04:30
Seit über fünf Tagen sind sie unterwegs - per Stand Up Paddle, Rennvelo, zu Fuss und Mountainbike ohne Pause. Jetzt steht der erste grosse Test bevor: das Allalinhorn mit 4027 Metern sowie die ausgesetzte Kletterpassage über den Feechopf bis zur Täschhütte. Für Serge Grazioli ist es eine spezielle Tour. Vor einem Jahr hat er seinen Sohn bei einem tragischen Unfall verloren. Nun will er in Erinnerung an ihn auf dem Gipfel des Allalinhorns ein Andenken hinterlassen. Für die Bergführer ist es ein erster Test, um zu sehen, wie sich die Teilnehmer in Eis und Fels bewegen, und ob sie auch fähig sind, das grosse Ziel, die Dufourspitze, zu besteigen. Für viele ist es das erste Mal, dass sie mit Steigeisen und Pickel in dieser Höhe so lange unterwegs sind. Ausserdem stellt die angekündigte Schlechtwetterfront das Ziel, die Dufourspitze, in Frage. Erstausstrahlung: 30.10.2026
05:10
Auf der Sackweid bei Obernau LU lebt Landfrau Claudia Kilchmann mit ihrem Mann Ruedi, den fünf Kindern und ihren Schwiegereltern unter einem Dach. Vier der Kinder gehen bereits zur Schule, die vierjährige Sarah ist noch zuhause. Entsprechend lebhaft beginnt der Tag: Kinder wecken, Frühstück, Schulstart - und mittendrin Sarah, die Claudia durch den Alltag begleitet. Claudias Hauptaufgabe ist die Familie. Gleichzeitig ist sie eng in den Hofalltag eingebunden. Auf dem Betrieb leben rund 40 Milchkühe und 30 Stück Jungvieh. Claudia hilft dort mit, wo sie gebraucht wird. Auch die Kinder packen auf dem Hof mit an. Für Claudia gehört das selbstverständlich zum Aufwachsen auf einem Bauernbetrieb. Dazu hat sie ein eigenes Standbein aufgebaut. Seit rund einem Jahr betreibt Claudia eine kleine Backstube auf dem Hof, in der sie Brot und Joghurt produziert. An Backtagen beginnt ihr Arbeitstag schon um drei Uhr, während der Rest der Familie noch schläft. Überhaupt gehören für Claudia Backen und Kochen zu den liebsten Aufgaben im Alltag. Normalerweise mag sie es unkompliziert und traditionell - ideal für den Mittagstisch mit sieben Familienmitgliedern. Für ihr Landfrauen-Menu greift Claudia aber etwas tiefer in die Trickkiste. Dort will sie auch mit Honigwaben auf gefrorenen Steinen oder Randencarpaccio experimentieren. Für den grossen Abend hat Claudia einen besonderen Ort ausgewählt. Die Landfrauen essen nicht im Wohnhaus, sondern in der alten Scheune, die für den Anlass extra hergerichtet wird. Damit die frisch angerichteten Teller dort auch sicher ankommen, ist Improvisation gefragt: Claudias Mann Ruedi balanciert sie auf einem grossen Brett quer über den Hof bis zu den Gästen - falls nicht vorher einer herunterfällt.
05:55
Beide gewannen in ihrer aktiven Skirennkarriere je zwei Weltcuprennen. Der Bündner Marc Berthod fuhr 2007 im Slalom in Adelboden und ein Jahr später im Riesenslalom am berühmtberüchtigten Chuenisbärgli zuoberst aufs Podest. Didier Plaschy aus dem Kanton Wallis wiederum war 1999 bei den Weltcup-Slaloms in Vail (USA) sowie Kranjska Gora (Slowenien) der Schnellste. Wer am berühmtesten Jasstisch der Schweiz die Nase vorne hat, das entscheidet sich in drei Runden Differenzler. Mit Jassmoderatorin Fabienne Gyr und dem Jasspublikum machen sich die beiden ehemaligen Skirennfahrer fit für den anstehenden Skiwinter, schauen in ihrer heutigen Rolle als SRF-Skiexperten auf ihre Karrieren zurück und erzählen der Jass-Schweiz, was wir in der Weltcupsaison 2026/27 von unseren Schweizer Skiprofis erwarten dürfen. Für coole Vibes an der Après-Ski-Jassbar sorgt Schlagersängerin Diana. Die Schwyzerin gewann vor 25 Jahren den «Grand Prix der Volksmusik» und veröffentlichte bislang 15 Alben. Im «Samschtig-Jass» präsentiert die Künstlerin ihren neusten Gassenhauer «Fondue - üsä Superstar».
