13:40
Romana Zumbühl steht mit beiden Beinen auf dem Boden. Die Landfrau aus dem luzernischen Altbüron ist Mutter von fünf Kindern, Bäuerin und Kräuterexpertin. Als solche gibt sie mittlerweile gut besuchte Kürse, in welchen man selber Salben und die verschiedensten Öle herstellen kann. Auch in der Küche dreht sich alles um wilde Geschmäcke, Kräuter und Blumen. Die anderen Landfrauen will sie mit ihren exotischen Kreationen verwöhnen. Treffen Ringelblumensuppe, Kräuterquiche und Rosenblütenmousse den Geschmack aller? oder sind die Landfrauen gar überfordert ob der neuen Düfte? Romanas Mann Walter ist der Chef auf dem Hof. Er hat rund 400 Bioschweine zu betreuen; eines kommt am Samstag auf den Tisch. Bei Zumbühls ist immer etwas los, alle fünf Kinder wohnen noch zu Hause und sorgen für viel Action. Romana lässt sich aber kaum aus der Ruhe bringen, sie vertraut auf ihre Kochkünste.
14:30
Zusammen mit ihrem Mann Rinaldo empfängt Ramona Imhasly die Landfrauen im kleinen Walliser Dorf Fieschertal. Die grosse Leidenschaft der beiden ist ihre Schafzucht. Insgesamt besitzen sie rund 180 Schafe; die meisten davon leben über den Sommer hinweg auf der Alp. Für Ramona war von Anfang an klar, dass das Thema Schaf auch beim Landfrauenessen eine zentrale Rolle spielen wird. Generell will sie mit Walliser Produkten und Spezialitäten bei den Landfrauen punkten. Eine gewisse Nervosität ist bei Ramona vor dem grossen Essen spürbar. Denn sie hat erst vor ein paar Jahren das leidenschaftliche Kochen für sich entdeckt. Die ehemalige Autoverkäuferin arbeitet heute in Teilzeit als Buchhalterin. Sie ist vor knapp fünf Jahren vom Berner Oberland zu ihrem Mann ins Wallis gezogen. Rinaldo ist bei der Luftseilbahn Fiesch beschäftigt. Ramonas augenfälligstes Merkmal sind ihre Fingernägel. Alle paar Wochen lässt sie sich diese mit ganz ausgefallenen Mustern neu kreieren. Im 300-Seelen-Dorf fällt sie nur schon deswegen aus dem Rahmen. Ramona ist immer auf Draht, bei ihr läuft ständig etwas. Das SRF-Kamerateam hat sie eine Woche lang hautnah begleitet.
15:25
Der Stadtstaat Singapur ist der flächenkleinste Staat Südostasiens. Er lebt vom wirtschaftlichen Erfolg und weist die dichteste Bevölkerung Asiens auf. Doch Hunderte Gärten machen diesen urbanisierten Raum zur «grünsten» Stadt Asiens und vermitteln das Gefühl eines «ewigen Frühlings».
15:45
Der Regisseur Heikko Böhm hat eine der bisher aufwendigsten Dokumentationen über Schweizer Wälder gedreht. «Uns ging es darum, die Wälder in ihrer ganzen Ästhetik zu zeigen und dem Wald ein Gesicht zu geben», erklärt er. «Schöne Bilder allein reichten uns dafür jedoch nicht. Wir wollten den Wald keineswegs nur romantisieren und verklären. Deshalb haben wir den Zugang zum Wald über Menschen gesucht.» Einer der porträtierten Waldmenschen ist Michel Brunner. Er spürt alte, dicke und besondere Bäume in Schweizer Wäldern auf und fotografiert sie. Sein daraus entstandenes Buch «Baumriesen der Schweiz» ist ein Bestseller. Albert Mächler aus Sankt Moritz ist ein leidenschaftlicher Jäger, aber auch ein renommierter Tierfotograf: Einmal pirscht er sich mit Gewehr und Kugel, ein andermal mit Fotoapparat und Zoomobjektiv an die Wildtiere heran. Luigi Frigerio ist Forstarbeiter in Celerina. Für ihn muss ein Wald «schön» sein. Und das gehe nur mithilfe des Menschen. Das Holz müsse man nutzen. Den Wald sich selbst zu überlassen, das ist für Luigi eine Todsünde. An Luigi Frigerio zeigt sich das Spannungsfeld im Verhältnis Mensch und Wald. Wie weit soll der Wald sich selbst überlassen sein? Inwiefern darf der Mensch eine der grössten Rohstoffquellen nutzen? Früher wurde der Wald so intensiv bewirtschaftet und abgeholzt, dass er beinahe daran zugrunde ging. Heute wird der Wald viel mehr denn nur als Holzlieferant geschätzt: Er schützt vor Erosion und Lawinen, er reinigt Luft und Wasser und dient den Menschen als Erholungsraum. Trotz dieser nüchtern betrachteten Funktionen ist der Wald für die Menschen ein Ort voller Mythen und Geheimnisse geblieben. Diese Mystik vermittelt der Film in Bild und Ton. Der renommierte Kameramann Ralph Baetschmann, der auch für die visuelle Umsetzung des ersten Schweizer Science-Fiction-Films «Cargo» verantwortlich war, hat die entsprechenden Bildwelten eingefangen. «Wir haben uns die grossen BBC-Dokumentationen als Vorbild genommen und keinen Aufwand gescheut», schildert Produzent Patrick M. Müller die Vision der Crew. «Mit Helikopter- und Drohnenaufnahmen, Kamerafahrten und Steadycam wollen wir den Wald auch auf der grossen Kinoleinwand zu einem spürbaren Erlebnis machen.» Über 30 000 Kilometer fuhr das Team durch die Schweiz, um möglichst viele und unterschiedliche Wälder zu zeigen.
