04:55
Hochsaison in den Bündner Bergen. Die Skihütte Feldis ist bis auf den letzten Platz besetzt und das Team noch nicht eingespielt. Bestellungen gehen vergessen oder werden doppelt serviert, Hüttenwartin Lea Leuenberger hadert mit ihrer Rolle: Sie ist unter Druck und muss doch Ruhe bewahren und Verständnis zeigen. Ruhe bewahren müssen auch Res und Rita Streiff. Sie haben auf der Etzlihütte das Nachtessen serviert, doch fehlen immer noch Gäste. Neben Sorge schwingt auch leichter Ärger mit: Es sind lange Arbeitstage als Hüttenwart und es geht an die Substanz, wenn sich wegen der Unpünktlichkeit der Gäste die Nachtruhe hinauszögert. Aus der Ruhe bringen Hans Winterberger Sonderwünsche seiner Gäste. Wenn die Finsteraarhornhütte gut besucht ist, ist jedes vegetarische oder glutenfreie Menü ein Zusatzaufwand. Der Hüttenwart der alten Schule nimmt kein Blatt vor den Mund.
05:50
Seit 15 Jahren gehen Sven und Michael Epiney gemeinsam durchs Leben. Ende Juli letzten Jahres haben die beiden geheiratet. Sven Epiney war es auch, der im vergangenen Jahr die Moderation des «Samschtig-Jass» übernahm, als Fabienne Gyr, langjährige Jassmoderatorin, im Schwangerschaftsurlaub weilte. Nun gibt's am Valentinstag in Zürich ein Wiedersehen. Die Drei tauschen sich aus über Freundschaft, Liebe und natürlich die gemeinsame Leidenschaft Jassen. Das beliebte Kartenspiel von Herrn und Frau Schweizer darf natürlich nicht zu kurz kommen und so schauen sie sich gemeinsam den Samschtig-Jass aus dem Jahr 1999 an, als Sven Epiney zum ersten Mal zu Gast in der legendären Unterhaltungssendung bei Monika Fasnacht war.
06:25
07:30
08:50
Die Vulva, das unbekannte Wesen «Die meisten von uns haben ihre eigene Vulva noch gar nicht angekuckt», weiss die klinische Sexologin und Psychotherapeutin Dania Schiftan. Dieses Unwissen könne massive Konsequenzen in der Sexualität haben. Gemäss Umfragen sind nur die Hälfte der Frauen in der Lage, eine Vulva zu zeichnen. «Puls» macht die Probe aufs Exempel und fordert Passantinnen und Passanten auf, eine Vulva zu zeichnen. Haben Frauen weniger Lust als Männer? In den Betten von Heteropärchen klafft eine Lücke: Während die meisten Männer regelmässig zum Orgasmus kommen, gehen Frauen öfter leer aus. Ein Grund dafür ist, wie sie beim Hetero-Paarsex stimuliert werden. Nämlich oft falsch, sagt die Gynäkologin Mandy Mangler. Dabei ist das sexuelle Universum der Frau weit - mit vielen erogenen Zonen, die Frauen zu rauschenden Orgasmen verhelfen könnten. Allen voran die oft vernachlässigte Klitoris. Sie ist bedeutender für die Lust der Frau, als viele wissen. Die (falsche) Lust im Kopf? Welch wichtige Rolle das Gehirn beim Sex spielt, erklärt Neurowissenschaftlerin Celeste Bittoni. Dass es für erfüllten Sex die Penetration des Penis braucht, sei falsch und gelte nur für Männer. Frauen bevorzugen externe Stimulation. Und sie stimmen sich eher mental ein als körperlich, werden angetörnt durch sexuelle Fantasien. Doch weil die Lust der Frau lange ein gesellschaftliches Tabu war, kennen viele Frauen ihre Bedürfnisse nicht besonders gut und wissen nicht, was ihnen im Bett gefällt. Lust ist lernbar All das kann man lernen, sagt Sexologin Dania Schiftan. Denn am Ende haben Frauen genauso viel Lust auf Sex wie Männer und sind auch nicht komplizierter. Erogene Zonen spielen dabei eine Schlüsselrolle. Frauen können lernen, was ihnen den grössten Spass im Bett bringt, ob sie ein empfindliches G-Areal haben - und wie sie regelmässig zum Orgasmus kommen. «Puls»-Chat - Fragen und Antworten zum Thema weibliche Lust Sie sind weiblich und haben nur selten oder gar nie einen Orgasmus? Sie sind männlich und wissen nicht so recht, wie Sie die Lust Ihrer Partnerin wecken können? Sexologinnen und spezialisierte Psychotherapeutinnen wissen am Montag von 21.00 bis 23.00 Uhr Rat - live im Chat. Fragen können vorab eingereicht werden.
