04:20
Hochsaison in den Bündner Bergen. Die Skihütte Feldis ist bis auf den letzten Platz besetzt und das Team noch nicht eingespielt. Bestellungen gehen vergessen oder werden doppelt serviert, Hüttenwartin Lea Leuenberger hadert mit ihrer Rolle: Sie ist unter Druck und muss doch Ruhe bewahren und Verständnis zeigen. Ruhe bewahren müssen auch Res und Rita Streiff. Sie haben auf der Etzlihütte das Nachtessen serviert, doch fehlen immer noch Gäste. Neben Sorge schwingt auch leichter Ärger mit: Es sind lange Arbeitstage als Hüttenwart und es geht an die Substanz, wenn sich wegen der Unpünktlichkeit der Gäste die Nachtruhe hinauszögert. Aus der Ruhe bringen Hans Winterberger Sonderwünsche seiner Gäste. Wenn die Finsteraarhornhütte gut besucht ist, ist jedes vegetarische oder glutenfreie Menü ein Zusatzaufwand. Der Hüttenwart der alten Schule nimmt kein Blatt vor den Mund.
05:15
Unberechenbarer Blutzuckerspiegel? Studien zeigen, dass sich die Blutzuckerwerte nach Konsum des gleichen Lebensmittels von Mensch zu Mensch unterscheiden können. Die «Einstein»-Moderatoren Kathrin Hönegger und Tobias Müller wollen herausfinden, wie ihr Glukosespiegel auf unterschiedliche Lebensmittel reagiert. Deshalb tracken die beiden 14 Tage lang alles, was sie essen und trinken und messen anschliessend ihren Blutzuckerspiegel. Auf welche Lebensmittel reagiert ihr Blutzuckerspiegel mit hohen Spitzen? Und was bedeutet das? Gibt es Überraschungen? Epidemiologe und Studienleiter Marcel Salathé von der EPFL begleitet die beiden bei diesem Experiment. Blutzucker messen statt Kalorien zählen? Ein extremes Auf und Ab des Blutzuckerspiegels kann zu Heisshungerattacken, Stimmungstiefs und ungewollten Fettpolstern führen. Dies behauptet zumindest Jessie Inchauspé, bekannt in den sozialen Medien als «Glucose Goddess». Gleichzeitig gibt sie auf ihren Kanälen Tipps, wie man der Achterbahn des Blutzuckerspiegels entkommt. Lia Bally, Ernährungsmedizinerin und Diabetologin des Inselspitals ordnet für «Einstein» ein, was die Tipps taugen und wie ernst man Blutzuckerspitzen wirklich nehmen sollte. Personalisierte Ernährung im Spitzensport Gute Regeneration und genügend Energie, wenn es drauf ankommt: Mit aufwendigen Messungen ermitteln die Ernährungswissenschaftlerinnen und Ernährungswissenschaftler am OYM, zu welcher Zeit ein Sportler seine individuelle Nährstoffmenge zu sich nehmen soll. So machen sie auch aus jungen Eishockeytalenten Profiathleten auf dem Eis. Ein neuer Lehrstuhl für personalisierte Ernährung Menschen sind einzigartig und ihre Ernährungsbedürfnisse sind es auch, deshalb reichen allgemeine Ernährungsempfehlungen künftig nicht mehr aus. Ernährungsexpertin Katja Lotz sieht die personalisierte Ernährung als Zukunftsmodell. Die Digitalisierung ermögliche ganz neue Messmethoden - deshalb sei das individualisierte Essen eines der ganz grossen Trends im Ernährungssektor. Ganz neu bietet nun die Duale Hochschule Baden-Württemberg sogar einen Studiengang für personalisierte Ernährung an. Fettabbau über die Atemluft messen Forschende an der ETH Zürich haben gemeinsam mit dem Universitätsspital Zürich einen Sensor entwickelt, der anhand der Atemluft einer Person anzeigt, ob ihr Körper Fett verbrennt. Das eröffnet neue Möglichkeiten, denn die Messung erfolgt in Echtzeit und ist vollkommen schmerzfrei. Messungen mit dem Gerät haben gezeigt, dass auch hier Menschen völlig unterschiedlich reagieren. Während bei den einen schon nach zehn Minuten Sport die Fettverbrennung einsetzt, brauchen andere dafür über 40 Minuten. Das Messgerät kann schon bald eingesetzt werden - sei es bei einer Diät oder auch für das Training.