06:30
08:00
08:45
Genesen dank Hirntraining Jasna Cotting war an Long Covid erkrankt. Arbeiten konnte sie noch, aber in ihrer Freizeit lag sie nur noch im Bett. Dann stiess sie auf den sogenannten neuroplastischen Ansatz, der davon ausgeht, dass bei Long Covid das Nervensystem überaktiviert ist. Symptome wie Fatigue, Schmerzen oder Belastungsintoleranz hätten mit der Zeit keine körperliche Ursache mehr, sondern seien vom Gehirn erlernt und könnten deshalb auch wieder verlernt werden, so die Hypothese. Jasna Cotting zeigt «Puls» die Methode. Schwerkrank trotz Hirntraining Sara Pezzotta ist schwer an Long Covid erkrankt. Auch sie versuchte es mit der neuroplastischen Therapie. Doch ihr schadete die Methode, statt dass sie nutzte. Im Gespräch mit Daniela Lager wird klar, welche Gefahren der Ansatz hat und warum von einzelnen Genesungsgeschichten nicht auf alle Betroffenen geschlossen werden kann. Die Skepsis der Patientenorganisationen Die Patientenorganisation Long Covid Schweiz verfolgt die aktuelle Diskussion um «Brain Retraining» bei Long Covid mit Skepsis. Es sei ein Hype, nach jetzigem Wissensstand ohne wissenschaftliche Grundlage. Long Covid, betont die Organisation, müsse man als multisystemische Erkrankung begreifen, mit nachweisbaren körperlichen Veränderungen, die weit über ein gestörtes Nervensystem hinausgehen. Daniela Lager fragt bei der Präsidentin von Long Covid Schweiz nach, warum sich die Patientenorganisation derart gegen Heilsversprechen wehrt. Der neuroplastische Ansatz am Luzerner Kantonsspital Long-Covid-Sprechstunden in der Schweiz greifen den neuroplastischen Ansatz unterdessen schon auf. Am Luzerner Kantonsspital empfiehlt die Neurologin Lara Diem ausgewählten Patientinnen und Patienten, Hirntraining auszuprobieren. Sie glaubt, dass sich die Symptomwahrnehmung, Schmerzverarbeitung und Lebensqualität dank des Trainings verbessern können. Das Vorgehen ist umstritten, denn bisher fehlt der wissenschaftliche Nachweis, dass der Therapieansatz bei Long Covid tatsächlich wirkt. Was bewegt die Neurologin dazu, die Therapie trotzdem schon zu empfehlen?
09:25
Bluthochdruck ist der «stille Killer Nr. 1»: Jeder dritte Erwachsene in der Schweiz ist davon betroffen. Ab 75 Jahren ist es sogar jede zweite Person. Auch wer sich gesund ernährt und regelmässig Sport treibt, kann einen hohen Blutdruck haben - oft ohne es zu merken. Denn Bluthochdruck verursacht häufig keine Beschwerden, kann aber zu Herzinfarkt, Schlaganfällen und Nierenversagen führen. Trotzdem werden erhöhte Werte häufig lange nicht ernst genommen. Eine wirksame Behandlung mit möglichst wenigen Nebenwirkungen zu finden, ist nicht immer einfach. Bei hohem Blutdruck kann es ausserdem zu Erektionsstörungen kommen. Auch blutdrucksenkende Medikamente können dabei eine Rolle spielen. Im Studio werden mögliche Hilfsmittel vorgestellt - unter anderem die Penispumpe. Movember Im November dreht sich alles um das Thema Männergesundheit. Seit mehr als 20 Jahren macht die Movember-Bewegung auf Erkrankungen wie Prostatakrebs aufmerksam. Bei der Vorsorge besteht in der Schweiz immer noch Nachholbedarf. Tipps gegen den Herbstblues Müde, abgeschlagen und traurig: So fühlen sich viele Menschen im Herbst und ziehen sich zurück. Was hilft gegen den sogenannten Herbstblues? In PRÄVENTIONHEUTE gibt es hilfreiche Tipps.
