18:10
Tag 2 in der «Egli»-Woche. Judith aus Winterthur ZH werkelt gerne mit ihrem Plasmaschneider und ausrangierten Metallteilen herum und schafft so ganz eigene Kunstwerke. Die 46-Jährige verarbeitet den Egli in einem Pie, dazu gibt es zweierlei Chutney. Das hätten die Gäste nicht erwartet.
18:25
Im französischen Villar d'Arène wird jährlich eine jahrhundertealte Tradition zelebriert. Das ganze Dorf backt an einem Wochenende altüberlieferte Spezialitäten in einer grossen Gemeinschaftsbackstube und zwar rund um die Uhr. Maurice zeigt sein Rezept für das «gekochte Brot».
19:00
19:25
19:30
Die Sendung informiert die Zuschauer über wichtige Ereignisse im schweizer In- und Ausland. Zentrale Bereiche, die dabei behandelt werden, sind unter anderem Wirtschaft, Politik, Kultur, Sport und Gesellschaft.
19:55
Rund um die Jahreszeiten werden die Zuschauer in der Sendung mit den relevantesten Informationen über Wetterwarnungen und Trends versorgt.
20:05
In einer Partylimousine eskaliert ein Streit. Geschäftsmann Mark Liffert (42) greift seine weibliche Begleitung (Zara, 25) und den Chauffeur Georg Voss (34) verbal an. Der Fahrer droht, beide hinauszuwerfen. Am nächsten Morgen erwacht Mark auf der Rückbank der Limousine. Die junge Frau ist verschwunden - und der Chauffeur liegt erschossen neben der Limo. In Lifferts Hand befindet sich die Tatwaffe. Als Mordverdächtiger landet er im Knast. Anwalt Benni übernimmt als Pflichtverteidiger. Detektiv Leo beginnt zu ermitteln. Anscheinend hatte Georg Voss, der erschossene Fahrer, der sich «Gio» nannte, illegale Kontakte. Als zusätzliche Dienstleistung bot er seinen Kunden alles an, was man für eine Partynacht so braucht: exotische Kostüme, Locations, DJs - und Drogen. War Gio an die falschen Leute geraten? Oder war sein Arbeitgeber, der Limousinenservice, hinter seine illegalen Extras gekommen? Leo heuert undercover als Fahrer an und findet heraus, dass die Chefin der Firma, Louisa Weber (31), eine Affäre mit Gio hatte. Obwohl Gio verschuldet war, gab er vor allen mit einer schicken Wohnung im Westend an. In Wahrheit gehört diese einem junggebliebenen Rentnerpaar, Maria (63) und Olaf Winkler (66), das die Hälfte des Jahres in ihrer Ferienwohnung in Marbella verbringt. Mark Liffert beteuert seine Unschuld. Doch Benni und Leo kommen ihm auf die Schliche - ganz die Wahrheit hat Liffert offenbar nicht gesagt. Denn Louisa war vor ihrer Affäre mit Gio seine Freundin. Hat Liffert den Fahrer aus Eifersucht erschossen? Hatte er deshalb die Tour mit der Limo unter falschem Namen gebucht? Während der Ermittlungen fällt der Fokus auf Louisa Weber. Doch die versteckt sich aus Angst vor einem Unbekannten. Ist das der Mörder? Will er jetzt auch noch Louisa umbringen? Eine Gemeinschaftsproduktion von ZDF, ORF und SRF
21:10
Temus neue Verkaufsstrategie - Schweizer Absender auf dem Etikett Der Onlineriese Temu drängt mit einem «Local-to-Local»-Modell auf den Schweizer Markt: Schweizer Händler sollen schneller und direkt an Konsumentinnen in der Schweiz liefern - und so das Image aufpolieren. Doch die Skepsis ist gross: Der Handelsverband warnt im «Kassensturz» vor Marktverdrängung und Haftungsrisiken. Schweizer Partner stehen unter Druck: Temus Algorithmus drängt zu drastischen Preissenkungen. Und bei zu später Lieferung drohen Strafzahlungen. China-Schnäppchen - Wer zahlt die Zeche für Waren von Temu & Co.? Extremer Preiskampf, ausgebeutete Wanderarbeiter, unerlaubte Inhaltsstoffe - Die «Kassensturz»-Reportage aus China zeigt, wie das Land zur «Fabrik der Welt» wurde: Eine Stadt spezialisiert sich auf ein Produkt, von Ramsch bis Luxus. Wie zum Beispiel die Pinsel-Metropole Luyi: Mehr als 60 Prozent der Weltproduktion an Kosmetikpinsel kommt von dort. Oder die Gegend um Shantou, die sich auf Spielzeug spezialisiert hat. Ohne ausreichende Qualitätskontrolle landet das Billigste vom Billigen dann auf Onlineplattformen wie Temu & Co. Und Konsumentinnen und Konsumenten - in der Schweiz und auf der Welt - bekommen, was sie bezahlen. Test «Kosmetik aus China» - Allergie-Alarm bei Schönheitsprodukten Ob Kinderschminke, Henna, Nagellack oder Haarfarbe: Kosmetik von Billig-Onlineshops können gesundheitsgefährdend sein. Das zeigt die Stichprobe von «Kassensturz» und dem Kantonslabor Basel-Stadt. Alle getesteten Produkte von Temu, Shein, Aliexpress oder Fruugo fallen durch. Sie enthalten verbotene Stoffe, massiv überschrittene Grenzwerte oder falsche Deklarationen. Eine Dermatologin schätzt ein und warnt vor Allergien, Hautschäden oder Schlimmerem.