05:50
Das mehrfach ausgezeichnete Format beschäftigt sich weltweit mit Themen aus Wissenschaft und Technik. Die Bandbreite der Beiträge reicht von evolutionsgeschichtlicher Forschung bis hin zu Alltagsphänomenen.
06:35
07:30
08:55
Zwischen Januar und April wird vor der norwegischen Inselgruppe Lofoten der Winterkabeljau gefischt. Bei der Fischerfamilie Pettersen kommt der Skrei in verschiedenen Varianten auf den Tisch: halbgetrocknet als Bocknafisk, gekocht als Mölje mit Leber und Rogen oder als getrocknete Fischchips.
09:30
Man hört es, bevor man es sieht: das scharfe Schneiden der Kufen, das leise Zischen, wenn Stahl über Eis gleitet. Es ist dieses einmalige Geräusch, das Lukas Britschgi bis heute fasziniert. Gehört hat er es zum ersten Mal als kleiner Knirps in der Eishalle in Frauenfeld, als sein Jugendtrainer Alexei Pospelov übers Eis glitt. Lukas ist kein Wunderkind, kein Jahrhunderttalent. Er hat sich ganz einfach Hals über Kopf ins Eiskunstlaufen verliebt. Seine Mutter Gaby Britschgi - selbst eine passionierte Eistänzerin - hat ihren Sohn in ihre Trainingslektionen mitgenommen. Dort zieht er seine ersten Kurven auf dem Eis: vorsichtig, neugierig, ohne herausragendes Talent. Die grossen Sprünge und der Erfolg kommen erst viel später. Lukas Britschgi ist ein Spätzünder in einem Sport, der Talent und frühe Erfolge verlangt. Selbst sein Trainer zweifelt lange, ob Lukas' Weg bis ganz nach oben führen kann. «Eiskunstlauf», sagt er, «ist zu 80 Prozent Kopfsache.» Und genau dort liegt seine grosse Stärke. Was leicht aussieht, ist Schwerstarbeit: Krafttraining, Technik, mentale Kontrolle. Jeder Sprung ein Risiko, jede Landung eine Gefahr. Bei einem Dreifachsprung wirken Kräfte, die dem Sechsfachen des Körpergewichts entsprechen. Fehler tun weh. Das Eis ist gnadenlos hart.
10:00
Man hört es, bevor man es sieht: das scharfe Schneiden der Kufen, das leise Zischen, wenn Stahl über Eis gleitet. Es ist dieses einmalige Geräusch, das Lukas Britschgi bis heute fasziniert. Gehört hat er es zum ersten Mal als kleiner Knirps in der Eishalle in Frauenfeld, als sein Jugendtrainer Alexei Pospelov übers Eis gegleitet ist.? Lukas ist kein Wunderkind, kein Jahrhunderttalent. Er hat sich ganz einfach Hals über Kopf ins Eiskunstlaufen verliebt. Seine Mutter Gaby Britschgi - selbst eine passionierte Eistänzerin - hat ihren Sohn in ihre Trainingslektionen mitgenommen. Dort zieht er seine ersten Kurven auf dem Eis: vorsichtig, neugierig, ohne herausragendes Talent. Die grossen Sprünge und der Erfolg kommen erst viel später. Lukas Britschgi ist ein Spätzünder in einem Sport, der Talent und frühe Erfolge verlangt. Selbst sein Trainer zweifelt lange, ob Lukas' Weg bis ganz nach oben führen kann. «Eiskunstlauf», sagt er, «ist zu 80 Prozent Kopfsache.» Und genau dort liegt seine grosse Stärke. Was leicht aussieht, ist Schwerstarbeit: Krafttraining, Technik, mentale Kontrolle. Jeder Sprung ein Risiko, jede Landung eine Gefahr. Bei einem Dreifachsprung wirken Kräfte, die dem Sechsfachen des Körpergewichts entsprechen. Fehler tun weh. Das Eis ist gnadenlos hart.