17:10
17:20
Ein Verein, drei Kids und noch mehr Storys: «SRF Kids Inside» erzählt Geschichten mitten aus dem Leben.
17:30
Dimitri ist ein kleiner Zugvogel aus Europa, der nach einem Sturm alleine in einer afrikanischen Savanne strandet. Dort erlebt er mit seinen neuen Freundinnen Pili und Oko jeden Tag kleine Abenteuer und entdeckt eine Welt voller Überraschungen.
17:40
Wer und was bewegt den Kanton Graubünden und die rätoromanische Schweiz? Den Überblick bietet die tägliche Informationssendung «Telesguard» mit Beiträgen, Nachrichtenblöcken und Livereportagen von aktuellen Schauplätzen in den Regionen. Lokal und regional zuhause.
18:00
18:05
Rund um die Jahreszeiten werden die Zuschauer in der Sendung mit den relevantesten Informationen über Wetterwarnungen und Trends versorgt.
18:10
Yonathan aus Oberurmein liebt Snowboardfahren und gibt seit zwei Jahren sogar selber Snowboardunterricht. Auf dem Teller mag der 20-Jährige gerne «Züri Gschnätzlets» mit Trüffel. Seinen Gästen kocht er heute aber mottogetreu ein gezupftes Siedfleisch.
18:25
In der Region Irpinien lebt eine bäuerliche Zivilisation im Einklang mit der Natur. Die Podolica-Rinder weiden dort in Freiheit. Ihre Milch und ihr Fleisch sind für die regionale Küche von grossem Wert. Im Herbst liefern Kastanien und Trüffel wichtige Zutaten für traditionelle Rezepte.
19:00
19:25
19:30
Die Sendung informiert die Zuschauer über wichtige Ereignisse im schweizer In- und Ausland. Zentrale Bereiche, die dabei behandelt werden, sind unter anderem Wirtschaft, Politik, Kultur, Sport und Gesellschaft.
19:55
Rund um die Jahreszeiten werden die Zuschauer in der Sendung mit den relevantesten Informationen über Wetterwarnungen und Trends versorgt.
20:10
Gletscher sind weit mehr als spektakuläre Eislandschaften: Sie speichern lebenswichtiges Süsswasser, stabilisieren Ökosysteme und gehören zu den deutlichsten Indikatoren des Klimawandels. Doch weltweit schwinden sie in rasantem Tempo. Bis 2050 könnte ein Drittel der Gletscher in Unesco-Welterbestätten verschwunden sein. Michael Zemp ist Glaziologe und Direktor des «World Glacier Monitoring Service», der an der Universität Zürich seinen Sitz hat. Hier werden Daten zu Gletschern aus der ganzen Welt zusammengetragen und analysiert. «Wie gross die Verluste sind, ist regional unterschiedlich», sagt Zemp. «In den europäischen Alpen haben wir seit dem Jahr 2000 rund 40 Prozent der Gletschermasse verloren.» Ausgehend vom verheerenden Gletscherabbruch im Walliser Bergdorf Blatten im Mai 2025 führt die Dokumentation in die besonders betroffenen Regionen der Erde: von den Alpen über die Anden und Zentralasien bis nach Grönland und in die Antarktis. Forschende, politische Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger sowie Menschen, deren Lebensgrundlage unmittelbar vom Eis abhängt, zeigen, welche Folgen die Gletscherschmelze bereits heute hat und was der Welt noch bevorstehen könnte. Die Bevölkerung der Berggebiete spürt die Folgen bereits: Sei es in Form von Naturkatastrophen oder durch das allmähliche Versiegen der Wasserreserven für die Landwirtschaft und den täglichen Gebrauch. «Wut. Ich spüre Wut, weil wir kein Wasser mehr haben», sagt etwa Ana Romero Pinto, Bewohnerin eines kleinen Dorfes in den chilenischen Anden. Ihre Waschmaschine benutzt sie nicht mehr. Und auch die Blumen in ihrem Garten kann sie nicht mehr giessen. Das Dorf, in dem noch vor Kurzem das Gletscherwasser plätscherte, ist heute auf Wassertransporte per Lieferwagen angewiesen. Das erzeuge Konflikte, erzählt Ana. Ständig werfe man sich gegenseitig vor, zu viel Wasser zu verbrauchen. Dass solche Konflikte auch auf internationaler Ebene ausbrechen können, weiss man in Zentralasien. Dort kam es aufgrund der Wasserknappheit bereits zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen benachbarten Staaten. Der kirgisische Landwirt Samat Saparbekovich fasst es so zusammen: «Keine Gletscher, kein Wasser. Kein Wasser, kein Leben.» Was also tun, um diese Entwicklung aufzuhalten oder zumindest zu verlangsamen? In diesem «DOK» geben Forscherinnen und Forscher Antwort und berichten von ihrer Arbeit in den Bergen, den Weiten Grönlands und der Antarktis.
