21:05
Bloss nicht altern - Radikale Selbstoptimierung als Lebenszweck Den Alterungsprozess aufhalten: Diesem Ziel hat die Amerikanerin Brooks Paulin ihr gesamtes Leben untergeordnet. «Puls» gibt Einblicke in einen Alltag, der geprägt ist durch strikte Routinen, unzählige Nahrungsergänzungsmittel, Sauerstoff-Druckkammer und Rotlichttherapie. Jung bleiben, jünger werden - Ein Leben als Selbstversuch Im Kampf gegen das Altern spielt Geld für Longevity-Guru Bryan Johnson keine Rolle. Der vermögende Unternehmer lebt sein Leben als Selbstversuch im Zeichen der ewigen Jugend und lässt sich dabei auch auf neue, teils umstrittene Methoden ein. Zum Beispiel auf Transfusionen mit dem Blut seines eigenen Sohnes Sinnvolles tun und besser altern Wer lange sinnvolle Tätigkeiten ausüben kann, lebt im Schnitt sieben Jahre länger. Der Gerontopsychologe Mike Martin plädiert deshalb für eine Gesellschaft, die Menschen jeden Alters einbezieht und ihnen Wertschätzung sowie Sinnhaftigkeit ermöglicht. Bestes Beispiel dafür ist Heidi Maria Glössner, die auch mit 82 Jahren noch auf der Bühne steht und Hauptrollen übernimmt, die für Jüngere geschrieben wurden - ohne sich je um Longevity-Regeln gekümmert zu haben. Alles nur eine Frage der Gene? Wer den Alterungsprozess um jeden Preis aufhalten will, glaubt nicht an Zufälle oder Schicksal. Aber an personalisierte Tests wie die sogenannte Detox-Profil-Analyse, die aufzeigen soll, wie gut ein Körper bestimmte Schadstoffe abbauen kann. Ein daran ausgerichteter Lebensstil verspricht längere Jugend und besseres Altern. Für «Puls» lässt Heidi Maria Glössner ihre Gene testen. Liegt hier das Geheiminis ihrer Vitalität?
21:50
Anhand von Hintergrundberichten und Interviews informiert die seit 1990 bestehende Sendung über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland. Gespräche werden teils auf Schweizerdeutsch aufgezeichnet.
22:15
Rund um die Jahreszeiten werden die Zuschauer in der Sendung mit den relevantesten Informationen über Wetterwarnungen und Trends versorgt.
22:25
Fast 60 Millionen Liter Glace wurden in der Schweiz im letzten Jahr verkauft, ein grosser Teil davon aus einheimischer Produktion. Ob Rakete, «Seehund-Glace» oder Pierrot: Schweizer Produkte schaffen es, gegen die ausländische Konkurrenz zu bestehen. Was ist das Erfolgsgeheimnis, wie unterscheidet sich industriell gefertigtes Glace vom ursprünglichen Gelato und weshalb öffnen gerade jetzt so viele neue Gelaterias ihre Türen? Darüber spricht Andi Lüscher mit Reto Lüchinger, Schweiz-Chef des globalen Glace-Schwergewichts Froneri, und David Amrein, dem Mitgründer der Gelateria di Berna.
23:05
Ingeborg Bachmann lernt Max Frisch 1958 in Paris kennen. Sie möchte die Premiere von Biedermann und die Brandstifter sehen, zu der Frisch sie eingeladen hat. Doch die beiden ziehen durch Paris, reden, trinken und beginnen eine leidenschaftliche Affäre. Bald zieht Bachmann zu Frisch nach Zürich. Doch die Liaison ist von Anfang an geprägt von Reibungen zwischen den zwei eigensinnigen und kompromisslosen Schriftsteller-Persönlichkeiten. Während es Frisch gelingt, früh aufzustehen und diszipliniert zu schreiben, quälen Bachmann sein Arbeitseifer, seine organisierte Ordnung und das laute Klappern seiner Schreibmaschine. Sie kann unter diesen Umständen nicht kreativ sein und schreiben. Dazu kommt seine Eifersucht. Ingeborg Bachmann, der alles zu eng wird, flieht nach Rom, wo sie umgehend aufblüht. Dort pflegt sie ihre Freundschaften, wie die zum erfolgreichen homosexuellen Komponisten Hans Werner Henze und entdeckt Italien für sich, La Dolce Vita, die mondäne Gesellschaft, Partys, Männerbekanntschaften, die Leichtigkeit des Lebens. Da sie in Rom bleiben will, zieht Frisch ihr hinterher. Aber er spricht nur schlecht Italienisch und Bachmanns Versuch, ihn in die mondänen Zirkel ihres römischen Freundeskreises zu integrieren, misslingt. Frisch fühlt sich deplatziert, fremd und einsam. Immerhin kann er arbeiten, das lenkt ab, denn dass sie wie ein Filmstar durch die Strassen geht und an jeder Ecke flirtet, treibt ihn in den Wahnsinn. Ihre Liebe wird immer komplizierter, bis die Situation eskaliert. Die junge Studentin Marianne Oeller kommt zum richtigen Zeitpunkt, um der Amour Fou ein Ende zu setzen. Nach etwas über vier Jahren beendet Max Frisch die Beziehung. Bachmann bleibt gebrochen zurück. Sie fühlt sich verletzt, verraten und sprachlos, denn ihre literarische Produktivität erlischt für lange Zeit. Die Erinnerung an diese so berauschende wie zermürbende Liebe lässt Ingeborg Bachmann jahrelang nicht los. Bei einer Reise in die Wüste versucht sie, sich davon zu befreien.