09:30
Bei einer Polyneuropathie handelt es sich um eine Nervenerkrankung, bei der Nerven geschädigt sind und nicht mehr repariert werden können. Die Krankheit beginnt häufig mit einem Kribbeln in den Beinen oder Brennen in den Füssen. Betroffene berichten von Symptomen wie «Ameisenlaufen» oder Taubheitsgefühlen. Diese Beschwerden treten häufig bei Menschen über 60 auf und machen die Nächte zur Qual. Oft sind die Ursachen unklar. Doch was steckt dahinter - und welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es? Kuschelhormon Oxytocin Hormone spielen eine bedeutende Rolle in unserem Leben. Sie steuern den Stoffwechsel, das Wachstum, die Reproduktion, den Schlaf und das Verhalten. Hormone sind somit wichtige Botenstoffe, die zwischen Zellen und Organen kommunizieren und lebenswichtige Körperfunktionen regulieren. Das Hormon Oxytocin war für Forschende lange Zeit ein unergründetes Rätsel. Oxytocin wird im Gehirn produziert und hilft beispielsweise bei Wehen während der Geburt und beim Stillen, indem es den Milchfluss auslöst. Da Oxytocin Nähe und Bindung fördert, wird es oft als «Kuschelhormon» bezeichnet. Ein Forschungsteam am Universitätsspital Basel konnte mit MDMA (Ecstasy) einen bedeutenden Durchbruch erreichen.
10:00
10:30
Der Zwillingsbruder des Glaubens ist der Zweifel, sagt Petra Walker. Sie hat sich 2020 entschlossen, als junge Pfarrerin auf dem Land, an der Peripherie zu wirken. Genauso wie es David Gryff vor über 300 Jahren tat, als er zu Fuss die Dörfer rund um Meiringen im Berner Oberland aufsuchte, um dort Predigt, Wochengebet und Unterweisung zu halten. Der Film «Glauben und Zweifeln an der Peripherie» verbindet Vergangenheit und Gegenwart, indem er Pfarrerinnen und Pfarrern eine Stimme gibt, die sich entschlossen haben, fernab urbaner Zentren zu wirken. Er stellt zentrale und zeitlose Fragen. Welchen Wert hat der Glaube heute? Wie muss er sich wandeln, um weiterhin relevant zu bleiben und Menschen in Bergdörfern Halt zu geben? Welchen Anreiz kann der Glaube einer agnostischen Generation bieten? Ein Film von Menk Rufibach und Niklas Fischer Wiederholung vom 5. März 2023
11:00
12:00
1957 erteilten die Gemeinden Sumvitg und Vrin die Konzession für ein Wasserkraftwerk auf der Greina. Die unberührte alpine Hochebene sollte geflutet werden. Dafür hätten die Gemeinden mit 2,3 Millionen Franken pro Jahr rechnen können. Der Filmemacher Patrick Thurston hat den Kampf seines Vaters gegen die Zerstörung der Natur als Teenager miterlebt. «Ich erinnere mich, dass mein Vater in seinem englischen Schweizerdialekt immer sagte, nur die Poesie könne die Greina retten.» Sein Film beleuchtet nicht nur den künstlerischen Protest, sondern offenbart auch eine nicht ganz einfache Vater-Sohn-Beziehung.
