21:50
Anhand von Hintergrundberichten und Interviews informiert die seit 1990 bestehende Sendung über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland. Gespräche werden teils auf Schweizerdeutsch aufgezeichnet.
22:15
Rund um die Jahreszeiten werden die Zuschauer in der Sendung mit den relevantesten Informationen über Wetterwarnungen und Trends versorgt.
22:25
Den Krieg gegen den Iran haben die USA und Israel Seite an Seite begonnen. Doch nun gerät das Bündnis unter Druck. Nicht nur, weil die beiden Staaten aussenpolitisch unterschiedliche Ziele verfolgen. Sondern auch, weil in den USA der innenpolitische Widerstand gegen den Krieg wächst. In Donald Trumps eigener MAGA-Bewegung wächst der Widerstand: gegen die Strategie im Krieg und gegen die Nähe zu Israel. Rechte Podcaster und einflussreiche Stimmen aus dem konservativen Lager kritisieren den Kurs des Präsidenten teils scharf - und stellen die Frage, in wessen Interesse dieser Konflikt geführt wird. Gleichzeitig verändert sich auch der Blick auf Israel in den USA. Die Unterstützung ist nicht mehr selbstverständlich, vor allem bei jüngeren Amerikanerinnen und Amerikanern. Was lange als parteiübergreifender Konsens galt, wird zunehmend zum politischen Streitpunkt. Für Israel selbst wächst damit der Druck: Das Land ist stärker denn je auf die USA angewiesen - trifft aber auf eine amerikanische Öffentlichkeit, die kritischer wird. Eine Entwicklung mit potenziell weitreichenden Folgen für beide Seiten. Was bedeutet das für die politische Zukunft Trumps? Wie stabil ist seine Bewegung? Und wie belastbar ist die Allianz zwischen den USA und Israel in einer sich verändernden Welt? Moderator Sebastian Ramspeck spricht mit dem Nahost-Experten Aaron David Miller, dem ehemaligen israelischen Diplomaten Daniel Levy sowie der Politikwissenschaftlerin Rachel Blum.
23:00
Der Krieg in der Ukraine hat Europas Sicherheitsdenken verändert und in Finnland eine radikale Kehrtwende eingeleitet: die Rückkehr der Antipersonenmine. Auf einem Truppenübungsplatz zeigt Oberst Riku Mikkonen vom finnischen Militär, warum das finnische Militär die Mine als «kosteneffizientes Werkzeug» zur Landesverteidigung sieht. Für ihre Befürworter ist sie ein pragmatisches Werkzeug der Abschreckung. Für Zoran Ješic ist sie das Gegenteil. Im Bosnien-Krieg verlor er ein Bein durch eine Mine. Bis heute erlebt er, wie diese Waffen auch Jahrzehnte nach dem Krieg Menschen töten, verstümmeln und ganze Landstriche unbewohnbar machen. Seine Geschichte steht für die Langzeitfolgen einer Waffe, die international geächtet wurde. Der Film beleuchtet das Spannungsfeld zwischen militärischer Abschreckungslogik, internationalen Verpflichtungen und humanitären Werten. In Helsinki warnt die Politikerin Li Andersson vor dem Glauben an eine «finnische Ausnahmestellung», die das Vertrauen in eine regelbasierte Weltordnung untergräbt. Der Grünen-Politiker Atte Harjanne hält dagegen: Er sieht in den Minen eine pragmatische Lösung, um Finnland vor einem russischen Angriff zu schützen. Zwischen Militärlogik, politischer Debatte und den Erfahrungen der Opfer stellt der Film die Frage: Kann der Einsatz der geächteten Waffe je verantwortungsvoll sein - oder beginnt ihr zerstörerisches Werk erst lange nach dem Krieg? Ein Film von Lukas Wagner.
23:35
23:45
Unsere Gesellschaft wird immer älter. Manche sprechen gar von «Überalterung». Das sei Altersdiskriminierung, findet die Psychologin Pasqualina Perrig-Chiello. Sie befasst sich seit Jahrzehnten mit dem Älterwerden und den negativen Vorurteilen des Alters. Älterwerden kann und muss gestaltet werden, meint sie: Wer gut alt werden will, sollte bereits heute damit anfangen. Das findet auch die Philosophin Nadine Mooren. Wir sollten das Alter nicht bekämpfen, sondern Akzeptanz lernen. Denn das Alter hat mehr zu bieten als nur Verlust. Es kann auch ein Gewinn sein, an Lebensweisheit, Gelassenheit und Genügsamkeit. Nur, wie geht das? Welche Gesellschaft braucht es dazu? Und: Altern Frauen anders als Männer?