21:50
Anhand von Hintergrundberichten und Interviews informiert die seit 1990 bestehende Sendung über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland. Gespräche werden teils auf Schweizerdeutsch aufgezeichnet.
22:15
Rund um die Jahreszeiten werden die Zuschauer in der Sendung mit den relevantesten Informationen über Wetterwarnungen und Trends versorgt.
22:25
Mit ihren Romanen «Windstärke 17» und «22 Bahnen» hat die deutsche Autorin Caroline Wahl ein Millionenpublikum erreicht. Auch an ihr neues Buch «1999 Meter über dem Meer» heften sich hohe Erwartungen. Im Zentrum steht darin eine junge Frau, die einem ernüchternden Berliner Berufsleben im Auto ins exklusive St. Moritz entflieht und zunehmend zur Hochstaplerin wird. Warum bereitet der Fussball so viel Freude? Der berühmte Soziologe Norbert Elias hat in einem Essay beschrieben, warum dieser Sport mehr ist als Unterhaltung. An ihm lässt sich im Kleinen beobachten, was Elias als «Prozess der Zivilisation» beschrieben hat. Fussball funktioniert durch seine Spannungsbalance: Körperliche Gewalt wird durch Regeln eingeschränkt. Gleichzeitig bleibt genügend Unsicherheit, Konflikt und Emotionalität. Wie wäre es, in einer anderen Zeit zu leben? Szczepan Twardochs «Sehnsucht» erzählt von einem Mann, dessen Leben sich in immer neue mögliche Biografien auffächert. Zwischen Abenteuerroman, historischer Erzählung und Metafiktion beschreibt Twardoch, wie sehr Herkunft und Geschichte über den Einzelnen bestimmen. Erwin Piontek, der im früheren Leben ein schlesischer Bergmann war, findet sich am Ende in einem dystopisch zugespitzten Polen des Jahres 2031. Ihr Erstling «Bild ohne Mädchen» hat Sarah Elena Müller als Schweizer Schriftstellerin etabliert. Mit «Unwucht» erscheint nun ihr zweiter Roman. Darin beschreibt sie mit grosser Fabulierlust eine giftige Beziehung zu einem drogensüchtigen Mann - und die Unmöglichkeit, dieser zu entkommen. In Zeitsprüngen erzählt sie von den sieben Jahren, in denen ihre Hauptfigur Alice von dieser «Unwucht» geprägt war. Die chinesische Autorin Fang Fang wurde bekannt durch ihr «Wuhan Diary»: Als das Corona-Virus in Wuhan ausbrach, veröffentlichte sie ihr Tagebuch über das Leid der Kranken und die Trauer der Angehörigen. Seither darf sie in China nicht mehr publizieren. Nun erzählt sie existenziell und dennoch leichtfüssig von einer Hausfrau, die sich abrackert und gleichzeitig von ihrer Familie verachtet wird: «Jetzt geh ich los und bring mich um». Die Bücher der Sendung sind: Caroline Wahl: «1999 Meter über dem Meer» (Rowohlt) Norbert Elias: «Der Fussball-Sport im Prozess der Zivilisation» (Suhrkamp) Szczepan Twardoch: «Sehnsucht» (Rowohlt Berlin) Sarah Elena Müller: «Unwucht» (Limmat) Fang Fang: «Jetzt geh ich los und bring mich um» (Hoffmann und Campe)
23:45
23:55
Im Sommer 1998 wird die afghanische Hauptstadt Kabul von den Taliban beherrscht. Die Stadt liegt in Trümmern, Kinos und Theater sind geschlossen, Musik ist verboten. Öffentliche Hinrichtungen sind gang und gäbe. Inmitten des Terrors leben Zunaira (Zita Hanrot) und Mohsen (Swann Arlaud), ein junges Liebespaar. Zunaira ist Malerin, Mohsen Lehrer. Trotz des Elends, das sie umgibt, sind die beiden hoffnungsvoll, dass die Zukunft besser wird und versuchen zumindest in ihren vier Wänden ein normales Leben zu führen. Ein paar Häuser weiter leben Atiq (Simon Abkarian) und Mussarat (Hiam Abbass), ein Paar, das seit vielen Jahren verheiratet ist, jedoch kaum noch miteinander spricht. Mussarat ist an Krebs erkrankt und liegt im Sterben. Atiq hadert mit seinem Job als Wächter in einem Frauengefängnis. Obwohl ihm nahegelegt wird, seine Frau zu verlassen und durch eine jüngere zu ersetzen, bleibt Atiq an Mussarats Seite. Als Mohsen eines Tages Zeuge einer Steinigung wird, verändert ein dramatischer Zwischenfall das Leben aller Beteiligten. Atiq wird eine neue Gefangene gebracht, die wegen Mordes an ihren Mann hingerichtet werden soll. Als er das Urteil anzweifelt, beschliesst er, die Frau zu retten. Die französisch-schweizerische Koproduktion «Les hirondelles de Kaboul» hat das Publikum bereits an der Uraufführung am Festival de Cannes 2019 verzaubert. Der Animationsfilm basiert auf dem gleichnamigen Roman der algerischen Schriftstellerin Yasmina Khadra und gewährt auf eindringliche Weise einen Einblick in das Leben unter den Taliban. Seine Kraft schöpft der Film vor allem aus den schlichten Zeichnungen im Aquarellstil, deren weiche Pastellfarben einen wohltuenden Kontrast zur düsteren Handlung bieten.