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Die Fussball-WM liegt erst sechs Wochen zurück, doch rund um die Fifa sorgen neue Kontroversen für Schlagzeilen. Kritiker beklagen mangelnde Offenheit, Machtkonzentration an der Spitze und eine zu grosse Nähe zur Politik. Während Präsident Giannni Infantino um seine Zukunft kämpft, formiert sich Widerstand und Reformforderungen werden laut. Wie tief steckt der Verband tatsächlich in der Krise? Und wie könnte die Zukunft der Fifa aussehen? Darüber diskutiert Urs Gredig mit dem ehemaligen Kommunikationschef Walter De Gregorio und dem langjährigen Sportjournalisten Thomas Kistner.
23:05
Viele Touristen schätzen Andalusien für traumhafte Strände, idyllische Dörfer und gemütliche Tapas-Bars. Aber Europas äusserster Süden hat auch ein anderes Gesicht: Hier breiten sich kriminelle Banden aus, die ganz Europa mit Kokain versorgen. «Wir haben hier eine regelrechte Drogenökonomie», sagt die Sozialarbeiterin Alma Jugado. Andalusien ist eine der ärmsten Regionen Spaniens. Drogenschmuggler verdienen hier in einer Nacht mehr als andere in einem Monat. Sogenannte Tiktok-Narcos - Influencer, die das Schmugglerleben als grosse Party inszenieren - tragen zur Popularität des illegalen Geschäfts bei. Strafverfolger müssen immer gefährlichere Einsätze durchführen und werden gleichzeitig zunehmend machtlos. Die Dokumentation dringt tief in Andalusiens Schmugglerbusiness ein. Sie begleitet Zollbeamte, Sozialarbeiterinnen - und einen Investigativjournalisten, der sich mit einem der Hintermänner der Drogenbanden treffen will. Dabei wird deutlich, dass die wachsende Kriminalität in Südspanien weit mehr als ein lokales Problem ist. Ein Film von Nicole Ris und Jan-Philipp Scholz
23:40
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Mehrgewichtige Personen gelten vielen als unbeherrscht, faul oder sogar dumm. Dabei ist das Körpergewicht weniger einfacher zu beeinflussen als viele denken und das moralische Urteil deshalb fehl am Platz. Mit dem Aufkommen von Medikamenten wie Ozempic und Wegovy könnte das Körpergewicht aber mehr und mehr zu einer Entscheidung werden, selbst für Diätresistente. Kate Manne, Philosophieprofessorin an der Cornell University in den USA, sieht diese Entwicklung kritisch: Zu gross sei die Gefahr, dass ein sozialer Druck entstehe, von den Medikamenten Gebrauch zu machen. Starkes Übergewicht könne zwar gesundheitliche Folgen haben, doch die Abwertung dicker Körper weist die Philosophin als eigenständiges Unrecht aus, das nicht mit einer Spritze oder Pille, sondern mit dem Kampf gegen die Unterdrückung dicker Menschen angegangen werden müsse. Ausgehend von eigener Erfahrung analysiert sie in ihrem Buch «Grösse zeigen» die strukturelle Diskriminierung in Schule, Job und Medizin - und plädiert für «Body Reflexivity»: den eigenen Körper nicht als Objekt fremder Moralstandards zu begreifen.