21:05
Die Anfänge der Astrologie Vor 5000 Jahren beobachteten Babylonier und Assyrer die Sternenbewegungen am Himmel. Über 700 Jahre lang dokumentierten sie alle Beobachtungen. Sie erkannten, dass sich der sogenannte Tierkreis - 12 Sternbildkonstellationen - um die Erde dreht und jährlich wiederkommt. Sie erklärten sich diese Konstellationen als Weg der Götter. Es war die Geburtsstunde der Astrologie. Damals liess sich Astrologie und Astronomie nicht voneinander trennen. Wissenschaftliche Kritik an den Grundlagen In der Neuzeit ändert sich das Weltbild. Newton definiert das universelle Gesetz der Gravitation. Das Universum ist also unendlich. Die Beobachtungen wurden dank astronomischer Teleskope präziser. Unter anderem zeigt sich, dass heute zur Tagundnachtgleiche im Frühling nicht mehr das gleiche Sternbild zu sehen ist wie vor 5000 Jahren. Dahinter verbirgt sich das Phänomen der Präzession. Damit werden auch die Grundlagen der Astrologie infrage gestellt. Psychologischer Effekt Warum verlieren Horoskope nicht an Bedeutung? Und warum springen wir immer wieder darauf an? Der Grund ist unser Gehirn. Denn die selektive Verzerrung manipuliert unser Hirn. Wir eliminieren Botschaften, welche uns nicht passen. Wenn etwas aber der Vorstellung von uns selbst entspricht, dann glauben wir daran. Es gibt auch den sogenannten Barnum-Effekt. Der beschreibt, dass je allgemeiner und vager die Persönlichkeitsbeschreibungen sind, desto eher beziehen wir es auf uns. Ersatz für Religion Eine grossangelegte Studie in den USA zeigt, dass vor allem bei der Generation der Millennials die Astrologie an spiritueller Bedeutung zunimmt. 16 Prozent geben an, dass Astrologie die Religion ganz ersetzt hat. Heute sagen immer mehr Influencer, sie hätten keinen Therapeuten, dafür einen Astrologen.
21:50
Anhand von Hintergrundberichten und Interviews informiert die seit 1990 bestehende Sendung über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland. Gespräche werden teils auf Schweizerdeutsch aufgezeichnet.
22:15
Spätausgabe
22:25
Donald Trumps Drohungen dominieren die Diskussionen am Weltwirtschaftsforum in Davos. Die USA wollen sich Grönland einverleiben. Jenen, die sich widersetzten, drohen neue Zölle. Die transatlantischen Beziehungen sind über die Massen angespannt. Wie kann die Schweizer Regierung den neuen Realitäten begegnen? Welche geopolitischen Allianzen bieten sich künftig an und inwiefern tragen innenpolitische Themen wie die Bankenregulierung und die Spardebatte zu einer weiteren Verunsicherung bei? Urs Gredig spricht darüber am WEF mit Finanzministerin Karin Keller-Sutter und alt Bundesrat Alain Berset, der als Generalsekretär des Europarates fungiert.
23:05
Weltweit geraten Frauen- und Menschenrechte immer stärker unter Druck. Island nimmt dabei eine besondere Stellung ein: Mit einer Präsidentin, einer Regierungschefin und einer weiblichen Parlamentsmehrheit gehört das Land zu jenen Staaten mit der umfassendsten politischen Repräsentation von Frauen. Die Präsidentin Halla Tómasdóttir verweist auf den historischen Frauenstreik vor fünfzig Jahren, der den Kurswechsel Islands einleitete - und macht zugleich deutlich, dass Gleichstellung auch im eigenen Land nicht als erreicht gilt. Die Forscherin Finnborg organisiert deshalb gemeinsam mit vielen Frauen einen neuen Streik. Sie warnt zudem vor einem globalen Rückschritt bei Frauenrechten, der über soziale Medien zunehmend auch Island erreicht. «NZZ Format» blickt in dieses gesellschaftliche Labor der Zukunft. Der Film begleitet Menschen, die diesen Wandel mitgestalten: Finnborg und ihre Mitstreiterinnen, den ehemaligen Fussballprofi Thorsteinn, der sich in einem Podcast radikal mit Männlichkeitsbildern auseinandersetzt, und Daniel, dessen Sohn bereits im Kindergarten lernen soll, dass Fürsorge und emotionale Offenheit Teil von Stärke sind. Ein Blick auf ein Land, das als Vorbild gilt - und dennoch weiter um Gleichstellung ringt. Ein Film von Juliane Tutein
23:40
23:50
Noch immer verbringen in der Schweiz viele Kinder während der Schulzeit mindestens eine Woche in den Bergen, rund 35 Prozent der Schweizer Bevölkerung fahren regelmässig Ski. Und wenn Ausnahmetalente wie Marco Odermatt oder Lara Gut die Piste runterbrettern, fiebert die Nation mit. Wie wurde Skifahren zum Kulturgut? Und weshalb werden Rennfahrerinnen und Rennfahrer immer schneller: Liegt es am Material oder am Können? Zu Gast sind die Skilegende Bernhard Russi, der auch als Architekt von Rennstrecken die Skiwelt über Jahrzehnte geprägt hat, und die Schriftstellerin Antje Rávik Strubel, die einst Skilehrerin werden wollte und Langlauf als Übung des Denkens versteht. Olivia Röllin fragt, worin der Reiz des Tempos besteht, wie Hightech-Sport zur Idee der unberührten Natur passt und ob Hundertstelsekunden im Abfahrtsrennen punkto Können wirklich einen Unterschied machen.