10:00
Wiborada lebte vor rund 1100 Jahren in St. Gallen und wird dort in diesem Jahr besonders gewürdigt. Ein Stationenweg und eine nachgebaute Gebetszelle laden ein, das Leben von Wiborada neu zu entdecken. Als sogenannte «Inklusin» waren Glaube, Bildung und Beratung besonders wichtig. So suchten Menschen aus allen Gesellschaftsschichten ihren Rat. Laut Überlieferung warnte Wiborada gar vor dem Einfall der Ungarn im Jahr 926. Dadurch konnten wertvolle Handschriften und Klosterschätze gerettet werden. Bei diesem Angriff wurde sie selbst getötet. Ihr Leben steht insbesondere für Mut, geistige Unabhängigkeit und die Verbindung von Spiritualität und Selbstbestimmung. Sie widersetzte sich den üblichen Erwartungen an Frauen ihrer Zeit und stand für Freiheit ein. Gerade deshalb inspiriert Wiborada bis heute dazu, über Glaubwürdigkeit, Verantwortung und über die eigene Lebensberufung nachzudenken. Dass in diesem Jahr der Reformationssonntag und Allerheiligen am 1. November zusammenfallen, bietet Anlass, an das Leben und Wirken von Wiborada zu erinnern. Musikalisch gestalten Organist Bernhard Ruchti, die Mezzosopranistin Melanie Veser und die Violinistin Yuko Ishikawa den Gottesdienst. Er wird im Programm der Eurovision ausgestrahlt.
11:00
Abschied ist immer und überall. Gabriele von Arnim, bald 80-jährig, hat ein Jahr lang über Abschiede nachgedacht, darüber, was sie nicht mehr kann, was sie nicht mehr muss und darüber, was in dieser Welt verlustig geht, wenn Empathie fehlt. Sie hat persönliche und politische Abschiede in einem Tagebuch festgehalten und erzählt von unerfüllten Wünschen genauso wie vom Älterwerden und von einer Welt, deren Veränderungen sie bis in ihre Träume verfolgen. Dabei wurde sie zwar nicht weniger besorgt, aber gleichzeitig heiterer - denn Abschiede sind für sie auch der Weg zur Freiheit. Dazu gehört, sich von der Vorstellung zu verabschieden, wie das eigene Leben sein sollte, um sich auf das einzulassen, was tatsächlich ist. Zugleich bleiben mit jedem eingeschlagenen Weg andere ungegangen. Auch unerfüllte Wünsche gehören zum eigenen Leben. Gabriele von Arnim kennt die Spannung zwischen Verlust und neuen Möglichkeiten aus eigener Erfahrung. Zehn Jahre begleitete sie ihren schwerkranken Mann bis zu seinem Tod. Danach musste sie lernen, die wiedergewonnene Freiheit zu leben. Davon erzählte sie in ihrem Buch «Das Leben ist ein vorübergehender Zustand». Mit Olivia Röllin spricht sie darüber, wie man nach dem Tod eines Menschen in ein eigenes Leben zurückfindet, wie man angesichts von Krieg und politischer Verrohung empfindsam bleibt, ohne zu verzweifeln, ob man sich auf das eigene Sterben vorbereiten kann und woher sie die Zuversicht nimmt, dass selbst im Abschied noch ein Anfang möglich ist.