13:00
14:00
Seit über 150 Jahren ist der Rabadan ein fester Bestandteil der Fasnacht im Tessin. Umzüge, Guggenmusik und Volksfeststimmung machen Bellinzona sechs Tage lang zur närrischen Festhochburg. SRF überträgt den Umzug erstmals live. Moderation: Oceana Galmarini
16:25
Die Reise mit dem Centovalli Express beginnt in Locarno. Die Stadt am Lago Maggiore liegt im Tessin, dem südlichsten Kanton der Schweiz. Hier begegnen sich die mediterrane und alpine Welt. Die ersten drei Kilometer der Reise bleibt die Bahn erstmals unterirdisch und erinnert eher an eine U-Bahn. Nach dem Tunnel ist man im Maggiatal unterwegs. Den Zuggästen zeigt sich der Blick in spektakuläre Schluchten. Vorbei an typischen kleinen Dörfern wie Tegna und Verscio überquert der Zug kurz vor Intragna eine gewaltige Stahlbrücke von 75 Meter Höhe. Auf dem Weg nach Domodossola ist Camedo der letzte Halt der Schweiz. Ab der Grenze geht das wilde und schier unüberwindbare Centovalli in ein breiteres und liebliches Valle Vigezzo über. Im Örtchen Re zieht der Zug an der Wallfahrtskirche der Madonna del Sangue vorbei. Dieser heilige Ort zieht Jahr für Jahr Tausende von Pilgern an. Das bei den Italienerinnen und Italienern beliebte Santa Maria Maggiore ist der Hauptort des Valle Vigezzos und mit 840 Meter über Meer der höchstgelegene Ort der Strecke. Dann wird der Abstieg immer steiler. In etlichen Kurven schlängelt sich die Bahn Ebene für Ebene runter zum Talboden. Von hier hat der Zuggast eine grandiose Aussicht nach Domodossola, dem Reiseziel. Die italienische Stadt ist bekannt für den traditionellen Wochenmarkt auf der Piazza.
17:10
17:25
18:00
Vorabendausgabe
18:05
Rund um die Jahreszeiten werden die Zuschauer in der Sendung mit den relevantesten Informationen über Wetterwarnungen und Trends versorgt.
18:15
Konsul Walti, der im Dschungel mit Rebellen verhandeln sollte, ist spurlos verschwunden. Jetzt geht ihn Botschafterin Bea suchen und übergibt die Verantwortung für den diplomatischen Alltag Vize Adi und Kultur-Attachée Marisol. Das ist keine gute Idee. Denn zwischen Adi und Marisol herrscht ein Machtkampf, der während Beas Abwesenheit eskaliert. Marisol und Adi liefern sich ein Duell um Einfluss, Sprache und Bildschirmzeit. Adi versucht sich am Schalter, wo ihn Frau Zybach, eine renitente Rentnerin mit Namensfindungskrise, an den Rand des Wahnsinns treibt. Frau Zybach ist nicht einfach eine Kundin. Sie ist eine Naturgewalt. Mit wechselnden Namenswünschen, spitzen Kommentaren und einem unerschütterlichen Anspruch auf Aufmerksamkeit bringt sie Adi an den Rand des Nervenzusammenbruchs. Auch Marisol steht vor einer grossen Herausforderung: Sie soll dem lokalen TV-Sender ein Interview zum bevorstehenden Handelsabkommen geben. Die Belegschaft befürchtet das Schlimmste. Zum einen fällt es Marisol schwer, sich kurz zu fassen. Zudem nimmt sie in Drucksituationen kein Blatt vor den Mund und dann droht ein diplomatischer Shitstorm. In ihrer Not bittet sie Praktikantin Selina, sie zu coachen. Selina gibt ihr einen Tipp, der so originell wie bizarr ist.
