkerungswachstum beitragen, Ausnahmebestimmungen und Schutzklauseln anrufen oder neu verhandeln. Wird die 10-Millionen-Grenze überschritten, müsste der Bundesrat entsprechende internationale Übereinkommen auf den nächstmöglichen Termin kündigen - nach zwei Jahren auch das Abkommen mit der EU über die Personenfreizügigkeit. «Keine 10-Millionen-Schweiz»: Entlastung oder Bedrohung? Die Befürworter der Initiative - darunter hauptsächlich die SVP sowie die EDU - halten die Zuwanderung heute für massiv zu hoch. Die Vorlage beschränke die Zuwanderung und wirke so unter anderem der Wohnungsnot, Stau und überfüllten Zügen, steigender Kriminalität und dem stark beanspruchten Gesundheitssystem entgegen. Ausserdem beuge sie der Zubetonierung der Schweiz sowie einem Kultur- und Identitätsverlust vor. Die Gegenseite - darunter FDP, Mitte, GLP, SP, Grüne sowie zahlreiche Verbände - warnt vor einem Chaos: Die Initiative verschärfe den Arbeitskräftemangel etwa in der Pflege, der Gastronomie und der Landwirtschaft, bremse das Wirtschaftswachstum, gefährde die Renten und die innere Sicherheit. Zudem sieht das Nein-Lager den bilateralen Weg mit der EU in Gefahr, wie auch die humanitäre Tradition der Schweiz. Welche Folgen hätte die Initiative «Keine 10-Millionen-Schweiz» für die Bevölkerung der Schweiz? Sichert sie den Wohlstand der Schweiz - oder gefährdet sie ihn gar? Zu diesen Fragen begrüsst Sandro Brotz am 13. Mai 2026 in der «Abstimmungs-Arena» als Befürworterinnen und Befürworter der Vorlage: - Marcel Dettling, Präsident SVP; - Esther Friedli, Ständerätin SVP/SG; und - Pascal Schmid, Nationalrat SVP/TG. Gegen die Vorlage treten an: - Beat Jans, Bundesrat und Vorsteher EJPD; - Christian Wasserfallen, Nationalrat FDP/BE; und - Yvonne Bürgin, Fraktionspräsidentin Die Mitte.
23:30
23:40
Claude Hooper Bukowski (John Savage), ein junger Mann aus dem ländlichen Oklahoma, soll Ende der 1960er-Jahre in den Vietnamkrieg ziehen. Auf dem Weg zur Musterung in New York City trifft er auf eine Gruppe von Hippies unter Führung des charismatischen Berger (Treat Williams). Das ungezwungene Leben dieser jungen Leute fasziniert den schlaksigen Mann vom Lande. Er schliesst sich der fröhlichen Truppe an und geniesst die letzten Tage als Zivilist in vollen Zügen. Als er während eines Picknicks Sheila (Beverly D'Angelo), ein Mädchen aus reicher Familie, vorbeireiten sieht, verliebt er sich auf der Stelle. Um das Mädchen wiederzusehen, tauchen Claude und seine neuen Freunde spontan auf einer Party in Sheilas Elternhaus auf. Ihr provokativer Auftritt sorgt für einen Skandal und ruft sogar die Polizei auf den Plan. Sheila aber kann sich Claudes schüchterner Verliebtheit und der unkonventionellen Lebenslust der Hippies nicht entziehen. Wenig später tritt Claude seinen Dienst bei der Armee an. Im Lager in der Wüste von Nevada werden Claude und seine Kameraden hart gedrillt. In New York trifft sich Sheila erneut mit der Gruppe um Berger und zeigt ihnen einen Brief von Claude. Berger gewinnt sie und seine Freunde für die Idee, gemeinsam nach Nevada zu fahren und Claude zu besuchen. Weil die Gruppe nicht in die Kaserne eingelassen wird, bringen sie mit einem Trick einen Offizier um seine Uniform. Damit gelangt Berger in die Kaserne und tauscht dort Uniform und Platz mit Claude. Das US-Musical «Hair» hatte seine Bühnenpremiere am 29. April 1968 und wurde auf Anhieb zu einem Hit. Bereits Ende 1968 eroberte das Stück auch Deutschland. Die Verschmelzung der poppigen Hippiekultur mit der Kritik am Vietnamkrieg traf den Nerv der Zeit. Der Soundtrack war elektrisierend. Songs wie «Aquarius», «Sodomy» oder «Let the Sunshine In» wurden zu Evergreens. 1979 brachte der Exiltscheche Milos Forman («One Flew Over the Cokoo's Nest», «Amadeus») die Geschichte auf die grosse Leinwand. Die Verfilmung des Musicals ist unter seiner meisterlichen Regie eine mitreissende, bewegende Hymne auf die Aufbruchstimmung und die Lebenswerte der 68er-Zeit geworden.