12:00
Im Zuge der Renaissance der Volksmusik entdecken auch junge irische Musikerinnen und Musiker ihre Traditionen neu und führen sie in unerwartete Richtungen. Kunstschaffende aus Punk, Hip-Hop und anderen Genres greifen alte Lieder auf und versuchen, die unausgesprochenen Traumata ihrer Vergangenheit zu verstehen. Der Film begibt sich auf eine Reise durch die junge Volksmusikszene Irlands und blickt zurück auf die konfliktreiche Geschichte der Insel mit der einstigen Kolonialmacht Grossbritannien. Ein polyphones Portrait einer Generation, die sich ihrer Vergangenheit stellt, um eine neue Zukunft zu gestalten.
13:05
Was bedeutet das für Journalismus und Demokratie? Wenn Politikerinnen und Politiker direkt mit ihren Followern kommunizieren, alle andere Nachrichten erhalten und sich Menschen immer weniger auf eine gemeinsame Wirklichkeit einigen: Welche Aufgabe bleibt den Medien? Und schafft sich der Journalismus teilweise selbst ab, wenn das Publikum Einordnung als Bevormundung wahrnimmt und das Vertrauen erodiert? Im Gespräch mit Moderator Pesche Lebrument diskutieren Andrea Masüger, Präsident des Verlegerverbands Schweizer Medien, und Joachim Braun, Leiter Chefredaktion «Medien Südostschweiz», über Aufmerksamkeit, Vertrauen und die Frage, wie Journalismus in einer neuen Informationsordnung funktionieren kann.
14:00
Die japanische Badekultur spielt sich im öffentlich-urbanen Raum seit Jahrhunderten in Badehäusern ab und ist eng mit dem Alltagsleben verknüpft. Private Badezimmer gab es in Tokio früher kaum. Das hat sich in der Zwischenzeit geändert, aber das Ritual des täglichen Badehausbesuches hat noch immer Bestand. In der japanischen Hauptstadt erinnern die sogenannten Sento von aussen an Tempel. Im Umkleidebereich dominiert Holz, in der Nasszelle sind es vor allem Fliesen in Pastelltönen. Grosse Badebecken runden das Erscheinungsbild ab. Damit der Wasserdampf entweichen kann, wurden in vielen Sento die Decken angehoben und grosse Fenster eingebaut. Seit 100 Jahren gehört jeweils auch ein typisches Wandgemälde zum Baderaum: Eine Ansicht des Vulkans Fuji mit seiner schneebedeckten Spitze, dazu eine Landschaft mit Wasser und Kiefern, die Glück symbolisieren. Sento dienen nicht nur der Hygiene, sondern sind vor allem für die ältere Bevölkerung wichtige soziale Treffpunkte in den jeweiligen Stadtvierteln.