21:50
Anhand von Hintergrundberichten und Interviews informiert die seit 1990 bestehende Sendung über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland. Gespräche werden teils auf Schweizerdeutsch aufgezeichnet.
22:15
Rund um die Jahreszeiten werden die Zuschauer in der Sendung mit den relevantesten Informationen über Wetterwarnungen und Trends versorgt.
22:25
Harald Schmidt hat die deutsche Fernsehunterhaltung geprägt wie kaum ein anderer. Nach seinem Schauspielstudium begann er am Theater, bevor er mit «Schmidteinander» und vor allem der «Harald Schmidt Show» zum grossen Entertainer wurde. Heute ist er zurück beim Schauspiel, u.a. auf dem «Traumschiff», wo er den Kreuzfahrtdirektor Oskar Schifferle gibt. Zurzeit ist er zudem gemeinsam mit Hanna Scheuring in «Hanna & Harald - Scheuring fragt, Schmidt redet» auf Schweizer Bühnen zu erleben. Warum er noch immer auf der Suche nach den besten Gags ist, was ihn dazu brachte, seinen Jaguar kurzerhand zu verschenken, und warum er nicht an Deutschlands Untergang glaubt, darüber spricht er mit Urs Gredig bei «Gredig direkt».
23:05
Ohne Kaffee in den Tag zu starten, ist für viele Menschen undenkbar. Doch der Klimawandel bedroht dieses Ritual: In den vergangenen drei Jahren hat sich der Preis für Kaffee auf dem Weltmarkt inzwischen mehr als verdoppelt. «Wir sind vielleicht die letzte Generation, die Kaffee trinkt», fürchtet der brasilianische Kaffeebauer Felipe Croce. Hat das Morgenritual eine Zukunft? Forschende sowie Farmerinnen und Farmer suchen weltweit nach Lösungen - in Archiven, Laboren, auf Plantagen und in Wäldern. Der Kaffeebauer Felipe Croce baut seine Farm zu einem klimaresilienten Agroforstsystem um, damit seine Pflanzen dem kommenden El Niño trotzen können. In den Königlichen Botanischen Gärten in London durchforstet der britische Forscher Dr. Aaron Davis die Archive nach vergessenen, robusteren Kaffeearten. Und in Uganda macht seine Kollegin Dr. Catherine Kiwuka eine überraschende Entdeckung, die Hoffnung gibt. Noch radikaler geht das Schweizer Startup Food Brewer vor: Es lässt Kaffeezellkulturen im Stahltank wachsen. In Zusammenarbeit mit der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften versucht es, dem Geschmack der Bohne nahezukommen. Ein Film von Daniel Etter.
23:40
23:50
Lieferdienste bringen uns das Essen, Spotify kennt unseren Musikgeschmack und KI formuliert unsere Texte. Das Leben wird bequemer, doch der Preis dafür könnte hoch sein. Denn wer nicht mehr selbst kocht, repariert, entscheidet oder denkt, verliert womöglich nicht nur Fähigkeiten, sondern auch Selbstvertrauen, Urteilskraft und Freiheit. In ihrem Buch «Bequeme neue Welt» fragt die Philosophin und Astrophysikerin Sibylle Anderl, wann hilfreiche Entlastung in Abhängigkeit und Entmündigung kippt. Warum ist es wichtig, Dinge selbst zu können? Was geschieht mit unserem Denken, wenn KI uns fertige Antworten liefert? Und was fehlt, wenn selbst menschliche Nähe durch ein stets verständnisvolles digitales Gegenüber ersetzt wird? Im Gespräch mit dem neuen «Sternstunden»-Moderator Michael Räber spricht sie über Bequemlichkeit und Selbstbestimmung, die Verlockungen künstlicher Intelligenz, das Staunen über den Kosmos und die Frage, was ein gutes Leben ausmacht.