21:50
Anhand von Hintergrundberichten und Interviews informiert die seit 1990 bestehende Sendung über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland. Gespräche werden teils auf Schweizerdeutsch aufgezeichnet.
22:15
Rund um die Jahreszeiten werden die Zuschauer in der Sendung mit den relevantesten Informationen über Wetterwarnungen und Trends versorgt.
22:25
100 Jahre nach der Premiere von Calderóns «Das grosse Welttheater» auf dem Klosterplatz von Einsiedeln SZ wirft Lukas Bärfuss mit seiner zeitgenössischen Neufassung existenzielle Fragen auf. Wofür lohnt es sich zu leben? Wofür zu sterben? Welche Rolle spiele ich im Leben? Rund 500 Laien sind bei diesem Spiel - vor und hinter den Kulissen - mit dabei; vom Enkel bis zur Grossmutter. Ein Spiel, das Generationen verbindet und den Zusammenhalt im Dorf stärkt. Das Klosterdorf Einsiedeln SZ zeichnet eine barocke Theatertradition aus. Auf dem Klosterplatz wurde aber erstmals 1924 Theater gespielt, obwohl dieser einst sogar nach speziellen akustischen Gesichtspunkten gestaltet wurde. Die Wahl des Stückes fiel auf «Das grosse Welttheater» des spanischen Dramatikers Pedro Calderón de la Barca in der Übersetzung von Joseph von Eichendorff. Die Aufführung: weniger Kunstgenuss als vielmehr seelische Erhebung. Am Stückende gab es keinen Applaus; das Spielvolk stimmte zusammen mit dem Publikum «Grosser Gott, wir loben Dich» an. In den 1960er-Jahren sorgte das Mysterienspiel aber je länger je mehr für Unmut. Kritisiert wurde die nicht mehr zeitgemässe, gottgewollte hierarchische Ordnung. Eine rigorose Neuausrichtung wagte die Welttheater-Gesellschaft aber erst 2000 mit Autor Thomas Hürlimann und Regisseur Volker Hesse, auch wenn Calderóns Grundgedanken integraler Bestandteil blieben. Nun hat sich Lukas Bärfuss den Stoff vorgeknöpft. Das Kloster gab den Segen zu seinem Stück, das selbst vor Kindsmissbrauch in der Kirche nicht Halt macht. Über ein halbes Jahr lang wurde geprobt. Das «Spielvolk» war mit Feuereifer dabei. Freizeit und Ferien wurden dem Spiel geopfert. Gemeinsam haben Einsiedlerinnen und Einsiedler Grosses geschaffen. Gemeinsam wagen sie einen schonungslosen Blick auf das menschliche Leben. Von der Jugend bis zum Tod. Der Film rollt die 100-jährige Geschichte auf, gräbt im Archiv, birgt Anekdoten, erinnert sich mit Menschen, die seit Jahren zum «Spielvolk» gehören an Skurriles und Unvergessliches und begleitet Alte und Junge, vom Schicksal heimgesuchte und Lebenshungrige bis zum grossen Auftritt.
23:00
Nachdem der Roboter (mit der Stimme von Ivan Labanda) während eines Ausflugs an den Strand am Tag der Arbeit verrostet und im Sand feststeckt, sieht sich der Hund (ebenfalls Ivan Labanda) gezwungen, sein Leben ohne seinen besten Freund weiterzuführen. Dennoch bleibt die Erinnerung an ihre Freundschaft lebendig. Im Verlauf der Jahreszeiten versucht der Hund, die emotionale Leere, die der Verlust mit sich brachte, zu überwinden. Dabei gewinnt und verliert er neue Freunde, von einem schmelzenden Schneemann bis hin zu hedonistischen Ameisenbären. Für den Roboter, der einsam am Strand vor sich hin rostet, sind Träume die einzige Möglichkeit, seinen Schmerz zu lindern. Manchmal kann ein einfaches Lächeln ausreichen, um die Stimmung zu heben und den Tag zu retten. Das Lächeln, das sich Hund und Roboter in «Robot Dreams» unmittelbar nach der Aktivierung des Blechmanns schenken, ist so herzlich, dass man sofort spürt, dass dieser Moment eine tiefe Verbundenheit und Freundschaft ins Leben ruft. Von nun an ist der einsame Hund nicht mehr allein; der Roboter wird sein Begleiter, der mit staunenden Augen die ihm neue Welt erkundet. Der spanische Regisseur Pablo Berger präsentiert mit seiner für den Animationsfilm-Oscar 2024 nominierten Comic-Adaption einen ungemein warmherzigen und nostalgischen Film. Obwohl er von Tieren und Robotern bevölkert wird, erzählt er doch auf eine zutiefst menschliche Weise von Einsamkeit, Freundschaft und schicksalhaften Wendepunkten im Leben - und das ganz ohne Worte, nur mit Geräuschen.