14:35
Seit über fünf Tagen sind sie unterwegs - per Stand Up Paddle, Rennvelo, zu Fuss und Mountainbike ohne Pause. Jetzt steht der erste grosse Test bevor: das Allalinhorn mit 4027 Metern sowie die ausgesetzte Kletterpassage über den Feechopf bis zur Täschhütte. Für Serge Grazioli ist es eine spezielle Tour. Vor einem Jahr hat er seinen Sohn bei einem tragischen Unfall verloren. Nun will er in Erinnerung an ihn auf dem Gipfel des Allalinhorns ein Andenken hinterlassen. Für die Bergführer ist es ein erster Test, um zu sehen, wie sich die Teilnehmer in Eis und Fels bewegen, und ob sie auch fähig sind, das grosse Ziel, die Dufourspitze, zu besteigen. Für viele ist es das erste Mal, dass sie mit Steigeisen und Pickel in dieser Höhe so lange unterwegs sind. Ausserdem stellt die angekündigte Schlechtwetterfront das Ziel, die Dufourspitze, in Frage. Erstausstrahlung: 30.10.2026
15:25
Auf der Sackweid bei Obernau LU lebt Landfrau Claudia Kilchmann mit ihrem Mann Ruedi, den fünf Kindern und ihren Schwiegereltern unter einem Dach. Vier der Kinder gehen bereits zur Schule, die vierjährige Sarah ist noch zuhause. Entsprechend lebhaft beginnt der Tag: Kinder wecken, Frühstück, Schulstart - und mittendrin Sarah, die Claudia durch den Alltag begleitet. Claudias Hauptaufgabe ist die Familie. Gleichzeitig ist sie eng in den Hofalltag eingebunden. Auf dem Betrieb leben rund 40 Milchkühe und 30 Stück Jungvieh. Claudia hilft dort mit, wo sie gebraucht wird. Auch die Kinder packen auf dem Hof mit an. Für Claudia gehört das selbstverständlich zum Aufwachsen auf einem Bauernbetrieb. Dazu hat sie ein eigenes Standbein aufgebaut. Seit rund einem Jahr betreibt Claudia eine kleine Backstube auf dem Hof, in der sie Brot und Joghurt produziert. An Backtagen beginnt ihr Arbeitstag schon um drei Uhr, während der Rest der Familie noch schläft. Überhaupt gehören für Claudia Backen und Kochen zu den liebsten Aufgaben im Alltag. Normalerweise mag sie es unkompliziert und traditionell - ideal für den Mittagstisch mit sieben Familienmitgliedern. Für ihr Landfrauen-Menu greift Claudia aber etwas tiefer in die Trickkiste. Dort will sie auch mit Honigwaben auf gefrorenen Steinen oder Randencarpaccio experimentieren. Für den grossen Abend hat Claudia einen besonderen Ort ausgewählt. Die Landfrauen essen nicht im Wohnhaus, sondern in der alten Scheune, die für den Anlass extra hergerichtet wird. Damit die frisch angerichteten Teller dort auch sicher ankommen, ist Improvisation gefragt: Claudias Mann Ruedi balanciert sie auf einem grossen Brett quer über den Hof bis zu den Gästen - falls nicht vorher einer herunterfällt.
16:20
Die Schorfheide im Nordosten Brandenburgs ist dünn besiedelt und vielen Menschen kaum bekannt. Dabei wartet die Region mit zahlreichen Superlativen auf: Hier liegt das grösste zusammenhängende Waldgebiet Deutschlands. Ein Teil, der fast 600 Hektar grosse Buchenwald Grumsin, gehört zum Unesco-Weltnaturerbe und steht damit auf einer Stufe mit der Serengeti oder dem Grand Canyon. In den naturnahen Wäldern brüten See-, Fisch- und Schreiadler sowie Kraniche und Schwarzstörche. Über Jahrhunderte war die Schorfheide das Jagdgebiet preussischer Könige, Rot- und Damhirsche standen auf der Abschussliste. Die Schorfheide glich eher einem Wildpark als einem natürlichen Wald. Ein Gutes aber hatte das herrschaftliche Jagdrevier: Grosse Teile des Gebiets blieben unberührt. Sie bildeten die Grundlage für eine einmalige Chance: Denn nach der Wende im Jahr 1990 beschlossen Förster, Landwirte und Naturschützer, die Artenvielfalt der Wälder, Seen, Wiesen und Äcker wiederherzustellen und zu schützen. Grossflächig wurden einst trockengelegte Moore und Wiesen wieder angestaut. Mit dem Wasser kamen viele Arten zurück. Heute ist die Schorfheide das grösste Kranichbrutgebiet Deutschlands. Eisvögel gehen in der bizarren Wasserwunderwelt auf Fischjagd und in ehemaligen Schwarzspechthöhlen brüten Schellenten ihre Eier aus. Neben alten Laubwäldern besteht ein grosser Teil der Schorfheide aus monotonen Kiefernforsten. Die meisten wurden Mitte des 19. Jahrhunderts gepflanzt. In den letzten Jahren haben sich drei Wolfsfamilien hier angesiedelt. Sie sind ein wichtiger Baustein im natürlichen Gefüge. Junge Bäume werden oft von Rehen und Hirschen verbissen. Gibt es zu viel von ihnen, hat der neue Wald keine Chance. Die Wölfe reduzieren den hohen Wildbestand auf ein natürliches Mass und schützen so den Wald der Zukunft.
