20:05
Die Suche nach Carole entwickelt sich zu einem Wettlauf gegen die Zeit. Während Nathaniel fest davon überzeugt bleibt, dass die echte Carole verschwunden ist, betrachten ihn Polizei und Öffentlichkeit zunehmend als gefährlichen Täter. Seine Vergangenheit, psychische Belastungen und frühere Zwischenfälle liefern scheinbar genügend Gründe für Misstrauen. Milla versucht gleichzeitig, die Identität der falschen Carole und die Hintergründe von Schwaabes Netzwerk aufzudecken. Zugleich wird deutlich, dass mehrere Schicksale auf unheimliche Weise miteinander verwoben sind. Währenddessen hält Hanna Kopernik die echte Carole weiterhin gefangen. Die Schwangerschaft schreitet voran, und die Bedingungen im Verlies werden zunehmend bedrohlicher. Hanna betrachtet das ungeborene Kind als ihren eigenen Anspruch auf ein besseres Leben und entwickelt einen immer obsessiveren Plan, Caroles Identität dauerhaft zu übernehmen. Nathaniel gerät immer tiefer in eine psychische Krise. Getrieben von Halluzinationen, Schuldgefühlen und alten Wunden, reist er zurück an den Ort seiner Kindheit. Dort versucht er symbolisch, seine Vergangenheit auszulöschen, indem er sich und das Haus seiner Eltern in Brand setzen will, erkennt jedoch im letzten Moment, dass unschuldige Menschen gefährdet wären. Als Milla ihn schliesslich findet, bricht Nathaniel emotional zusammen. Zum ersten Mal gesteht er seine Verzweiflung und seine Angst, erneut jemanden nicht retten zu können. Gerade als Hoffnung aufkommt, erscheint die Polizei. Sandro lässt Nathaniel wegen des Verdachts auf Entführung und möglicher Gewalt gegen Carole verhaften. Für Milla ist dies ein Verrat. Für Sandro eine Pflichtentscheidung. Der Konflikt führt zu einer tiefen Kluft zwischen den beiden und ist Ausdruck bitterer Ironie: Ausgerechnet Nathaniel, der als Einziger die Wahrheit erkannt hat, wird hinter Gitter gebracht, während die tatsächliche Entführerin unbehelligt bleibt und ihr mörderischer Plan weiter Gestalt annimmt.
21:00
Trotz aller Warnungen beschliesst Milla, selbst gegen Jean Schwaabe vorzugehen. Unter falscher Identität schleust sie sich in sein Malatelier ein und versucht, mit einer versteckten Kamera belastendes Material zu sammeln. Ihr Ziel ist es, Hinweise auf Caroles Verbleib und Schwaabes mögliche Verbrechen zu finden. Das Atelier erweist sich als Ort, an dem verletzliche und orientierungslose Menschen nach Halt suchen. Schwaabe bewegt sich geschickt zwischen spirituellem Guru, Therapeut und Heilsbringer. Milla beobachtet aufmerksam seine Methoden und entdeckt, dass zahlreiche Betroffene emotional von ihm abhängig geworden sind. Währenddessen beginnt Sandro an seiner eigenen Theorie zu zweifeln. Obwohl Nathaniel weiterhin offiziell verdächtig bleibt, passen viele Puzzleteile nicht zusammen. Gespräche mit Experten und Kollegen verstärken seine Unsicherheit darüber, ob er den richtigen Mann verfolgt. Milla entdeckt im Haus Hinweise auf eine geheimnisvolle Frau namens Anaïs, die offenbar Schwaabes grosse Liebe gewesen ist und für ihn noch immer eine zentrale Rolle spielt. Als sie tiefer in das Gebäude vordringt und sogar den Keller untersucht, wird sie dabei von Schwaabe entdeckt. Schwaabe erkennt ihre wahre Identität und enttarnt sie als Journalistin. Mithilfe eines Betäubungsmittels setzt er sie ausser Gefecht. Während Milla verzweifelt versucht, wach zu bleiben, offenbart sich ein zunehmend verstörendes Bild von Schwaabes Weltbild. Für ihn verschwimmen Realität, Spiritualität und Wahn. In einem unheimlichen Ritual bereitet er eine Behandlung vor, bei der mit HIV infiziertes Blut eine zentrale Rolle spielt. Kann Milla noch rechtzeitig gerettet werden?
22:00
Anhand von Hintergrundberichten und Interviews informiert die seit 1990 bestehende Sendung über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland. Gespräche werden teils auf Schweizerdeutsch aufgezeichnet.
22:20
Rund um die Jahreszeiten werden die Zuschauer in der Sendung mit den relevantesten Informationen über Wetterwarnungen und Trends versorgt.
22:30
Amerikanische Tech-Giganten beschwören gerade den Weltuntergang herauf: In Zukunft könnte die Künstliche Intelligenz die Macht übernehmen und die Menschheit auslöschen. Sie fordern deshalb eine Verlangsamung und Regulierung ihrer eigenen Branche. Wäre eine dem Menschen überlegene Superintelligenz wirklich gefährlich? Wo will die Schweiz im globalen KI-Wettlauf stehen? Wie viel digitale Souveränität strebt sie an? Und wie viel Regulierung braucht die künstliche Intelligenz? Darüber spricht Eveline Kobler im «Eco Talk» mit Marcel Salathé, Co-Direktor des AI-Center der ETH-Lausanne sowie KI-Investorin Nicole Büttner.
23:10
Zürich, 25. Februar 2005: Ein Junge und ein Mädchen werden nachts von ihren Eltern im dunklen Keller eingesperrt, geschlagen und ausgehungert. Kindergarten und Schulärztin melden der Vormundschaftsbehörde immer wieder den Verdacht auf schwere Kindesmisshandlung. Die verwahrlosten Kinder fallen auch der Nachbarschaft auf, doch trotz mehrerer Gefährdungsmeldungen über Jahre hinweg passiert nichts. Erst 2020 verurteilt das Zürcher Gericht die Eltern zu langjährigen Haftstrafen und der Richter kündigt an: Er will die Vormundschaftsbehörde anzeigen. Wie konnte es so weit kommen, dass die Behörden den Kindern nicht geholfen haben? Ein Fall über Kindesmisshandlung und Behördenversagen bei «True Crime Schweiz» mit Michael Spillmann, SRF Rundschau.
23:50