10:40
Man hört es, bevor man es sieht: das scharfe Schneiden der Kufen, das leise Zischen, wenn Stahl über Eis gleitet. Es ist dieses einmalige Geräusch, das Lukas Britschgi bis heute fasziniert. Gehört hat er es zum ersten Mal als kleiner Knirps in der Eishalle in Frauenfeld, als sein Jugendtrainer Alexei Pospelov übers Eis gegleitet ist.? Lukas ist kein Wunderkind, kein Jahrhunderttalent. Er hat sich ganz einfach Hals über Kopf ins Eiskunstlaufen verliebt. Seine Mutter Gaby Britschgi - selbst eine passionierte Eistänzerin - hat ihren Sohn in ihre Trainingslektionen mitgenommen. Dort zieht er seine ersten Kurven auf dem Eis: vorsichtig, neugierig, ohne herausragendes Talent. Die grossen Sprünge und der Erfolg kommen erst viel später. Lukas Britschgi ist ein Spätzünder in einem Sport, der Talent und frühe Erfolge verlangt. Selbst sein Trainer zweifelt lange, ob Lukas' Weg bis ganz nach oben führen kann. «Eiskunstlauf», sagt er, «ist zu 80 Prozent Kopfsache.» Und genau dort liegt seine grosse Stärke. Was leicht aussieht, ist Schwerstarbeit: Krafttraining, Technik, mentale Kontrolle. Jeder Sprung ein Risiko, jede Landung eine Gefahr. Bei einem Dreifachsprung wirken Kräfte, die dem Sechsfachen des Körpergewichts entsprechen. Fehler tun weh. Das Eis ist gnadenlos hart.
11:15
Nach einem Klinikaufenthalt steht der Tessiner Regisseur Filippo vor einem Wendepunkt: Er ringt mit Ängsten, Hoffnungen und dem Wunsch, zum Film zurückzukehren. In der sozialen Einrichtung Osteria all'undici wagt er den beruflichen Wiedereinstieg und knüpft neue Freundschaften. In Gesprächen mit Kollegen entsteht ein vielschichtiges Porträt über psychische Fragilität, Selbstakzeptanz und den Kampf gegen gesellschaftliche Etiketten. Osteria all'Undici erzählt von Menschen, die zwischen geschütztem Arbeitsumfeld und freiem Markt ihren Platz suchen - ohne Pathos, mit analytischem Blick und tiefer Empathie.
12:20
Zum Wochenfinale bei «Mini Chuchi, dini Chuchi» wagt sich Mine aus Freienbach SZ an das Motto «Öppis Igwicklets». Die 39-Jährige liebt es zu meditieren und hat einen starken Bezug zu Spiritualität. Ihre türkische Herkunft wird heute im Menu widerspiegelt: es gibt Beyti Kebab. Wer holt sich den Sieg?
12:45
12:50
Mittagsausgabe
13:00
Karin Dubler, 23, hat erst mit 18 Jahren erfahren, dass sie bei der Geburt eigentlich Laura Rushiti hiess und ihre leiblichen Eltern aus Kosovo stammen, die sie wenige Tage nach der Geburt zur Adoption freigegeben haben. Das Schweizer Ehepaar Erich und Erika Dubler hat das Mädchen bei sich in Reichenburg im Kanton Schwyz aufgenommen, ihm die wahren Wurzeln aber erst offengelegt, als es volljährig war. Nun geht Karin zum ersten Mal in ihr Heimatland und lernt Kultur, Land und Leute kennen. Bei diesem Abenteuer wird sie von ihrem Adoptivvater Erich begleitet. Auch er war noch nie in Kosovo, dem jüngsten Staat Europas. Sie sind unterwegs mit Zug, Bus, Pferdekutsche und Taxi - von der Hauptstadt Pristina in die albanischen Alpen, von der osmanischen Stadt Prizren bis nach Mitrovica, der Heimatstadt von Karins leiblichen Eltern. Dort hat sie eine Begegnung, die ihr Leben für immer verändern wird.
14:00
Der Startschuss fällt am Schmutzigen Donnerstag. Punkt 05:00 Uhr am Schmutzigen Donnerstag beginnt die Luzerner Fasnacht mit der feierlichen Ankunft von Bruder Fritschi und seiner Familie über den Vierwaldstättersee. Trommelwirbel und Jubel hallen durch die Stadt, während dieser magische Moment den Auftakt zu Tagen voller Farben und Lebensfreude markiert. Monatelang haben die Fasnächtler:innen mit Leidenschaft ihre kunstvollen Masken - die «Grinde» - und prachtvollen Kostüme geschaffen. In Garagen und Scheunen entstanden Umzugswagen mit fantasievollen Sujets, die humorvoll oder kritisch aktuelle Themen aufgreifen. Die «Guggenmusigen» füllen die Gassen mit schrägen, mitreissenden Klängen, die niemanden stillstehen lassen. Die Eröffnung ist nicht nur ein Startschuss, sondern ein Versprechen auf Tage voller Lachen, Musik und gemeinsamer Freude. Güdismontag-Umzug Damit auch die Zuschauerinnen und Zuschauer zuhause diese tollen und aufwendigen Sujets sehen und die Lebenslust der Fasnächtlerinnen und Fasnächtler spüren können, überträgt SRF den Güdismontag-Umzug am 16. Februar live ab 14:00 Uhr auf SRF 1. Präsentiert wird die Sendung von Moderatorin Fabienne Gyr und dem einheimischen Fasnächtler Sämi Deubelbeiss.
