22:15
Rund um die Jahreszeiten werden die Zuschauer in der Sendung mit den relevantesten Informationen über Wetterwarnungen und Trends versorgt.
22:25
Das 21. Jahrhundert ist noch jung, führte aber schon zu bedeutenden Umwälzungen: Begriffe wie Me?Too, Black Lives Matter, Gender-Diversität oder Klimastreik stehen für prägende Debatten. Die beiden Hosts Nina Brunner und Nino Gadient interessieren sich aber auch für leichtere Dinge, die von Bedeutung sind: wer online datet oder auf Instagram Beauty-Filter nutzt. Es geht um «Bros» und «Boomers», um Hoffnung und Ängste, Ohnmacht und Selbstwirksamkeit. Und um die Frage: Wie schafft sich die Menschheit in der wechselhaften Gegenwart eine verheissungsvolle Zukunft?
23:00
Cocó (Sofía Otero) ist acht Jahre alt und weiss noch nicht genau, wie sie genannt werden möchte. Mit dem langen Haar wird sie da und dort nicht nur als Mädchen gesehen, sondern liest sich selbst als eines. Doch ihr Wunsch, nicht mehr mit dem Geburtsnamen Aitor angesprochen zu werden, stösst im Sommerurlaub bei der Familie im Baskenland auf Widerstand. Inmitten enger Familienstrukturen und traditioneller Vorstellungen wird Cocós Selbstbild von fast allen infrage gestellt - besonders von der Grossmutter (Itziar Lazkano), die an festen Rollenbildern festhält und wenig Verständnis für Abweichungen zeigt. Cocós Mutter Ane (Patricia López Arnaiz) bemüht sich, ihrem Kind Rückhalt zu geben, wird jedoch von eigenen Problemen und Unsicherheiten geprägt. Erst bei der Grosstante (Ane Gabarain), einer Bienenzüchterin, die unbeirrt ihren Weg geht, stösst Cocó auf Verständnis. In dieser Beziehung wächst das Vertrauen, das Cocó braucht, um für ihre eigene Identität und deren Akzeptanz einzustehen. In ruhigen, aufmerksam beobachtenden Bildern begleitet der Film «20'000 especies de abejas», wie der Film im Original lautet, die Achtjährige durch einen Sommer im baskischen Dorf ihrer Grosseltern. Was als Ferienaufenthalt beginnt, wird zu einer emotionalen Übergangszeit - für das Kind ebenso wie für die Familie. Die spanische Regisseurin Estibaliz Urresola Solaguren erzählt in ihrem Spielfilmdebüt mit grosser Feinfühligkeit von einem Kind, das um seine Identität kämpft. Dabei werden die Identitätsfragen nicht isoliert, sondern im Geflecht familiärer Beziehungen verortet. Frauen aus drei Generationen stehen im Zentrum des Films, der zeigt, wie persönliche Begehren, gesellschaftliche Erwartungen und generationsübergreifende Prägungen ineinandergreifen. Getragen wird der Film von Sofía Otero, die für die Darstellung der Cocó an der Berlinale mit dem Silbernen Bären als beste Darstellerin ausgezeichnet wurde - als erstes Kind überhaupt. SRF zeigt «20'000 Arten von Bienen» im Zweikanalton deutsch/spanisch.