21:00
Seit die WG weiss, dass das Haus zum Verkauf steht, ist sie in Aufruhr. Es werden Vermutungen angestellt und Luftschlösser gebaut: Wäre es vielleicht sogar eine Option, zusammenzulegen und die Liegenschaft als Gemeinschaft zu kaufen? Während die Mehrheit der WG abwinkt, wenn es um das nötige Kleingeld geht, versucht Katrin ihr Glück aktiv beim Lotto. Der Alltag geht währenddessen weiter. Während die WG den Hühnerstall auseinanderbaut, putzt und dann nicht mehr zusammenbringt, zieht sich Luke zurück und stellt sich die grossen Fragen des Lebens: Was mache ich hier? Wo geht es hin? Und: Wie lange darf ich als Engländer nach dem Studium überhaupt noch in der Schweiz bleiben? Als klar wird, dass die WG überraschenderweise keine Millionen angespart hat, um das Haus zu kaufen, werden andere Lösungen gesucht. Die nächste Idee: Könnte das Haus für eine Wohnbau-Genossenschaft spannend sein, die es dann ohne Profit erhält?
21:20
Zeit für ein neues Kapitel: Nach exakt fünf Jahren WG zieht Rico an einen Ort, an dem es weder Garten noch Hühner, dafür mehr Platz zum Musizieren gibt - alles Dinge, die ihn positiv stimmen. Während er seine Sachen packt, gibt die WBG St. Gallen ein Update zum Hauskauf bekannt: Die Erhaltung des Hauses kostet wie erwartet viel Geld. So viel, dass eine Miete zum aktuellen Preis in Zukunft unmöglich wäre. Sollte sie trotzdem mitbieten? Die ungewisse Zukunft der WG hält sie nicht vom Feiern ab. Es ist Sommer und das jährliche WG-Fest steht an. Es gibt viel vorzubereiten und aufzubauen. Am Ende sind der Garten und die Herzen voll. Und dann kommt erst noch eine schöne Nachricht rein.
21:50
Anhand von Hintergrundberichten und Interviews informiert die seit 1990 bestehende Sendung über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland. Gespräche werden teils auf Schweizerdeutsch aufgezeichnet.
22:15
Rund um die Jahreszeiten werden die Zuschauer in der Sendung mit den relevantesten Informationen über Wetterwarnungen und Trends versorgt.
22:25
Drei Tage hat der Ständerat in der Herbstsession für die Beratung des EU-Vertragspakets reserviert. Nachdem die federführende vorberatende Kommission den Bilateralen III klar zugestimmt hat, beugt sich nun die kleine Kammer im Plenum über die Verträge. Am Vertragstext selbst lässt sich nicht mehr rütteln - wohl aber an den inländischen Begleitmassnahmen. Umstritten ist etwa, ob die Grundlage für eine Zuwanderungsabgabe eingeführt werden soll. Und auch beim Lohnschutz gibt es Differenzen: Gewerkschaften, Arbeitgeber und Parteien sind sich nicht einig, ob der Kündigungsschutz für Arbeitnehmervertreter gestärkt werden soll. Wie gross ist der Spielraum des Parlaments? Wo sind Anpassungen am bundesrätlichen Vorschlag notwendig? Parlament entscheidet über Referendumsfrage Besonders umstritten ist zudem nach wie vor, ob das Paket dem fakultativen oder dem obligatorischen Referendum unterstellt werden soll - ob also in einer Volksabstimmung das Volksmehr genügt oder ob auch eine Mehrheit der Stände für ein Ja zwingend ist. Der Bundesrat spricht sich für das fakultative Referendum aus. Das entspreche der bisherigen Praxis bei den Bilateralen I und II. Soll für das EU-Vertragspaket das einfache oder das doppelte Mehr gelten? Und wie positionieren sich FDP und Die Mitte in dieser Frage? Zu diesen Fragen begrüsst Sandro Brotz am 11. September 2026 in der «Arena»: - Barbara Steinemann, Nationalrätin SVP/ZH; - Eva Herzog, Ständerätin SP/BS; - Hans-Peter Portmann, Nationalrat FDP/ZH; und - Marianne Binder, Vizepräsidentin Die Mitte/AG. Weitere Gäste: - Gabriela Medici, Co-Sekretariatsleiterin Schweizerischer Gewerkschaftsbund