17:10
Vom 26. bis 29. Oktober war das RTR-Team zu Gast in Savognin. Gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern der 6. Klasse entstand eine ganze «Minisguard»-Sendung rund um die Frage: «Woher nimmt das Surses seine Energie?» Dafür lernten die Kinder, wie man Interviews führt, filmt und spannende Geschichten erzählt. Sie besuchten das Elektrizitätswerk in Tinizong, befragten Passantinnen und Passanten auf der Strasse und schauten hinter die Kulissen des Volg. Entstanden ist eine abwechslungsreiche Reportage mit spannenden Einblicken in die Energieversorgung der Region.
17:25
Eine zufällige Begegnung mit einer ukrainischen Flüchtlingsfamilie in Tavanasa wird für Ignaz Derungs zum Wendepunkt. Bis dahin hatte der Surselver weder einen besonderen Bezug zur Ukraine noch zur humanitären Hilfe. Was als persönliche Hilfe für eine einzelne Familie beginnt, wächst zu einer Organisation, die heute Hilfe für viele Menschen in der Ukraine möglich macht. Ignaz Derungs und sein Team aus freiwilligen Helferinnen und Helfern sammeln alles, was in der Kriegsregion benötigt wird - von Kleidern, Möbeln und Medikamenten bis hin zu Maschinen, Heizungen und Generatoren. Der Film von Patrick Capaul folgt den Hilfsgütern von der Schweiz bis nach Charkiw und den Menschen, die dafür sorgen, dass die Hilfe dort ankommt, wo sie gebraucht wird. Entstanden ist eine eindrückliche Geschichte über freiwilliges Engagement, gelebte Solidarität und die Kraft einer einzigen Begegnung - eine Begegnung, die zeigt, wie aus persönlicher Hilfe eine Bewegung entstehen kann.
18:00
Die Sendung informiert die Zuschauer über wichtige Ereignisse im schweizer In- und Ausland. Zentrale Bereiche, die dabei behandelt werden, sind unter anderem Wirtschaft, Politik, Kultur, Sport und Gesellschaft.
18:05
Rund um die Jahreszeiten werden die Zuschauer in der Sendung mit den relevantesten Informationen über Wetterwarnungen und Trends versorgt.
18:15
19:10
Viele Menschen in Madagaskar können sich eine ärztliche Behandlung nicht leisten. Für sie ist die schwimmende Klink der Hilfsorganisation Mercy Ships Lichtblick und Rettung. Zusätzlich bildet die Organisation vor Ort auch Ärztinnen und Ärzte aus. Ein Bericht von Mitja Rietbrock.
19:25
19:30
Die Sendung informiert die Zuschauer über wichtige Ereignisse im schweizer In- und Ausland. Zentrale Bereiche, die dabei behandelt werden, sind unter anderem Wirtschaft, Politik, Kultur, Sport und Gesellschaft.
19:55
Rund um die Jahreszeiten werden die Zuschauer in der Sendung mit den relevantesten Informationen über Wetterwarnungen und Trends versorgt.