16:30
Der Berner Chanthajone «Chanti» Phongsanith, 29, reist mit seiner Freundin Sabrina, 30, zurück ins Heimatland seiner Eltern. Seit 20 Jahren war er nicht mehr dort, und viel hat sich in dieser Zeit verändert. Die Reise startet im Süden von Laos, genauer in Pakse. In dieser Stadt ist Chantis Mutter in gutbürgerlichem Hause aufgewachsen. Chanti bringt seinen verstorbenen Grosseltern Gaben und führt seine Freundin in den Buddhismus ein. Im Geburtshaus seines Vaters trifft er auf seinen jüngsten Verwandten und musiziert mit den Dorfleuten. Am meisten freut er sich jedoch darauf, seine Cousinen in Vientiane wieder in die Arme schliessen zu können. Chanti wird auf seiner Reise immer wieder bewusst, wie viel Laos noch in ihm steckt und wie sehr er seine Heimat vermisst hat.
17:30
Barrybär ist wasserscheu, aber Giggelibug hilft ihm, seine Angst zu überwinden.
17:40
Wer und was bewegt den Kanton Graubünden und die rätoromanische Schweiz? Den Überblick bietet die tägliche Informationssendung «Telesguard» mit Beiträgen, Nachrichtenblöcken und Livereportagen von aktuellen Schauplätzen in den Regionen. Lokal und regional zuhause.
18:00
18:05
Vorabendausgabe
18:10
In der neuen «Mini Chuchi, dini Chuchi»-Woche startet Jennifer aus Winterthur Neuhegi ZH mit Kochen. Die 42-Jährige liebt es, sich mit farbenfrohen Outfits auszudrücken und Lebensfreude auszustrahlen. Das Motto «Safran» setzt sie mit einem Risotto aus dem Dampfkochtopf um.
18:25
In Devon dreht sich beim vegan lebenden Ehepaar Tom und Jess Thomson einmal im Jahr alles um den Apfel: Sie ernten alte Sorten im öffentlichen Apfelgarten und backen damit britische Klassiker wie Apple Crumble. Jonah Garner, ein Freund der Töchter, experimentiert mit einem Apfel-Sauerteigbrotrezept.
19:00
19:25
19:30
Hauptausgabe
19:55
Abendausgabe
20:10
21:05
Körperdysmorphie - Im Spiegel nur noch Unschönes sehen Mia, 21, entwickelte schon als Mädchen erste Symptome einer Körperdysmorphie - verstärkt durch familiären Schönheitsdruck und Ausgrenzung in der Schule. Während der Corona-Pandemie schottete sie sich völlig ab, verbrachte täglich Stunden vor dem Spiegel, brach die Schule ab, kämpfte mit Klinikaufenthalten und Suizidgedanken. Mit 19 folgten Schönheitsoperationen, die nur kurz halfen. Heute sieht sie Licht am Horizont, doch der Weg aus der gestörten Selbstwahrnehmung ist lang. Verzerrtes Körperbild - Die Rolle der sozialen Medien Tina, 27, geriet als Teenager in den Sog von Social Media und entwickelte einen Wahn zur äusserlichen Selbstoptimierung. Der ständige Vergleich mit geschönten Bildern anderer Menschen führte zu einem verzerrten Körperbild, Selbstzweifeln und Depressionen. Die ehemalige DSDS-Kandidatin war aber nicht nur Opfer der Beauty-Algorithmen: Sie fütterte Instagram auch aktiv mit bearbeiteten Bildern von sich. Mittlerweile hat sie als Schauspielerin einen positiveren Bezug zu ihrem Äusseren gefunden - und geniesst in ihren Rollen sogar das Spiel mit der Hässlichkeit. Körperbildstörungen - Nicht nur Frauensache Philipps Körper ist beeindruckend durchtrainiert. Angetrieben vom Beispiel einschlägiger Fitnessidole, hatte er sein Leben irgendwann nur noch dem Muskelwachstum und der Sixpack-Pflege gewidmet. Schaut er in den Spiegel, ist er mit seinem gestählten Äusseren dennoch nie zufrieden. Philipps Beispiel zeigt: Körperbildstörungen werden primär Frauen zugeschrieben, sie können aber auch Männer betreffen - besonders Jugendliche. «Puls»-Chat zum Thema Körperbildstörung Wird das tägliche Schönheitsritual immer mehr zur Last? Verbringe ich zu viel Zeit im Fitnesscenter? Wann macht eine Beauty-Operation alles nur noch schlimmer? Und wie lässt sich ein gesundes Körpergefühl entwickeln? Die Fachrunde weiss am Montag von 21.00 bis 23.00 Uhr Rat - live im Chat. Fragen können vorab eingereicht werden.