23:40
23:55
Im einsamen Wüstengebiet von Texas, nah an der mexikanischen Grenze, entdeckt Cowboy und Gelegenheitswilderer Llewelyn Moss (Josh Brolin) ein Schlachtfeld. Vorangegangen ist wohl ein fürchterlich schiefgelaufener Drogendeal, der in einer grossen Schiesserei endete, die offensichtlich keiner der Beteiligten überlebte. Moss denkt nicht im Traum daran, das Entdeckte der Polizei zu melden. Ihm erscheint das Ganze vielmehr als ein Zeichen des Himmels, findet er neben einem der Toten doch eine Tasche mit mehr als zwei Millionen Dollar. Die Summe reicht zehnfach, um ihn und seine Frau Carla Jean (Kelly Macdonald) vom tristen Dasein in einem schäbigen Trailerpark zu erlösen. Er packt die Tasche, muss aber später zwecks Spurenverwischens noch einmal zum Tatort zurückkehren. Das hätte er besser unterlassen, denn dort erwartet ihn bereits Anton Chirgurh (Javier Bardem), ein Killer, wie ihn das Land noch nicht gesehen hat. Er hat die Aufgabe, Moss das Geld wieder abzujagen. Für die Erledigung seines Jobs geht Chirgurh ohne grosses Federlesen über Leichen. Und weil Moss ein listiger Flüchtender ist, zieht sich bald eine lange Blutspur durch den Süden von Texas. Ebenfalls an Moss angehängt hat sich der bald pensionierte Sheriff Ed Tom Bell (Tommy Lee Jones). Mit Fortschreiten der Jagd wird klar: Bell versucht Moss zu finden, nicht um ihn zu verhaften und dem Gesetzt zuzuführen, sondern um ihn vor dem irren Killer zu retten, der wie eine Gottesplage durch das Land zieht. In ihrem dicht erzählten Thriller «No Country for Old Men» entführen die beiden Kultfilmer Ethan und Joel Coen («Fargo») die Zuschauerinnen und Zuschauer in eine kuriose, gewalttätige Albtraumwelt. Das deutsche Onlinemagazin «Artechock» schrieb bei der Premiere in Cannes, dieser Coen-Film sei das «wohl düsterste Werk der Brüder seit ihrem Debüt mit <Blood Simple> vor immerhin 22 Jahren - und es ist ihr bester Film seit <Fargo>». Die Mehrheit des Saalpublikums habe zunächst nicht bemerkt, dass das «nicht zum Lachen gemacht war», dieses «präzis und ohne Manierismen und Effekthascherei inszenierte, lakonische, stoische Panorama der Sinnlosigkeit, in dem man sich auf nichts verlassen kann, ausser dass nicht viele Charaktere das Filmende erleben werden». Die Vorlage für die Handlung lieferte der gleichnamige Roman von Cormac McCarthy, der als einer der wichtigsten zeitgenössischen US-Schriftsteller gilt und dessen Bücher, wie zuletzt «The Road», immer wieder auch verfilmt werden. Neben Javier Bardem, der sich mit Anton Chirgurh in die Galerie der bizarrsten Hollywoodkiller eingeschrieben hat und dafür einen Oscar als Bester Nebendarsteller erhielt, überzeugen auch Tommy Lee Jones, Josh Brolin, Woody Harrelson und Kelly MacDonald mit denkwürdigen Schauspielerdarbietungen. Für «No Country for Old Men» durften die Coen-Brüder dann 2008 jeweils gleich drei Oscarstatuen entgegennehmen: für die Beste Regie, das Beste Drehbuch sowie für den Besten Film des Jahres.