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TV Programm für SRF1 am 07.04.2026

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Kassensturz 21:10

Kassensturz: Verseuchte Babymilch: Verunsicherte Eltern warten auf Antworten

Wirtschaft und Konsum

Verseuchte Babymilch: Verunsicherte Eltern warten auf Antworten Produzenten und Behörden haben den Rückruf von Babymilch für beendet erklärt. Sie versichern, dass das Problem mit der kontaminierten Säuglingsmilch behoben sei. Zurück bleiben verunsicherte Eltern und viele Fragen: Haben die Schweizer Behörden die richtigen Maßnahmen ergriffen? Haben die Hersteller schnell genug und auf transparente Weise reagiert? Antworten in «Kassensturz». Babymilchpulver im Test: Fast die Hälfte ist «sehr gut» «Kassensturz» zeigt seit Jahren, dass in Babymilchpulver Schadstoffe stecken: In Tests vor zehn und vor fünf Jahren fand «Kassensturz» wiederholt problematische Stoffe. Die Branche versprach jedes Mal Besserung. Aus aktuellem Anlass schickt «Kassensturz» erneut 10 Milchpulver für Säuglinge ins Labor. Erfreuliches Fazit: Fast die Hälfte erhält sehr gute Noten - ein Produkt allerdings fällt ab. Dubiose Onlineshops: Wo bleiben die Aufsichtsbehörden? Anstelle hochwertiger Produkte aus der Schweiz erhalten Kunden Billigramsch aus China: Bei «Kassensturz» häufen sich Meldungen zu zweifelhaften Onlineshops und der Dropshipping-Masche. Warum gehen die Aufsichtsbehörden nicht stärker gegen solche Anbieter vor?

Danach

10 vor 10 21:50

10 vor 10

Nachrichten

Anhand von Hintergrundberichten und Interviews informiert die seit 1990 bestehende Sendung über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland. Gespräche werden teils auf Schweizerdeutsch aufgezeichnet.

Meteo 22:15

Meteo: Spätausgabe

Wetterbericht

Rund um die Jahreszeiten werden die Zuschauer in der Sendung mit den relevantesten Informationen über Wetterwarnungen und Trends versorgt.

Literaturclub 22:25

Literaturclub: Von Mafia, Muttersöhnen und Morgenritualen

Literatur

Vor 20 Jahren hat Roberto Saviano mit «Gomorra» die Mafia aufgeschreckt. Seitdem lebt er unter Polizeischutz wegen Morddrohungen. Die Mafia bleibt dennoch sein Thema. Jetzt hat er einen Roman nach einer wahren Geschichte geschrieben. «Meine Liebe stirbt nicht» erzählt von einer verhängnisvollen Beziehung - anhand von Gerichtsunterlagen, Abhörprotokollen und schriftstellerischer Fantasie. Der deutsch-isländische Schriftsteller Kristof Magnusson ist bekannt für gute Unterhaltung mit Tiefgang. Sein neuer Roman ist ein historischer Spionage-Thriller und gleichzeitig eine Parodie darauf. Am Ende des Kalten Krieges schien alles möglich: In dieser Zeit schickt Magnusson einen jungen, erfolgreichen Schriftsteller auf Agentenmission. «In den Tag» von Christoph Ribbat beschreibt die Schwelle zwischen Augenaufschlag und Wachwerden. Jenseits heutiger Selbstoptimierung entfaltet er eine Kulturgeschichte des Aufwachens, amüsant und anekdotisch: Paul McCartney soll einen seiner Songs komplett geträumt haben. Autoren wie Toni Morrison, Sylvia Plath und Ernest Hemingway schrieben ganz früh morgens. Die Bündnerin Flurina Badel greift in «Nebelflüchtige» ein aktuelles politisches Thema auf: Die Nachfrage nach Ferienwohnungen im Engadin macht erschwinglichen Wohnraum für Einheimische knapp. Die Romanfigur Aita kehrt nach dem Tod ihrer Mutter in ihr Bergdorf zurück. Das Haus soll verkauft werden - und so vermischt sich die Trauer über die Mutter mit jener über den Verlust der Heimat. Seit seinem preisgekrönten Roman «Die Hauptstadt» ist der österreichische Autor Robert Menasse der literarische Europa-Spezialist. Nach flammenden Plädoyers für Europa zeigt er sich in der Novelle «Die Lebensentscheidung» abgeklärter: Er schickt einen müden und ernüchterten Angestellten der Europäischen Kommission in den Tod. Ein Buch über verpasste Chancen, Freundschaft und Müttersöhne. Die Bücher der Sendung sind: •Roberto Saviano: «Meine Liebe stirbt nicht» (Hanser); •Kristof Magnusson: «Die Reise ans Ende der Geschichte» (Klett-Cotta); •Christoph Ribbat: «In den Tag» (Insel); •Flurina Badel: «Nebelflüchtige» (Rotpunkt); und •Robert Menasse: «Die Lebensentscheidung» (Suhrkamp).

Newsflash SRF 1 23:45

Newsflash SRF 1

Nachrichten

De Grotzepuur 23:55

De Grotzepuur

Drama

Er hat klein angefangen und es nicht allzu weit gebracht, der Grotzepuur (Schaggi Streuli) auf seinem stattlichen Hof im Zürcher Weinland. Darum ist er auf die alten Tage einem wortwendigen Futtermittel-Verkäufer (Walter Morath) auf den Leim gegangen und hat sich zur Massenzucht überreden lassen. Auf engstem Raum ohne Auslauf drängen sich jetzt Schweine und Kälber in seinen Metallgehegen, Hühner in trostlosen Batterien. Sohn Hannes (Peter Holliger) pachtet vom Vater den Rest des Anwesens und distanziert sich von der elterlichen Tierfabrik. Noch mehr tut dies Vreneli (Verena Leimbacher), die Jungbäuerin. Doch mit dem Zuchtbetrieb kommt es keineswegs zum Goldregen auf dem Grotzenhof. Weil Schulden drücken, muss der Vater seinen Sohn um Geld angehen. Und schliesslich lässt sich die Pleite doch nicht abwenden. Als auch noch die alte Bäuerin (Valerie Steinmann) stirbt, ergibt sich der Grotzepuur dem Alkohol. Den Bauern im Dorf aber wird immer deutlicher, dass die Massenhaltung von Tieren nicht der Weisheit letzter Schluss sein kann. Mark Rissi war gerade 29 Jahre alt, als er 1975 seinen ersten Spielfilm «De Grotzepuur» realisierte. Er demonstrierte dabei eindrücklich, dass auch aus brisanten Stoffen populäre Streifen entstehen können (was damals im Schweizer Filmschaffen keineswegs selbstverständlich war). Vielleicht trägt er sein Anliegen hin und wieder allzu unverblümt vor (schliesslich war der Tierschutzverein Hauptproduzent), verliert aber darum die Wirkung nicht. Beim «Grotzepuur» hatte er sich für die Dialoge die Mitarbeit von Schaggi Streuli gesichert. Der populäre Volksschauspieler, damals schon 76 Jahre alt, verkörpert auch eindrücklich und überzeugend den alten Bauern, der sich vom falschen Kurs nicht mehr abbringen lässt. Es wurde Streulis letzte Kinorolle. Fünf Jahre später, am 3. November 1980, starb er. «Für mich war er eine Art John Wayne des Schweizer Films», charakterisierte Regisseur Rissi in einem Erinnerungsbuch seinen nicht immer einfachen Hauptdarsteller.