18:40
19:10
Im Tierheim Paradiesli in Ennetmoos NW finden Tiere eine Chance auf ein neues Leben. Begleitet werden die Hunde, Katzen und Hasen von Tierpflegerin Fabienne Tresch. In dieser Sendung begleitet sie Kater Edgar auf seinem Weg in ein neues Zuhause. Ein Bericht von Viveca Kammermann.
19:25
19:30
Hauptausgabe
19:55
Abendausgabe
20:05
Im Jahr 1904 steht der Fall von Frieda Keller im Brennpunkt einer gesellschaftlichen Auseinandersetzung über Recht und Gerechtigkeit. Als Opfer einer Vergewaltigung erdrosselt die 25jährige Näherin Frieda Keller ihren Sohn Ernstli, das Kind ihres Peinigers. Kurz darauf wird die Leiche gefunden und die verzweifelte Mutter, Opfer und Täterin zugleich, gesteht das Verbrechen. Staatsanwalt Walter Gmür, der die Anklage gegen Frieda Keller führt und Anwalt Arnold Janggen, der die Verteidigung übernimmt, sehen sich nicht nur mit beruflichen, sondern auch persönlichen Herausforderungen konfrontiert, die ihre Auffassung von Moral und Gleichheit hinterfragen. Erna Gmür, die ansonsten verlässliche Ehefrau und Stütze des Staatsanwalts, sucht Frieda oft in der Gefängniszelle auf. Sie entwickelt eine mütterliche Beziehung zu der Kindsmörderin, die zwischen Verständnis und Verachtung schwankt und den Haussegen beim Ehepaar Gmür ins Wanken bringt. Gesine Janggen, die emanzipierte Frau des Verteidigers, setzt sich entschlossen für Friedas Rechte ein und drängt ihren ehrgeizigen Ehemann, hinter die Fassade zu blicken und vor Gericht für seine Mandantin, im Namen aller Frauen, zu kämpfen. Heftige Proteste aus der Bevölkerung begleiten den öffentlichen Prozess. Über die Landesgrenzen hinaus berichtet die Presse über den umstrittenen Fall, was die beiden Anwälte unter enormen Druck setzt und das patriarchale Rechtssystem in Frage stellt. Frieda Keller wird wider Erwarten zum Tode verurteilt. Aufgerüttelt durch die Haltung seiner Frau, treibt ausgerechnet Staatsanwalt Gmür, der als Hüter des Gesetzes die Todesstrafe forderte, die Bemühungen um ein Gnadengesuch für Frieda voran. In Folge wird Frieda Keller mit lebenslanger Zuchthausstrafe in Einzelhaft und Schweigegelübde «begnadigt». Diese Begnadigung war genauso eine Schande wie die Tatsache, dass das damalige Gesetz Verheiratete, die sich an Frauen vergriffen, schützte und der Vergewaltiger nicht zur Rechenschaft gezogen wurde. «Friedas Fall» basiert auf einer wahren Geschichte und ist die filmische Umsetzung des Romans «Die Verlorene» von Michèle Minelli. Frieda Kellers Fall beeinflusste das Strafrechtssystem in der Schweiz massgeblich. Die Todesstrafe wurde abgeschafft und eine Frauenrechts-Debatte wurde in Gang gesetzt.
21:55
22:40
Spätausgabe
22:50
Spätausgabe
23:00
Nach einem Klinikaufenthalt steht der Tessiner Regisseur Filippo vor einem Wendepunkt: Er ringt mit Ängsten, Hoffnungen und dem Wunsch, zum Film zurückzukehren. In der sozialen Einrichtung Osteria all'undici wagt er den beruflichen Wiedereinstieg und knüpft neue Freundschaften. In Gesprächen mit Kollegen entsteht ein vielschichtiges Porträt über psychische Fragilität, Selbstakzeptanz und den Kampf gegen gesellschaftliche Etiketten. Osteria all'Undici erzählt von Menschen, die zwischen geschütztem Arbeitsumfeld und freiem Markt ihren Platz suchen - ohne Pathos, mit analytischem Blick und tiefer Empathie.