00:55
Julia Schramm hat die Kündigung bekommen - zusammen mit 316 anderen Mietparteien. Ihre Siedlung in Zürich-Altstetten wird abgerissen, um einem Neubau Platz zu machen. Die Marketingberaterin weiss: Statt wie bisher 1500 Franken wird sie vermutlich mehr als doppelt so viel Miete zahlen müssen, wenn sie im Quartier bleiben will. Nirgendwo in der Stadt Zürich wurden zwischen 2013 und 2022 mehr Mieterinnen und Mieter verdrängt als im Quartier Altstetten, laut einer Studie der ETH Zürich. Julia Schramms Vermieterin ist die Halter AG. Die Erben von Bauunternehmer Wilhelm Halter besitzen mehrere dutzend Liegenschaften in Altstetten. Sie profitieren von in den letzten Jahrzehnten stark gestiegenen Bodenpreisen. Im Stadtparlament wird über preiswerte Wohnungen gestritten, die Immobilienkonzerne als Gegenleistung schaffen sollen.
01:45
Donald Trumps Drohungen dominieren die Diskussionen am Weltwirtschaftsforum in Davos. Die USA wollen sich Grönland einverleiben. Jenen, die sich widersetzten, drohen neue Zölle. Die transatlantischen Beziehungen sind über die Massen angespannt. Wie kann die Schweizer Regierung den neuen Realitäten begegnen? Welche geopolitischen Allianzen bieten sich künftig an und inwiefern tragen innenpolitische Themen wie die Bankenregulierung und die Spardebatte zu einer weiteren Verunsicherung bei? Urs Gredig spricht darüber am WEF mit Finanzministerin Karin Keller-Sutter und alt Bundesrat Alain Berset, der als Generalsekretär des Europarates fungiert.
02:20
In Röthenbach im Emmental BE lebt Sascha mit seiner Familie. Der 30-jährige Metzger hilft in der Freizeit gerne auf dem Bauernhof seines Bruders und ist leidenschaftlicher Hornusser. Sein Gericht mit «Öppis im Sud» erinnert seine Gäste an Grossmutters Zeiten: Es gibt Rindsbraten im Rotweinsud.
02:35
Handelskriege, Machtverschiebungen, Wachstumsflaute: 2026 ist ein weiterer Stresstest für die Wirtschaft. Wofür steht das World Economic Forum unter neuer Führung und wie geht es mit umstrittenen Staatsoberhäuptern um? Wie sicher ist unsere Energieversorgung in einer zunehmend fragmentierten Welt? Und wie unabhängig kann die Wissenschaft heute noch agieren? Darüber diskutiert Eveline Kobler mit WEF-Co-Präsident André Hoffmann, OMV-Chef Alfred Stern und ETH-Präsident Joël Mesot - direkt vom World Economic Forum in Davos.
03:10
Das fragt «Club» unter anderen Christoph Heusgen, ehemaliger Sicherheitsberater von Angela Merkel.
04:15
In den steilen Weinbergen an der Mosel pflanzt die Gärtnerin Monika Servaty Pfirsichbäumchen, wo sich der Weinanbau nicht mehr lohnt. Die blutroten Früchte des Weinbergpfirsichs verarbeitet sie zu Marmelade und Mousse. Ihr Freund Herbert Budweg benutzt das reife Obst zur Herstellung von Essig.
04:40
Seit über 44 Jahren schlüpft Gardi Hutter in ihre Rolle als Clownin Hanna und hat in 44 Ländern in 4444 Shows Gross und Klein zum Lachen gebracht. Nicht verwunderlich, wurde die Ostschweizerin mit über 20 Auszeichnungen geehrt - zuletzt mit einem Prix Walo in der Sparte Kabarett/Comedy. Nun beehrt die beliebte Clownin auch den legendären «Samschtig-Jass» und unterbricht dafür ihre Tournee. Nebst drei Runden Differenzler darf sich die Jass-Schweiz auch auf ein Müsterchen aus ihrem neuen Programm «gardiZERO» freuen. Nach ihrer Ausbildung an der Schauspielakademie in Zürich hat die gebürtige Ostschweizerin in Mailand ihren eigenen Clownstil entwickelt. Seit 1981 steht sie nunmehr auf der Bühne, produzierte neun Clown-Theaterstücke und durfte vor 25 Jahren auch eine Saison mit dem Nationalzirkus KNIE herumreisen. In ihrer einzigartigen Karriere nahm Gardi Hutter ausserdem 20 Kunstpreise entgegen und trat 1992 anlässlich der 700 Jahr-Feier der Eidgenossenschaft als putzende «Hofnärrin» im Schweizer Parlament auf.