20:40
Am 14. Juni kommt die Initiative «Keine 10-Millionen-Schweiz» zur Abstimmung. Sie verlangt, dass die ständige Wohnbevölkerung der Schweiz bis 2050 nicht über 10 Millionen steigt. Überschreitet die ständige Wohnbevölkerung vor 2050 9,5 Millionen Menschen, müssten Bundesrat und Parlament im Asylbereich und insbesondere beim Familiennachzug im Rahmen der Personenfreizügigkeit Massnahmen ergreifen. Ausserdem müsste die Schweiz bei internationalen Abkommen, die zum Bevölkerungswachstum beitragen, Ausnahmebestimmungen und Schutzklauseln anrufen oder neu verhandeln. Wird die 10-Millionen-Grenze überschritten, müsste der Bundesrat entsprechende internationale Übereinkommen auf den nächstmöglichen Termin kündigen - nach zwei Jahren auch das Abkommen mit der EU über die Personenfreizügigkeit. «Keine 10-Millionen-Schweiz»: Entlastung oder Bedrohung? Die Befürworter der Initiative - darunter hauptsächlich die SVP sowie die EDU - halten die Zuwanderung heute für massiv zu hoch. Die Vorlage beschränke die Zuwanderung und wirke so unter anderem der Wohnungsnot, Stau und überfüllten Zügen, steigender Kriminalität und dem stark beanspruchten Gesundheitssystem entgegen. Ausserdem beuge sie der Zubetonierung der Schweiz sowie einem Kultur- und Identitätsverlust vor. Die Gegenseite - darunter FDP, Mitte, GLP, SP, Grüne sowie zahlreiche Verbände - warnt vor einem Chaos: Die Initiative verschärfe den Arbeitskräftemangel etwa in der Pflege, der Gastronomie und der Landwirtschaft, bremse das Wirtschaftswachstum, gefährde die Renten und die innere Sicherheit. Zudem sieht das Nein-Lager den bilateralen Weg mit der EU in Gefahr, wie auch die humanitäre Tradition der Schweiz. Welche Folgen hätte die Initiative «Keine 10-Millionen-Schweiz» für die Bevölkerung der Schweiz? Sichert sie den Wohlstand der Schweiz - oder gefährdet sie ihn gar? Zu diesen Fragen begrüsst Sandro Brotz am 13. Mai 2026 in der «Abstimmungs-Arena» als Befürworterinnen und Befürworter der Vorlage: - Marcel Dettling, Präsident SVP; - Esther Friedli, Ständerätin SVP/SG; und - Pascal Schmid, Nationalrat SVP/TG. Gegen die Vorlage treten an: - Beat Jans, Bundesrat und Vorsteher EJPD; - Christian Wasserfallen, Nationalrat FDP/BE; und - Yvonne Bürgin, Fraktionspräsidentin Die Mitte.
21:50
Anhand von Hintergrundberichten und Interviews informiert die seit 1990 bestehende Sendung über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland. Gespräche werden teils auf Schweizerdeutsch aufgezeichnet.
22:15
Rund um die Jahreszeiten werden die Zuschauer in der Sendung mit den relevantesten Informationen über Wetterwarnungen und Trends versorgt.
22:20
22:30
In der legendären SRF-Talkshow «Telearena» wurde 1978 kontrovers über Fragen der sexuellen Orientierung diskutiert. Manche Teilnehmenden trugen sogar Masken, aus Angst davor, erkannt zu werden. Ausgehend von dieser Sendung verhandelt eine Gruppe Schweizer Kunstschaffender die Geschichte der Homosexualität in der Schweiz gestern und heute. Das Projekt «The Unfinished Business of Living Together» wird ab dem 8. Mai im Schweizer Pavillon auf der Kunstbiennale zu sehen sein.
23:05
Die introvertierte Weltraumprinzessin Saira lebt auf dem Planeten Clitopolis - behütet, aber emotional vernachlässigt von ihren beiden Müttern, den lesbischen Königinnen des Reichs. Halt findet sie einzig bei ihrer Freundin Kiki. Doch Kiki verlässt Saira: Sie sei zu langweilig, zu brav. Saira ist am Boden zerstört, doch für Liebeskummer bleibt keine Zeit, denn ihre Ex wird von den Straight White Maliens, den Incels der Zukunft, entführt und als Geisel genommen. Saira soll innerhalb von 24 Stunden das Lösegeld überbringen: die königliche Labrys, eine goldene Doppelaxt von nahezu unbegrenzter lesbischer Macht. Das Problem: Saira besitzt sie nicht. Doch Saria hat keine andere Wahl: Sie verlässt ihren geschützten Raum, steigt in ein Raumschiff und begibt sich auf eine gefährliche Reise durch den sogenannten «Straight Space», um ihre Exfreundin zu retten. Der Animationsfilm «Lesbian Space Princess» feierte 2025 seine internationale Weltpremiere bei den Filmfestspielen Berlin, wo er mit dem Teddy Award, dem wichtigsten queeren Filmpreis der Berlinale, ausgezeichnet wurde. Die von Emma Hough Hobbs und Leela Varghese entwickelte Science-Fiction-Komödie verhandelt mit viel Humor und visueller Fantasie Themen wie queere Selbstfindung, mentale Gesundheit und den Mut, sich aus vorgegebenen Rollenbildern zu befreien. Delikatessen zeigt «Lesbian Space Princess» als Free-TV-Premiere im Zweikanalton deutsch/englisch.