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Der Innenarchitekt Valentin Duquenne (Dany Boon) ist die Lichtgestalt der Pariser Kultursnobs, doch hütet er ein dunkles Geheimnis. Der distinguierte Monsieur ist nicht wie behauptet ein Waise, sondern hat mit seiner Herkunft gebrochen, die ihm einfach nur peinlich ist. Valentin stammt nämlich aus dem Nordosten Frankreichs, wo die sogenannten «Sch'tis» einen unverständlichen Dialekt sprechen und unflätige Umgangsformen pflegen. Der Unterschied zur noblen Welt der Designer und Kunstverständigen könnte grösser kaum sein. Ausgerechnet anlässlich einer Werkschau von Monsieur Duquenne holt ihn die verheimlichte Vergangenheit ein. Valentins chronisch mittelloser Bruder Gustave (Guy Lecluyse) und dessen Frau gaukeln nämlich Mama Duquenne vor, ausgerechnet Valentin habe sich zu ihrem 80. Geburtstag etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Dazu kapern sie kurzerhand die Designausstellung im Museum. Die zahlreich anwesende Presse stürzt sich auf den Skandal um den Bauerntölpel, der sich bei der Pariser Oberschicht angebiedert hat. Das noble Kartenhaus des Innenarchitekten stürzt zusammen. Und es kommt noch schlimmer: Als Valentin das Weite sucht, überfährt ihn sein trotteliger Vater (Pierre Richard). Beim Aufwachen im Spital wähnt Valentin sich als 17-Jähriger in der Provinz und spricht nur noch Dialekt. Valentins Ehefrau versteht plötzlich gar nichts mehr. Zehn Jahre nach dem grossen französischen Komödienhit «Willkommen bei den Sch'tis» bringt der damit weltbekannt gewordene Dany Boon einen Film in die Kinos, der zwar ein Nachfolger ist, jedoch eine neue Geschichte mit neuen Figuren erzählt. Gleich geblieben ist, dass die gegensätzlichen Milieus die Komik beisteuern, wobei in diesem Nachfolger nicht nur die Deppen aus der Provinz ihr Fett abbekommen, sondern auch die Kunstbürger, die beispielsweise die von Valentin sowohl unbequem wie instabil gefertigten Möbelstücke in den Himmel loben. Erneut kann Hauptdarsteller und Filmemacher Dany Boon auf ein quietschfideles Ensemble zählen, aus dem Line Renaud als Mutter und Komödien-Urgestein Pierre Richard als Vater herausstechen. Der «Basler Zeitung» gefielen die «überraschende Situationskomik, grotesken Wortspiele und das rasante Spiel des von Dany Boon exzellent angeführten Ensembles. Da werden mit feinsten Pinselstrichen facettenreiche Charakterbilder gemalt. Zudem gelingt es den Akteuren, die soziale Lage der Figuren in knappen Szenen glaubhaft zu gestalten. Was dem Ulk Momente mit verblüffendem Tiefgang schenkt.»
22:00
Die Sendung informiert die Zuschauer über wichtige Ereignisse im schweizer In- und Ausland. Zentrale Bereiche, die dabei behandelt werden, sind unter anderem Wirtschaft, Politik, Kultur, Sport und Gesellschaft.
22:10
Rund um die Jahreszeiten werden die Zuschauer in der Sendung mit den relevantesten Informationen über Wetterwarnungen und Trends versorgt.
22:20
Anna Mae Bullock: Wie sie zu Tina Turner wurde, welche Opfer sie erbrachte und wie sie mit nichts ausser ihrem Künstlernamen im Alter von 44 Jahren mit ihrer Karriere nochmals einen Anlauf nahm, um als erste Rocksängerin die Stadien zu füllen, und zuletzt in Rio de Janeiro unter freiem Himmel nicht weniger als 186'000 Zuschauende begeisterte - das ist der Inhalt dieses Dokumentarfilms von Daniel Lindsay und T. J. Martin. «Tina» zeigt aber mehr, lässt erkennen, welch singuläres Talent diese Musikerin beseelt hatte, mit welch einer Hingabe Tina Turner als Sängerin wirkte und auf der Bühne zum Vulkan wurde, welchen Einfluss sie ganz generell auf die R&B- und Rockmusik des 20. Jahrhunderts hatte. So auch exemplarisch auf den Song «What's Love Got to Do with It», den die Musikerin sich vom seichten Liedchen einer britischen Popband zu eigen machte, der letztlich zum Ohrwurm, Evergreen und Turners erfolgreichstem Song überhaupt wurde. Auch wenn die amerikanischen Filmemacher mehrere der dunkelsten Kapitel nur streifen, so verschweigen sie doch nicht die traumatisierenden Widrigkeiten, denen Tina Turner sich zeitlebens stellen musste. Angefangen bei Tina Turners Elternhaus, das ihr keine Liebe schenkte, bis hin zur Missbrauchsbeziehung mit Ike Turner, an dessen Seite sie ihre ersten Erfolge gefeiert hatte, von dem sie sich aber 1981 in einem aufsehenerregenden Interview im «People Magazin» lossagte, nicht ohne ihren Stolz und mit dem einzigen, was ihr geblieben war: dem Namen Tina Turner. Zur Ruhe gekommen am Zürichsee, gab Tina Turner im Jahr 2021 Auskunft und blickte auf ihr Leben zurück, in dem sie die schweren Zeiten nicht von den guten aufgewogen sah. Noch einmal trat der Weltstar für ein umfassendes Interview ins Rampenlicht zurück und verabschiedete sich damit von der Öffentlichkeit, die ihr zu Füssen gelegen ist, auf eine höchst gewinnende und persönliche Weise.