21:50
Anhand von Hintergrundberichten und Interviews informiert die seit 1990 bestehende Sendung über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland. Gespräche werden teils auf Schweizerdeutsch aufgezeichnet.
22:15
Spätausgabe
22:25
23:05
Begeistert kehrt Theophil Läppli (Alfred Rasser) von einer Griechenlandreise in die Schweiz zurück. Nach einem Besuch der Akropolis spürt er Aufbruchstimmung und will zu Hause die demokratische Ordnung neu beleben. Erst einmal nimmt er diese Aufgabe wörtlich und renoviert das vernachlässigte Elternhaus. Doch dann verscherbelt seine Schwester Agathe (Margrit Rainer) den Hof an den Grundstückspekulanten und Gemeindepräsidenten Boller (Werner Wirth von Kaenel). Dieser reisst alles nieder und erstellt sich auf dem Gelände eine Villa. Bollers Ehefrau (Anneliese Egger) ist aber mit dem Bau nicht zufrieden. Sie stiftet den entlassenen Arbeiter Flammer (Roland Rasser) an, Feuer zu legen. Indizien belasten den unschuldigen Läppli, der eben mit Geld aus dem Hausverkauf die neue Partei der aktiven Demokraten unterstützen will. Sein Freund Mislin (Ruedi Walter) aber, der Läppli entlasten könnte, hat die Spende unterschlagen und leistet sich Ferien in Italien. Läppli sitzt sieben Monate im Gefängnis. Nach der Entlassung findet er Arbeit in Bollers Fabrik, rebelliert aber schon bald gegen die entwürdigenden Arbeitsbedingungen: Statt Menschen lässt Läppli Schimpansen arbeiten. Mit einem Exemplar der Bundesverfassung reist er schliesslich nach Bern. Vom Bundesrat will er sich die Schweizer Demokratie erklären lassen, wird aber vom Weibel abgewimmelt. Läpplis Fazit aus dieser Begegnung: «Me muess haut aube warte.» Ursprünglich sollte «Demokrat Läppli» kabarettistischer und drastischer enden: Läppli träumt, der versammelte Bundesrat tanze das bekannte Menuett von Luigi Boccherini. Diese Szene stiess aber in Bundesbern auf so viel Missfallen, dass sie noch vor der Lancierung des Films entfernt wurde. Genügend aufmüpfige Sprüche enthält der Film trotzdem. Und einige Missstände, die der kämpferische Idealist Rasser darin aufs Korn nimmt, sind auch heute noch aktuell. Für viele Kritiker fehlte es dem Werk an filmischer Geschlossenheit. Doch das grossartige Talent Alfred Rassers, der als helvetischer Schwejk mit entwaffnender Naivität den Finger auf wunde Stellen legt, trägt den satirischen Schwank. In Nebenrollen setzen populäre Schweizer Darsteller farbige Akzente, unter ihnen Margrit Rainer als Läpplis Schwester Agathe oder Ruedi Walter als leichtlebiger, arbeitsscheuer Fritz Mislin. Als Kameraassistent gab der Schweizer Regisseur Rolf Lyssy («Die Schweizermacher») sein Filmerdebüt. Und nicht zu vergessen: Sechs Jahre nach Drehschluss kehrte Alfred Rasser ins Bundeshaus zurück - diesmal als Nationalrat.