20:10
Marine Pradel lebt in zwei Welten. Als Journalistin bewegt sie sich im Weissen Haus, im Herzen von Washington D.C., und berichtet über die Entscheidungen, die Donald Trump während seiner zweiten Amtszeit fällt. Als Privatperson, in dem liberalen, lebendigen Viertel, in dem sie mit ihrer Familie lebt, spürt sie deren Folgen: Nachbarinnen, die ihre Arbeitsstellen verlieren. Klassenkameraden ihrer Kinder, deren Eltern sich aus Angst vor der Einwanderungsbehörde nicht mehr vor die Tür trauen. «Leben in Trump-Amerika» ist ein eindrücklicher Erfahrungsbericht, der zeigt, wie stark sich die USA in den letzten eineinhalb Jahren verändert haben. Noch nie in der jüngeren Geschichte hat ein US-Präsident bereits am ersten Tag seiner Amtszeit so viele Dekrete erlassen wie Donald Trump nach seiner Rückkehr ins Weisse Haus. Und das Tempo scheint nicht abzunehmen: US AID, die Behörde für Entwicklungszusammenarbeit, wurde aufgelöst, internationale Verträge wie das Pariser Klimaabkommen gekündigt, bestimmte Begriffe auf Regierungswebsites verboten und Bücher aus Schulbibliotheken verbannt. Für diesen Film spricht Marine Pradel mit jenen, die von diesen Entscheidungen betroffen sind. Und jenen, die offen Widerstand leisten: Wie etwa Donna, die auf ein ruhiges Rentnerinnenleben in Texas verzichtet und stattdessen auf den Strassen von Washington demonstriert. Nadine, die vor diesen Entwicklungen gewarnt hat und beschliesst, die USA zu verlassen. Oder Will, ein junger Mann aus Michigan, der wochenlang mit seinen Transparenten vor dem Weissen Haus stand, bis er die Hoffnung verlor. Erstausstrahlung: 29. Oktober 2026
21:05
Bomben-Job Mitholz: Mit Kampfmittelbeseitigern im Einsatz Bei der Mitholzkatastrophe vor bald 80 Jahren wurde tonnenweise Munition nach aussen geschleudert. Kampfmittelbeseitiger der Armee haben bis heute Aussenflächen in der Grösse von 13 Fussballfeldern geräumt und dabei über 250 Munitionsobjekte aus den Böden geborgen. Und die heikle Arbeit mitten im Dorf geht weiter. Risiko Steinschlag: Im Berg kommt die Gefahr auch von oben Steinschlaggefahr als grosses Risiko. Würde ein Felsblock im Berg direkt auf die Munition fallen, könnte diese explodieren. Um dieses Risiko auf ein Minimum zu reduzieren, wurde der Stollen mit zahlreichen Mess- und Alarmsystemen ausgerüstet und schichtweise bis unter die Decke aufgefüllt. Auf einer Expedition durch den Katastrophenberg durfte sich «Einstein» kurz vor der Versiegelung ein Bild machen. Die Sprengstoff-Detektive: Mitholz-Geschosse unter der Lupe «armasuisse»-Spezialisten der Abteilung «Wissenschaft und Technologie» untersuchen Mitholz-Munition bis ins kleinste Detail. Wie gefährlich sind die Explosionsstoffe nach 80 Jahren im Berg noch? Verhält sich das TNT immer noch wie neuer Sprengstoff? Wie sicher sind Handhabung und Transport? Testreihen in Labor und Sprengbunker liefern wichtige Erkenntnisse für die spätere Räumung des ehemaligen Bahnstollens. «Mitholz»-Munition: Eine ökologische Zeitbombe? Untersuchungen haben gezeigt, dass die Schwermetallbelastung durch Mitholz-Munition ein ernsthaftes Problem ist. Schadstoffe wie giftiges TNT, Blei oder Quecksilber könnten zum Beispiel durch Naturereignisse in die Umwelt gelangen. Mit aufwendigen Untersuchungen und Analysen wollen Spezialisten sicherstellen, dass die Munition nach der Räumung sicher und nachhaltig entsorgt werden kann.
21:50
Anhand von Hintergrundberichten und Interviews informiert die seit 1990 bestehende Sendung über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland. Gespräche werden teils auf Schweizerdeutsch aufgezeichnet.
22:15
Rund um die Jahreszeiten werden die Zuschauer in der Sendung mit den relevantesten Informationen über Wetterwarnungen und Trends versorgt.
22:25
Sinkende Umfragewerte für Donald Trump, mögliche Zugewinne der Demokraten bei den Midterms und ein zunehmend rauer Ton gegenüber Europa sorgen für Unruhe auf beiden Seiten des Atlantiks. Für den Politologen und Amerika-Kenner Tobias Endler geht die Entwicklung jedoch weit über die Person Trump hinaus. In seinem Buch «USA - Der neue Feind. Trump war erst der Anfang» beschreibt er einen tiefgreifenden Wandel der Vereinigten Staaten. Die politische Stärke von Donald Trump, das Verhältnis zwischen Washington und Europa sowie die Folgen der aktuellen politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen für die Sicherheit Europas und der Schweiz stehen im Fokus von «Gredig direkt».
23:05
In den staubigen Arenen rund um Herat kämpfen junge Männer um Geld, Anerkennung und einen Namen. Einer von ihnen ist Faiz Ahmad. Er stammt aus einem armen Dorf, studiert Pflege und arbeitet nebenbei in einer Autowerkstatt. Oft geht er hungrig zum Training. Trotzdem sagt er: «Auch wenn ich nur Wasser habe, werde ich das Ringen nie aufgeben.» Sein grosses Vorbild ist Maihan, einer der angesehenen Ringer der Region. Bei einem wichtigen Wettkampf hofft Faiz, sich vor ihm beweisen zu können. Ein Sieg kann Preisgeld oder Sachpreise bringen - vor allem aber jene Anerkennung, die Faiz im Alltag oft fehlt. Abseits des Rings ist seine Zukunft ungewiss. In seinem Hörsaal sitzen nur Männer, Arbeit ist knapp, und viele seiner Freunde zweifeln daran, dass selbst ein Studium ihnen eine Perspektive eröffnet. «NZZ Format» begleitet Faiz zwischen Hostel, Universität, Werkstatt und Ring und erzählt von einem jungen Mann, der sich nicht damit abfinden will, dass seine Herkunft über seine Zukunft entscheidet. Ein Film von Jordan Bryon
23:40
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In ihrem neuesten Bericht rechnet die UNO vor, dass die Erde bis Ende des Jahrhunderts auf eine Erwärmung von 2.8 Grad zusteuert. Doch viele empfinden die Klimadebatte inzwischen als ermüdend oder gar sinnlos. Warum fällt es uns so schwer, vom Erkennen ins Handeln zu kommen? Kann die kleine Schweiz angesichts eines globalen Problems überhaupt etwas ausrichten? Reto Knutti, Professor für Klimaphysik an der ETH Zürich, gehört zu den prägenden Stimmen der Schweizer Klimadebatte. Mit Barbara Bleisch spricht er über die Möglichkeiten und Grenzen technischer Lösungen, über politische Verantwortung und die Frage, was jeder Einzelne bewirken kann. Wie lässt sich für Klimaschutz streiten, ohne zu lähmen oder zu moralisieren? Wie gehen wir damit um, dass viele zwar mehr Klimaschutz wollen, zugleich aber keine Windturbine in ihrer Nähe akzeptieren, ihren Fleischkonsum nicht einschränken und nicht aufs Fliegen verzichten möchten? Und woher nimmt er selbst die Zuversicht, dass Veränderung möglich ist?