20:05
Die Pflegefachfrau Floria arbeitet mit Leidenschaft und Professionalität auf der chirurgischen Abteilung eines Kantonsspitals. Bei ihr sitzt jeder Handgriff, sie hat auch in Stresssituationen ein offenes Ohr für die Patientinnen und Patienten und ist im Notfall sofort zur Stelle - idealerweise. Doch in der harten Realität ihres schwer kalkulierbaren Alltags sieht es oft anders aus. Als sie an diesem Tag ihre Spätschicht antritt, fällt auf der voll belegten, unterbesetzten Station auch noch eine Kollegin aus. Trotz aller Hektik umsorgt Floria eine schwerkranke junge Mutter und einen alten Mann, der verzweifelt auf seine Diagnose wartet, ebenso fürsorglich und routiniert wie einen Privatpatienten mit all seinen Extrawünschen. Doch mit Fortschreiten der Nacht wird ihre Arbeit mehr und mehr zu einem Rennen gegen die Zeit. ?Petra Volpe greift mit ihrem neuen Schweizer Film ein hochaktuelles Thema auf: den sich zuspitzenden Mangel an qualifizierten Pflegekräften in der Schweiz und weltweit. Die grossartige Leonie Benesch als Floria durch ihre Schicht zu begleiten, heisst unmittelbar und atemlos mitzuerleben, wie sie den Strapazen eines chronisch überlasteten Systems eine schier unglaubliche Kraft und Empathie entgegensetzt. Packend, humanistisch und mit respektvoller Leichtigkeit ist «Heldin» eine Hommage an eine unterschätzte Berufsgruppe und zeigt auf, wie wichtig eine gute Betreuung im Krankheitsfall für uns alle ist. Der Film wurde 2026 auf die Shortlist für den Oscar für den besten fremdsprachigen Film aufgenommen und ging am Schweizer Filmpreis als grosser Gewinner hervor.
21:45
Stefan Büsser und sein Team durchkämmen auch diese Woche die relevanten News und klopfen sie auf ihr Satirepotenzial ab. Als Showact zeigt die österreichische Kabarettistin Lisa Eckart eine Nummer aus ihrem neuen Programm. Im Talk empfängt Büssi die SVP-Nationalrätin Nina Fehr Düsel.
22:25
Die Sendung informiert die Zuschauer über wichtige Ereignisse im schweizer In- und Ausland. Zentrale Bereiche, die dabei behandelt werden, sind unter anderem Wirtschaft, Politik, Kultur, Sport und Gesellschaft.
22:35
Rund um die Jahreszeiten werden die Zuschauer in der Sendung mit den relevantesten Informationen über Wetterwarnungen und Trends versorgt.
22:45
ICE wird unter Donald Trump zum zentralen Instrument einer radikal verschärften Migrationspolitik. Tausende Beamte sind landesweit im Einsatz, Festnahmen und Abschiebungen werden massiv ausgeweitet. Der Film begleitet ICE-Einheiten bei ihren Einsätzen und zeigt, mit welchen Methoden sie Menschen aufspüren und festnehmen. Gleichzeitig richtet sich der Blick auf diejenigen, die ins Visier der Behörde geraten. In demokratischen Hochburgen wie Minneapolis leben Familien in Angst vor Razzien, Kinder fürchten um ihre Eltern, Nachbarschaften organisieren sich gegen die Einsätze. Nach tödlichen Zwischenfällen verschärft sich der Konflikt zwischen der Bundesregierung und Städten, die sich gegen das Vorgehen von ICE stellen. Der Film folgt auch Aktivistinnen und Aktivisten, sogenannten «Legal Observers», die Einsätze dokumentieren, sowie Journalisten und Insidern, die die Entwicklung der amerikanischen Einwanderungspolitik kritisch analysieren. Ein ehemaliger Mitarbeiter des Ministeriums für Innere Sicherheit berichtet von seinen Erfahrungen in der ersten Trump-Regierung. Historiker:innen und Gewerkschafter:innen ordnen die aktuelle Politik in die Geschichte der US-Einwanderung ein - von der Ausgrenzung chinesischer Arbeitskräfte bis zur Legalisierung von Millionen Menschen unter Ronald Reagan. Der Film zeigt, dass Einwanderung längst mehr ist als eine politische Streitfrage: Sie wird zum Schauplatz eines grundlegenden Konflikts über staatliche Macht, Menschenrechte, Zugehörigkeit und die Grenzen demokratischer Institutionen. Erstausstrahlung: 1.11.2026